BR-Sendung 19.01.2011: Wie ist der Euro zu retten?

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Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 19.01.2011, 18:09

dobby
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45min-Diskussionssendung von gestern - online anzusehen.
Best-of Münchner Runde: Kampf um unser Geld - Wie ist der Euro zu retten?
Zusammenschnitt der Sendung vom 18.01.2011. Gäste: Theo Waigel (früherer Bundesfinanzminister, CSU), Joachim Starbatty (Eurokritiker und Autor von: "Die Euro-Illusion"), Ursula Weidenfeld (Wirtschaftsjournalistin), Hans Rudolf Wöhrl (Unternehmer).
Das Schockierendste war, mit welcher Inbrunst ein gewisser Theo Waigel den Euro verteidigt, bisher, jetzt und künftig...! smilie_18 smilie_18 smilie_18

http://www.br-online.de/bayerisches-fer ... 534927.xml

Beitrag 19.01.2011, 18:34

silberjunge
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das tun doch alle Politiker. Jeder redet sich den Euro schön als gebe es nichts anderes.
Ich kann dieses unsinnige Gerede unserer Politiker nicht mehr hören!
Gab es zu D-Mark Zeiten Krieg? ging es uns schlecht? wir hatten eine gutgehende Wirtschaft, eine starke
D-Mark.
Jetzt??? die EU-Länder sind pleite, Steuern steigen und steigen.....welchen Vorteil haben wir?
Ich lasse mich nicht verarschen!!! smilie_18

Beitrag 19.01.2011, 18:46

dobby
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Ich sach's ja, Glaubwürdigkeitsfrage:
Wie wenn beim Fußball beteuert wird, dass "kein Mensch daran denkt" den Trainer zu wechseln..... smilie_08
oder wenn
Die ganze FDP beteuert, dass sie geschlossen hinter Guido steht! smilie_07 smilie_07

Beitrag 19.01.2011, 18:50

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Ladon
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Die DM war eine FIAT Währung und sie hätte keine diesem System immanente Entwicklung aufgehalten - bestenfalls verzögert. Dann müssten sich eben unsere Kinder mit der steilen Phase der exponentiellen Entwicklung auseinander setzen.

Der Euro hat so manchen Fehler, aber seine Einführung ist doch nur der vorläufige Schlusspunkt einer europäischen Entwicklung, die in den 50ern begonnen hat.

Es ist egal, wie die Währung heißt. So lange sie Mittel zum Zweck im bestehenden (mehr oder weniger globalen) Wirtschaftssystem ist, verfällt sie, weil Schulden, Geldvermögen und daher die Wirtschaft zu ewigem Wachstum "verdammt" sind, was früher oder später zu den nun beobachtbaren Konsequenzen führt.

Der Mythos der DM beruht allein auf der Tatsache, dass sie gerade noch rechtzeitig abgeschafft wurde.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 19.01.2011, 18:51

dobby
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Ladon hat geschrieben:Der Mythos der DM beruht allein auf der Tatsache, dass sie gerade noch rechtzeitig abgeschafft wurde.
GENIALER SATZ!! smilie_09 smilie_09 smilie_09
Und zum Abend noch das:
http://www.welt.de/finanzen/article1224 ... gkeit.html

Beitrag 19.01.2011, 20:07

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999.9
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Keine Währung der Welt hätte auf Dauer, die Belastungen, die die Wiedervereinigung mitgebracht hat, wegstecken können.

Allerdings hält auch keine Währung der Welt die Finanzsysteme von Griechenland, Portugal, Spanien etc. aus. :roll:
Nichts hasst der im Denken geschulte mehr als die Negation der Logik.
Eine Unze bleibt eine Unze bleibt eine Unze! Mittler zwischen Hirn und H�nden muss das Herz sein!

Beitrag 19.01.2011, 20:35

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Ladon
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999.9 hat geschrieben:Keine Währung der Welt hätte auf Dauer, die Belastungen, die die Wiedervereinigung mitgebracht hat, wegstecken können.

Allerdings hält auch keine Währung der Welt die Finanzsysteme von Griechenland, Portugal, Spanien etc. aus. :roll:
Und definitiv keines die überbordende "Selbstalimentierung" der großen Geldvermögen ... die 10 reichsten Deutschen besitzen mehr als das BIP von Irland ausmacht ... und diese Vermögen wachsen genauso schnell wie die Schulden. "Grenzüberschreitend".
Andere gibt es schon genug

Beitrag 19.01.2011, 20:37

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999.9
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Der Mathematiker spricht von exponentiellem Wachstum.

Wenn das in der Natur vorkommt bedeutet das in der Regel nichts Gutes. Tumorzellen wachsen auch mit exponentieller Geschwindigkeit.
Nichts hasst der im Denken geschulte mehr als die Negation der Logik.
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Beitrag 19.01.2011, 21:10

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Ladon
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Zur Erläuterung:

"Natürliches" Wachstum geht am Anfang schnell und flacht dann ab und nähert sich einem "gesunden" Grenzwert (so wie ein Lebewesen (gleichmäßig) wächst, bis es eben ausgewachsen ist)
"Exponentielles" Wachstum bedeutet Verdopplung in jeweils einer bestimmten Zeitspanne = der Grenzwert ist "Unendlich" und die Sache beschleunigt sich immer mehr (siehe Krebsgeschwüre). Anschauliches Beispiel: Der (hypothetische) Seerosenteich: Die Seerosen bedecken jeden Tag die doppelte Fläche. Das bedeutet am Ende, dass - egal wie groß der Teich (oder wie stabil die Währung?) ist - sobald der beliebig große Teich zur Hälfte bedeckt ist ... am nächsten Tag ist er ganz bedeckt!
"Lineares" Wachstum bedeutet stets gleicher Zuwachs (quantitativ) in einer bestimmten Zeitspanne.

Das bestehende Wirtschaftssystem basiert auf "exponentiellem" Wachstum - was in einer begrenzten Welt verständlicherweise widersinnig ist. Dazu ist interessant zu bemerken, dass wir in Deutschland mit relativ geringen Schwankungen ein recht lineares Wachstum haben. D.h. wir legen seit den 50er Jahren "von der Menge her" gleichmäßig zu. Nur dass das früher eine Wachstumsrate von fünf, sechs oder mehr Prozente bedeute und heute eben nur noch 0,8% oder so.
Mit anderen Worten: Das Wachstum kann nicht mehr Schritt halten mit dem Anstieg der (gesamten) Schulden - und damit der Vermögen.

Das ist, wie hier schon oft festgestellt wurde, ein gigantischer Umverteilungsmechanismus von "unten" (nämlich dort wo Werte tatsächlich erschaffen werden: durch Arbeit und/oder Dienstleistung) nach oben (wo leistungslos die Vermögen anschwellen). Der Transfer "nach unten" - egal ob im nationalen Rahmen an "Sozialhilfeempfänger" oder international an "Pleitestaaten" - ist, unabhängig von der Frage ob die da "unten" an ihrer Situation selber schuld sind, dagegen ein Witz!

Im Jahr 2000 hat der Herr Creutz mal berechnet, wie groß ein Vermögen sein muss, um zu den Gewinnern in diesem Spielchen zu zählen: Bei 4% Verzinsung (!) und jährlichen Ausgaben in Höhe von 50.000 (die Währung spielt keine Rolle, es geht nur um die Berechnung) braucht man etwa das 10fache an Vermögen um die in den Ausgaben enthaltenen Zinslasten (die ja in jedem Preis, jeder Gebühr einkalkuliert sind) zu bezahlen. Und diese Zinslast mehrt die "großen Geldvermögen".

Edelmetallbesitz bedeutet daher auch das eigene Vermögen diesem Spiel zu entziehen.
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Beitrag 20.01.2011, 08:25

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Ladon hat geschrieben:Die DM war eine FIAT Währung und sie hätte keine diesem System immanente Entwicklung aufgehalten - bestenfalls verzögert. Dann müssten sich eben unsere Kinder mit der steilen Phase der exponentiellen Entwicklung auseinander setzen.

Der Euro hat so manchen Fehler, aber seine Einführung ist doch nur der vorläufige Schlusspunkt einer europäischen Entwicklung, die in den 50ern begonnen hat.

Es ist egal, wie die Währung heißt. So lange sie Mittel zum Zweck im bestehenden (mehr oder weniger globalen) Wirtschaftssystem ist, verfällt sie, weil Schulden, Geldvermögen und daher die Wirtschaft zu ewigem Wachstum "verdammt" sind, was früher oder später zu den nun beobachtbaren Konsequenzen führt.

Der Mythos der DM beruht allein auf der Tatsache, dass sie gerade noch rechtzeitig abgeschafft wurde.
glaubst du eigentlich den quatsch, den du da schreibst?... smilie_08

also ein bischen ahnung von VWL hast du ja ohne zweifel, aber deine theorie ist meilenweit von der realität entfernt! mit der euro-einführung wurde mein einkommen halbiert da die preise gleichblieben (des alltäglichen bedarfs), lediglich die DM gegen € - Zeichen wurden ausgetauscht!!!! ärgerlich für die euro-fans muss das berühmte T€uro gerede sein, obwohl es nur 1000 € aussagt... smilie_02.
das vermögen und einkommen der deutschen wurde schlichtweg halbiert! zur freude der schwachen südländischen währungen!!......und die haben gelebt in saus und braus.....das ende kennen wir ja,ne?!

und die umverteilung geht dereit von nord-europa nach südeuropa!! nicht von unten nach oben! immer diese polemischen neiddebatten-gründe.....ttttzzzz!klar haben große banken kredite nach südeuropa vergeben, aber niemand hat die kreditnehmer gezwungen diese zu nehmen, bzw. zu realisieren.
jetzt einen auf "hilf-mir" machen oder ich spiele nicht mehr mit euch europa ist das allerletzte und nach meiner meinung sollte man diese staaten kurzerhand aus der sog. währungsunion rauswerfen. basta.
was gehen mich griechische oder irische staatsschulden an?? NIX, genau! und wenn eine bank hopps geht, kommt dafür eine andere.!!! :twisted: was gehen mich soffin und bafin an?, genau NIX!! hängt die politiker auf, die es verbockt haben, aber finger weg von meinem geld.

vielleicht solltest du mit deiner €uro-gläubigkeit moderator in einem €uro-forum der bundesbank werden....für solche fans bezahlen die sehr gut!!!

und noch etwas: hör endlich auf über die reichen herzuziehn, harz4 empfänger kaufen kein gold auf gold.de !!!!!!

deine €uro-gläubigkeit ist fast schlimmer, wie die VDB (edson)....

Tel.

Beitrag 20.01.2011, 08:35

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Pinguin
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Ganz schön starker Tobak, den Du da vom Stapel lässt, Tel.!

Aber die Grundaussage von Landon stimmt absolut, der Verfall unserer Währung (Name egal!) wurde durch die nicht-vereinheitliche Wirtschaftspolitik nur beschleunigt.´
JEDE ungedeckte Währung, die auf Zinseszins und frictional banking beruht, wird kollabieren, egal wie sie heisst!
Ich empfehle dringend die Lektüre des e-books "Die Geldfalle". Ganz dringend!

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Beitrag 20.01.2011, 08:47

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Ladon
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Informier' Dich bitte besser, bevor Du derart vom Leder ziehst.

Lies meine Posts, dann merkst Du, dass ich ganz bestimmt kein "Euro-Gläubiger" bin.

Bitte mäßige Deinen Tonfall.
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Beitrag 20.01.2011, 09:41

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thEMa
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Eine Währung, die dem Zinseszinssystem unterliegt, hat etwa die Lebenserwartung eines Menschen. Sie kann natürlich - vor allem bei entsprechendem Lebenswandel - jünger" sterben" und auch etwas älter werden, aber irgendwann ist es einfach Zeit....wie beim Menschen eben.

EDIT: Um Missverständnissen vorzubeuten: Der Euro ist keine "junge" Währung in diesem Sinn, da er nicht aus einem Crash geboren wurde. Dem Kind wurde nur ein neuer Namen gegeben.

Im Silber.de-Forum hat der, von mir für seine fundierten und in der Regel auch recht aufwändigen Beiträge geschätzte, svcd eine Kurve über die amerikanische Staatsverschuldung eingestellt.

http://www.silber.de/forum/zahlungsunfa ... tml#116419

Ich habe die mal grob mit dem Lineal vermessen und komme so auf eine Geldmengenzunahme von jährlich ca. 9,6% seit 1980. Schön zu sehen ist der Versuch aus der Clinton-Ära, die Verschuldung zurückzuführen. Ähnlich sehen übrigens praktisch alle Haushalte der eingesessenen Industriestaaten aus, bei denen sich das (prozentuale) Wirtschaftswachstum im laufe der Jahrzehnte abgeflacht hat. Die Frage ist also nur, wann (und nicht ob) ein Land in die "steile" Phase kommt.

Um die Dynamik der Exponentialfunktion zu verdeutlichen: In etwas über 200 Jahren schneidet die Kurve (weiteres mathematisches Wachstum bei 9,6% vorrausgesetzt) den Nullpunkt wieder, aber von unten kommend, nachdem sie einmal die Erde umrundet hat. Das zweite mal dauert's nur noch 8 Jahre, das dritte mal nur noch 5 usw. Irgendwann kommt der Punkt, an dem es einfach kein Halten mehr gibt, und sei es der Tag, an dem die Comuter die hohen Zahlen nicht mehr verarbeiten können.

In der Realität ist natürlich viel schneller Schluss, da das zusätzliche Geld ja nicht gleichmäßig verteilt wird, sondern der Teufel dank Zinseszins immer auf den ohnehin größten Haufen scheißt. Da die die Menge der kaufbaren Waren dem mathematischen Wachstum des Geldes nicht lange folgen kann, steigen sie Preise (heutzutage global) und zwar schneller als die unteren Einkommen. Und dann geht's unten los! Immer mehr mehr Menschen werden sich vor die Frage gestellt sehen: "Verhungern oder Aufmucken?" - siehe Tunesien
Ähnliches, aber auf einem etwas komfortableren Niveau, läßt sich auch innerhalb der deutschen (amerikanischen, griechischen ...usw.) Gesellschaft beobachten.
Neu ist, dass, u.a. die lange Friedenszeit in Europa und dem Großteil der Welt in Kombination mit der Globalisierung, eine Art Synchronisierung bewirkt hat, so dass die Währungen so vieler Staaten gleichzeitig in die steile Phase kommen.

Beitrag 20.01.2011, 10:19

Spongebob
thEMa hat geschrieben:Eine Währung, die dem Zinseszinssystem unterliegt, hat etwa die Lebenserwartung eines Menschen. Sie kann natürlich - vor allem bei entsprechendem Lebenswandel - jünger" sterben" und auch etwas älter werden, aber irgendwann ist es einfach Zeit....wie beim Menschen eben.
Die griechische Drachme war aber die am längsten im Umlauf gewesene Währung.
Knapp 2.000 Jahre und das ist doch ein guter Schnitt.
Gut, Griechenland ist am Boden, aber nichts desto trotz hat die Währung extrem lange überlebt.

Beitrag 20.01.2011, 10:26

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"Crashs" und die resultierenden Umschichtungen müssen nicht mimmer mit der Außerkraftsetzung einer Währung einhergehen. England erlebte während des 19. Jahrhunderts eine ganze Reihe schwerer Krisen mit katastrophalen sozialen Folgen ... das Pfund hat sich trotzdem durchgemogelt als Währungseinheit. Der Name des Papiers ist, wie schon erwähnt, eigentlich egal.
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Beitrag 20.01.2011, 10:28

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999.9
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Der US-Dollar in seiner kurzen Geschichte hat schon über ein Dutzend tiefgreifende Währungsumstellungen des US-Finanzsystems hinter sich. Fällt der Masse an Leuten aber nicht auf, da der "Greenback" vom Aussehen her absichtlich kaum verändert wurde.
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Beitrag 20.01.2011, 10:45

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999.9 hat geschrieben:Fällt der Masse an Leuten aber nicht auf, da der "Greenback" vom Aussehen her absichtlich kaum verändert wurde.
Richtig, es hat sich nur das Kleingedruckte geändert :mrgreen:

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Beitrag 20.01.2011, 10:51

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thEMa
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Spongebob hat geschrieben: Die griechische Drachme war aber die am längsten im Umlauf gewesene Währung.
Knapp 2.000 Jahre und das ist doch ein guter Schnitt.
Gut, Griechenland ist am Boden, aber nichts desto trotz hat die Währung extrem lange überlebt.
Aus dem selben Grund, aus dem das wahre Alter des Euro nicht 12 Jahre ist, war das Alter der Drachme vor dem Euro nicht 2000 Jahre. Es kommt auf den vorherigen Einschnitt an, nicht darauf, wie die Währung gerade heißt. Es ist die immer ungleicher werdenden Verteilung der Geldmenge, die das Ende einer Währung einläutet. Durch diesen Effekt (resultierend aus dem Zinseszinssystem) verliert das Geld irgendwann für einen Großteil der Gesellschaft (bzw. der Menschheit in einer globalsierten Welt) seine Funktion als Tauschmittel.

Beitrag 20.01.2011, 11:32

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Pinguin
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Nicht ganz.
Das Problem ist, dass die Geldmenge stärker steigt als die Gütermenge. Durch diese Inflation der Geldmenge inflationieren die Preise zwangsläufig, um wieder ein Geleichgewicht herzustellen (Geldmenge = Gütermenge x Preis).
Durch die Preis-Inflation verliert aber das Geld seine Wertaufbewahrungsfunktion.
Dadurch wird schließlich das Vertauen ins FIAT zuerstört und erst ganz zum Schluß verliert das Geld dann auch seine Funktion als Tauschmittel.

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Beitrag 20.01.2011, 11:38

MapleHF
... den Faktor Umlaufgeschwindigkeit der Geldmenge darf man dabei nicht außer Acht lassen.

Diese sinkt nämlich in den letzten Jahren kontinuierlich. Mit ein Grund, warum sich die Geldmengenerweiterung derzeit nicht so extrem in den Teuerungsraten bemerkbar macht.

MapleHF

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