Investition in Baugenossenschaft - eine gute Idee?

Hier können Mitglieder sich gegenseitig helfen, bzw. ihre Erfahrungen und Meinungen zu Grundsatzfragen posten.

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 11.08.2012, 09:28

Siamkater
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Liebe Forenmitglieder,
was haltet ihr von der Idee, zur Diversifizierung/Risikostreuung in eine Baugenossenschaft zu investieren? Einige Baugenossenschaften bieten Sparen für Mitglieder an, man kann aber auch von der Dividende aus eigenen Anteilen profitieren, einige Baugenossenschaften haben in den letzten Jahren Dividenden von 4% erwirtschaftet. Genossenschaftsanteile können bis zum Jahresende gekündigt werden und werden dann ein halbes Jahr später ausgezahlt. Das für Mitglieder angebotene Sparen läuft sparbuchartig, also gibt es eine dreimonatige Kündigungsfrist. Die Zinsen liegen in einem Fall bei Festgeld für 1 Jahr bei 1, 75%.
Meines Wissens gibt es schon eine Art Sicherungsfonds für in Not geratene Baugenossenschaften. Noch nie ging meiner Kenntnis nach eine pleite. Eine Einlagensicherung wie bei Banken gibt es aber anscheinend nicht. Als Sicherheit ist wohl einfach das Immobilieneigentum anzusehen.

Eine Voraussetzung sollte ich noch erwähnen: Es geht primär um das Vermögen meiner Eltern, das ich verwalte. Ich bekomme in meiner Familie Zustimmung für EM allerhöchstens für ganz wenige Prozente der Gesamtsumme - allerdings soll das Geld auch innerhalb der nächsten 5/10/15 Jahre verfügbar sein, da meine Eltern schwerkrank und pflegebedürftig sind.
Daher geht es mir hier in diesem Fall nicht um Absicherung durch EM, sondern um andere Alternativen zum Tagesgeldkonto. Wir denken auch darüber nach, einen Teil des Vermögens, der erst in 10 Jahren gebraucht wird, ganz oder zum Teil in breitgestreute Aktienindexfonds anzulegen, dabei wird auch ein Fonds sein, dessen Risiken durch automatischen Verkauf bei größeren Kursverlusten verringert ist, er soll eine Rendite erzielen, die 1% besser ist als ein Tagesgeldkonto (also wird sein geringeres Risiko mit einer geringen Rendite bezahlt).
Meine Eltern haben ein (schuldenfreies) Haus - (keine Toplage,auf dem flachen Land) daher beträgt der Immobilienanteil am Vermögen schon 40%. Spricht das dann doch eher für mehr Aktienfonds?

Ich bin dankbar für eure Ansichten oder Ratschläge.
Viele Grüße, Siamkater

Beitrag 11.08.2012, 10:29

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IrresDing
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Grundsätzlich:

Genossenschaftsanteile sind lukrative sichere Anlagen. Wichtig: Man kann als Anteilseigner bei einer theoretischen Pleite mithaften. Oft ist diese so genannte Nachschusspflicht begrenzt, das Risiko ist also sogar im Fall der Fälle sehr begrenzt. Die Verzinsung ist in der Regel sehr lukrativ (die Verzinsung der Anteile selbst!).

Aufgrund der Strukturn von Genossenschaften, oftmals sehr soliden und konservativem Geschäftsmodellen und der Besicherung (in deinem Fall Wohneigentum) sind die Anteile auch von der Sicherheit in Ordnung.

Die darauf aufbauenden Produkten (z.B. bei dir Sparkonto, bei Volks- und Raiffeisenbank teils vergünstigte Produkte) ist eine reine Geschmacksache. Die Verzinsung ist für diese Produkte meist ein bisschen besser, als der Marktdurchschnitt, deshalb aber nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Z.B. bei dir: Brauchst du das Geld schneller als innerhalb 3 Monate (sonst eben Vorschusszinsen zu zahlen), etc.? Reicht dir die trotzdem magere reale Rendite von derzeit rd. +/- 0 nach Inflation. Das musst du wissen, das kannst nur du beantworten.

Also: Anteile sind sehr sehr oft lukrativ, die Kündigungsfrist ist aber meist 1 Jahr bis zur nächsten ?Vertreterversammlung? gesperrt. Oft sind die Anteile aber auch in der Höhe stark begrenzt.

Ich hab Anteile bei 5 verschiedenen Banken (ja, wirklich), jedoch in der Summe aufgrund der Begrenzung leider gering, und muss sagen: Ich habs noch nie bereut.

LG
smilie_06

Beitrag 11.08.2012, 10:42

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IrresDing
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Wegen Aktienfonds:

Das kommt nun drauf an, was du willst. Du kannst dir einen ETF kaufen und ihn mit einem Stop Loss selbst sichern. Du kannst aber auch einen Garantiefonds kaufen. Dieser sichert gewisse Kurse zu festen Daten ab. Natürlich mit entsprechender Auswirkung auf die Rendite.

Wichtig ist hier: Es wird dir immer die vergangene Performance gezeigt. Naja, es gibt aber so viele Fonds am Markt, dass der Verkäufer immer ein paar findet, die in den letzten Jahren gegenüber dem Index outperformt haben. Das bedeutet aber nicht, dass diese sich die nächsten Jahre besser schlagen, als der Rest. Deshalb sind die Renditen dort mit Vorsicht zu genießen. Es gibt Untersuchungen, die immer zum gleichen Ergebnis kamen: Selbst wenn Studenten mit Dartpfeilen auf die Wertpapierseite der FAZ geworfen haben, haben diese im Durchschnitt eine bessere Rendite erzielt, wie die Fondsmanager. Die meisten Fondsmanager underperformen gegenüber dem Vergleichsindex.

An welchen Fonds hättest du gedacht?

LG
smilie_06

Beitrag 11.08.2012, 10:58

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Onepiece
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Von der Baugenossenschaft habe ich keine Ahnung, sorry.

Zu den Aktienfonds kann ich sagen, dass IrresDing da schon sehr viel Wichtiges gesagt hat.
Zur Beurteilung eines Fonds, solltest Du Dir unbedingt weitere Infos zum Fond und wenn möglich auch zu seinen Managern (wenns ein aktiver werden soll) holen und NICHT pauschal auf die Infos vom Fonds, dem Bankmitarbeiter, wem auch immer vertrauen.
IrresDing hat es ja schon auf den Punkt gebracht: Die meisten Fonds verbrennen Geld, nur wenige schaffen es wirklich, besser als ihr Index/zugehöriger Korb zu arbeiten.
Das liegt teilweise auch an den seltsamen Richtlinien, denen sie folgen. Da solltest Du Dir vorher wirklich einiges an Informationen holen. ETFs können da eine gute Alternative sein, da ihre laufenden Kosten günstig sind (wichtig: KEINE swap-basierten!) und wie gesagt, die meisten Fonds ihren Index eh nicht schlagen werden.

Ganz allgemein sind (für mich) Fondes weniger interessant. Wenn Du nur minimalst Zeit mit der Anlagestrategie verbringen willst und nur möglichst schnell "das Geld irgendwo anlegen willst", dann würde ich sie Dir anraten. Das ist nicht negativ gemeint, ich kann es nachvollziehen, dass man aus zeitlichen oder anders gearteten Gründen nicht die Möglichkeit sieht, sich mehr damit zu beschäftigen.

Wenn Du aber eher aktiv herangehen willst und auch etwas mehr Zeit für die Pflege Deiner Anlagen aufbringen willst, so würde ich Dir eher einen direkten Aktienkauf empfehlen. Da ich nicht weiß, ob das auch in Frage kommt, sei das mal einfach nur hier hingestellt.

Viel Erfolg

Beitrag 11.08.2012, 11:31

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AuCluster
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IrresDing hat geschrieben: Wichtig ist hier: Es wird dir immer die vergangene Performance gezeigt. Naja, es gibt aber so viele Fonds am Markt, dass der Verkäufer immer ein paar findet, die in den letzten Jahren gegenüber dem Index outperformt haben. Das bedeutet aber nicht, dass diese sich die nächsten Jahre besser schlagen, als der Rest. Deshalb sind die Renditen dort mit Vorsicht zu genießen. Es gibt Untersuchungen, die immer zum gleichen Ergebnis kamen: Selbst wenn Studenten mit Dartpfeilen auf die Wertpapierseite der FAZ geworfen haben, haben diese im Durchschnitt eine bessere Rendite erzielt, wie die Fondsmanager. Die meisten Fondsmanager underperformen gegenüber dem Vergleichsindex.
LG
Was aber nicht an der Fähigkeit oder Unfähigkeit der Fondsmanager liegt, sondern an den hohen Verwaltungsgebühren. Ich könnte auch behaupten, dass gemanagte Fonds immer schlechter abschneiden als selbst geführte Anlagen.

Sollten die Fondsmanager am Ergebnis ihrer Arbeit beteiligt werden, so werden diese Beteiligungen aus dem Fonds entnommen, was die Rendite schrumpfen lässt.

Sollten die Fondsmanager nicht am Ergebnis ihrer Arbeit beteiligt werden, so kann ihnen der Kursverlauf des Fonds auch egal sein. Es ist ja nicht ihr Geld und wenn es daneben geht:"Sorry, kann passieren, Pech gehabt!".
Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

Beitrag 11.08.2012, 11:54

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Rentenempfänger
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Ich rate zu Anlagen zur Zeit ausschließlich in Gold(nicht Silber o.Ä.)
Gold wird nicht nach oben explodieren, auch nicht wertlos. Du behältst den Wert.


Genossenschaften können gut gehen, aber werfen meist nicht viel ab. Da verdienen zu viele mit.

Hat z.B. die G. Anteile an neuen Immobilien, Wohnungen in Bestlage alles OK. Aber warum soll man dich an gewinnbringenden Anteilen beteiligen? Denkst du weil die dich so lieb haben????Oder wollen sie dir die Kohle abjagen?

Beteiligt wirst du lieber an Altobjekten was gut gehen kann. Aber in der Regel sind diese Reparatur- und Kostenintensiv mit ein paar Punkten plus. Aber wahrscheinlicher gehen die auch ins Mise.

Fonds. Die absolute Lach- und Nullnummer für mich.

Natürlich super Renditen………….. für die Verwalter, Verkäufer Manager. FINGER WEG.

Du willst das Geld für deine Eltern sicher anlegen? Ohne Spekulation? Dann gegen ausschließlich in psychisches Gold. Vergiss den Rest. Außer das Geld reicht für eine nette 3 Zimmerwohnung in Bestlage.(Schule öff. Verkehrsmittel) Sogar mit Darlehen bei 8% Tilgung.

Beitrag 11.08.2012, 14:19

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IrresDing
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smilie_06

Beitrag 11.08.2012, 14:20

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IrresDing
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IrresDing hat geschrieben:
AuCluster hat geschrieben:
IrresDing hat geschrieben: Wichtig ist hier: Es wird dir immer die vergangene Performance gezeigt. Naja, es gibt aber so viele Fonds am Markt, dass der Verkäufer immer ein paar findet, die in den letzten Jahren gegenüber dem Index outperformt haben. Das bedeutet aber nicht, dass diese sich die nächsten Jahre besser schlagen, als der Rest. Deshalb sind die Renditen dort mit Vorsicht zu genießen. Es gibt Untersuchungen, die immer zum gleichen Ergebnis kamen: Selbst wenn Studenten mit Dartpfeilen auf die Wertpapierseite der FAZ geworfen haben, haben diese im Durchschnitt eine bessere Rendite erzielt, wie die Fondsmanager. Die meisten Fondsmanager underperformen gegenüber dem Vergleichsindex.
LG
Was aber nicht an der Fähigkeit oder Unfähigkeit der Fondsmanager liegt, sondern an den hohen Verwaltungsgebühren. Ich könnte auch behaupten, dass gemanagte Fonds immer schlechter abschneiden als selbst geführte Anlagen.

Sollten die Fondsmanager am Ergebnis ihrer Arbeit beteiligt werden, so werden diese Beteiligungen aus dem Fonds entnommen, was die Rendite schrumpfen lässt.

Sollten die Fondsmanager nicht am Ergebnis ihrer Arbeit beteiligt werden, so kann ihnen der Kursverlauf des Fonds auch egal sein. Es ist ja nicht ihr Geld und wenn es daneben geht:"Sorry, kann passieren, Pech gehabt!".
Es geht nicht darum, dass der Fondsmanager nicht ordentlich bezahlt werden soll. Aber wenn der Fonds zum Vergleichsindex underperformt, dann hat sich der aktiv gemanagte Fonds nicht rentiert. Dann ist ein ETF das deutlich bessere Produkt, da ich hier praktisch das selbe habe, ohne den menschlichen Faktor, nur viel günstiger.

LG
smilie_06

Beitrag 11.08.2012, 14:21

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IrresDing
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smilie_06

Beitrag 11.08.2012, 14:23

Siamkater
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Leute, ihr seid toll!
Hallo Du gar nicht ganz so irres Ding, Dein Tip bezüglich Geschäftsanteilen (bei mehrern Banken) ist ja super! Da wär ich nicht drauf gekommen - dann kann man auch Anteile einer Voba kaufen, bei der man kein Konto hat? Ich kenne da nämlich eine, bei der ein Anteil wenn ich mich recht erinnere 2000 Euro kostet, das ist doch schon was anderes als die 50 Euro bei meiner Bank.
Danke, ich habe mich im letzten Halbjahr intensiv mit Fonds auseinandergesetzt, es geht um einen weltweit gestreuten passiv gemanagten ETF-Fonds, der insgesamt 1,15% pro JAhr kostet (kein Ausgabeaufschlag). Ich kaufe ihn direkt beim "Hersteller". (wer genaueres wissen will, schreibt mir bitte eine pn). Es geht dabei ausdrücklich NICHT darum, den Index zu schlagen, weil das nach Ansicht meines Finanzberaters auf Dauer sowieso nicht gutgeht und nur teuer ist. Seiner Ansicht nach am wichtigsten ist die Minimierung von Risiken und Kosten. Er hält auch die meisten Fonds - oder Kursprogosen, die auf Vergangenheitsdaten gründen, für gefährlich.
Von dem Fonds gibt es eben auch eine Version mit stop loss-Limits. Ich habe mich genug mit dem Kram beschäftigt, um ihn halbwegs zu verstehen, möchte mich jetzt aber ncht noch mehr in z.:B. Aktien einarbeiten. Jetzt geht es um die Entscheidung, wie viel Geld in welchen Fonds investiert wird und wieviel ggf. in Genossenschaftsanteile.

Rentenempfänger, psychisches Gold ist ja eine scharfe Idee. Ist das halluziniertes Gold? Davon hab ich schon ne ganze Menge, viel mehr als physisches!

smilie_20

Beitrag 11.08.2012, 14:29

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IrresDing
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Rentenempfänger hat geschrieben:Ich rate zu Anlagen zur Zeit ausschließlich in Gold(nicht Silber o.Ä.)
Gold wird nicht nach oben explodieren, auch nicht wertlos. Du behältst den Wert.


Genossenschaften können gut gehen, aber werfen meist nicht viel ab. Da verdienen zu viele mit.

Hat z.B. die G. Anteile an neuen Immobilien, Wohnungen in Bestlage alles OK. Aber warum soll man dich an gewinnbringenden Anteilen beteiligen? Denkst du weil die dich so lieb haben????Oder wollen sie dir die Kohle abjagen?

Beteiligt wirst du lieber an Altobjekten was gut gehen kann. Aber in der Regel sind diese Reparatur- und Kostenintensiv mit ein paar Punkten plus. Aber wahrscheinlicher gehen die auch ins Mise.

Fonds. Die absolute Lach- und Nullnummer für mich.

Natürlich super Renditen………….. für die Verwalter, Verkäufer Manager. FINGER WEG.

Du willst das Geld für deine Eltern sicher anlegen? Ohne Spekulation? Dann gegen ausschließlich in psychisches Gold. Vergiss den Rest. Außer das Geld reicht für eine nette 3 Zimmerwohnung in Bestlage.(Schule öff. Verkehrsmittel) Sogar mit Darlehen bei 8% Tilgung.
1.) Gold wird nach oben explodieren? Dass hier schon die Würfel gefallen sind, wusste ich noch nicht... Wenn es sooo einfach wäre.

2.) Bitte befasse dich EINGEHEND mit Genossenschaften und an was sie dich wie beteiligen und wer da was verdient und welchen Zweck eine Genossenschaft hat. Also sorry, so etwas plattes habe ich lange nicht gelesen.

Meine Genossenschaftsanteile (ich habs gerade bei 2 raus gesucht), rentierte sich 2011 mit einmal 6% und einmal weiteren 6% + 1% Bonus. Bitte, zeig mir im derzeitigen Zinsumfeld, wo ich solche Renditen raus bekomme? Wo? Genau deshalb ist auch die Anzahl der Anteile meist strikt begrenzt. Sonst hätte ich da schon lange eine höhere Summe eingebracht.

LG
smilie_06

Beitrag 11.08.2012, 14:40

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IrresDing
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Siamkater hat geschrieben:Leute, ihr seid toll!
Hallo Du gar nicht ganz so irres Ding, Dein Tip bezüglich Geschäftsanteilen (bei mehrern Banken) ist ja super! Da wär ich nicht drauf gekommen - dann kann man auch Anteile einer Voba kaufen, bei der man kein Konto hat? Ich kenne da nämlich eine, bei der ein Anteil wenn ich mich recht erinnere 2000 Euro kostet, das ist doch schon was anderes als die 50 Euro bei meiner Bank.
Danke, ich habe mich im letzten Halbjahr intensiv mit Fonds auseinandergesetzt, es geht um einen weltweit gestreuten passiv gemanagten ETF-Fonds, der insgesamt 1,15% pro JAhr kostet (kein Ausgabeaufschlag). Ich kaufe ihn direkt beim "Hersteller". (wer genaueres wissen will, schreibt mir bitte eine pn). Es geht dabei ausdrücklich NICHT darum, den Index zu schlagen, weil das nach Ansicht meines Finanzberaters auf Dauer sowieso nicht gutgeht und nur teuer ist. Seiner Ansicht nach am wichtigsten ist die Minimierung von Risiken und Kosten. Er hält auch die meisten Fonds - oder Kursprogosen, die auf Vergangenheitsdaten gründen, für gefährlich.
Von dem Fonds gibt es eben auch eine Version mit stop loss-Limits. Ich habe mich genug mit dem Kram beschäftigt, um ihn halbwegs zu verstehen, möchte mich jetzt aber ncht noch mehr in z.:B. Aktien einarbeiten. Jetzt geht es um die Entscheidung, wie viel Geld in welchen Fonds investiert wird und wieviel ggf. in Genossenschaftsanteile.

Rentenempfänger, psychisches Gold ist ja eine scharfe Idee. Ist das halluziniertes Gold? Davon hab ich schon ne ganze Menge, viel mehr als physisches!
Korrekt: DU, bei schwerkranken Eltern, musst auf Sicherheit und hohe Liquidität gehen. Gold kann da nur ein Teil von sein. Genauso die Fonds sollten nicht übergewichtet sein. Erst recht, weil es immer noch deiner Eltern ihr Geld ist und du "nur" Verwalter. Was sie wollen, ist entscheidend. Bewahre bitte immer gewisse Liquidität, egal wie die Börsen gerade stehen. Du weißt sicherlich, dass bei einer Neueinstufung in eine höhere Pflegestufe zwar auch die Rente aus der Pflegeversicherung steigt, jedoch auch die Kosten für die Pflege selbst. Meist letzteres stärker als erstes.

Zu den Anteilen: Nein, du brauchst mindestens ein Konto. ich hab immer Sparkonten (kostenlos, 5 EUR Mindesteinlage). Das machen die ganz ganz ungern und du solltest auch nicht erwähnen, dass du wo anders schon Anteile hast. Sie wollen halt gleich Giro, Festgeld, etc. bei sich. Ist ja auch verständlich. Aber ich habs trotzdem bisher bei jeder Bank geschafft, so lange du in der Region wohnst.

Du hast ja schon 40% in einer Immobilie. Wie wäre es mit 10-20% in Gold/Silber+Genossenschaftsanteile, 10-20% in Fonds (damit 60-80% Sachwerte) und den Rest von 20-40% auf Tagesgeld oder teils kurz laufendes Festgeld.

Wegen dem physischen Gold: Das ist schon richtig. Es gibt wirklich halluziniertes Gold. Nennt man Derivate (Zertifikate) auf Gold. Damit handelst du kein Gramm Gold und hast sogar ein Emittentenrisiko. Also wenn du auf eine Krise setzt, dann ist das strikt verboten.
Zuletzt geändert von IrresDing am 11.08.2012, 15:00, insgesamt 1-mal geändert.
smilie_06

Beitrag 11.08.2012, 14:43

Siamkater
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Hallo Rentenempfänger,
3.) Befasse Dich bitte mit Psyche und Physis.

Viele Grüße, Siamkater

Beitrag 11.08.2012, 14:54

Siamkater
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Hallo Irres Ding,
es geht eben um das Geld, das aller Voraussicht nach erst in 10 Jahren gebraucht wird. Für die nächsten 10 JAhre ist genug Geld auf den Konten, wenn Kaufkraft bzw Kosten etwa so bleiben sollten wie jetzt (mit einem Puffer nach oben).
Es hat wenig Sinn, meine Eltern zu fragen, wir müssen für sie entscheiden.
Gruß Siamkater

Beitrag 11.08.2012, 15:04

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IrresDing
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Dann würde ich (du musst das natürlich selbst wissen) eher die Sachwerte höher gewichten und nur 20% ins Tages-/Festgeld. Das mag jetzt zwar einigen erschrecken, aber wenn du spekulativer willst, kannst du auch in Unternehmensanleihen deutscher oder amerikanischer Unternehmen investieren, aber nur Bluechips. Ins EU-Ausland, auch in diese ansässige Firmen, würde ich nichts investieren, da die Krise noch einige Staaten treffen kann und meiner Meinung auch wird. Dividendenstarke Versorgerunternehmen waren schon immer ein (Aktien-)Tipp.
smilie_06

Beitrag 11.08.2012, 15:11

Siamkater
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Also klar ist für mich, daß ich nicht in Einzelaktien investieren will, sondern ggf in Fonds. Die Kardinalfrage ist für mich einfach, ob ich mehr Angst vor der Inflation oder vor weltweiten Kurseinbrüchen haben soll. Ich denke nach Absprache mit der Familie wird irgendein Kompromiß dabei rauskommen, der dann hoffentlich nicht ganz schiefgeht.
Sicher ist halt einfach gar nichts.

Beitrag 11.08.2012, 16:13

sverige
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Hi,

also was hier für ein Verständnis über Fonds vorliegt lässt mir die Nackenhaare zu Berge stehen. Sorry- aber dieses Halbwissen und das Verbreiten von Unwahrheiten bzw. Verallgemeinern irgendwelcher Negativschlagzeilen ist für mich nur noch müde zu belächeln.
Lernt erstmal intensiv die Materie bevor ihr Eúch nach der Studie einiger weniger "Regebogenbroschüren zum selbsternannten Fondskenner ernennt. Solche Äußerungen auf der Bankademie, vor der IHK oder der European Bussines School in Östrich-Winkel und man würde Euch zum Abkühlen erst mal vor die Türe setzen.

Es grüßt ein CFP

Beitrag 11.08.2012, 16:17

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IrresDing
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Guten Tag sverige,

es grüßt eine Finanzassistentin (IHK) und Versicherungskauffrau mit Jahrzehntelanger eigener Erfahrung an der Börse, Eigenhandel, vor etlichen Jahren mal Vertriebserfahrung,... Danach kam ein (leider nicht vollendetes) Mathematikstudium auf Gymnasiallehramt an der Uni. Ich kenn mich also mit Finanzen und Mathematik auch aus.

So, und jetzt mal Butter bei den Fischen: Was genau kritisierst du?
Zuletzt geändert von IrresDing am 13.08.2012, 14:49, insgesamt 1-mal geändert.
smilie_06

Beitrag 11.08.2012, 16:23

Siamkater
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Hallo Sverige,
danke für die Blumen. es war mir neu, daß Gerd Kommer auch Regenbogenbroschüren verfaßt hat. Ich habe mich nie als Fondskenner bezeichnet, sondern lediglich die Fonds - Regenbogenbroschüre von Gerd Kommer durchgelesen - interessantes Buch.
Viele Grüße

Beitrag 11.08.2012, 16:45

Buybuy
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Siamkater hat geschrieben: Genossenschaftsanteile können bis zum Jahresende gekündigt werden und werden dann ein halbes Jahr später ausgezahlt.
Wenn alles klappt.
Aktueller Fall einer nicht gar so kleinen Wohnbaugenossenschaft:
Kündigung musste bis zum 31.12.2009 erfolgen mit Wirkung zum 31.12.2010.
Den Jahreabschluss 2010 hat man nach ewiger Verzögerung und Prüfung
dann erst Mitte 2012 hinbekommen, Genossenschaftsversammlung 11.07.2012,
Auszahlung 25.07.2012!

PS: Keinerlei Rendite innert 8 Jahren, ca. 3,5% erwirtschaftete Verluste
und Provision.
Zuletzt geändert von Buybuy am 11.08.2012, 16:49, insgesamt 1-mal geändert.

Gesperrt