Ist Gold wirklich ein Inflationsschutz?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 14.03.2013, 14:50

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Ladon
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Ich kann nicht mal erkennen, ob das eine Widerrede ist oder Zustimmung ... smilie_13

... aber so was ist mal wieder Kokolores:
...
nur die goldgedeckte Währungseinheit wurde Veränderungen unterworfen, nicht das Gold
...
Weißt Du, was - jetzt mal ganz formal logisch gesprochen - es für die beiden Seiten einer Gleichung bedeutet eben jeweils die eine Seite der Gleichung zu sein? Ein kleiner Tipp: Damit die Gleichung als wahre Aussage bestehen bleibt, müssen beide Seiten verändert werden.
Klar, das Gold ist Gold geblieben, aber wenn - wie im Goldstandard - eine bestimmte Goldmenge an eine Währungseinheit gekoppelt ist, nutzt Dir das doch gar nix! 1915 ist in Habsburg-Land sogar per Gesetz der "Wert" der Goldmünzen festgeklopft worden, indem man den Agiohandel untersagt hat.
Da kannst Du halt Deine Glaubenssätze verkünden wie Du willst, in der Realität läuft es anders ab.

Wie so oft: Du klitterst Dir Deine ganz eigene Geschichte zusammen, um Deine verquast formulierten (und daher schwer nachzuvollziehenden) Utopien zu stützen - obwohl das nicht mal notwendig wäre, denn hier wird es kaum jemanden geben, der GEGEN Gold ist.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 14.03.2013, 18:01

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Ladon hat geschrieben:Ich kann nicht mal erkennen, ob das eine Widerrede ist oder Zustimmung ... smilie_13

... aber so was ist mal wieder Kokolores:
...
nur die goldgedeckte Währungseinheit wurde Veränderungen unterworfen, nicht das Gold
...
Weißt Du, was - jetzt mal ganz formal logisch gesprochen - es für die beiden Seiten einer Gleichung bedeutet eben jeweils die eine Seite der Gleichung zu sein? Ein kleiner Tipp: Damit die Gleichung als wahre Aussage bestehen bleibt, müssen beide Seiten verändert werden.
Klar, das Gold ist Gold geblieben, aber wenn - wie im Goldstandard - eine bestimmte Goldmenge an eine Währungseinheit gekoppelt ist, nutzt Dir das doch gar nix! 1915 ist in Habsburg-Land sogar per Gesetz der "Wert" der Goldmünzen festgeklopft worden, indem man den Agiohandel untersagt hat.
Da kannst Du halt Deine Glaubenssätze verkünden wie Du willst, in der Realität läuft es anders ab.

Wie so oft: Du klitterst Dir Deine ganz eigene Geschichte zusammen, um Deine verquast formulierten (und daher schwer nachzuvollziehenden) Utopien zu stützen - obwohl das nicht mal notwendig wäre, denn hier wird es kaum jemanden geben, der GEGEN Gold ist.
Das Thema war doch, wie Gold Performt hat. Das kann nur an der Kaufkraft des Goldes festgestellt werden, nicht am Tauschverhältnis zu irgendeiner Währung.

Da Gold die Maßeinheit war, konnte, ja dürfte es sogar im "Preis" nicht schwanken. Wenn der Goldpreis trotzdem stieg, dann nur deshalb, weil die an Ihr gekoppelte Währung durch Verletzung der Regel - die Relation zwischen Papier und Gold so zu steuern, dass der Preis gleich bleibt -inflationierte.
Unter dem Goldstandard ist ein Währungssystem zu verstehen, das auf dem Wert des Goldes basiert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Goldstandard

Die Währung basiert also auf dem Wert des Goldes als Maßeinheit nicht umgekehrt.


Warum das Kokolores sein soll, zumal es die Definition des Goldstandards ist, bleibt für mich ein Rätsel.

Daher bleibt die eine Seite der Gleichung unverändert. Ich weiß zwar worauf Du hinaus willst. Dass die Bank den Preis des Goldes in der eigene Währung auch durch Kauf oder Verkauf von Gold steuern konnte. Sie hat damit lediglich die Verpflichtung den Wert der Währung, die veränderbare Seite der Gleichung, relativ zum Gold stabil (also gleich) zu halten.
Um mal bei der Realität zu bleiben, hat die Bank immer mehr Währung produziert, und damit inflationiert, und nicht umgekehrt. Ich zumindest kenne in der Geschichte des Goldstandards nicht den Fall, in dem Gold billiger war, als die "gleichwertige" Währung.

Das heißt konkret, die Bank hat nur kurzfristig mit Goldverkäufen die Währungsinflation ausgleichen können (so wie heute im übrigen), weil sie sonst schnell ohne Gold blieb. Es musste also bald entweder eine Reduzierung der Währungsmenge folgen, oder der Bankrott.

Ob er nun Staatsbankrott, Bankenpleite, Agio Verbot oder Neubewertung(Abwertung) der Währung hieß, bleibt es ein Bankrott!
Aber das Wichtigste ist, der Goldpreis ist trotzdem gestiegen, auch wenn es "verboten" war!

Das erinnert mich an die Währungskurse im Ostblock. Da haben sich die Ossi Diktatoren auch schöngerechnet, wie "stark" die eigene Währung in $ sei, mit dem staatlich verordneten Kurs. Blöd nur, das keiner den $ oder die DM zu diesen Kursen eingetauscht hat. Da hat man den Schwarzmarkt bevorzugt. Denn dort sah man die Kaufkraft des $ oder DM. Auch des Goldes.

Das war und ist die Realität Ladon!

Deshalb ist die einzige Bewertung des Goldes als Inflationsschutz, seine Kaufkraftentwicklung. Genauso wie beim Fiat im Übrigen.

Wenn hier Alle vom Gold überzeugt sind, dann frage ich mich, warum es hier dauernd mit dem Fiat verglichen wird, und das nicht Mal richtig?

Eine OZ war Mal Paar und Zwanzig Dollar, heute 1600! Über die Mark in ganz zu schweigen.
Gruß

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Beitrag 14.03.2013, 18:40

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Ladon hat geschrieben:Ich kann nicht mal erkennen, ob das eine Widerrede ist oder Zustimmung ... smilie_13

... aber so was ist mal wieder Kokolores:
...
nur die goldgedeckte Währungseinheit wurde Veränderungen unterworfen, nicht das Gold
...
Weißt Du, was - jetzt mal ganz formal logisch gesprochen - es für die beiden Seiten einer Gleichung bedeutet eben jeweils die eine Seite der Gleichung zu sein? Ein kleiner Tipp: Damit die Gleichung als wahre Aussage bestehen bleibt, müssen beide Seiten verändert werden.
Klar, das Gold ist Gold geblieben, aber wenn - wie im Goldstandard - eine bestimmte Goldmenge an eine Währungseinheit gekoppelt ist, nutzt Dir das doch gar nix! 1915 ist in Habsburg-Land sogar per Gesetz der "Wert" der Goldmünzen festgeklopft worden, indem man den Agiohandel untersagt hat.
Da kannst Du halt Deine Glaubenssätze verkünden wie Du willst, in der Realität läuft es anders ab.

Wie so oft: Du klitterst Dir Deine ganz eigene Geschichte zusammen, um Deine verquast formulierten (und daher schwer nachzuvollziehenden) Utopien zu stützen - obwohl das nicht mal notwendig wäre, denn hier wird es kaum jemanden geben, der GEGEN Gold ist.
Das Thema war doch, wie Gold Performt hat. Das kann nur an der Kaufkraft des Goldes festgestellt werden, nicht am Tauschverhältnis zu irgendeiner Währung.

Da Gold die Maßeinheit war, konnte, ja dürfte es sogar im "Preis" nicht schwanken. Wenn der Goldpreis trotzdem stieg, dann nur deshalb, weil die an ihm gekoppelte Währung durch Verletzung der Regel - die Relation zwischen Papier und Gold so zu steuern, dass der Preis gleich bleibt -inflationierte.
Unter dem Goldstandard ist ein Währungssystem zu verstehen, das auf dem Wert des Goldes basiert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Goldstandard

Die Währung basiert also auf dem Wert des Goldes als Maßeinheit nicht umgekehrt.


Warum das Kokolores sein soll, zumal es die Definition des Goldstandards ist, bleibt für mich ein Rätsel.

Daher bleibt die eine Seite der Gleichung unverändert. Ich weiß zwar worauf Du hinaus willst. Dass die Bank den Preis des Goldes in der eigene Währung auch durch Kauf oder Verkauf von Gold steuern konnte. Sie hat damit lediglich die Verpflichtung den Wert der Währung, die veränderbare Seite der Gleichung, relativ zum Gold stabil (also gleich) zu halten.
Um mal bei der Realität zu bleiben, hat die Bank immer mehr Währung produziert, und damit inflationiert, und nicht umgekehrt. Ich zumindest kenne in der Geschichte des Goldstandards nicht den Fall, in dem Gold billiger war, als die "gleichwertige" Währung.

Das heißt konkret, die Bank hat nur kurzfristig mit Goldverkäufen die Währungsinflation ausgleichen können (so wie heute im übrigen), weil sie sonst schnell ohne Gold blieb. Es musste also bald entweder eine Reduzierung der Währungsmenge folgen, oder der Bankrott.

Ob er nun Staatsbankrott, Bankenpleite, Agio Verbot oder Neubewertung(Abwertung) der Währung hieß, bleibt es ein Bankrott!
Aber das Wichtigste ist, der Goldpreis ist trotzdem gestiegen, auch wenn es "verboten" war!

Das erinnert mich an die Währungskurse im Ostblock. Da haben sich die Ossi Diktatoren auch schöngerechnet, wie "stark" die eigene Währung in $ sei, mit dem staatlich verordneten Kurs. Blöd nur, das keiner den $ oder die DM zu diesen Kursen eingetauscht hat. Da hat man den Schwarzmarkt bevorzugt. Denn dort sah man die Kaufkraft des $ oder DM. Auch des Goldes.

Das war und ist die Realität Ladon!

Deshalb ist die einzige Bewertung des Goldes als Inflationsschutz, seine Kaufkraftentwicklung. Genauso wie beim Fiat im Übrigen.

Wenn hier Alle vom Gold überzeugt sind, dann frage ich mich, warum es hier dauernd mit dem Fiat verglichen wird, und das nicht Mal richtig?

Eine OZ war Mal Paar und Zwanzig Dollar, heute 1600! Über die Mark in ganz zu schweigen.
Gruß

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Beitrag 14.03.2013, 19:49

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AuCluster
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Bumerang hat geschrieben:Deshalb ist die einzige Bewertung des Goldes als Inflationsschutz, seine Kaufkraftentwicklung. Genauso wie beim Fiat im Übrigen.
Goldstandard ist Mist!
Bild
(Wer die Bildunterschrift nicht entziffern kann, sollte die Bildschirmauflösung verbessern.)

Bumerang hat geschrieben: Wenn hier Alle vom Gold überzeugt sind, dann frage ich mich, warum es hier dauernd mit dem Fiat verglichen wird, und das nicht Mal richtig?
Äh, Bumerang!
In welchem Geld wirst Du bezahlt? In Gold oder FIAT?
Was ist der richtige Vergleich?
Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

Beitrag 14.03.2013, 20:11

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IrresDing
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Um etwas zum Thema beizutragen.

Ich habe mit dem sogenannten "1914"er-Wert zu tun. Dieser Wert ist bei der Gebäudeversicherung relevant. Er besagt wie viel ein (auch modernes) Gebäude im Jahr 1914 gekostet hätte aufzubauen. Die Währung ist deshalb auch die (Gold)Mark.

Ich habe demletzt eine Entschädigungsgrenze (wir haben nur noch wenig Verträge mit diesem Preisindex) umrechnen müssen. Der 1914er Wert ist dabei mit dem Faktor 16(,080?!?) auf heutige Preise umzurechnen.

Da es sich bei Gebäuden auch um Sachwerte handelt und die Faktoren vom stat. Bundesamt (meines Wissens, ich hab nur im Schaden damit zu tun) ermittelt wird, ist er aussagekräftig. Eine politische Schönfärberei ist hier nicht zu erwarten, da sonst die Versicherer oder auch Versicherungsnehmer bei Totalschäden dies merken würden.

Jetzt rechnen wir mal: 20 Mark waren 7,17g. Eine solche Münze kostet heute 300 EUR.

20 Mark *16 = 320 EUR. Also fast exakt das selbe, nimmt man die Gebäude als Vergleichsindex.

Das nur mal als Denkanstoß. Vielleicht ist das Gold ja überhaupt nicht überbewertet.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 14.03.2013, 21:53

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Sinjawski
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Das ist ein schoener Vergleich, der mir beim Lesen unseres Versicherungsvertrages auch noch nicht eingefallen ist - ich habe immer mit dem Gleitenden Neuwertfaktor umgerechnet. Also beispielsweise die Doppelgarage zu 500 RM, macht beim Totalschaden ~ 8.000 €.

Allerdings ist die Rechnung gegen Gold nur in den letzten 2 Jahren ausgeglichen, ich habe mal die Werte nebeneinander gestellt:

Jahr  GNWF  Goldmark in €  Goldgewicht 20 RM in €
                    (Versicherung)
2013  16,20  324,00            283 (14.03.2013)
2012  15,78  315,60
2011  15,40  308,00
2010  15,20  304,00
2009  14,91  298,20
2008  14,43  288,60
2007  13,57  271,40
2006  13,50  270,00
2005  13,40  268,00
2004  13,20  264,00
2003  13,10  262,00

Momentan haben wir dann wieder 15% Nachholbedarf beim Gold, vor ueber5 Jahren waren das aber noch 50 - 75 % Diskrepanz. Eine Antwort, wohin es die naechsten Jahre geht, liefert uns das leider auch nicht, aber es ist ein echtes historisches Schmankerl und irgendwo eine nette Argumentation fuer einen entsprechend hohen "fairen Goldpreis".
Half of what he said meant something else,
and the other half didn't mean anything at all.
(Rosencrantz And Guildenstern Are Dead)

Beitrag 14.03.2013, 21:55

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Titan
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Wohnort: Berlin
IrresDing hat geschrieben: Jetzt rechnen wir mal: 20 Mark waren 7,17g. Eine solche Münze kostet heute 300 EUR.
20 Mark *16 = 320 EUR. Also fast exakt das selbe, nimmt man die Gebäude als Vergleichsindex.Das nur mal als Denkanstoß.
Vielleicht ist das Gold ja überhaupt nicht überbewertet.
smilie_01
Lege Ich eine Feinunze Gold auf die eine Seite der Balkenwaage---und das zu vergleichende Objekt auf die andere Seite....
DANN und nur dann entsteht eine Relation zum Ausschlag der Waage.
DAS Gegenstück zur Unze ist,na...ja---austauschbar---aha. smilie_16
Die Unze BLEIBT IMMER derselbe WERT.
So entsteht die Relation zu allen Währungen (FIAT) der Welt,in die Gold ja EINTAUSCHBAR ist,
ja,Gold ist auch in ANDERE PHYSISCHE Werte tauschbar.
Für mich eben "intrinsisch" (werterhaltend...)ohne Platz für die bisher geführte Diskussion.
Die Frage nach "...Schutz" dieser oder jener Art ist schon irritierend in der Anfangsfragestellung.
Fazit:
GOLD ist KEIN ... smilie_24
T.
Der "Goldpreis" ist ein Marktpreis(Spot in $ ),ob "fair" oder "unfair" ist völlig unwichtig.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 15.03.2013, 01:26

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Historix
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Registriert: 16.05.2011, 21:58
Nun, denn mal ein durchaus lesens- und bedenkenswerter Artikel.... smilie_01

müsste vielen hier ein Labsal sein....

http://goldseiten.de/artikel/164491--Wa ... ml?seite=1

klingt auch alles irgendwie logisch, hier in unserer " Glübirnenverbotsunion...." smilie_43

smilie_02
Gold ist schön....schönes Gold ist schöner !
BAZINGA !

Beitrag 15.03.2013, 08:26

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thEMa
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IrresDing hat geschrieben:20 Mark *16 = 320 EUR. Also fast exakt das selbe, nimmt man die Gebäude als Vergleichsindex.

Das nur mal als Denkanstoß. Vielleicht ist das Gold ja überhaupt nicht überbewertet.
Vielleicht. Zumindest ist nach dieser Betrachtung Gold gegenüber Immobilien nicht überbewertet.

Sind Immobilien zur Zeit überbewertet? Das ist zumindest eine Überlegung wert. Da ist es doch schön, dass Gold momentan wieder 15% aufzuholen hat.
Ceterum censeo anatocismum esse delendum

Der Zins, sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

Beitrag 15.03.2013, 09:43

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Sinjawski
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Sind Immobilien zur Zeit überbewertet? Das ist zumindest eine Überlegung wert.
Diese Frage laesst sich hieran nicht festmachen, denn der Versicherungsstandard soll eine Richtlinie geben, fuer welches Geld ein Haus wiederhergestellt werden kann. Das beinhaltet weder Grundstueckskosten, die zwischen Muenchen Reichenbachplatz und der Lueneburger Heide ja durchaus variieren, noch die Erwartungen von Mieteinnahmen, die sich im Kaufpreis niederschlagen. Es geht nur um Bau- also Handwerkerkosten, nicht um Angebot und Nachfrage.
Wenn Du in Dein Haus 100 T€ investierst, wirst Du Dich fragen, ob die Versicherungssumme noch angemessen ist, oder aufgestockt werden sollte. Wenn der Markt Kapriolen schlaegt, musst Du in der Regel gar nix tun, es sei denn, Du willst verkaufen, dann machst Du Dir Gedanken, wie Du am meisten Kohle reinholst.
Im Alltag heisst das aber, dass die meisten Versicherungsvertraege fuer Haeuser in Jahrzehnten nicht angepasst werden muessen, da der Gleitende Neuwertfaktor ja zentral festgelegt wird. Und aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass das ueber Jahre und Waehrungswechsel hinweg ziemlich gut funktioniert hat.

Um noch was zum Topic abzusondern: Immobilien koennten ein Inflationsschutz sein. Zu Gold habe ich oben schon genug gesagt.
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Beitrag 15.03.2013, 10:37

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goldjunge01
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Registriert: 10.07.2011, 20:12
Altersvorsorge in Edelmetallen

So will die Politik die Flucht aus dem Geldsystem stoppen

http://www.geolitico.de/2013/03/15/so-w ... m-stoppen/

Beitrag 15.03.2013, 11:08

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thEMa
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Registriert: 19.10.2010, 15:04
Was haben die 19% Mehrwertsteuer auf Silber mit einem Elektro-Serienfahrzeug gemein?

Sie kommen nächstes Jahr - und zwar seit Jahren. smilie_02

Das gleiche gilt vermutlich für Gold. Gibt es da diesmal irgendeine wirklich belastbare Quelle?
Ceterum censeo anatocismum esse delendum

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Beitrag 15.03.2013, 11:36

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goldjunge01
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thEMa hat geschrieben:Gibt es da diesmal irgendeine wirklich belastbare Quelle?
Ja! Die Schuldenuhr des Bundes

http://www.staatsverschuldung.de/schuldenuhr.htm

Je mehr Schulden desto mehr Steuern.

Ganz einfach.

Beitrag 18.03.2013, 11:30

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Bumerang
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AuCluster hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Deshalb ist die einzige Bewertung des Goldes als Inflationsschutz, seine Kaufkraftentwicklung. Genauso wie beim Fiat im Übrigen.
Goldstandard ist Mist!
Bild
(Wer die Bildunterschrift nicht entziffern kann, sollte die Bildschirmauflösung verbessern.)

Bumerang hat geschrieben: Wenn hier Alle vom Gold überzeugt sind, dann frage ich mich, warum es hier dauernd mit dem Fiat verglichen wird, und das nicht Mal richtig?
Äh, Bumerang!
In welchem Geld wirst Du bezahlt? In Gold oder FIAT?
Was ist der richtige Vergleich?
Die Schrift ist selbst bei einer hohen Auflösung nicht zu entziffern. Wenn Du es dennoch geschafft hast, hättest Du es hier schreiben können! Was auch immer 400 in 1870 und 1300 1980 sein sollen, sind nach heutigen Methoden berechnete Werte. Das ist kein zuverlässiger Vergleich. Ich vertraue solchen Statistiken einfach nicht mehr. Das Einzige was klar und nachvollziehbar ist, ist der Nominalbetrag und die Kaufkraft. Alles Andere ist mehr oder weniger manipuliert.

Der einzige Vergleich der aussagekräftig ist bleibt also die Einkommensentwicklung in Goldeinheiten vor 1970(=Währungseinheiten)inkl. der entsprechenden Kaufkraftentwicklung, mit der Einkommens- und Kaufkraftentwicklung nach 1970. Ob in Goldeinheiten oder Fiat völlig egal.

Mit diesem "Mist", sind die Amis von einer Cowboy- zu einer Industrienation aufgestiegen!

Mit dem suppertollen FIAT sind sie gerade back to the roots. In vielen Großstädten herrschen bereits Untergangsszenarien (Detroit z.B. ). Viele Amerikaner "fliehen" zurück aufs Land.

Klar werde ich in Fiat bezahlt. Was soll das denn beweisen?
Der Nominalbetrag sagt nichts über die Kaufkraft in der Gegenwart, und schon gar nicht über die in der Zukunft aus.

Mitte der 90- verdiente ein Facherbeiter ca 2400 DM Netto, was ca 4 OZ Gold war. Die Kaufkraft war beachtlich.
Alle fuhren in Urlaub und kauften sich alle 5 Jahre ein "neues" Auto. Beim Aldi war der Wagen für 100DM voll.
Die Miete in der Stadt für 3 Zi lag bei ca 500 bis 700 DM.

Heute verdient der Facharbeiter ca 1800 netto was ungefähr 1,5 OZ Gold entspricht. Ich lasse Mal die Minijobber und Zeitarbeitsfirmen weg, die das Durchschnittseinkommen erheblich drücken.

Entsprechen ist seine Kaufkraft gesunken!
Beim Aldi ist der Wagen bei über 100 € voll, die Miete liegt bei 700 bis 900 €, Das Neue Auto bleibt beim Händler, und in Urlaub gehts auf den Bauernhof wenn überhaupt. Strom ist teuer, Spritt sowieso, und gutes Essen auch.

Da trösten die inzwischen spott billigen Superfernseher und Handys (inkl Tarife) nicht wirklich.

Das ist der Vergleich in der die Realität.

Ist aber immer noch nichts. Die Zypern-Geschichte ist der Anfang vom Ende. Und zeigt, dass Fiat bei der Bank über Nacht um bis zu 10% abwerten kann, wie auch immer die Aktion genannt wird.

Wie gesagt, in 100 Jahren ist der Dollar, eine der wenigen Währungen die zumindest formal überlebt haben, um 99% entwerten wurden. Auf deutschem Boden gab es bis zu 5 Währungen.

Ich habe nie gesagt, dass Gold kurzfristig immer eine höhere Kaufkraft entwickelt. Doch wer für seine Rente spart, und noch nicht 60 ist, sollte es sich gut überlegen in Fiat zu sparen.
Am Ende wird das Geheule groß sein, wie immer.
Gruß

Bumerang
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Beitrag 30.07.2014, 03:37

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MaciejP
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Gold: Das überschätzte Edelmetall

Gold schützt nicht vor Inflation. Gold verliert langfristig an Wert. Das ist harter Tobak für all jene, die bei Gold die nächste, ganz große Aufwärtsbewegung gleich um die Ecke sehen.

http://www.godmode-trader.de/artikel/go ... ll,3832959

Beitrag 30.07.2014, 07:36

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Ladon
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Abgesehen davon, dass "harter Tobak" ein etwas seltsames Bild ist (die Redewendung lautet, naheliegend eigentlich, "starker Tobak"), soll natürlich (wie man am Zeter und Mordio in den Kommentaren unterhaltsam sehen kann) provoziert werden.
Die Klickrate (und damit die Werbeeinnahmen) dürften astronomisch gestiegen sein.

Inhaltlich:
Letzten Endes steht da nichts, was von den besonnenen hier im Forum nicht auch immer wieder gesagt wird:
Es gibt keinen Automatismus, keine "arkanen Kräfte" zum Guten, keine "Heilung durch Gold".

Und bezüglich der angeblichen Segnungen des historischen Goldstandards rede ich mir schon jahrelang den Mund fusselig.

Nix wirklich Neues also, denn die Tatsache dass Gold über die Zeiten hinweg als relativ (!) stabiles Geld fungiert hat, bleibt nach wie vor das gewichtigste Argument für einen kleinen, privaten Goldhort, der schlicht "gute Chancen" hat, jetzt erarbeitetes (Geld-) Vermögen in die Zukunft und gegebenenfalls auch über eine schwere Währungskrise hinweg zu transportieren.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 30.07.2014, 07:38

Heike1980
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Was ist denn dran an der These, dass der Wert des Goldes langfristig steigen MUSS, da es ein Rohstoff mit begrenztem Vorkommen ist? Wenn alle Ressourcen ausgeschöpft sind, hat es doch immensen Wert.

Beitrag 30.07.2014, 07:55

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AuA
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Fast. Steigen MUSS "der Wert" nur, wenn die Nachfrage gegenüber dem Anbebot überwiegt.

2 Beispiele:
- Der "Wert" von Salzwasser ist recht konstant, obwohl auch diese Resource begrenzt ist.
- Der "Wert" von radioaktivem Abfall steigt auch nicht gerade ins Unermessliche, obwohl diese Resource noch begrenzter ist.

smilie_24
AuA
Gold und Silber kehren gerade zu ihrem inneren Wert zurück.

Beitrag 30.07.2014, 08:14

Gladius
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Registriert: 11.12.2011, 16:10
Für diverse Gruppierungen hat radioaktiver Abfall sicher einen "ideellen"-Wert.

Beitrag 30.07.2014, 08:31

Heike1980
½ Unze Mitglied
Beiträge: 7
Registriert: 27.06.2014, 11:12
Wohnort: München
In Indien dürfte die Nachfrage auf jeden Fall das Angebot übersteigen. Und auch in anderen Nationen hat Gold eine weitaus größere Bedeutung als bei uns, siehe https://golddepot.de/gold-news/bringt-d ... gold-boom/.

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