Wir wollen unser Geld zurück!

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Beitrag 19.07.2011, 09:50

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alibaba
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Für anders denkende Menschen oder Glaubenseinstellungen Homosexuelle Schwerstkranke

war es eine furchtbare Zeit in ein fanatischen Überwachungsstaat zu leben bzw. durch das deutsche Volk

zu sterben "im Namen des Volkes" wie auch in jeder anderen Diktatur auf der Welt

die krankhafte paranoide starrsinnigkeit gepaart mit Politikern , ist die schlimmste Waffe gegen Völker

die mit Waffengewalt gegängelt wird smilie_02

siehe 17 Juni wo mit Waffengewalt die Menschen erschlagen wurden in Deutschland

und die Geschichtsfälschung ihren lauf nahm ,von demokratisch gewählten Volksvertrettern . smilie_02

Würde man alle guten Dinge aus Systeme von Diktaturen & Demokratien rausfiltern ,wäre es sicherlich

noch besser in Metropolis smilie_02


Gruss
alibaba (grins)
PS. die Deutschen waren schon immer Weltmeister in Geschichtsbegradigungen
"unter 12 Jahre oder über 12 Jahre" nun bin ich drauf gekommen ,
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Beitrag 19.07.2011, 10:46

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Gringo
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regenbogendieb hat geschrieben:Also eines habe ich als Münzen-Newbie jetzt doch gelernt:
Finger weg von Münzen aus Kaiserreich, Weimar und Drittem Reich, denn man setzt sich unweigerlich mit finsteren Abschnitten der deutschen Geschichte auseinander, und bekommt schlechte Laune. Die übelsten Exemplare dürften wohl die RM-Stücke mit dem HK drauf sein. Die sollte man zwangsweise einziehen und umgehend der Schmelze zuführen, zumal es langatmige Diskussionen über Kriegsursachen, Reparationen, Schulden und Kriegsfolgen unterbindet, und daher der kollektiven Verbesserung des Volksgefühls dient, ganz ohne Erhöhung der Krankenkassen-Beiträge.
Sag mir BITTE, daß Du den Ironiesmilie nur vergessen hast, bitte... :shock:

Übrigens, Pro NRW hin oder her, ich würde ZU GERNE mal wissen, wie hoch die Zahl derer, die ihre Landeswährungen zurück haben wollen -ohne hochnotpeinlich gefälschte Statistiken- WIRKLICH ist, ich schätze da würden unsere Polithansel und grünverblendete mit den Ohren schlackern...

Es ist Volkes Wille, die DM zurück, aber pronto! smilie_01
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Beitrag 19.07.2011, 11:10

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Gringo hat geschrieben:Übrigens, Pro NRW hin oder her, ich würde ZU GERNE mal wissen, wie hoch die Zahl derer, die ihre Landeswährungen zurück haben wollen -ohne hochnotpeinlich gefälschte Statistiken- WIRKLICH ist, ich schätze da würden unsere Polithansel und grünverblendete mit den Ohren schlackern...
Der Interviewte spricht von ca. 70 %.
In den Niederlanden wollen laut aktueller Presseberichterstattung ca. 50 % aus dem Euro raus.

Beitrag 19.07.2011, 11:11

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Ladon
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Gringo hat geschrieben:...
Es ist Volkes Wille, die DM zurück, aber pronto! ...
Und dann?
Glaubst Du nicht, dass es den Systemprofiteuren ziemlich egal ist, wie die Währung heißt mittels derer sie sich bereichern?

Und keiner kann mir erklären was an dieser aufoktroyierten FIAT-Währung so toll gewesen sein soll, außer dass in ihrer Anfangszeit ein Aufschwung aus dem Nichts stattgefunden, der auch auf der Basis von Muscheln als Geld geschehen wäre, weil ihn die MENSCHEN hierzulande erarbeitet hatten und einzig und allein IRGENDEIN "vertrauenswürdiges" Geld eben da sein musste.

Ob "grün-" oder "DM-verblendet" ... verblendet ist verblendet und bedeutet nur das wahrzunehmen, was man wahrnehmen möchte.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 19.07.2011, 11:50

regenbogendieb
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Gringo hat geschrieben:
regenbogendieb hat geschrieben:

Sag mir BITTE, daß Du den Ironiesmilie nur vergessen hast, bitte... :shock:
Hab ich nicht vergessen. :-)

Beitrag 19.07.2011, 12:03

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alibaba
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Gringo hat geschrieben:
regenbogendieb hat geschrieben:Also eines habe ich als Münzen-Newbie jetzt doch gelernt:
Finger weg von Münzen aus Kaiserreich, Weimar und Drittem Reich, denn man setzt sich unweigerlich mit finsteren Abschnitten der deutschen Geschichte auseinander, und bekommt schlechte Laune. Die übelsten Exemplare dürften wohl die RM-Stücke mit dem HK drauf sein. Die sollte man zwangsweise einziehen und umgehend der Schmelze zuführen, zumal es langatmige Diskussionen über Kriegsursachen, Reparationen, Schulden und Kriegsfolgen unterbindet, und daher der kollektiven Verbesserung des Volksgefühls dient, ganz ohne Erhöhung der Krankenkassen-Beiträge.
Sag mir BITTE, daß Du den Ironiesmilie nur vergessen hast, bitte... :shock:

Übrigens, Pro NRW hin oder her, ich würde ZU GERNE mal wissen, wie hoch die Zahl derer, die ihre Landeswährungen zurück haben wollen -ohne hochnotpeinlich gefälschte Statistiken- WIRKLICH ist, ich schätze da würden unsere Polithansel und grünverblendete mit den Ohren schlackern...

Es ist Volkes Wille, die DM zurück, aber pronto! smilie_01

wäre das Volk nicht um die Frucht seiner Ersparnisse im Umtausch betrogen worden 2DM = 1 Euro

dann würde das Leben vermutlich und auch der Frust nicht so gross vorhanden sein

und ein Liter Sprit würde Heute genau so erschwinglich sein wie vorher und sonstige Kosten smilie_02

...............
der Deutsche macht immer nur den Dritten Platz in der Geschäftswelt zwischen ZWEI Geschäftspartner

Gruss
alibaba (grins)
PS. vermutlich heisst es auch darum "verraten und verkauft "
"unter 12 Jahre oder über 12 Jahre" nun bin ich drauf gekommen ,
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Beitrag 19.07.2011, 12:05

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Ladon
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@ regenbogendieb

Hm, und wenn Du uns jetzt bitte erklären könntest, was an der Auseinandersetzung mit Geschichte - zumal der höchst interessanten deutschen - schlecht sein soll?

Wissen erwächst doch nur aus der kontroversen Diskussion! Ist sie nämlich nicht kontrovers, dann ergibt sich - logischerweise - nur HALBwissen ... egal ob man nun das linke oder das rechte Auge zudrückt.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 19.07.2011, 12:08

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Pinguin
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Jeder, der seine 5RM-Stücke (egal mit welchen Kreuzen) los haben will, kann sich vertrauensvoll an mich wenden.
Ich garantiere korrekte Abwicklung zum offiziellen Reichmark-Deutschmark-Euro-Wechselkurs und runde kaufmännisch und immer zum Vorteil des Verkäufers auf :mrgreen:

Ping

Beitrag 19.07.2011, 12:37

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Gringo
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Ladon hat geschrieben:@ regenbogendieb

Hm, und wenn Du uns jetzt bitte erklären könntest, was an der Auseinandersetzung mit Geschichte - zumal der höchst interessanten deutschen - schlecht sein soll?
Seh ich allerdings auch so. So funktioniert das nicht. Opas Haus erben, aber nicht hören wollen, was Opa so umtrieb. :wink: Oder wie war das noch, wer die Gegenwart verstehen will, muss die Vergangenheit kennen.

Und: vor allem auch beide Seiten sehen können, dunkles Kapitel, ja. Aber bei weitem nicht nur der Deutschen. Dresden. Die Rheinwiesenlager. Die Folterungen in den Ami-Gefängnissen, die Peipers Leute zu Massenmördern machten obwohl nix bewiesen war. Die russischen KZ. Und vor allem die absolute Bestie des 20. Jahrhunderts, Stalin. Undundund.

Man muss es ja nicht alles verstehen, tue ich auch bei weitem nicht. Aber es ergeben sich immer wieder hochinteressante neue Gesichtspunkte und persönliches Dazulernen. Danke Ladon für den Exkurs in die Geld-/Goldpolitik der damaligen Zeit!. Übrigens, weiß einer was dahintersteckt, daß Skull&Bones damals schon die Anfänge der NSDAP finanziert haben sollen?

Na, und die Münzen waren wunderschön! smilie_01
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Beitrag 19.07.2011, 19:10

Suedwester
Warum die Deutschen wieder ihre eigene Währung haben sollten? Ganz einfach:

- Weil die Mehrheit der Deutschen ihre eigene Währung nie abgeben wollte und zurück will (nennt sich Demokratie)
- Weil dann Importe von Öl, Gas, Rohstoffen usw. billiger werden
- Weil die Staatschulden in Euro sind - wenn die neue DM gegenüber dem Euro aufwertet, würden die Staatsschulden sinken
- Weil es dann keine EURO-Transfer-Union zur Stützung des Euro geben kann - und wenn, dann ohne Deutschland
- Weil dann das Zinsniveau evtl. niedriger wäre in Deutschland (Finanzierungskosten sinken, Anreiz zu Konsum und Investition)
- Weil die Euro-Länder zu unterschiedlich starke Volkswirtschaften haben, wo ein gemeinsamer Wechselkurs und ein gemeinsames Zinsniveau keinen Sinn machen
- Weil Deutschland dann schrittweise anfangen kann, wieder seine eigenen Interessen geltend zu machen
- Weil Deutschland dann sein Geld wieder für die eigene Bevölkerung einsetzen kann, die eigene Infrastruktur verbessern kann (Wettbewerbsvorteile - warum sollen die Deutschen ihre Konkurrenten subventionieren)
- Weil es dann wieder Vertrauen in die Währung geben wird
- Weil "Teamwork" nie funktioniert, wenn nur einer arbeitet und zahlt
- Weil Geldmenge, Wechselkurs und Zinsniveau dann den Erfordernissen der deutschen Wirtschaft angepaßt werden können

Beitrag 19.07.2011, 19:59

regenbogendieb
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Ladon hat geschrieben:@ regenbogendieb

Hm, und wenn Du uns jetzt bitte erklären könntest, was an der Auseinandersetzung mit Geschichte - zumal der höchst interessanten deutschen - schlecht sein soll?
.
Es stand doch ein Smiley bei meinem Beitrag...

Beitrag 20.07.2011, 07:17

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Ladon
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@ suedwester

Ich weiß jetzt nicht genau, ob Dein letzter Post auf mich gemünzt (schönes Wortspiel hier, was?) war ... wenn ja, dann hast Du mich aber schon missverstanden!
Du solltest schon wissen, dass in meinen "Wunschvorstellungen" Regionalgeld immer eine wichtige Rolle spielt. "Regional", also sogar innerstaatliche Lösungen, weil ich dem Zentralbankensystem ÄUSSERST skeptisch gegenüber stehe und ein "besseres" System meines Erachtens darin besteht, dass das Geld endlich "demokratisiert" wird und nicht mehr in einer vernebelten, abgehobenen und praktisch rechtsfreien Sphäre erschaffen und verwaltet wird.

Ich "polemisiere" gegen die DM-Nostalgie! Die durchschnittliche Inflationsrate der DM lag von 1950 bis 1990 bei ca. 2%. Das wird offiziell als "Preisstabilität" bezeichnet. Aber nur selten macht sich jemand bewusst, dass sich bei 2% jährlicher (kumulativ!) Inflation die Preise
... in 10 Jahren um 21,9% erhöht haben werden (aus 100 Mark werden 121,90)
... in 20 Jahren um 48,59% (100 -> 148,59)
... in 30 Jahren um 81,14% (100 -> 181,14)
Und jetzt gehts langsam in die steile Phase über:
... in 40 Jahren (bis zur [s]Eingemeindung[/s], pardon: "Wiedervereinigung") um 120,80% (100 -> 220,80)
... in 50 Jahren (Ende der DM) um 169,16% (100 -> 269,16)
... und jetzt hypothetisch bei absoluter "Stabilität" der DM: in 60 Jahren um 228,10% !!! (100 -> 328,10)
Und dann gehts durch die Decke! Nach 70 Jahren ca. 300% (100 -> 399,96) usw.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Das menschliche Hirn kann exponentielle Entwicklungen nicht fassen - wir müssen uns das ab und an vor Augen halten! Denn in absolut gleicher Weise steigen - bei der Stabilität, die die DM hatte !!! - auch Staatsverschuldung und alle damit verbundenen Probleme (natürlich auch die großen Geldvermögen, die eben genauso anwachsen).

Die DM wurde, wie ich immer schon sage, genau zur richtigen Zeit abgeschafft, so dass niemand so richtig mitbekommen hat, dass die darauf folgende Entwicklung praktisch nur eine Fortschreibung der ganz normalen Entwicklung ist.

Also sind alle Argumente, die der suedwester anbringt richtig! Ich plädiere auch für dezentrale Geldsysteme (natürlich kombiniert mit einer internationalen Verrechnungsbasis) - aber die DM war genauso eine Enteignungsmaschinerie wie jede andere auf Schulden basierende Währungseinheit.

Ein ZURÜCK wäre das Austreiben des Teufels mit Beelzebub. Es muss ANDERS werden, sonst haben spätestens unsere Enkel wieder das gleiche Problem.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 20.07.2011, 19:01

Suedwester
Mit welchem Währungssystem würde man denn 0% Inflation hinbekommen? In einer international vernetzten Wirtschaft, mit saisonalen Schwankungen, bei Knappheit von Ressourcen (Land, Wasser, Rohstoffe), gelegentlichen Kriegen und Unruhen, einer wachsenden Bevölkerung?

Wenn dann die Zinsen ebenfalls bei 0% liegen würden, wer würde denn überhaupt Geld verleihen wollen? Stünde dann überhaupt Kredit für Konsum und Investition zur Verfügung, wenn Geld gehortet werden würde? Obwohl sicher dann jeder Geld leihen möchte, weil es umsonst ist. Auch irgendwie problematisch, oder nicht? Alles nicht besonders realistisch.

Wie würde man Risiken preislich erfassen und abfedern, wenn man Geld verleiht, und nur 95% der Kreditnehmer zahlen ihren Kredit zurück. Für jede Bank doch ohne Zins und Zinseszins ein Verlustgeschäft. Gerade an Griechenland sieht man doch, daß das Zinsniveau falsch war - weil zu niedrig. Dasselbe in den USA und Spanien, wo Leute viel zu billiges Geld zum Bauen und zum Hauskauf bekommen hatten.

Regionalgeld als Lösung? Jedes Dorf wieder sein eigenes Geld? Wie soll dann nationaler Handel oder internationaler Handel abgewickelt werden? Doch ebenfalls nicht realistisch.

Wichtig für den Bürger ist, daß er soviel wie möglich von seinem hart verdienten Geld behalten kann und selber entscheiden kann, wie es ausgegeben wird. Also niedrige Steuern durch einen schlanken Staat, der nur ausgibt, was er einnimmt, und der aufhört, Gelder vom Mittelstand nach oben und unten umzuverteilen, und das Ausland nicht mehr ohne Gegenleistung mit dem Geld der eigenen Bürger beglückt. Und für das Ersparte ein Marktzins, der so hoch ist wie die Inflation, damit das Ersparte seine Kaufkraft behält. Damit könnte jeder leben. Eine Inflation von 2% im Jahr ist doch irrelevant, wenn gleichzeitig die Löhne um 2% im Jahr steigen, und man 2% im Jahr auf sein Erspartes bekommt. Damit bleibt die Kaufkraft gleich, auch wenn die Zahlen minimal größer werden.

Die Probleme im System wurden doch nicht vorrangig durch den Zinseszins ausgelöst, sondern durch die Zockermentalität der Banken, die eben nicht genug durch Zins und Zinseszins verdienen konnten, und darum massiv gehebelte Produkte, Derivate, Wetten, in Umlauf brachten. Papiere, die mit AAA bewertet wurden, obwohl sie es nicht waren, also Betrug. Hier sollte man ansetzen: Diese kriminellen Zockereien verbieten, und die Zockbuden schließen! Wieder Grenzen setzen, aber nicht für kleine Sparer, die sich bei 1000 Euro ausweisen müssen, sondern für diejenigen, die Milliarden hin- und herschieben!

Beitrag 20.07.2011, 19:05

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Suedwester hat geschrieben:Mit welchem Währungssystem würde man denn 0% Inflation hinbekommen? In einer international vernetzten Wirtschaft, mit saisonalen Schwankungen, bei Knappheit von Ressourcen (Land, Wasser, Rohstoffe), gelegentlichen Kriegen und Unruhen, einer wachsenden Bevölkerung?
Entweder mit einem durch Sachwerte gedeckten Geldsystem (Gold oder andere nicht beliebig vermehrbare Sachwerte) oder mit einem Geldsystem mit klaren Regeln, die nicht gebrochen werden können/dürfen (Vereinbarung).
Suedwester hat geschrieben:Wenn dann die Zinsen ebenfalls bei 0% liegen würden, wer würde denn überhaupt Geld verleihen wollen?
Es gibt auch den Gedankenansatz, für gehortetes Geld "Lagergebühren" zu verlangen/abzuziehen, also eine Art negativer Zins, der den Eigentümer von Kapital motiviert, das Geld zu investieren bzw. im Umlauf zu halten.

Beitrag 20.07.2011, 19:22

Suedwester
Land X hat keine Rohstoffe, aber eine fleißige Bevölkerung, die rasant wächst. Häuser und Fabriken werden gebaut, Werte geschaffen, aber der Preis von Bauland steigt massiv. Wie willst Du diesen Preisanstieg bremsen, wenn er durch massive Nachfrage ausgelöst wird? Wie willst Du die Währung des Landes decken, ein Land, das weder Gold noch Silber hat?

Ein negativer Zins würde zum Verlust unserer Ersparnisse, unseres hart erarbeitenen Vermögens, führen - und damit Werte vernichten. Eine Flucht aus dem Geld wäre die Folge, ein Vertrauensverlust in das Geld, zu unsinnigem Konsum, nur um das Geld loszuwerden usw. Ich halte nichts von Gesell und Konsorten.

Alles Theorie, nichts, was eine Alternative darstellen würde.

Beitrag 20.07.2011, 19:31

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Suedwester hat geschrieben:.... Eine Inflation von 2% im Jahr ist doch irrelevant, wenn gleichzeitig die Löhne um 2% im Jahr steigen, und man 2% im Jahr auf sein Erspartes bekommt. Damit bleibt die Kaufkraft gleich, auch wenn die Zahlen minimal größer werden ...
Minimal? Hast Du meinen Post oben gelesen?
Sind 300% Preissteigerung, 300% Schuldensteigerung, 300% Geldmengensteigerung in einem Menschenleben MINIMAL? Und wie solls weiter gehen?
Nach 100 Jahren kostet etwas, das einmal 1,- Schnuckelmark gekostet hat bei 2% Zinsen sage und schreibe 724,46 !
Und ebenso haben sich die Geldvermögen BEI "MINIMALEN" 2% Zinsen vermehrt! Wo sollen denn die 624,46 Zinsen herkommen? Die muss in den 100 Jahren jemand erarbeitet haben, der sie aber nicht bekommen hat, sondern an den mit Anfangskapital abdrücken musste.
Ob 2% oder 20% Inflation - DAS VERÄNDERT NUR DEN ZEITRAUM, ABER NICHT DIE KONSEQUENZ

Und: Es gibt sehr wohl Ansätze - der Datenreisende spricht einen an - wie andere Systeme funktionieren könnten. Indexgekoppelte Geldmenge gehört auch dazu. Wird alles vom Establishment abgeschmettert - obwohl das bestehende System seit 150 Jahren nachweislich eben NICHT funktioniert, heißt es dauernd: "Beweise her!" / "Dat jeht doch nicht" usw. Ja aber, wie wir gerade sehen, das was ist GEHT EBEN auch nicht und hat schon öfters stracks in die Katastrophe geführt!

Regional- oder Alternative Geldsysteme können ERFOLGREICH sehr wohl neben größer aufgestellten Verrechnungseinheiten existieren. "Das Wunder von Wörgl" in den 30ern, der "Chiemgauer" heute, wer kennt das "Bethelgeld"? Seit - ich glaube - 100 Jahren im Umlauf. In Japan existieren Aberdutzende erfolgreicher Regionalgeldprojekte. Die Rentenmark bis 1945 gesetzliches Zahlungsmittel NEBEN der Reichsmark!

Ich hatte oben geschrieben, dass NATÜRLICH eine internationale Basis auch bestehen muss - aber was ist denn die Forderung nach dem Rausschmiss der Griechen aus Euroland und Rückkehr zur Drachme anderes als ein Regionalgeld?

Dezentrale, vom Bürger kontrollierbare Systeme! Genau DAS IST der "schlanke Staat", den Du forderst!

Das "Schwundgeld" des Mittelaters hat durch seinen erzwungenen schnellen Umlauf zu ungeheurer Blüte und Wohlstand geführt! Dein Erspartes wird nämlich in so einem System nur weniger, wenn Du es SINNLOS hortest, statt es in greifbare Werte zu investieren: Gold, Silber, Häuser, Möbel ... was weiß ich.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 20.07.2011, 20:08

Suedwester
Was für den Einzelnen wichtig ist, ist der Erhalt der Kaufkraft seines Geldes. Es ist nicht wichtig, ob ein Brötchen eine oder eintausend Geldeinheiten kostet. Als vor ein paar Jahren ein Brötchen in Zimbabwe 100.000 Dollar gekostet hat, war das billig für jemanden, der 100 Millionen im Monat verdient hatte. Es geht nicht um die absolute Zahl, sondern darum, was man dafür bekommen kann.

Du sagst, aus 1 Mark werden in 100 Jahren dank Zinseszins 700. Mag sein. Nur, wenn ich in 100 Jahren für 700 dasselbe kaufen kann wie jetzt für 1 Mark, dann sind 700 nicht viel, eben gerade der Gegenwert einer heutigen Mark.

Bethelgeld hatte ich selber schon in der Hand. Die Währung auf den Scheinen war damals die DM - heute wohl der Euro. Der Chiemgauer ist doch genauso in einem festen Kurs an den Euro gekoppelt, oder nicht? Das ist kein echtes Regionalgeld, das ist genauso wie der Euro, wo die Münzen eine andere Rückseite haben, und die Scheine einen anderen Serienbuchstaben. Ob man Bethelgeld in der Tasche hat, portugiesische oder deutsche Euros, ist da völlig egal. Wobei das Bethelgeld halt nur in Bethel Wert besitzt. Andere Scheine verlieren vielleicht alle paar Wochen an Wert, wenn man sie so konstruiert, aber solche bunten Scheine werden doch nur unterstützt, weil sie Kuriositäten darstellen, ein Marketing-Gag, oder weil man beweisen will, was für ein guter Mensch man ist, man angeblich was für die regionale Wirtschaft tun will. Wir verwenden unsere eigenen Bons in der Firma, das ist aber auch kein Regionalgeld, sondern damit kann man halt mal ein Bier in der firmeneigenen Bar kaufen.

Was in einem Dorf in den 30ern oder im Mittelalter angeblich funktioniert hat, oder auch nicht, kann sicher nicht auf eine arbeitsteilige Weltwirtschaft übertragen werden.

Ein chaotisches System ist kein gutes System. Es muß übergeordnete Kontrollinstanzen geben. Meinetwegen eine Staatsbank, die die Kreditausgabe regelt, und ein Verbot von privaten Banken, oder zumindest eine Begrenzung auf's Kreditgeschäft. Chaos, wenn jeder sein eigenes Geld herausgeben könnte.

Worin soll der Anreiz für jemanden bestehen, Werte zu schaffen, und dafür Papier zu bekommen, das durch negative Zinsen jeden Tag weniger wert wird? Da würde ich doch gleich mehr verlangen, um den Wertverlust aufzufangen. Fast so wie bei einer Inflation.

Es würde genügen, wenn es in Euroland wieder 5 oder 10 oder 15 eigenständige Währungen geben würde. Ich will keine 1000 verschiedenen Währungen.

Beitrag 21.07.2011, 05:56

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Ladon
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@ suedwester

Soso, was "irgendwann" mal funktioniert hat, kann man nicht auf heute übertragen ... außer es ist das System, das vor dem Euro bestand smilie_08

Du verteidigst ein System, dass nachweislich nie funktioniert HAT. Und zwar mit dem Argument, dass die Alternativen nie funktionieren WÜRDEN !
Naja. Da kann man argumentativ schlecht was drauf sagen. Das scheint mir dann eher eine "Glaubensfrage" zu sein.

Und da bekantlich ein jeder nach seiner Facon selig werden soll ... und wir hier das sowieso nicht entscheiden ... akzeptiere ich dies jetzt einfach mal als Deine Überzeugung.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 21.07.2011, 06:30

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Kilimutu
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Suedwester hat geschrieben:.....
Wer die Rechten für "Rattenfänger" hält, der geht wohl davon aus, daß das Volk aus Ratten besteht.
Vorweg, bei mir hast Du es mit einem eingefleischten Grünwähler der erste Stunde zu tun. Ich wuchs auf in der Zeit als Flüsse noch Kloaken waren (in denen man heute wieder baden kann), in der in Vietnam Napalm auf Kinder fiel und die CSU-Staatsmacht in Wackersdorf mit Gewalt eine Wiederaufbereitungsanlage bauen wollte. Das erklärt einiges - ich will aber nicht verhehlen, dass auch ich mit der Politik der Grünen oftmals nicht einverstanden bin. Allein sie erscheinen mir immer noch als das kleinste Übel.

Ja ein bisschen mehr nationale Eigenständigkeit hielte auch ich für angebracht. Highlights in dieser Hinsicht waren in den vergangenen Jahren aus deutscher Sicht das Nein zum Irak-Krieg und die Enthaltung zum Lybien-Krieg. Die Reaktionen darauf sind ja bekannt. Ich würde mir wünschen, dass sich in dieser Hinsicht ein bisschen mehr nationales Selbstverständnis / Selbstbewusstsein bei den etablierten Parteien einstellen würde. Das heißt aber nicht, dass ich kein Europabefürworter bin.

Das Problem bei den rechten Parteien (und die schere ich dabei ganz bewusst über einen Kamm) und der überwiegenden Mehrheit ihrer Wähler ist, dass im Falle von politischen Schwierigkeiten die Schuld stets bei den Anderen gesucht wird. Da werden plakativ Minderheiten, Asylanten, Andersgläubige, Farbige, Schwache usw. zu Verursachern erklärt.

Und für die honorige Wählerschaft ist es dann ja auch viel einfacher, mit dem Finger auf die Anderen zu zeigen als einmal kritisch über sich selbst nachzudenken. Was daraus resultiert ist bekannt. Brennende Asylantenheime, Hooliganismus, Diskriminierung usw. usw. usw.
Geh mal in ein Fußballstadion, da spielt sich das alles auf der "Brot und Spiele - Ebene" ab. Wehe, wenn diese Flut in den Alltag umgeleitet wird ...

Hier wird gezündelt und deshalb geht Rechts gar nicht. Punkt.

Und noch ein Satz zum Thema Geschichtsklitterung. Lies "Mein Kampf" und dann weißt Du auch, weshalb die Russen Hitler nicht vertrauten. Auch Stalin konnte bereits lesen.

Guten Morgen

Tom
Letzte Woche war die Atomkraft so sicher wie das Amen in der Kirche - heute ist sie so sicher wie die Renten (Sven Lorig im ARD Morgenmagazin, nach Fukushima)

Beitrag 21.07.2011, 09:13

Suedwester
Die Grünen dürfen ja jetzt in Baden-Württemberg beweisen, was sie können. Mal sehen, ob sie ihre Wahlkampfversprechen einhalten. Ich hoffe, daß sie Stuttgart 21 verhindern können. Zumindest haben sie als einzige etablierte Partei bislang immer ehrlich gesagt, was sie wollten.

Mit dem Multi-Kulti Geschwafel der linken Parteien konnte ich allerdings leider nie etwas anfangen und die Masseneinwanderung in die europäischen Staaten halte ich nach wie vor für einen großen Fehler. Warum soll Deutschland die Bevölkerungsüberschüsse anderer Länder aufnehmen, die vor allem aus niedrigst Qualifizierten bestehen? Denn das ist Zündeln: das arbeitslose Proletariat aus aller Herren Länder hereinlassen, viele davon kriminell, schön gemischt mit sexuell Abartigen und politischen Agitatoren, äh, Flüchtlingen. Irgendwann wird das knallen, wie schon in einigen britischen und französischen Vorstädten, vor allem, wenn die staatlichen Sozialleistungen gekappt werden müssen.

In der Schweiz, Österreich, Flandern usw. liegen rechte Parteien bei 30%. Hat dort jemals ein Asylantenheim gebrannt? Was passiert denn, wenn (junge), unzufriedene Leute kein (politisches) Ventil mehr haben, ihrem Ärger Luft zu machen, wenn keiner mehr auf sie hört? Es ist doch besser, politisch diejenigen zum Teufel jagen zu dürfen, die Masseneinwanderung, explodierende Staatsverschuldung, Verschwendung von Steuergeldern und Korruption zu verantworten haben, als auf der Straße Ausländer zu verprügeln.

Umweltschutz ist Heimatschutz, und daß Deutschland sich nicht in amerikanisch-britische Kriege einmischt, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Ebenso wie es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, daß Griechenland seine Schulden selbst zurückzahlt. Zurück zur eigenen Währung wäre ein Anfang, Schritt für Schritt staatliche Souveränität zurückzugewinnen, und selbst für sein Tun und Handeln verantwortlich zu sein. Ein dezentrales Europa der Vaterländer wäre auch im Sinne der Demokratie, denn die politischen Beamten in Brüssel haben keine demokratische Legitimation.

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