10 Rubel Tscherwonez

Hier können Mitglieder sich gegenseitig helfen, bzw. ihre Erfahrungen und Meinungen zu Grundsatzfragen posten.

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Beitrag 30.04.2013, 09:35

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amabhuku
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Mithras hat geschrieben:@amabhuku: Genauso ist das! Man merkt, der Kenner spricht.... smilie_01
Ja danke für die Blumen, aber Kenner nicht, eher Beobachter...

Schlecht wäre es nicht, wenn du jedoch öfter aus dem Nähkästchen plaudern könntest, man lernt gern dazu :)

Beim silbernen Arbeiterrubel habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Hatte früher mal ein ganzes Holzkästchen voll prägefrische Stücke gekauft, letztes Jahr hat sich der Verkäufer gemeldet, ob er sie nicht wieder zurückkaufen könnte. Ich hatte sie aber auch schon vor längerer Zeit gegen andere Sachen getauscht.
Die sind so selten geworden und wären heute ein zigfaches wert....
smilie_04

Beitrag 30.04.2013, 10:37

cybermatt
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Panda K-Fu hat geschrieben:@Goldhamster79


ich kann Dir wirklich empfehlen nach Russland mal zu fahren, dann kannst Du alles live erleben.
Goldhamster79 hat geschrieben: Seltsam, dass Russen auf den Messen bundesweit das russische Gold dennoch aufkaufen.
Auf jeder Messe sieht man sie von Stand zu Stand gehen und fragen nach Tscherwonez und Rubel Gold.

Weiters sehr seltsam, dass ein mir bekannter kleiner Händler sein gesamtes angekauftes Russengold direkt an einen russ. Großhändler weiterreicht, der das nach Russland schafft.
Damit es klar wird, was in Russland die Tscherwos kosten werden, mache ich eine kleine Musterrechnung im Fall einer kommertiellen (wie Du sagst über einen russ. Großhändler) Einfuhr:
Preis in Deutschland: 350 Euro
Einfuhrsteuer: 20% d.h. 350*1,2=420 Euro
MwSt:18% d.h. 420*1,18=495,60 Euro pro 1/4 Oz für den Endverbraucher und das ist ohne Marge.
Falls Du noch was verdienen möchtest rechne Transportkosten, Versicherung und eine Marge dazu. Das ist mehr als 520 euro pro Münze smilie_22 Soll das wirklich lohnen?
.
Also ich kann mir nicht wirklich vorstellen das die Einfuhr und MWST zahlen
Ich habe z.b. erlebt das man ein kleines Backschisch zahlt und darf das Gepäck direkt an der
Kontrolle vorbei tragen lassen smilie_02 ( von den speziellen VIP Terminals die Leute mit Geld benutzen will ich mal gar nicht reden ) - und das bei Einreise per Flugzeug - mit dem Auto
ists noch unproblematischer - die Preise dort sind aber in der Regel 30-40% über den hiesigen

Beitrag 30.04.2013, 13:06

Panda K-Fu
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cybermatt hat geschrieben:
Panda K-Fu hat geschrieben:@Goldhamster79


ich kann Dir wirklich empfehlen nach Russland mal zu fahren, dann kannst Du alles live erleben.
Goldhamster79 hat geschrieben: Seltsam, dass Russen auf den Messen bundesweit das russische Gold dennoch aufkaufen.
Auf jeder Messe sieht man sie von Stand zu Stand gehen und fragen nach Tscherwonez und Rubel Gold.

Weiters sehr seltsam, dass ein mir bekannter kleiner Händler sein gesamtes angekauftes Russengold direkt an einen russ. Großhändler weiterreicht, der das nach Russland schafft.
Damit es klar wird, was in Russland die Tscherwos kosten werden, mache ich eine kleine Musterrechnung im Fall einer kommertiellen (wie Du sagst über einen russ. Großhändler) Einfuhr:
Preis in Deutschland: 350 Euro
Einfuhrsteuer: 20% d.h. 350*1,2=420 Euro
MwSt:18% d.h. 420*1,18=495,60 Euro pro 1/4 Oz für den Endverbraucher und das ist ohne Marge.
Falls Du noch was verdienen möchtest rechne Transportkosten, Versicherung und eine Marge dazu. Das ist mehr als 520 euro pro Münze smilie_22 Soll das wirklich lohnen?
.
Also ich kann mir nicht wirklich vorstellen das die Einfuhr und MWST zahlen
Ich habe z.b. erlebt das man ein kleines Backschisch zahlt und darf das Gepäck direkt an der
Kontrolle vorbei tragen lassen smilie_02 ( von den speziellen VIP Terminals die Leute mit Geld benutzen will ich mal gar nicht reden ) - und das bei Einreise per Flugzeug - mit dem Auto
ists noch unproblematischer - die Preise dort sind aber in der Regel 30-40% über den hiesigen

Jungs und Mädels, ihr seid eine richtige Verbrecherbande, wenn ich das alles lese smilie_02

Beitrag 30.04.2013, 13:13

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Goldhamster79
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Ich dachte bisher wir wären nur Märchenerzähler? smilie_08

Verbrechen werden durch Gesetze definiert, die Vermäögensdelikte von Privat als Raub einstufen und vom Staat als Steuerpflicht?

So macht es demnach einen Unterschied wer Dir unter Androhung von Folgen ans Eigentum will...


Preußische Obrigkeitshörigkeit ist kein weltweit verbreitetes Phänomen, da viele Nationen erkannt haben, dass die Obrigkeit i.d.R. nicht ihr Freund ist.

Beitrag 30.04.2013, 13:23

Panda K-Fu
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Goldhamster79 hat geschrieben:Ich dachte bisher wir wären nur Märchenerzähler? smilie_08

Verbrechen werden durch Gesetze definiert, die Vermäögensdelikte von Privat als Raub einstufen und vom Staat als Steuerpflicht?

So macht es demnach einen Unterschied wer Dir unter Androhung von Folgen ans Eigentum will...


Preußische Obrigkeitshörigkeit ist kein weltweit verbreitetes Phänomen, da viele Nationen erkannt haben, dass die Obrigkeit i.d.R. nicht ihr Freund ist.

*** Edited by Mod ***
Bitte! Keine Vermutungen, Mutmaßungen oder Unterstellungen bezüglich der realen Lebensumstände anderer User. Das gehört einfach nicht hier her.
Danke für das Verständnis
*** Edit end ***

Beitrag 30.04.2013, 14:15

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Bumerang
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Goldhamster79 hat geschrieben:
Verbrechen werden durch Gesetze definiert, die Vermögensdelikte von Privat als Raub einstufen und vom Staat als Steuerpflicht?

So macht es demnach einen Unterschied wer Dir unter Androhung von Folgen ans Eigentum will...


Preußische Obrigkeitshörigkeit ist kein weltweit verbreitetes Phänomen, da viele Nationen erkannt haben, dass die Obrigkeit i.d.R. nicht ihr Freund ist.

Wer Steuern als Raub betrachtet, sollte sich überlegen, ob er ohne den staatlichen Raub der einstigen adligen Obrigkeit heute überhaupt Vermögen besäße.

Ich finde die soziale Marktwirtschaft auch nur bis ich meine 10 Mio verdient habe gut, danach bin ich für die Abschaffung aller unbezahlbaren Sozialleistungen und entsprechende Reduzierung der Steuern. smilie_07
Gruß

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Beitrag 30.04.2013, 14:23

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Goldhamster79
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Bumerang hat geschrieben: Wer Steuern als Raub betrachtet, sollte sich überlegen, ob er ohne den staatlichen Raub der einstigen adligen Obrigkeit heute überhaupt Vermögen besäße.
Welches Vermögen denn? smilie_08

Bedingt eine libertäre Überzeugung denn vorhandenes Vermögen oder reicht dafür auch nur gesunder Verstand?

Seltsame Argumentationszüge im Trollf... äh, Goldforum, vor allem da die größte Steuerherkunft aus der Mittelschicht stammt und eben nicht von der obersten Zehntausend.
Denn letztere juckt kein nationales Steuerrecht mehr, sie können von "konkurrierenden" Steuerrechtssystemen profitieren, die Mittelschicht ist dem Staat und seinem Umverteilungsmoloch auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
Zuletzt geändert von Goldhamster79 am 30.04.2013, 14:26, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 30.04.2013, 14:26

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amabhuku
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Bumerang hat geschrieben: Wer Steuern als Raub betrachtet, sollte sich überlegen, ob er ohne den staatlichen Raub der einstigen adligen Obrigkeit heute überhaupt Vermögen besäße.
Gewagte These.
Kennst du eine Familie, die seit dem späten Mittelalter ihr Vermögen mit Gewinn oder verlustfrei über die Zeiten gerettet hat?
Die "Kirchenfamilie" mal ausgenommen.

Steuern sind Raub, denn man könnte in einer Gemeinschaft ohne sie besser leben.
Schwierig vorzustellen, aber schon dagewesen und es hat funktioniert.
Steuern dienen dazu, einige wenige auf Kosten der Allgemeinheit durchzufüttern wie die Drohnen im Bienenstaat. Letztere sind aber wenigstens irgendwann zu etwas nutze.
:wink:

Beitrag 30.04.2013, 14:51

Turnbeutelvergesser
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Bumerang hat geschrieben:

Wer Steuern als Raub betrachtet, sollte sich überlegen, ob er ohne den staatlichen Raub der einstigen adligen Obrigkeit heute überhaupt Vermögen besäße.
Aha, ich nehme mal an das war ironisch gemeint. Wie ist denn der Adel zu seinen Besitztümern gekommen? Der hat sich Gemeineigentum, seien es Wälder, Felder etc mit mehr oder weniger Gewalt unter den Nagel gerissen. Woher kommt denn sonst der riesige Waldbesitz der Fürstenbergs oder der Turn und Taxis? Ja genau, alles recht schaffend während der Feudalzeit erworben. smilie_47

Beitrag 30.04.2013, 14:55

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Bumerang
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Ich wollte nicht das heutige System als perfekt darstellen. Auch heute gibt es die Oberen 10k, teilweise aber andere (Familien) als vor 200 Jahren.

Wer Enteignung(Steuern) durch Gesetz als Raub ansieht, muss auch die Befreiung ehemaliger Leibeigener als "Enteignung" der Adligen sehen. Auch ein Großteil der heutigen (KM)Unternehmer hätten wohl keine Lizenz, hätten wir noch den Schutz des Eigentums aus dem Mittelalter.

Steuern und Abgaben werden nun Mal subjektiv betrachtet. Darum ging es mir.

@Turnbeutelvergesser - Ja das war ironisch.
Gruß

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Beitrag 30.04.2013, 15:05

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Goldhamster79
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Bumerang hat geschrieben: Wer Enteignung(Steuern) durch Gesetz als Raub ansieht, muss auch die Befreiung ehemaliger Leibeigener als "Enteignung" der Adligen sehen. Auch ein Großteil der heutigen (KM)Unternehmer hätten wohl keine Lizenz, hätten wir noch den Schutz des Eigentums aus dem Mittelalter.
Trollargument,

menschliche Grundrechte haben nichts mit Eigentumrechten an Gütern oder Rechten zu tun,

ein Eigentum an Menschen kann es nicht geben, selbst wenn Sklaverei und Unterdrückung als solche bezeichnet werden hat dies nichts mit einem Eigentumsbegriff zu tun.

Das Mittelalter fordert niemand, sondern ist mal wieder eine unsachliche Ablenkung von den Diskussioninhalten.

Beitrag 30.04.2013, 15:19

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Bumerang
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Goldhamster79 hat geschrieben: Trollargument,

menschliche Grundrechte haben nichts mit Eigentumrechten an Gütern oder Rechten zu tun,

ein Eigentum an Menschen kann es nicht geben, selbst wenn Sklaverei und Unterdrückung als solche bezeichnet werden hat dies nichts mit einem Eigentumsbegriff zu tun.

Das Mittelalter fordert niemand, sondern ist mal wieder eine unsachliche Ablenkung von den Diskussioninhalten.
Was Du da schilderst ist das heutige Selbstverständnis und Gesetz. Bis ins Mittelalter muss man nicht gehen um Sklaverei als selbstverständlich zu finden. Siehe USA.

Selbst wenn wir die Menschenrechte außer Acht lassen, haben damals Alle Ländereien einigen wenigen Familien gehört. Ohne Umverteilung durch Steuern und Bodenreformen, hätten viele "Freiheitskämpfer" hier NIX.

Die Doppelmoral bei der Betrachtund der Steuern ist doch ziemlich sichtbar. Nicht nur beim Hoeneß, auch beim Freistaat Bayern, der noch vor einem halben Jahrhundert zum größten Teil aus Bauern bestand, und jetzt, die Abschaffung des Länderfinanzausgleichs verlangt, der sie zu einem Industrieland gemacht hat.
Gruß

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Beitrag 30.04.2013, 15:26

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Goldhamster79
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Bumerang hat geschrieben: Selbst wenn wir die Menschenrechte außer Acht lassen, haben damals Alle Ländereien einigen wenigen Familien gehört. Ohne Umverteilung durch Steuern und Bodenreformen, hätten viele "Freiheitskämpfer" hier NIX.
Kokolores hoch 3,
Profiteure der Umverteilung siehst Du immer an den Geldströmen und teilweise Vermögenshäufung.
Die Besteuerung und Knechtung des Volkes durch feudale Herrschaftssystem hat zu deren Gunsten umverteilt.

Steuern und Bodenreformen sind stets staatliche Zwangsmaßnahmen von denen in seltensten Fällen die Mittelschicht profitiert.

Du meinst also der Raub macht den Bestohlenen reich,
und der Länderfinanzausgleich macht die Nettozahler so erfolgreich?

smilie_20

Und da soll Dich noch irgendjemand ernst nehmen?

Du bist im falschen Forum, wenn Du Leute suchst, die Du mit deinem Geschreibsel verarschen kannst.

Beitrag 30.04.2013, 17:10

Hobbit
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Goldhamster79 hat geschrieben:die Mittelschicht ist dem Staat und seinem Umverteilungsmoloch auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
smilie_01 dem kann ich als Angestellter im öffentlichen Dienst nur zustimmen. Ich werde gezwungen, Beiträge in die Rentenversicherung einzubezahlen, ich werde gezwungen meinen Beitrag zur ges. Krankenversicherung zu zahlen, ich werde gezwungen einen völlig idiotischen Soli zu zahlen, ich werde gezwungen.......... und ich sehe keine Chance mich dagegen zu wehren, weil ich als "Mittelschichtler" unter der Beitragsbemessungsgrenze liege. Hätte ich vor Jahren die Chance gehabt, das Geld, welches ich seit nunmehr Jahrzehnten in diese besch.... ges. RV etc. einzahle, sondern meinen Arbeitnehmerbeitrag nach meinen eigenen Vostellungen langfristig anzulegen, könnte ich wahrscheinlich schon in Rente gehen.
Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können

Beitrag 30.04.2013, 17:54

ghel
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Hobbit hat geschrieben:Hätte ich vor Jahren die Chance gehabt, das Geld, welches ich seit nunmehr Jahrzehnten in diese besch.... ges. RV etc. einzahle, sondern meinen Arbeitnehmerbeitrag nach meinen eigenen Vostellungen langfristig anzulegen, könnte ich wahrscheinlich schon in Rente gehen.
Gräme Dich nicht. Jetzt wollen sie die Selbständigen auch dazu zwingen. Natürlich nur um diejenigen, die fast nichts verdienen, abzusichern - wers glaubt wird selig. An die Steuerberater, Mediziner, Anwälte mit ihren Versorgungswerken trauen sie sich aber nicht ran. Auch nicht an die pensionierten Beamten, deren Pensionen mit den Gehältern steigen und nicht, wie die Renten, auch mal gar nicht.

Beitrag 30.04.2013, 18:08

Hobbit
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ghel hat geschrieben: Auch nicht an die pensionierten Beamten, deren Pensionen mit den Gehältern steigen und nicht, wie die Renten, auch mal gar nicht.

... und Weihnachtsgeld gibts für Pensionäre auch noch. Zwar nicht mehr an "einem Stück", sondern anteilig jeden Monat 1/12, aber davon kann ein (West- smilie_04 ) Renten-(Almosen)empfänger nur träumen.
Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können

Beitrag 30.04.2013, 19:17

ghel
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Ich habe in meinem Leben einige Monate in die Rentenkasse eingezahlt und werde davon _nichts_ wiedersehen. Die private Vorsorge kann man auch vergessen - wenn es ein Jahr mal gut läuft wird einem alles wegversteuert, die Gebühren für Kindergarten steigen, Beitrag für Krankenkasse auch, und vom Rest darf man dann noch was fürs Alter weglegen.

Waren das noch Zeiten wo Beiträge zur KLV steuerfrei waren, ebenso wie die Ausschüttung nach 7 Jahren. Oder wo man noch Rücklagen bilden und auflösen konnte, so dass die Steuern erst im nächsten Jahr und zum entsprechenden Satz anfallen, damit man den Gewinn zumindest ein klein wenig zeitlich strecken kann. Aktuell bringt mich die Zahlerei um den Verstand, und das bei einem locker sechsstelligen Jahreseinkommen. Wer hier neidisch wird: es bleibt _weit_ weniger über als man erwartet. Eigentlich lächerlich wenig. Trotz Einkauf bei Aldi anstatt bei Armani, Urlaub im gemieteten Ferienhäuschen anstatt auf der eigenen Finca, Pampersbomber statt Porsche Cayenne usw.

Beitrag 30.04.2013, 21:42

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Mithras
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@ghel: Das mit dem locker sechsstelligen Jahresbrutto, und welch schäbiger Rest dann davon übrig bleibt, kenne ich aus den letzten Jahren meiner "abhängigen Beschäftigung" noch sehr gut. Bei mir kam noch hinzu, daß ich zwar einerseits gesetzlich verpflichtet bin, für meine Beste Hälfte[tm] komplett zu sorgen (er also keinen Cent aus staatlichen "Sozialkassen" bekommt), ich mich andererseits aber nicht mit ihm "steuerlich zusammen veranlagen lassen" konnte, ich also steuerrechtlich als "Lediger" (Steuerklasse I) galt ....

Und ich konnte die Ausgaben auch nicht von der Steuer absetzen (was ich eh nicht getan hätte, da es in meinen Augen der Gipfel menschenverachtenden staatlichen Zynismusses a la BRD ist, die Unterstützung eines geliebten Menschen allen Ernstes als "außergewöhnliche Belastung" zu diffamieren... - man merkt diesem Drecksstaat so richtig deutlich seine Eigenschaft als direkter Rechtsnachfolger des Nazisystems an... smilie_54 ), weil mein Mann nämlich (wie es sich unter Liebenden ja gehört) natürlich Zugriff auf mein Konto hatte, er mithin also als "vermögend" galt. Erst wenn unser gemeinsames Vermögen auf weniger als 5000,- oder 10000,- € (so genau weiß ich das nicht...) gesunken wäre, hätte ich einen winzigen Teil(!!!) der anfallenden Unterhaltskosten "steuermindernd geltend machen" können. Die Abgabenlast war da jedenfalls >60%. :(

Was mich bzgl. der Möglichkeit zum Vermögensaufbau ein bißchen gerettet hat, war, daß ich in den letzten beiden Jahren der o.g. Angestelltentätigkeit ein Forschungsprojekt BRD-Israel koordiniert habe, und da heftig viel "Auslandstagegeld" und "unterstellte Übernachtungspauschale" bekam. Netto/steuerfrei! Wobei ich aber in Beer Sheba sehr preiswert bei einem schwulen jüdischen Freundespaar untergekommen war, weshalb ich jeden Monat netto um 5000,- € zurücklegen konnte ... als Grundstock für meine Firmengründung. Anders hätte ich das als Paria nie schaffen können, mich in der BRD selbständig zu machen.
Goldigste Grüße,

Euer Mithras, der Goldjunge

Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]

Beitrag 30.04.2013, 22:44

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maxmax
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@Mithras
Geschichtliche Typologie, Du mit dem Benutzername in Israel?
Ich meine mich zu erinnern das Salomon Mithras-Kultparty's feierte.

-

Ich sprach heute mit einem grossen Zürcher Händler und er sagte mir der Tscherwonez sei ausverkauft,
auch bei anderen G-Münzen wären nicht vorrätig und es gäbe Liefer(warte)zeiten.
Frisch bekommen hatte er Ö-Silbermünzen.

Beitrag 01.05.2013, 17:06

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Mithras
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Wohnort: dort, wo ich die Schuhe ausziehe
Israel ist DEUTLICH laizistischer als die BRD. Der Unterschied ist nur: dort stellen die Juden die Mehrheit, in der BRD die Christen. Und erstere missionieren auch nicht rum, die lassen jeden einfach nach seiner Facon selig werden, solange er sich anständig zu benehmen weiß.

Wenn ich allerdings in Pakistan bin, muß ich mich auf jeden Fall deutlich mehr verrenken.... Zum Glück greift dann bei Geschäftspartnern (oder überhaupt Eingeladenen) immer die dort traditionell allerhöchsten Wert genießende Gastfreundschaft. Behandelte man da jedoch Gäste wie Einheimische: ich hinge definitiv schon längst leblos an einem Baukran oder wäre mit massig Steinen beschmissen worden... smilie_54
Goldigste Grüße,

Euer Mithras, der Goldjunge

Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]

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