Heut auf SAT1: Michael Mross gegen Michel Friedman

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 19.09.2011, 19:51

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DaRReN
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Heute Abend ist Michael Mross bei SAT1 in der Sendung „Eins gegen Eins“ zu Gast. Thema: Gold und Geld. Gesprächsgegner: Michel Friedman. Beginn: 23:30 - "Goldhysterie in Deutschland - ist unser Geld bald wertlos?" - Müssen wir wirklich Angst haben, dass unser Geld bald nichts mehr wert ist? Immer mehr Experten prophezeien, dass der Währungscrash bevorsteht.

http://www.mmnews.de/index.php/wirtscha ... l-friedman

Ich schau's mir an! smilie_01 smilie_01

Beitrag 19.09.2011, 20:01

Goldjunge99
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Hallo,
hört sich ganz gut an. Leider, von der Uhrzeit her, etwas spät.
Gibt es eine Wiederholung?

Beitrag 19.09.2011, 20:33

Knipser
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Nix für mich,bei Koks ääh Friedman krieg ich Ausschlag.Der Mann lässt sein Gegenüber nicht einen Satz zu Ende sagen.

smilie_27


Davon abgesehen erwarte ich von der "Diskussion" keine für mich bahnbrechenden Erkenntnisse.

Beitrag 19.09.2011, 20:54

Goldjunge99
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@ Knipser.
Da muss ich dir zustimmen. Finde das auch immer sehr negativ wenn die Menschen nicht ausreden können. Es ging mir auch mehr um das Thema als um den Friedman!!

Beitrag 19.09.2011, 21:36

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Hallo Darren,

danke für den Tip smilie_01

Hätte ich glatt verpasst und werde mir das auf jedenfall anschauen.

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Beitrag 19.09.2011, 21:41

Limm67
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Danke, Darren.

Werde ich mir mal anschauen.

Beitrag 19.09.2011, 22:16

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Habt Ihr alle echt noch diese altmodischen Fernsehapparate?
Gibt es von Sat.1 auch einen Live-Stream im Internet?

Beitrag 19.09.2011, 22:34

sw_trade
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Wenn die Blase platzt???? Welche Blase?
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Beitrag 19.09.2011, 22:52

nameschonweg
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Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sagen würde, aber Friedmann ist der Einzige von den Vieren, dem ich noch zu hören kann, oder ein akutes Ohrenleiden zu bekommen. Tenhagen übertrifft sich wieder einmal selbst und auch der Herr Spannbauer erfüllt leider jedes Klischee des "Krisenspinners". Wenn jetzt noch Mr. "Morgen kommt die Währungsreform" als Überraschungsgast hinter der Schattenwand sitzt, brech ich zusammen...

Irgendwie kam mir bei dem rhetorischen Schlagabtausch zwischen Friedmann und Spannbauer das Bild von einem WM-Boxkampf zwischen Vitali Klitschko und Bernhard Hoecker in den Sinn ... ich geh jetzt besser mal ins Bett smilie_03
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Beitrag 19.09.2011, 23:23

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nameschonweg hat geschrieben:Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sagen würde, aber Friedmann ist der Einzige von den Vieren, dem ich noch zu hören kann, oder ein akutes Ohrenleiden zu bekommen.
Der begabte Rhetoriker Friedmann hat bisher noch jede Diskussion und jeden Gesprächspartner platt gemacht, egal wen und egal zu welchem Thema. Als der noch seine eigene Talkshow hatte, ist der in Einzelgesprächen seinen Gesprächspartnern sogar richtig körperlich nah auf die Pelle gerückt. Keine Ahnung, was das für eine Diskussionkultur ist, seinem Gesprächspartner in die Tasche zu springen und in dessen Gesicht herumzufuchteln.

Beitrag 19.09.2011, 23:33

Todeja
Tja, die Sendung war in der Tat unbefriedigend. Friedman mag zwar ein überaus unangenehmer Charakter und versnobter Schleimbolzen sein, rhetorisch macht ihm aber so leicht keiner was vor. Das muss man ihm wirklich lassen. Wenn man mich 2 Stunden auf einen Stuhl schnallen würde und ich gezwungen würde dem zuzuhören während er darüber monologisiert, dass Gold in einer Blase sein könnte und das der Euro das beste ist was uns passieren konnte müsste man mich wahrscheinlich erstmal eine Nacht zu Hause festhalten damit ich nicht auf die Idee komme meine Unzen zu verkaufen;)
Herr Mross hätte da mit seiner ruhigen, urigen, sachlichen und rhetorisch geschulten Art zwar noch ansatzweise gegen anstinken können (wenn er in seiner wenigen Redezeit nicht dauernd unterbrochen worden wäre) aber mit einem Vollpfosten (sorry) wie dem Spannbauer daneben kann man einfach nichts mehr rausreißen.
Da muss man sich fast schon fragen ob die den absichtlich daneben gestellt haben damit man sich sicher sein konnte, dass die prinzipiell neutral moderierte Sendung auch in die gewünschte Richtung läuft.
Die gleiche Sendung hätte ich gerne nochmal mit Mross, Andreas Clauss und festen Redezeiten mit Unterbrechungsverbot gesehen;)

Beitrag 20.09.2011, 00:03

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DaRReN
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Auch mit Dirk Müller wäre es noch etwas sachlicher und inhaltlicher zugegangen :D

Der Herr Spannbauer hat sich leider mit seiner Armbrust und seinem mobilen Klo selbst disqualifiziert...

Ach übrigens:

http://www.zerohedge.com/news/sp-downgr ... res-tumble

Beitrag 20.09.2011, 08:31

goldmob
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friedman war der einzig halbwegs ernstzunehmende.

von 10.000 euro steckt er 20% in gold. wenn das die seite der goldgegner ist, hat gold noch ein klitzekleines bischen luft nach oben.

smilie_20 smilie_23 smilie_09

Beitrag 20.09.2011, 09:35

nameschonweg
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Der Friedmann hat sich recht elegant zwischen den Fronten zu bewegt. Seinen Aussagen glaube ich entnehmen zu können, dass auch ihm die Probleme nicht entgangen sind. Allerdings schätzt er die Lage derzeit als weitaus weniger gefährlich ein als wohl die große Masse der hier Mitlesenden (einschließlich meinereiner) - und wohl erst recht als Herr Spannbauer. So richtig festlegen wollte er sich aber auch nicht.

Jedenfalls ist es ihm gelungen, mit seiner "fast" neutralen Positionierung den Großteil des Publikums auf seine Seite zu ziehen - und dies trotz des inhaltlich extrem schwach gebliebenen Tenhagen. Der dafür aber erstaunlich überheblich wirkte. Er hat die ganze Sendung über fortlaufend und recht offensichtlich versucht, über die kaufmännischen Absichten von Herrn Spannbauer das Thema Krisenvorsorge als Ganzes zu diskreditieren. Mit diesem Erstsemester-Rhetorik-Trick, der noch dazu einen falschen logischen Schluß aufweist, hat er eine recht offene Flanke geboten. Bei den beiden Diskussions-Trainees auf der Krisenseite hat aber wohl nie Gefahr bestanden haben, darüber ausgehebelt zu werden. Hätte Friedmann auf der anderen Seite gestanden, hätte Herr Tenhagen inhaltlich wohl keine zwei Minuten Redezeit überstanden.

Durch die Auswahl der Diskussionspartner scheint mir die Sendung wohl bewusst darauf ausgelegt zu sein, die "Gold- und Krisenspinner" zu diskreditieren. Jedenfalls hätte man zu Herrn Friedmann ein Gegengewicht schaffen müssen. Wer die Websites von Herrn Spannbauer und Herrn Mross querliest, weiß sehr genau, mit welchen Argumenten zu rechnen ist und welchen Eindruck die beiden bei unvoreingenommen Fernsehzuschauern hinterlassen dürften.

Trotz allem blieb die gesamte Diskussion argumentativ erstaunlich dürftig. Außer "Überschuldung hier", "Krisen da", "der Euro ist stärker als bei seiner Einführung" und "es könnte sein, das es schlimmer kommt, aber daran glaube ich nicht" kam da inhaltlich nur Oberflächliches. Wer gold.de einmal in der gleichen Zeit quergelesen hat, bekommt schon fundiertere Information :)
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Beitrag 20.09.2011, 10:30

zorniboy
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Auch ich war über die Naivität der Krisensensiblen einigermaßen enttäuscht. Aber was solls, solange die Lemminge ihr Geld den Staaten noch praktisch für Null hinterherwerfen, kommen wir noch ein paar Jahre an (verhältnismäßig) preisgünstiges EM. Das Abschlußstatement von Friedmann sollte jedem jedoch die Augen öffnen:
5000 Euro in verschiedenen Währungen in verschiedenen Kontinenten (also überwiegend kein Euro in I,F,ES,P usw.)
3000 Euro in Aktien und
2000 Euro in EM.
Auch wenn er Euroverteidiger ist, weiß er genau wohin der Haase läuft. Es waren gestern nicht die großen, plumpen Argumente sondern das zwischen den Zeilen lesen, was interessant war. Die überwiegende Zahl der Leute im Publikum wird wohl weiter sparen und sich am Ende wundern das ihr Geld im besten Fall immer weniger wert wird und das ist vielleicht auch gut so.

Beitrag 20.09.2011, 10:35

nameschonweg
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Lustig fand ich, dass Herr Friedmann bei den letzten 2.000 EUR nicht Edelmetalle per se empfohlen hat, sondern "Gold, Silber, Platin, Kupfer und sonstwas" :)

Das war eher wieder die etwas wachsweiche "ich bin nicht 100% pro, aber auch nicht 100% contra". Hätten die Diskussionsgegner Erdbeeren als Kriseninvestment empfohlen, hätte Herr Friedmann auch für 2.000 EUR "Erdbeeren und sonstwas" gekauft.

smilie_16
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Beitrag 20.09.2011, 11:01

sw_trade
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Der Friedmann führte jedoch aus, dass man bzgl. seinem Geld möglichst breit aufgestellt sein sollte, was hier jedoch nichts neues ist. Wogegen er argumetierte, war der Fakt, dass Gold allein das Allheilmittel sei, wie es von der Gegenseite propagiert wurde/ wird. Und wenn wir ehrlich sind, die Situation ist schlimm aber was in den letzten beiden Monaten mit dem Goldkurs geschah wiedersprach jeglicher Logik. Die Leute rannten zum EM-Händler auf Teufel komm raus. Aktuell scheint sich der Kurs mit seinen kleineren Ausbrüchen ja wieder ein bisschen eingepegelt haben. Dem Umstand, dass hier Panikmache eine wesentliche Rolle gespielt hat, will ich auch nicht wiedersprechen. Hat irgendwann J.W.B. im dt. Fersehen geredet?? smilie_11

Was hingegen in lächerlich fand war das Auftreten des Finanztest-Redakteurs. Dessen Mimik und Gestik, erinnerte eher an einen Clown anstatt eines seriösen Journalisten. Mal abgesehen von seinen Argumenten.....: "mein Taxifahrer akzeptierte meine Euros." smilie_20
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Beitrag 20.09.2011, 11:13

nameschonweg
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Mir ist völlig unverständlich, wie ein Verlag, der aufgrund des behandelten Themas "Finanzen" um höchstmögliche Objektivität und Seriosität bedacht sein sollte, so jemanden in eine TV-Show gehen lassen kann?! Alleine sein permanentes, prinzipielles und fast schon fundamentalistisches Gold-Bashing läßt, in Verbindung mit seinen emotionalen Ausbrüchen bei diesem Thema, die objektive Grundhaltung eines Finanztesters vermissen. Auch wenn man kein Krisen- oder Verschwörungstheoretiker ist, besteht selbst bei unaufgeregten Anlageberatern und Investmenthäusern der Konsens, dass Gold einen gewissen Anteil an einem ausgewogenen Portfolio haben sollte. Je nach Situation und persönlicher Erwartung kann man diesen Anteil ausbauen oder zurückfahren.

Allerdings hatte ich aufgrund der letzten TV-Auftritte von ihm auch nichts anderes erwartet. Ich glaube sogar, dass die Einladungen an ihn inzwischen sehr bewusst genau deshalb erfolgen. Er polarisiert halt so schön das Publikum. Und damit schafft man Aufmerksamkeit - und Einschaltquoten.

btw.: Ich würde gerne mal W.E. und Herrn Tenhagen in einer gemeinsamen Talkshow erleben. *Popcorn hol*

Bei dem Kommentar mit dem Taxifahrer ist mir auch heiß und kalt geworden. Wenn dies das Abstraktionsniveau ist, mit dem Anlageinstrumente bei Finanztest bewertet werden, dann weiß ich ja, was ich von deren Empfehlungen zu halten habe (Sorry, unzulässige Verallgemeinerung. Ging aber nicht anders).
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Beitrag 20.09.2011, 12:02

Venya
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Registriert: 30.08.2011, 15:24
Aus Ermangelung eines Fernsehers musste ich leider bis heute warten, um es mir online anzusehen...
Überraschend war es wirklich nicht *s*
Wirklich "enttäuschend" fand ich es auch nicht.
Durch die Auswahl der Diskussionspartner scheint mir die Sendung wohl bewusst darauf ausgelegt zu sein, die "Gold- und Krisenspinner" zu diskreditieren.
"Diskreditieren" ist das falsche Wort. Beim derzeitigen Verlauf ist es in den nächsten Tagen und Wochen halt relativ wichtig, das Vertrauen der Menschen in das Geld zu stärken. Oder sagen wir mal: die Sicherheit zu gewährleisten, indem man den Glauben an die Sicherheit bestärkt. Diesen Job hat Sat1 in diesem Fall nicht grade schlecht bewältigt - und dass es sich dabei um Mainstream-TV handelt, ist doch sowieso klar.
Trotz allem blieb die gesamte Diskussion argumentativ erstaunlich dürftig.
Naja, klar - solange man es nicht schafft, den Menschen den Unterschied zwischen "Wert" und "Geld" zu vermitteln, kann man ja auch nur an der Oberfläche rumkratzen. Dafür sitzt der Glaube an Geld einfach zu tief - und es reichen eben keine zwei Minuten, um ihn argumentativ ins Wanken zu bringen.
Die Frage "ist unser Geld sicher?" wird da fröhlich und nach Belieben von der nationalen auf die internationale Ebene quer durch die Historie geschoben. Um da das Bild bei der Beantwortung dieser Frage etwas zu verschieben, hätte man nicht mal einen anderen oder weiteren Fachmann gebraucht - ein simpler griechischer oder italienischer Demonstrant hätte ausgereicht *s*

Für eine Sat1-Diskussion war es noch erstaunlich harmlos und "ausgewogen". Da kommt gleich "Britt"... :roll:

LG
Venya
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Beitrag 20.09.2011, 12:12

silverlion
Taxi-Tenhagen hat sich erfolgreich um seinen Anlagetip gedrückt.
Der Moderator hält den Yen für die Chinesische Währung.
Friedmann hat eigentlich durchblicken lassen, dass er nicht
unbedingt das sagt, was er wirklich denkt, um die Leute
nicht zu beunruhigen.

Dank nameschonweg habe ich immerhin dazugelernt, wer
Bernhard Hoecker ist :lol:

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