Wie viel Geld in Edelmetalle anlegen?

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Beitrag 21.02.2014, 11:52

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Trebbler
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Geldsammler hat geschrieben:Zur Versteigerung kommt das Bild mit dem Titel:
- Mann mit Geldscheinhelm
- Mann mit Derivatehelm
- Mann mit Aktienhelm
- Mann mit Bitcoinhelm

Für welches wird man wohl in 100 Jahren am meisten bieten?
Gibts aber auch schon

[img]https://forum.gold.de/userpix/6747_heil ... iley_1.png[/img]

und ich muss sagen, damit kann man auch ganz schön viel Geld verdienen smilie_10
Trebbler

Beitrag 21.02.2014, 11:57

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Trebbler
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doppelt sorry
bin etwas daneben
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Beitrag 21.02.2014, 11:57

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Trebbler
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doppelt sorry

Beitrag 21.02.2014, 12:39

Geldsammler
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Beitrag 21.02.2014, 16:01

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Dragonh3art
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Ich verstehe euer Problem mit Eigentum immer irgendwie nicht so ganz. Ob werterhalt oder nicht ist doch total hupp.

Ob ich 25 Jahre für ein Haus zahle und dann 250.000 gezahlt habe was dann wenn ich verkaufen möchte nur noch 130.000 wert ist ist doch total in Ordnung.

Was ist die alternative ??? 25 Jahre unter der Brücke pennen oder 200.000€ Miete für ein Haus in den 25Jahren einem Vermieter in den Rachen zu werfen.

Die rechnung ist zwar schwer aber ich glaube jeder kommt auf die Lösung.

Und es geht auch anders altes Haus günstig gekauft und mit Eigeninitiative komplett Saniert. Wir haben Angebote für unser Haus und könnten nach 5 Jahren mit 50.000€ Gewinn verkaufen.

mfg Dragonh3art

Beitrag 21.02.2014, 16:09

Geldsammler
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Ob ich 25 Jahre für ein Haus zahle und dann 250.000 gezahlt habe was dann wenn ich verkaufen möchte nur noch 130.000 wert ist ist doch total in Ordnung.
Wenn das Haus 250.000 gekostet hat und es wurde finanziert, dann hat man meist noch mal einen großen Happen an Zinsen gezahlt, schätze mal so mindestens 150.000,- € über die gesamte Laufzeit (meist 30 Jahre). Das Geld hätte man auch anlegen können.

Die Frage ist also: Schmeiß ich es dem Vermieter oder der Bank in den Rachen?
Ein Haus kann ich auch nicht so einfach verkaufen, wenn mir nach Umziehen ist. Und dann kommen noch die Kosten und die Arbeitszeit für Renovierungen dazu. Das Selbermachen ist in vielen Fällen finanzieller Selbstbetrug (außer es macht einem sehr viel Spaß und man ist Handwerker).

Nicht, dass es keine Ausnahmen gäbe. Aber diese Gedanken sollte man sich schon machen, bevor man ein Eigenheim kauft. Wenn es dann mal da ist und auch großteils abbezahlt, dann kann es sinnvoll sein, eben nicht vorher die Schulden zu tilgen. Schulden auf dem Haus zeigen dem Staat, hier ist nichts zu holen. Lieber dann EM ansparen und auf die Hebelwirkung hoffen. Dann kann man später das Haus eventuell rauskaufen. Und das Vermögen bleibt unsichtbar.

Beitrag 21.02.2014, 16:27

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lifesgood
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Geldsammler hat geschrieben: Nicht, dass es keine Ausnahmen gäbe. Aber diese Gedanken sollte man sich schon machen, bevor man ein Eigenheim kauft. Wenn es dann mal da ist und auch großteils abbezahlt, dann kann es sinnvoll sein, eben nicht vorher die Schulden zu tilgen. Schulden auf dem Haus zeigen dem Staat, hier ist nichts zu holen. Lieber dann EM ansparen und auf die Hebelwirkung hoffen. Dann kann man später das Haus eventuell rauskaufen. Und das Vermögen bleibt unsichtbar.
Sowas kann bei einer Vermiet-Immobilie begrenzt Sinn machen, bei der die Zinsen steuermindernd angesetzt werden können, aber doch nicht bei einer eigengenutzten Immobilie.

Grundsätzlich sollte man Edelmetalle nur mit Geld kaufen, das übrig ist und nicht auf Sondertilgungen verzichten, gerade wenn es die selbst bewohnte Immobilie ist.

Schulden, damit der Staat glaubt, dass nichts zu holen ist ... sorry da fehlt mir jedes Verständnis.

Gerade wenn man ein gewisses Alter erreicht hat, will man wissen wo man finanziell steht und dazu gehört für mich auch schuldenfrei zu sein und gewisse Rücklagen geschaffen zu haben.

lifesgood

Beitrag 21.02.2014, 16:33

Geldsammler
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Schulden, damit der Staat glaubt, dass nichts zu holen ist ... sorry da fehlt mir jedes Verständnis.
Vielleicht kommt das Verständnis wieder, wenn die schuldenfreien Häuser vom Staat mit einer Zwangshypothek belegt werden. Ich denke, verstecktes Vermögen ist besser als offensichtliches.

Natürlich ist der beste Investmenttipp immer (außer es kann gegen die Steuer laufen): keine Schulden. Aber inzwischen muss man leider mit dem Staat pokern. Und da ist es gut ein paar Asse im Ärmel zu haben.

Beitrag 21.02.2014, 17:52

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lifesgood
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Wenn eine Vermögensabgabe kommt, kommt sie für alle Vermögenswerte.

Wer dann seine Edelmetalle nicht angibt, stellt sich auf eine Stufe mit Herrn Hoeneß oder Frau Schwarzer ;)

Selbst wenn man damit kein Problem haben sollte, kann das Problem ein anderes werden. In Italien z.B. sind Bargeschäfte über 1.000 € verboten, man hatte sogar schon eine 50 €-Grenze diskutiert.

Lass mal sowas kommten und Du hast Dein Edelmetallvermögen für eine Vermögensabgabe nicht angegeben. Dann wirst Du um eine Selbstanzeige (wenn es die dann noch gibt) nicht herumkommen und heftig Strafe zusätzlich zahlen, oder Du behältst Dein Gold zum Anschaun, weil Du es nicht mehr zu Geld machen kannst.

Gold ist für mich ein Medium, um Vermögenswerte über Währungsturbulenzen zu bewahren. Wenn ich es vor dem Staat verstecke, beraube ich es genau dieser Eigenschaft.

Denn es wäre naiv, zu glauben, dass nach Währungsturbulenzen alles so weiter geht.

Die Überwachung wird noch mehr werden und technisch ist es heute kein Problem mehr alle Zahlungen, die über eine Zeitung oder ein paar Brötchen hinausgehen, nur noch unbar zuzulassen.

Da helfen auch die von Datenreisender gepriesenen Konten im Ausland nichts, denn der automatische Datenaustausch ist ebenso in der Mache und mit der Möglichkeit von Sammelanfragen läßt sich fast jeder Sachverhalt ermitteln.

Lieber gebe ich von meinem Edelmetallvermögen einen Teil im Fall der Fälle ab, als dass ich dann über mein ganzes Edelmetallvermögen nicht mehr verfügen kann.

Wenn man ein paar Hundert Unzen Silber hat, mag das klappen, aber bei größeren Dimensionen sicher nicht.

Sorry, aber mit dem technologischen Fortschritt sind auch die Möglichkeiten dem Staat ein Schnippchen zu schlagen ungleich schwieriger geworden.

lifesgood

Beitrag 21.02.2014, 18:19

Geldsammler
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Lifesgood: Gegen Fatalismus hilft Pragmatismus. In der von Dir geschilderten diktaturähnlichen Staatsform gab und gibt es immer Auswege. Man muss sich nur die Organisationstalente in der DDR ansehen. Schwarzmarkt ist eine natürliche Antwort auf staatliche Unterdrückung. Und EM sind da eben bestens geeignet mitzuspielen, da sie extrem unauffällig sind. Mag sein, dass Du nicht in solchen Szenarien denkst und sie mögen auch nicht kommen. Aber man ist besser darauf vorbereitet. Immobilie: Halte ich für die Eigennutzung und bei relativ geringem Wert für relativ sicher. Aber, wenn es wie nach dem Krieg kommen sollte, hat hier der Staat ein leichtes Spiel. Schon heute steht der Staat für viele schon lange nicht mehr als Institution, die das Zusammenleben unserer Gemeinschaft regelt. Wenn sich das verschlimmert, hätte ich kein moralisches Problem, es mit einer Frau Schwarzer gleich zu tun. Es ist sogar Pflicht, sich hier zu wehren. Mit einer Immobilie wohl kaum, mit EM sehr wohl. Ich habe keine Lust mich weiter versklaven zu lassen von einem Bankensystem. Man lebt nur einmal.

Beitrag 21.02.2014, 18:27

herakles
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lifesgood hat geschrieben:
Selbst wenn man damit kein Problem haben sollte, kann das Problem ein anderes werden. In Italien z.B. sind Bargeschäfte über 1.000 € verboten, man hatte sogar schon eine 50 €-Grenze diskutiert.

... oder Du behältst Dein Gold zum Anschauen, weil Du es nicht mehr zu Geld machen kannst.
Wer sagt, dass man dann das Gold zu Geld machen muss/will? Stück Brot wäre mir lieber. Aber auch ein Auto könnte man damit Kaufen z.B., privat.


lifesgood hat geschrieben:Gold ist für mich ein Medium, um Vermögenswerte über Währungsturbulenzen zu bewahren. Wenn ich es vor dem Staat verstecke, beraube ich es genau dieser Eigenschaft.
Beim Satz 1 gebe ich Dir Recht, beim Satz 2 nicht. Während Währungsturbulenzen versucht der Staat alles wertvolle zu nehmen (versteuern) was er kann, deshalb würde Satz 1 nicht mehr zutreffen, wenn Du angibst wie viel Gold Du hast.


lifesgood hat geschrieben:Die Überwachung wird noch mehr werden und technisch ist es heute kein Problem mehr alle Zahlungen, die über eine Zeitung oder ein paar Brötchen hinausgehen, nur noch unbar zuzulassen.
Ja, außer auf dem Schwarzmarkt. Denn in so eine Fall würde niemand der Gold versteckt hat, es unterm Wert (nach Abzug der Abgaben) an den Staat oder privat verkaufen. Also wäre das Gold w e c h vom Markt.

Wenn aber ein junges Paar Eheringe haben will, muss es auf den Schwarzmarkt. Dort wird es entweder die Ringe bar kaufen, oder etwas anderes dafür anbieten.


lifesgood hat geschrieben:Lieber gebe ich von meinem Edelmetallvermögen einen Teil im Fall der Fälle ab, als dass ich dann über mein ganzes Edelmetallvermögen nicht mehr verfügen kann.
Den Ansatz verstehe ich, doch kann das mächtig schief gehen. Das Risiko einen bis zu 100% Verlust zu erleiden wäre mir zu groß. Wenn der Staat in eine Währungskrise gerät, verliert die Währung i.d.R. ihren Wert so ziemlich. Also büßen die Spareinlagen bis zu 100% ein. Selbst bei 80% tut das schon mehr als weh. Warum sollte der Staat Goldbesitzer anders behandeln? Also müssen die auch einen 80% cut erleiden. Was habe ich dann vom Gold ?

Wahrscheinlicher ist das schon aus der Vergangenheit bekannte Szenario. Der Staat versucht das Gold irgendwie zu kassieren/versteuern und rasiert die Gutgläubigen. Irgendwann sind die rasiert und es gibt kein Gold mehr auf dem Markt. Dann MUSS der Staat die Besteuerung aufheben und die ursprünglichen Steuerhinterzieher sind wieder legal unterwegs. Wenn er das nicht macht, steigt der Goldpreis auf dem Schwarzmarkt in ungeahnte Höhen, oder es verlässt das Land. Kann schon mal länger dauern, aber besser Gold im Wald vergraben für 20 Jahre als jetzt schon verloren.

Beitrag 21.02.2014, 21:28

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MaciejP
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herakles hat geschrieben:Wer sagt, dass man dann das Gold zu Geld machen muss/will? Stück Brot wäre mir lieber. Aber auch ein Auto könnte man damit Kaufen z.B., privat.
Immer vorausgesetzt die jeweiligen Handelspartner wollen dein Gold dann auch. Denn sofern die es nicht einfach zum Anschauen haben wollen, müssen die es auch wieder gegen irgendwas weitertauschen. Wenn ich in solch einer Krisensituation Bäcker wäre, würde ich mein Brot lieber gegen die jeweils aktuelle Währung (oder zumindest eine offiziell legale) tauschen, um damit meine Rechnungen zahlen zu können, statt gegen Gold, von dem ich nicht mal mit Sicherheit weiß, ob es echt ist, und das ich nur mit Mühe und unter Umgehung von Gesetzen wieder loswerde. Ich glaube in einer echten Krisensituation läuft das dann nicht so einfach, wie manche sich das hier vorstellen.

Beitrag 21.02.2014, 21:48

Geldsammler
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Da es in Krisen Lebensmittelmarken gegen Hamster gibt, ist das Geld gar nichts wert. Gold schon eher. Wenngleich hier die Wertdichte viel zu hoch ist. Stellt mal Eure Staatsgläubigkeit ab und redet mit Euren Eltern oder lest Bücher zur Zeit aus den Jahren 46 - 48.

Beitrag 21.02.2014, 22:07

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lifesgood
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Natürlich wissen wir alle wie es damals war.

Aber liesse sich das auf heute übertragen?

Ich weiss ja nicht wie alt Du bist. Aber ich kann mich mit meinen 51 Jahren noch gut daran erinnern, dass es in meiner Kindheit in jedem Dorf viele Bauernhöfe gab. Diese Bauernhöfe hatten meist Schweine, Kühe, Hühner, bauten ein wenig Kartoffeln und evtl. noch Getreide.

Wie ist das, wenn man heute durch so ein Dorf fährt. Wie viele Höfe sind geblieben? Einer oder zwei vielleicht und diese sind hochspezialisiert. Die Produktion ist meist über Abnahmeverträge schon verkauft, weil man sonst den Kredit für die teuren Maschinen nicht bekommen hätte.

Du kannst also die landwirtschaftliche Struktur in Deutschland überhaupt nicht mehr von der aus 1946-48 vergleichen, daher ist es ein Trugschluß, die Erfahrungen aus dieser Zeit 1:1 in eine eventuelle neue Krise zu projezieren.

Natürlich hätte ich für den Fall der Fälle ein paar Silberlinge und auch ein anderes Gut, das sich in Krisenzeiten als Tauschmittel bewährt hat, beruflich bedingt, in großen Mengen vorrätig.

Ich hatte in meinem obigen Post bewußt provokant formuliert. Wir wissen alle nicht, welche Szenarien eintreten und ich denke man ist gut beraten, in einem öffentlichen Forum nicht zu schreiben, wie man das mit seinem Edelmetallbestand jenseit der gesetzlichen Regelungen lösen würde ... ;) Denn man sollte die Überwachungsmöglichkeiten nicht unterschätzen. Selbst ein Schwarzmarkt wäre heute schnell ausgehebelt, informier Dich mal über "INDECT" (Tante Google hilft).
herakles hat geschrieben:Wer sagt, dass man dann das Gold zu Geld machen muss/will? Stück Brot wäre mir lieber. Aber auch ein Auto könnte man damit Kaufen z.B., privat.
Wenn man an solche Szenarien glaubt herakles, sollte man für ein Stück Brot andere Tauschgüter vorhalten. Denn wer sein Gold schon für Brot verschleudert, muss entweder eine sehr große Menge davon haben, oder wird nicht lange überleben können.
Ich glaube nicht, dass Dir ein Privatman ein Auto gegen Gold verkaufen würde, wenn er dies nicht mehr zu Geld machen könnte. In der Regel kauft derjenige, der ein gebrauchtes Auto verkauft, wieder ein anderes jüngeres Auto. Dazu braucht er auch wieder Geld und nicht Gold.

Der Wert des Goldes resultiert nicht zuletzt daraus, dass es immer Geld war, soll heißen, dass man zu jeder Zeit dafür etwas kaufen konnte.

In einer Gesellschaft, die sogar schon über die gänzliche Abschaffung des Bargeldes nachdenkt (Beispiel Schweden) wäre Gold nur noch dann Geld, wenn man es in Giralgeld umwandeln kann. Das kann ich nicht mehr, wenn ich es zuvor verschwiegen habe.

Und glaube mir, jede Art von Krise wird dazu genutzt werden, die Gängelung und Überwachung der Bürger weiter zu erhöhen.

lifesgood
Zuletzt geändert von lifesgood am 21.02.2014, 22:15, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 21.02.2014, 22:15

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lifesgood hat geschrieben:Da helfen auch die von Datenreisender gepriesenen Konten im Ausland nichts, denn der automatische Datenaustausch ist ebenso in der Mache und mit der Möglichkeit von Sammelanfragen läßt sich fast jeder Sachverhalt ermitteln.
Bankschließfächer im Ausland ermöglichen Dir immerhin, Edelmetalle auch direkt im Ausland zu verkaufen. Ich halte es für unwahrscheinlich, daß mögliche staatliche Maßnahmen, wie z. B. ein Goldverbot, eine Vermögensabgabe auf Gold, ein Bargeldverbot, ein Handelsverbot für Edelmetalle usw. usf. in allen meinen Lagerstaaten gleichzeitig und gleichlautend eingeführt werden.

Und einen automatischen Datenaustausch, wie er heute bereits in Deutschland stattfindet, halte ich mittelfristig zwar auch EU-weit für möglich, weltweit dürfte das aber mehr als unwahrscheinlich sein.

Beitrag 21.02.2014, 22:21

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lifesgood
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Gehen wir mal vom Extremfall eines Bargeldverbotes oder einer Bargeldbeschränkung von maximal 50 € aus. So unwahrscheinlich erscheint mir das auf einen 20-Jahres-Zeitraum nicht.

Im Falle einer Vermögensabgabe mußt Du (wie damals bei der Vermögensteuer) alle Deine Vermögen, inländisch und ausländisch angeben.

Gibst Du den Inhalt der ausländischen Schließfächer nicht an, kannst Du zwar die Edelmetalle im Ausland verkaufen, um das Geld jedoch im Inland verwenden zu können, mußt Du es wieder unbar nach D transferieren. Und spätestens dann kommt die Frage, woher hier Geld kommt, das es bei der Vermögensabgabe noch gar nicht gab.

Ansonsten bliebe Dir nur die Möglichkeit das Geld dort zu verleben, wo das Edelmetall lagert. Aber eigentlich möchte ich nicht weg hier.

lifesgood

Beitrag 21.02.2014, 22:31

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lifesgood hat geschrieben:Im Falle einer Vermögensabgabe mußt Du (wie damals bei der Vermögensteuer) alle Deine Vermögen, inländisch und ausländisch angeben.
Nur, sofern Du zu diesem Zeitpunkt Deinen Hauptwohnsitz in Deutschland unterhältst. Und der ist bei Bedarf schnell abgemeldet.
lifesgood hat geschrieben:Ansonsten bliebe Dir nur die Möglichkeit das Geld dort zu verleben, wo das Edelmetall lagert. Aber eigentlich möchte ich nicht weg hier.
Ich empfinde es aber schon als eine beruhigende Möglichkeit, nur mit den Klamotten am Leib und dem Reisepass in der Hand jederzeit unvorbereitet hier abhauen zu können und an einem ausländischen Zielort/Durchreiseort eigenes Vermögen vorzufinden.

Beitrag 21.02.2014, 23:05

Geldsammler
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Lifesgood: ich übertrage gar nichts 1:1. Und schon gar nicht aus den Nachkriegsjahren.. Deshalb hatte ich weiter vorn auch schon Parallelen zur DDR und in einem anderen Thread zu Ungarn gezogen. Die Situationen sind nie die selben. Aber das menschliche Verhalten. Und die Tatsache, dass man sich selbst helfen und organisieren muss und nicht auf eine staatliche Rechtsordnung vertrauen darf. Hätten sich früher alle an Gesetze gehalten, wären viele jämmerlich zugrunde gegangen. Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist eine Idee, die nur bei einem gesättigten Zustand der Bevölkerung funktioniert. Sobald es den Leuten dreckig geht, bekommt das eine massenhafte Eigendynamik, bei denen lächerliche Vorschriften, wie Bargeldverbote nichts mehr gelten. Italien? Dort ist es der Versuch, eine gegenüber dem Staat sehr anarchistische Gesellschaft zu erziehen. Auch das wird schief gehen, vor allem wenn es den betroffenen schlecht geht. Da blüht die Schattenwirtschaft.

Gold würde ich allerdings auch nicht einsetzen. Erst, wenn die Währungsreform durch ist, kaum einer Geld hat, die Zinsen oben und die Liquidität niedrig. Dann nutzt das wahre Geld, zum Beispiel um ein kleines Unternehmen aufzubauen. In der Krise sind alle gleich. Und die Nahrungsmittelproduzenten etwas gleicher.

Beitrag 21.02.2014, 23:08

Geldsammler
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Zum Thema Goldverbot oder Hardcore- Besteuerung oder Erfassung der Goldbesitzer: Glaubt Ihr im Ernst, die schicken den Zoll in jedes Haus mit Goldschnüffelhunden? Viel zu aufwändig. Und, wenn der Goldpreis so hoch ist, dass sich dieser Spaß lohnt, dann gehören die großen Goldeigentümer ohnehin zu den Mächtigen im Land. Und die sagen dann, wo es lang geht. War doch immer so.

Beitrag 22.02.2014, 06:26

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Geldsammler hat geschrieben:...
Glaubt Ihr im Ernst, die schicken den Zoll in jedes Haus mit Goldschnüffelhunden?
...
"Devisenschutzkommandos", die genau das getan haben, gab's schon mal (also gut, nicht die Hunde, aber "geschnüffelt" wurde ...).
Die "rechtlichen Voraussetzungen" für so was konnten in wenigen Jahren "geschaffen" werden.

Wenn schon finstere Szenarien, dann richtig ...
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

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