Tagesgeldkonto oder Kopfkissen ?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Wo ist das Geld besser aufgehoben ?

Tagesgeldkonto
7
15%
Tagesgeldkonto
7
15%
Kopfkissen
6
13%
Kopfkissen
6
13%
Andere Anlageformen
11
23%
Andere Anlageformen
11
23%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 48

Beitrag 21.02.2016, 04:46

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Dragonh3art hat geschrieben:Worin liegt denn der genau Vorteil eines Tagesgeld Konto ?
Es ist so flexibel wie ein Girokonto, wird aber verzinst.
Dragonh3art hat geschrieben:Ist der einzige große Vorteil das ich mein gesamtes Geld ohne Vorfälligkeits Gebühren abheben kann, oder gibt es da noch weitere ?
Keine Verfügungsbeschränkungen, keine Kündigungsfristen.

Beitrag 21.02.2016, 12:05

ChrisJ11
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Ich wollte nur noch einmal anmerken das zb in den USA Gesetze bestehen, die es unter bestimmten Umständen dem Staat erlaubt Bankschließfächer (auch von Privatpersonen) zu konfiszieren. Deswegen gibt es es dort vermehrt riesige private Tresore die nicht unter die Bankenobhut fallen. Der böse Terrorismus macht einiges möglich.

Und mal ehrlich. Ist es nicht nur eine Frage der Zeit bis ähnliches in Europa stattfindet?

Beitrag 21.02.2016, 12:27

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Nikotinbolzen
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ChrisJ11 hat geschrieben:Ich wollte nur noch einmal anmerken das zb in den USA Gesetze bestehen, die es unter bestimmten Umständen dem Staat erlaubt Bankschließfächer (auch von Privatpersonen) zu konfiszieren. Deswegen gibt es es dort vermehrt riesige private Tresore die nicht unter die Bankenobhut fallen. Der böse Terrorismus macht einiges möglich.

Und mal ehrlich. Ist es nicht nur eine Frage der Zeit bis ähnliches in Europa stattfindet?
Es gibt hier schon genug amerikanische Verhältnisse, da brauchen wir nicht auch noch deren Gesetze. Die Politik soll erst mal die hier gültigen deutschen Gesetze dursetzen und nicht nach Gutdünken auslegen, z.B. Banken und Asylgesetz. 8)
Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler,
aus denen man lernen kann,
möglichst früh zu begehen.
W.S.Churchill

Beitrag 21.02.2016, 12:49

ChrisJ11
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Ja und zwar Deutsche Gesetze, auf Gesetze der EU kann jeder verzichten. Eigene Währungen zurück, eigen Gesetzgebung, ich bin dafür.

Beitrag 21.02.2016, 14:12

san agustin
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Dragonh3art hat geschrieben:...........
Ich habe derzeit noch kein Tagesgeldkonto bin aber am überlegen ob es Sinn macht anstelle das Geld immer irgendwo zu bunkern.


.....aber wenn man ein Haus und eine Wohnung besitzt.......

.....Bei einem normalen Arbeiter :)

bitte mir jetzt nicht übel nehmen, aber irgendwie gehört DAS nicht zu der
aktuellen realität

normale arbeiter besitzen keine haus u n d wohnung
und dazu noch nicht wissen, wo das geld gebunkert werden soll smilie_08

irgendwie alles grenzwertig
mehrmals hier schon gehandelt / bekannt auch mit selben avatar auf SILBER.DE

Beitrag 21.02.2016, 19:35

bamboo one
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Dragonh3art hat geschrieben:Hallo,

mich würde mal interessieren wie die ganzen Fachleute hier die sache beurteilen.
Ich habe derzeit noch kein Tagesgeldkonto bin aber am überlegen ob es Sinn macht anstelle das Geld immer irgendwo zu bunkern.

Was gäbe es für vor oder nachteile ?

Klar sagen jetzt wieder alle pack in EM aber wenn man ein Haus und eine Wohnung besitzt sollte man immer etwas Geld liegen haben um sofort reagieren zu können.

Wo seht Ihr die Grenzen bei der Menge auf dem Konto. Bei einem normalen Arbeiter :)

Wie sicher ist das Geld auf einem Tagesgeldkonto wenn es zum Bankentot kommen sollte ?

Bei welcher Bank ist ein Tagesgeldkonto am besten ?

THX
Dragonh3art
Wenn Du auf Barmittel kurzfristig zugreifen willst für den Notfall (im Extremfall bis 2 Jahre unangetastet) würde ich die auf einem "normalen" Girokonto deponieren. Da kannst Du sofort darauf zugreifen. Denke nur daran das Überweisungslimit entsprechend hoch eintragen zu lassen (viele Banken haben da standardmäßig eine Beschränkung von ca. 3.000,- €, die Du aber problemlos hochsetzen lassen kannst). Vor irgendeinem Crash, Bankentot oder sonstwas hab ich keine Angst, deshalb sind ALLE meine Barreserven bei Kreditinstituten. Ich bin der gleichen Meinung wie Irres Ding, dass selbst wenn was passieren sollte, das nicht von heute auf morgen geschieht und die Vorwarnzeit ausreichend ist, sein Geld in Sicherheit zu transferieren.

Tagesgeldkonto finde ich persönlich Humbug, das was dort als Zinsen bezeichnet wird, verdient die Bezeichnung nicht. Das beste was ich aktuell für ein Tagesgeldkonto gefunden habe, sind 1,5%, wenn dann die Steuern ab sind, bleibt nix mehr übrig worüber man sich freuen könnte (selbst bei 100.000,-€ Anlagesumme). Habe die Bedingungen für die 1,5% nicht durchgelesen, aber oft gelten die nur für Neukunden und dann auch nur für ein paar Monate. Bei meiner Hausbank gibt's 0,1%. Das dürfte ein realistischer Wert sein.

Bankschliessfach für Barmittel ist für mich keine Alternative wg. schlechter Verfügbarkeit (Onlinebanking und Geldautomat sind einfach unschlagbar). Wobei entgegen eines Beitrags in dem Thread, meine Bank auch Bargeld im Schliessfach versichert. Ich müsste nur die Seriennummern nachweisen im Versicherungsfall(am Besten durch Foto's dokumentiert)

Gruss bamboo one

Beitrag 21.02.2016, 20:38

marigold
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Wenn es darum geht wo Geld sicher verfügbar ist / sollte im Finanzsystem etwas schief laufen, reicht ein Blick auf die nahe Vergangenheit und zwar auf Griechenland.

Ob Tagesgeld , Girokonto , Depot, Bankschließfach oder Sparbuch wenn die Bank geschlossen hat, kommt man bei keiner Form an sein Geld weder Überweisungen noch sonstige umbuchungen sind / waren dann möglich.

Also solte etwas die Finanzmarktstabilität gefärden wird der stecker gezogen und Ruhe bzw. maximale abhebungen und überweisungen eingeführt. Dein Geld bleibt dann im System stecken.


Stichwort Deutsche Bank, eine kleines Ereigniss reicht in diesem sehr instabilien Markt aus um eine Lawine auszulösen.
Die Bilanzsumme der Deutschen liegt aber bei 1,5 Billionen die BRD hat 2,5Billionen Schulden.
Die Deutsche kann wenn Sie fliegt nicht von der BRD gerettet werden ausser sie Haften dafür, wo man von einem der größten Fehler reden könnte. Da der Risiko Zins dann um mehrer 100% steigen würde.

Das wär ein Gewitter 10 mal stärker wie die Lehman pleite. Ich kann euch nur empfehlen verfolgt das Ereigniss und zieht Notfalls euer Geld aus dem Bankensektor. Wenn auch nur kurzfristig bis sich die Situation entschärft hat. Denn die neuen Gesetze der Bankenrettung sind aktiv und die Sparkonten können über Nacht wie schon in Spanien passiert einfach enteignet werden.
Nächsten Tag fehlen dann einfach 50%.

Daher einfach das Umfeld beachten und vorher Handeln nicht im nachhinein darüber meckern.

Beitrag 21.02.2016, 20:51

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Polkrich
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Hier wird immer mal wieder von dem besonderen Schutz eines Sparbuchs gesprochen. Ich habe immer noch eine mit ein paar Euro und würde das aber gern monatlich besparen, weil ich dann nicht mehr so leicht hier den EM- Verlockungen nachgeben könnte. Ich kenne die beschränkte Verfügbarkeit, aber wäre das eine gute Alternative für ein Ansparen von maximal 5000€?
Immer kritisch bleiben....

Erfolgreich gehandelt mit diversen Mitgliedern
Bewertungen: http://www.gold.de/forum/polkrich-t8272.html

Beitrag 21.02.2016, 21:51

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Polkrich hat geschrieben:Hier wird immer mal wieder von dem besonderen Schutz eines Sparbuchs gesprochen. Ich habe immer noch eine mit ein paar Euro und würde das aber gern monatlich besparen, weil ich dann nicht mehr so leicht hier den EM- Verlockungen nachgeben könnte. Ich kenne die beschränkte Verfügbarkeit, aber wäre das eine gute Alternative für ein Ansparen von maximal 5000€?
Ja, Sparbücher sind als Spareinlagen nach § 1 Abs. 29 Satz 2 KWG gesetzlich besonders geschützt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Spareinlage

Tagesgeldkonten fallen nicht darunter, das sind wie Kontokorrentkonten sog. Sichteinlagen.

Beitrag 23.02.2016, 02:04

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IrresDing
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Datenreisender hat geschrieben:
Polkrich hat geschrieben:Hier wird immer mal wieder von dem besonderen Schutz eines Sparbuchs gesprochen. Ich habe immer noch eine mit ein paar Euro und würde das aber gern monatlich besparen, weil ich dann nicht mehr so leicht hier den EM- Verlockungen nachgeben könnte. Ich kenne die beschränkte Verfügbarkeit, aber wäre das eine gute Alternative für ein Ansparen von maximal 5000€?
Ja, Sparbücher sind als Spareinlagen nach § 1 Abs. 29 Satz 2 KWG gesetzlich besonders geschützt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Spareinlage

Tagesgeldkonten fallen nicht darunter, das sind wie Kontokorrentkonten sog. Sichteinlagen.
Da die Sichteinlagen der Tagesgeldkonten gemäß umgesetzten EU Vorgaben auch unter die gesetzlich verpflichtende Einlagensicherung bis 100.000 Euro fallen (meines Wissens auch unter die freiwilige Sicherungseinrichtungen), gibt's kaum mehr Unterschiede. Also bzgl. der Sicherung. Andere Unterschiede wie Kündigungsfristen, Verfügbarkeit, usw. natürlich schon.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 23.02.2016, 05:08

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IrresDing hat geschrieben:Da die Sichteinlagen der Tagesgeldkonten gemäß umgesetzten EU Vorgaben auch unter die gesetzlich verpflichtende Einlagensicherung bis 100.000 Euro fallen (meines Wissens auch unter die freiwilige Sicherungseinrichtungen), gibt's kaum mehr Unterschiede. Also bzgl. der Sicherung. Andere Unterschiede wie Kündigungsfristen, Verfügbarkeit, usw. natürlich schon.
Die eingeschränkten Verfügungsmöglichkeiten von Sparbüchern können auch ein Vorteil sein, weshalb ich meine eigene Liquiditätsreserve zu gleichen Teilen auf ein Tagesgeldkonto und ein Sparbuch verteilt habe, trotz der deutlich schlechteren Verzinsung des Sparbuches.

Das Sparbuch und das Guthaben kann man im Online-Banking zwar einsehen und online Umbuchungen in Richtung Sparbuch vornehmen, verfügen kann man über das Guthaben aber nur durch Vorlage des Sparbuches am Bankschalter. Das Guthaben auf einem Sparbuch ist somit sehr effektiv vor Phishing-Attacken und allen sonstigen möglichen Angriffen auf das Online-Banking geschützt.

Ein Sparbuch kann man zudem in einem Tresor oder Bankschließfach wegschliessen und zusätzlich auch noch durch die Bank gegen unberechtigte Verfügungen sperren lassen, zum Beispiel durch Vereinbarung eines Passwortes mit der Bank oder durch die Anweisung an die Bank, bei jeder Verfügung eine zusätzliche Legitimation mittels Personalausweis verlangen zu müssen.

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