In GOLD we TRUST

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 27.06.2014, 06:45

Benutzeravatar
Ladon
Moderator
Beiträge: 6619
Registriert: 17.05.2010, 13:38
Wohnort: Terra
Klecks hat geschrieben:...
Eine wahrlich freie Preisfindung, die da am Stammtisch zwischen Wirten und städt. Würdenträgern ausgerauft wird.
...
Wohl eher nur zwischen den Wirten, wenn die Würdenträger nur zum Abnicken da sind.

Irgendwie ist so etwas ja auch eine beispielhafte Zwickmühle:
Soll man jetzt regulierend eingreifen, damit es "fair" zugeht? Der "Markt Wies'n" gibt ja schließlich auch 11,- für die Maß her. Die Hektoliter werden fließen wie immer.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 27.06.2014, 07:46

Geldsammler
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1589
Registriert: 20.04.2012, 16:13
Wohnort: München
Man muss ja auch mal sehen, was mit jedem Liter bezahlt werden muss:
- Musik und Nutzungsrechte
- Personal (Bedienung, Security)
- Zelt, Einrichtung
- Platzmiete
- Steuern, Abgaben, Gebühren, Versicherungen
- Logistik
- Bier: Rohstoffe, Energie, Personal, Produktionsanlagen-/Gebäudeabschreibung,Gewinn, Werbung,Steuern etc.
Natürlich sind 5,- € pro Halbe viel Geld, aber damit ist halt auch Entertainment verbunden.
Beliebig erhöhen kann man den Preis auch nicht, da die Menschen sonst weniger konsumieren (z.B. Durch Vorglühen). Also doch eine sehr marktnahe Angelegenheit trotz Oligopol der Münchner Brauereien und Monopol der Marke Oktoberfest.

Gerade wegen dieser Kostenstruktur ist die Wiesenmaß aber auch ein guter Indikator für die Inflation und im Verhältnis zum Gold durchaus interessant, wenn man die Anfangsjahre mit den behördlich regulierten Preisen weglässt.

Beitrag 27.06.2014, 10:57

Klecks
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1464
Registriert: 28.11.2011, 14:16
Kosten hin oder her, die 16 Tage Kollektivbesäufnis bescheren den Wirten eine glatte Verdoppelung des Jahresgewinns. smilie_12

Zusammenfassend (und um den Bogen zum Titel des Fadens zu spannen) kann man sagen: Man kann bedenkenlos auf flüssiges Gold vertrauen. Die Gewinne sind weit sicherer als beim Metall smilie_02
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 03.07.2014, 14:11

Benutzeravatar
Enno+Tara
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 375
Registriert: 28.12.2010, 16:27
Wohnort: Bayern
Offenlegung deutscher Golddepots????????

Auszug aus einem Rundschreiben von Heubach Edelmetalle:

"Der Bundesfinanzminister wünscht Einsicht in deutsche Golddepots…
Als allererstes möchte ich dieses Thema noch als Gerücht unterstreichen!
Meine beiden Quellen (ein Bankvorstand und ein Vermögensverwalter) haben mir zwar dies schriftlich vorgelegt, möchten aber verständlich noch anonym bleiben!
In dem Rundschreiben hat die BaFin in Deutschland Finanzinstitute und Vermögensverwalter, die der BaFin unterliegen, aufgefordert, binnen Frist zum 15.07.2014 Informationen zu deutschen Golddepots in Papierform offenzulegen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin – vereinigt die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel. Das Bundesfinanzministerium möchte also einen Istzustand der deutschen Golddepots erheben. Hierbei ist vorerst die Datenerhebung auf Papiergold betroffen, also Goldderivate und ETFs, ETCs, die an Gold Silber Platin und Palladium gebunden sind. Physische Edelmetallbestände wurden hierbei nicht abgefragt!
Die Frage ist - warum möchte die BaFin dies wissen?????
Wenn der Staat Interesse an den Informationen hat, so ist es doch eigentlich ein leichtes dies festzustellen - auch ohne ein offizielles Rundschreiben.
Jeder Kunde kann in Deutschland Edelmetalle bis zu einem Freibetrag pro Person von 15.000 € anonym kaufen, ohne dass Kundendaten erfasst werden müssen. Über 15.000 € besteht beim Kauf eine Ausweispflicht! Vielleicht ist auch das anonyme Tafelgeschäft auf dem Prüfstand und steht vor der Abschaffung??
Anlagegold ist zudem von der Mehrwertsteuer sowie von der Abgeltungssteuer befreit. Nach einer Haltedauer von einem Jahr kann das Gold steuerfrei wieder veräußert werden. Bei Silber besteht seit diesem Jahr eine MwSt. von 19% - oder die Möglichkeit auf Differenzbesteuerung. Platin und Palladium haben den vollen Mehrwertsteuersatz von 19%.

Autor: Andreas Heubach"


smilie_24
Enno+Tara

Beitrag 03.07.2014, 15:25

Geldsammler
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1589
Registriert: 20.04.2012, 16:13
Wohnort: München
Die Frage ist - warum möchte die BaFin dies wissen?????

Hat das was mit dem verlorenen Verfahren um Xetra-Gold zu tun?
Hier ging es darum, wie eine Auszahlung der Ansprüche in Gold steuerlich zu bewerten sind.
Das wurde zunächst gegen die Finanzverwaltung entschieden (die Auslieferung und das Gold selbst bleibt steuerfrei, wenn es über ein Jahr gehalten wird).
siehe auch: http://www.berlin.de/special/finanzen-u ... t-wer.html
Jetzt geht es vor den BFH.

Vielleicht will man den steuerlichen Schaden ermitteln oder plant ein hübsches Gesetz dagegen.

Aber es stimmt schon: die statistischen Zahlen für "Papiergold" kann man einfacher und direkter erheben, dafür muss nicht einmal mehr das Bankgeheimnis ausgehöhlt werden.[/quote]

Beitrag 26.06.2015, 18:28

Benutzeravatar
Goldhamster79
Gold-Guru
Beiträge: 4080
Registriert: 21.01.2011, 20:42
Wohnort: EUdSSR
Und schon wieder ist ein Jahr rum,

den neuen Goldreport "In GOLD we TRUST 2015" von Ronald Stöferle findet ihr unter
http://www.incrementum.li/wp-content/up ... sion_D.pdf
mit 7,4 MB bei inzwischen ganzen 140 Seiten!

Dies ist die inzwischen 9. Ausgabe des Goldreports, den Ronald Stöferle damals noch bei der "Erste Bank" begann.
Ronald Stöferle hat geschrieben:Mit der Einführung von negativen Zinsen in vermeintlichen
Hartwährungsräumen hat die monetäre Verlotterung vergangenes Jahr
einen weiteren, bislang undenkbaren Höhepunkt erlebt.
Dieser rabiate
Angriff auf das Kulturerbe Geld, der mit der Zielsetzung eines höheren
allgemeinen Wohlstandes gerechtfertigt wird, steht ganz klar im Gegensatz
zu jeglichem ökonomischen Hausverstand. Diese Maßnahmen
widersprechen auch unserer ökonomischen Grundüberzeugung, die in der
Österreichischen Schule der Nationalökonomie wurzelt.

Der mittels zauberhafter Geldpolitik versprochene selbsttragende
Aufschwung lässt wie gewohnt auch heuer wieder auf sich warten,
wobei die Situation mittlerweile stark an die Filmkomödie „Und täglich
grüßt das Murmeltier“ erinnert. Bemerkenswert ist, dass das jährliche
Déjà-vu-Erlebnis in Sachen Wachstumsenttäuschungen noch immer nicht
bei den Marktteilnehmern zu der Einsicht geführt hat, dass diese Krise
nicht zyklischer, sondern systemischer Natur
ist.

Viele Grüße
Goldhamster

smilie_24

Beitrag 26.06.2015, 19:01

Benutzeravatar
Goldhamster79
Gold-Guru
Beiträge: 4080
Registriert: 21.01.2011, 20:42
Wohnort: EUdSSR
Außerdem im neuen Report auch wieder der meines Erachtens wichtigste Chart überhaupt:

[img]http://abload.de/img/zwischenablage7puzv.jpg[/img]

der besser die Chance der aktuellen Kurse nicht aufzeigen könnte.


Danke @ Ronald Stöferle, weiter so smilie_14

Beitrag 26.06.2015, 19:23

Geldsammler
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1589
Registriert: 20.04.2012, 16:13
Wohnort: München
Die Schere ist wirklich krass.
Aber die Inflation holen die Profis von den Zentralbanken doch locker wieder rin. smilie_06

Beitrag 27.06.2015, 04:30

Benutzeravatar
MaciejP
Gold-Guru
Beiträge: 2177
Registriert: 08.03.2012, 05:49
Goldhamster79 hat geschrieben:Außerdem im neuen Report auch wieder der meines Erachtens wichtigste Chart überhaupt
Warum zeigt der Chart nur die Situation ab 2002? Wie sah das ganze denn in den 70ern und 80ern aus? Ich möchte wetten, da ging die Schere ähnlich weit auseinander.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 28.06.2015, 11:30

Marek
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 265
Registriert: 25.08.2013, 19:15
Hallo,

Danke für den Link!

am besten gefällt mir die "Zusammenfassung" auf S. 106:

"I believe in the Golden Rule – The Man with the Gold....Rules.”
Mr. T
smilie_16
Liebe Grüße
Marek

Beitrag 28.06.2015, 12:35

delaboetie
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 407
Registriert: 21.09.2012, 23:04
Es wäre natürlich prinzipiell auch denkbar, dass die Korrelation der beiden Dinge (ZB-Bilanz und POG) schlichtweg

-überschätzt wird

-gerne auch übertrieben wird (viele viele viele wollen uns dringend Gold verkaufen...)

-oder nicht immer gleich stark ist

-oder nur EIN Einflussfaktor von unüberschaubar vielen ist (insbesondere die "Verschwörungstheorieaffinen" sind doch sowieso - vor allem bei fallenden Kursen - von "Manipulation" überzeugt)

....insofern wäre es denkbar, dass der Herr Stöferle uns in 5 Jahren eine noch weiter auseinanderlaufende Korrelation zeigt. Sicher gibt es dann noch viel mehr "Potential" (das war jetzt ein klein wenig ironisch gemeint).

Keine Ahnung. Montag ist eh wahrscheinlich Griechen-Chaos an den Märkten. Einmal Short fast alles.
Hell is empty-all the devils are here!
Shakespeare

Beitrag 28.06.2015, 13:52

Geldsammler
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1589
Registriert: 20.04.2012, 16:13
Wohnort: München
Ich vermute mal, dass der Zeitraum von Stöferle deshalb gewählt wurde, weil ab 2002 mit dem Euro viele Player aus dem Währungsmarkt ausgeschieden sind. Vorher konnte man Inflationstendenzen noch durch einen Währungswechsel ausweichen. Inzwischen ist das fast unmöglich, da alle inzwischen auf Inflation setzen.
Auch die Übertreibungen kann man schön an dem Chart sehen. Insofern mag der Report natürlich einseitig in Richtung Gold sein, aber eine absichtliche Zahlenmanipulation unterstelle ich Stöferle nicht.

Bei der Wiesnbier-/Goldratio hätte er aber noch anmerken müssen, dass der Bierpreis nach dem Krieg lange von der Stadt München vorgeschrieben wurde. Geht man allerdings auch von einem manipulierten Goldpreis aus (was offen durch die Zentralbanken gemacht wird, aber eben auch wahrscheinlich verdeckt durch unbekannte Player), dann hat das Chart durchaus seine Berechtigung.

Beitrag 28.06.2015, 14:06

smilelover
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1762
Registriert: 03.06.2011, 13:48
delaboetie hat geschrieben:Es wäre natürlich prinzipiell auch denkbar, dass die Korrelation der beiden Dinge (ZB-Bilanz und POG) schlichtweg

-überschätzt wird

-gerne auch übertrieben wird (viele viele viele wollen uns dringend Gold verkaufen...)

-oder nicht immer gleich stark ist

-oder nur EIN Einflussfaktor von unüberschaubar vielen ist (insbesondere die "Verschwörungstheorieaffinen" sind doch sowieso - vor allem bei fallenden Kursen - von "Manipulation" überzeugt)

....insofern wäre es denkbar, dass der Herr Stöferle uns in 5 Jahren eine noch weiter auseinanderlaufende Korrelation zeigt. Sicher gibt es dann noch viel mehr "Potential" (das war jetzt ein klein wenig ironisch gemeint).

Keine Ahnung. Montag ist eh wahrscheinlich Griechen-Chaos an den Märkten. Einmal Short fast alles.
Ich habe den Stöferle noch nicht gelesen, aber das hier

http://www.mining.com/charts-will-happe ... reek-exit/

hier wird eine andere Korrelation aufgezeigt, finde ich heftig...alles Zufall?

[img]http://www.mining.com/wp-content/upload ... yields.jpg[/img]

http://www.mining.com/wp-content/upload ... yields.jpg
res ipsa loquitur

Beitrag 28.06.2015, 14:57

Benutzeravatar
VfL Bochum 1848
Gold-Guru
Beiträge: 3229
Registriert: 31.01.2015, 11:29
Wohnort: NRW
Vielleicht wirklich alles nur Zufall, der Mensch ist genmäßig seit der Steinzeit eh darauf programmiert, überall Muster und Zusammenhänge zu erkennen, war in der Steinzeit überlebensnotwendig.

Korrelationen und Statistiken der Vergangenheit werden meines Erachtens in Bezug auf die Gegenwart und Zukunft sowieso überbewertet, oftmals einfach nur eine Frage des (willkürlich) ausgewerteten Zeitraumes, entsprechende Rahmenbedingungen haben sich auch völlig gewandelt (extreme Fortschreitung der Globalisierung, etc.)

smilie_24
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 28.06.2015, 15:51

Benutzeravatar
Waschmaschine
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 168
Registriert: 27.10.2013, 16:05
Wohnort: CCAA
Ich truste wie jeck in Jold ! smilie_15

Irgendwie interessieren mich die ganzen Kurven, Bildchen und Zeichnungnen nicht.

Mich interessiert nur die Kaufkraft, welche, wie man so nachliest über Jahrhunderte, gar Jahrtausende nahezu gleich ist. Zudem gibt dieses schöne Zeuschs ein sicheres Gefühl, egal welche Zeiten auch kommen mögen. Sinnvolle Freizeitgestaltung ( hist. Bildung ). Habe neulich per Zufall bei der Exchange eine Victoria 1887, Jubilee, M erwischt, interessant darüber nachzulesen, kam dann schnell ein Edward VII hinzu. ( Lohnt sich eine kleine Lupe sowie Lampe zur Exchange mitzunehmen ). Hübsch anzufassen und anzuschauen ists zudem auch.
Vielleicht werde ich es wirklich mal brauchen oder auch nicht...dann haue ich es an meinem Lebensabend sinnlos auf den Kopp, Wein, Weib und Gesang smilie_17

Beitrag 28.06.2015, 21:39

Benutzeravatar
MaciejP
Gold-Guru
Beiträge: 2177
Registriert: 08.03.2012, 05:49
Geldsammler hat geschrieben:Insofern mag der Report natürlich einseitig in Richtung Gold sein, aber eine absichtliche Zahlenmanipulation unterstelle ich Stöferle nicht.
Die unterstelle ich natürlich auch nicht (falls der Eindruck aufgekommen sein sollte). Mich stört nur, dass a) der Zeitraum für historische Betrachtungen zu kurz gewählt ist und b) die Skalen relativ willkürlich gewählt wurden. Das ganze hat dann den gewünschten Effekt, nämlich zwei in der Vergangenheit scheinbar perfekt korrelierte Graphen, die jetzt weit auseinanderklaffen und für einen Kauf von Gold sprechen. Wenn man die Skalierung aber nur etwas verändern würde, indem man z.B. die Goldpreisskala etwas streckt, könnte man eine ganz andere Aussage treffen: Der Goldpreis ist im Zeitraum ab etwa 2005 der Geldmengenausweitung extrem vorausgelaufen, um sich jetzt allmählich wieder dem realen Geldmengenwachstum anzugleichen.

Welche Aussage ist nun die eigentlich zutreffende? Um das besser beurteilen zu können, müsste man viel weiter in die Geschichte zurückblicken und sich anschauen, wie sich das ganze beim letzten Goldbullenmarkt in den Siebzigern entwickelt hat. Das tut Herr Stöferle aber leider nicht.


Nachtrag: Ich wollte jetzt mal schauen, ob man sich nicht mal selbst so einen Chart zusammenbasteln kann. Leider scheint es bei der St. Louis Fed aber keine passenden Daten vor 2002 bzw. 1998 zu geben, was sehr bedauerlich ist, wofür der Herr Stöferle dann aber auch nichts kann. Und bei jeder einzelnen Zentralbank die passenden Datenreihen zu suchen, wäre mir dann auch zu viel Aufwand. :?
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 07.06.2017, 18:06

Benutzeravatar
Goldhamster79
Gold-Guru
Beiträge: 4080
Registriert: 21.01.2011, 20:42
Wohnort: EUdSSR
Auch wenn ich mich wiederhole: Und schon wieder ist ein Jahr rum!

[img]https://ingoldwetrust.report/media/84/5 ... ersion.png[/img]

Den neuen Goldreport "In GOLD we TRUST 2017" von Ronald Stöferle gibts
- als Kurzversion mit 28 Seiten unter https://ingoldwetrust.report/media/82/9 ... eutsch.pdf
und
- als Langfassung mit 179 Seiten (ohne Registierung!) unter https://gallery.mailchimp.com/b268a38a1 ... sch.01.pdf

Dies ist die inzwischen 11. Ausgabe des Goldreports, den Ronald Stöferle 2007 noch bei der "Erste Bank" begann.
Ronald Stöferle hat geschrieben:Wir leben in einem Zeitalter eines fortgeschrittenen monetären
Surrealismus. Allein im 1. Quartal 2017 wurden seitens der größten
Notenbanken 1.000 Milliarden USD an Zentralbankgeld ex nihilo geschaffen. Die
geschöpften Gelder wurde freilich nicht karitativ eingesetzt, sondern wurden für
den Aufkauf von Finanztiteln verwendet. Obwohl die global anhaltende "liquidity
supernova" derzeit weiterhin für "angespannte Ruhe" an den Finanzmärkten
sorgt, sind wir der festen Überzeugung, dass sich die wahren Kosten dieses
monetären Wahnsinns noch offenbaren werden.

[img]https://forum.gold.de/userpix/1840_zent ... reis_1.jpg[/img]

Der in den vergangenen Jahren geschaffene monetäre Tsunami, bestehend aus
einer Schwemme von Zentralbankgeldern und einer Sintflut an neuen Schulden,
hat unserer Meinung nach eine gefährliche Illusion erschaffen: die Illusion einer
sorglosen Gegenwart auf Kosten einer fragilen Zukunft. Die kollektive
Leichtsinnigkeit seitens der Investoren spiegelt sich zum Beispiel in den
rekordverdächtig niedrigen Volatilitäten der als alternativlos geltenden Aktien
wider und macht sich bei minimalen Risikoaufschlägen von Unternehmens- und
Staatsanleihen bemerkbar. Ein knappes Jahrzehnt von Null- und
Negativzinspolitik hat jegliche Risikoprämien atomisiert.
smilie_24
Goldhamster
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 07.06.2017, 19:47

Benutzeravatar
Ladon
Moderator
Beiträge: 6619
Registriert: 17.05.2010, 13:38
Wohnort: Terra
Weder Zustimmung noch Ablehnung der Thesen, aber immer daran denken:

Damit irgendeine Statistik oder solche Grafiken gute Antworten geben können, muss die Frage sehr genau definiert sein. Nur in einem meist sehr engen Rahmen sind die Ergebnisse anwendbar.
Bei Charts ist es so einfach passende Korrelationen zu finden, dass das noch viel wichtiger ist als in anderem Kontext:
Ich sah schon Grafiken, die zwei Werte verglichen und da war eine überraschend ähnliche Entwicklung der Kurven. Nur: die eine gehörte zum linken, linearen Maßstab, die andere zum rechten, logarithmischen. Das taugt garantiert nicht zu einem direkten Vergleich der beiden Werte - vielleicht aber dazu eine andere, komplexere Verbindung zu finden.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 07.06.2017, 20:41

Mehrgoldfüralle
Mir sind all die Charts und Bildchen mittlerweile völlig schnurz. Wichtig ist mir nur noch der Erhalt der Kaufkraft über Crashs und Systemwechsel hinaus. Das scheint, wie die Geschichte zeigt, über längere Zeiträume der Fall zu sein. Das ist, denke ich, alles was zählt. Die Haruspexe sollen meinetwegen in den Lebern und Herzen sehen, was sie wollen.

Beitrag 09.06.2017, 16:17

Benutzeravatar
Goldhamster79
Gold-Guru
Beiträge: 4080
Registriert: 21.01.2011, 20:42
Wohnort: EUdSSR
Was hat der Verweis auf Inhalte von Vorlesungen im Fach Statistik für einen direkten Bezug auf den Report? @Ladon
Was bezweckst Du damit? Relativierung? Abwertung der Analyse durch generelle Kritik an Mißbrauch statistischen Handwerkszeug ? Diskussion abwürgen noch bevor sie begonnen hat? So kommts zumindest rüber, daher frage ich explizit smilie_08

@Mehrgoldfüralle
Grundsätzlich richtig, dass beim Gold vor allem seine "finale" Wirkung wichtig ist, das schließt aber eine tiefere analytische Beschäftigung mit der Materie nicht aus, im Gegenteil, eine solche vertieft Wissen zur Bedeutung des Edelmetalls noch weiter, zumal es nicht um bloße Charts geht in dem Report.
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Antworten