Werterhalt auf 18 Monate?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 28.02.2012, 08:27

MapleHF
Goldhamster79 hat geschrieben:Ich frage mich ernsthaft wie man in diesen Zeiten guten Gewissens zu Bankguthaben raten kann.

Auch wenn ich denke es geht (leider) noch ein Weilchen (in der Ausblutungs- und Verarmungsspirale unseres Landes) würde ich mich hüten jemanden zum Bankguthaben zu raten.

Goldhamster
... sehe ich ähnlich. Meine persönliche Meinung ist die, dass wohl in einen Zeitfenster (ab jetzt) von 6 Monaten bis 5 Jahren etwas "passieren" wird. Jedoch tendiere ich momentan dazu, dass sich das eher zum Ende dieses Zeitraums abspielt.

Andererseits hat uns ja die jüngere Vergangenheit gelehrt, wie schnell eine Stimmung kippen kann.

MapleHF

Beitrag 28.02.2012, 08:43

michi852
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Was habt ihr nur immer gegen die armern Bankberater.
Finde es schade, dass immer so pauschalisiert wird,,,,
Erfolgreich gehandelt mit: waopme, Silberjohann, goldundsilber, boleo, Spitzley

Beitrag 28.02.2012, 11:22

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Suum cuique
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Hallo,

[Bin neu hier und daher mein erster Beitrag... bitte das zu berücksichtigen. :oops: ]

Dann packe ich doch einfach mal meine Frage, vielleicht auch als Anreiz zur Lösung mit in diesen Thread:

Wäre es denn bei einem solchen, relativ kurzen, Zeitraum nicht eine Möglichkeit über ein halbes Jahr lang Gold auf einzelne Monate verteilt zu kaufen? Nach diesem Prinzip müsste es ja dann möglich sein einen relativ guten Durchschnittspreis zu erhalten.
Wenn man dann ein Jahr abwarten will/muss dann stehen die Chancen doch recht gut zumindest keinen Verlust gemacht zu haben...

Ich sehe die oben beschriebene Methode auch für mein Beispiel in Betracht, denn ich habe vor, tatsächlich ein Teil meines Lohnes in Geld zu investieren, zumindest das was ich eigentlich auf Sparkonten der Inflation preis geben würde.

Wäre erfreut wenn hier zu noch das ein oder andere Kommentar abgegeben werden könnte. Danke.

mfg

Beitrag 28.02.2012, 12:25

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Goldhamster79
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Suum cuique hat geschrieben:Hallo,

[Bin neu hier und daher mein erster Beitrag... bitte das zu berücksichtigen. :oops: ]

Dann packe ich doch einfach mal meine Frage, vielleicht auch als Anreiz zur Lösung mit in diesen Thread:

Wäre es denn bei einem solchen, relativ kurzen, Zeitraum nicht eine Möglichkeit über ein halbes Jahr lang Gold auf einzelne Monate verteilt zu kaufen? Nach diesem Prinzip müsste es ja dann möglich sein einen relativ guten Durchschnittspreis zu erhalten.
Wenn man dann ein Jahr abwarten will/muss dann stehen die Chancen doch recht gut zumindest keinen Verlust gemacht zu haben...

Ich sehe die oben beschriebene Methode auch für mein Beispiel in Betracht, denn ich habe vor, tatsächlich ein Teil meines Lohnes in Geld zu investieren, zumindest das was ich eigentlich auf Sparkonten der Inflation preis geben würde.

Wäre erfreut wenn hier zu noch das ein oder andere Kommentar abgegeben werden könnte. Danke.

mfg
Salve Suum,

grundsätzlich nutzt der Cost Average Effekt vor allem in schwankenden Märkten etwas, in steigenden (langfristig) ist auf auf die lange Sicht immer besser gestern gekauft zu haben. Kurzfristige Schwankungen sind natürlich da, diese ein Glückspiel bei dem nach einigen Jahren in der Szene das Bauchgefühl hilft.

Grundsätzlich einfach jeden Monat zukaufen was Geld da ist, unabhängig von einem Kurs ist sinnvoll.
Ob Du mit dem Sparguthaben einfach auf einmal ins Material gehst hängt ab von der Summe und Deiner Risikoneigung bzw. Zukunftserwartung.
Rechnest Du damit dass Griechenland und der Euro noch ein paar Monate halten dann kannst Du auch die Anfangsinvestition streuen und hoffen daraus einen Vorteil zu haben. Hältst Du das ganze System für derart fragil dass Merkel laufend medial beschwichtigen Muss damit es noch weitergeht dann ist vielleicht ein Zögern nicht das richtige.

Die Entscheidung kann Dir letztlich keiner abnehmen, Du musst sie treffen und dann dazu stehen.

Herzlich Willkommen im Forum
Goldhamster
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 28.02.2012, 16:03

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Deichgraf
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salvete,
nachdem es nur um den Inflationsschutz für 18 Monate geht, darf man wohl von Börsenaktivitäten absehen, auch wenn diese aus der Sicht Chancen/Risiken für andere Zwecke interessant sein können.
Auch die Inflation (besser: Preissteigerung) an sich und ihre konkrete Bezifferung auf soundsoviel fürchterlich echte Prozent, ist uninteressant. Tatsächlich.
Da ein bestimmter Gegenstand in 18 Monaten erworben werden soll, interessiert nur die Preisentwicklung dieses einen Gegenstandes bis dahin. Diese kann völlig anders verlaufen, als bei "genormten" Warenkörben oder inständig gefühlten Durchschnittspreissteigerungsraten eines individuell gegebenen oder gefühlten Warenkorbs.
Es ist also keine Neugierde, sondern "tragendes Teil" für eine mögliche Antwort, wenn ich mir die Frage erlaube, um welchen Gegenstand es sich denn handelt und ob ein Preisfixing möglich ist, wie es bei Geschäften innerhalb der Familie gern gehandhabt wird.

Beitrag 28.02.2012, 16:47

macfiff
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Man könnte natürlich auch das eine tun, ohne das andere zu lassen, heisst konkret, diversifizieren.

Einen Teil des Geldes entweder fix oder variabel auf einem Tagesgeldkonto anlegen und so wenigstens der Inflation etwas entgehen und den anderen Teil mit etwas mehr Risiko in Edelmetalle, dann allerdings würde ich nur Gold empfehlen, um der MwSt zu entgehen.

Aktien sind für einen so kurzen Zeitraum eher unüblich, obwohl bei 18 Monaten schon wieder eine Dividende drin ist, so Sie ausgeschüttet wird.

Beitrag 28.02.2012, 17:19

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Suum cuique
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Hallo,

danke für die ausführliche Antwort auf meinen Einwurf zu einer Streuung über mehrere Monate.

Es ist am Ende natürlich immer eine gewisse Risikospanne, welche da bei der Sicherung gegen Inflation, Verfall und Werten eine Rolle spielt. Aber gerade eben bei der Anlage für 18 Monate sehe ich dieses Risiko bei EM eher gering.

Gold anstatt als Spareinlage sehe ich anders als viele meiner Bankenfreunde als wirkliche Initiative. Kann natürlich sein das auch ich in diesem Fall auf das Trojanische Pferd setze, dieses scheint mir aber auf Sicht von 18 Monaten weniger risikobehaftet als eben ein Crash mit allen Drum und Drann.

Das hier mit Aktien als Tipp gehandelt wird, halte ich für grob fahrlässig. Die letzten Jahre haben gezeigt das Totalausfälle innerhalb dieses Zeitraumes nicht nur möglich sind, sondern eher wahrscheinlich.

Im Anbetracht dessen ist die Frage ob es nicht eher sinnvoll erscheint, über 6 Monate verschiedene EM's zu kaufen. Vielleicht auch als Stücklung 60 Gold / 40 Silber um einen möglichen Ausfall oder Abwertung entgegen zu wirken?!

smilie_13

mfg

Beitrag 28.02.2012, 17:32

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K
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Suum cuique hat geschrieben: Das hier mit Aktien als Tipp gehandelt wird, halte ich für grob fahrlässig.
Zu einer gesunden Mischung von Anlagemöglichkeiten gehören Aktien von guten Unternehmen
unbedingt dazu. ( auch wenn mancher hier im Forum gerne 100% auf EM setzen möchte smilie_18 )
Suum cuique hat geschrieben: Die letzten Jahre haben gezeigt das Totalausfälle innerhalb dieses Zeitraumes nicht nur möglich sind,
sondern eher wahrscheinlich.
Diese These möchte ich jetzt mal hinterfragen.
Kann ich so nicht im geringsten stehen lassen.

Beitrag 28.02.2012, 17:36

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Sapnovela
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K hat geschrieben:
Suum cuique hat geschrieben: Das hier mit Aktien als Tipp gehandelt wird, halte ich für grob fahrlässig.
Zu einer gesunden Mischung von Anlagemöglichkeiten gehören Aktien von guten Unternehmen
unbedingt dazu. ( auch wenn mancher hier im Forum gerne 100% auf EM setzen möchte smilie_18 )
Suum cuique hat geschrieben: Die letzten Jahre haben gezeigt das Totalausfälle innerhalb dieses Zeitraumes nicht nur möglich sind,
sondern eher wahrscheinlich.
Diese These möchte ich jetzt mal hinterfragen.
Kann ich so nicht im geringsten stehen lassen.
Kann K da nur zustimmen. Warum ausgerechnet solide Aktien weniger spekulativ sein sollen, als Silberbarren... verstehe ich jetzt auch nicht. Bei der Vermögensplanung hat sich eine Wahrheit nie ausblenden lassen, es ist die Streuung, die Stabilität erzeugt.

Beitrag 28.02.2012, 17:56

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Suum cuique
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Diese These möchte ich jetzt mal hinterfragen.
Kann ich so nicht im geringsten stehen lassen.
@K : Mhmmm... ich erinnere an 2008. Bis 2009 war bei meiner Verwandtschaft und Freunden die Pakete, welche durch Beratung und auch durch deren eigenene Analyse an kurzfristigen Aktien zusammengestellt wurden, sowie diverse Fonds ordentlich und nicht zu wenig krachen gegangen.

Daraus habe ich damals meine Lehren gezogen... wahrscheinlich zu drastisch (Festgeldkonto, Tageskonten :? ).

Aber auch so kann der Aktienhandel für Laien schnell nach hinten los gehen. Da stehen einem nicht nur die ganzen Gebühren und Depotverwaltungsgebühren gegenüber sondern auch noch der ganze Rattenschwanz an Bearbeitern, Verwaltern oder Angestellten welche zu Gunsten ihres Arbeitgeber (Bank, sonstige Institute) ihr Schäfchen ins Trockne bringen wollen.

Da lobe ich mir doch lieber EM's. Die Schließe ich bei Bedarf in Tressor in Bank oder sonst wo...

Grundtenor war hier der Werterhalt und die gegenwirkung zur Inflationsrate. Allein die habe ich hier beachtet.

mfg

Beitrag 28.02.2012, 18:35

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Deichgraf
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Aktien=Benno ohne Hebel.

Papiere, die einen Kurs haben, sollte man nach Kurs kaufen und verkaufen, aber nicht nach Terminkalender.
Sonst haben wir eine Wette auf einen bestimmten Stichtag in 18 Monaten.
Solche Papiere kauft man auch nicht eben mal so, weil es prickelt. Man muss schon sehr genau wissen, was man tut.
Sonst ist das Depot mal ganz schnell im Minus.

Beitrag 28.02.2012, 19:00

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Suum cuique
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Um das ganze abzukürzen... +1

Sehe ich genauso. Deswegen vorhin ja auch meine Warnung. Nur der Ausdruck dazu fehlte mir...

Beitrag 28.02.2012, 19:29

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K
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Deichgraf hat geschrieben: Aktien=Benno ohne Hebel.
. . . . . . smilie_20

Beitrag 28.02.2012, 19:32

leo
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Na ja, Suum cuique,
ich bin auch vor ein paar Jahren aus Aktien gröstenteils ausgestiegen und habe Bargeld auf Tagesgeldkonten geparkt. Jedoch macht mir das jetzt Kopfzerbrechen. Ganz bestimmt werde ich bald Bluechips kaufen (z.B. liegt die Dividendenrendite bei einer RWE bei 7%). Klar kann ein Unternehmen untergehen und unser Gold wird immer einen Wert haben, aber der kann sich auch ganz schnell mal halbieren. Die Streuung macht es eigentlich, Gold,Aktien, Immobilie..

Beitrag 28.02.2012, 19:33

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AuCluster
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Der gute Benno ist auch nicht mehr der, der er früher einmal war. Er hat sein Gold Short CZ33CX verkauft! smilie_28

Beitrag 28.02.2012, 19:33

leo
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Zudem habe ich beim Goldkauf auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich sehe unter welchen Bedingungen das Metall oft gewonnen wird.

Beitrag 28.02.2012, 19:37

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Suum cuique hat geschrieben: @K : Mhmmm... ich erinnere an 2008. Bis 2009 war bei meiner Verwandtschaft und Freunden die Pakete,
welche durch Beratung und auch durch deren eigenene Analyse an kurzfristigen Aktien zusammengestellt wurden, sowie diverse Fonds ordentlich und nicht zu wenig krachen gegangen.
2008 war noch garnichts - TECDAX 2001, hieß damals noch neuer Markt - da gab's heiße Ohren.
Aber ich bin nach wie vor mitten drin.
Was meinst Du von welchem Geld ich mir meine Unzen kaufe ? smilie_07

Wenn sich der Goldpreis nächste Woche halbiert, verkaufst Du alles und sagst "mach ich nie wieder" ?
So ähnlich haben es viele Kleinaktionäre von damals gemacht.

Nach wie vor - mit Vernunft und Disziplin kann man hier nach wie vor investieren.

Beitrag 28.02.2012, 19:42

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Suum cuique
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2008 war noch garnichts
Irrtum:

Saß 2008 an der Quelle. Ab Oktober 2008 gabs kein Halten mehr... auch was die Kleinanleger betrifft. Zusätzlich sind die Leute massenweise in die Filialen geströmt und haben ihr Geld aus den Konten, Banken, Anleihen was auch immer gezogen.

Habe das Live erlebt, wie Omis plötzlich ihre Scheine Rentnerrolliweise abgeholt haben.

Aber gut... das ist ein anderes Thema.

Vom Prinzip hast du Recht. Es muss wohl bedacht gemacht werden, aber ich bleibe dabei. Über den Zeitraum von 18 Monaten ist es sicher nicht das Mittel zur Lösung.

Dann lieber doch Gold. Und persönlich glaube ich da nicht an eine Halbierung etc.

mfg

Beitrag 28.02.2012, 20:35

leo
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Tja, glauben ist halt nicht Wissen..
Ist denn seid 2008 irgend ein DAX Unternehmen Pleite gegangen? OK, Commerzbank.. eignet sich zum zocken..
Natürlich ist der Geldwert dieser Aktien mal mächtig abgesunken, aber heute siehts doch schon ganz passabel aus. Wenn das FIAT money mal rasiert werden sollte, ist es einfach weg..

Beitrag 28.02.2012, 22:17

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mamü
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Hallo Suum cuique

Du zählst Risiken und Gebühren auf von Aktienanlagen, die zweifelsfrei vorhanden sind, und scheust dich daher in diese Anlageklasse zu investieren.
In Silber traust du dich und die fällige Mehrwertsteuer von 7 % oder 19 % interessiert nicht.
Das passt nicht zusammen.

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