Goldpreisprognosen

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 26.05.2013, 18:43

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MaciejP
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@Darius: Okay, ein letzter Versuch, dann ist das Thema für mich gegessen ...
daraufhin glaube ich mündete deinerseits in der angeblichen Manipulation ALLER ANLAGEKLASSEN durch die FED
Nein! Von Manipulationen seitens der Fed war von mir nie die Rede, es ging um die durch die Zinssenkungen zusätzlich auf den Markt geworfene Liquidität. Eben diese treibt jetzt ihre Blüten und geht nicht dahin, wo sie soll, nämlich in die Realwirtschaft, sondern fließt in sämtliche Anlageklassen; momentan wohl eher in Aktien als Gold. Genau darum ging es, als ich schrieb, nicht mal diese Interventionen können den Goldpreis jetzt anscheinend noch stützen.

Wenn du jetzt auf konkrete Manipulationen einzelner Assets hinaus willst, dazu ist die Fed m. E. durchaus in der Lage, bei den Anleihen tut sie das ja gerade. Beim Gold wäre sie vermutlich ebenfalls in der Lage größere Manipulationsversuche in beide Richtungen vorzunehmen, nur sofern die Fed das dann nicht offiziell ankündigt, ist es wohl nur sehr schwer bis unmöglich das nachzuweisen oder auch zu widerlegen. Und ob diese Manipulationen nachhaltig sind, d.h. in der Lage die allgemeine Marktrichtung dauerhaft zu beeinflussen, daran habe ich noch so meine Zweifel.

Beitrag 26.05.2013, 18:46

Darius
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sw_trade hat geschrieben:
goldenbullet hat geschrieben:
lifesgood hat geschrieben:
goldenbullet hat geschrieben:
EIN Grund für den rasanten Goldpreisanstieg haben wir Büchern wie dem des Herrn Otte ("Der Crash kommt") u.ä. zu verdanken. Die dort geschürten Ängste bleiben aber haften, auf das Niveau von vor 10 Jahren fällt das Gold nicht mehr.
Das glaubst Du doch nicht wirklich, oder?

Wieviel haben denn das Buch von Max Otte gelesen? Wie viele haben dann tatsächlich in Gold investiert? Wie hoch war das Gesamtvolumen der Investitionen auf Grund von Ottes Buch im Verhältnis zum Weltmarkt? Sorry, aber da bewegen wir uns im einstelligen Promillebereich, aber sicher nicht in Regionen, die einen Goldpreisanstieg verursachen könnten.

Außerdem befindet sich der Goldpreis seit dem Jahr 2000 in einer Aufwärtsbewegung und Ottes Buch kam erst 2006 auf den Markt.

lifesgood
Ich sprach ja extra von "Büchern", in der Richtung gab es ja viele mehr oder weniger seriöse "Tendenzmacher", nicht nur Prof. Otte.

"Wie viele haben dann tatsächlich in Gold investiert?"

Aus meinem Bekanntenbereich, sofern dieser über ausreichen FIAT verfügte um sich diesbezüglich zu engagieren haben ca. 70% das Buch gelesen.

ALLE haben daraufhin "in wilder Hast" Gold gekauft.
Nicht nur die Dummen laufen in der Herde mit!

Natürlich machen es nicht nur diese Käufe, aber die dadurch enstehende Stimmungsmache, siehe Stichwort "Herdentrieb", hat sicher zum Goldboom mit beigetragen.
70%?
Entweder dein Bekanntenkreis ist ziemlich klein und schließt Mitglieder des Forums ein oder die 70% sind etwas übertrieben. 8)
...smilie_13... die Einmischung, aber darüber hab ich eine Meinung... um in die Diskussion einzubringen.

"Goldenbullet" meint doch nur 70% SEINER BEKANNTEN, die wenn sie Max Otte lesen, gerade nicht representativ zur MASSE der Bevölkerung sind... Die lesen "Bild"-Zeitung und hier liegt mein "Einwurf":
Ich meine, gerade wann Gold nur in solchen sagen wir seriöseren Kreisen gehandelt wurde, etwa bis Mitte 2011, dann stieg er auch BESTÄNDIG ,denn auch WELTWEIT waren solche "seriöse", besser gesagt erfahrene, eher langfrsitig orientierte und KAPITALSTARKE Anleger (die also viele andere Investionserfolge schon vorher hatten ) im Goldmarkt unterwegs, welche Gold als eher ABSICHERUNG...langsam, sagen wir bildlich "Stück für Stück"...akkumulierten...Tatsächlich meldete sich etwa hierzulande dann irgendwann das Massennmedium "Bild" -in August 2011- mit einer vollen Schalgzeile über einen neuen Goldrausch ,weil dann Gold inzw parabolisch ging (wegen drohender USA-Staatshaushaltskrise damals), aber zeimlich danach folgte dann der erste ernstzunehmende Absturz ,also die Masse (und "ihre" Medien) wie immer als KONTRAINDIKATOR-danach wurde Gold anscheinend eher was für die SCHNELLE SPEKUALTION und so haben wir seitdem die extreme Ausschläge, die aber inzw. sehr weit unten stattfinden -nicht wie noch 2012 ,wo noch gedacht (eher geglaubt) wurde, dass es nach Pause noch weiter nach oben gehen würde...
Aber bei solcher Sprunghaftigkeit inzwischen kann doch keiner eine Richtung vorher(sehen)

Beitrag 26.05.2013, 19:09

Darius
2 Unzen Mitglied
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MaciejP hat geschrieben:@Darius: Okay, ein letzter Versuch, dann ist das Thema für mich gegessen ...
Schade, für mich ist kein Thema endgültig... aufgefressen! -Ist dass vielleicht dann einfach... Erkenntnishunger? smilie_08
MaciejP hat geschrieben:Wenn du jetzt auf konkrete Manipulationen einzelner Assets hinaus willst, dazu ist die Fed m. E. durchaus in der Lage, bei den Anleihen tut sie das ja gerade. Beim Gold wäre sie vermutlich ebenfalls in der Lage größere Manipulationsversuche in beide Richtungen vorzunehmen, nur sofern die Fed das dann nicht offiziell ankündigt, ist es wohl nur sehr schwer bis unmöglich das nachzuweisen oder auch zu widerlegen. Und ob diese Manipulationen nachhaltig sind, d.h. in der Lage die allgemeine Marktrichtung dauerhaft zu beeinflussen, daran habe ich noch so meine Zweifel.
Das genaue, aber auch ungefähre "WIE UND DAZU NOCH UMBEMERKT" wäre zu erörtern.
Bei Zinsbestimmungen (Leitzins, u.s.w) und Zinsdrucken, wie etwa durch Staatsanleihen -und Hypothekenpapiereaufkäufe ist die Manipulation DER ZINSEN klar... Weil auch sichtbar
Bei anderen Anlagen ist ein "WIE MÖGLICH" sehr schwer zu erklären (wenigstens für mich persönlich schon).
Ich lasse mich aber eines...Schlechteren... gerne belehren smilie_16
Und danach ausdiskutieren...

Beitrag 26.05.2013, 19:35

donnyflame
Wer ist den die FED ?

Die Verbindungen von der FED zu privaten Bankhäusern ist kein Geheimnis.

Kurzzeitige Hochs- und Tiefs im Gold/Aktien/etc Markt können enorme Gewinne generieren, allein durch die verschiedenen Zertifikate die diese Häuser emittieren. Man kann zwar gutgläubig sein, aber man kann das enorme Ausnutzungspotential nicht einfach ausblenden. Außerdem ist auch bekannt das die USA(besser gesagt eine kleine elitäre Gruppe) interveniert. (Stichwort: Plunge Protection Team)



Transparenz ist etwas anderes, also kann man Manipulationen in diese Richtung nicht ausschließen oder klein reden.

@MacieP
Das Nachweisen ist eine andere Geschichte, aber um es mal in Wahrscheinlichkeit auszudrücken. Diese Manipulationen sind sehr Wahrscheinlich. Auch über längere Zeiträume.

Den guten Willen kann man den Menschen immer wieder einreden: "Das Geld das wir generieren soll der Wirtschaft helfen."

Die Realität sieht ganz anders aus. Kreditnehmer profitieren nicht genug davon, sondern es entstehen Preisblasen

Grüße
DF

Beitrag 26.05.2013, 20:04

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lifesgood
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... die Manipulationen sind auch recht nachvollziehbar aufbereitet von Dimitri Speck in seinem Buch "Geheime Goldpolitik".

lifesgood

Beitrag 26.05.2013, 20:13

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KROESUS
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klar wird der Goldpreis manipuliert

so wie die stände der aktienindizes, die wechselkurse der währungspaare und vieles andere auf das gewettet wird

das ist nichts neues und business as usual

Beitrag 26.05.2013, 22:05

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TimmThaler
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in diesem engen Markt, in dem 90% der Bestände als Schmuck an Ohren hängen oder als Ehering den Finger umschließen, als Münzen oder Barren in privaten Tresoren oder bei Zentralbanken liegen und die restlichen 10% in den Tresoren der Banken, ETF's und des Handels sowie bei den Produzenten, ist jede Tonne die man an- oder verkauft preisbewegend. Werden gar, wie neulich, 110 Tonnen bewegt, also an dem beschriebenen engen Markt meine ich jetzt, kann der Preis locker um 100 US-Dollar hoch oder eben auch runtergetrieben werden.

Es gibt verschiedene Interessengruppen, für die Produzenten darf der Preis nicht zu niedrig liegen, für Kaufinteressierte nicht zu hoch. Schmuckkäufer sind relativ preisunempfindlich, Gold war schon immer teuer, darauf stellt sich der Goldschmuckkunde ein. Ganz im Gegenteil es reizt ihn, sehr teuren Schmuck zu kaufen, Gold, Platin usw., wegen dem Prestige und der Strahlkraft. Niemand wird auf einen goldenen Ehering verzichten, wenn der statt 600 Euro z.B. 1.000 kostet.

Bleiben preissensitive Investoren: denen waren wohl die 1.600-1.900 USD/Unze zu teuer, um weiter zuzukaufen, und in die stagnierende Preiskulisse haben dann eben die, die auf attraktiven Buchgewinnen saßen, sukkzessive verkauft. Daher die derzeitige Abwärtsspirale. Langfristanleger nutzen die neuen Lows zum Nachkauf, wer aktuell Geld benötigt kann verkaufen, und alle anderen können den Preisrückgang einfach aussitzen. Langfristig wird der Preis wieder klettern, denn das Papiergeldvolumen bläht und bläht mit jeder weiteren Währungskrise schubweise nach oben, und parallel dazu der Goldpreis.
Manche sagen, die Regierung sei unfähig. Das stimmt nicht. Die sind zu allem fähig!
*
Erfolgreich gehandelt mit: Joschi, silverlion, Horst, MelXX, Wetterfrosch, nameschonweg, Jimpanse, Todeja, Edelmetallinvestor, xmio, Robin8888, Goldschürfer, eugene

Beitrag 27.05.2013, 09:58

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k1
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Die Comex Gold shorts befinden sich auf All-Time-High:

http://www.zerohedge.com/news/2013-05-2 ... -gold-shor

Imho müssen sich gerade jene, die auf fallenden Kurs gewettet haben, die allergrössten Sorgen machen, nicht die Goldbesitzer, denn es ist völlig ausgeschlossen, dass die Leerverkäufer physisch liefern können.
Deren einzige Chance: Durch weitere Leerverkäufe hoffen, den POG weiter drücken zu können, solange, bis der Kessel platzt, die Letzten beissen die Hunde.
Einige Schweizer Banken, UBS & co, liefern physisch praktisch nicht mehr aus unter dem Vorwand, Verdacht auf Steuerhinterziehung, Geldwäsche, blahh,
ich halt den Greyerz zwar für einen [s]arroganten Schnösel[/s] erfolgreichen EM-Dienstleister, aber an den Fakten kommt niemand vorbei:
http://homment.com/swiss-gold-banks

Degussa MUC: 2013 Maples für 1111.-
Auragentum :1114.-


K1
Just landed at John Galt´s gulch,

gern gehandelt mit silberbaron

Beitrag 27.05.2013, 12:53

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goldenbullet
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k1 hat geschrieben:...ich halt den Greyerz zwar für einen [s]arroganten Schnösel[/s] erfolgreichen EM-Dienstleister, aber an den Fakten kommt niemand vorbei:
http://homment.com/swiss-gold-banks
geht nicht ohne Psswort??

Beitrag 27.05.2013, 14:48

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k1
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....Bei mir geht´s ohne.
sonst versuch´s mal hier, wo Greyerz dasselbe sagt:
http://kingworldnews.com/kingworldnews/ ... ifies.html

VG
K1
Just landed at John Galt´s gulch,

gern gehandelt mit silberbaron

Beitrag 27.05.2013, 15:13

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goldenbullet
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k1 hat geschrieben:....Bei mir geht´s ohne.
sonst versuch´s mal hier, wo Greyerz dasselbe sagt:
http://kingworldnews.com/kingworldnews/ ... ifies.html

VG
K1
Auch hier wird mir der Zugriff verweigert wegen "direct - linking": smilie_04

"This material may not be published, broadcast,
rewritten, or redistributed. However, linking directly to the blog page is permitted and encouraged. "

Beitrag 27.05.2013, 15:25

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lifesgood
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... bei mir gehen auch beide.

Dummfragmodus an: Läßt Du Dich vielleicht von dem "denied" in der Überschrift irritieren?

lifesgood

Beitrag 27.05.2013, 15:40

leo
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Komisch, bei mir funktionieren auch beide links..

Beitrag 27.05.2013, 16:19

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goldenbullet
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leo hat geschrieben:Komisch, bei mir funktionieren auch beide links..
OK, dann wirds sicherlich an meinen Explorer-Einstellungen liegen.

Diese Firmenrechner haben sehr scharfe Sicherheitseinstellungen.

smilie_03

Beitrag 27.05.2013, 16:27

leo
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Stimmt,
von meinem Rechner auf der Arbeit gings heute auch nicht..

Beitrag 27.05.2013, 17:54

Darius
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donnyflame hat geschrieben:Wer ist den die FED ?

Die Verbindungen von der FED zu privaten Bankhäusern ist kein Geheimnis.
Ja und?
So ist es doch gedacht und PER GESETZ vorgesehen.
Die Frage ist nur wie diese Verbindung ausieht und das über alle Präsident und Senat stehen -jetzt müsste man also die Verschwörung noch weiter...SPINNEN -ist doch sehr leicht... Verschwörungs...THEORETISCH
donnyflame hat geschrieben: Kurzzeitige Hochs- und Tiefs im Gold/Aktien/etc Markt können enorme Gewinne generieren, allein durch die verschiedenen Zertifikate die diese Häuser emittieren.
Das bestreitet niemand, aber das bedeutet bei Weitem nicht, dass das alles von der FED eingeleitet wäre!
Dass die grosse amerikanische Häuser (Goldmann Sachs, J.PMorgan, u.sw.) mit ihrere Kapitalmacht alles mögliche anstellen mit Instrumenten die ERLAUBT sind und welche die Akteure FREIWILLIG in ihrer Gier nach LEICHTEM Geld benutzen und dann am Ende nur die Casinobank gewinnt...bedeutet doch nicht dass die FED bei allem die Strippen zieht!
Wenn etwa die "Deutsche Bank" manipuliert, behauptet doch niemand es wäre die Bundesbank oder die EZB dahinter
Klar indirekt schon, denn alle Verantwortliche könnten die Spieleregeln ändern und solche Finananzinstrumente verbieten -dann wären aber alle (mit genug Geld übrig) sauer, dass sie im täglichen Casino nicht mehr mitspielen können.
Etwas wurde schon erreicht, wann es gerade grosse Spielverluste gab, etwa seit 2008, nämlich die Banken sollten wenigstens genau erklären, wann die Anleger mit ihrem Geld eigentlich im Casino unterwegs sind
donnyflame hat geschrieben: Die Realität sieht ganz anders aus. Kreditnehmer profitieren nicht genug davon, sondern es entstehen Preisblasen
Auch nicht die Zentralbanken schuld, denn wenn die Banken der Wirtschaftsleistung der Kreditnehmer nicht trauen, wie etwa in USA, dann geht es in die Spekulation.
Bush hatte damals wie üblich dilettantisch versucht wenigstens die Bauwirtschaft sehr kurzfristig zu fördern -er "übersah" aber leider dass das 100% Finanzierung durch die Banken die Immobilienkäufer nicht...solventer macht!
Ja der Anteil von der FED waren die extrem niedrigen Zinsen um das alles auch nicht sehr weitsichtig (wegen der dann logischerweise eintretenden Konsequenzen) zu UNTERSTÜTZEN.
Aber sollen sich die denn einfach zurücklehen und bei Gefahr von Rezessionen einfach meinen: "Egal"?!

Beitrag 27.05.2013, 20:17

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MaciejP
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Darius hat geschrieben:Aber sollen sich die denn einfach zurücklehen und bei Gefahr von Rezessionen einfach meinen: "Egal"?!
Was wäre so verkehrt daran? Eine überhitzte Wirtschaft braucht ab und an eine Rezession um wenigstens wieder auf einen neutralen Zustand zurückzukommen. Das ist völlig natürlich und notwendig für eine langfristig gesunde Wirtschaft. Dauerhaftes Wachstum bei begrenzten Ressourcen ist einfach nicht möglich.

Beitrag 28.05.2013, 16:05

Darius
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MaciejP hat geschrieben:
Darius hat geschrieben:Aber sollen sich die denn einfach zurücklehen und bei Gefahr von Rezessionen einfach meinen: "Egal"?!
Was wäre so verkehrt daran? Eine überhitzte Wirtschaft braucht ab und an eine Rezession um wenigstens wieder auf einen neutralen Zustand zurückzukommen. Das ist völlig natürlich und notwendig für eine langfristig gesunde Wirtschaft. Dauerhaftes Wachstum bei begrenzten Ressourcen ist einfach nicht möglich.
smilie_13 ... Wenn es aufdringlich vorkommt und keineswegs als reine Polemik oder Einschiessen gegen jemanden persönlich betrachten -ich überblicke kaum an wem ich antworte, sondern reagiere nur auf die Zitate oder allgemein auf die Themen: Also wir sollten hier nicht ausweichen, sonst kommt mir vor... als hätten sich viele auf die Fed einfach nur...eingeschossen.
Das urprüngliche Thema war/ist ob die FED den Goldpreis manipuliert, danach wurde die These erweitert auf alle Anlageklassen, jetzt sind wir bei einer ganz anderen Sache und die ist gerade... EINER DER AUFGABEN DER FED kraft seines gesetzlichen Mandates, nämlich Rezessionen zu verhindern!
Denn die Fed hat im Gegensatz zu der EZB (früher also auch Bundesbank), diese Aufgabe genauso wie auf der anderen Seite die "normale" einer ZB... der Geldwertstabilität, Verhinderung von "Überhitzungen"
Das ist genau die Kunst, den mittigen Weg zu finden.
Das kann man also unmöglich der FED zum Vorwurf machen, denn "gesund" findet eine Rezession kaum jemand, in erster Linie wenn Menschen auf Arbeitsplätze angewiesen sind!
Das wäre also wiederum die systemische Frage, die also mit dem Modell des ständigen Wachstums zu tun hat, was letztendlich bedeutet, wenn der Gewinn nicht maximiert werden kann wird nichts unternommen -warum denn?
Klar führt diese Art des "Wirtschaftens" unweigerlich in die Ausschöpfung der Ressourcen, aber dann bitte sich ALLE einigen und vor allem es anders haben WOLLEN.
Wahrscheinlich wird aber nur eine gloabale Katastrophe ein Umdenken... ERZWINGEN.
So funktionieren wir

Beitrag 28.05.2013, 16:46

AL1B1
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Preisverfall: Hedgefonds sehen beim Goldpreis schwarz 28.05.2013, 17:02 Uhr - http://www.handelsblatt.com/finanzen/.. ... 68040.html =>
"...Gold hat in diesem Jahr bereits rund 17 Prozent an Wert verloren. Und der Preisrückgang könnte sich weiter verschärfen. Manche Analysten sehen den Wert des Edelmetalls bis in fünf Jahren auf unter 1000 Dollar sinken. Hedgefonds sind beim Goldpreis derzeit so wenig optimistisch wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Spekulationen dazu, wie viel Geld die Notenbanken zur Belebung der Konjunktur drucken werden, haben das Edelmetall zu einem Spielball gemacht - und die Preis-Volatilität auf ein 17-Monats-Hoch hochschnellen lassen. Vermögensverwalter senkten ihre Netto-Long-Positionen um neun Prozent auf 35.686 Futures und Optionen, wie die jüngsten Daten der U.S. Commodity Futures Trading Commission mit Stand vom 21. Mai belegen. Das ist der niedrigste Wert seit Juli 2007. Der Bestand an Short-Kontrakten kletterte um 6,7 Prozent auf einen Rekordstand von 79.416. In der vergangenen Woche war die 60-Tages-Volatilität für das Edelmetall auf den höchsten Wert seit Dezember 2011 geschnellt. „Gold wird von so vielen Dingen beeinflusst. Das führt dazu, dass es umhergeschubst wird von den ganzen Faktoren”, sagte Dan Denbow, ein Fonds-Manager bei dem eine Milliarden Dollar schweren USAA Precious Metals & Minerals Fund. „Das macht es unmöglich, die Richtung zu bestimmen.” Nach Einschätzung von Ric Deverell, Chef für Rohstoff-Analysen bei der Credit Suisse, dürfte das Edelmetall „zerquetscht” werden und in einem Jahr bei 1100 Dollar und in fünf Jahren unter 1000 Dollar gehandelt werden.Die Gold Futures könnten auf den tiefsten Stand seit 2010 fallen, prognostiziert die Analysegesellschaft JSC Corp. im Rahmen einer technischen Analyse. Voraussetzung dafür sei, dass der Preis das Tief vom 16. April bis Ende Juni durchbricht. Sollten die Terminkontrakte in den kommenden Wochen unter 1321,50 Dollar je Unze sinken, dürften der Preis auf die im April 2010 erreichten 1155,80 Dollar nachgeben, sagte JSC-Analyst Takaki Shigemoto. Damit könnte sich der im vergangenen Monat eingeläutete Bärenmarkt fortsetzen. Gold hat in diesem Jahr rund 17 Prozent an Wert verloren. Der Preisrückgang könnte sich verschärfen, sollte die US-Notenbank beginnen, im weiteren Verlauf des Jahres ihre Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft zurückzufahren, fügte der Analyst hinzu.

man darf gespannt sein :D

Beitrag 28.05.2013, 21:10

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MaciejP
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Darius hat geschrieben:Also wir sollten hier nicht ausweichen, sonst kommt mir vor... als hätten sich viele auf die Fed einfach nur...eingeschossen.
Hhm, ich weiß nicht was du damit sagen willst.
Das urprüngliche Thema war/ist ob die FED den Goldpreis manipuliert, danach wurde die These erweitert auf alle Anlageklassen, jetzt sind wir bei einer ganz anderen Sache [...]
Vom Thema abzukommen ist hier meist okay, solange noch eine Verbindung zum ursprünglichen Thema besteht, die Diskussion nicht in wüste Beschimpfungen ausartet oder eine Diskussion zum eigentlichen Thema gestört wird. Das ursprüngliche Thema ist ja noch immer die Goldpreisentwicklung, nur da tut sich ja gerade nicht viel.
[...] und die ist gerade... EINER DER AUFGABEN DER FED kraft seines gesetzlichen Mandates, nämlich Rezessionen zu verhindern!
Wo steht das denn? Die Fed soll doch nur die Währung stabilisieren, nicht die Wirtschaft. Ob sich das eine vom anderen so leicht trennen lässt steht auf einem anderen Blatt, aber die eigentliche Aufgabe der Fed ist es m E. nicht.
Das kann man also unmöglich der FED zum Vorwurf machen, denn "gesund" findet eine Rezession kaum jemand, in erster Linie wenn Menschen auf Arbeitsplätze angewiesen sind!
Ist mir schon klar, dass das niemand will, aber es geht nun mal nicht anders. Wenn jemand einen Arbeitsplatz in einer Branche hat, der überhaupt nur durch eine übertriebene Boom-Phase in dieser Branche entstanden ist, dann kann dieser Arbeitsplatz langfristig nicht funktionieren. Dann ist es doch besser, diese "nicht tragbaren" Arbeisplätze verschwinden frühzeitig wieder, als dass dadurch durch weiteres Aufpumpen der ohnehin schon künstlichen Wirtschaft noch mehr dieser Arbeisplätze in ganz anderen Branchen entstehen. Das schiebt die Rezession dann vielleicht hinaus, aber irgendwann kommt der große Knall und dann wird aus der Rezession eine Depression.

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