Venezuela: Ein Haus für 1 Unze Gold, 6 Monate Nahrung für 1

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 09.08.2016, 14:26

Thomasio
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@gullaldr

Eins musst du mir noch erklären.
Wir sind hier in einem Goldforum, wo die Mehrheit der User versucht sich auf den grossen Crash vorzubereiten.
Hier gibt es kaum wen, der glaubt es sei alles prima, im Gegenteil, die Mehrheit glaubt, wir rasen mit Volldampf auf einen Abgrund zu.
Die einzelnen Meinungen was demnächst passieren wird gehen auseinander, Manche glauben an Hyperinflation, Manche an einen Zusammenbruch der Banken, Manche an den völligen Zusammenbruch der Zivilisation und Manche an noch was Anderes, aber kaum Einer glaubt daran, dass das kapitalistische System noch lange so weiter laufen kann, wie es zur Zeit läuft.
Du redest hier, als ob genau diese Situation direkt vor dem bevorstehenden Kollaps das beste System überhaupt wäre.
Wie passt das zusammen?
Glaubst du ernsthaft, dass ein System, was nach 1929 zum zweiten Mal in einem Jahrhundert einen massiven Zusammenbruch erlebt und ganz nebenbei noch 2 Weltkriege erlebt hat, derartig wünschenswert ist?
Von den ganzen kleineren Zusammenbrüchen ala 2008/2009 und den Resourcenkriegen in Afrika reden wir mal gar nicht erst.
Willst du wirklich nach dem nächsten Zusammenbruch einfach nur das System resetten und dasselbe Spiel nochmal von vorne spielen?
Ist dir nicht klar, dass die zunehmenden Ungerechtigkeiten weltweit zu genau demselben Rechtsextremismus führen, der die Weltkriege ausgelöst hat, oder glaubst du der dritte Weltkrieg sei die Lösung?
Wie viel offensichtlicher müssen Wahlergebnisse in GB, Holland, Polen, Ungarn, Frankreich, Italien, usw. werden, bis du einsiehst, dass wir in einen massiven Nationalismus abdriften, wo am Ende ein kleiner Funke reicht, damit die Völker wieder aufeinander losgehen?

Ich sage es mal mit Richard Wolff (frei übersetzt aus dem Englischen):
"Wenn du in einer Wohngemeinschaft mit Jemandem wohnen würdest, der so instabil ist wie der Kapitalismus, wärst du schon vor vielen Jahren ausgezogen oder hättest verlangt dass dein Mitbewohner professionelle Hilfe bekommt."

Beitrag 10.08.2016, 00:53

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gullaldr
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Thomasio, merkst Du etwas?...
Das gold.de-Forum ist hinsichtlich der Diskussions-Beteiligung nicht der ganz große "Burner" im Forums-Business. Niemand außer mir scheint sich für das von Dir angeschnittene Thema eines neuen Sozialismus zu interessieren. Und ich bin nun eines der kleinsten Würstchen in diesem Forum, also reichlich unrepräsentativ und irrelevant. Also, vielleicht suchst Du Dir dazu ein Forum mit mehr Weitenwirkung? Das nur als Tip.

Dennoch gebe ich Dir nochmals kurz Antwort.
- Ich habe nie behauptet ein Anhänger des bestehenden Kapitalismus zu sein. Ich habe sogar einige Vorschläge zur Entflechtung von Kapital- und Konzernmacht gemacht, die mich selbst als eine Art gemäßigten "Sozialisten" "outen".
- Was ich glaube, ist unbedeutend. Ich bin kein Ökonom. Ob sich das System "resettet" oder es eine lange Phase des Niedergangs gibt, weiß ich nicht. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es keine friedliche sozialistische Utopie auf nationaler oder internationaler Ebene geben wird. Möglich sind sozialistisch strukturierte Zweckgemeinschaften, die sich nach außen abgrenzen. Also eine Art "nationaler Sozialismus" (nicht zu Verwechseln mit dem NS-System).
- "Ungerechtigkeiten" sind eine subjektive Kategorie.
- "Ungerechtigkeiten" führen nicht zu "Rechtsextremismus" möglichenfalls aber zu einer rechtsgerichteten Regierung, die sich als eventuell legitimes Angebot zur Lösung bestimmter "Ungerechtigkeiten" anbietet.
- Die Wahlergebnisse in GB, Holland, Polen, Ungarn, Frankreich, Italien begrüße ich als ersten Schritt in eine richtige Richtung. Wobei man natürlich im einzelen genau differenzieren muss. Bislang aber regieren, abgesehen von Polen und Ungarn, keine rechtsgerichteten Parteien in den betreffenden Ländern. Es sei denn, Du zählst die Torys dazu. Aber deren Wahlergebnisse liegen ja schon eine Weile zurück.
- Die Stärkung national-orienter Kräfte durch Wahlen führt mitnichten zum "Aufeinander-losgehen" der Völker oder gar Krieg. Kleinere nationale Feindschaften entstehen eher durch eine globalistische EU-Politik (z.B. zwischen Deutschen und Griechen, wo rechte Parteien überhaupt keine Rolle für den Konflikt spielen).
- Zwischen den angesprochenen Gruppen, die von den von Dir genannten Wahlen profitiert hätten, bestehen teils sehr gute internationale Kontakte. Nationale Konflikte spielen nur noch marginal eine Rolle. Z.B. zwischen Italien und Österreich um die Selbstbestimmung (Volksabstimmung) für Südtirol. Aber da droht deswegen kein Krieg mehr.
- Kriege finden heute nicht mehr zwischen Staaten um Territorium statt (das ist eine Vorstellung des 19. und 20. Jahrhunderts), sondern dienen globalen Wirtschafts-Interessen. Sie werden zudem zunehmend von kleinen Terror-Kommandos und in staatlichem Dienst stehenden Söldnereinheiten in asymetrischen Konflikten ausgefochten.
- Wir werden Konflikte um schwindende Ressourcen und ungleich verteilten Wohlstand bekommen. Diese werden mit einer allgemeinen Absenkung des Wohlstands, vor allem in der westlichen Welt, enden. Das ist meine persönliche Prognose. Und natürlich kann ich mich irren. Diese Kriege sind ein Produkt des Wachstumsgedankens und der wachsenden Weltbevölkerung. Nichts kann unendlich wachsen, ohne den Wirt, von dem es zehrt, zu vernichten. Deshalb wird der Kapitalismus irgendwann enden. Und deshalb sind linke Utopien aus der marxistischen Ecke auch keine Alternative dazu. Sie sind vom gleichen Wachstumsfetisch beherrscht.

Beitrag 10.08.2016, 02:20

Thomasio
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OK, ich denke da müssen wir nicht weiter diskutieren, denn wer DAS glaubt, der ist so weit ausserhalb der Realitäten, da ist jede Diskussion sinnlos.
gullaldr hat geschrieben:- Die Wahlergebnisse in GB, Holland, Polen, Ungarn, Frankreich, Italien begrüße ich als ersten Schritt in eine richtige Richtung. Wobei man natürlich im einzelen genau differenzieren muss. Bislang aber regieren, abgesehen von Polen und Ungarn, keine rechtsgerichteten Parteien in den betreffenden Ländern.
DAS ist die Realität
https://www.politicalcompass.org/euchart

Es gibt in ganz Europa nicht eine einzige Regierung die nicht rechtsgerichtet wäre.
Selbst die SPD ist eine RECHTE Partei und selbst Syriza in Griechenland macht auf Druck der Troika rechtsgerichtete Politik.
Über die Hälfte aller europäischen Regierungen stehen so hart am rechtsextremen Rand, dass sie aus meiner Sicht schon verboten gehören und wenn nächstes Jahr der FN die Wahlen in Frankreich gewinnt, dann wandert der einzige Punkt in der ganzen Tabelle, der noch nicht einfach nur rechts ist, sondern wenigstens noch Mitte-rechts genannt werden kann, weiter nach rechts aussen als alle anderen jetzt schon sind.
Dabei ist diese Übersicht von 2012, seitdem ist das Ganze insgesamt nochmal ein gutes Stück nach rechts gerutscht und wenn nächstes Jahr der FN die Wahlen in Frankreich gewinnt, dann wandert der einzige Punkt in der ganzen Tabelle, der nicht einfach nur rechts ist, sondern NOCH Mitte-rechts genannt werden kann, weiter nach rechts aussen als alle anderen jetzt schon sind.

Edit, bevor du fragst:
Das ist ein Test zur eigenen politischen Einstellung, den gibt es auch in deutsch, da kann jeder für sich selber rausfinden wo er steht.
https://www.politicalcompass.org/test/de
Den Test kann ich empfehlen, ausfüllen, Ergebnis anschauen und dann vergleichen, welche Partei dem eigenen Standpunkt am Nächsten steht.
https://www.politicalcompass.org/germany2013
Ich bin tatsächlich in Dutzenden von Foren zum Thema unterwegs und kenne die Ergebnisse schon, abhängig vom Thema des Forums kann ich mittlerweile vorhersagen, wo sich der Durchschnitt der Teilnehmer wiederfindet.
Witzig ist dabei immer wieder, dass sich unglaublich viele User noch links unterhalb der Linken wiederfinden und trotzdem CDU wählen, weil sie einfach behaupten, der Test wäre falsch.
Das hat religiöse Züge, wo der Glaube wichtiger ist als beweisbare Tatsachen und solange das so ist, wird sich auf der Welt auch nichts ändern.
Hier in diesem Forum könnte ich wetten, dass die überwiegende Mehrheit sich Mitte-unten bis rechts unten findet, also so etwa da, wo die Piraten stehen, oder ein bisschen rechts davon, mit eingen Ausreissern ganz unten links.
Einen der tatsächlich so weit rechts oben stehen würde wie die CDU, sprich einer der tatsächlich CDU wählen sollte, habe ich bisher in keinem Forum gefunden.

Beitrag 10.08.2016, 16:23

Mehrgoldfüralle
Umpf, ich hab den Test gemacht,ich bin eine linke Bazille :oops:

Aber mal im Ernst. Es müsste halt ein Paradigmenwechsel her, ein grundsätzliches Umdenken. Arbeit für alle wird als soziale Errungenschaft gesehen, statt als notwendiges Übel zum Lebensunterhalt. Geld als Reichtum, statt als "Lebensmittel". Die Liste ist beliebig erweiterbar und ich fürchte, die Menschheit braucht noch ein oder zwei Zusammenbrüche, bis sich in den Köpfen was ändert. Falls sie dann noch existiert.......

Beitrag 10.08.2016, 16:53

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IrresDing
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Thomasio, dein Appell ans Forum mit dem Wunsch hier Untergangspropheten zu finden ist nachvollziehbar, vielleicht auch nun wenn ich antworte sogar erfolgreich. Aber letztlich nicht wirklich kreativ.

Finde dich damit ab, der Euro und der Dollar wird nicht so "leicht" unter gehen, wie die Währung in manch südamerikanischem oder afrikanischem Land. Und nein, ich habe zwar alles, das unbedingt nötig ist um einen echten drückenden Crash irgendwie zu überstehen, ich möchte ihn nicht und ich rede ihn auch nicht herbei. Gold und Silber ist für mich eine Geldanlage. Notnahrung für einen Monat ist für mich auch Notnahrung für Rucksacktouren, bzw. sogar geplante Rationen für manche härtere Tourtage um den Rucksack leicht zu halten. Eine Packung Micropur Forte kostet praktisch nichts und erfüllt im Notfall seinen Zweck.

Ich mag den Kapitalismus mit sozialem Netz. Das System, sollte es mal doch zusammenbrechen, hoffe ich wird ebenso auf der sozialen Marktwirtschaft gegründet. Leistungsprinzip verknüpft mit einem System, das jedem Bundesbürger ein durchaus gutes Leben mit Einschnitten garantiert, könnte ich nicht besser entwerfen.

Die meisten haben doch keine Ahnung, was es bedeutet NICHT in Deutschland aufgewachsen zu sein. Würde sich Deutschland zu einem Sozialismus entwickeln, würde ich auswandern. Möglichst früh, denn im Mauern bauen und schießen sind sie bekanntlich schnell. So einfach ist das, das System dürfen gerne andere zum x-ten Mal ausprobieren. Von dem werden sie nachher alle wieder behaupten wollen, dass dies ja kein Sozialismus war, weil blabla.

Trotz dass mir das Leben die ein oder andere Aufgabe gestellt hat, kann ich leisten. Und dann lebe ich nun mal lieber in einer Leistungsgesellschaft. Ob irgendwelche linken Träumer dies gerne anders hätten, ist denen ihre Sache.

LG
smilie_06

Beitrag 10.08.2016, 17:05

Goldunze
Thomasio hat geschrieben: Das ist ein Test zur eigenen politischen Einstellung, den gibt es auch in deutsch, da kann jeder für sich selber rausfinden wo er steht.
https://www.politicalcompass.org/test/de
Den Test kann ich empfehlen, ausfüllen, Ergebnis anschauen und dann vergleichen, welche Partei dem eigenen Standpunkt am Nächsten steht.
https://www.politicalcompass.org/germany2013
Also dem Test nach, wären die Grünen die mir am nächsten stehende Partei. Ich kann mich allerdings mit den Kernpunkten der Partei absolut nicht identifizieren. Ich bin nicht für einen Ausstieg aus der Atomenergie, ich bin gegen "5 EUR für 1l Benzin" und die üblichen Schlagworte

Was ist der Test also wert? Aus meiner Sicht nichts ....

Beitrag 10.08.2016, 17:12

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IrresDing
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Goldunze,

lies die Hauptseite. Belastbare und unvoreingenommene Auswertung ist nicht wirklich garantiert. ;) Es ist in etwa so aussagekräftig, wie wenn ich eine Umfrage zur Kindeserziehung ins Netz stelle. Und ja, ich habe eine eindeutig klare Sicht auf Erziehungsfragen. Ich bin halt eine Kapitalistin.

smilie_02

LG
smilie_06

Beitrag 10.08.2016, 17:20

Thomasio
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IrresDing hat geschrieben:Finde dich damit ab, der Euro und der Dollar wird nicht so "leicht" unter gehen, wie die Währung in manch südamerikanischem oder afrikanischem Land.
Da rennst du bei mir offene Türen ein, denn du sagst präzise dasselbe wie ich.
Ich habe schon mehrfach hier im Forum aufgeschrieben, dass wir auf massive DEflation zusteuern, was bedeutet, dass die Währung stärker wird, also das genaue Gegenteil vom Zusammenbruch der Währung.
Es gab nur zu dieser meiner Ansicht von anderen Usern heftigen Protest, ich würde dich also bitten nicht mich zu kritisieren, sondern die, die uns beiden widersprechen.

Was ich in Kürze zusammenbrechen sehe ist der gesamte Bankensektor und der gesamte Aktienmarkt, aber auch das wird keine Hyper-Inflation erzeugen, sondern das genaue Gegenteil.
IrresDing hat geschrieben:Ich mag den Kapitalismus mit sozialem Netz.

...

Die meisten haben doch keine Ahnung, was es bedeutet NICHT in Deutschland aufgewachsen zu sein.
Genau DAS ist das Problem.
In der globalisierten Welt auf die wir zusteuern ist es schlicht nicht machbar Kapitalismus mit sozialem Netz in einer kleinen Region in Nordeuropa aufrecht zu erhalten, während der Rest der Welt die Zeche zahlt.
Das Durchschnittseinkommen der Weltbevölkerung in US$ beläuft sich auf BIP durch Einwohner
74 Billionen / 7,3 Millarden = $10.000 im Jahr, oder auch $845 im Monat oder auch 768€ im Monat.
BRUTTO wohlgemerkt, aber natürlich pro Nase, eine Familie mit 2 Kindern also das 4fache.

Wenn du alle die, die auf der Welt hungern mit einem sozialen Netz auffangen willst, müssen ALLE die mehr als 768€ im Monat brutto zur Verfügung haben ALLES was drüber ist abgeben und wenn du das soziale Netz lokal begrenzen willst, so dass es nur in Deutschland existiert, musst du Deutschland einzäunen und Einwanderer mit Schiessbefehl davon abhalten ins Land zu kommen.
Wenn dir das beides nicht gefällt, kannst du Kapitalismus vergessen.

Beitrag 10.08.2016, 18:42

Mehrgoldfüralle
Was für ein soziales Netz? Das hat Gerhard Schröder doch an der Garderobe abgegeben und vergessen, es abzuholen. Man sieht doch deutlich, wo die Reise hingeht, mindestens 11 % der Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnsektor, Leiharbeit, Aufweichung des Mindestlohns. Der billigste macht die Preise.

Beitrag 10.08.2016, 19:23

Thomasio
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Dass das soziale Netz immer dünner wird ist unbestritten, aber wenigstens gibt es das in D noch.
Hier bei mir in Italien gibt es keine Sozialhilfe, hat es nie gegeben, wer hier seinen Job verliert, der bekommt ein paar Monate Arbeitslosengeld und danach NICHTS mehr.

Die daraus entstehende Notlage von mittlerweile ca. 25% der Menschen im arbeitsfähigen Alter, die entweder gar nichts oder nur ein Trinkgeld verdienen, sind der einzige Grund, warum es in Italien eine Mafia gibt, die von der armen Bevölkerung sogar noch unterstützt wird.
Hätten auch Arbeitslose in Italien genug zum Leben, hätten die allermeisten Normalbürger keinerlei Interesse an kriminellen Aktivitäten und organisierte Kriminalität würde sich vielleicht nicht gleich auflösen, aber auf jeden Fall drastisch reduzieren.

Deswegen sage ich ja, wenn man das soziale Netz nicht auf D beschränken will, dann würde schon wenn man es "nur" auf Europa ausdehnt die Belastung der Einkommen so drastisch ausfallen, dass jeder Politiker der das auch nur vorschlägt in den nächsten Wahlen erdrutschartig verlieren würde.

Irgendwie witzig daran ist, dass das Leben mit sozialem Netz auch für die Steuerzahler billiger würde als es ohne soziales Netz ist.
Italien hat durch organisierte Kriminalität mehr Kosten und Steuerausfälle als ein soziales Netz kosten würde.
Aber bevor die Steuerzahler DAS verstehen und entsprechen eine Partei wählen würden, die die Steuern so weit erhöhen will, bis das soziale Netz finanzierbar wird, wird es wohl noch ein paar Jahrzehnte dauern.
Ich schätze es bricht eher der Kapitalismus völlig zusammen, bevor die Kapitalisten einsehen, dass es im Gesamtsystem für ALLE besser ist auch die Armen anständig leben zu lassen.

Beitrag 10.08.2016, 21:20

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IrresDing
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Ungeachtet dessen, dass ich dir in der Theorie über die Mafia nicht zustimme:

Was hat das mit einer Systemfrage zu tun. Italien kann jederzeit eine allgemeine Sozialhilfe einführen. Wenn das den Wählerwillen bisher nicht getroffen hat, können wir nichts dafür.

Die Anfänge des Systems sind nun 150 Jahre her. Mit diesem leben wir in der Bundesrepublik nun schon bald rund 70 Jahre. Wir haben es eingeführt als Deutschland am Boden lag. Wirtschaftlich erledigt, mit einer Generation deren Männer auf dem Schlachtfeld gefallen sind. Also es geht und jeder Staat kann das.

Nebenbei verwechselst du relative Armut mit absoluter Armut. Du kannst in fast jedem Staat mit effizienter und gefestigter Staatsordnung und ~verwaltung diese einführen.

Auch die Einwanderung in Sozialssyteme lassen sich einfach regeln. Es gibt einfach nichts. Der Staat macht die Regeln. Darf ich erinnern, dass in Saudi-Arabien und die Arabischen Emirate auch ein soziales Sicherungssystem besteht, insbesondere im Gesundheitssektor? Ebenso sind die Länder reich. Nur gibt es hier keine Flüchtlingsströme, warum? Weil Ausländer von diesem System nichts sehen.

Es liegt also am Staat selbst ob er sich ein Sozialsystem leisten möchte UND wer in den Genuss dieser Leistungen kommt. Selbst in einer EU ist dies möglich, auch wenn Deutschland da sehr wenig von Gebrauch macht.

Und wenn Italien dies nicht möchte, müssen die Italiener ihre Gründe haben. Diese sind zu respektieren.
smilie_06

Beitrag 10.08.2016, 21:52

Thomasio
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IrresDing hat geschrieben:Und wenn Italien dies nicht möchte, müssen die Italiener ihre Gründe haben. Diese sind zu respektieren.
Richtig und die Gründe warum Italiener eine Politik wählen, die ein soziales Netz nicht will ist sogar identisch zu den Gründen warum in D Sozialleistungen immer wieder gekürzt werden.
In Deutschland waren irgendwann die Linken stark genug um das soziale Netz durchzusetzen, in Italien nicht, das ist schon alles, warum es überhaupt entstanden ist.

Warum es in Italien nicht eingeführt und in D immer wieder gekürzt wird, liegt an der Macht der Medien, die nun mal den Reichen gehören.
Wann immer die Idee einer Einführung (in IT) oder Erhöhung (in D) der Sozialleistungen aufkommt, verbreiten sämtliche Medien immer sofort abenteuerliche Meldungen, wie unbezahlbar das doch ist und machen den Normalverbrauchern Angst, dass sie das bezahlen müssen.

Bisher glaubt eine genügend grosse Menge von Bebilderte-Presse-Leser diese Propaganda und alle linke Politik, die sich für mehr Sozialleistungen stark macht wird gnadenlos abgewählt.
Als logische Konsequenz haben wir rechte Politik die Sozialleistungen kürzt, bzw. in Italien gar nicht erst einführt, obwohl seit einigen Jahren auch den dümmsten Ökonomen klar ist, dass eine Kürzung von Sozialleistungen unmittelbar zu Rückgang der Nachfrage auf dem Binnenmarkt und damit Problemen für die Wirtschaft führt.
Dass die Normalverbraucher sich damit selber ins Knie schiessen, weil (wie oben erklärt) ein soziales Netz weniger kostet als die Auswirkungen von keinem sozialen Netz an Kosten verursachen wird der Mehrheit nicht klar, weil linke Kräfte in der Politik gar keine Unterstützung der grossen Medien bekommen.
Die wenigen Talkshows und Berichte, wo mal die Linke mitreden darf, drehen sich in aller Regel darum die linken Ideen schlecht zu reden.
Bestes Beispiel sind die Berichte über Flüchtlinge, wo den Linken ganz grosszügig erlaubt wird sich öffentlich darüber aufzuregen wie schlimm der Krieg in deren Heimatland doch ist, aber nur damit gleich anschliessend einer von der CSU (oder so) sagen kann, dass er total dafür ist Fluchtursachen zu bekämpfen, aber trotzdem die Einwanderung begrenzt und am Staatshaushalt gespart werden muss, weil das sonst alles zu viel kostet.

Beitrag 10.08.2016, 22:51

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IrresDing
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Ja, immer die anderen sinds. Man selbst weiß es immer besser.


Edit: Hey, mein Sterlingsilber-Beitrag!
smilie_06

Beitrag 11.08.2016, 01:43

Thomasio
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Jeder hat seine Meinung und ob die besser ist als andere Ideen stellt sich erst raus, wenn man die anderen Ideen, nachdem immer mehr und mehr Ökonomen ala Flassbeck derartig logisch argumentieren, dass selbst der gute Herr (Un-)Sinn nicht mehr alles ignorieren kann was Flassbeck & Co. sagen, wenigstens mal probiert hat.
Rechte Ideen mit Lohnkürzungen und Sparwahn haben uns jedenfalls ab so etwa 1980 aus einer blühenden Wirtschaft in die Misere gebracht in der Europa heute ist.
Das wars offensichtlich nicht, also wärs echt mal an der Zeit für was Anderes.
Ob das dann staatlich regulierter Kapitalismus ist, wie Flassbeck vorschlägt, oder Sozialismus, wie Richard Wolff vorschlägt, darüber kann man noch streiten.
Aber wenigstens mal irgendwas so radikal anders machen als die letzten 30 Jahre, damit wir wenigstens eine Chance haben aus der Misere rauszukommen, denn weiter machen wie gehabt macht die Krise definitiv nur noch schlimmer.

Ich persönlich bin ja nach wie vor von Richard Wolff und seinem "democratize the enterprise" überzeugt, weil Richard Wollf ein wirklich schlagendes Argument hat und zwar dieses:

Nach 1929 hat Roosevelt in den USA den "new deal" durchgezogen, mit über 90% Spitzensteuersatz, 12 Millionen neu geschaffenen staatlichen Jobs, Einführung von Sozialhilfe und noch ein paar Dingen, die die USA aus der Krise geholt haben.
Dazu kamen dann so Gesetze wie z.B. die strikte Trennung von Banken die zocken wollen und solchen die Sparguthaben von Privatleuten verwalten.
Sofort nachdem das alles Gesetz war, haben die Reichen angefangen alle diese für sie nachteiligen Einschränkungen zu bekämpfen, mit allen Mitteln.
Umgehung der Gesetze, Propaganda in den Medien, Kauf korrupter Politiker die die Gesetze wieder kippen sollten, usw.
Das letzte der Gesetze vom new deal ist erst ein paar Jahre vor 2008 gekippt worden, die gesetzliche Situation in den USA für Reiche und Grossunternehmer war danach wieder präzise wo sie vor 1929 war und prompt ist die ganze Welt nahezu sofort in die nächste heftige Krise geschlittert.

Und dann bringt Richard Wolff einen Satz, der in englisch viel besser klingt als in deutsch:
"Fool us once, shame on you, fool us twice, shame on us."
Frei übersetzt: Wer 2x auf dieselbe Vera*sche reinfällt hat selber Schuld.

Er argumentiert, dass zwar die Regulierungen von Roosevelt prima waren und wirklich die Lösung des Problems ergaben, aber der Fehler die Reichen und Mächtigen im Besitz der Produktionsstätten zu lassen dazu geführt hat, dass die mit ihrem Geld hinterher die Möglichkeit hatten das alles rückgängig zu machen.
Hätte man den Besitz der Produktionsstätten den Arbeitern übertragen und Arbeitsplätze so organisiert, dass alle Mitarbeiter gleichberechtigt Stimmrecht über alle Belange der Firma haben, hätten die Reichen nicht die Mittel gehabt all die sinvollen Reformen rückgängig zu machen.
Dabei hätte man noch nicht mal in staatskapitalistischer Manier die Eigentümer enteignen müssen, es hätte völlig gereicht, wenn man den Arbeitgebern die ohnehin ihre Produktionsstätten verkaufen wollten eine Auflage gemacht hätte, dass sie ihren eigenen Arbeitern ein Vorkaufsrecht einräumen müssen.

Genau DAS passiert übrigens zur Zeit in GB, wo selbst rechte ultra-kapitalistische Politik begriffen hat, dass das eine gute Idee ist.
In GB gibt es seit Kurzem ein Gesetz, nach dem JEDER Firmeninhaber, der seine Firma entweder verkaufen oder schliessen will zuerst seinen eigenen Angestellten die Firma zum Kauf anbieten muss, wobei der Staat den Arbeitern die Kredite gibt die sie zum Kauf brauchen.

Wenn dir das Wort Sozialismus nicht gefällt und angesichts der Tatsache, dass die Idee mitten im Kapitalismus auch prima machbar ist, können wir es von mir aus auch weiterhin Kapitalismus nennen, wichtig ist nur die Entscheidungen von denen ganze Städte und Regionen abhängen nicht einer Handvoll geldgieriger Aktieninhaber mit Wohnsitz in Panama oder auf den Bahamas zu überlassen.

Wegen mir können wir auch nochmal Roosevelts new deal durchziehen, der hat immerhin für fast 50 Jahre steigenden Wohlstand gebracht, sprich bis die Kapitalisten es schaffen das alles wieder rückgängig zu machen, hat die nächste Generation (die fast weltweit mit wahnwitzigen Mehrheiten sozialistisch wählt) die Macht übernommen und kann wahrscheinlich den nächsten Crash verhindern.

In Europa wird aber noch nicht mal drüber geredet, dass die Welt schon mindestens eine Lösung gefunden hat, wie man aus der Krise raus kommt, nämlich mit 90+% Spitzensteuersatz, Sozialhilfe, Millionen von staatlichen Jobs und heftigen Regulierungen für die Banken und Grossunternehmen.
Solange wir nicht wenigstens mal drüber reden, kommt der Abgrund auf den wir zurasen immer näher.

Beitrag 11.08.2016, 10:36

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Ken.Guru
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eine gewachsene struktur wie der kapitalismus ist kein problem. das problem liegt ln der verwaltung. smilie_02
Diese Oneman Show hier hat soviel mit Meinungsfreiheit zu tun wie ein Zitronenfalter mit Zitronen falten. Meine Sperrung war wohl das Beste was mir passieren konnte. Danke an alle linken Weltverbesserer. Irgendwann merkt ihr wie bescheuert ihr seid.

Beitrag 17.08.2016, 09:31

mazell
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Hab mir mal alles von Thomasio durchgelesen. So gesehen wenn wir alle nicht nach Macht streben würden wäre das alles schön und würde funktionieren wohl, realistisch gesehen wohl eher kaum durchzuführen.

100% NICHT Zustimmung hinsichtlich der Kulturfremden die fast durch die Bank durch kriminell sind und hier eindringen. Einzige Lösung diese Menschen aus Europa zu entfernen in ihre Heimatländer zurück.

Beitrag 17.08.2016, 14:09

Thomasio
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mazell hat geschrieben:100% NICHT Zustimmung hinsichtlich der Kulturfremden die fast durch die Bank durch kriminell sind und hier eindringen. Einzige Lösung diese Menschen aus Europa zu entfernen in ihre Heimatländer zurück.
Damit hast du nur ein klitzekleines Problem, was man in kurz bezeichnen könnte mit: "Wer A sagt muss auch B sagen."
Oder wie Volker Pispers das gesagt hat: "Jeder kann es schaffen, aber nicht alle."

Das Problem gibt es auf globalem Level wie auch im ganz Kleinen und es heisst Wohlstandsblasen.
Kapitalismus bildet vollautomatisch Regionen von Wohlstand und Regionen von Armut.
Auf globalem Level ist das z.B. Afrika vs Europa.
Auf kleinem Level ist das z.B. Bayern vs Sachsen.

Der Grund warum das so ist, ist auch ganz einfach.
Wenn alle Welt so leben wollte wie die Bayern im Durchschnitt, bräuchten wir so etwa 3,5 Welten zum Anbau von Nahrung und Abbau von Rohstoffen.
Wenn es also Regionen gibt, die mehr als den Durchschnitt der Weltproduktion an Resourcen verbrauchen, dann muss es zwangsläufig auch Regionen geben, die weniger haben.

Auf kleinem Level gibt es dann den Länderfinanzausgleich, durch den offensichtlich wird, dass die Vormachtstellung Bayerns sie am Ende nur Geld kostet, ohne dass die Bürger wirklich etwas davon haben.
Trotzdem wandern beständig immer mehr Menschen aus Ostdeutschland in Richtung München, wo es die Preise für Mietwohnungen in himmelhohe Höhen treibt, während in Sachsen ganze Städte praktisch leer stehen.
Auf globalem Level lässt man die Menschen schlicht in ihrer Armut versauern und will ihnen dann auch noch die Migration in bessere Gegenden verbieten.

Wer Kapitalismus für gut befindet, der muss sich damit abfinden, dass permanent Menschen von den armen in die reichen Regionen umziehen wollen und wer das nicht will, der kann sich der AfD anschliessen, die letztes Jahr in den Schlagzeilen standen, weil irgendwer nicht ausschliessen wollte, dass an der Grenze auf Flüchtlinge geschossen werden muss um sie vom Betreten unseres Landes abzuhalten.
Ich für meinen Teil find SOLCHE Ideen einfach nur widerlich.

Nicht verständlich ist mir dabei, warum man willkürlich Grenzen ziehen sollte, wie z.B. keine Grenzen zwischen Bayern und Sachsen, aber schwer bewachte Grenzen zwischen Europa und Afrika.
Am Ende sind wir alle Menschen und was du als "kriminell" bezeichnest ist in den allermeisten Fällen (zumindest für mich) sehr verständlich.
Wenn ein Afrikaner, der ohne seine eigene Schuld in einer der ärmsten Regionen der Welt geboren wurde, dort 30 Jahre oder was am Hungertod dahinvegetiert ist, ohne seine Schuld keine gute Schule besuchen und keine gute Ausbildung machen konnte, dann nach Europa und auf die Idee kommt, dass er in seinem Leben lange genug der Verlierer war, dann kann ich ihm das nicht verdenken und wenn er dann am eigenen Leib erfährt, dass alle die Maden im Speck die er hier im Lande vorfindet ihm mit Misstrauen, wenn nicht Hass entgegentreten, dann ist die Reaktion vorhersehbar.

Wenn du meinst du musst diese Leute aus unseren Land raus halten, wie wärs dann mit Europa abspecken, so dass für den Rest der Welt genug Rohstoffe übrig bleiben, von denen die sich selber was aufbauen können?

Beitrag 17.08.2016, 14:56

mazell
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Thomasio hat geschrieben:
mazell hat geschrieben:100% NICHT Zustimmung hinsichtlich der Kulturfremden die fast durch die Bank durch kriminell sind und hier eindringen. Einzige Lösung diese Menschen aus Europa zu entfernen in ihre Heimatländer zurück.
Damit hast du nur ein klitzekleines Problem, was man in kurz bezeichnen könnte mit: "Wer A sagt muss auch B sagen."
Oder wie Volker Pispers das gesagt hat: "Jeder kann es schaffen, aber nicht alle."

Das Problem gibt es auf globalem Level wie auch im ganz Kleinen und es heisst Wohlstandsblasen.
Kapitalismus bildet vollautomatisch Regionen von Wohlstand und Regionen von Armut.
Auf globalem Level ist das z.B. Afrika vs Europa.
Auf kleinem Level ist das z.B. Bayern vs Sachsen.

Der Grund warum das so ist, ist auch ganz einfach.
Wenn alle Welt so leben wollte wie die Bayern im Durchschnitt, bräuchten wir so etwa 3,5 Welten zum Anbau von Nahrung und Abbau von Rohstoffen.
Wenn es also Regionen gibt, die mehr als den Durchschnitt der Weltproduktion an Resourcen verbrauchen, dann muss es zwangsläufig auch Regionen geben, die weniger haben.

Auf kleinem Level gibt es dann den Länderfinanzausgleich, durch den offensichtlich wird, dass die Vormachtstellung Bayerns sie am Ende nur Geld kostet, ohne dass die Bürger wirklich etwas davon haben.
Trotzdem wandern beständig immer mehr Menschen aus Ostdeutschland in Richtung München, wo es die Preise für Mietwohnungen in himmelhohe Höhen treibt, während in Sachsen ganze Städte praktisch leer stehen.
Auf globalem Level lässt man die Menschen schlicht in ihrer Armut versauern und will ihnen dann auch noch die Migration in bessere Gegenden verbieten.

Wer Kapitalismus für gut befindet, der muss sich damit abfinden, dass permanent Menschen von den armen in die reichen Regionen umziehen wollen und wer das nicht will, der kann sich der AfD anschliessen, die letztes Jahr in den Schlagzeilen standen, weil irgendwer nicht ausschliessen wollte, dass an der Grenze auf Flüchtlinge geschossen werden muss um sie vom Betreten unseres Landes abzuhalten.
Ich für meinen Teil find SOLCHE Ideen einfach nur widerlich.

Nicht verständlich ist mir dabei, warum man willkürlich Grenzen ziehen sollte, wie z.B. keine Grenzen zwischen Bayern und Sachsen, aber schwer bewachte Grenzen zwischen Europa und Afrika.
Am Ende sind wir alle Menschen und was du als "kriminell" bezeichnest ist in den allermeisten Fällen (zumindest für mich) sehr verständlich.
Wenn ein Afrikaner, der ohne seine eigene Schuld in einer der ärmsten Regionen der Welt geboren wurde, dort 30 Jahre oder was am Hungertod dahinvegetiert ist, ohne seine Schuld keine gute Schule besuchen und keine gute Ausbildung machen konnte, dann nach Europa und auf die Idee kommt, dass er in seinem Leben lange genug der Verlierer war, dann kann ich ihm das nicht verdenken und wenn er dann am eigenen Leib erfährt, dass alle die Maden im Speck die er hier im Lande vorfindet ihm mit Misstrauen, wenn nicht Hass entgegentreten, dann ist die Reaktion vorhersehbar.

Wenn du meinst du musst diese Leute aus unseren Land raus halten, wie wärs dann mit Europa abspecken, so dass für den Rest der Welt genug Rohstoffe übrig bleiben, von denen die sich selber was aufbauen können?
Auch hier gebe ich dir Recht (bis auf das relativieren der Vergewaltigung des Schwarzen an einer Deutschen), aber mich interessiert das Wohl des deutschen Volkes und nicht das Wohl von Afrikanern und Arabern, also Menschen die mir so ewig fremd sind.

Diese Kulturfremden kommen hier her und vergewaltigen, Ursachen etc. dafür interessieren mich nicht, mich interessiert die Ursache für den Anstieg der Vergewaltigungen. Lösung = Grenzen dicht machen für eben jene und notfalls muss unser Land mit Waffen verteidigt werden. Die Gesetze worauf die AFD hingewiesen hat hinsichtlich Schusswaffengebrauch haben CDU/SPD etc. gemacht (zum glück).

Hier bin ich voll und ganz Realist, es gibt Gewinner und Verlierer auf dieser Welt und ich will sowie ich mir das für mein Volk wünsche auf der Gewinnerseite stehen. Wenn wir aber so weiter machen driften wir noch in die Verliererseite ab. Wir Europäer waren in der Geschichte halt die Besseren/Schlaueren, darauf bin ich Stolz und habe keine Schuldgefühle.

Hilfe für diese Menschen im ihren eigenen Land, aufhören Waffen dahin zu liefern, ja da bin ich voll dafür.

Das driftet aber hier vom Thema ab

Beitrag 17.08.2016, 14:59

mazell
5 Unzen Mitglied
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Registriert: 31.07.2011, 15:14
Thomasio hat geschrieben:
mazell hat geschrieben:100% NICHT Zustimmung hinsichtlich der Kulturfremden die fast durch die Bank durch kriminell sind und hier eindringen. Einzige Lösung diese Menschen aus Europa zu entfernen in ihre Heimatländer zurück.
Damit hast du nur ein klitzekleines Problem, was man in kurz bezeichnen könnte mit: "Wer A sagt muss auch B sagen."
Oder wie Volker Pispers das gesagt hat: "Jeder kann es schaffen, aber nicht alle."

Das Problem gibt es auf globalem Level wie auch im ganz Kleinen und es heisst Wohlstandsblasen.
Kapitalismus bildet vollautomatisch Regionen von Wohlstand und Regionen von Armut.
Auf globalem Level ist das z.B. Afrika vs Europa.
Auf kleinem Level ist das z.B. Bayern vs Sachsen.

Der Grund warum das so ist, ist auch ganz einfach.
Wenn alle Welt so leben wollte wie die Bayern im Durchschnitt, bräuchten wir so etwa 3,5 Welten zum Anbau von Nahrung und Abbau von Rohstoffen.
Wenn es also Regionen gibt, die mehr als den Durchschnitt der Weltproduktion an Resourcen verbrauchen, dann muss es zwangsläufig auch Regionen geben, die weniger haben.

Auf kleinem Level gibt es dann den Länderfinanzausgleich, durch den offensichtlich wird, dass die Vormachtstellung Bayerns sie am Ende nur Geld kostet, ohne dass die Bürger wirklich etwas davon haben.
Trotzdem wandern beständig immer mehr Menschen aus Ostdeutschland in Richtung München, wo es die Preise für Mietwohnungen in himmelhohe Höhen treibt, während in Sachsen ganze Städte praktisch leer stehen.
Auf globalem Level lässt man die Menschen schlicht in ihrer Armut versauern und will ihnen dann auch noch die Migration in bessere Gegenden verbieten.

Wer Kapitalismus für gut befindet, der muss sich damit abfinden, dass permanent Menschen von den armen in die reichen Regionen umziehen wollen und wer das nicht will, der kann sich der AfD anschliessen, die letztes Jahr in den Schlagzeilen standen, weil irgendwer nicht ausschliessen wollte, dass an der Grenze auf Flüchtlinge geschossen werden muss um sie vom Betreten unseres Landes abzuhalten.
Ich für meinen Teil find SOLCHE Ideen einfach nur widerlich.

Nicht verständlich ist mir dabei, warum man willkürlich Grenzen ziehen sollte, wie z.B. keine Grenzen zwischen Bayern und Sachsen, aber schwer bewachte Grenzen zwischen Europa und Afrika.
Am Ende sind wir alle Menschen und was du als "kriminell" bezeichnest ist in den allermeisten Fällen (zumindest für mich) sehr verständlich.
Wenn ein Afrikaner, der ohne seine eigene Schuld in einer der ärmsten Regionen der Welt geboren wurde, dort 30 Jahre oder was am Hungertod dahinvegetiert ist, ohne seine Schuld keine gute Schule besuchen und keine gute Ausbildung machen konnte, dann nach Europa und auf die Idee kommt, dass er in seinem Leben lange genug der Verlierer war, dann kann ich ihm das nicht verdenken und wenn er dann am eigenen Leib erfährt, dass alle die Maden im Speck die er hier im Lande vorfindet ihm mit Misstrauen, wenn nicht Hass entgegentreten, dann ist die Reaktion vorhersehbar.

Wenn du meinst du musst diese Leute aus unseren Land raus halten, wie wärs dann mit Europa abspecken, so dass für den Rest der Welt genug Rohstoffe übrig bleiben, von denen die sich selber was aufbauen können?
Auch hier gebe ich dir Recht (bis auf das relativieren der Vergewaltigung des Schwarzen an einer Deutschen), aber mich interessiert das Wohl des deutschen Volkes und nicht das Wohl von Afrikanern und Arabern, also Menschen die mir so ewig fremd sind.

Diese Kulturfremden kommen hier her und vergewaltigen, Ursachen etc. dafür interessieren mich nicht, mich interessiert die Ursache für den Anstieg der Vergewaltigungen. Lösung = Grenzen dicht machen für eben jene und notfalls muss unser Land mit Waffen verteidigt werden. Die Gesetze worauf die AFD hingewiesen hat hinsichtlich Schusswaffengebrauch haben CDU/SPD etc. gemacht (zum glück).

Hier bin ich voll und ganz Realist, es gibt Gewinner und Verlierer auf dieser Welt und ich will sowie ich mir das für mein Volk wünsche auf der Gewinnerseite stehen. Wenn wir aber so weiter machen driften wir noch in die Verliererseite ab. Wir Europäer waren in der Geschichte halt die Besseren/Schlaueren, darauf bin ich Stolz und habe keine Schuldgefühle.

Hilfe für diese Menschen im ihren eigenen Land, aufhören Waffen dahin zu liefern, ja da bin ich voll dafür.
Wenn wir nicht Machtbesessen wären, dann sogar das alles was du geschrieben hast, gerne Sozialismus wo jeder gut davon leben kann.
Ist ja nicht so das ich mir nicht auch eine rosarote Welt wünsche.

Das driftet aber hier vom Thema ab

Beitrag 17.08.2016, 16:12

Thomasio
500 g Barren Mitglied
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Registriert: 02.08.2013, 10:17
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mazell hat geschrieben:Auch hier gebe ich dir Recht (bis auf das relativieren der Vergewaltigung des Schwarzen an einer Deutschen), aber mich interessiert das Wohl des deutschen Volkes und nicht das Wohl von Afrikanern und Arabern, also Menschen die mir so ewig fremd sind.
Das Wohl der Deutschen hängt ganz präzise davon ab teilen zu können, denn NUR weil die Deutschen einen überproportional grossen Teil der Resourcen dieser Welt für sich beanspruchen gibt es das Elend in Afrika.
Wenn es nicht Afrika wäre, dann wäre es eine andere Region, aber alleine die Tatsache, dass Deutschland mehr verbraucht als Durchschnitt MUSS bedeuten, dass es irgendwo auf der Welt Elend gibt.

Ich kann das Zitat von Volker Pispers nochmal wiederholen: "Jeder kann es schaffen, aber nicht alle."
Dieses Konzept, den Unterschied zwischen jeder und alle zu verstehen und damit zu verstehen, dass sobald irgendwer mehr verbraucht als der Durchschnitt, es IMMER Armut geben MUSS, ist eins der Schwersten für den menschlichen Egoismus.
Aber da beisst sich halt die Katze in den Schwanz, denn wer für sich selber mehr will als alle haben können und auch noch meint das sei richtig so, der steht für mich so weit rechts aussen, das ist schon Abseits.

"Wir waren die Besseren"?
Das haben schon die Pharaonen im alten Ägypten gedacht, das haben die Römer gedacht, das haben die Könige und Kaiser im Feudalismus gedacht, das haben die Sklavenhalter gedacht und die (bisher) Letzten die mit dieser Idee baden gegangen sind waren die Nazis.
Sowas geht immer eine Weile lang, je nach Ausprägung auch mal ein paar Jahrzehnte, bei den Römern sogar noch länger, aber das MUSS am Ende immer scheitern, weil die Menge der Wohlhabenden immer kleiner und die Menge der Armen immer grösser wird, so lange bis die Waffengewalt der Reichen nicht mehr genügt um die Masse der Armen zu unterdrücken.

Ich für meinen Teil würde ganz eindeutig bevorzugen wenn Europa und insbesondere Deutschland jetzt schon bereit wäre mit Afrika zu teilen, bevor es die nächste blutige Revolution gibt.

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