Finnland führt bedingungsloses Grundeinkommen ein

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 10.02.2019, 15:38

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Demosthenes
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Diese ganzen Berechnungen sind so überflüssig wie ein Kropf am Hals und ein Popanz von neoliberaler Wirtschaft und Finanzindustrie. Alles, was eine Volkswirtschaft produziert, ist bereits finanziert. Es ist eine Frage der Verteilung und des Wollens, nicht der Machbarkeit.

Und das noch: Offene Grenzen und Migrationspakte stehen dem natürlich entgegen. Deutschland kann seine Bevölkerung versorgen, sehr gut, aber nicht die Welt. Das ist aber ein anderes Thema.
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Beitrag 10.02.2019, 17:41

LMU_TOBI
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Demosthenes hat geschrieben:
10.02.2019, 15:38
Diese ganzen Berechnungen sind so überflüssig wie ein Kropf am Hals und ein Popanz von neoliberaler Wirtschaft und Finanzindustrie. Alles, was eine Volkswirtschaft produziert, ist bereits finanziert. Es ist eine Frage der Verteilung und des Wollens, nicht der Machbarkeit.
Das lese ich in dem Zusammenhang immer wieder. Es ist bereits alles finanziert. also entweder ist das quatsch, oder ich bin einfach zu blöd es zu begreifen. Verrate mir doch mal wo die 1.000€ pro Person herkommen sollen?

Und noch was, glaubt hier echt jemand, dass man von 1000€ in einer Großstadt überleben kann? Alle anderen Leistungen würden ja wegfallen, Kindergeld, Wohngeld Hartz IV etc. In manchen Überlegungen würde auch Arbeitslosengeld und die Krankenversicherung während der Arbeitslosenzeit wegfallen. Das müsste man dann alles mit dem BGE alleine finanzieren. Na Prost Mahlzeit

Beitrag 10.02.2019, 18:15

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Ladon
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LMU_TOBI hat geschrieben:
10.02.2019, 17:41
...
Verrate mir doch mal wo die 1.000€ pro Person herkommen sollen?
Muss in einem Internetforum, in dem die Frage gestellt hat, ob es nicht eigentlich toll vom sonst so gescholtenen Staat wäre, wenn er zur Abwechslung mal was konkret gutes tun würde, beantwortet werden? Nein. Der Buchkritiker muss nicht selber bessere Romane schreiben als der Kritisierte. Es ist nicht mein Beruf solche Berechnungen durchzuführen. Aber ich kann mir, wenn ich beide Seiten gelesen, angeschaut, zugehört habe, eine eigene Meinung bilden. Und nicht einfach "nur dagegen" sein, weil es mir in meiner politischen Weltsicht nicht taugt.

Wenn's um Mauern und Grenzzäune geht, fragen erheblich weniger nach der Finanzierbarkeit.
Oder Steuern senken? Ja, das wäre wirklich nötig - keinen interessiert's ob das finanzierbar ist.
Nicht finanzierbar ist immer genau das, was "der andere" will.

Aber etwas, das den Menschen nachweislich "gut" tut wird zerredet, bevor man sich auch nur mal angesehen hat, was dahinter steckt.
Wenn Du wissen willst, wo das Geld herkommen soll, dann lies doch entsprechende Artikel, Studien, Bücher. Ob Du das dann für undurchführbar hältst, ist eine andere Geschichte - aber ohne Information einfach ablehnen ist halt Ideologie.
LMU_TOBI hat geschrieben:
10.02.2019, 17:41
Und noch was, glaubt hier echt jemand, dass man von 1000€ in einer Großstadt überleben kann?
Dieser Satz zeigt, dass Du leider nicht einmal weißt, was die eigentliche Idee hinter dem BGE ist.
Warum dann diese vehemente faktenfreie Ablehnung?
Andere gibt es schon genug

Beitrag 10.02.2019, 18:27

LMU_TOBI
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Ladon hat geschrieben:
10.02.2019, 18:15

Muss in einem Internetforum, in dem die Frage gestellt hat, ob es nicht eigentlich toll vom sonst so gescholtenen Staat wäre, wenn er zur Abwechslung mal was konkret gutes tun würde, beantwortet werden? Nein. Der Buchkritiker muss nicht selber bessere Romane schreiben als der Kritisierte. Es ist nicht mein Beruf solche Berechnungen durchzuführen. Aber ich kann mir, wenn ich beide Seiten gelesen, angeschaut, zugehört habe, eine eigene Meinung bilden. Und nicht einfach "nur dagegen" sein, weil es mir in meiner politischen Weltsicht nicht taugt.

Wenn's um Mauern und Grenzzäune geht, fragen erheblich weniger nach der Finanzierbarkeit.
Oder Steuern senken? Ja, das wäre wirklich nötig - keinen interessiert's ob das finanzierbar ist.
Nicht finanzierbar ist immer genau das, was "der andere" will.

Aber etwas, das den Menschen nachweislich "gut" tut wird zerredet, bevor man sich auch nur mal angesehen hat, was dahinter steckt.
Wenn Du wissen willst, wo das Geld herkommen soll, dann lies doch entsprechende Artikel, Studien, Bücher. Ob Du das dann für undurchführbar hältst, ist eine andere Geschichte - aber ohne Information einfach ablehnen ist halt Ideologie.
LMU_TOBI hat geschrieben:
10.02.2019, 17:41
Und noch was, glaubt hier echt jemand, dass man von 1000€ in einer Großstadt überleben kann?
Dieser Satz zeigt, dass Du leider nicht einmal weißt, was die eigentliche Idee hinter dem BGE ist.
Warum dann diese vehemente faktenfreie Ablehnung?
1. Klar würde ich es gut finden wenn der Staat etwas Gutes tut. Aber ich bin auch Realist und möchte wissen wo das Geld herkommen soll. Genauso gibt es speziell eine Partei, die immer nach Steuersenkungen schreit und auch da will ich die Finanzierbarkeit verstehen.

2. Wieso faktenfreie Ablehnung? Eventuell faktenfreie Befürwortung? Dann sag doch mal, wie eine alleinstehende Person von 1.000€ im Monat ohne sonstige jegliche Leistung leben kann.

Beitrag 10.02.2019, 18:57

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Ladon
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Mit "faktenfrei" meinte ich, dass ich mehrere Publikationen darüber gelesen habe - auch ablehnende. Ich hatte nicht den Eindruck, als ob Du Dich irgendwie in der Sache informiert hättest. Das musst Du auch nicht, aber dann ist die Meinung eben "faktenfrei".

Ich habe mir aus den mir zugänglichen und durchaus kontroversen (!) Informationen die Meinung gebildet, dass es "geht", wenn der Wille da ist.

Ich habe zwei Beispiele genannt für übliche "Forderungen", die auch schwer finanzierbar sind, bei denen diese Frage aber gar nicht aufgeworfen wird. Trotzdem werden sie erhoben.

Ich kann Dir jetzt hier nicht das Konzept eines BGE fundamental erklären. Das führt nun wirklich zu weit. Nur dies:
Niemand soll für's "Nichtstun bezahlt" werden.
Du wirst aber nicht bestraft, wenn du etwas tust! So wie heute, wo sog. Leistungen gekürzt werden, sobald man arbeiten geht; womit diese Arbeit keinen Anreiz mehr hat! Dann hätte sie wieder Sinn - selbst ein kleiner Job!!!
Wenn man überhaupt nichts dazu verdienen will ... dann musst man halt gegebenenfalls auf's Land ziehen. Das soll ja kein "pampern" sein, sondern eine Basis. Das BGE gibt Wahlmöglichkeiten! Keine Almosen.
Eine vierköpfige Familie käme meines Erachtens schon klar, wenn partout keiner arbeiten will.

Mein Sohn #1 wohnt in HH.
Der kam als Student mit weniger als 1.000 aus.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 10.02.2019, 19:44

LMU_TOBI
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Ladon hat geschrieben:
10.02.2019, 18:57
Nur dies:
Niemand soll für's "Nichtstun bezahlt" werden.

... dann musst man halt gegebenenfalls auf's Land ziehen.
Eine vierköpfige Familie käme meines Erachtens schon klar, wenn partout keiner arbeiten will.

Mein Sohn #1 wohnt in HH.
Der kam als Student mit weniger als 1.000 aus.
1. doch, genau das ist es.

2. Aha, wenn man es sich nicht leisten kann, muss man dahin ziehen wo man keine sozialen Kontakte hat nur damit man überleben kann. Was ist dann am BGE so viel besser als jetzt?

3. eine 4 köpfige Familie hätte dann genug, aber mein Beispiel war ein Single in der Großstadt. Kein Student!

Aber lassen wir das jetzt. Ich bin und bleibe der Meinung, dass ein BGE in Deutschland, Europa nicht umsetzbar ist, sondern reine Träumerei ist. Und ja, ich habe mich damit ein wenig beschäftigt. Abgesehen von der nicht vorhandenen Finanzierbarkeit überwiegen auch die sonstigen Nachteile bei Weitem die Vorteile.

Beitrag 10.02.2019, 20:19

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Igolide
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Ich misch' mal mit:

1. Wenn du sagst, das sei Bezahlen für Nichtstun, dann verstehst du doch wirklich nicht, was der Sinn eines BGE ist? GRUNDeinkommen. Basis.

2. Nein. Das ist eine Unterstellung. Weder ich noch der Moderator haben das gesagt. Ich verstehe nicht, warum hier immer mit so komischen Methoden pseudo-argumentiert wird?
Nur wenn man keinen Bock hat zu arbeiten und was dazu zu verdienen muss man aus der STadt wegziehen oder anders einsparen. Aber das ist dann doch okay!!! Was will man mehr als eigenverantwortlich handelnde Bürger, die nicht durch tausende (!!!) von blöden Vorschriften und Regelungen von Amts wegen gegängelt werden? Allein die Einsparungen an Verwaltungsaufwand!

3. Was ist am Single, der nichts arbeitet und BGE bekommt anders als bei einem Studenten??? Das ist ja nun völlig unlogisch.
Den anspruchsvollen Single mit hohem Lebensstandard? Na, der arbeitet doch nach wie vor!!!
Entweder redest über jemanden der NUR BGE hat und damit zufrieden ist oder über einen Gutverdiener mit hohen Ansprüchen und Konsumgewohnheiten. Der ist dann aber immer noch ein Gutverdiener weil ihhm ein Grundeinkommen nicht genügt. Was soll das? Das ist absichtliches Vergleichen von Äpfeln und Birnen.


Würdest Du die überwiegenden Nachteile bitte benennen? Ein paar Vorteile sinbd schon genannt worden. Da fällt mir gleich noch ein: weniger Staat notwendig! Viel weniger. Schlanke Sozialgesetzgebung. Klare Rechtslage. Keine Prozesse wegen der Höhe der Leistungen. Kein Neiddebatte mehr. Weder von unten noch von oben. Bekommt ja jeder.

Ich glaube, ich nehme Dir nicht ab das du dich damit beschäftigt hast. Dafür ist einfach zu wenig Substanz in der Diskussion.
Gold wird irgendwo auf der Welt aus der Erde gegraben. Dann schmelzen wir es zu Barren, bauen einen unterirdischen Tresor und graben es wieder ein. Wenn uns Außerirdische dabei beobachten, es käme ihnen reichlich obskur und seltsam vor.
W. Buffett

Beitrag 10.02.2019, 22:35

LMU_TOBI
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Das jemand unverschuldet seinen Job verliert und ab einem gewissen Alter keinen neuen Job mehr findet kannst du dir nicht vorstellen? Und da ist es dann bessre, wenn er irgendwo aufs Land zieht, damit er dann von den 1000 € Miete, Essen und Krankenversicherung zahlen kann? Aja, ok

Keine Neiddebatte mehr? Das glaubst du doch wohl selber nicht. Es wird immer Menschen geben, die neidisch auf andere sind. Das wird auch mit dem BGE nicht anders.

Nenn mir doch mal bitte einen vernünftigen Grund FÜR das BGE. Schlankere Verwaltung, ja das stimmt. Aber sonst noch?

Ich nenne dir Nachteile. Keine Finanzierbarkeit, drastisch steigende Steuern, drastisch steigende Preise, größere arm-reich Kluft

Beitrag 11.02.2019, 01:14

Salami6
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Das BGE wird und kann es in Deutschland nicht geben.
Als Exportweltmeister müssen wir billig produzieren damit das Ausland unsere Waren abnimmt.Billig produzieren geht nur mit Niedriglohn,Leiharbeit und 400€ Jobs.
Das BGE könnte nur mit Steuern auf alle Waren finanziert werden,nur wer kauft dann unsere Waren?
Wer wird noch im Niedriglohnsektor arbeiten wenn es 1000€ fürs Nichtstun gibt?
Der Staat funktioniert nur noch mit Geringverdienern und 0 Zinspolitik.
Da werden auch unsere Politiker nichts ändern,aktuell gibt es Debatten Hartz4 abschaffen und Grundrente für schlecht Verdienende.
Am Schluß haben wir Bürgergeld und Einheitsrente.
Zur Erinnerung,früher gab es Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe,wurde zusammengelegt,gekürzt und uns als Hartz4 verkauft,demnächst heißt es dann Bürgergeld.
Ob ich für einen 50€ Schein Bürgergeld mehr bekomme als für 50€ Hartz4?
Träumer erwachet.

Beitrag 11.02.2019, 04:16

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MaciejP
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LMU_TOBI hat geschrieben:
10.02.2019, 19:44
Ladon hat geschrieben:
10.02.2019, 18:57
Niemand soll für's "Nichtstun bezahlt" werden.
1. doch, genau das ist es.
Im Umkehrschluss würde das bedeuten, jemand, der doch etwas tut, würde kein BGE bekommen. Das zeigt schon, dass die Aussage unsinnig ist. Jeder bekommt das Grundeinkommen ausgezahlt, egal ob faul oder fleißig.

Mal ganz generell, denke ich, werden wir uns früher oder später ohnehin Gedanken über ein Finanzierungsmodell für Sozialleistungen machen müssen, das sich nicht aus der Arbeit breiter Teile der Bevölkerung finanziert. Irgendwann werden Computerprogramme leistungsstark genug sein, Dienstleistungen zu übernehmen, für die heute noch Menschen notwendig sind. Ich denke da bspw. an autonom fahrende Taxis, Mitarbeiter in Callcentern/Telefon-Hotlines usw. Im Bankensektor ist diese Revolution durch Digitalisierung schon recht deutlich sichtbar.

Woher sollen dann also die Sozialabgaben kommen? Entweder muss man anfangen, Maschinen und Algorithmen zu besteuern, oder sich eben ein komplett anderes Modell überlegen. Ich denke irgendeine Form eines BGE wird im zweiten Fall eine Rolle spielen.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 11.02.2019, 12:00

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Igolide
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LMU_TOBI hat geschrieben:
10.02.2019, 22:35
Das jemand unverschuldet seinen Job verliert und ab einem gewissen Alter keinen neuen Job mehr findet kannst du dir nicht vorstellen? Und da ist es dann bessre, wenn er irgendwo aufs Land zieht, damit er dann von den 1000 € Miete, Essen und Krankenversicherung zahlen kann? Aja, ok
Was soll denn das jetzt? Du bist derart unwissend über das Thema, dass es weh tut.
Das einzige was Dir einfällt ist aus dem Gesagten Folgerungen zu ziehen die Deiner Ansicht entsprechen.
Das hat aber nichts mit dem zu tun, über was geredet wurde.
Du verbiegst im Nachhinein die Spielregeln.
Um mit gleicher Müpnze zurückzuzahlen: Du findest es also besser, wenn jemand der unverschuldet seinen Job verliert und keinen neuen mehr findet auf den Ämtern um Unterstützung betteln muss. Aja ok.
Im ünrigen hat das BGE nichts mit Abschaffung von Krankengeld, Versicherungen, Rente zu tun.
LMU_TOBI hat geschrieben:
10.02.2019, 22:35
Keine Neiddebatte mehr? Das glaubst du doch wohl selber nicht. Es wird immer Menschen geben, die neidisch auf andere sind. Das wird auch mit dem BGE nicht anders.
Liest du eigentlich oder träumst du schon?
Als ob eine gesellschaftliche Strömung was mit einzelnen Personen zu tun hätte.
Ich kann mir solche Aussagen nur mit völliger Unwissenheit erklären.
LMU_TOBI hat geschrieben:
10.02.2019, 22:35
Nenn mir doch mal bitte einen vernünftigen Grund FÜR das BGE. Schlankere Verwaltung, ja das stimmt. Aber sonst noch?
Die anderen Punkte der Liste.
LMU_TOBI hat geschrieben:
10.02.2019, 22:35
Ich nenne dir Nachteile. Keine Finanzierbarkeit, drastisch steigende Steuern, drastisch steigende Preise, größere arm-reich Kluft
Das sind keine Nachteile sondern die Probleme bei der Realisierung. Die auch niemand bestreitet.
So eine Null-Argumentation ist erschreckend.

Darüber hinaus lässt sich auch das heutige System nicht mehr lange finanzieren.
Und nun? Deiner Meinung nach soll alles bleiben wie es ist. Bloß keine Neuerungen.

@Salami
Du wiederholst bloß die gleichen Phrasen.
"Nichtstun", "Finanzierung" usw.
Das macht diese Einwände nicht stichhaltiger und mittlerweilöe sind sie schon mehrfach als falsches Verständnis beantwortet.
Exportweltmeister sind wir schon lange nicht mehr.
Viel schlimmer aber finde ich dass bei dir der Staat die Bürger um des Profits willen knechten soll!!!
Da forderst du, damit es funktioniert, Billiglohn und Leiharbeit. Geringverdiener müssen her!
Geht's noch? Der Staat soll zum Wohl seiner Bürger da sein! Für dich ist er Erfüllungsgehilfeder Interessen von internationalen Konzernen.

Solche Scheuklappen habe ich bisher nur in Partei- oder Fußballvereinsforen gesehen.
Gold wird irgendwo auf der Welt aus der Erde gegraben. Dann schmelzen wir es zu Barren, bauen einen unterirdischen Tresor und graben es wieder ein. Wenn uns Außerirdische dabei beobachten, es käme ihnen reichlich obskur und seltsam vor.
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Beitrag 11.02.2019, 12:13

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Demosthenes
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Wir sind bei 25 % Niedriglohnempfängern angelangt, das sind etwa 9 Millionen Menschen. Diese Zahl wird weiter steigen, was das für die Altersvorsorge bedeutet, muss hier nicht beschrieben werden.
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Beitrag 11.02.2019, 13:46

Salami6
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@igolide
Ich wiederhole nur Tatsachen.
Billiglohn und Leiharbeit sind schon lange da,davon lebt die Wirtschaft,Asylsuchende sind das Kanonenfutter für diese Branche.
In einem Land das vom Export lebt wird die Politik alles daran setzen das System so lange und so billig wie möglich am Leben zu halten.
Für einen Sozialstaat ist da kein Platz und kein Geld vorgesehen.
Ändern könnte das nur ein totaler Zusammenbruch des Finanzsystems.
Soziale Unruhen wie aktuell in Frankreich und Italien machen den Anfang,große "Volksparteien"verlieren ihre Wähler,kleine Randgruppen gewinnen mehr Einfluß.
Am Schluß haben wir dann den von Dir gewünschten Sozialstaat mit Einheitsrente und gleichem Lohn für alle.
Das hatten wir schon mal,nannte sich: Deutsche Demokratische Republik.
Dort sind die Menschen trotz Vollbeschäftigung abgehauen,warum wohl?
Träumer erwachet.

Beitrag 11.02.2019, 15:04

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goldmoney
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MaciejP hat geschrieben:
11.02.2019, 04:16
LMU_TOBI hat geschrieben:
10.02.2019, 19:44
Ladon hat geschrieben:
10.02.2019, 18:57
Niemand soll für's "Nichtstun bezahlt" werden.
1. doch, genau das ist es.
Im Umkehrschluss würde das bedeuten, jemand, der doch etwas tut, würde kein BGE bekommen. Das zeigt schon, dass die Aussage unsinnig ist. Jeder bekommt das Grundeinkommen ausgezahlt, egal ob faul oder fleißig.
Es gibt die Form des BGE als Negativsteuer. Dann zahlt man von jedem Euro den man zusätzlich verdient einen immer höheren Steuerbetrag, bis die Negativsteuer wieder drin ist. Dann hat man das BGE selbst verdient, so zu sagen. Darüber hinaus, zahlt man zusätzlich ESt.
Das ist nur scheinbar ein Widerspruch zum Nichtstun, wobei auch heute man für Nichtstun bezahlt wird. Die meisten würden dazuverdienen, das steht fest. Nicht alle, das ist auch klar. Das soll auch so sein. Zum einen soll dadurch das Angebot an bezahlte Arbeit knapper werden, was die Löhne steigert, bzw. die unbezahlte Arbeit, vergütet werden – Kindererziehung, Krankenpflege, ehrenamtliche Tätigkeiten aller Art.
Was definitiv stattfinden muss ist eben die Umverteilung von oben nach unten. Margen müssen sinken, insb. für Exporteure. Die höheren verfügbaren Einkommen der unteren Schichten werden hier konsumiert. Das ist auch positiv.

MaciejP hat geschrieben: Mal ganz generell, denke ich, werden wir uns früher oder später ohnehin Gedanken über ein Finanzierungsmodell für Sozialleistungen machen müssen, das sich nicht aus der Arbeit breiter Teile der Bevölkerung finanziert….
Woher sollen dann also die Sozialabgaben kommen? Entweder muss man anfangen, Maschinen und Algorithmen zu besteuern, oder sich eben ein komplett anderes Modell überlegen. Ich denke irgendeine Form eines BGE wird im zweiten Fall eine Rolle spielen.
Genau! Deshalb bin ich für ein völlig neues Steuersystem, in dem weder die Produktion des Menschen (Arbeit) noch von Maschinen besteuert werden soll. Stattdessen Konsum und Ressourcennutzung.
Wer konsumiert, zahlt Steuern, gestaffelt. Wer Ressourcen nutzt, vor allem Boden, auch. Klar ist, dass alle Rohstoffe, Gewässer, Wälder, etc als Allgemeingut verstanden werden müssen und für deren Nutzung oder Förderung an den Staat bezahlt wird. Das klingt sozialistisch, aber man stelle sich vor, jemand darf mitten in München eine Immobilie verkommen lassen! Das würde man nicht wollen. Der Staat vergibt heute schon Lizenzen, allerdings i.d.R. viel zu billig.

Warum die „Reichen“ dennoch nicht abhauen würden?

Man stelle sich vor, ein Unternehmer verdient heute 1 Mio und morgen nur noch 750T. Glaubt einer, der macht seine Firma zu?? Wo sollen oder können alle denn hin?
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 11.02.2019, 16:15

christianho
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Die Frage die ich mir immer noch stelle ist, ob es durch ein Grundeinkommen nicht generell zu deutlichen Preissteigerungen über alle Branchen hinweg kommen wird. Die Leute können sich ja mehr leisten und sind bereit noch mehr Geld auszugeben (denke ich zumindest mal :o). Wenn auf einmal alles doppelt so teuer werden würde, stehen wir wieder vor dem gleichen Problem.

Beitrag 11.02.2019, 16:34

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goldmoney
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christianho hat geschrieben:
11.02.2019, 16:15
Die Frage die ich mir immer noch stelle ist, ob es durch ein Grundeinkommen nicht generell zu deutlichen Preissteigerungen über alle Branchen hinweg kommen wird. Die Leute können sich ja mehr leisten und sind bereit noch mehr Geld auszugeben (denke ich zumindest mal :o). Wenn auf einmal alles doppelt so teuer werden würde, stehen wir wieder vor dem gleichen Problem.
Gerade das soll nicht passieren, weil es ja nichts bringt. Das BGE muss real, also Kaufkraftneutral eingeführt werden.
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Beitrag 11.02.2019, 18:41

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Igolide
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Irgendwas läuft bei den Diskussionen hier schief.
Gibt es hier keine Moderation, die das auf eine Linie bringt? Es ist doch offensichtlich, dass grundlegend ein Missvverständnis über das Wesen des BGE vorliegt.

@ Salami
Du sprichst jedenfalls von etwas völlig anderem als einem BGE!
Das nullkommanull mit sozi8alistsicher Gleichmacherei zu tun. Wie kommst du darauf? Nichts wird nivelliert. Niemand bevorzugt.

Es muss aber niemand der (siehe oben) seinen Job unverschuldet losgeworden und oder durch Krankheit zum Sozialfall geworden ist, mehr beim Amt demütig betteln. Für Schule, Wohnung, Essen, Kleidung. Jedesmal ein neuer Gang zum Amt. Schmarotzer können das ab. Aber gerade der normale der arbeiten will aber nicht darf wird dadurch zutiefst gedemütigt.
Es wäre ein Ansporn da auch kleinere Jobs anzunehmen mit flexiblen Arbeitszeiten etc. Das würde nämlich das BGE nicht schmälern - aber heute passiert genau das.
Es wäre möglich ohne völlige Existenzängste ein kleines Gewerbe zu eröffnen. Das schafft auch neuen Ansporn. Der Griff ins Klo mit der Ein-Euro-Firma wäre damit nicht passiert.
Nicht zuletzt ist der Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber nicht mehr so leicht erpressbar für Niedriglohn zu schuften, weil sonst der Arbeitsplatz in Gefahr ist.
Ich könnte ein Ehrenamt ausübven das ich heute nicht kann, weil ich die Zeit arbeiten muss. Angenommen ich verdiene heute 3000 im Monat. Dann könnte ich 1/3 weniger arbeiten und die Zeit was machen was für gesellschaft vorteilhaft ist. Kinderbetreuung. Feuerwehr. Egal was. Ich könnte es mir wahrsten Sinn des Wortes leisten!

Die Finanzierung kann hier niemand überschauen! Kann niemand wahrscheinlich.
Aber wenn wir wollen finanzieren wir eine Million Flüchtlinge.
Oder 30 neue Panzer.
Oder retten mal eben die Commerzbank oder Griechenland.
Geld spielt in der heutigen Welt keine Rolle. Es nur eine Frage des Wollens.

Und mir scheint dass es meistens einfach abgelehnt wird, weil man glaubt es kommt aus einer linken Ecke.
Albert Wenger (Risikokapitalinvestor, Union Square Ventures)
Prof. Götz W. Werner (Gründer und Aufsichtsrat, dm-drogerie markt)
Neil Jacobstein (Co-chair, AI and Robotics Track @ NASA Research Park / Singularity University, USA)
Richard Eisler (Gründer und CEO, Comparis.ch)
Prof. Robert Reich (ehem. US-Arbeitsminister)
Thomas Jorberg (Vorstand, GLS Bank, Deutschland)
Gian-Franco Salvato (Founder & CEO, attrackting AG, Schweiz / China)
Josef Zotter (Gründer und Inhaber Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH, Österreich)
Georg Schürmann (Geschäftsleiter triodos Bank, Deutschland)
Dr. Thomas Straubhaar (Professor für internationale Wirtschaftsbeziehungen, Universität Hamburg)
Ich würde sagen das sind nicht unbedingt linksgrüne Spinner.
Gold wird irgendwo auf der Welt aus der Erde gegraben. Dann schmelzen wir es zu Barren, bauen einen unterirdischen Tresor und graben es wieder ein. Wenn uns Außerirdische dabei beobachten, es käme ihnen reichlich obskur und seltsam vor.
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Beitrag 11.02.2019, 18:59

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Reiner Zufall
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Registriert: 29.01.2019, 14:03
Igolide hat geschrieben:
11.02.2019, 18:41

...Die Finanzierung kann hier niemand überschauen! Kann niemand wahrscheinlich.
Die aufgelisteten Personen mögen vielleicht politisch eher dem "linksgrünen" Lager zuzurechnen sein, aber Spinner sind das ganz gewiss nicht. Die Frage der Finanzierung wurde wohl schon kurz und prägnant auf den Punkt gebracht:
Mehrgoldfüralle hat geschrieben:
12.05.2018, 14:47
LMU_TOBI
Was hat das BIP mit der Finanzierung des BGE zu tun?
Woher sonst sollen die Mittel kommen?

Völlig unabhängig von der Gestaltung müssen sie immer von da kommen.

Beitrag 11.02.2019, 19:01

LMU_TOBI
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@Igolide du hast es wieder mal geschafft nicht auf eine einzige Frage von mir zu antworten sondern nur sinnfrei rumzupöbeln.

Deine Aussagen:

1. "...der normale der Arbeiten will aber nicht darf..." Wo steht denn heute geschrieben, dass jemand nicht arbeiten darf?

2. "völlig ohne Existenzängste ein kleines Gewerbe gründen" - Aha mit 1000€ im Monat wo noch alles nebenbei bezahlt werden muss.

3. " der Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber nicht mehr so leicht erpressbar für Niedriglohn zu schuften" - ok, ich dachte dafür gibt es heute den Mindestlohn. Soll jede Tätigkeit wie ein Pilot bezahlt werden? schonmal was von Wertschöpfung gehört?

4, Zum Thema Finanzierung "Geld spielt in der heutigen Welt keine Rolle. Es nur eine Frage des Wollens." echt jetzt? 83 Millionen mal 1000€ im Monat spielen keine Rolle?

und dann auf meine Frage an dich, doch mal positive Punkte zu nennen schreibst du nur "Die anderen Punkte der Liste." Die Liste in deinem Kopf, oder welche Liste meinst du.

BITTE, versuche doch mal auf meine Punkte konkret einzugehen. Vielleicht schaffst du es mich ja zu überzeugen. Das Thema gibt es nun schon seit vielen Jahren, aber weder der Herr Görtz oder wie der Typ heißt noch sonst jemand hat mich bisher von einem Bedingunglosen Grundeinkommen überzeugen können. Ich verstehe einfach nicht was daran in einem globalen Wirtschaftssystem gut sein soll. Ein gewisses Mindestmaß an Sozialstaat muss sein, dass streite ich nicht ab und das ist auch gut so, aber nur mit Kontrolle und Sanktionen wenn nicht jeder einzelne alles dafür tut nicht auf Kosten der Allgemeinheit zu leben. Das BGE würde in einer absoluten Katastrophe Enden

Beitrag 11.02.2019, 22:29

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Demosthenes
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Scheuklappen abnehmen und Gehirn einschalten ist oft hilfreich.

1. Wenn auf eine freie Stelle fünf Bewerber kommen, dürfen vier nicht arbeiten. Mathematik für Erstklässler.

2. 1000.-- € im Monat sicheres Einkommen helfen sehr wohl bei einer kleinen Existenzgründung und wenn es nicht gleich klappt, kann man es wieder versuchen, statt Privatinsolvenz anzumelden.

3. 9,19 € ist der neue Mindestlohn. Für eine hochentwickelte Volkswirtschaft wie Deutschland ist das ein Hohn, die Differenz zum Existenzminimum zahlt die Mittelklasse mit ihren Steuern. Umverteilung von der Mitte nach unten.

4. Du hast immer noch nicht verstanden, was Geld ist. Geld ist nur das Schmiermittel, relevant ist lediglich, was erzeugt werden kann.

5. Der "Typ" heißt Götz Werner, ist mehrfacher Milliardär und hat die Drogeriemarktkette DM gegründet. Er bezahlt seine Leute anständig und hält sein Personal für wertvolles Betriebskapital statt Kostenfaktor. Anton Schlecker hat seine Leute beschissen bezahlt und geknechtet, wo das geendet hat, weißt du sicher auch nicht.
Einfalt statt Vielfalt *
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