Degussa Gold aus dem Jahr 1960

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Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 29.09.2014, 11:18

philweb
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Hallo,
ich bin neu hier im Forum und dachte ihr könnt mir bei meiner Suche nach Informationen helfen.

Ich habe hier Degussa Gold. Zum einen ein 10,40 Gramm schweres "blättchen" in der Original Verpackung eingeschweißt. Sie ist mit einem Stempel vom 8 März 1960 datiert. Zum anderen habe ich noch mehrere etwa 1gramm Barren mit Degussa Stempel drauf auch etwa aus dem Zeitraum um 1960. Beides Gold ist laut verpackung 20 Karat.

Nun stellt sich mir die Frage ob das Gold (hauptsächlich das noch eingeschweißte) mehr Wert ist, bzw. für Sammler vielleicht interessant ist, oder ob man es einfach wie jedes andere Gold verkaufen sollte.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen und dass ich den Thread im richtigen Bereich eröffnet habe.

Freundliche Grüße

Beitrag 29.09.2014, 11:57

AL1B1
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oder ob man es einfach wie jedes andere Gold verkaufen sollte.

da liegt der fehler. gold sollte man zZ eher nicht verkaufen smilie_02

20karat ist kein feingold. ein foto wäre toll, sofern dies möglich ist?

Beitrag 29.09.2014, 12:51

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Ladon
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20 Karat als Feingehalt? Das ist aber ungewöhnlich. Irgendwas zwischen 750er und 900er Gold (auch noch weniger als das manchmal im arabischen Bereich benutzte 875er, das sind,glaube ich, 21 Karat).

2. Möglichkeit:
Als Gewichtseinheit ist das Karat der 24. Teil der Mark (wir reden jetzt hier von Gewichtseinheiten), also knapp 10g, gewesen ... hm ... ne Quatsch, falsch gedacht: es steht ja 20 Karat drauf und wiegt 10,x Gramm. Das kann also nicht sein.

Bild wär' gut, da schließe ich mich an.


P.S.
1960 gekauftes Gold rentiert auch heute - wenn man es verkaufen muss. Da würde ich mir keine Gedanken machen. Auch Goldgeld sollte seinem Besitzer "untertan" sein und nicht umgekehrt.

P.P.S.
Ich weiß, das ist einfach gesagt ... ;-)
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Beitrag 29.09.2014, 13:04

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lifesgood
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... ist das "Blättchen" evtl. Zahngold?

Der Großvater meiner Ex-Frau war Zahnarzt, die hatte auch ein paar so Blättchen, die zu Deiner Beschreibung passen könnten.

lifesgood

Beitrag 29.09.2014, 13:40

AL1B1
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http://www.goldseiten-forum.de/index.ph ... adID=11483


hab den thread dazu gefunden. ich bin dort aber nciht angemeldet, somit weiss ich nicht ob die eingestellten fotos noch zugänglich sind?

Beitrag 29.09.2014, 14:08

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Ladon
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Zahngold?

Ich glaube, der lifesgood hatte mal wieder gleich die beste Idee.
Da taucht beim Recherchieren sofort auch dieses "komische" 20 Karat mit auf, das man im Münz- und Bullionbereich so gar nicht kennt.

smilie_09
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Beitrag 29.09.2014, 15:13

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AuCluster
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Ladon hat geschrieben:Zahngold?

Ich glaube, der lifesgood hatte mal wieder gleich die beste Idee.
Da taucht beim Recherchieren sofort auch dieses "komische" 20 Karat mit auf, das man im Münz- und Bullionbereich so gar nicht kennt.

smilie_09
20 Karat sind im arabischen Raum nicht unueblich. Dentalgold? Glaube ich nicht. Dafuer reicht die Angabe nicht aus. Was ist der Rest? In der Dentaltechnik spielen die Legierungsmetalle eine viel groessere Rolle als im Muenzbereich.
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Beitrag 29.09.2014, 18:37

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Ladon
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Ich dachte da gäbe es häufiger 875er Gold (im arabischen Raum) - das sind 21 Karat. Und es ist ja Degussa.
Aber ich will weiter nix gesagt haben. Kenne mich da überhaupt nicht aus.


Jetzt wollen wir's aber schon wissen ;-)
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Beitrag 29.09.2014, 19:11

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MaciejP
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philweb hat geschrieben:Ich habe hier Degussa Gold. Zum einen ein 10,40 Gramm schweres "blättchen" in der Original Verpackung eingeschweißt. Sie ist mit einem Stempel vom 8 März 1960 datiert.
Da kommt mir unweigerlich die Frage in den Kopf: Hat man Gold 1960 schon in Plastik eingeschweißt? smilie_08

Beitrag 29.09.2014, 23:37

philweb
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Scheint ja für recht viel Verwirrung zu sorgen. Morgen Nachmittag lade ich euch Bilder hoch das schaffe Ich heute Abend leider nichtmehr.

Beitrag 30.09.2014, 02:19

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Datenreisender
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MaciejP hat geschrieben:
philweb hat geschrieben:Ich habe hier Degussa Gold. Zum einen ein 10,40 Gramm schweres "blättchen" in der Original Verpackung eingeschweißt. Sie ist mit einem Stempel vom 8 März 1960 datiert.
Da kommt mir unweigerlich die Frage in den Kopf: Hat man Gold 1960 schon in Plastik eingeschweißt? smilie_08
Naja, bei Dentalgold könnte ich mir vorstellen, daß es dafür gute Gründe gibt. Zum einen die notwendige Hygiene, zum anderen die Notwendigkeit, etwas mehr Angaben/Spezifikationen zum Produkt mitzuliefern. Sehen diese "Goldplättchen" zufällig so aus?

Bild

Hatten wir denn nicht einen Zahnarzt hier im Forum?

Beitrag 30.09.2014, 05:22

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lifesgood
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... als die Plättchen die meine Ex-Frau von ihrem Zahnarzt-Opa hatte, waren nicht verschweißt, dürften aber auch in die Zeit (60er Jahre) passen.

Aber dass so ein Plättchen heute verschweißt ist, bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass es das 1960 auch schon war.

Wenn man das drüben bei silber.de so verfolgt, wird doch alles, was nur ein Milligramm Silber enthält vakuumiert in Folie smilie_10

Beitrag 30.09.2014, 07:03

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AuCluster
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Dentalgold zum Gießen sah damals (1954) etwa so aus:

[img]https://forum.gold.de/userpix/4672_bild ... 5426_1.png[/img]
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Beitrag 30.09.2014, 14:31

philweb
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So ich habe dann mal die Bilder für euch.
Bild
Bild
Bild

Beitrag 30.09.2014, 15:19

Geldsammler
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Als Laie würde ich sagen: Das Gold zur Herstellung von Schmuck. Denn sonst wäre die Farbe nicht so dominant ausgezeichnet.

Beitrag 30.09.2014, 15:20

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lifesgood
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Die Zahngoldplättchen meiner Ex-Frau sehen genauso aus, wie auf dem ersten Bild, nur ohne Folie.

Beitrag 30.09.2014, 18:48

1107greg
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Was auch immer das ist, ich kann mir kaum vorstellen, daß man mehr als den reinen Schmelzwert dafür erhält. Nur weil dass Zeug von 1960 ist, sind Liebhaberaufschläge wohl leider nicht drin - sorry :roll: da müsste man noch ca. so zwei bis dreihundert Jahre draufmachen... smilie_02
gregory

Beitrag 30.09.2014, 23:02

Geldsammler
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Das sind keine Goldplättchen, sondern Gussteile und Bleche.
Wahrscheinlich Goldschmiedebedarf. Und der unterliegt durchaus auch Moden.

Hier mal ein Beispiel, was es heute alles im Angebot gibt: http://shop.goetze-gold.de/index.php?ca ... tml&page=3

http://www.wieland-edelmetalle.de/produ ... ache=1&L=0

Beitrag 01.10.2014, 10:10

philweb
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Danke für die Informationen!
Hättet ihr Tipps für mich auf welchem Weg das am besten zu verkaufen wäre?
Über den normalen Altgold Händler oder gibt es bessere Wege?

Beitrag 01.10.2014, 11:11

Klecks
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Diese ganzen Ankaufbuden wären wahrscheinlich der schlechteste Weg. Ich würde direkt an eine Scheideanstalt (z.B. ESG) verkaufen, die zahlen auf jeden Fall mehr, da die Marge für den Händler wegfällt. Oder du fragst einfach mal bei einem Goldschmied, ob der dafür Verwendung hat (Achtung: Ein Juwelier ist KEIN Goldschmied!).
Im Zweifelsfall tendiere ich aber eher zum Aufheben für schlechte Zeiten smilie_16
Zuletzt geändert von Klecks am 01.10.2014, 11:12, insgesamt 1-mal geändert.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

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