Alternativen zu Gold und Immobilien gesucht?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 12.08.2010, 15:35

nameschonweg
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MapleHF hat geschrieben:... sieh Dir mal diesen Fernsehbericht über Goldförderung an: <Goldene Zeiten - das heuchlerische Geschäft mit dem Gold> was da umwelttechnisch für eine Sauerei veranstaltet wird.
Genau genommen dürfte man weder Goldminenaktien noch Gold direkt kaufen ... moralisch/ethisch vertrebare Investments oder Absicherungen sind, wenn man es genau nimmt, leider kaum möglich ...

Beitrag 12.08.2010, 15:40

Spongebob
nameschonweg hat geschrieben:
MapleHF hat geschrieben:... sieh Dir mal diesen Fernsehbericht über Goldförderung an: <Goldene Zeiten - das heuchlerische Geschäft mit dem Gold> was da umwelttechnisch für eine Sauerei veranstaltet wird.
Genau genommen dürfte man weder Goldminenaktien noch Gold direkt kaufen ... moralisch/ethisch vertrebare Investments oder Absicherungen sind, wenn man es genau nimmt, leider kaum möglich ...
Aber leider ist es nun mal so, dass die Habgier oftmals das Handeln bestimmt. Wenn ich ehrlich bin, bekomme ich auch nie den Hals voll und versuche soviel wie möglich zu verdienen. Ich bin ein schlechter Mensch smilie_04

Beitrag 12.08.2010, 15:49

Coroner
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Moralisch/ethisch vertretbare Investments wären Land- und Forstwirtschaft, wenn nicht die Sesselfurzer in Brüssel (von denen keiner jemals eine Schaufel in der Hand hatte) bürokratische Hindernisse in den Weg legen würden. Zum anderen bin ich überzeugt, dass die Natur sich die geschundenen Areale wieder zurückerobern wird, sobald die Menschheit sich wieder auf ihre Grundbedürfnisse besinnt, besinnen muss.

Beitrag 12.08.2010, 15:58

Spongebob
Coroner hat geschrieben:Moralisch/ethisch vertretbare Investments wären Land- und Forstwirtschaft, wenn nicht die Sesselfurzer in Brüssel (von denen keiner jemals eine Schaufel in der Hand hatte) bürokratische Hindernisse in den Weg legen würden. Zum anderen bin ich überzeugt, dass die Natur sich die geschundenen Areale wieder zurückerobern wird, sobald die Menschheit sich wieder auf ihre Grundbedürfnisse besinnt, besinnen muss.
Die Natur erholt sich erst, wenn die Pestbeule Mensch weg ist.
Habe da mal einen interessanten Report drüber gelesen, bei dem die Menschheit tatsächlich als Krebsgeschwür des Planeten Erde bezeichnet worden ist.

Beitrag 12.08.2010, 16:26

siggirabu
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Hallo Spongebob:
Wenn man ehrlich ist stimmt das auch.

Beitrag 12.08.2010, 16:45

MapleHF
... wenn die Zentralbanken den Goldpreis nicht so drücken würden, wäre auch ein umweltverträglicherer Abbau rentabel möglich 8)

Ist immer eine schwierige Sache, wenn man versucht einigermaßen mit Anstand durchs Leben zu gehen :oops:

@Coroner: Land- und Forstwirtschaftliche Anwesen sind auch (noch) aus erbschaftsteuerlicher Betrachtungsweise äußerst interessant.

MapleHF

Beitrag 12.08.2010, 17:00

Querulant
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Spongebob schrieb: „Wenn ich ehrlich bin, bekomme ich auch nie den Hals voll... ich bin ein schlechter Mensch smilie_04

Ich weiß nicht ob Du Kinder hast? – da könnte ich es noch halbwegs nachvollziehen.
Aber wenn nicht, warum reicht es nicht, ein bestimmtes Niveau zu erreichen, wo man gut leben kann? Warum muss es immer noch mehr sein noch luxeriöser, oder noch mehr auf der Hohen Kante sein?

Das schreibe ich keinesfalls wertend – mich interessiert es echt, welche Beweggründe hinter einer solchen Einstellung stehen.

Beitrag 12.08.2010, 17:10

Coroner
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MapleHF hat geschrieben:... @Coroner: Land- und Forstwirtschaftliche Anwesen sind auch (noch) aus erbschaftsteuerlicher Betrachtungsweise äußerst interessant.
...
MapleHF
Ja,MapleHF, ich kann ein Lied davon singen. Ich bin in einem solchen Anwesen aufgewachsen. Letzte Woche haben wir meine Mutter beerdigt, werde daher wohl oder übel demnächst Post vom Finanzamt erhalten... smilie_08

Beitrag 12.08.2010, 17:13

aurelian
Ich versuche natürlich auch so viel wie möglich zu verdienen(besser bekommen)oder einzunehmen.

Allerdings stößt das auch immer wieder an seine Grenze!
Was für mich moralisch nicht vertretbar ist lasse ich ganz einfach.
Übrigens bin ich keines der typischen Gutmenschenmännchen,wäre es für das Überleben meiner Familie nötig tötete ich!Es ist aber nicht nötig!
Genau so wenig nötig ist es auch das letzte bissl Fiat mehr zu generieren wenn ich damit großflächig Anderen Schade.
Das Stichwort hierzu ist unter Anderem Nachhaltigkeit!
Weiterhin unterlasse ich es auch mehr Zeit ins Scheffeln zu stecken als es dem Zusammenleben mit Familie und Freunden zuträglich ist.
Wohlstand?
Ja gerne!
Aber nicht um jeden Preis!
Wenn ich dann noch sehe in welche Ichbinreicheralsduvorzeigeprodukte die erwirtschaftete Knete oft gesteckt wird..... :roll:

Beitrag 12.08.2010, 17:15

MapleHF
... nun, auch wenn ich nicht gefragt war, will ich mal antworten.

Ich denke ein wesentlicher Aspekt ist die Angst, im Alter seinen Lebensstandard nicht halten zu können. Denn wir wissen ja alle nicht, wann unser Stündlein schlägt. Und wenns dumm läuft ist am Ende des Geldes noch ein Haufen Leben da ... ;)

Es muss nicht immer luxuriöser sein. Mit zunehmenden Alter wandeln sich die Werte. Dinge für die man früher viel Geld ausgegeben hat, bedeuten einem nichts mehr (ich habe jahrelang Porsche gefahren, heute "brauche" ich das nicht mehr), aber dafür nimmt die Vorsorge einen größeren Stellenwert ein.

Gerade wenn man nicht vorhat, bis zum gesetzlichen Rentenalter (wird man eigentlich so schnell älter, wie die das Renteneintrittsalter anheben) in der Tretmühle zu stecken, kann es nicht schaden, ein paar Unzen und Barren unterm Kopfkissen zu haben.

MapleHF

Beitrag 12.08.2010, 17:23

Coroner
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@MapleHF
...sehe ich auch so

Beitrag 12.08.2010, 17:27

Querulant
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aurelian. und MapleHF, Danke für Eure Statements. Finde ich beides nachvollziehbar und okay.

Und aurelian, Deinem „Wohlstand? Ja gerne! Aber nicht um jeden Preis!“ kann ich nur beipflichtem smilie_01

Weiterhin schreibst Du: „für das Überleben meiner Familie nötig tötete ich“ -> ich hoffe doch mal, Du gehst nur in den Wald und schießt nen Bock ab smilie_07

Beitrag 12.08.2010, 17:50

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Ladon
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Ich hab das ja auch schon mal geschrieben:
Mir war es irgendwann wichtiger Zeit für die Familie zu haben, statt mit allen Mitteln mehr "Umsatz" zu machen.
Heute mache ich nur noch Projekte, die mir "wichtig" sind. Meine Einnahmen sind erheblich gesunken, die "Lebensrendite" aber unbezahlbar gestiegen. Natürlich habe ich gern einen gewissen Lebensstandard (und ein wenig EM :D ), aber das Generieren von Gütern darf einen nicht beherrschen.
Und ich denke schon, dass man sich Gedanken darüber machen soll, ob ein Investment (für einen selbst) "vertretbar" ist; und dass man dann verantwortlich abwägen sollte.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 12.08.2010, 19:18

nameschonweg
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Ich glaube, dass die Einstellung zum Geldverdienen auch maßgeblich von der persönlichen Lebenssituation bzw. dem Erfahrungshintergrund und vor allem dem Alter bzw. der "finanziellen" Vorbelastung abhängig ist.

Ich hab beides durch - nette Höhen wie ziemlich üble Tiefen. Und manchmal braucht es einfach auch mal ein paar Tiefen, um wieder auf den Boden der Tatsachen bzw. zur Besinnung zurückzukommen. Manche lang andauernden Höhenflüge enden eben auch gerne mal mit einer umso härteren Bruchlandung.

Thematisch passend lief gestern ein Beitrag über den ersten Lottomillionär aus der Schweiz - Herrn Bruni. Lottogewinn 1979, private Insolvenz 1986, arbeitslos bis zur Rente 200irgendwas, verarmt bis zum Lebensende.

Dies hat ganz gut aufgezeigt, das Geld erwirtschaften bzw. bekommen die eine Seite der Medaille ist. Damit zu wirtschaften eine ganz andere.

Was das erwirtschaften angeht, gilt für mein Leben als Selbständiger (bisher zumindest) das zyklische Modell. Daher nutze ich die Höhen in vollen Zügen - leider öfter auch mal mit einigen Härten gegen mich selbst und meine Familie - um dann in den schlechteren Zeit mir die ohnehin verfügbare freie Zeit als Ausgleich zu nehmen. Allerdings grundsätzlich nie zu Lasten anderer. Was allerdings im Gegenzug einige nicht davon abgehalten hat, ihr Einkommen zu meinen Lasten zu vergrößern.
Manchmal ist es schon ganz schön hart, dabei zuzusehen, wie einige Menschen, die offensichtlich ohne Skrupel auf die Welt gekommen sind, dadurch, dass sie ohne Rücksicht auf andere durchs Leben gehen, die Geschäfte machen, die man selbst hätte gerne machen wollen.

Aber ich schweife ab ... um auf den Punkt zu kommen - wann ist genug gehamstert? Aus meiner persönlichen Erfahrung lege ich gerne noch eine Schaufel mehr beiseite, als nötig wäre. Ich habe leider auf die harte Tour lernen müssen, dass es morgen auch wieder sehr anders kommen kann. Selbst wenn man am Tag zuvor noch der Meinung gewesen ist, man kann mit 35 als Privatier in Rente gehen :)

Zudem, wenn das eine oder andere Szenario eintreffen sollte, von dem hier im Forum orakelt wird, dürfte jeder Sachwert mehr ein Stück "überleben" sichern helfen. Allerdings gilt dabei für mich immer der Grundsatz, dass ich irgendwann mal in der Gewissheit abtreten möchte, mir selbst und anderen gegenüber ein halbwegs gerechtes und faires Leben geführt zu haben.

Beitrag 12.08.2010, 20:08

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@ nameschonweg
Das kann ich bis ins Detail "unterschreiben" - so unterschiedlich unsere Lebenrealität sich auch darstellen mag.
Eingedenk meiner schweren Verletzung jetzt betone ich aber nochmal, dass sich eben nicht nur Materielles "rentiert". Und das zu erkennen ist auch "Gewinn".

Und das ist jetzt durchaus passend zum Thread-Thema gemeint - ich glaube auch von "namenschonweg"
Andere gibt es schon genug

Beitrag 13.08.2010, 07:17

Spongebob
Querulant hat geschrieben:Spongebob schrieb: „Wenn ich ehrlich bin, bekomme ich auch nie den Hals voll... ich bin ein schlechter Mensch smilie_04

Ich weiß nicht ob Du Kinder hast? – da könnte ich es noch halbwegs nachvollziehen.
Aber wenn nicht, warum reicht es nicht, ein bestimmtes Niveau zu erreichen, wo man gut leben kann? Warum muss es immer noch mehr sein noch luxeriöser, oder noch mehr auf der Hohen Kante sein?

Das schreibe ich keinesfalls wertend – mich interessiert es echt, welche Beweggründe hinter einer solchen Einstellung stehen.
Ich hab das nicht böse aufgefasst, keine Sorge. :)
Ich habe keine Kinder, aber es ist geplant in den nächsten zwei Jahren Nachwuchs in die Welt zu setzen und ich hab riesige Angst davor die Zukunft meiner Kinder nicht absichern zu können.

Beitrag 13.08.2010, 07:20

Spongebob
Mal kurz: Die Ansichten und Beweggründe die momentan hier diskutiert werden, sind faszinierend und regen wirklich zum Nachdenken über die eigenen Interessen an.

Danke dafür!
Es macht Spass mit euch.

Beitrag 13.08.2010, 11:15

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@ Spongebob

Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen:
Ich habe 4 Kinder (einer schon erwachsen) und ich gebe einfach mal den "altersweisen" Rat, dass materielle Absicherung gut und wichtig ist, aber ebenso (!) wichtig ist, dass Du Zeit - und nicht nur Geld/Gold - für den Nachwuchs hast. Eine funktionierende Familie (die muss nicht unbedingt "klassisch" aufgebaut sein) ist am Ende vielleicht sogar mehr wert, als noch 'ne Designerklamotte, ein eigenes Auto mit 18 und ein fettes Taschengeld.
Womit ich sagen will: Man muss nicht "reich" sein, um sich Kinder "leisten" zu können. So sollte man nicht denken. Natürlich wird es immer schwieriger für finanziell schwache Familien ihren Kindern z.B. eine vernünftige Ausbildung zukommen zu lassen ... aber Reichtum garantiert weder Gesundheit, noch Klugheit, noch Erfolg, noch Zufriedenheit.

Ich habe meinen letzten Fernseher vor etwa 25 Jahren gekauft und das wertvollste Fahrzeug in der Garage ist ein tolles Tandem - nicht, weil ich es mir nicht leisten könnte, sondern weil es nicht nötig ist.

... so, jetzt ist aber gut mit "Moralisieren" smilie_07

Das Fazit ist einfach: Nichts macht mehr Stress als Kinder - aber auch nichts macht mehr Freude!
Andere gibt es schon genug

Beitrag 13.08.2010, 11:19

Spongebob
@ Ladon

Toll geschrieben und Du hast in allen Punkten recht.
Im Grunde ist es für Kinder wirklich wichtiger von den Eltern geliebt zu werden und Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt zu bekommen, als materielle Güter.
Ich bin noch dabei den gesunden Mittelweg zu finden und meine Aufmerksamkeit gerecht zu verteilen und nicht alles für den Beruf zu verbrauchen.

Dank Dir smilie_14

Beitrag 13.08.2010, 12:41

MapleHF
... nun ich denke es hängt einfach von den persönlichen Bedürfnissen ab. Was für Ladon der richtige Weg ist, muss es nicht zwangsläufig für jeden anderen sein.

Für denjenigen, für den Zeit das höchste Gut darstellt, ist Ladons Weg sicher der Richtige. Aber das ist eine sehr subjektive Sache.

Ich persönlich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht, dass alle Extreme schlecht sind, bzw. nur für den gut, der auch extrem ist.

Daher liegt für mich die Wahrheit in der Mitte. Mein Fernseher ist deutlich jünger und meine Fahrzeuge repräsentieren einen höheren Wert. Dennoch gewinnt der Faktor Zeit zunehmend an Bedeutung, was sich auch an meinem Konsum im Vergleich zu früher zeigt.

Aber da ich nicht zu den Menschen gehöre, die in Askese leben wollen, suche ich mir meinen persönlichen Weg, mit dem ich glücklich und zufrieden bin. Das heißt für mich z.B. Downsizen bei den Fahrzeugen, ohne den Spass dabei zu vernachlässigen.

MapleHF

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