Gold oder Aktien?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 06.11.2014, 15:40

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Titan
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MaciejP hat geschrieben:...Als ich angefangen habe, mich mit Geldanlage zu beschäftigen, waren Edelmetalle für mich auch die beste aller Anlagen. Mittlerweile sehe ich das etwas anders -- allerdings nicht allein deshalb, weil die seit Jahren wie ein Stein fallen...
...Oder um es mit Kostolanys Worten zu formulieren: "Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird. Ich kann Ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird, indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden."
Ja,klasse Beispiel smilie_01
Hier konkret,wie "MANN" doch ganz SCHNELL reich werden kann:
Draghi katapultiert den Dax ins Plus
Ja,das Wort eines "Göttlichen"---und der DAX sieht so aus:

Bild

Das war der erste Teil zum reich werden-es gibt aber einen signifikanten Zusammenhang
für die ganz Schlauen:

Den Euro vs. USD in den Keller shorten:
Bild

Von rund 1,25 auf 1,24...selbst Icke habe sowas bisher nur
ausnahmsweise in meinem Börsenleben erlebt.
Tja-Börse war mal die Widerspiegelung relevanter Daten von Unternehmen.
Und heute smilie_08
Kurzwort...Zockerbude smilie_18
T.
P.S. Bei den EM ist das Tief noch nicht erreicht,erst
1100,- dann 1000,- vielleicht sogar 900,-/nächstes Jahr 800,-$
Schließlich gibt es ja mehr als einen "Göttlichen"--
gewählt habe Icke keinen davon
Demokratie ist wohl auch nur ein Kunstwort
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 03.12.2014, 11:58

Sakau
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Ich beschäftige mich noch nicht so lange mit dem Thema, habe aber hier einen interessanten Artikel darüber gefunden, warum es sich lohnt in Gold zu investieren und nicht etwa in Aktien :wink:

Beitrag 03.12.2014, 12:44

delaboetie
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Na ja, dass ein Edelmetallshop Edelmetalle Spitze findet, sollte niemand verwundern.

Wenn Du in einschlägigen Trader und Börsenforen nachliest, wirst Du gute Argumente finden dafür, dass nur altmodische Volldeppen in Edelmetallen investiert sind.

Wie hier im Forum schon öfter diskutiert finden man für jede noch so gesponnene Ansicht im Internet gute Argumente. Und je nachdem was Du sucht kriegst Du die Antwort, die Du Dir wünscht.

Grüße
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Shakespeare

Beitrag 03.12.2014, 13:23

Klecks
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@ delaboetie: smilie_01
Sakau hat geschrieben:Ich beschäftige mich noch nicht so lange mit dem Thema, habe aber hier einen interessanten Artikel darüber gefunden, warum es sich lohnt in Gold zu investieren und nicht etwa in Aktien :wink:
Der Artikel vergleicht Gold übrigens nicht mit Aktien sondern nur mit der Kaufkraftentwicklung der wichtigsten Währungen. Mit gutem Grund: Wer in den letzten 50 Jahren in DAX-Werte investiert war, hat (auch inflationsbereinigt) deutlich höhere Gewinne erwirtschaftet als mit Gold. Ist auch nicht weiter verwunderlich, denn in den ersten 10 Jahren war der Goldpreis staatlich festgelegt. Nach der Freigabe folgte eine extrem Übetreibung mit (zwangsläufig) fulminantem Asturz, der in ein beinahe 20 Jahre andauerndes Siechtum mündete. Bis heute hat der Goldpreis bestenfalls die Inflation dieser 20 Jahre aufgeholt, realer Zuwachs war da nicht wirklich drin.

Völlig entzaubert bleiben ggü. Aktien zwei Pluspunkte für Gold:
1. Es lässt sich auch ohne Banken handeln, man kann es einstecken und überall auf der Welt zu Geld machen.
2. Im Gegensatz zu Aktien wird Gold selbst beim größten aller möglichen Wirtschaftscrashes niemals völlig pleite gehen.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 03.12.2014, 15:07

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Gold ist deutlich besser als der DAX

Der schwache Euro hat den Goldpreis hierzulande nach oben getrieben. Doch an einer Schwelle ist der Euro-Goldpreis zuletzt immer wieder gescheitert.

http://www.goldreporter.de/gold-ist-deu ... old/46890/

Beitrag 03.12.2014, 15:31

delaboetie
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So ist es. Während Gold in USD heute eher seitwärts dümpelt, immernoch in der Nähe von Chartmarken, welche bis vor Kurzem von vielen (inclusive mir!) als höchstwahrscheinliche katastrophale Kursrutschmarken betrachtet wurden steigt Gold in Euro heute doch merklich. Im Preisvergleich könnte es bald keine 1 Oz mehr unter 1000€ geben einfach weil der Euro gegenüber dem Dollar konsequent abschmiert.

So gesehen ist Gold zur Zeit doch ein ganz guter Wertspeicher immerhin gleicht es den Eurorutsch gegenüber dem Dollar aus.
Zuende gedacht bedeutet das aber, dass der Dollar seit Monaten und vielleicht noch länger von den drei Assets Euro, Dollar und Gold dasjenige war, welches am besten Wert behielt. Am besten wäre also beim Euro bei 1,4 USD gewesen Dollar zu kaufen. smilie_08

So kanns gehen. Gold in Euro ist eigentlich ein gar nicht so mieser Chart in letzter Zeit.
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Shakespeare

Beitrag 03.12.2014, 18:06

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delaboetie hat geschrieben:So ist es....
So kanns gehen. Gold in Euro ist eigentlich ein gar nicht so mieser Chart in letzter Zeit.
Stimmt,weil der Euro selber janz mies aussieht
Und wo sind die Aktien smilie_08
Deine Aussage zum Kauf von USD müßtest Du dann aber In US-Aktien begründen,
dann wäre zum Postinhalt ein Vergleich möglich
Der Kurs €/$ sieht heute ziemlich mies aus,fast schon auf 1,23
runter "getradet".
Damit ist Goldkauf momentan zu teuer...erst wieder (wie schon öfter dieses Jahr)
in Richtung 900,-...930,-interessant.
Und Aktien sind mir sowas von teuer.... smilie_18
T.
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Beitrag 04.12.2014, 07:46

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Ladon
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Klecks hat geschrieben:...
Völlig entzaubert bleiben ggü. Aktien zwei Pluspunkte für Gold:
1. Es lässt sich auch ohne Banken handeln, man kann es einstecken und überall auf der Welt zu Geld machen.
2. Im Gegensatz zu Aktien wird Gold selbst beim größten aller möglichen Wirtschaftscrashes niemals völlig pleite gehen.
...
Ich finde, man kann durchaus auch folgendes noch anführen:

Wenn man sich im weitesten Sinne als Gegner des bestehenden Geld-/Wirtschaftssystems begreift (was sogenannte oder selbst ernannte "Goldbugs" ja gerne tun), ist es vielleicht auch fragwürdig, durch Beteiligungen an Konzernen, die definitiv "Systemgewinnler" sind, hinten rum daran teilzuhaben, oder?
Vielleicht mag man auch nicht Nestle, Cocal Cola, Kernkraftwerke oder Rüstungsfirmen etc. "besitzen"? Dazu muss man ja kein "grüner Gutmensch" sein.
Natürlich ist die Chance zu finanziellen Gewinnen bei Beteiligungen an solchen Firmen, in der Regel und statistisch gesehen, gut. Manche möchten vielleicht keinen Gewinn indem man Leuten das Wasser unter den Füßen weg pumpt, um es ihnen dann in Flaschen zu verkaufen.

Ich finde, solche "weichen" Faktoren haben durchaus ihre Berechtigung.
Natürlich gibt es auch beim Gold (Stichwort: Abbau) ethische Probleme, trotzdem ist es, trotz aller Beeinflussung der es ausgesetzt ist, eine Art systemfreies Geld ...
... so lange es nicht zum gesetzlichen Zahlungsmittel gemacht wird. Und wenn es nicht maßlos bei Zentralbanken gehortet würde, sondern im Umlauf wäre.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 04.12.2014, 10:08

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Der Goldene Kiel
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Ladon hat geschrieben: Natürlich ist die Chance zu finanziellen Gewinnen bei Beteiligungen an solchen Firmen, in der Regel und statistisch gesehen, gut.
Man sollte bei Aktienbesitz _imo_ nicht nur die Beteiligung an Gewinnen nud Verlusten, sondern auch dei Beteiligung an Entscheidungen sehen. Klar, ist der Stimmrechtsanteil und damit der Einfluss für den Kleinanleger in einem DAX-Unternehmen verschwindend gering, das ist er aber auch bei der Bundestagswahl.

Leider ist das Kapital der Deutschen hauptsächlich indirekt durch Versicherungen, Fonds, und ähnliches in der Wirtschaft angelegt so daß sich die Herren Vorstände und Aufsichtsräte ihre Mehrheiten meist unabhängig von der Aussprache in der Hauptversammlung sichern können.

Und ja, ich halte es bei der Auswahl der Aktien schon für geboten, sich über Firmenphilosophie, Geschäftspraxis, Aktionärsstruktur Gedanken zu machen und sich zu überlegen, ob man sich da beteiligen will.

Beitrag 04.12.2014, 10:30

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Der Goldene Kiel hat geschrieben:Und ja, ich halte es bei der Auswahl der Aktien schon für geboten, sich über Firmenphilosophie, Geschäftspraxis, Aktionärsstruktur Gedanken zu machen und sich zu überlegen, ob man sich da beteiligen will.
Tja, als Gutmensch muss man sein Leben halt unter Verzicht auf jegliche Industrieprodukte als veganer Biobauer in einer stromlosen und ungeheizten Holzhütte verbringen ...

Da Du aber einen Computer benutzt, magst Du es vermutlich wohl doch eher so:

Neues vom Känguru - Blutig
https://www.youtube.com/watch?v=0OlrPNSTUCc

Beitrag 04.12.2014, 10:49

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Der Goldene Kiel
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Datenreisender hat geschrieben:
Der Goldene Kiel hat geschrieben:Und ja, ich halte es bei der Auswahl der Aktien schon für geboten, sich über Firmenphilosophie, Geschäftspraxis, Aktionärsstruktur Gedanken zu machen und sich zu überlegen, ob man sich da beteiligen will.
Tja, als Gutmensch muss man sein Leben halt unter Verzicht auf jegliche Industrieprodukte als veganer Biobauer in einer stromlosen und ungeheizten Holzhütte verbringen ...

Da Du aber einen Computer benutzt, magst Du es vermutlich wohl doch eher so:

Neues vom Känguru - Blutig
https://www.youtube.com/watch?v=0OlrPNSTUCc
Da ich mir das Video gerdade nicht anschauen kann (hab dazu auch nicht wirklich Lust) bin ich mir nicht ganz sicher, was Du mir damit sagen willst.

Aber was hältst Du von der Vorstellung, daß es auch ein Leben jenseits von Gutmenschentum und einer "mir ist alles scheißegal außer meinem Profit"- Haltung geben könnte?

Beitrag 04.12.2014, 10:55

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Der Goldene Kiel hat geschrieben:Aber was hältst Du von der Vorstellung, daß es auch ein Leben jenseits von Gutmenschentum und einer "mir ist alles scheißegal außer meinem Profit"- Haltung geben könnte?
Die Kunden der kritisierten Unternehmen sind genauso schlimm wie die Aktionäre.
Da Du einen Computer benutzt, schickst auch Du Kinder in der Dritten Welt in vergiftete Minen ...

Beitrag 04.12.2014, 11:04

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Der Goldene Kiel
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Datenreisender hat geschrieben:
Der Goldene Kiel hat geschrieben:Aber was hältst Du von der Vorstellung, daß es auch ein Leben jenseits von Gutmenschentum und einer "mir ist alles scheißegal außer meinem Profit"- Haltung geben könnte?
Die Kunden der kritisierten Unternehmen sind genauso schlimm wie die Aktionäre.
Da Du einen Computer benutzt, schickst auch Du Kinder in der Dritten Welt in vergiftete Minen ...
Jepp. Und die, die vor Ort die Rohstoffgewinnung betreiben oder dort die Gesetze machen und (nicht) durchsetzen, können natürlich garnichts dafür. Lieber die Schuld auf den nicht wirklich greifbaren globalen Kunden abwälzen, der als Einzelner ohnehin keinen wirklichen Einfluß hat. Selbst, wenn er sich entschließt, jetzt plötzlich Gutmensch sein zu wollen und komplett aus jeglichem Gesellschaftlichen Leben aussteigt, um sich nicht mehr an "dem bösen System" zu beteiligen.

Nee, nee, mit dieser Art von Veratnwortungsdiffusion kommen wir nicht weiter.

Beitrag 04.12.2014, 12:31

donnyflame
systemfreies Geld
Nichts was sich in einem System bewegt kann systemfrei/systemunabhängig sein. Vorallem Gold ist da ein sehr schönes Beispiel für extreme systemabhängigkeit.

Stichworte:
-Preis/Preisgestaltung
-Nachfrage aus der Finanzbranche
-Gold als Geld ( also zwangsläufig immer Abhängig von geldpolitischen Entscheidungen )
-Gold als Wertspeicher ( also immer ein "Verkaufsprodukt" oder Thema in der Finanzbranche )

Ich wüsste da nicht wie sich Gold an sich von diesem oder einem anderen Geld-/Wirtschaftsystem unabhängig machen sollte.



Das Thema "Gutmenschentum" kann man auch gleich wieder beenden. Das führt zu absolut nichts. Jeder muss seine Entscheidungen mit seinem Gewissen vereinbaren können.

Ob es der kauf von Adidasschuhen ist oder der Besitz von Kratos-Aktien...

Grüße
DF

Beitrag 04.12.2014, 21:15

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donnyflame hat geschrieben:Das Thema "Gutmenschentum" kann man auch gleich wieder beenden. Das führt zu absolut nichts. Jeder muss seine Entscheidungen mit seinem Gewissen vereinbaren können.
Wer eine politisch inkorrekte Aktie aushalten kann, sollte sich mal diese hier anschauen.
Aufgrund des gefallenen Rubel-Kurses aktuell billig zu haben und mit einer netten Dividende ausgestattet.

Beitrag 04.12.2014, 21:55

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MaciejP
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Vielleicht bietet Sharia-konformes Investieren ja Alternativen. smilie_02

Beitrag 05.12.2014, 05:45

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Ladon
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War ja klar, dass das "G-Wort" Thema ausgewalzt wird.

:roll:

Allerdings ist es reichlich kurzsichtig so reflexartig zu reagieren, wenn die "Emotion" rund um einen Besitz angesprochen wird.
Weiß man heute doch, wie sehr diese "neuronalen" Ebenen (meist unbewusst) unser sogenanntes "rationales" Handeln beeinflusst.
Und dieses "Handeln" wiederum ist für den wirtschaftlichen Erfolg spekulativer Anlagen nun mal von erheblicher Bedeutung. Beispiel: wer irgendwie bei Gold ein ungutes Gefühl hat, steigt vielleicht bei einem Rücksetzer aus. Oder kauft nicht, obwohl er/sie auch schon viel teurer gekauft hat und eigentlich noch was gekauft werden soll. "Ich kaufe wenn es wieder steigt", ist ein häufig gehörter Satz. Eine oft "rational" begründete Entscheidung. Es gibt Dutzende guter Gründe dafür.
Aber EINEN dagegen: Wieso kauft man nicht beim günstigeren Preis, wenn man auch schon mehr bezahlt hat? Obwohl man doch nach wie vor (angeblich) "prinzipiell überzeugt" von der Investition ist?

Bei solchen Dingen fallen unbewusste Entscheidungen lange bevor "wir" uns entscheiden!

Deswegen ist es geboten, sich über die Emotionen, die mit einem Besitz einher gehen könnten, ein möglichst klares Bild zu machen.



Persönlich und im Namen der anderen Betroffen möchte ich mich dagegen verwahren, dass jede Erwähnung von "weichen Faktoren" dazu benutzt wird, einen als inkonsequenten (es wird ja Technik genutzt), realitätsfernen Träumer hinzustellen.
Das ist die Gutmenschen-Keule - und die funktioniert genauso wie die Nazi-Keule!
Danke für den Beitrag smilie_54

Nebenbei:
Schon mal was vom "cradle-to-cradle" Prinzip gehört?
Da gibt es weder Technikfeindlichkeit, noch ideologische Technik-Tabus.
Um "Nachhaltigkeit" geht es trotzdem.

Nicht zuletzt, lieber Datenreisender, Du bist doch ausgewiesener System- und Staatshasser?
Wie kommt's, dass Du offenbar recht komfortabel in diesem System und Staat lebst? Den verhassten Staatsapparat mit Steuergeldern stopfen, kann doch bestimmt kein Ideal von Dir sein? Du wirst VERMEIDEN, was halt geht um "das System" zu unterstützen. Mehr aber auch nicht.
Wirft DIR deswegen jemand Inkonsequenz vor, die überdies die Relevanz Deiner Aussagen schmälert?
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 05.12.2014, 07:49

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Ladon hat geschrieben:Den verhassten Staatsapparat mit Steuergeldern stopfen, kann doch bestimmt kein Ideal von Dir sein? Du wirst VERMEIDEN, was halt geht um "das System" zu unterstützen. Mehr aber auch nicht.
Ich sehe das als unumgängliche Schutzgeldzahlungen, da bei einer Verweigerung der Tributzahlungen von den Systemschergen Gewalt gegen mein Eigentum, meine Freiheit oder mein Leben angewendet wird.

Aber der Vergleich hinkt, da es hier um Freiwilligkeit geht. Ich kann mir eben aussuchen, ob ich beispielsweise Coca-Cola (das Getränk) oder Coca-Cola-Aktien kaufe. Und ich sehe zwischen dem Konsumenten des Getränks und dem Aktionär keinen moralischen Unterschied -- beide unterstützen (völlig freiwillig) das jeweilige Unternehmen.

Beitrag 05.12.2014, 09:12

Gladius
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Wo wir grad so schön OT sind. Gibts eigentlich ne Möglichkeit in Steuerstreik zu gehen? Ich mein, wenn mal ein paar Millionen Bürger für 3 Monate keine Steuern zahlen würden/könnten aus Protest gegen die Regierung/Verschwendungssucht, dann würds da ja auch Qualmen,...oder?

Beitrag 05.12.2014, 09:25

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lifesgood
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Wohnort: zwei
Viel Spass beim Bezahlen der Säumniszuschläge und Zinsen (der Staat berechnet 0,5 % pro Monat = 6 % pro Jahr)

Wobei das ohnehin nur für Selbständige in Frage käme. Kein Arbeitgeber würde sich darauf einlassen, die Lohnsteuer nicht abzuführen. Gleiches gilt für die MWSt. bei Deinen Einkäufen und andere Verbrauchssteuern.

lifesgood

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