Verkaufszeitpunkt bezüglich Währungscrash

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 02.11.2011, 17:05

ivan
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Guten Tag liebe Edelmetaller
Ich beobachte das Chaos an den Finanzmärkten seit längerer Zeit.Das schliesst auch die Frage nach der Funktionsweise des Geldsystems ein. Es besteht deshalb wohl Übereinstimmung dahingehend,dass das System irgendwann in irgend einer Form sich selbst zerstört.
In den vergangene Jahre war ich auch ein wenig am Aktienmarkt aktiv,mit sehr bescheidenen Erfolg.Dort ist der richtige Zeitpunkt des kaufens und verkaufens von höchster Relevanz.
Jetzt meine eigentliche Frage.
Wenn es irgendwann einmal so weit seien sollte müsste wir auch hier wie bei den Aktien nicht auch den richtigen Verkaufszeitpunkt kennen? Wie hoch muss der EM-Preis sein,sollte man vor, während oder nach einer Währungsumstellung verkaufen oder überhaut nicht? smilie_14
Ich bedankte mich schon jetzt für jede Antwort.
Viele Grüsse.

Beitrag 02.11.2011, 17:09

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Willi Tell
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am besten überhaupt nicht wenn man nicht akut Geld benötigt smilie_16
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Beitrag 02.11.2011, 17:27

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plutokrat
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Ich finde schon, dass man sich von seinem Gold auch trennen muss. Zumindest vom Anlagegold, welches nicht zu Numismatischen Zwecken gedacht war. Sollte sich die Wirtschaft nach einem Reset wieder erholt haben... wird wahrscheinlich auch der Goldkurs zunehmend sinken... Gold ist für Krisenzeiten super, aber in einer Hochkonjunktur ist die Nachfrage eher gering. Sollte der Crash kommen, sollte man verkaufen, wenn die Wirtschaft sich wieder stabilisiert hat... Einen Grundstock kann man ja gerne weiter halten, aber den Rest in neues Fiat umwandeln und alles auf Anfang. (Ich wäre gerne für ein neues Geldlosessystem, aber solange das nicht da ist, muss man es nutzen)

Die Gedanken die uns lenken führen oft in ein großes Nichts
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Beitrag 02.11.2011, 17:36

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Willi Tell
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plutokrat hat geschrieben:Ich finde schon, dass man sich von seinem Gold auch trennen muss. Zumindest vom Anlagegold, welches nicht zu Numismatischen Zwecken gedacht war. Sollte sich die Wirtschaft nach einem Reset wieder erholt haben... wird wahrscheinlich auch der Goldkurs zunehmend sinken... Gold ist für Krisenzeiten super, aber in einer Hochkonjunktur ist die Nachfrage eher gering. Sollte der Crash kommen, sollte man verkaufen, wenn die Wirtschaft sich wieder stabilisiert hat... Einen Grundstock kann man ja gerne weiter halten, aber den Rest in neues Fiat umwandeln und alles auf Anfang. (Ich wäre gerne für ein neues Geldlosessystem, aber solange das nicht da ist, muss man es nutzen)
naja, das sind alles Vermutungen. Manche Goldbugs vermuten sogar dass eine neue Währung nach relativ kurzer Zeit dann erneut crasht sobald alle ihr Gold verkauft haben smilie_11

Wie dem auch sei, ich sehe das EM als eher permanente Anlage, als eiserne Reserve die nicht angetastet wird. Und nicht nur ich, schon meine Grosseltern hatten EM, überwiegend Schweizer Fünflieber und Goldvrenelis für schlechte Zeiten gesammelt und nie verkauft sondern halt irgendwann mal meinem Vater überlassen der auch noch ein bisschen dazu gekauft hat und irgendwann mal festgestellt hat dass er es eigentlich nicht braucht und es dann mir gegeben hat.

Ich will damit sagen dass die vor mir zwar damit irgend etwas hätten anfangen können, aber sie brauchten es nicht, auch nicht nach zwei Währungsumstellungen.

Warum also verkaufen für bunte Zettel?
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Beitrag 02.11.2011, 17:45

indy
Willi Tell hat geschrieben:Warum also verkaufen für bunte Zettel?
Die EM-Händler machen das sehr gern, sie nehmen Deine "bunten Zettel" mit Handkuss... :lol:

Beitrag 02.11.2011, 18:00

chrom
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Ich wäre gerne für ein neues Geldlosessystem....
Mit Geld kann ich noch anonym kaufen.
Beim zukünftigen bargeldlosen System ist jeder einzelne Cent nachprüfbar.
Ich hoffe ich erlebe solchen Horror nicht mehr. Zahle so gut wie nie mit Karte.

Auf der anderen Seite wüsste man dann das wirkliche Einkommen bestimmter
Leute. Schwarzgeld wäre nicht mehr möglich.
Naja ein zweischneidiges Schwert.

Obwohl.... die 55 Mrd sind sicher auch nicht irgendwo bar rum gelegen.
Hätte man sicher schon eher entdeckt.
[img]http://www.cosgan.de/images/midi/konfus/c070.gif[/img]

Auf jeden Fall wird ein weiteres Stück Freiheit kontrollierbar.

Oder gibt es ein anonymes Geldlosessystem?

Beitrag 02.11.2011, 18:02

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plutokrat
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indy hat geschrieben:Die EM-Händler machen das sehr gern, sie nehmen Deine "bunten Zettel" mit Handkuss... :lol:
Noch smilie_16
Nichts ist so tragend, wie der Glaubensverlust von Geld...
Geld regiert die Welt, dass aber nur solange wie man an das Geldsystem glaubt, wenn es immer mehr nicht mehr als ihre Religion vergöttern, sinkt der Wert rapide.

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Beitrag 02.11.2011, 18:10

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TimmThaler
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indy hat geschrieben:
Willi Tell hat geschrieben:Warum also verkaufen für bunte Zettel?
Die EM-Händler machen das sehr gern, sie nehmen Deine "bunten Zettel" mit Handkuss... :lol:
Die Händler drücken aber 5 Minuten später auf den Knopf, um genau das Risiko, das sie durch den Verkauf eingingen, zu neutralisieren, sie hedgen. Die Händler leben von der Differenz zwischen Spot und dem was ihr zahlt (bzw. beim Ankauf bekommt). Und diese Differenz wird immer da sein, bei 35, 100, 1000 oder 10.000 USD/oz.

Woher wollt ihr den wissen, ob nicht auch die Händler ihre Nettogewinne in Gold angelegen? Sollte nicht schwer fallen, denn sie sitzen an der Quelle. 8)
Manche sagen, die Regierung sei unfähig. Das stimmt nicht. Die sind zu allem fähig!
*
Erfolgreich gehandelt mit: Joschi, silverlion, Horst, MelXX, Wetterfrosch, nameschonweg, Jimpanse, Todeja, Edelmetallinvestor, xmio, Robin8888, Goldschürfer, eugene

Beitrag 02.11.2011, 18:20

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goldjunge01
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Willi Tell hat geschrieben: schon meine Grosseltern hatten EM, überwiegend Schweizer Fünflieber und Goldvrenelis für schlechte Zeiten gesammelt und nie verkauft sondern halt irgendwann mal meinem Vater überlassen der auch noch ein bisschen dazu gekauft hat und irgendwann mal festgestellt hat dass er es eigentlich nicht braucht und es dann mir gegeben hat.

Ich will damit sagen dass die vor mir zwar damit irgend etwas hätten anfangen können, aber sie brauchten es nicht, auch nicht nach zwei Währungsumstellungen.
Aber so ein CRASH wie zurzeit, und dann noch weltweit, das gabs doch nicht, oder?
ivan hat geschrieben:Wenn es irgendwann einmal so weit seien sollte müsste wir auch hier wie bei den Aktien nicht auch den richtigen Verkaufszeitpunkt kennen? Wie hoch muss der EM-Preis sein,sollte man vor, während oder nach einer Währungsumstellung verkaufen oder überhaut nicht?
Ich denke, man sollte das neue FIAT erst einmal prüfen, ob es was taugt. Sonst biste beides los, das gute Gold und das neue FIAT.
Solange eß ich meine Konserven auf. Denke, 3-9 Monate sollten da nach einem crash reichen.

Beitrag 02.11.2011, 18:49

tester
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Aus meiner Perspektive gibt es bzgl. des besten Verkaufszeitpunktes für Gold* drei Möglichkeiten, die ganz entscheidend davon abhängen, wieviel man denn hat und ob man es als Anlage oder eher als Absicherung betrachtet:

1. Kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch/Reset des Systems/Währungsreform etc.:
-> Für jene, die Gold (auch) als Anlage sehen und zudem über genügend verfügen (also mehr als ein paar Gramm oder Münzen) könnte es sich lohnen zum Ende der Hyperinflationsphase sein Gold in andere wertbeständige Güter umzuschichten.
Besonders wenn die Kaufkraft des Goldes dann in so einer Phase auch im Vergleich zu anderen materiellen Gütern steigt und man mit einigen Münzen die bekannten "ganzen Straßenzüge" kaufen kann. Natürlich muss dann neben dem richtigen Zeitpunkt wirklich alles passen. Aber wie heißt es immer: "In den schlimmsten Krisen werden die größten Vermögen gemacht!".

2. Einige Wochen/Monate oder sogar Jahre nach dem Neustart:
-> Wie vermutlich die meisten anderen in diesem Forum, betrachte auch ich Gold als das beste oder zumindest eines der besten Mittel, um mein Vermögen über eine Währungsreform oder einen wie auch immer gearteten Resest des Systems hinweg zu retten.
D.h. wenn sich die Wogen wieder geglättet haben und erkennbar ist, dass das neue System wieder ein paar Jahre oder sogar Jahrzehnte stabil bleibt, kann ich dann das Gold oder zumindest einen Teil davon nach und nach in die neue Währung oder andere Dinge umtauschen.

3. Garnicht :) :
-> Diejenigen, die Gold als eiserne Absicherung für schlechte Zeiten betrachten, werden dieses dementsprechend nur in der höchsten Not verkaufen oder viel mehr gegen andere mehr oder weniger lebensnotwendige Dinge (Brot, Obst,G Gemüse, Tabak, Medikamente..) umtauschen. Wenn es also nicht so schlimm wird, dass auf diese eiserne Reserve zurückgegriffen werden müsste, bliebe somit alles beim alten: Weiter sammeln und hinzukaufen.
Da ich ja inständig hoffe, dass die folgende große Krise möglichst glimpflich - ohne Krieg, Gefahr für Leib und Leben etc. - verläuft, bliebe also auch weiterhin für die Anhänger dieser "Strategie" das Motto: "Mit dem Schlimmsten rechnen, aber aufs Beste hoffen".


*Silber habe ich jetzt mal bewusst außen vor gelassen, einfach weil es eben als Industriemetall auch von der Konjunktur und anderen Faktoren (Stichwort Manipulation) abhängt, die ich irgendwie schlecht(er) einschätzen kann. Zudem bin ich (noch?) nicht besonders stark in Silber investiert.

Was meint ihr dazu?

Beste Grüße :)

Beitrag 02.11.2011, 18:50

Chinese
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Gold hat doch über lange Zeit immer den gleichen Wert bzw. Kaufkraft. Das Geld bzw. Fiat verändert seinen Wert. Ich Wii damit sagen man gewinnt und verliert auf lange Sicht nichts sondern hat einen Wertspeicher.

Ähnlich wie bei Aktien an der Börse wird es sicherlich Situationen geben wo man zu einem Hochstand verkaufen kann, nennt man ja auch spekulieren. Hier kann man sich doch heute als goldwertspeicher Anleger noch keine Gedanken machen. Es können ja Situationen kommen wo man besser in andere Werte investiert, aber das ist heute Glaskugel schauen.

Will man nur spekulieren eignet sich EM in Papierform oder Minenaktien wohl besser. Schon vom Händling. Als Wertspeicher sind Goldmüntzen und natürlich auch Barren unschlagbar.

Chinese

Beitrag 02.11.2011, 22:28

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Argentum13
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tester hat geschrieben: [...]
-> Für jene, die Gold (auch) als Anlage sehen und zudem über genügend verfügen (also mehr als ein paar Gramm oder Münzen) könnte es sich lohnen zum Ende der Hyperinflationsphase sein Gold in andere wertbeständige Güter umzuschichten.
Besonders wenn die Kaufkraft des Goldes dann in so einer Phase auch im Vergleich zu anderen materiellen Gütern steigt und man mit einigen Münzen die bekannten "ganzen Straßenzüge" kaufen kann. Natürlich muss dann neben dem richtigen Zeitpunkt wirklich alles passen. Aber wie heißt es immer: "In den schlimmsten Krisen werden die größten Vermögen gemacht!".[...]
Nur kurz dazu: Das halte ich für hochspekulativ und glaube nicht, dass es in dieser Form eintreten wird. Vor allem, wenn es sich um wertstabile Güter handelt, werden diese in einer Situation hochgradigen Wertverlusts des FIAT gegenüber der Währung ebenfalls an Wert gewinnen und gegenüber EM sich kaum verändern. Etwas anderes wären Notverkäufe infolge steigender Insolvenzen in der Wirtschaft, aber darauf zu spekulieren ...na, dass muss jeder mit sich ausmachen.

Wesentlicher erscheint mir die Wahrscheinlichkeit, EM als "Speichermedium" für den Erhalt eines Wertes zu begreifen, den man z.B. gegenwärtiger von FIAT in EM überführt, dort (hoffentlich) konserviert und bei Bedarf später gegen FIAT / Neu-FIAT oder Sachwerte wieder realisiert.

Wann? Wenn man es benötigt. :D
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Beitrag 03.11.2011, 08:52

Venya
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Registriert: 30.08.2011, 15:24
@Chinese
Völlig Deiner Meinung.

@Argentum
"wenn man es benötigt" trifft für mich den Nagel auf den Kopf.


@thread
Ich glaube, dass es (wie eigentlich sehr oft) da kein direktes "Richtig" oder "Falsch" gibt, weil es sich der jeweiligen, persönlichen Situation anpasst.

Ich persönlich rechne zB in Gegenwerten - nicht materiell, sondern sozusagen persönlich-ideell. Mein ganz persönliches Finanzsystem funktioniert so: im nächsten Jahr habe ich drei wichtige Projekte am Start, die ich unbedingt umsetzen will.
Ich greife eines davon raus: dazu brauche ich eine professionelle Übersetzung von rund 100 Seiten Text ins Englische und ins Französische. Die kostet derzeit (vom Übersetzungs-Dienstleister meines Vertrauens ausgeführt) etwa 4000,-€. Sofern ich kann, lege ich diesen Betrag in EM an, lass ihn gemütlich liegen und widme mich den Tagesaktualitäten der derzeit laufenden Projekte.

DERZEIT agiere ich noch "doppelt". Ich bemühe mich also, den Betrag nächstes Jahr, wenn er fällig wird, in Fiat zahlen zu können. Aber wenn - egal ob nun durch Misswirtschaft meinerseits oder durch Misswirtschaft unseres Finanzgefüges - der Fall eintritt, dass ich nächstes Jahr dieses Projekt finanziell nicht mehr umsetzen könnte, dann greife ich eben auf den dafür gedachten EM-Anteil zurück.

Halbwegs wohl - oder sagen wir: "unabhängiger und freier" - fühle ich mich mit dieser Verteilung: mein Grundkapital in EM bezieht sich auf rund drei Jahre Fixkosten für meine Lieben und mich. Das ist die Basis, die ich möglichst nicht antaste, bis offensichtlich ist, dass ich es muss, weil einfach irgendwann, egal ob durch nen Crash oder durch eine langsame Entwicklung (die ich ja schon mal am eigenen Leib erlebt und da eben NICHT gecheckt habe) meine Lebenshaltungskosten nicht mehr aus meinem normalen Umsatz bestreiten kann. Es gibt noch einen Fall, der mir reinfunken könnte: ein totalter "Lebensschnitt". Ich war im Mai diesen Jahres mal kurz davor, es könnte sich aber auch um einen "Schicksalsschlag" (Unfall, Krankheit, etc...) handeln - oder einfach um eine absolute Kurskorrektur der persönlichen Lebensgestaltung. Wenn ich zB das Land verlassen würde, würde ich eher auf das EM zurück greifen, als auf andere "Wertanlagen".
Dazu gibt es noch den oben angedeuteten Bereich, wo ich EM auch für einen gewissen "Cash-Flow" benutze. Oder eher als "Ausgleichswährung". Nächstes Jahr, wenn besagtes Projekt dann ansteht, und unser Geldsystem wider Erwarten noch brav funktioniert *räusper* werde ich darum bemüht sein, die "Investitionskosten" in Fiat zu tragen, während die "Umrechnungssumme" in EM eben in den "Grundstock" übergeht. ABER, wenn wir (ich) mich in einer Notlage befinde(n), wenn ich also schlicht nicht mehr genug Fiat habe bzw erwirtschaften konnte, wenn ich in meiner Geldbörse deutlich sehe, dass dieses "Projekt-Investment" eigentlich nicht machbar wäre - dann nehme ich eben das EM, das für diesen Zweck bestimmt war. Das ist dann der richtige Verkaufszeitpunkt FÜR MICH.
Wichtig ist mir dabei, dass ich im "Flow" (inkl. "Cash-Flow" *lol*) bleiben kann - oder anders rum gesagt: dass die politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Entscheidungen auf globaler Ebene mich nicht ZU SEHR in meiner persönlichen Lebensplanung einschränken.

Oder sehr simpel gesagt: der richtige Zeitpunkt zum Verkauf ist für mich, wenn ich es BRAUCHE.
EM ist bei mir nicht nur wertgebunden, sondern zweckgebunden.
Ich rechne es nicht um - sondern ich weiss eben: die Maples, die unterm Apfelbaum vergraben sind (*ggg*), sind für den ultimativen Notzustand gedacht, wenn ich meine Fixkosten nicht mehr aus Fiat bestreiten kann...
Die Lunare sind für die kurzfristigen Projekte - die Häschen zB für das besagte Projekt... Funktioniert mein persönliches Finanzsystem und halten sich meine Umsätze in Fiat, dann zahle ich, wenn ich kann, mit Fiat und die Häschen kommen eben untern Apfelbaum *lach* ODER werden mental für das nächste Projekt in 2013 "re-investiert", wirklich erst mal nur mental...
Das gibt meinem Hirn die Freiheit, die ich brauche - es löst mich ein bisschen von der Seekrankheit des Finanzsystems.

Die Verkaufs-Situation habe ich familiär schon erlebt, und es war hart und fordert Disziplin. Sich einzugestehen, dass es nicht mehr weiter geht, ohne an diese eiserne (bzw eben güldene) Reserve zu gehen, ist extrem hart. "Loslassen" ist nicht die leichteste Lebenslektion *s* Aber mittlerweile bin ich da etwas "abgebrühter". Ich vererbe lieber Wissen, Lebenserfahrung und andere noch "wahrere Werte", als einen Goldschatz *lach* Gold ist auch nur ein sinnvoller Geldersatz, wenn es nicht für alle Zeiten unterm Apfelbaum liegt - ich bin dagegen, Geld/Gold für sich arbeiten zu lassen, aber ich bin sehr dafür, mit Geld/Gold zu arbeiten...
Dafür ist das Zeug da - in MEINER persönlichen Sicht. Es erhält meinen Handlungsspielraum.

Okay, ich habe auch ein, zwei, drei Münzen, die nicht mal sonderlich wertvoll sind, die ich unter keinen Umständen verkaufen will. Die sehe ich als allerallerallerfinalsten Rettungsanker - und wahrscheinlich werden sich über die tatsächlich eines Tages meine Erben freuen *lol* Aber so lieb ich EM auch habe (denn es ist auch bei mir ZUSÄTZLICH ein bisschen was Emotionales mit dem EM *s*) - ich bemühe mich sehr darum, nicht zu sehr dran zu hängen.

Wie gesagt: ich denke, das ist eine ziemlich individuelle Sache.

LG
Venya
If you see somebody without a smile - give them yours

Beitrag 03.11.2011, 14:46

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winterherz
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:shock: VERKAUFEN ??
Bitee sagt mir lieber wann man KAUFEN soll.
Ich möchte mein EM behalten, das Gefühl genießen vom Geld unabhängig zusein, die Hoffnung zuhaben, es nie zu müssen und genug buntes Papier zu haben, um es gegen EM zu tauschen. smilie_11
Wenn sich die Möglichkeit bietet, EM zu einem so guten Preis zu verkaufen, dass ich einen Gewinn mache und ich wüsste, dass Kursschwankungen es mir ermöglichen in absehbarer Zeit dieses Geld in mehr EM zurückzutauschen, na dann.... aber verflixt, hat jemand meine Glaskugel gesehen?
Mein EM soll mir als Rücklage für eine Not- oder Krisensituation dienen. So lange ich es nicht verkaufen muss, möchte ich es nicht. Und ich hoffe, dass ich es einmal mit warmen Händen an meine Kinder weitergeben kann.
winterherz

Beitrag 03.11.2011, 15:08

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alibaba
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Winterherz ,willst du etwa reich werden ? smilie_02

.................. dann spare in der Not ,da hat man Zeit smilie_02 und warte nicht auf die Zeit smilie_16

Gruss
alibaba (grins)
"unter 12 Jahre oder über 12 Jahre" nun bin ich drauf gekommen ,
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Ich bin für mein Textinhalt verantwortlich ,nicht für das was du verstehst .

Beitrag 03.11.2011, 15:21

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winterherz
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alibaba hat geschrieben:Winterherz ,willst du etwa reich werden ? smilie_02

.................. dann spare in der Not ,da hat man Zeit smilie_02 und warte nicht auf die Zeit smilie_16

Gruss
alibaba (grins)
@alibaba ......reich wär schon schön..., zufrieden und beruhigt ausreichend Du hast meine Glaskugel nicht gesehen, oder? Verflixt!
...und warte nicht auf die Zeit... ist das ein Rat, den ich nichjt ganz verstehe, oder eine unkonkrete Zeitangabe?
winterherz

Beitrag 03.11.2011, 15:46

rafentel
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EM wird euch in der Krise nichts bringen wenn ihr in Deutschland bleibt.

Gold ist eine Fluchtwährung.

Da ab 100.000.-€ Wert.

Ansonsten Peanuts.

Beitrag 03.11.2011, 15:47

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Mithras
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Wohnort: dort, wo ich die Schuhe ausziehe
@winterherz: Wie?! Was?! Du hast noch nichts gekauft?? smilie_08 Dein Fehler...! smilie_24 (Allerdings hätte ich nicht gedacht, daß es schon diese Woche so dermaßen abgeht...)
Goldigste Grüße,

Euer Mithras, der Goldjunge

Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]

Beitrag 03.11.2011, 15:57

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winterherz
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@ Mithras:Nee, hab ich nicht :cry: Hätte auch eher gedacht, dass es noch ein bisschen runter geht, bevor es rauf geht...Sch...ade
winterherz

Beitrag 03.11.2011, 17:25

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alibaba
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@.......... smilie_02

Silber wird in kurzer Zeit explodieren smilie_02 jetzt zukaufen ,aber nur reales Metall smilie_02

und kein Papiermoloch ,welches dir Menschen andrehen möchten die immer nur dein bestes wollen .(grins)

Gruss
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