Alternativen zu Gold und Immobilien gesucht?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 15.05.2011, 19:15

leo
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Erfahrungen habe ich mit diesen Anlagen auch nicht, aber schon oft darüber nachgedacht. Wirklich autark wird die Stromversorgung durch ein Windrad nicht, da braucht man schon eine Speichermöglichkeit, z.B. größere Baterieanlagen, jedoch recht teuer und mit Wartungsaufwand verbunden. "Überflüssigen" Strom kann man zur Heizung nutzen, möglichst großer Wasserspeicher vorausgesetzt.

Heute baut jeder ne Photovolteikanlage und kassiert Fördermittel, welche die restlichen Stromverbraucher zahlen dürfen.

Beitrag 15.05.2011, 19:59

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Ladon
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leo hat geschrieben:...
Heute baut jeder ne Photovolteikanlage und kassiert Fördermittel, welche die restlichen Stromverbraucher zahlen dürfen.
Besser als aus Steuermitteln für vermeintlich billigen Atomstrom im Nachhinein zahlen zu müssen. Dass Energie billig ist, ist DAS große Märchen des 20. Jahrhunderts. Und das wird sich nicht ändern, so lange praktisch ausschließlich auf Großanlagen und extrem weite "Beförderung" gesetzt wird (natürlich unter Kontrolle von multinationalen Konzernen), statt auf dezentrale, autarke Kleinlösungen. Aber wenn jeder Privathaushalt eine PV Anlage auf dem Dach hätte, könnte man der Industrie keinen Billigstrom aus Großkraftwerken mehr liefern, der mit den Tarifen für Privathaushalte subventioniert wird.

Aber zur Frage von MapleHF:
Der hier bietet kleine Windräder an (400W das große von den kleinen):
http://www.loew-energy.de
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 15.05.2011, 20:33

MapleHF
... nun ich bin auch kein Freund von PV-Anlagen - sprich mal mit ganzheitlichen Medizinern was die davon halten, unter PV-Anlagen zu leben.

Zudem gibt es weitere Probleme wie Entsorgung, Probleme im Brandfall usw. usw.

Wenn PV, dann meines Erachtens Freiflächenanlagen, die auch deutlich effektiver sind, und bis auf die Entsorgungsfrage die anderen Probleme nicht aufwerfen.

Hatte heute zufällig mit einem Kunden gesprochen, der sich wohl auf einer Messe über so Kleinwindkraftanlagen informiert hatte.

Der sprach von einem Kostenrahmen von 10 - 12 k€ für eine 3,5 kW-Anlage.

Daher hatte ich hier einfach mal nach Erfahrungen gefragt.

MapleHF

P.S.: Nebenbei bemerkt: Unser Bayer. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat zur Energiepolitik ein paar wirklich sinnvolle Denkansätze, bin mal neugierig, ob er damit auch Erfolg hat: < KLICK >

Beitrag 15.05.2011, 20:56

leo
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PV in Deutschland zu betreiben, ist so ähnlich sinnvoll und wirtschaftlich wie hier Bananenbäume zu kultivieren. smilie_10
Große PV Anlagen machen in südlichen Ländern und Wüstenregionen sinn. In Deutschland geben wir, meiner Meinung nach, zuviel Geld für diese Technik aus. Ich wohne auf dem Lande, und freue mich über all die "blau" zugepflasterten Stalldächer unserer Landwirte, mit 40% Abschreibung im 1. Jahr.

Noch ein Link zur Windkraft: http://www.kleinwindanlagen.de/

Beitrag 16.05.2011, 04:15

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Ladon
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leo hat geschrieben:PV in Deutschland zu betreiben, ist so ähnlich sinnvoll und wirtschaftlich wie hier Bananenbäume zu kultivieren. smilie_10
Wieso? Auf unserem (Einfamilien-)Haus könnte man eine Anlage montieren, die (im Schnitt natürlich) den Jahresbedarf deckt.
Was ist daran "nicht sinnvoll"?

Die angesprochenen Problematiken mal beiseite gelassen.
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Beitrag 16.05.2011, 11:42

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tdklaus
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MapleHF hat geschrieben:... nun ich bin auch kein Freund von PV-Anlagen - sprich mal mit ganzheitlichen Medizinern was die davon halten, unter PV-Anlagen zu leben.
Das interessiert mich jetzt doch mal, was für ein Teufelszeug die da wieder wittern smilie_08

Oder ist jetzt generell Schatten = schädlich smilie_20

smilie_13 , MapleHF, aber das ist SO weit von dem sonst von dir gewohneten Niveau weg...

tdklaus

Beitrag 16.05.2011, 12:03

MapleHF
... nun, auch wenn ich finde, dass ein ins Lächerliche ziehen und Niveau absprechen, bevor man sich selbst informiert hat, einer Diskussion nicht förderlich ist, will ich Dir gerne antworten.

Es gibt Menschen, die sind auf Strahlung wenig sensibel. Denen macht Eletkrosmog in welcher Art oder auch Strahlung nichts aus. Ich gehöre zum Glück auch dazu.

Aber es gibt auch Menschen, die darauf sehr sensibel reagieren, wie z.B. meine Frau.

So haben wir in unserem Haus keine drahtlosen Telefone, keine Mikrowelle, eine Netzfreischaltung in der Sromverteilung usw. usw.

Etwas zu leugnen, nur weil ich es selbst nicht spüre, erscheint mir wenig zielführend.

Denn auch radioaktive Strahlung spürt man nicht, riecht man nicht und sieht man nicht. Dennoch richtet sie verheerendes an.

Daher mein Tipp, gib einfach mal bei Google "Photovoltaik Elektrosmog" oder "Photovoltaik Baubiologie" ein. Du wirst sehen, dass hier durchaus ein Risiko besteht, wenn bei der Ausführung nicht explizit darauf geachtet wird, dies zu minimieren. Und da darunter natürlich die Rentabilität leidet, werden viele das wohl nicht machen.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass eine PV-Anlage allein die Gesundheit gefährdet, aber es kann durchaus ein Teil dessen sein, das sich zum großen Ganzen addiert, oder eben der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

MapleHF

Beitrag 17.05.2011, 12:28

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tdklaus
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MapleHF hat geschrieben:Du wirst sehen, dass hier durchaus ein Risiko besteht, wenn bei der Ausführung nicht explizit darauf geachtet wird, dies zu minimieren. Und da darunter natürlich die Rentabilität leidet, werden viele das wohl nicht machen.
MapleHF
Okay, so hört sich das schon differenzierter an. Auf die Verkabelung und Platzierung der Wechselrichter ist also zu achten, wenn man denn EM-Felder minimieren möchte. Akzeptiert.

Diffusen Ängste davor "unter einer PV-Anlage zu leben" halte ich weiter für (zensiert)

Die von den Nervenströmen unserer Mitwesen erzeigten Felder könnten dann auch schon zuviel sein smilie_06

Aber jedem das Seine...

ich klatsche auch ständig in die Hände um die Elefanten zu verteiben
- aber hier gibt es doch gar keine Elefanten!
da sehen Sie: es wirkt !!

nix für ungut
tdklaus

Beitrag 17.05.2011, 16:09

MapleHF
tdklaus hat geschrieben: ich klatsche auch ständig in die Hände um die Elefanten zu verteiben
- aber hier gibt es doch gar keine Elefanten!
da sehen Sie: es wirkt !!

nix für ungut
tdklaus
... ich hatte meinen Text schon eingetippt, mich aber dann entschlossen, es bleiben zu lassen, weil ich nicht auf Kindergartenniveau diskutiere.

MapleHF

Beitrag 17.05.2011, 16:16

transporter2
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In Sachen Solar wird in den nächsten Jahren noch einiges kommen. Ich weiss nicht ob Ihr schon von Nanosolarzellen
gehört habt. Diese sollen einen Wirkungsgrad von 25 - 30 Prozent haben. sind so dünn wie Klebestreichen. Der nächste Gedanke ist diese in den Dachziegeln ein Zuarbeiten. Erdwärme hat auch noch ein Enormes Potenzial ist leider noch teuer. Aber wer ein Haus baut sollte sich gleich überleben ob er Wärmepumpen mit einsetzt. von Windräder halte ich nicht viel wenig Wirkungskrad hohe kosten, deswegen Födern Politiker die Windkraft um Bürger besser das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Mini Blockheizkraftkwerke werden auch eine Inetressante Alternative.

Beitrag 17.05.2011, 16:19

MapleHF
... ich war schon vor Fukushima davon überzeugt, dass wir vor einem großen energietechnischen Wandel stehen, jetzt bin ich es umso mehr.

MapleHF

Beitrag 18.05.2011, 07:27

bau_deine_arche
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..nun eine PV-Anlage auf dem Dach gehört sicherlich nicht zu den dümmsten Anlageobjekten, wenn man sich um sein Erspartes sorgt. Mit einem Zweirichtungszähler kann man auch sagen, man habe dem Atomstrom durch seine Investition persönlich etwas den Rücken gekehrt. Es fühlt sich nicht nur gut an, von einem Monopolisten weniger zu 100% abhängig zu sein, es ist auch ein Schritt in die richtige Richtung. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Zum einen bin ich der Meinung, dass man ein solches Vorhaben nicht finanzieren sollte (neue Abhängigkeit gegenüber des Kreditgebers) und zum anderen sollte man nicht außer acht lassen, dass die Verträge über den Verkauf von Energie mit dem Energieversorger in Euro-Cent vereinbart werden. Es verhält sich wie mit einer Lebensversicherung, wenn man sie abschließt, hört sich die Vertragssumme ggfs. Enorm an, aber welchen Gegenwert hat der Betrag noch nach 30 oder 40 Jahren? Ferrari eingezahlt und am Ende einen rostigen Golf erwirtschaftet.

Der erzeugte Strom mit der PV Anlage kann also verkauft werden und der Ertrag der ersten Jahre spült einen Teil der Investitionen wieder zurück. Jetzt kommt aber der unschöne Gedanke ins Spiel. Es gibt ja Menschen, die daran glauben, wir erleben eine Inflation und der Euro wird massiv weniger wert. Dann gibt es solche, die der Meinung sind, dass der Euro nicht mehr lange überlebt. Wenn letzteres Szenario eintreffen sollte, ist es mit den eingeplanten Erträgen, in Form von Euro-Einnahmen, die die PV Anlage über 20 Jahre erwirken sollte, dahin.

Bei PV & Co. Sollte man sich also weniger auf die Versprechen und die Rechenbeispiele der Anbieter fixieren, als viel mehr darauf, wie kann ich je nach Größe der Anlage autark leben und welchen Stellenwert hat dabei die erzeugte Energie.

Wie nutze ich überschüssige, zu viel erwirtschaftete Energie, wenn das Geld dass ich dafür bekomme nichts mehr wert ist? Die große Frage des Speicherns tritt wieder in den Vordergrund. Wasserstoff erzeugen und ein BHKW zum Teil damit betreiben ist eine Möglichkeit, Akkus als Kompromisslösung zum Zwischenspeichern nutzen (noch zu teuer und zu wenig ausgereift), wäre eine zweite, wenn auch nicht optimale Möglichkeit. Im schlimmsten Fall kann man aber auch noch mit der überschüssigen Energie Heizen oder Kühlen.

Fazit: Wenn man sich nicht deswegen verschulden muß, ist ein Invest in eine PV-Anlage niemals schlechter als Geldvermögen auf der Bank, welches ja inflationär zerfressen wird. Die PV-Anlage bietet durchaus eine Alternative zu Edelmetallen und Aktien.
Der Tag wird kommen wie ein Dieb in der Nacht, der Tag wird kommen wenn es keiner erdacht.. Gold kann Vermögen schützen, aber nur Jesus kann ewiges Leben geben.

Beitrag 18.05.2011, 15:08

transporter2
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Von den Verkauf des Stromes von der PV Anlage halte ich auch nichts. Es ist am Besten wenn man den Strom oder die Warm Wasser Erzeugung selber nutzt. Und gehen wir mal von den Wunsch aus wir hätten ein Autarkes Energie Haus, das wäre eine wirklich gute Anschaffung. Hier habe ich noch etwas Interessantes :

http://www.siegfriedtrebuch.com/freie-e ... sserstoff/

Ungefähr zur Mitte runter srcollen und das Video anschauen. Es Handelt sich um eine Wasserstoffzelle bei der Wassserstoff und Knallgas hergestellt wird. Bei dem Verfahren wird das Gas nich gespeichert sondern sofort verbraucht. Der Schweizer in diesem Video heizt damit sein ganzes Haus. Ich selber habe mir auch so eine Zelle zum
Experimentieren gebastelt.

Beitrag 18.05.2011, 15:54

Knoxler
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Sowas sehen die Energieversorger aber bestimmt nicht gern. Sehr interessant. Das müßte doch verbraucherfreundlich irgendwie im Baukasten hinzukriegen sein. Warum kommt so etwas nicht bei "Abenteuer Forschung", solche Leute müßten doch von Angie geknuddelt werden, für das was die mit Öko-Deutschland vorhat. Oder sehe ich das falsch?

Knoxler smilie_08

Beitrag 18.05.2011, 16:18

Alteisen
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transporter2 hat geschrieben:..
http://www.siegfriedtrebuch.com/freie-e ... sserstoff/

Ungefähr zur Mitte runter srcollen und das Video anschauen. Es Handelt sich um eine Wasserstoffzelle bei der Wassserstoff und Knallgas hergestellt wird. Bei dem Verfahren wird das Gas nich gespeichert sondern sofort verbraucht..
Sinnvoller wäre in diesem Fall wirklich eine Wärmepumpe.
Denn wenn der Herr die Energie nicht speichern will, dann erreicht er lediglich die gleiche Wirkung, wie wenn er mit dem Strom gleich einen Heizlüfter direkt betreibt.

Wasserstofgas (oder gar ein Knallgasgemisch) gehört meiner Meinung nach weder in ein Wohnhaus noch in ein Auto. Die Technik ist viel zu teuer, gefährlich und bietet keine Vorteile im Bezug auf Wirkgrad oder Ökologie.
Allerdings: eine große Elektrolysezelle oder Brennstoffzelle wäre ein gutes Versteck für Deine Platin-Vorräte...

Beitrag 18.05.2011, 18:19

leo
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PV Anlagen boomen bei uns doch nur wegen der Übersubventionierung, sie decken in Deutschland nur ca. 1% des Stromverbrauches, schlucken aber ein Vielfaches der Subventionen.
Grundsätzlich finde ich jede alternative Energiegewinnung gut, aber die Gelder, welche in PV fließen, könnten besser angelegt werden.

Beitrag 18.05.2011, 18:28

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leo hat geschrieben:... aber die Gelder, welche in PV fließen, könnten besser angelegt werden.
Wo?
(Ernsthafte Interesse-Frage)
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Beitrag 18.05.2011, 18:36

leo
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Lach, tja, wenn ich das wüsste..

Ärgere mich halt darüber, das so mancher im Bekanntenkreis 40 Cent und mehr für jede Kwh eingespeister Energie erhält, und die Mieter in Etagenwohnungen dafür zahlen dürfen.

Alternativen? Blockheizkraftwerke, Wind bedingt

Beitrag 18.05.2011, 18:41

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Und ich hatte gehofft, Du hast einen "Investitions-Geheimtipp" smilie_02
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 18.05.2011, 18:53

leo
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Wenn ich den hätte, würde ich wohl kaum in solchen Foren wie hier, dabei sein...

Aber im Ernst, es ist ja ok, eine durchschnittliche PV Anlage eines Einfamilienhauses deckt ungefähr dessen Stromverbrauch, nur kostet eine soche Anlage dann auch ca. 30K €, und der meiste Strom steht dummerweise dann zur Verfügung, wenn er im Haus nicht gebraucht wird.

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