Griechen in Panik

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 13.07.2015, 05:30

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Ladon
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Zu den vorangehenden Postings noch ein paar Anmerkungen und - wirklich ernst gemeinte (muss man ja dazu sagen ;-) ) - Fragen
olso hat geschrieben: Nunja, beschissen wurden doch in erster Linie mal die Griechen durch-allen voran-deutsche Banken.
Mit Wucherzinsen.
Völlig richtig. Und zeigt deutlich, wie gefährlich es ist, von "den Griechen" zu sprechen, wo man doch prinzipiell schon mal zwischen "dem Staat" und "den Griechen" unterscheiden sollte. Da bin ich selbst in die oft "angemahnte" sprachliche Falle getappt
Ebenfalls richtig, dass dahinter eine riesige Umschuldung von Banken an die öffentliche Hand steckt.


Über die Demontage unseres Zahlungsmittels bezüglich seiner angeblichen Werterhaltungsfunktion bin ich persönlich nicht unglücklich.
Wenn dem letzten Michel, dem letzten Frog, dem letzten Lobster, dem letzten Kaasesser endlich klar wird, dass unser "Geld" lediglich das Zahlungsmittel in einem Wirtschaftsraum ist und "Werterhalt" nur in der (aktiv gepflegten) "Sachanlage", dann ist doch überhaupt erst an einen Paradigmenwandel bezüglich des Geldsystems zu denken.
Und:
Banken sind relevant für das politische System? Dann wird's aber Zeit mal grundsätzlich darüber nachzudenken.


Ich schicke voraus: Mein Ärger über diese ganze Krise ist nicht unerheblich. Ich habe gestern aber verdeutlicht, dass ich glaube, das Problem ist komplexer als dass man einfache Schuldzuweisungen machen kann. olso hat das ausgeführt.
Rein historisch gesehen muss man (was selten bis nie erwähnt wird) auch konstatieren, dass Griechenland traditionell ja wohl eher nach Osten ausgerichtet ist. Die "Hauptblickrichtung" der Griechen in der Antike war Südosten (ja, ich weiß, sie waren AUCH im westlichen Mittelmeer ... "HAUPT-Blickrichtung"!). Dann beinahe im Zentrum des Oströmischen Reiches, das, wie der Name schon sagt, auch eher dem Nahen Osten zuzurechnen ist. Teil des Osmanischen Reichs usw. In der Moderne vom Westen durch den Warschauer Pakt praktisch isoliert.
Seit 150 Jahren als süd-östlicher Außenposten diverser Bündnisse angesehen (zuletzt NATO) und entsprechend "gepampert".


Und dann noch ganz im Ernst. Ehrlich, ich habe noch keinen Cent für "die Griechen" gezahlt. Echt!
Meine Steuerlast ist (bei leicht gestiegenem Einkommen) tendenziell eher gesunken in den letzten 10 Jahren, mein "Altersvermögen" (das natürlich NICHT in Form des Zahlungsmittels existiert) gewachsen.
Wenn man es mal genauer betrachtet, ist das ja auch kein Wunder.
Es geht ja schließlich immer und ausschließlich um KREDIT (von lat. "credere": glauben, vertrauen) ... in diesem System also um Geldschöpfung.
Das ist genau, was Draghi tut, denke ich. Und um es tun zu können wurde das Gläubigerrisiko von den Banken auf die Staaten übertragen, was erstere außerdem dazu befähigt, sich weiterhin schamlos Allgemeinbesitz einzuverleiben.

Was wir hier sehen, ist der Beginn eines riesigen, europaweiten und inszenierten coup d`etat. [/quote]
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 13.07.2015, 07:45

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AuCluster
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Datenreisender hat geschrieben:
Fata.Sibyllina hat geschrieben:(Es sei denn, Draghi spült mit der Druckerpresse nicht nur die Schulden, sondern die Wertaufbewahrungsfunktion gleich mit in den Gully.)
Das hat er doch bereits getan?
(keine Zinsen + Geldmengenausweitung)
Wir sind uns doch einig, dass die Inflation (im Sinne von Geldmengenaufblähung) eine inhärente Eigenschaft von FIAT-Geld ist.
Und nun ist auf einmal Mario Draghi daran schuld? smilie_08
Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

Beitrag 13.07.2015, 07:56

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VfL Bochum 1848
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AuCluster hat geschrieben: Wir sind uns doch einig, dass die Inflation (im Sinne von Geldmengenaufblähung) eine inhärente Eigenschaft von FIAT-Geld ist.
Und nun ist auf einmal Mario Draghi daran schuld? smilie_08
Ist aber doch auch eine Frage der Dosis.
Die gleiche Medizin, die in geringer Dosis heilen kann, kann in hohen Dosen tödlich wirken!
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 13.07.2015, 08:01

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Goldhamster79
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
AuCluster hat geschrieben: Wir sind uns doch einig, dass die Inflation (im Sinne von Geldmengenaufblähung) eine inhärente Eigenschaft von FIAT-Geld ist.
Und nun ist auf einmal Mario Draghi daran schuld? smilie_08
Ist aber doch auch eine Frage der Dosis.
Die gleiche Medizin, die in geringer Dosis heilen kann, kann in hohen Dosen tödlich wirken!
Nein, ist es nicht, denn das Rumdoktorn an Symptomen kann nie ursächlich für die Krankheit sein.
Zudem kann keine Medizin egal in welcher Dosis eine unheilbar tödliche Krankheit aufhalten, eben weil diese faktisch unheilbar ist.

Und in dem Punkt liegt AuCluster richtig, die Ursache ist das Geldsystem, das Teilreserve-Schuldgeld-System.

Alles was möglich ist, ist eine Verlängerung des Siechtums & damit des Leidens. Let the Euro die!

Goldhamster

Beitrag 13.07.2015, 08:14

Gladius
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Anscheinend hat man sich jetzt doch geeinigt. Toll,...und jetzt?

Beitrag 13.07.2015, 08:16

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Gladius hat geschrieben:Anscheinend hat man sich jetzt doch geeinigt. Toll,...und jetzt?
...wird der POG wieder steigen smilie_02
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Beitrag 13.07.2015, 08:58

glaubnix
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Moin moin zuammen,

was Ladon geschrieben hat "Was wir hier sehen, ist der Beginn eines riesigen, europaweiten und inszenierten coup d`etat" glaube ich auch.

Das Spektakel um Griechenland ist für große Teile der griechischen Bevölkerung sicherlich dramatisch, aber wesentlicher für uns ist wohl der Zustand des gesamten €-Raum oder der westlichen Welt.

Es gibt so einen passenden Sinnspruch der sich mir eingeprägt hat: " Wenn alle wüssten was los ist, was meint ihr was dann los wäre " aber das dem nicht so ist, dafür sorgen ja unsere Leitmedien... oder besser Light-Medien ( Info´s nur in geringer Dosis )erfolgreich.

Mir fällt es zunehmend schwerer mir ein Bild über die Zukunft zu machen, je mehr Informationen ich mir beschaffe.
Wenn ich mich im Netz informiere bleibt es zwangsläufig nicht nur bei der aktuellen Situation in der €-Zone oder der ganzen Welt, sondern es kommen die geschichtlichen Entwicklungen dazu, auf die man bei seiner Recherche stößt.

Sind wir wirklich noch in der Lage unser Zukunft als Bevölkerung der BRD oder Europa selbst zu lenken, oder ist das jetzt schon nur noch eine Illusion die uns eingeflößt wird?
Sind es tatsächlich die Europäer die darüber unabhängig abstimmen ob Griechenland €-Land bleibt?
Ich erreiche irgendwann den Punkt des maximalen Misstrauen allen Informationen und Informationsquellen gegenüber und dann hangel ich mich voran, an dem was in der Vergangenheit nachweislich ist und versuche in Verbindung mit den aktuellen Information das Wahrscheinliche zu erahnen.

Alles hängt mittlerweile mit allem zusammen, Banken untereinander, Versicherungsbranche, Staatsfinanzen,Zinspolitik, Börsen, politische Lage in der Welt und, und, und.
Und nicht zu vergessen die Interessen derer die möglichst im Hintergrund die Faden ziehen möchten!
Wer der namhaften Fachleute hat den da noch den durchblick was passiert, wenn an einem Parameter geschraubt wird?

Die Griechen mit denen ich im Urlaub im Mai gesprochen habe waren erstaunlich gut informiert, nicht panisch und vorbereitet so gut es geht.

Panisch sollten wir auch nicht werden , aber vielmehr Menschen sollten sich mal informieren und Gedanken über die Zukunft machen und wer die Interessen der Bevölkerung noch vertritt.
Die Masse steht doch völlig im "Wald" umgeben von den informellen Nebelgranaten der Medien.

viele Grüße
glaubnix
" Ich kann nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte " (Zitat Max Liebermann )

Beitrag 13.07.2015, 11:15

Gladius
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Was ich persönlich interessant finde, bei den gescheiterten Verhandlungen waren imm Fotos von Merkel und Schäuble in der Presse,...jetzt mit der (bauchweh)Einigung nur Hollande und ein Typ den ich noch nie zuvor gesehen habe, wohl ein Belgier.

Und wenns knallt sind wieder die Deutschen schuld. Business as usual.

Beitrag 13.07.2015, 12:04

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eisendieter
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und über allem muss man sich noch vor Augen halten, dass Griechenland in der Gesamtmenge der Finanzprobleme der EU nicht mehr, als ein Fliegenschiss ist.
Erfolgreich gehandelt: ja

E PLURIBUS UNUM

Beitrag 13.07.2015, 13:09

keinschönesland
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Die gute Frau Merkel verschleudert unsere Milliarden als wenn es kein Morgen gäbe.
Das Volk verdreht die Augen und ist machtlos darüber zu Bestimmen ob wir das auch wollen.
In Deutschland geht die Politik davon aus,daß die Mehrheit der Deutschen zu dumm ist da mit zu reden.
Warum nur gibt es keine Abstimmung bei uns?,aber die nächsten Wahlen werden diese Sachen nicht vergessen machen.
Wiedermal von den Amerikanern eingeknickt,die haben es ermöglicht das Griechenland rein kommt und nun geht es doch nur darum das Gelände von Griechenland zu halten,egal was es kostet.
Da wird vom großen Teich aus Angst verbreitet und unsere Politiker werden es nie schaffen sich von den USA zu lösen.
Fremdbestimmung wird über kurz oder lang zu Widerstand führen und alles in Frage stellen.
Die Kriese hat nun begonnen und Griechenland hilft fleißig mit die Schulden von uns in die Höhen zu treiben,auf unser allen Konto.
Irgendwann stehen wir genauso da wie Griechenland mal schauen wer dann bereit ist den Deutschen zu helfen.Ich habe da wenig Hoffnung,

('smilie_04')
Es gibt nichts falsches im richtigem Leben.

Beitrag 13.07.2015, 13:37

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keinschönesland hat geschrieben:Die gute Frau Merkel verschleudert unsere Milliarden als wenn es kein Morgen gäbe.
Das Volk verdreht die Augen und ist machtlos darüber zu Bestimmen ob wir das auch wollen.
In Deutschland geht die Politik davon aus,daß die Mehrheit der Deutschen zu dumm ist da mit zu reden.
Warum nur gibt es keine Abstimmung bei uns?,aber die nächsten Wahlen werden diese Sachen nicht vergessen machen.
Zur Erinnerung mal eine Wahlwerbung der CDU aus dem Jahr 1999:

Bild

Beitrag 13.07.2015, 13:45

Louisdor
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Das war viel Lärm um Nichts. Wo gerade die Südländer ein großes Fass aufmachen von einer Billion. Da
wollen doch griechische Sozialisten nicht ernsthaft aus dem Euro austreten. In den nächsten zwei Jahren
wird für die griechische Bevölkerung die Steuerkeule regelrecht krachen und es von Enteignungen nur so
hageln. Ein Medienspektakel ohne Gleichen, weil Tsipras politisch für ein paar Wochen verpflichtet war,
so zu tun, als ob er in der EU nicht mitmachen möchte.

Alle Rücklagen, die sich aus dem Einkommen bilden sind im Verhältnis zum Lebensunterhalt unbedeutend.
Den Leuten wird zuerst mit der Teuerungsrate das Genick gebrochen. Schulden sind Leistungsdefizite. Eine
Gehaltserhöhung setzt jedes Unternehmen mit einer höheren Effizienz um, in dem lediglich die
Leistungsanforderungen steigen und viele daher auf einer Inflation im Geldwesen vergeblich warten oder
spekulieren. Gold wendet sich auch erst einmal nicht völlig unbegründet gegen Süden, da man gerade in
der EU unter dicken Freunden verhandelt. Eventuell gibt ja jetzt China mehr Anlass zur Hoffnungen, dass
es im Gebälk kracht. Das Thema Griechenland ist wohl abgehakt und die Bevölkerung glücklich, sobald
die Banken ihre Tore gnädig öffnen! smilie_03

Beitrag 13.07.2015, 14:18

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Goldistan
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Ladon hat geschrieben: Und dann noch ganz im Ernst. Ehrlich, ich habe noch keinen Cent für "die Griechen" gezahlt. Echt!
Dafür haben Arbeinehmer wirtschaftlich leistungstärkerer Länder mit jedem Cent in Kaufkraft und mit jeder Zinsspreadannäherung der Staatsanleihen von Pleitekandidaten mit Marktverlusten konträrer staatlicher Eingriffe bezahlt. (Beispiel: Zinserträge von Versicherungen, Anleihesparplänen, sogar Unternehmensanleihen und eine deutsche Immo-Bubble)

Dummerweise wird in der medial verbreiteten Meinung nicht offenbar, was schon bei Ausschalten der DM in Frankreich gefeiert wurde:
http://ef-magazin.de/2009/03/06/1003-fr ... treitmacht

Das Problem sehe ich nicht in der Kreditvergabe, sondern im Korsett, dass zur Kreditvergabe zwingt (Kausalkette Merkel). Der wahre Grund für den Aufschrei in Italien und Frankreich liegt in der Furcht vor erneuten eigenen höheren Zinsen für eigene Staatsanleihen.

Ich habe persönlich nichts gegen Kredite, ob für Griechenland oder für afrikanische Staaten, an die man sich erst wieder bei einem Blick auf die Weltkarte erinnert. Aber wer hier unter welchem Vorwand was erreichen will, ist nach wie vor sehr fraglich. Und es gibt zahlreiche Stakeholder, die ohne Mandat Handlungen unter dem Deckmäntelchen vermarkteter angeblicher Notwendigkeiten durchführen. Gauner muss man Gauner nennen dürfen und Blender muss man rechtzeitig widerlegen dürfen. Ob man das dann macht oder lieber zeitungsmüde am Strand liegt, bleibt jedem selbst überlassen.

@ glaubnix: Die Lösung liegt im Schaffen der Bewegungsfreiheit innerhalb des persönlichen Spielraums. Um sich auf Szenarien vorzubereiten, von denen man selbst betroffen sein könnte, muss man nicht noch mehr lesen, um die Wahrheit zu verstehen. Vereinfachen und Pareto-Prinzip. Also nicht verrückt machen lassen und die Wahrnehmung entspannen ;-)

Beitrag 13.07.2015, 19:12

Fata.Sibyllina
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@ Au Cluster:
Wir sind uns doch einig, dass die Inflation (im Sinne von Geldmengenaufblähung) eine inhärente Eigenschaft von FIAT-Geld ist.
Und nun ist auf einmal Mario Draghi daran schuld? smilie_08
Es ging mir nicht um das schleichende Gift der Inflation.
Ich wollte darauf anspielen, dass der Damm sehr schnell brechen kann, wenn immer mehr verschuldete Länder und Banken unter immer höheren Schulden ächzen, die immer schneller wachsen. Tatsächlich konnte man sich bisher durch allseits bekannte Maßnahmen etwas Luft verschaffen. Allerdings muss man, denke ich, grundsätzlich Folgendes im Auge behalten:

1. Wenn die Schuldentragfähigkeit der besser gestellten Länder ausgereizt ist, ist für alle ganz plötzlich Schluss. Dann sind entweder alle formal bankrott, oder es werden alle auf einmal „gerettet“ werden wollen, vom Lender of last Resort natürlich.

2. Diese eingebaute Endlichkeit beinhaltet immanent den Anreiz möglichst als Erster ganz arm zu sein, um auch als Erster in den Genuss von solidarisch ausgeteilten Mitteln zu kommen, für die man noch substanziell was bekommt (siehe Cantillon-Effekt). Damit die noch solventen Staaten nicht von hinkenden, effektvoll verlumpten Schauspielern blankgezogen werden, hat man Hürden (Auflagen für Hilfsgelder) eingezogen.

3. Dass diese inhaltlich irrelevant sind und zuallererst der Abschreckung dienen, unterstelle ich deshalb, weil sie entweder nicht umgesetzt wurden oder aber ihren offiziell anvisierten Zweck verfehlten, wie am Beispiel Griechenland zu beobachten ist, und dennoch nicht verworfen wurden. Zudem habe ich mal gelernt, dass die der "Spardoktrin" inhaltlich zugrunde gelegte Mechanik im Modell nur funktioniert, wenn u.a. das Merkmal "Außenhandelsgleichgewicht" als Voraussetzung gegeben ist. Dies mal nur so am Rande...

4. Ein nachhaltiges Herauswachsen aus dieser exponenziellen Abwärtsspirale ist also unwahrscheinlich, auch weil die Fehlkonstruktion des EURO hierbei hinderlich ist, aber auch schon allein wegen der Demographie. Ein Export der Währungsprobleme in den Rest der Welt analog zum USD scheint aussichtslos, weil dem EUR als potenzieller Reservewährung die Luft ausgegangen ist.

5. Die bisherige Arbeitsteilung der „Retter“ – einen Teil garantiert Draghi, den anderen Teil garantiert hauptsächlich Merkel – sehe ich in Gefahr, weil in Deutschland sowohl die Rückendeckung, als auch die Bonität für diese Mesalliance schwindet. Ich verweise auf den aktuellen Streit zum Länderfinanzausgleich sowie den Unmut vieler Bürger und Unternehmer in Deutschland, die sich brüskiert bzw. wie im falschen Film fühlen, denen man aber Einfluss unterstellen kann.

6. Grundsätzlich wäre es mir lieber gewesen, wenn Draghi durch seinen Zinnober nicht die Dynamik beschleunigt und die Fallhöhe heraufgeschraubt hätte. Ich hätte eine geordnete Insolvenz und eine Neuauflage der Rosinenbomber vorgezogen.

7. Da er aber nun mal seine Finger drin hat, ärgert es mich, dass er zu sehr die Banken pampert und zu wenig den Heli-Ben gibt (Wenn schon Sch..., dann Sch... mit Schwung!) . Dann hätten wir etwas mehr Verteilungsgerechtigkeit und damit eine geringer Fallhöhe für die Unbeteiligten, die Jüngeren und Ärmsten sowie insgesamt die Aussicht auf weniger Fehlallokationen, einen gesundschrumpfenden Bankensektor und einen Bedeutungszuwachs der Realwirtschaft.

8. Daher moniere ich wie immer, dass er zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel druckt. Die Wertaufbewahrungsfunktion sehe ich heute schon im Ruf beschädigt.
smilie_24
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Beitrag 13.07.2015, 22:01

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AuCluster
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Den wichtigsten Punkt, den Du anschneidest, ist die Frage, wie Überschuss- und Defizitregionen auf die Dauer miteinander handeln können. Typische Beispiele sind Nord- und Süddeutschland, Nord- und Südeuropa oder Manchester und London.
Wenn alle Regionen ein Außenhandelsgleichgewicht haben, gibt es dieses Problem nicht. Aber das wird den Unternehmen nicht schmecken, da sie in ihrer Größe und ihrem Gewinn beschränkt bleiben. Letztendlich könnten sie nur so viel produzieren, wie die Einwohner konsumieren können.

Ein erfolgreicher Ausgleich gelingt zum Beispiel durch den Länderfinanzausgleich oder durch eine gemeinsame Armee. Man knöpft dem Überschussland ordentlich Kohle ab und stellt eine Armee in der Defizitregion auf. Von so einem System können beide Seiten profitieren. Die Überschussregion kann mehr Waren exportieren als sie konsumieren kann und die Defizitregion macht keine Schulden und kann mehr konsumieren. Als Paradebeispiel für dieses erfolgreiche Ausgleichsverfahren würde ich die Bundesländer BW und SH in Westdeutschland vor 1990 nennen. In den USA wird die riesige Armee auch gerne für diesen Zweck „missbraucht“.

Und in der EU? Nichts! Keine Armee oder einen sonstigen Ausgleich. Dass die Schuldenberge in den Defizitländern mit der Zeit jede Grenze durchbrechen mussten, war vorhersagbar. Nun haben wir den Salat. Richtig wäre ein Schuldenschnitt für ganz Südeuropa (PIGS) gewesen, aber das wollten die Gläubigerländer natürlich nicht, klar! Aber was nun? Kein Schuldenschnitt und trotzdem sollen die Defizitländer weiter Schulden machen. Schließlich wollen die Überschussregionen weiter Überschüsse machen. So will es zu mindestens die Kanzlerin. Exportüberschüsse über alles!

Das EU-Parlament, die EU-Kommission und die Eurogruppe sind belanglose Haufen. Sie können nichts entscheiden oder sind heillos zerstritten. Bleibt nur noch die EZB. Sie sorgt dafür, dass die Gläubiger keinen Haircut verpasst bekommen, wenn sie die Schuldner am Leben erhält. Und Schuldner werden mit niedrigen Zinsen und noch mehr Schulden am Leben gehalten.

Die von Dir vorgeschlagene geordnete Insolvenz könnte dem durchschnittlichen Lebensversicherungsbesitzer so auf den Keks gehen, dass er bei der nächsten Wahl Parteien wählt, die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Eine ähnliche Situation gab es schon mal. Ich habe den Namen von diesem Österreicher, der im Jahr 1933 an die Macht gekommen war, leider vergessen. Wie hieß der nochmal?

Nun sind die Leute, die den Kredit per EFSF oder ESM vergeben, einem kleinem Gewinn nicht abgetan. Insbesondere die Schrotthändler von Staaten (Geldsammler, https://forum.gold.de/wenn-banker-aus-d ... tml#147492 ) kaufen die Schrottanleihen zu Niedrigstpreisen und verhökern diese zum Nominalwert inklusive Zinsen an die Gläubiger. Hervorragend!
Paul Singer & Co sind nur die Aasgeier. Jetzt kommen noch die Blutsauger, die die Kredite der Schuldner immer schön verlängern. Am liebsten bis ins Unendliche. Griechenland bekommt Kredite bis zum Jahr 2085. Klasse, so lange bezahlen die Zinsen (*). Die Zinszahlungen dürfen aber nur so hoch sein, dass der Schuldner sich nicht per Konkurs seinen Zahlungen entziehen kann. Die Blutsauger können wirklich froh sein, dass der widerspenstige Varoufakis abgedankt hat. Mit dem Tsipras wurden sie im handumdrehen fertig.


Kann man eine Währungsunion noch schlechter konstruieren als den Euro?

Wieso haben die amerikanische Regierung mit der Bankenrettung Gewinn gemacht und die europäischen Verlust?

Sind unsere Euroretter alles Vollpfosten oder europäische Romantiker?


Ich kann nur hoffen, dass die neuen Reformvorschläge von den Griechen abgelehnt werden. Ansonsten sieht das im Jahr 2085 für Griechenland so aus: https://www.youtube.com/watch?v=wNuAL140cMg.

(*) Die Griechen bezahlen nur geringe Zinsen. Die privaten Gläubiger kassieren von der EFSF bzw. vom dem ESM deutlich höhere Zinsen. Deswegen wurden diese Institutionen auch geschaffen. Die Zinsen sind auch nicht bis zum Jahr 2022 ausgesetzt. Damit machen diesen Institutionen Verlust, was nach den Regeln verboten ist. Aber, wen interessiert das schon?
Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

Beitrag 14.07.2015, 03:26

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Ladon
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AuCluster hat geschrieben:...
Kann man eine Währungsunion noch schlechter konstruieren als den Euro?

Wieso haben die amerikanische Regierung mit der Bankenrettung Gewinn gemacht und die europäischen Verlust?

Sind unsere Euroretter alles Vollpfosten oder europäische Romantiker?
...
Obwohl ich mutmaße, dass Du nicht unbedingt Antworten erwartest ...

ad 1
Mit Sicherheit! Schlimmer geht immer!
Für mein Verständnis (und auf die Gefahr hin, hier "gekreuzigt" zu werden) war "der" internationale Goldstandard des späten 19. Jahrhunderts schlechter konstruiert: damals wurden FIAT-Mechanismen auf das Metall angewendet. Mit dem Ergebnis, dass die Zentralbanken einen unwiderstehlichen Sog auf Gold hin in ihre Keller ausübten. Die Enteignung lief noch offener und vor allem schmerzhaft direkt.

ad 2
Sind die Amis (die USA) nicht noch viel "pleiter" als alle anderen?
Aber Staaten sind keine Unternehmen. Noch nicht. Sie gehen nicht Konkurs, sondern sind zeitweise zahlungsunfähig. Was nichts anderes heißt, als dass sie keinen Kredit bekommen. Das war zu des alten Fuggers Zeiten nicht anders als heute.

ad 3
Weder noch.
Ich warne gern und eindringlich davor, "die da oben" zu unterschätzen! Auch "Romantik" sehe ich da nicht.
Seit mehr als 50 Jahren wird völlig offen und unverschleiert die Europäische Einigung voran getrieben. Da gibt's mal einen Bremser, mal einen Störer, aber grundsätzlich ist es eine Linie von der Montanunion zum Euro.
Und da liegt der Kernpunkt: Eine Union eine heterogenen Staaten-Gruppe ist natürlich möglich! 1871 war ein heute unvorstellbares Gefälle zwischen z.B. Bayern und dem Ruhrgebiet. Hier "zweite" Welt (bestenfalls), dort High Tech und boomende Industrialisierung. Oder die USA! Ostküste und Texas (letzteres kam Mitte des 19.Jhd nach kurzer Unabhängigkeit dazu). Rußland, China ... jedes größere "Staatsgebilde" ist heterogen.
Romantisch war nur die Vorstellung, dass ein gemeinsamer Wirtschaftsraum und ein gemeinsames Umlaufmittel die politische Union automatisch herbei führen würde.



Let the Euro die, schrieb oben jemand.
Nun. Was wird wohl passieren? Die Leute setzen sich zusammen, holen sich eine Menge Volkswirtschaftler (natürlich nicht aus den untergegangenen Institutionen ...) und werden ein gerechtes Geldsystem konstruieren, das auf umlaufendem (!) Gold beruht, nicht auf einem Goldkern in Besitz von (Zentral-)Banken. Notwendiges Umlaufmittel wird nicht auf Kreditbasis geschöpft usw.
Hm. Ich kann nicht glauben, dass die Macher des neuen Systems die Boehringers und Sinns dieser Welt mit Mises Theorie des Geldes unterm Arm sein werden. Schade, aber realistisch.

Let the Euro die, ist eine gute Idee.
So wie die Vorstellung, dass doch auch alle lieb zueinander sein können und dann gibt es keine Kriege mehr.
Zudem wäre es eine prima Methode für's Establishment 14 Tage nach der Abschaffung, wenn die Leute nach ZAHLUNGSMITTEL lechzen, gleich aufs Bargeld zu verzichten. Ein FIAT-Money wird durch ein anderes ersetzt. Darauf wette ich "Hartgeld": Wenn der Euro kollabiert, kommt KEIN anderes Geldsystem. Es wird "verbessertes" (und zwar in "unseren" Augen im negativen Sinn) FIAT sein. Und die Leute werden begeistert sein. Und vielleicht funktioniert es auch erst mal wieder ganz gut (Die Deutschen haben ja überhaupt ganz gute Erfahrung mit FIAT als Anschubhilfe). Aber das Scheitern (dann eben zu Zeiten unserer Kinder und Enkel) wird wieder "!genetisch" imSystem verankert sein. Der Euro ist nur ein Brandbeschleuniger gewesen.
Oder glaubt wirklich jemand, die "tolle" DM hätte sich auf alle Zeiten als "stabil" erwiesen? (Sie war es sowieso nie; unter Bretton Woods per Festlegung unterbewertet, hatte sie natürlich gut 25 Jahre Strahlkraft, die ihre Herkunft aus dem Kredit verschleiert hat)

Das Geldsystem ist der stringenteste Faktor in der Geschichte. Als Zahlungsmittel umlaufende Schuldscheine mit ausgefeiltem Geldwesen gab es in erheblichem Umfang schon bei den Römern.
und nach dem Rückfall in primitivere Zeiten (mit "Kerbholz" als Kreditmittel usw.) wurde das Wesen dieses Umlaufmittels kontinuierlich komplexer gestaltet.
Politische Systeme kommen und gehen. Ihre Protagonisten handeln auf Kreditbasis (von Cäsar bis Tsirpas).

So lange das System mehr Profit (und zwar am Ende der Kette REALEN) durch sich selbst generieren kann ...
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 14.07.2015, 11:44

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Wirft Griechenlands Premier hin?

Noch in dieser Woche könnte Alexis Tsipras das Handtuch werfen. Der griechische Premier wird wohl noch versuchen, das umstrittene Reformpakt durch das Parlament zu bringen, deren Umsetzung aber einer Technokratenregierung überlassen - bis zu möglichen Neuwahlen im Herbst:

http://www.n-tv.de/politik/Varoufakis-T ... 13296.html
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 14.07.2015, 14:50

Fata.Sibyllina
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@AuCluster
Schließlich wollen die Überschussregionen weiter Überschüsse machen. So will es zu mindestens die Kanzlerin. Exportüberschüsse über alles!
Deutschlands Außenhandelssaldo mit Ländern der Eurozone ist ausgeglichen: http://de.statista.com/statistik/daten/ ... ergruppen/
Warum die Deutschen so stolz darauf sind bilanzielle Überschüsse anzuhäufen, verstehe ich allerdings auch nicht.
Wenn alle Regionen ein Außenhandelsgleichgewicht haben, gibt es dieses Problem nicht. Aber das wird den Unternehmen nicht schmecken, da sie in ihrer Größe und ihrem Gewinn beschränkt bleiben. Letztendlich könnten sie nur so viel produzieren, wie die Einwohner konsumieren können.
Was stört es den Griechen, wenn deutsche Anlagenbauer hohe Margen in Asien und Südamerika erwirtschaften? Ist es nicht im Gegenteil so, dass er davon profitiert, dass die Deutschen ihren supertollen Außenhandelsüberschuss nicht selbst verfrühstücken?
Länderfinanzausgleich...
Bei diesen Arbeitslosenzahlen eine Utopie für Euroland. Wir können nicht alle durchfüttern zusätzlich zu unseren anspruchsvollen Müttern, deren Witwenpension nur 100€ unter dem Verdienst der Söhne liegt, die denselben Beruf im selben Betrieb ausüben wie einst der Vater. Da hilft auch keine 24-Stundenkita mit cleverer Gammelverpflegung aus China.
Die von Dir vorgeschlagene geordnete Insolvenz könnte dem durchschnittlichen Lebensversicherungsbesitzer so auf den Keks gehen, dass er bei der nächsten Wahl Parteien wählt, die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind.
Ein unzulässiger Griff in die schwarzpädagogische Kiste! Soll ich jetzt ganz doll Angst kriegen, dass Lucke und seine 40 Buchhalter mit Springerstiefeln in meinem Wohnzimmer auftauchen? Sie werden sich hüten meine Vasen umzuwerfen!
Die Deutschen wählen nicht mehr rechtsextrem, und sie kriegen lieber Magengeschwüre und 'Rücken' als dass sie laut oder irgendwie unangenehm werden. Sie haben "Sozialabbau" nicht nur geschluckt, sondern für sich gefordert, und sich weder gewundert noch beklagt, dass die Abgaben trotzdem stiegen. Sie sind das einzige Volk der Welt und aller Zeiten, das es auf eine schwache Währung anlegt. Sie zahlen Einbrecherbanden Taschengeld aus öffentlichen Kassen und freuen sich diebisch, wenn bei der Polizei Stellen nicht mehr besetzt werden. Nur bei der Maut murren sie ein wenig, aber so lange kein Tempolimit auf der Autobahn droht, passt es schon.
Und überhaupt: Der Karlheinz weiß doch längst, dass seine Lebensversicherung ihm nur deshalb noch Briefe mit stattlich frisierten Anwartschaften schickt, weil er mit seinem schon längst abbezahlten Haus dafür bürgt und außerdem noch für die Transaktionskosten sowie für die Guthaben der Leute, die kein Haus in irgendeinem Grundbuch aufgeführt haben. Warum sollte er die Dumpfen mit der Abrissbirne wählen? Wäre es nicht besser den bräsigen Landrat zur Merkel zu schicken, um eine Entschädigung fürs verschwundene Buchgeld auszuhandeln?
Sapere aude, incipe!

Beitrag 14.07.2015, 15:15

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Buzonius der Weise
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@ Fata.Sibyllina
Ein unzulässiger Griff in die schwarzpädagogische Kiste! Soll ich jetzt ganz doll Angst kriegen, dass Lucke und seine 40 Buchhalter mit Springerstiefeln in meinem Wohnzimmer auftauchen? Sie werden sich hüten meine Vasen umzuwerfen!
smilie_01
LOL ! You made my day !
smilie_20



Die Deutschen wählen nicht mehr rechtsextrem, und sie kriegen lieber Magengeschwüre und 'Rücken' als dass sie laut oder irgendwie unangenehm werden. Sie haben "Sozialabbau" nicht nur geschluckt, sondern für sich gefordert, und sich weder gewundert noch beklagt, dass die Abgaben trotzdem stiegen. Sie sind das einzige Volk der Welt und aller Zeiten, das es auf eine schwache Währung anlegt. Sie zahlen Einbrecherbanden Taschengeld aus öffentlichen Kassen und freuen sich diebisch, wenn bei der Polizei Stellen nicht mehr besetzt werden. Nur bei der Maut murren sie ein wenig, aber so lange kein Tempolimit auf der Autobahn droht, passt es schon.
Den Nagel aber mal sowas von auf den Kopf getroffen!


Es grüßt schmunzelnd,
Buzonius

Beitrag 15.07.2015, 05:56

Gladius
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Ob es sich 1914 und 1939 auch so angefühlt hat? Dieses Warten auf etwas, dass unweigerlich passieren wird?

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