Selbst Gold schmelzen, aber wie?

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Beitrag 07.01.2012, 16:06

dr.exe
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Datenreisender hat geschrieben:
Jupp hat geschrieben:Das ist wohl gefählicher zu Fuß eine Strasse zu überqueren als Gold aufzubereiten, lieber Himmel, wo soll das noch alles enden.
Also ich spiele zu Hause üblicherweise nicht mit Quecksilber und Zyanid herum.
hast du das video gesehen?
dort ist eine methode komplett ohne chemikalien gezeigt. aber halt net so hoher ausbeute.

Beitrag 07.01.2012, 16:29

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k1
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dr.exe hat geschrieben:
Datenreisender hat geschrieben:
Jupp hat geschrieben:Das ist wohl gefählicher zu Fuß eine Strasse zu überqueren als Gold aufzubereiten, lieber Himmel, wo soll das noch alles enden.
Also ich spiele zu Hause üblicherweise nicht mit Quecksilber und Zyanid herum.
hast du das video gesehen?
dort ist eine methode komplett ohne chemikalien gezeigt. aber halt net so hoher ausbeute.
800 chips a`mano feingemörsert, Platinenstaub in die Kläranlage geschwappt, Kupferspänchen mit Pinzettchen aussortiert, um 3(!)g Gold fragwürdiger Qualität zu bunsenbrennern?
interessantes Hobby.
gruss
k1
Just landed at John Galt´s gulch,

gern gehandelt mit silberbaron

Beitrag 07.01.2012, 17:19

Jupp
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Mit Zyanid zu Hause rumspielen wird schwierig, weil man es nicht bekommt, schon gar nicht in den Mengen die man bräuchte.

Die EU befiehlt dir doch zu Hause mit Quecksilber rumzuspielen, Energiespaarlampen halt. Sag blos du befolgst die imperialen Befehle nicht? Ist bei den Dingern eigentlich ein Warnhinweis enthalten, das man gut lüften sollte, wenn man so ein Teil zerbricht?

Quecksilber bekommt man schon in ausreichenden Mengen, aber die Dämpfe sollte man natürlich nicht in geschlossenen Räumen verteilen. Da sollte man sich schon eine geschlossene Destille mit vernünftigen Laborgeräten aufbauen, um das Amalgam zu trennen. Eigentlich hat man sowas mal im Chemieunterricht schon gelernt, aber gut, wenn nicht wird man es eben bei Bedarf wohl lernen müssen.

Auch eine Scheideanstalt muss den Platinendreck irgendwie beseitigen. Im ersten Schritt werden dort die Kunststoffe im Ofen verbrannt und die Abgasrückstände von den Kunststoffen sind ziemlich giftig. Das wird zwar gefiltert, aber einfach so völlig verschwinden lassen kann man es auch nicht, es verbleiben immer irgendwelche Rückstände die letzendlich in irgendeiner Deponie landen.

Beitrag 07.01.2012, 21:10

TiloS
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den Platinenstaub in die Abwasserleitung zu verklappen wird ja möglicherweise im Moment noch gar kein Problem für die Kläranlage, sondern vielmehr für den Vermieter, weil sich das zeug in den Leitungen absetzt und sie zwar nicht direkt und gleich verstopft, aber gut kann das nicht sein

für die Platinen mit ihren Chips hätte es bei Spezialisten auch Geld gegeben, insofern seh ich die Ausarbeiterei auch sehr skeptisch

Beitrag 07.01.2012, 22:32

dr.exe
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http://www.computerplatinen.de/elektron ... atinen.php
9-12 € /kg für ICS.
wieviel wiegen wohl 800 ICs?
Ich habe mittlerweile:
- ca 30 KG Mainbaords, Grafikkarten, Soundkarten, Netzwerkarten und co. unberaubt also mit ICs und Kondensatoren und allem was dazu gehört, aber ohne Kühlkörper oder Blenden.
- ca 100 ram Riegel, meist 128-512MB
- ca 40 Keramik CPUs (1,2kg)
- ca ca 100 Kunststoff Cpus (ca 1,5kg, weiß net mehr genau)
- CA 50 PC Netzteile
Wo würdet ihr das Verkaufen um am meistne rauszubekommen?
1. Ebay?
2. Elektro-Schortthändler wie im Link Oben?
3. Schmelze? Lohnt sich das überhaupt bei den Mengen ?
DANKE

Beitrag 08.01.2012, 01:26

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Datenreisender
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dr.exe hat geschrieben:- ca 30 KG Mainbaords, Grafikkarten, Soundkarten, Netzwerkarten und co. unberaubt also mit ICs und Kondensatoren und allem was dazu gehört, aber ohne Kühlkörper oder Blenden.
Dieser vorbereinigte Elektronikschrott hat meines Wissens zur Zeit ungefähr einen Wert von knapp 10.000 € pro Tonne.
dr.exe hat geschrieben:Wo würdet ihr das Verkaufen um am meistne rauszubekommen?
1. Ebay?
2. Elektro-Schortthändler wie im Link Oben?
3. Schmelze? Lohnt sich das überhaupt bei den Mengen ?
Ich hätte das ganze Zeugs gar nicht erst angesammelt, sondern über die Elektromüllsammelstelle der Stadt entsorgt.
Bei Deiner Menge könntest Du es an den Elektroschrotthändler verkaufen und ca. 250-300 € erzielen.
Ich bin mir nicht sicher, ob eine reine Edelmetallschmelze diesen Elektronikschrott annehmen würde?

Beitrag 08.01.2012, 01:39

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Silverlady
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dr.exe hat geschrieben: Ich bin mir nicht sicher, ob eine reine Edelmetallschmelze diesen Elektronikschrott annehmen würde?
http://www.scheideanstalt.de/informatio ... ierkriten/

ESG hat sogar eine übersichtliche Liste diesbezüglich
Weisheit erwerben ist besser als Gold und Einsicht erwerben edler als Silber - Sprüche 16,16 Bibel
(daran sollte man sich häufiger mal besinnen)

Beitrag 08.01.2012, 01:47

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Silverlady hat geschrieben:
dr.exe hat geschrieben: Ich bin mir nicht sicher, ob eine reine Edelmetallschmelze diesen Elektronikschrott annehmen würde?
http://www.scheideanstalt.de/informatio ... ierkriten/

ESG hat sogar eine übersichtliche Liste diesbezüglich
Die wollen aber nur zwischen 6 und max. 150 € für 30 kg zahlen.
Abzüglich der Versandkosten.

Beitrag 08.01.2012, 08:36

Jupp
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Naja, aus den 30kg Schrott wird man etwa 20g Feingold, ein paar Unzen Silber und ein paar Gramm Paladium rausholen können. Da die Scheideanstalten natürlich die enstehenden Kosten für die Aufbereitung mit einberechnen müssen, ist der Ankaufspreis dann dementsprechend. Wer genügend Zeit hat und ein Basislabor in der Garage oder im Keller kann das schon selber aufbereiten. Als Hobby auch sicherlich sinnvoller als so vieles andere. Aber reich wird man damit zur Zeit nicht, da muss man schon gewerbemässige Mengen von ein paar hundert Kilo im Monat mindestens aufbereiten. Aber wer weiss was 20g Gold in 5 Jahren kosten...

Beitrag 08.01.2012, 09:12

Drache2012
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Bietet die Deutsche Münze diese Service?
Drache2012

Beitrag 08.01.2012, 10:02

Jupp
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Nein, das ist eine Münzanstalt, die prägen Münzen aus Ronden. Scheideanstalten bereiten Metalle zu den benötigten Legierungen und Formen auf.

Beitrag 08.01.2012, 13:16

dr.exe
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Datenreisender hat geschrieben:
Silverlady hat geschrieben:
dr.exe hat geschrieben: Ich bin mir nicht sicher, ob eine reine Edelmetallschmelze diesen Elektronikschrott annehmen würde?
http://www.scheideanstalt.de/informatio ... ierkriten/

ESG hat sogar eine übersichtliche Liste diesbezüglich
Die wollen aber nur zwischen 6 und max. 150 € für 30 kg zahlen.
Abzüglich der Versandkosten.
alleine die 1,2kg keramik CPus sind doch schon ca 150€ wert oder?
@ Datenreisender die Stadt zahlt mir aber nix dafür.

Beitrag 08.01.2012, 13:19

dr.exe
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Silverlady hat geschrieben:
dr.exe hat geschrieben: Ich bin mir nicht sicher, ob eine reine Edelmetallschmelze diesen Elektronikschrott annehmen würde?
http://www.scheideanstalt.de/informatio ... ierkriten/

ESG hat sogar eine übersichtliche Liste diesbezüglich
da sind die preise beim Schrotthändler aber besser wenn ich mal so vergleiche.

Beitrag 08.01.2012, 13:23

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Lunarjäger
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Wohnort: Im Dunkeln
dr.exe hat geschrieben:http://www.computerplatinen.de/elektron ... atinen.php
9-12 € /kg für ICS.
wieviel wiegen wohl 800 ICs?
Ich habe mittlerweile:
- ca 30 KG Mainbaords, Grafikkarten, Soundkarten, Netzwerkarten und co. unberaubt also mit ICs und Kondensatoren und allem was dazu gehört, aber ohne Kühlkörper oder Blenden.
- ca 100 ram Riegel, meist 128-512MB
- ca 40 Keramik CPUs (1,2kg)
- ca ca 100 Kunststoff Cpus (ca 1,5kg, weiß net mehr genau)
- CA 50 PC Netzteile
Wo würdet ihr das Verkaufen um am meistne rauszubekommen?
1. Ebay?
2. Elektro-Schortthändler wie im Link Oben?
3. Schmelze? Lohnt sich das überhaupt bei den Mengen ?
DANKE
Bei deinem Link oben erhälst du auf jeden fall den besten Preis.
Die ESG zahl weit weniger!
Bin selbst bei beiden eingetragener Kunde.
Bei Gotzler dauert es in der Regel einen Tag und du hast dein Geld auf Kasse.
Die 50 Netzteile würde ich lieber zum Schrott persönlich bringen. Müßten ca: 0,60cent pro Kg raus kommen.

Beitrag 08.01.2012, 13:24

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Friedrich 3
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Ja wenn man wüsste ob die vielen Teile noch funktionieren,dann könnte man die bei ebay verscherbeln,als Kiloware.

Ich habe unserer Entsorgungsstelle mal einen Tower aus dem Kreuz geleiert...war gar nicht so einfach,da die mit dem Elektronikschrott Geld verdienen können
So und nicht anders!

Erfolgreich gehandelt: ja klar..

Beitrag 08.01.2012, 13:38

capazo
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@ dr.exe
am besten bei ebay reinschauen unter "beendete angebote" und preise vergleichen ;)
auch für Cu,Zn,Sn bekommt man bei ebay wesentlich mehr als auf dem schrottplatz.

Beitrag 08.01.2012, 13:41

dr.exe
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Friedrich 3 hat geschrieben:Ja wenn man wüsste ob die vielen Teile noch funktionieren,dann könnte man die bei ebay verscherbeln,als Kiloware.

Ich habe unserer Entsorgungsstelle mal einen Tower aus dem Kreuz geleiert...war gar nicht so einfach,da die mit dem Elektronikschrott Geld verdienen können
bei den Rammriegeln sind ca 80 Stück dabei 512 MB DDR 2 ECC, die müssten alle noch funktioniern, habe sie in der Firma aus den alten Servern von der verschrottung gerettet. Finde eigentlich viel zu schade zum einschmelzen, aber wer braucht schon 80 Riegel^^, bei ebay gehen manchmal einzelstücke davon für 3-5€ weg^^, viele bleiben auch bei 1€ und keiner kauft sie.

Beitrag 08.01.2012, 18:50

dr.exe
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sind diese RAM, wegen der Anfragen:

http://www.ebay.de/itm/Elpida-512MB1Rx8 ... 1892wt_949

Beitrag 08.01.2012, 18:55

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Datenreisender
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dr.exe hat geschrieben:@ Datenreisender die Stadt zahlt mir aber nix dafür.
Das nicht, aber die nimmt mir den anfallenden Elektroschrott immer zeitnah und kostenlos ab, bevor sich mein Haushalt in eine Messiebude verwandelt. :wink:

Beitrag 08.01.2012, 18:58

dr.exe
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Datenreisender hat geschrieben:
dr.exe hat geschrieben:@ Datenreisender die Stadt zahlt mir aber nix dafür.
Das nicht, aber die nimmt mir den anfallenden Elektroschrott immer zeitnah und kostenlos ab, bevor sich mein Haushalt in eine Messiebude verwandelt. :wink:
och soviel ist das nicht,
2 Umzugskartons NEtzteile im Keller
2 KArtons mit den Platinen.
Cpu und Ramriegel sind in einer kleineren Kiste.
Das ganze steht auf einer Fläche von max 40*60cm im Keller^^

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