Mehr Gold oder mehr Silber kaufen?

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Moderatoren: Ladon, Forum-Team

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Beitrag 01.06.2010, 10:20

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999.9
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Ich habe es immer gewußt: ich habe blaues Blut in mir. smilie_07

"Herr von und zu 999.9"

smilie_10

Ich habe zwar ein vererbtes, schweres Silberbesteck. Essen tu ich aber mit Messern und Gabeln aus 18/10er Edelstahl. Ist auf Dauer wirklich gesünder.

Übrigens bietet WMF wirklich tolle, echte Silberbestecke auch heute noch an:

http://www.wmf.de/merit_82511069/bestec ... A575CFD74E

Nur nicht ganz so billig. Kenne Leute aus meinem Bekanntenkreis die kauften sich so ein Besteck als Wertanlage. Die haben das im Karton gelassen und benutzen das nie.

Finde ich gar nicht mal so dumm...
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Beitrag 01.06.2010, 10:31

nameschonweg
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Bei Silberbesteck muss man heute leider aufpassen - meist handelt es sich um VERsilbertes Besteck. Kostet aber mehr als Vollsilber-Besteck :) Als Anlage würde ich auch eher Münzen kaufen - die "Künstleraufschläge" auf Besteck sind deutlich höher als Händleragio samt MwSt auf Silber. Letztere ist bei Besteck auch volle 19%.

Leider gibts den "Küstleraufschlag" bei 08/15-Bestecken auch beim Wiederverkauf nicht zurück - da dürfte maximal der Silberwert drin sein, wenn überhaupt. Von daher können Deine Bekannten wohl das Besteck auch zum Essen benutzen - der VK dürfte sich dadurch nicht großartig ändern smilie_16

Beitrag 01.06.2010, 10:58

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Deshalb habe ich ja auch eins aus massivem Sterling Silber von einem sehr namhaften deutschen Hersteller gepostet. :idea:

Keine Sorge: die Dinger steigen wenn sie absolut unbenutzt sind quasi "out of the box" im Wert.

Ich meine jetzt nicht Opas Silberbesteck, sondern dieses, welches obendrein mit dem "Red Dot" Design Award ausgezeichnet worden ist.

Ich denke nicht, dass es ein 08/15 Besteck ist für € 2.868,00...
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Beitrag 01.06.2010, 11:00

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Ich habe mal in einem Auktionshaus gearbeitet und da kamen solche Bestecke, die zwanzig oder dreissig Jahre alt waren öfter mal unter den Hammer.

Massivsilberbestecke von WMF wie das von mir gelinkte SIND eine gute Wertanlage. smilie_01

Natürlich muss man dafür erst mal das nötige Kleingeld übrig haben.
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Beitrag 01.06.2010, 11:16

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Götz von Berlichingen
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Hach, da lacht das schwäbische Herz! Für alle Nicht-Schwaben: WMF, Württembergische Metallwarenfabrik.

Die Geislinger können´s halt!

Nicht nur für Eisenbahn-Fans (Geislinger Steige) immer einen Besuch wert.

smilie_24

Und, es ist wirklich wahr: Diese Bestecke steigen mitunter ÜBER DIE JAHRE enorm im Wert.

Bausparvertrag (mit anschließendem Häusle), Benz vor der Tür, Edelmetalle, echtes Silberbesteck (nur zum Vererben!) gehören doch zur Grundausstattung für den Schwaben, der was auf sich hält. :wink:

In diesem Sinne,

Grüßle
Euer Götz
"Unser großer Landsmann Götz sprach: jetzt geht die Sache letz, aber - eh ich soll verrecken, könnt ihr mich am Arsche lecken. Goethe hört dies große Wort, gibt ihm einen Dichterhort, und er schafft mit dieser Tat Deutschlands häufigstes Zitat."

Beitrag 01.06.2010, 11:43

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Auric Goldfinger
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WMF ist sicher eine gute Wahl, es gibt aber auch noch deutlich teurere Vertreter in dieser Branche.

Hier kostet mitunter EIN Suppenschöpfer alleine 600€. :shock:

http://www.koch-bergfeld.de/besteck/pre ... iframe.php

smilie_12

Habe mal eine Doku über die gesehen, sogar die Scheichs kaufen dort ihre Bestecke...
"Es ist Gold, Mr. Bond. Schon mein ganzes Leben lang habe ich seine Farbe geliebt, seinen Glanz, seine göttliche Schwere. Mir ist jedes Unternehmen willkommen, das meinen Vorrat vergrößert, der schon recht beträchtlich ist."

Beitrag 01.06.2010, 12:14

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600€ nur für eine Suppenkelle??? :roll:

Und ich dachte schon, die Spiegelreflex-Kamera meines Dads wäre teuer.

Da verschieben sich gerade meine Wertvorstellungen...
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Beitrag 01.06.2010, 12:52

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Auric Goldfinger
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Schon krass und die sind "nur" aus 925er Sterling.

Das Besteck im Weißen Haus ist übrigens aus Gold. :idea:

Mehr sage ich jetzt nicht...
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Beitrag 01.06.2010, 13:22

MapleHF
... bist Du sicher, dass da nicht Wolfram drunter ist? :D :D :D

P.S.: Gold in € gerade bei 1.010,19, das sollte ein neues Allzeithoch sein.

Beitrag 01.06.2010, 13:44

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Auric Goldfinger
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Ist ja klar, immer wenn die deutsche Goldmünze raus kommt, gibt es pünktlich dazu Höchststände.

Wieder mal nur Zufälle...
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Beitrag 06.02.2011, 19:40

kookaburra1
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Hi, ich habe vom Materialwert her ein Verhältnis von 70 Prozent Gold und 30 Prozent Silber, wobei ich in letzter Zeit mehr zu Silber tendiere.

LG, kooka smilie_24
Letzten Endes kann es nur Einen geben!

7 xerfolgreich gehandelt =100% positiv bewertet

Beitrag 06.02.2011, 20:01

annamaus1annamaus
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Habe in letzter Zeit doch einiges an Silbermünzen verkauft und im Gegenzug meinen Goldbestand etwas aufgestockt (leider nicht 1:1)
Aber eigentlich nur aus Sammler-Gesichtspunkten, da für mich schöne Goldmünzen eine ganz andere Ausstrahlung haben als Silbermünzen.
Bin froh gewesen, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt meine Silberlinge wieder zu einem guten Preis verkaufen konnte. smilie_14
Sobald die Silberlinge alle weg sind kommen die ganze Euro-KMS zum Verkauf.
Gold ist einfach irgendwie doch ein faszinierendes Metall smilie_09

Beitrag 06.02.2011, 22:26

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Silberhamster
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Wohnort: Thüringen
Ich habe vom Material-Wert her ca 1/3 Gold 2/3 silber, berücksichtigt man die Sammlerwerte der Silbermünzen fier keine Bullionmünzen sind (australische) dann ist es ca.30% Gold und70% Silber, (oder 25/75) man sollte in beides investieren, Gold ich leicht und klein, Silber dürfte mehr ZUwachschancen nach oben haben als Gold. Grüße vom Silberhamster smilie_24
Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr ( Laotse)

Beitrag 06.02.2011, 23:16

marktwain
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Wohnort: Kreis Viersen
die aufteilung gold/silber muss schon jeder für sich selber entscheiden. wer kann da schon zuverlässige prognosen für die nächsten 2-5 jahre geben.
wichtig ist eigentlich überhaupt em zu besitzen...

Beitrag 06.02.2011, 23:52

di-em-ex
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Registriert: 23.01.2011, 22:42
Bedenken:
Was mich persönlich an Gold stört ist, dass es ebenfalls wieder so eine Sache wie bei dem Geld ist, entweder die Leute erkennen es an, als Währung und wertvoll, oder eben nicht (1990-2000 ?).
Der Verbrauch bei Pinkontakten und Chipmodulen die in der Computerindustrie Gold benötigen werden ist zwar vorhanden, aber dennoch nicht "erwähnenswert".

Das stört mich etwas daran, ist zwar toll anzuschauen, oxidiert nicht (es sei denn einer fuchtelt mit Chlor herum ;) ) und ist begrenzt vorhanden, aber trotz allem ist es nur wertvoll weil es in den Köpfen der Menschen so akzeptiert wurde.

Bei Silber habe ich eben immer noch die Sicherhheit, dass es immer (?) benötigt werden wird aufgrund der einmaligen Eigenschaften die es besitzt.

Dass Silber mehr Entwicklungspotential hat (hinsichtlich des Kurses) ist offensichtlich, nur weiß man halt nie was für Schweinereien den Menschen noch so einfallen um das eventuell sogar zu unterbinden.

Risiko:
Das Spielchen geht ewig weiter, mit all den anderen Edelmetallen genauso.
Deswegen ist es wichtig sich im Vorhinein klar zu machen welche Risiken man eingeht (Totalausfall, Minimum Metallwert, ...) und dann persönlich entscheiden was man am ehesten für möglich hält und was man in Kauf nehmen möchte.

Mir persönlich ist das Argument, dass es immer "diesen Zauber" hatte und haben wird, etwas zu wenig.
Dennoch stellt man sich dann aber die Frage: Was wenn ich mich irre?
Meistens ist die Lösung wie von den Vorpostern bereits geschrieben, Risikostreuung, indem man für sich selbst eine Minimum Marge auswählt die verkraftbar für einen wäre.
Für den einen ist es 1:3 (Gold:Silber), für den anderen ist es 1:1, usw.

Meine Strategie:
Vielleicht ist es auch nicht schlecht so zu denken: In der Vergangenheit (Geschichte) stand die Gold:Silber Ratio im Schnitt bei 1:17, heute ist es 1:46. Also ohne Spekulation auf Verknappung und Industrieverbrauch ist rein aus der Erfahrung ist eine Steigerung im Verhältnis der beiden Metalle von 270% drin (ungeachtet von weiteren Kursanstiegen oder aber auch Abstürzen).
Wenn man nun zum Beispiel einen Wert wie 1:30 für sich wählt, oder 1:25 und sich im Voraus sagt: Ab dieser Marke tausche ich 20% (oder x%) Silber gegen Gold, bei der nächsten wiederrum y% usw., dann kann man eigentlich nichts falsch machen. Denn die Wiederherstellung dieses Gleichgewichts ist aufgrund der Fakten die man heutzutage kennt, mehr als längst fällig.

Vielleicht ist diese letzte Strategie die beste, denn so kann man eventuell am Schluss auch bei 50:50 Gold:Silber mehr Metalle haben und hat nicht zu viel auf ein Pferd gesetzt.
Ich finde das attraktiv, wenn ich weiß, investiere ich nicht jetzt 50:50 sondern jetzt 1:3 und tausche später bis auf 40:50 oder 50:50, dann könnte ich theoretisch mehr davon haben.

Beitrag 07.02.2011, 02:27

MapleHF
... das mit der Gold/Silberratio ist sicherlich richtig.

Ich bin wie Du überzeugt davon, dass dieses Verhältnis noch deutlich unter 46 sinken wird und bin daher mittelfristig für Silber positiver gestimmt als für Gold

Aber bei einem jetzt geplanten Kauf, sollte man auch die kurzfristige Entwicklung berücksichtigen:

[img]http://goldprice.org/charts/history/gol ... silver.png[/img]

... wie Du siehst, stand die Ratio vor nicht mal einem Jahr, im April 2010 noch über 70.

Nun sagt die Erfahrung, dass sich Bewegungen nie in einem Schritt vollziehen, sondern in Wellen.

Somit besteht durchaus die Gefahr, dass die Ratio erstmal wieder steigt (also Silber im Vergleich zu Gold billiger wird) bevor es weiter nach unten geht.

Daher ist Streuung äußerst wichtig. Wie man das Verhältnis Gold/Silber aufteilt? Da sollte sich jeder seine eigenen Gedanken machen und die Verteilung wählen, mit der er sich am wohlsten fühlt.

MapleHF

Beitrag 07.02.2011, 07:36

Stylish0086
meine Strategie lautet, Charts analysieren.

Beitrag 07.02.2011, 09:57

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Beluga
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Wohnort: weiter oben
Mei Gold ist mein Vermögen, Silber ist zum spekulieren.
Bewertungen: http://www.gold.de/forum/beluga-t2929.html

Verabschiede Dich von Deinen Problemen!

Beitrag 07.02.2011, 10:08

Stylish0086
da geb ich dir recht, da ich ein geborener Spekulant bin, habe ich mehr Silber als Gold.

Beitrag 07.02.2011, 10:24

di-em-ex
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MapleHF hat geschrieben: Aber bei einem jetzt geplanten Kauf, sollte man auch die kurzfristige Entwicklung berücksichtigen:
... wie Du siehst, stand die Ratio vor nicht mal einem Jahr, im April 2010 noch über 70.

Nun sagt die Erfahrung, dass sich Bewegungen nie in einem Schritt vollziehen, sondern in Wellen.

Somit besteht durchaus die Gefahr, dass die Ratio erstmal wieder steigt (also Silber im Vergleich zu Gold billiger wird) bevor es weiter nach unten geht.

Daher ist Streuung äußerst wichtig. Wie man das Verhältnis Gold/Silber aufteilt? Da sollte sich jeder seine eigenen Gedanken machen und die Verteilung wählen, mit der er sich am wohlsten fühlt.

MapleHF
Stimme ich dir zu. Es kann auch gesund sein in diesen Phasen (über 1:50) vielleicht Goldmünzen in Silbermünzen zu tauschen.
Dies sind im Endeffekt jedoch nur Vorgehensweisen und Feinabstimmungen zur oben erwähnten Strategie.

Ich finde es immer wieder bemerkenswert wie entgangene Gewinne für den Menschen viiiiiel schlimmer sind als Verluste.
Deswegen die Warnung! Nicht so viel spekulieren und interpretieren in die Charts, es kommt doch immer anders als man denkt. Vielleicht mal lieber auf die 20% verzichten und die Sache dafür 2 Jahre länger liegen lassen.
Am besten geduldig sein, weniger auf Kurseinbrüche und Ratioverschiebungen hoffen und ganz einfach immer schön regelmässig, ohne sich verrückt zu machen immer wenn sich eine gute und günstige Situation ergibt nachkaufen oder die Münzen von einer Farbe in die andere tauschen (Gold <-> Silber).

z.B. für denjenigen der nun durch diese Texte sich entscheidet mehr Silber zu halten und vorher nur Gold hatte, für den sollte es doch shit egal sein ob er nun 1:46 oder 1:70 tauscht, da ist so oder so zu seiner vorher präsenten Stratgie schon mehr als genug eine Verbesserung drin.
Das ist eure persönliche Entscheidung und noch viel mehr persönliche Charakterstärke darüber hinwegzustehen und sich zu freuen was man hat und bekommt. Nicht immer so gierig sein^^, vernünftig gierig sein (=vorbereitet sein), das ist das gesunde Maß ;).

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