Welche Münzen kaufen (Anlagemünzen oder Sammlermünzen)?

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Beitrag 22.05.2010, 00:32

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KölschGold
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Geringe Auflage, 999.9, muss doch nicht zwingend zu einem großen Sammlerwert führen, oder sehe ich das falsch?
Außerdem bezog sich meine Intention mit der "Spekulation" auf den Sammlerwert. Und nicht auf Münzen wie den Krueger oder den Maple.

Sicherlich ist 1oz AU = 1oz AU. Doch dürfte der "Sammlerwert" bei einem "Massenprodukt" wie dem Krueger geringer sein, als bei der aktuelle Lunar-Serie aus Australien.
Und auf letztere Art der Münzen bezog sich meine Äußerung (erweiterbar auch auf meine Lieblingsserie: China Pandas): Wer kann garantieren, dass die folgenden Münzen auch einen Sammlerwert erzielen? Dass der Goldwert gleich bleibt, ist mir klar.

Das meinte ich mit "spekulativ" aus der Sicht eines unerfahrenen EM-Sammlers (zu denen ich mich übrigens auch noch zähle). Vielleicht hab ich mich auch nur ein wenig schlecht ausgedrückt. Das kann Freitags schonmal passieren smilie_02
Oder ich drehe mich im (gedanklichen) Kreis. smilie_13
Ist das Niveau erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert!

Beitrag 22.05.2010, 09:24

Rotfuchs
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Hallo 999.9
also das die 20 RM unbeliebt waren (sind) hab ich überhaupt noch nicht gehört. Ich bin nämlich im laufe der Jahre von 1 Unze Krüger über 1/2 oder 1/4 zu den kleinen RM gekommen, weil mir der Wiederererkennungswert am höchsten scheint. Auch die Stückelung liegt mir mehr. Es wird einfacher sein, in der Not öfters eine kleine Münze zu verkaufen, als den heute "billigeren" Kilobarren.

Beitrag 22.05.2010, 23:00

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Goldmaus
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Welche Lunar-Serie ist besser?

Also, ich denke, dass der Wert einer Sammlermünze sehr unterschiedlich sein könnte. Einfach, weil er von der Wahrnehmung des Sammlers abhängig ist.

Ist der Lunar-Serie I besser als die Lunar-Serie II und wird ihr Wert noch steigern?

Um eine richtige Antwort zu finden -wenn so was in der Sammlerwert existiert- sollte man zuerst folgende Fragen antworten:

- Werden andere Lunar-Serien, die aus anderen Ländern kommen, auf die Wahrnehmung der Sammlern beeinflussen? Gründe: Weil sie schöner oder billiger sind oder weil sie aus einem exotischen Land kommen.

- Sind die Lunar-Serien wirklich in der ganzen Welt geschätzt oder nur in einigen Länder? Gründe: Eine Serie von dem chinesischen Kalender kaufen, die nicht in China geprägt wird? Eine ausländische Serie kaufen?

Dazu sollte man folgende Punkte nicht übersehen:

- Jeder Mensch sowie jede Gesellschaft schätzt alle Sachen unterschiedlich. Hier in D sind die Lunar Serien geschätzt aber das garantiert nicht, dass die Serie einen guten Preis beim Wiederkauf in anderen Länder erreichen wird.

- Wenn viele Menschen die Serie hier in D besitzen, könnte sie für andere Sammler nicht mehr interessant sein. Deswegen könnte ihr Sammlerwert sinken.

Außerdem:

- Der Preis einer Sammlermünze oder -Serie ist von der Nachfrage abhängig. Je mehr Sammler sie suchen, desto bessere Preise erreichen kann.

- Aber jeder Preis hat ein Limit. Wenn der Preis zu hoch ist, könnten die Sammler in andere Richtung schauen und andere Münze oder Sammlung suchen. Der Preis der Serie könnte dann sinken oder könnte noch hoch bleiben. In diesem Fall könnte es sehr schwierig sein, einen Käufer für sie zu finden.

Wie schon in anderen Threads gesagt wurde: Niemand weiß, was in der Zukunft liegt. Deswegen ist es schwierig zu antworten, ob der Preis einer Serie oder Sammlung steigern wird.

Die Entscheidung sollte jeder Mensch für sich selbst treffen. Das bedeutet: So viel wie möglich über EM lernen. So viel wie möglich über Tendenzen der EM lesen. Damit könnte man ein gutes Bauchgefühl entwickeln.

Beitrag 22.05.2010, 23:04

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999.9
Moderator
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Rotfuchs, ich habe mit keinem Wort gesagt, dass die 20 RM unbeliebt sind. Wohl aber habe ich gesagt, dass der 1888er Jahrgang der 20 Reichsmark wegen des Dreikaiserjahres und nicht wegen seiner unbedingt niedrigen Auflage besonders beliebt ist.
Nichts hasst der im Denken geschulte mehr als die Negation der Logik.
Eine Unze bleibt eine Unze bleibt eine Unze! Mittler zwischen Hirn und H�nden muss das Herz sein!

Beitrag 23.05.2010, 20:36

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Deutscher Michel
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Naja bei der Reichsmark muss man ja auch differenzieren. Die 20 Mark Wilhelm II 1888 - 1914 in der Erhaltung s bis ss ist die reine Bullionmünze. Wobei aber meist die 1888, 1913 und 1914 selbst in s oder ss versucht wird als Sammlermünze zu verkaufen. Da ab 1913 Wilhelm II in Uniform auf der Münze zu sehen ist.

Andere Jahrgänge Wilhelm I 1871 - 1888, gerade die 1871 bis 1872 sind besonders begehrt da in ihnen das Gold aus den französischen Reparationen des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/1871 verwendet wurden. Diese 1871 - 1872 sind nur für gute Aufgelder zu bekommen.

Friedrich III die nur knapp 6 Monate geprägt wurde gibt es NOCH für gutes Geld.

Jedoch wenn man eine Reichsmarkmünze haben möchte die zusätzlich noch ein Sammlerwertsteigerungspotenzial hat, der sollte mindestens in die Erhaltung vz investieren. Und da wird jeder merken wie schwer es ist eine ORIGINALE Reichsgoldmünze mit mindestens vz ohne überreizte Preise zahlen zu müssen, zu bekommen.

Alle Interessenten sollten aber Wissen das von 1962 bis 1975 durch Dr. K. Schmidt viele Münzfälschungen in Umlauf gekommen sind, die zwar aus echten Gold bestehen sowie die Abmaße des Originals besitzen und daher für den Laien nur schwer oder gar nicht zu erkennen sind. Selbst die Bankster in den 60er + 70er Jahren haben die Fälschungen von Dr. K. Schmidt angekauft. Daher Rate ich von Ebaykäufen ab, den viele Besitzer Wissen wahrscheinlich selbst nicht ob ihre Münze Original ist. Wenn ich sehe was bei Ebay aus dem Ausland hier vertickt wird.smilie_18

Daher Reichsmarkkauf nur bei Händlern die über Erfahrungen mit Reichsmark verfügen sowie einen die Echtheit der Münzen Garantieren! Teilweise wird bei Händlern die Nachprägung als Nachprägung nahe am Spot angeboten. Für den einen oder anderen vielleicht auch Interessant. smilie_08

So das wollte ich noch kurz los werden da hier das Wort Reichsmark gefallen ist smilie_02
"... Deutschland habe keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft für alle Ewigkeit..."
(Frau Dr. Merkel laut Redeprotokoll vom 16.06.2005 "Festakt zum 50. Jahrestag der CDU)

Beitrag 23.05.2010, 20:55

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Goldmaus
500 g Barren Mitglied
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Danke sehr für die hilfreiche Aufklärung!

Beitrag 05.02.2011, 13:51

Sam
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*Thread ausgrab*

Ich möchte mit sammeln anfangen (hauptsächlich Silbermünzen). Die Infos hier haben mir auch schon weitergeholfen aber ich bin immernoch etwas unentschlossen.
Sammlermünze ist ja nicht gleich Sammlermünze und manche Anlagemünzen haben auch Sammlerwert.
Es gibt historische Münzen welche nichtmal Edelmetalle beinhalten, Münzserien mit sich änderndem Motiv wie die Lunar1&2, Kookaburra, Koala usw. Dann die PP bzw. PL Ausgaben von Bullionserien wie dem American Eagle, Libertad usw. und außerdem bemalte Sonderausgaben, Ausgaben mit Hologramm oder außergeöhnlichen Formen.

Ich bin 25 und möchte wenn ich in 5-10 Jahren mal ne Familie gegründet habe und eventuell in finanzielle Not komme nicht vor dem Problem stehen, dass ich meine Ersparnisse nicht flüssig bekomme. Viele Sammlermünzen kosten mehr als das doppelte des Materialspreises. Da wäre es schön wenn es genügend Sammler geben würde um wenigstens nicht unter dem ursprünglichen Wert verkaufen zu müssen (eine Wertsteigerung erwarte ich garnicht da sehr seltene und teure Münzen wohl auch nur wenige Abnehmer finden die bereit sind einen fairen Sammlerwert zu zahlen)

Was ist also bei dem Großteil der Sammler beliebt? Gibt es da Studien/Umfagen zu?
Falls ihr keine kennt was sammelt dann ihr? Falls nichts von dem oben gennaten dann ja vieleicht Münzen mit bestimmtern Themen (z.B. Tiermotive, bekannte Persönlichkeiten, geschichtliche Ereignisse o.ä.)
Oder legt ihr großen Wert auf perfekte Qualität bzw. eine bestimmte Größe?

Beitrag 05.02.2011, 21:53

annamaus1annamaus
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Hallo Sam,
will Dir mal einen Tip geben. Ich sammle bereits seit ca. 35 Jahren Münzen und das sehe ich in erster Linie als Hobby.
Rechne immer damit, daß ein beträchtlicher Teil des Werts Deiner zukünftigen Münzsammlung auch mal weg sein kann. Vor ein paar wenigen Jahren hat man die 1 Oz. Goldmünze noch für 350,- EUR bekommen, heute kostet sie zwischen 1000,- und 1400,- EUR (z.B. Lunar-Serie, je nach Jahrgang, Auflage usw.)
Wir befinden uns jetzt in einer Zeit, in der die EM-Preise in die Höhe geschossen sind. Das hat keiner so vorhersehen können. Das gilt natürlich auch für Silber. Teilweise sind manche Münzen gar nicht oder nur mit Schwierigkeiten lieferbar, dazu kommen diverse Inflationsängste usw. usw.
Ich persönlich glaube zwar auch, dass die EM-Preise zumindest kurz- bis mittelfristig noch ansteigen.
Dies kann Dir jedoch keiner versprechen und ich bin mir sicher, dass auch wieder ganz andere Zeiten kommen und die Preise für Gold und Silber werden stark fallen.
Solltest Du dann unbedingt Deine Münzsammlung zu Geld machen müssen hast Du schlechte Karten.
Ich würde Dir raten, nie davon auszugehen, dass Du mit Münzen zwangsläufig reich wirst.
Investiere in Münzen nur soviel, auf das Du auch im Notfall verzichten kannst. Natürlich ist es verlockend, wenn man sieht wie sich so manche Münzen im Wert entwickelt haben. Aber gehe nicht davon aus, dass es zukünftig immer so weiter geht.
Wenn Du Münzen sammeln willst, such Dir eine Serie bzw. ein Sammelgebiet aus, dass bei Sammlern beliebt ist (z.B. australische Lunarserie o.ä.), wähle das Münzgewicht nicht zu klein (hoher Preisaufschlag) und sehe das Münzensammeln sportlich und nicht verbissen. Dann hast Du am meisten Freude daran und wenn Du Glück hast, dann wird sich in ein paar Jahrzehnten der Wert Deiner Münzsammlung erhöhen. Aber viele die jetzt zu den hohen Preisen einsteigen, werden sicherlich, wenn Sie aus bestimmten Gründen die Münzsammlung veräußern müssen, den Tränen nahe sein.

Beitrag 06.02.2011, 11:57

Sam
2 Unzen Mitglied
Beiträge: 41
Registriert: 31.01.2011, 12:38
Wohnort: BW
@annamaus1annamaus: Danke für deine Antwort!

Ich denke ich werde deinen Rat beherzigen und erstmal mit den großen bekannten Serien anfangen (zumindest solange ich mich noch nicht so gut in der Materie auskenne). Wenn man sich zwischendurch mal ne überteuerte Münze zulegt nur weil sie einem gefällt sollte man das wohl auch nicht als sinnlose Anlage betrachten sondern als persönliche Bereicherung smilie_07

Was die Wertentwicklung angeht.. naja, ich denke eher es könnte in den nächsten Jahren noch Einbrüche geben. Bis in einigen Jahrzehnten müsste der Wert aber allein schon deshalb steigen weil nicht nur die Nachfrage stetig steigt sondern vor allem auch das Angebot knapper werden wird (natürlich immer vorausgesetzt es wird keine größeren Konflikte auf der Welt geben).
Lassen wir uns mal überraschen :D

Beitrag 06.02.2011, 12:50

Mozart2006
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Registriert: 17.12.2010, 16:28
Lieber 10 Euro Silbergedenkmünzen kaufen, oder?

Beitrag 06.02.2011, 13:03

MapleHF
... bei den neuen Silberzehnern bezahlst Du pro Gramm Feinsilber 1 €.

Wenn Du zum aktuellen Preis von 24,60 € einen Philharmoniker kaufst, bezahlst Du 79,01 Cent pro Gramm Feinsilber.

Das heißt momentan ist das Silber im Silberzehner um 26% teurer als im Philharmoniker.

Dafür hat der 10er den Vorteil, dass er nominal nicht sinken kann. Wenn Du von sinkenden Kursen während Deines Anlagezeitraums ausgehst, bist Du mit dem Silberzehner besser bedient.

Wenn Du von steigenden Silberkursen ausgehst aber nicht. Der aktuelle Spotpreis pro Gramm Silber liegt bei 68,94 Cent, somit liegt der reine Silberwert des 10ers derzeit bei 6,894 €. Das heißt er müßte ausgehend vom aktuellen Niveau erstmal 45% steigen, bis der Silberwert des 10ers auch den Nominalwert erreicht hat. Von diesen 45% Steigerung hast Du erstmal gar nichts. Erst wenn der Spotpreis pro Unze Silber über 31,11 € liegt, fangen Deine Silberzehner an, ihren Wert zu erhöhen.

Daher: Es macht Sinn einen Teil der Bargeldreserve aus Sicherheitsgründen in 10er zu tauschen, aber als Anlagemünze ist sie derzeit mit dem verminderten Silbergehalt schlicht und ergreifend zu teuer.

MapleHF

Beitrag 06.02.2011, 17:23

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Silberhamster
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Wohnort: Thüringen
Ich würde hier eine dritte Kategorie einfügen: Anlagemünzen, auch Bullionmünzen genannt, die zum Silberpries, Mehrwertsteuer und einem Aufschlag von etwa 9-11% auf den Silberpreis verkauft werden und sich linearr zum Silberpreis bew. Goldpreis bewegen, wie z.B. Wr. Philharmoniker, Meaple Leaf, American Eagle, Libertad die in sehr hohen Auflagen von oft einigen Millionen geprägt werden (zumindest in Silber) und Münzen die in geringer Auflage geprägt werden und deren Preis auch steigt, wenn der Edelmetallpüreis fällt wie z.b. die Lunar II Münzen, zumindest im Ausgabejahr. Vergleich Philharmoniker 1 OZ AG heute 24,60 Lunar Hase II 1 OZ heute 26,35 Kookaburra 26,45. Diese Münzen sind zwar beim Kauf 7-10% teurer als die anderen, steigen aber stärker im Wert. Ein Beispiel: sieht man sich die Preisentwicklung von Lunar II Tiger, Maus und Ochse in 1 OZ an, kosten diese heute um die 30,00 Euro beim Händler, obwohl der Metallwert nur ca 21,30 Euro beträgt. Unter Sammlermünzen verstehe ich Münzen, bei denen der Metallwert kaum eine Rolle spielt,die es auch in Cu-Ni, Cu oder anderen unedlen Metallen gibt. Auch Münzen in polierter Plattte sind als sammelrmünzen anzusehenm, da meist wesetnlch teurer als die ausgaben in Stgl. Grüße vpom Silberhamster smilie_24
Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr ( Laotse)

Beitrag 06.02.2011, 17:29

Stylish0086
Anlagemünzen da auch wieder leichter sie los zu werden falls es sein muss

Beitrag 20.04.2011, 14:53

E10-Nein Danke!
zu große Münzen halte ich für ungeschickt, da sie im Ernstfall schwer einzulösen sind, oder nur mit deutlichen Verlusten ggüb. kleineren Einheiten.
Größer als Unze ist für Kleinanleger sicher nix. Schließlich sollte es bei Gold kein Platzproblem geben. Ansonsten in ich Patriot: Die Goldmark des Deutschen Reichs ist schön, man kann nach Jahrgängen und Prägestätten sammeln und vereint Freude an der Münze mit Alterssicherung.

Beitrag 20.04.2011, 16:29

unnerbux
2 Unzen Mitglied
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Registriert: 14.03.2011, 15:09
E10-Nein Danke! hat geschrieben:zu große Münzen halte ich für ungeschickt, da sie im Ernstfall schwer einzulösen sind, oder nur mit deutlichen Verlusten ggüb. kleineren Einheiten.
Größer als Unze ist für Kleinanleger sicher nix. Schließlich sollte es bei Gold kein Platzproblem geben. Ansonsten in ich Patriot: Die Goldmark des Deutschen Reichs ist schön, man kann nach Jahrgängen und Prägestätten sammeln und vereint Freude an der Münze mit Alterssicherung.
Platzproblem bei Gold? Hallo geht´s noch.

Außerdem, warum nicht größer als eine Unze? Geht doch nur wenig über einen Centenario.

Beitrag 20.04.2011, 18:22

Silversurfer
10 Unzen Mitglied
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Registriert: 27.06.2010, 07:49
Ich kaufe Silbermünzen mit kleinen Auflagen, die jetzt schon fast am Spot liegen :wink:

Beitrag 20.04.2011, 21:11

ros20
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Beiträge: 74
Registriert: 22.03.2011, 15:54
Wohnort: Berlin
Auf der Seite von "GP - Metallum" sind ganz interessante Edelmetall-Einsteiger-Pakete als Beispiel dargestellt. Obwohl dort die ganzen Pakete eher in die Richtung "Havarie/Störung/Ernstfall" gehen, haben mir die Erklärungen auf der Seite noch zusätzlich ein paar "Aha-Effekte" gegeben. Z. B. Der Wiederverkauf von Goldstücken ist wirklich nicht zu unterschätzen. Keiner kauft mal eben einen 50g oder 100g Barren. Aber nen 1-Dukat oder ne Vreni traut man sich eher zu.

Nun denn, bis bald
ros20

Beitrag 21.04.2011, 10:27

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Troja
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Registriert: 10.01.2011, 16:12
Ich denke man sollte bei Silber nicht unter einer Unze kaufen, da ist der Aufpreis zu hoch, deshalb rentiert sich das nicht.
Bei Gold ist das ein bisschen anderst, wobei man den Aufschlag zu einer Unze immer mit hochrechnen sollte.
Klar ist es besser sich eben mal von 1/10 oder einer 1/4 Unze zu trennen, als von einer Ganzen.
Zur Zeit liegen die 100 € Goldmünzen der BRD am günstigsten ( 1/2 OZ ) als andere wie zB. Krügerrand,
Marpel oder Nugget.
Nun gut, jeder muß selbst entscheiden ob er eine Goldunze Lunar-Serie mit herzhaftem Aufschlag kauft und in Kriesenzeiten, wo den Sammlern auch die Luft ausgeht, sie zum normalen Unzenpreis verkaufen muss. smilie_04
Trotzdem, viel Spass beim Kaufen.

LG. Troja
"Trojanorum Rex" smilie_41 ( König der Trojaner )

Beitrag 21.04.2011, 11:03

nameschonweg
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Beiträge: 1605
Registriert: 20.03.2010, 19:38
Je nach "Verwendungszweck" halte ich auch kleinere Stückelungen durchaus für überlegenswert.

a) die Lunar-Halbunzen in Silber haben teils sehr nette Sammleraufschläge in % erwirtschaftet, da hier das "Gesetz der kleinen Zahlen" greift. Die prozentualen Aufschläge sind durchaus auch höher als bei Unzen/Mehrunzern des gleichen Jahrgangs.

b) die Aufpreise auf den Spot sind zwar höher, allerdings bekommt man diese beim Verkauf in normalen Zeiten auch wieder herein

c) ausgehend von der heutigen Kaufkraft einer Silberunze könnte es in Krisenzeiten durchaus interessant sein, kleinere Stückelungen zu besitzen. Wer davon ausgeht, dass er Edelmetalle als Tausch-/Zahlungsmittel einsetzen müssen wird, der hat bei einer ganzen Unze schnell das Problem des Wechselgeldes.

d) es gibt durchaus kleinere Stückelungen, die sogar noch unter dem Preis für eine geprägte Unze liegen. Die aktuellen Silberzehner müssten etwa 17 EUR kosten, wenn man den Preis eines Philis oder Maples zugrunde legt. Da kleinere Stückelungen ein höheres Aufgeld besitzen, eigentlich noch mehr als diese 17 EUR. Derzeit bekommt die Zehner für 15 EUR +/-.

Ich hab mich unterhalb einer Unze für die Zehner entschieden, da ich diese großteils noch für das Nominal bekommen konnte. Zwar habe ich dafür in der nachträglichen Betrachtung im Vergleich zu den Standardunzen auf "Performance" verzichtet, zugleich aber auch eine Bargeldreserve (Deflationsszenario), kleinere Stückelungen für den Krisenzahlungsfall (von dem ich eigentlich nicht ausgehe aber auch nicht ausschließen kann) und einen Teil meiner Anlage ab einem gewissen Kurs gegen Verluste geschützt. Letzteres kann im Falle eines tiefen Absturzes in der Silbernotierung jederzeit genutzt werden, um bei der BuBa in beliebiger Größe in Fiat zurückzutauschen und preiswertere Standard-Münzen zu beschaffen. Die Zehner sind quasi teil einer - sagen wir mal - Portfoliostrategie innerhalb der EM-Anlage, ebenso wie eine Diversifizierung in Standardunzen, Standards mit Potenzial und Sammlermünzen.

Beitrag 22.04.2011, 11:18

Numisfreund
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Registriert: 22.04.2011, 10:15
Wohnort: München
Ich bin auch der Meinung, dass es Regeln gibt, die für einen ansteigenden Sammlerpreis sprechen, wie z.B.
- schönes Motiv
- niedrige Auflage
- aus einer Serie mit hohem Bekanntheitsgrad, Beliebtheit und guter Verfügbarkeit

Daran kann man sich orientieren. Was dann aber letztlich gerade in Mode kommt, ist nicht so einfach prognostizierbar. Vor ein paar Jahren haben die Russen wie die Wahnsinnigen ihre Silbermünzen aufgekauft und die Preis gingen durch die Decke. Im Moment kaufen die Chinesen und treiben die Preise. Das sind aber Trends, die sich auch wieder umkehren können. Plötzlich will dann keiner mehr die Münzen haben, die vor kurzem noch von allen gesucht werden. Und das ist verrückt, wohin die Herde rennt, bleibt letztlich auch ein zufälliges Ereignis aus der Chaostheorie.

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