Am Tag, als der Dollar starb

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Beitrag 04.03.2015, 22:23

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goldjunge01
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Soweit sind wir schon: Dollars bleiben liegen - Gold wird geklaut

:mrgreen:



Spektakulärer Überfall in den USA: Trio räumt Goldtransporter aus



Ein bewaffnetes Trio hat auf einer Autobahn im US-Bundesstaat North Carolina einen Transporter überfallen und ist mit Goldbarren mit einem Gesamtgewicht von 125 Kilogramm und einem Wert von vier Millionen Dollar (knapp 3,6 Millionen Euro) getürmt. Wie die "Wilson Times" berichtet, war der Transporter auf dem Weg von Miami im südöstlichen Bundesstaat Florida nach Massachusetts, als er eine Panne hatte und an den Straßenrand fuhr.
Nichts ist so schlimm wie Halbwissen!

Beitrag 05.03.2015, 07:23

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Ladon
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Zitat aus diesem Thread weiter oben:
...
ob der € das Ende des Jahres 2012 erlebt, darüber hege ich allergrösste Zweifel.
...
Wenn da mal nicht der Wusch Vater des Gedankens war ... was bei dem ganzen Faden immerhin denkbar ist.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 05.03.2015, 08:12

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lifesgood
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... ich bin ganz ehrlich; vor zwei, drei Jahren hätte ich nicht geglaubt, dass es heute den Euro noch in unveränderter Form gibt und noch kein Land aus dem Euro ausgestiegen ist.

Wenn wir in den letzten Jahren etwas gelernt haben, dann dass der Wille zum Erhalt des Euro um jeden Preis umgesetzt wird.

Da wird dann auch vor Tabubrüchen wie der direkten Staatenfinanzierung durch die EZB nicht zurückgeschreckt. Wobei das rational betrachtet sogar sinnhafter ist, als wenn die EZB Geld für 1% an Geschäftsbanken gibt und diese dann für 2-stellige Zinsen z.B. an Griechenland weiterverleiht. Wobei die anderen Eurostaaten als Bürgen fungierten.

Ich denke mal, man wird das Ganze noch ein Weilchen mit soviel Geld schmieren, dass auch offensichtliche Bruchstellen übertüncht werden.

Mit diesem unbedingten Willen zum Erhalt der ganzen Eurozone taktiert auch die neue griechische Regierung, anders ist das, was man aus Griechenland hört, nicht mehr zu erklären.

Die Frage ist nur, wann hier "Schmerzgrenzen" überschritten werden ...

Wobei man vermutlich auch nach einem GREXIT den toten Gaul Euro noch ein Weilchen weiterreiten würde ...

lifesgood

Beitrag 05.03.2015, 08:26

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Ladon
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lifesgood hat geschrieben:...
Wobei man vermutlich auch nach einem GREXIT den toten Gaul Euro noch ein Weilchen weiterreiten würde
...
Wir alle (ich nehme mich da nicht aus) sehen das aus "unserer" Perspektive.

"Toter Gaul"?
Irgendwer hat letzthin in einem Faden geschrieben, dass jede Papiergeldwährung höchsten 36 Jahre überdauert hätte - gewagte These und überdies nicht gerade aktuell:
Da wäre z.B. der Dollar seit Anfang der 70er (als er endgültig "FIAT" wurde); die DM (und div. andere Währungen des westlichen Systems) über 50 Jahre ... und wenn man die Währungsunion als eine seit den 60er Jahren angestrebte Entwicklung sieht, dann existiert das FIAT Westeuropas jetzt etwa 60 Jahre.
Der internationale Goldstandard - obwohl man das nicht an einem exakten Datum festmachen kann - hat als globales "Leitwährungssystem" gerade mal 30-40 Jahre geschafft. Dann hatten sie ihn ausgenudelt.

Was ich damit sagen will:
Ich glaube, dass man in den "Entscheiderkreisen" ganz und gar nicht der Meinung ist, dass sei ein "toter Gaul".
Und das schon deswegen, weil komplexe Systeme außerordentliche "Selbsterhaltungskräfte" haben! Das ist vor allem anderen die Tatsache, dass logischerweise in aller Regel nur "Systemlinge" an Entscheiderpositionen gelangen.
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Beitrag 05.03.2015, 09:12

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lifesgood
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... historisch betrachtet befinden wir uns auf Neuland.

Auf deutschem Boden hatten wir wohl nie eine so lange Zeit ohne kriegerischer Auseinandersetzungen. Nicht selten waren es ja Kriege, die dann auch zum Zusammenbruch einer Währung geführt haben.

Aber so ein Krieg hatte, wenn er vorbei war, volkwirtschftlich betrachtet auch seine Vorteile (ich schreibe das ohne Wertung). Denn ein Land lag nach dem Krieg auf dem Boden und mußte wieder aufgebaut werden, so entstand eine riesige Nachfrage für eine neu entstandene Wirtschaft. Zudem wurde durch die Gefallenen und Opfer des Krieges die Rentenkasse über Jahrzehnte geschont.

Zusätzlich kam es nach einem (verlorenen) Krieg auch meist zu einem Regierungswechsel und damit auch zur Entmachtung der alten Seilschaften und Nutznießer des vorherigen Systems.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Wir können glücklich und dankbar sein, dass uns ein Krieg erspart geblieben ist, aber wir müssen eben die volkswirtschaftlichen Folgen irgendwie handhaben.

Wirtschaftlich hat Deutschland hier den Weg gefunden durch 0 Wachstum bei den Reallöhnen die Exportwirtschaft zu stärken. Da dies alleine nicht gereicht hat, wurden durch den Euro die Südländer Europas finanziell gestärkt, damit sie auch deutsche Produkte importieren können. Dass dies auf Dauer nicht funktionieren kann, ist offensichtlich und die Folgen fallen uns langsam auf die Füße.

Dass uns das System bzw. der Euro noch nicht um die Ohren geflogen ist, liegt ja zum großen Teil auch daran, dass die Zinsen gegen 0 tendieren, die Zentralbank schon Negativzinsen belastet. Damit wird auch jeglicher Zinseszinseffekt fast gänzlich eliminiert.

Nur so gelingt es, das System noch ein paar Jahre aufrecht zu erhalten. Die Zeche zahlt der FIAT-Sparer, dessen Vermögen schon seit Jahren durch eine negative Realverzinsung peu à peu entwertet wird.

Aber häufig kommt er eben nicht drum rum in FIAT zu sparen, weil er sich bewußt ist, dass er mit seinem Rentenanspruch alleine einen recht tristen Lebensabend fristen müßte.

Die Probleme, die wir vor uns herschieben werden immer größer ... :(

lifesgood

Beitrag 05.03.2015, 13:09

Turnbeutelvergesser
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lifesgood hat geschrieben:
Zusätzlich kam es nach einem (verlorenen) Krieg auch meist zu einem Regierungswechsel und damit auch zur Entmachtung der alten Seilschaften und Nutznießer des vorherigen Systems.


lifesgood
Da wäre ich mir nicht so sicher. Das Großkapital, dass am I.WK und II.WK gut verdient hat, war danach weiterhin gut aufgestellt und die Seilschaften bestens aktiv.

Nach dem II.WK sind unzählige 'Parteiangehörige' einfach schön in die neue Republik in führenden Positionen rüber geglitten. Wie hat Adenauer gesagt: Man schüttet kein altes Wasser weg solange man kein frisches hat. Ja, genau.

Und die Seilschaften, die in den neuen Bundesländern aktiv sind, hatten auch schon zu Vorwendezeiten gute Posten.

Nee, irgendwie wiederholt sich Geschichte doch. Bei einem Wechsel fallen mehr Leute wieder auf ihre Füße, als einem lieb sein kann.

Beitrag 05.03.2015, 15:50

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Polkrich
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Stimmt nicht (mit den Seilschaften in der ex DDR). Wir haben die ganzen feinen Herrschaften ohne berufliche Zukunft vom Westen hierher bekommen, nun sind wir quasi ein besetztes Land. Wers für Propaganda hält, soll sich mal die Quoten Wessis/Ossis im höheren Dienst der neuen Länder anschauen (Gerichte, Staatsanwaltschaften, Bundesbehörden, Landesbehörden etc.). Die liegt inoffiziell bei 90:10.
Immer kritisch bleiben....

Erfolgreich gehandelt mit diversen Mitgliedern
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Beitrag 05.03.2015, 16:22

Turnbeutelvergesser
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@Polkrich,

kannst mir glauben, dass die eine oder andere Seilschaft sehr gut funktioniert. Im öffentlichen Dienst mag das mit der Ost/West Quote ja stimmen und weniger der Fall sein. Aber ich kenne einige, die die unschönen Seiten von Seilschaften (außerhalb von Behörden) kennen gelernt haben. Ich werde hier sicher niemanden öffentlich an den Pranger stellen. Hab keinen Bock auf ne Verleumdungsklage.

Beitrag 05.03.2015, 20:42

veritas
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Polkrich hat geschrieben:Wir haben die ganzen feinen Herrschaften ohne berufliche Zukunft vom Westen hierher bekommen, nun sind wir quasi ein besetztes Land.
Dafür hat man sich dann aber wirklich schon bitter gerächt, und der ganzen Bundesrepublik nun solche Koryphäen wie Merkel und Gauck an die Backe geklebt. Politik kann so grausam sein! Ein Traumpaar übrigens, kennen sich doch beide noch aus alten informellen Zeiten ganz prächtig. (zumindest im Geiste)

Ansonsten stimmt es schon. Das waren noch Jahre, besonders so kurz nach der Wende, wo man anderen beibringen wollte, richtig mit Messer & Gabel umzugehen, teilweise selbst aber kaum ohne größere Probleme die richtige Öffnung fand. :mrgreen:

Beitrag 09.03.2015, 14:24

frankdieter50
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veritas schrieb:

Dafür hat man sich dann aber wirklich schon bitter gerächt, und der ganzen Bundesrepublik nun solche Koryphäen wie Merkel und Gauck an die Backe geklebt. Politik kann so grausam sein! Ein Traumpaar übrigens, kennen sich doch beide noch aus alten informellen Zeiten ganz prächtig. (zumindest im Geiste)

Des wegen nennt man deren Vorgehensweise " Gaukeleien " :roll:
Wissen ist Macht und Nichtwissen macht nichts, da wirst Du nur über den Tisch gezogen

Beitrag 10.03.2015, 07:48

Goldzwerg
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"Seilschaften" heißt das heute nicht mehr. Jetzt heißt es "Vernetzung" und wird von Führungskräften gefordert, auch wenn es im Endergebnis nichts anderes ist und doch nur "Klüngel".

:roll:

Beitrag 10.03.2015, 16:10

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Titan
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Wann starb denn der Dollar smilie_08
Oder liegt hier eine Verwechslung vor:
Der Tag,als der Thaler starb... und keiner weinte ihm eine Träne nach.
Oder geht es um eine wichtige Persönlichkeit mit dem Namen Herr Dollar??
Bitte um Aufklärung smilie_16
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 10.03.2015, 18:51

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Ladon
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Ja, der Titan trifft den Nagel auf den Kopf!

Mich würde auch mal interessieren, wann der Dollar denn gestorben ist. An welchem Tag war das? Und man stelle sich nur mal vor: Da kaufen Leute Gold, Immobilien, ja ganze Firmen mit Dollars ... obwohl der tot ist!

Im Ernst: Schaut Euch mal an, wann und mit was dieser Faden gestartet wurde ...
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Beitrag 10.03.2015, 21:46

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MaciejP
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Ladon hat geschrieben:Im Ernst: Schaut Euch mal an, wann und mit was dieser Faden gestartet wurde ...
Interessant vor allem das Timing. Seit Mitte 2011 geht's beim Dollar-Index nämlich nur noch berauf. :)

Beitrag 10.03.2015, 22:22

Gladius
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Na, sei doch froh das er tot ist Ladon. Oder würdest du dich wohl fühlen wenns in deiner Geldbörse dauernd rappelt und zappelt ^^?

Beitrag 10.03.2015, 22:29

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Titan
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Gladius hat geschrieben:Na, sei doch froh das er tot ist Ladon. Oder würdest du dich wohl fühlen wenns in deiner Geldbörse dauernd rappelt und zappelt ^^?
Na denn bin Icke jetzt auch beruhigt--meine Euronen sind ja auch ganz viel tot,
da zappelt ja auch nix,nicht mal die großen Lila-Pausen-Scheine smilie_20
T.
P.S.So langsam hilft nur noch der Besen smilie_18
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Pythagoras von Samos

Beitrag 11.03.2015, 08:20

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Ladon
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Gladius hat geschrieben:Na, sei doch froh das er tot ist Ladon. Oder würdest du dich wohl fühlen wenns in deiner Geldbörse dauernd rappelt und zappelt ^^?
smilie_01

@ Titan
Ich hatte die virtuelle Kehrschaufel heute morgen schon in der Hand, aber andererseits ist es doch vielleicht gar nicht so schlecht, wenn mal deutlich zu sehen ist, dass zwischen berechtigter Kritik und "unvermeidlichem Katastrophenszenario" eben doch eine gewaltige Lücke klafft.
"Am Tag als der Dollar starb" ist natürlich eine rhetorisch hübsche Überschrift, die vielen einfach aus dem Herzen spricht, weil man es sich halt wünscht.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 11.03.2015, 13:01

frankdieter50
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Wohnort: Thüringen das grüne Herz Deutschlands
Mitunter werden Träume aber wahr 8)
Wissen ist Macht und Nichtwissen macht nichts, da wirst Du nur über den Tisch gezogen

Beitrag 11.03.2015, 13:05

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VfL Bochum 1848
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Allerdings sollte man so langsam nicht mehr davon ausgehen, dass der Dollar noch vor dem Euro stirbt smilie_02
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 11.03.2015, 17:51

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Ladon
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Da zitiere ich nochmal mein Zitat ...
Ladon hat geschrieben:Zitat aus diesem Thread weiter oben:
...
ob der € das Ende des Jahres 2012 erlebt, darüber hege ich allergrösste Zweifel.
...
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