Fingerabdrücke auf der Goldmünze Deutscher Wald

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 18.04.2011, 17:09

michi852
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Hallo an alle,

ich habe mir jetzt von meinem Ersparten meine erste eigene Goldmünze gekauft...
Leider reichts halt nur für ne ganz ganz kleine
aber es ist halt meine *freu
Jetzt mein Problem:
Ich hab sie in meinem Zimmer offen stehen, damit ich sie mir ansehen kann.
Mein kleiner Bruder hat sie nun in die Hand genommen und jetzt hab ich seine
Fingerabdrücke auf der Münze.
Was soll ich nun tun?
Hab mal versucht so vernünftiges zu diesem Thema zu googlen.
Da waren alles dabei von : Die münze ist nun wertlos (bitte nicht) bis hin zu "mit Zahnpasta reinigen.
Ich denke, dass ich hier die meisten Fachmänner treffe.
Vielen Dank für Tipps und nicht schimpfen, wenn ich irgendwo eine ähnliche Frage übersehen habe.
Danke
Michi_852
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Beitrag 18.04.2011, 17:55

mister x
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das ist nicht schlimm,einfach etwas anpusten und mit einem sehr feinem tuch leicht abwischen z.b.für brillen oder noch feiner nicht rauer als ein brillentuch.

mien tipp smilie_01

Beitrag 18.04.2011, 18:59

charlym
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Hallo michi,
einfach mit einem weichen Baumwolltuch die Fingerabdrücke abreiben... und dann halt ab in die Plastikkapsel. So kannst Du sie auch anschauen, und dein Bruder kann sie nicht mehr mit seinen Fingerabdrücken "verzieren"
Wertlos wird eine Münze durch Fingerabdrücke übrigens nicht. Numismatiker sind da zwar sehr pingelig, aber du hast ja in erster Linie das Gold gekauft.
Früher sind die Goldmünzen ja auch von Hand zu Hand gewandert... deshalb sind sie heute nicht wertlos. Numismatiker achten halt auch auf die Erhaltung der Münze. Das ist aber bei EM-Sammler nicht so dramatisch, sieht nur halt nicht schön aus.

Gruß
Chalry

Beitrag 18.04.2011, 21:35

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goldundsilberfreak
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warum ist sie denn nicht in einer Kapsel?
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Beitrag 18.04.2011, 22:06

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picodali
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Also ich würde niemals eine Münze mit einem Tuch reiben. Leg sie einfach für ein paar Minuten in ein Aceton-Bad. Danach mit destillierten Wasser abspülen und auf ein weiches, fusselfreies Stück Papier (z.b. Toilettenpapier) legen. Mit einem weiteren Papier leicht abtupfen. Eine Münzpinzette ist hilfreich, oder nur am Rand anfassen. Achtung aber mit der Pinzette: Erst überprüfen, ob der Gummi acetonfest ist. Alternative wäre Waschbenzin. Aceton und Waschbenzin gibt es in der Drogerie.

Beitrag 18.04.2011, 22:27

mapesa
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warum kaufst du Dir denn als deine Einsteigermünze die völlig überteuerte Deutscher Wald Serie ?

da bekommst du bei fast allen anderen Münzen viel mehr Gold für das gleiche Geld

Beitrag 19.04.2011, 06:40

Suedwester
Das habe ich mich auch gefragt. Und wenn man eine teure Sammlermuenze kauft, dann sollte man auch zusehen, dass sie unzirkuliert und ohne Kratzer bleibt. Sonst ist der hohe Sammleraufschlag naemlich weg. Wenn man Muenzen in die Hand nehmen moechte, dann doch lieber normale Anlagemuenzen. Da machen Kratzer (fast) nichts.

Beitrag 19.04.2011, 06:45

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Ladon
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[quote="Suedwester"... Wenn man Muenzen in die Hand nehmen moechte, dann doch lieber normale Anlagemuenzen. Da machen Kratzer (fast) nichts.[/quote]
... oder "alte" Kursmünzen (Vreneli, 2 Rand, Mark, Sovereign, Pesos ...). Da darf man auch mit spielen.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 19.04.2011, 08:00

michi852
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Guten Morgen ,

vielen Dank für die vielen Tipps.
Naja ich persönlich habe einen engen Bezug zum Thema Wald.
Und zum Erstbezug war ich einfach zu spät, da ich erst seit Oktober
anfange Münzen zu kaufen. Daher diese etwas teure Münze.
Mein Bruder ist noch sehr klein. Bin nicht auf die Idee gekommen,
dass er es schafft, dass Ding aus der Kapsel zu bekommen.

Also nochmals vielen Dank für die Tipps
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Beitrag 19.04.2011, 11:09

gefährliches halbwissen
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Guten Tag,

du kannst diese Münze auch ganz einfach mit Seifenwasser abwaschen und dann mit Papier von der Küchenrolle, oder einem weichem Handtuch abtupfen.

Das stellt bei einer Stempelglanz- Münze kein Problem da.

Ich würde da nicht mit Waschbenzin, oder dergleichen bei gehen.

Das agressivste Mittel, was ich den Goldmünzen antun würde, wäre ein Tauchbad für Gold, oder Silbermünzen, welches man im Fachhandel erwerben kann.

Mit freundlichen Grüßen
Mirco Hoffmann
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Mirco Hoffmann
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Beitrag 19.04.2011, 12:15

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picodali
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Warum kein Waschbenzin? Ist doch kein Königswasser?!? smilie_08

Beitrag 19.04.2011, 12:31

gefährliches halbwissen
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Wozu Waschbenzin, wenn es Seife auch macht?
Mit freundlichen Grüßen
Mirco Hoffmann
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Beitrag 19.04.2011, 12:43

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picodali
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Waschbenzin oder auch Aceton sind imo die besseren Fettlöser, die dann auch ohne mechanische Einwirkung auskommen. Ein Versuch mit Seife schadet natürlich nicht. Die Frage ist, ob es dann ganz ohne Reiben geht. Feingold ist ja bekanntermaßen empfindlich, was Reiben betrifft. Auch wenn es nur mit dem Finger oder einem weichen Tuch geschieht.

Beitrag 19.04.2011, 13:07

gefährliches halbwissen
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Ich habe an meinen Händen noch nicht so starke Hornhaut, das ich damit Furchen in Goldmünzen reißen könnte.
Mit freundlichen Grüßen
Mirco Hoffmann
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Beitrag 19.04.2011, 13:10

sw_trade
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Also Aceton ist ziemlich aggressiv..ich selbst habe es sehr oft zur Lösung von div. Klebstoffen genutzt. Aber mit dem Zeug an Edelmetalle zu gehen..... Seifenwasser wäre da zumindest ein Versuch wert! (Mindermaßnahme zur Chemiekeule)
"Aus Furcht zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug."
(Reinhard K. Sprenger)

Beitrag 19.04.2011, 18:19

Suedwester
Ladon hat geschrieben:[... oder "alte" Kursmünzen (Vreneli, 2 Rand, Mark, Sovereign, Pesos ...). Da darf man auch mit spielen.
Ja, alte Goldmuenzen sind auch nicht schlecht. Wenn man eine goldene Muenze in der Hand haelt, die vielleicht ueber 100 Jahre alt ist und frueher mal im Umlauf war... das ist schon was anderes als die Massenware, die eingeschweisst und steril von Tresor zu Tresor wandert.

Beitrag 19.04.2011, 20:37

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picodali
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Ganz Ängstliche können natürlich auch Wundbenzin nehmen...

Ansonsten: Selbstverständlich muss mit den von mir genannten Substanzen vorsichtig umgegangen werden. Lässt sich leicht ergoogeln, insofern dem Produkt kein Sicherheitsdatenblatt beiliegt.
Besonders wichtig aber: Die gehören auf keinen Fall in die Hände von Kindern! (Stichwort "kleiner Bruder")

@sw_trade:
Aber mit dem Zeug an Edelmetalle zu gehen.....
Was sollte das dem Gold denn schaden?!? Die benötigte Menge dürfte zudem sehr gering sein.

@gefährliches halbwissen:
Ich habe an meinen Händen noch nicht so starke Hornhaut, das ich damit Furchen in Goldmünzen reißen könnte.
Nomen est omen? Also wenn Du so mit den Münzen umgehst, die Du verkaufst, dann werde ich bei Dir lieber nicht kaufen. Reib mal mit den Fingern über eine Feingoldmünze und schau dann mit einer Lupe. Selbst wenn Du butterweiche Finger hast, es braucht Dir nur ein winziges Staubkorn dazwischen geraten...

Und ja, auch ich mag Gold zum Anfassen auch am liebsten. Suche derzeit noch zwei Vrenelis. Wer welche im Raum SB - TR anbieten möchte: Bitte PN!

Beitrag 19.04.2011, 21:38

harry1688
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Hallo

Die Sache mit dem Aceton halte ich für die Beste, zumal es auch sehr Schnell wieder verdunstet, und Metalle nicht angreift.

Beitrag 19.04.2011, 21:47

harry1688
½ Unze Mitglied
Beiträge: 6
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Ich habe kürzlich sehr stark angelaufene Silbermünzen bekommen, hat da jemand einen Tipp wie ich die am besten wieder sauber bekomme?
Zur Info: Es handelt sich um 10DM Münze. (also kein reines Silber)

Beitrag 19.04.2011, 22:09

utzi
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harry1688 hat geschrieben:Hallo

Die Sache mit dem Aceton halte ich für die Beste, zumal es auch sehr Schnell wieder verdunstet, und Metalle nicht angreift.
Je nach Qualität des Acetons kann es zu weißen Ablagerungen kommen...

Auch sollte beim Umgang mit starken Fettlöser wie Aceton und Benzin immer die Haut geschützt werden (Einweghandschuhe etc. nützen da nur sehr wenig...)
Nur Tote Fische schwimmen mit dem Strom!

"Amerika wandelt die Welt zum Besseren"
George W. Bush jun.

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