Preisrückgang-Warten schlägt CostAverage-Regelmäßig-Käufe

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Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 11.10.2013, 15:55

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Benicio
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Interessanter Ansatz. Hast du die XLS manuell erstellt? Was passiert bei mehreren Auslösern pro Monat? Kann der Proband dann einfach nicht mehr kaufen, weil er seine Sparrate aufgebraucht hat?

Heute wäre von den Monatshochs aus gesehen ein -10 ausgelöst, oder?

Aber ich denke, dass deine Tabelle erst den Langfrist-Beweis antreten muss. smilie_07

Beitrag 11.10.2013, 17:04

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Goldistan
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Benicio hat geschrieben:Was passiert bei mehreren Auslösern pro Monat? Kann der Proband dann einfach nicht mehr kaufen, weil er seine Sparrate aufgebraucht hat?
Genau. Stellt er 3 Prozent ein, und einmal im Folgemonat werden 3 erreicht, ist die angesparte Summe in Gold getauscht. Ob dann im selben Monat noch mal 3 oder besser erreicht werden, ist für den individuellen Käufer irrelevant. Sonst würde ich Teilkäufe mit der angesparten Summe ausführen müssen und damit wäre die Idee kaputt. Darfst es gern verkomplizieren. :D
Benicio hat geschrieben:Heute wäre von den Monatshochs aus gesehen ein -10 ausgelöst, oder?
Für Updates bitte nachmünzen:

heute:

Stückelung: / Rückgang auf Vormonatshoch:
05 Gramm: -14 Prozent
10 Gramm: -12,47 Prozent
20 Gramm: -12,31 Prozent
31,1 Gramm: -12,33 Prozent
50 Gramm: -12,48 Prozent

Eindeutig Seitwärtsbewegungen. ;) Dennoch wird wieder kaum einer den Mut haben. Es könnte ja noch tiefer gehen.
Benicio hat geschrieben:ich denke, dass deine Tabelle erst den Langfrist-Beweis antreten muss. smilie_07
Es steht jedem frei, seine Meinung anders zu bilden. Dieser Thread ist nur eine Idee, keine Bibel für den Goldkauf.

Beitrag 11.10.2013, 17:21

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mamü
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Wartet ein Käufer regelmäßig auf Preisrückgänge, kann er im Fall bestimmter monatlicher Sparraten mehr Gold fürs Geld bekommen, als ein Käufer, der einfach monatlich Gold kauft!
Bei steigendem Markt über längere Zeit (z.B 2002-2008) ist diese Strategie dem monatlichen Einkauf weit unterlegen. Der monatliche Käufer kauft sein Produkt regelmäßig immer teurer. Der "-3% Warter" kommt fast gar nicht zum Zug und wenn er mal zuschlägt, ist es wesentlich teurer.

Beitrag 11.10.2013, 17:31

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Goldistan
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Und ab wieviel aufeinander folgenden Monaten mit Preisanstieg spricht man dann vom erneut steigenden Markt?

Man könnte die Preisrückgang-abwarten-Strategie ja aussetzen, wenn deine Antwort (Monatsanzahl X steigender Monatshochs) erreicht ist. Bisher ist das größere Risiko in diesem System eher ein 3 Prozent-Auslöser, der kurz darauf im selben Monat von einem noch höheren Rückgang abgelöst wird.

Dann gibt es noch den "Fehler" im Zeitfenster der zufällig noch nicht ausgelösten Käufe, wenn die Sparrate deutlich unter der Stückelung liegt. Beispiel: Sparrate 200 EUR auf Stückelung Unze. Reicht die Sparsumme in einem Monat mit deutlichem Rückgang zufällig noch nicht aus (z.B. heutiger Rückgang wäre prozentuales Kaufsignal, aber Unze noch nicht erreicht), verpasst der Käufer in bestimmten Konstellationen den günstigen Kauf eines Abschlags wie heute und wartet auf den nächsten Rückgang.

Dennoch spart er in vielen Fallbeispielen, die ich mit der Tab. durchgespielt habe, Geld gegenüber dem monatlich regelmäßigem Kauf, so lang sich der Markt so bewegt wie seit 2010 bis heute (das war die Datenbasis).

Erwartet jemand einen steigenden Markt, wie von dir angesprochen, sollte er sicher regelmäßig kaufen. Erwartet jemand gar nichts, außer dass Alles unsicher bleibt, könnte er die Preisrückgänge abwarten. :)

Beitrag 11.10.2013, 18:20

Geldsammler
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Das ist mir alles zu hoch.
Ich kaufe:
1. nach Bauchgefühl
2. wenn ich Geld übrig habe
3. mindestens einmal alle zwei Monate

Aber super Arbeit!
smilie_12

Beitrag 11.10.2013, 18:55

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mamü
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so lang sich der Markt so bewegt wie seit 2010 bis heute (das war die Datenbasis).
Bei fallendem Markt ist der "-3% Abwarter" narürlich klar im Vorteil.
Die Kursentwicklung in der Zukunft wissen wir nicht und deshalb hilft die -3% Strategie nicht wirklich.
Wie schon geschrieben, in stetig steigendem Markt hilft die -3% Strategie überhaupt nicht.

Beitrag 03.12.2013, 14:10

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Goldistan
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Update, da der Markt dieses Jahr nun doch nicht stetig steigt ;)
Dezemberbasis: Monatshoch auf Basis 3.12.2013

[img]http://s1.directupload.net/images/13120 ... mhxra4.jpg[/img]

Da die Originaltabelle offline ist, kann ich die jeweils aktuelle für individuelle Sparpläne hochladen. Bei Bedarf: PM an mich

Beitrag 09.08.2014, 09:31

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Goldistan
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Beitrag 04.08.2015, 09:58

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Goldistan
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Trotz dieses Artikels aus der Redaktion wurden Ende Juli / Anfang August mehrere "Stop Buy"-Marken der von mir beratenen User getriggert:
http://www.gold.de/artikel,1504,goldpre ... ahren.html

Ich stehe nach wie vor zur Theorie und verändere mal die Headline in:
"Höchster Monatsrabatt seit etwa zwei Jahren für Endkunden, die nicht selbst mit Gewerbeschein bei *zensierter Großhändler* kaufen.

Einsparvolumen Beratungsmandate Stand heute: 170K EUR im August geknackt (Effekte ohne Tagestiefs auf Basis echter Käufe berechnet, wie das ging steht hier im Thread for free)
Einsparvolumen mit Gewerbeschein VS. Endkundenpreise: 230K EUR (davon entfallen allerdings 160K EUR auf nur einen, der mittlerweile selbst als Händler unter Spot ankauft).

Die vielfach belächelte Theorie des eigenen Goldhandels zum Generieren eigener günstigerer Einkaufspreise ist damit widerlegt.

Beitrag 04.08.2015, 10:32

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Datenreisender
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Goldistan hat geschrieben:Die vielfach belächelte Theorie des eigenen Goldhandels zum Generieren eigener günstigerer Einkaufspreise ist damit widerlegt.
Edelmetallhandel im Sinne eines Gewerbes bedeutet Ein- und Verkauf mit Gewinnerzielungsabsicht.

Wenn ich mir einen Gewerbeschein besorge und dann immer nur kaufe kaufe kaufe, nie aber etwas verkaufe, macht das das Finanzamt höchstens zwei bis drei Jahre mit, dann zeigen die mir den Vogel.

Beitrag 04.08.2015, 10:56

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Goldhamster79
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Goldistan hat geschrieben: Die vielfach belächelte Theorie des eigenen Goldhandels zum Generieren eigener günstigerer Einkaufspreise ist damit widerlegt.
Kokolores, widerlegt wäre lediglich eine Behauptung à la "Bei fallenden Kursen lohnt sich das Warten nicht".

Dein System funktioniert vor allem nur deshalb weil die Kurse seitwärts-abwärts laufen aktuell.


Wenn man dann ein vermeintliches System generiert, das nichts anderes verkompliziert abbildet als die Trivialität, dass Einkäufe günstiger sind indem man auf niedrigere Kurse im beschriebenen Marktumfeld wartet,
lässt sich damit unbedarften Kunden ein Beratungshonorar abringen.

Grenzt also m.M.n. eher an Bauernfängerei!

Goldhamster

Beitrag 04.08.2015, 13:44

BOB
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Ich kann Goldhamster nur zustimmen.

Die angestellten Betrachtungen sind zudem nicht gold-spezifisch, sondern gelten auch für z.B. Aktien. Wer einen Markt fundamental oder technisch richtig einschätzt oder auch ohne großes Wissen und tiefere Analyse das richtige Gespür dafür hat, gewinnt. So einfach ist es - und deshalb auch so schwierig.

Übrigens beklagen sich viele der (tatsächlichen oder vermeintlichen) Börsen-Experten, dass ihnen zu festen Terminen (z.B. für Zeitschriften) Anlage-Tipps abgerungen werden, während sie selbst lieber auf bestimmte Nachrichten und/oder Chart-Signale mal kürzer, mal länger warten würden.

Ich selbst warte manche Phasen durchaus ab; manchmal liege ich damit richtig, manchmal nicht. Bei kleineren Zukäufen sollte man sich aber auch immer wieder vor Augen führen, um wieviel EURO es absolut geht. Wer das Suchen nach und das Warten auf Schnäppchen nicht zum Selbstzweck betreibt, muss manchmal einräumen, dass bei seinem "abwarten und Tee trinken" die Tasse Tee teurer war als das beim Kauf gesparte... Von der investierten Zeit ganz zu schweigen.

Beitrag 02.01.2017, 08:57

Goldsegen
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Mich interessiert wie die Tabelle heute aussieht?
Gold zu haben hätt ich gern, doch ists für mich noch viel zu fern...
Palladium zu haben hätt ich gern...

Beitrag 02.01.2017, 09:00

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Ladon
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BOB hat geschrieben:... Wer das Suchen nach und das Warten auf Schnäppchen nicht zum Selbstzweck betreibt, muss manchmal einräumen, dass bei seinem "abwarten und Tee trinken" die Tasse Tee teurer war als das beim Kauf gesparte... Von der investierten Zeit ganz zu schweigen.
smilie_09
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 05.01.2017, 10:32

ratzeschimmel
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Ist doch eine Frage, mit welcher Absicht der Investor aktiv wird. Wer "spekulieren" möchte, wartet ab - dann ergeben sich größere Chancen. Betonung liegt auf Chance, denn womöglich kann sie nicht genutzt werden.

Möchte aber jemand unbedingt Gold, Aktien etc. besitzen, um beispielsweise sein Vermögen zu schützen, kann das Abwarten sehr riskant sein. Dann ist Cost-Average ggf. die "schlechtere" Methode, birgt aber wiederum mehr Sicherheit, weil überhaupt investiert wird.

Beitrag 05.01.2017, 10:34

ratzeschimmel
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Sorry habe erst jetzt gesehen, dass der ursprüngliche Beitrag schon älter ist. Aber egal, Strategien bleiben immer aktuell.

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