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Beitrag 15.11.2012, 18:26

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MaciejP
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Ich fand ja die Idee, das ausländisch gelagerte Gold sukzessive zu verkaufen, und stattdessen im Inland neues zu kaufen ganz interessant. Sollen doch dann die andern zusehen, ob oder wie sie an ihr Gold kommen, sofern noch vorhanden. Und mit etwas Glück kann man sogar günstiger nachkaufen und so das gewonnene Geld wieder sinnvoll reinvestieren.

(In griechische Staatsanleihen beispielsweise.) smilie_10

Beitrag 15.11.2012, 19:02

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Ladon
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frankdieter50 hat geschrieben:...
Was nützt es, wenn im Ernstfall kein Zugriff auf die Goldreserve möglich ist??
Witzigerweise argumentiert die BuBa genau anders herum: GERADE für den Notfall sei es von außerordentlicher Wichtigkeit Gold an den zentralen Handelsplätzen zu haben (also zumindest an denen, mit denen man seit der Reichsbank-Gründung schon immer gekungelt hat).

Aber wie gesagt: Mir ist das wurscht, weil das Reservegold früher den Anteilseignern der privaten Notenbanken gehörte und heute dem Zentralbankkonglomerat, wo es munter auf dem Papier hin und her geschoben wird. Und zwar nicht erst seit "gestern" und nicht nur das der BuBa. Diese komischen Dinge sind seit Anbeginn des Systems beobachtbar, spätestens inden 1920ern gang und gäbe. Ich habe mal gelesen, dass in BoE damals die Barren mit Zettelchen versehen wurden, um zu kennzeichnen, wem sie gerade gehören ...
Wie der olle Systemling Greenspan es sagte: Ein Goldstandard dient dazu Kredit und Geld zu schöpfen.
Das kann uns für die Realität des Alltags wirklich egal sein, wo und ob überhaupt irgendwo das liegt.

Das ist der Unterschied zwischen monetärem Gold (= Reserven der Zentralbanken) und Warengold (= alles was außerhalb dieser Sphäre umläuft (AUCH wenn es Zahlungsmittel ist!!!)
Mit dem einen spielen die Notenbanken, das andere liegt unter meinem Kopfkissen ... und letzteres ist das einzige Gold, das mich (wenn ich mal ehrlich bin) wirklich interessiert.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 16.11.2012, 10:07

frankdieter50
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das andere liegt unter meinem Kopfkissen ... und letzteres ist das einzige Gold, das mich (wenn ich mal ehrlich bin) wirklich interessiert.

Genau so sehe ich das auch.
Nur auf die Dinge, auf die man im Notfall unmittelbaren Zugriff hat, nur auf diese Dinge kommt es an !!
Wissen ist Macht und Nichtwissen macht nichts, da wirst Du nur über den Tisch gezogen

Beitrag 25.03.2013, 20:59

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k1
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Neben Peter Gauweiler scheint hier auch kein Geringerer als der Gouverneur von Texas und Ex-Präsidentschaftskandidat, Rick Perry, mitzulesen; ist ja nicht nur nicht blöd, sondern pfeift auch „auf zentrale Handelsplätze“.
Er möchte das Texas-Gold aus den Kellern der New Yorker FED zurück nach hause bringen.
-Und er dürfte die Legislative auf seiner Seite haben. Ein entsprechendes Gesetz wird gerade auf den Weg gebracht.
Dem Staate Texas sei besser gedient, wenn er genau wisse, wo sein Gold liege, als wenn er sich auf die Sicherheiten der Federal Reserve verlassen müsse.

„Wenn wir es selbst (physical, not just certificates) besitzen“, sagte Perry, „ wird euch einleuchten, das es so besser ist, als wenn irgendein Fremder darüber entscheidet, ob wir es zurück in Besitz nehmen können oder nicht.“

http://www.star-telegram.com/2013/03/21 ... rylink=cpy

K1
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Beitrag 25.03.2013, 21:12

Tandem
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Herrje, TEXANER! So gesehen sollte sich der Seehofer mal kümmern, daß ein ordentlicher Teil des frisch repatriierten Buba-Goldes in München oder Passau gelagert wird.
Wo sitz ich wohl, wenn ich dichte: "here i sit, my butt is flexin´, giving birth to a little Texan"

Daß hier allerdings einiges von dem Gschwerl mitliest, das hier so gerne verrissen wird, davon darfst du mal getrost ausgehen.

Beitrag 25.03.2013, 22:55

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k1
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Passau?
in der Allmannshauser Steilwand gegenüber Tutzing wäre auch ein sicherer Lagerort.
Um da dran zu kommen, braucht das begehrliche Gschwerl einen langen Atem...

Gruss
K1
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Beitrag 25.03.2013, 23:10

Tandem
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Nachttauchen soll ja recht populär sein... sollt ich auch mal wieder.

Beitrag 26.03.2013, 08:01

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Ladon
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Tandem hat geschrieben:..., daß ein ordentlicher Teil des frisch repatriierten Buba-Goldes in München oder Passau gelagert wird.
...
Da wird nix draus. Beim Übergang von der Bank Deutscher Länder zur Bundesbank sind die Landeszentralbanken in der Buba "aufgegangen" und ihre Eigner wurden ausgezahlt.

Für das hübsch plakative Texaner Polit-Uggah-Uggah gilt, nach allem was ich weiß, auch: der Mann redet wahrsczeinlich v9n Gold der texanischen Zentralbank. Und wer mir erzählen will dass die FED in Houston (oder wo die halt ihren Sitz hat) vertrauenswürdiger ist, als die in NY City ... naja, der glaubt wahrscheinlich auch, dass Berichtspflicht eine reale parlamentarische Kontrolle darstellt.
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Beitrag 26.03.2013, 09:24

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Bumerang
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Ladon hat geschrieben:
Tandem hat geschrieben:..., daß ein ordentlicher Teil des frisch repatriierten Buba-Goldes in München oder Passau gelagert wird.
...
Da wird nix draus. Beim Übergang von der Bank Deutscher Länder zur Bundesbank sind die Landeszentralbanken in der Buba "aufgegangen" und ihre Eigner wurden ausgezahlt.

Für das hübsch plakative Texaner Polit-Uggah-Uggah gilt, nach allem was ich weiß, auch: der Mann redet wahrsczeinlich v9n Gold der texanischen Zentralbank. Und wer mir erzählen will dass die FED in Houston (oder wo die halt ihren Sitz hat) vertrauenswürdiger ist, als die in NY City ... naja, der glaubt wahrscheinlich auch, dass Berichtspflicht eine reale parlamentarische Kontrolle darstellt.
Ich kenne die US Gesetzgebung hierzu nicht. Die US-Staaten sollen aber deutlich mehr Macht haben als die Bundesländer bei uns. Auch soll in diesem Gesetz die Konfiskation von Gold in Texas ausgeschlossen werden. Da es inzwischen unterschiedlichen Stimmen in der FED Führung gibt, kann es durchaus zum Zoff kommen! Auch gibt es jede menge komische Gesetze die bis zu 200 Jahre Alt und noch in Kraft sind! Es gibt immer wieder Stories in den Medien dazu.

Wir werden sehen, was daraus wird...
Gruß

Bumerang
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Alan Greenspan: US Can Pay Any Debt It Has Because It Can Print Money To Pay It

Beitrag 22.07.2013, 06:21

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Datenreisender
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Finanzen
Hedgefonds-Manager: Das Gold der Bundesbank ist weg

Der Hedgefonds-Manager William Kaye sagt, es sei naiv zu denken, die Bundesbank würde ihre in den USA gelagerten jemals zurückbekommen. Das ehemals „deutsche“ Gold gibt es als solches nicht mehr. US-Banken haben es von der Fed erhalten, um den Goldpreis zu drücken. Die Goldbestände gelangten auf den Markt. „Deutschland wird das Gold nie wieder sehen“, so Kaye.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... k-ist-weg/

Beitrag 22.07.2013, 07:06

rorschach
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Bumerang hat geschrieben: Ich kenne die US Gesetzgebung hierzu nicht ... sollen aber deutlich ... kann es durchaus zum Zoff kommen ... gibt es jede menge komische Gesetze die bis zu 200 Jahre Alt und noch in Kraft sind ... Es gibt immer wieder Stories in den Medien dazu.
Sorry Bumerang,

diese Ausführungen von dir finde ich zu undifferenziert und zu pauschal.
Würde mich freuen, wenn du dies mit Beispielen belegen könntest.

Grüße

Beitrag 22.07.2013, 10:06

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Goldmärker
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So wird es wohl sein. Das Gold ist weg und wir kriegen es garantiert nicht zurück.
Ladon glaubt das zwar nicht, weil wo sollte das Gold denn sein. Rockefeller bunkert das ja sicher nicht in seinem Keller. Oder es müßte doch jemandem aufgefallen sein wenn das Gold langsam aber sicher wegkommt. Aber ich glaube es ist weg. Seit dem 2ten Weltkrieg sind fast 70 Jahre vergangen. Solange haben die Allierten schon unser Gold. Und in der Zeit ist bestimmt ne ganze Menge (wenn nicht sogar alles) "verdunstet"!
Wir wissen das die Großbanken alle Schrottpapiere im Milliardenwert halten, warum sowas nicht mit Gold von der FED finanzieren. Und woanders auf der Welt (z.b. China) freut man sich über das gelbe Metall!

Hedgefonds-Manager: Das Gold der Bundesbank ist weg

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Beitrag 22.07.2013, 10:42

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Ladon
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Weg oder nicht ... eigentlich sage ich immer nur, dass es "Sohären" gibt, nennen wir es mal die Hochfinanz, wo es recht egal ist, wo das Zeug liegt ... und deswegen halte ich es für unwahrscheinlich, dass diejenigen, die sowieso das Geldsystem beherrschen Barren "klauen". Sie verfügen in ihrem Sinn doch sowieso darüber.
Auch will die Buba das Gold ja erklärtermaßen im Ausland haben (teilweise) um im Fall des Falles an DEVUSEN zu kommen. Also: es DORT flüssig zu machen. Da soll es also in Jahrzehnten keinen Assange oder (wie heißt der Typ in Moskau doch glei?) gegeben haben? DAS erscheint mir unwahrscheinlicher als ein irrer, total geheimer Transport an einen unbekannten Irt.

Und der Form halber:
Das Buba Gold wurde nie fort geschafft! Die Reichsbank hatte - von höchster Stelle belegt schon 1939 KEINE Reserven mehr! Alles Buba Gold wurde "erworben" und zwar mehrheitlich durch intrinsische Mechanismen des Bretton-Woods Währungssystems, das die DM eklatant unterbewertete.
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Beitrag 22.07.2013, 15:21

Geldsammler
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Ne, Ladon, das sagt jetzt wirklich nichts! 1939 war vielleicht nichts mehr da. Aber es gab wohl einiges an Raubgold. Schau doch mal im Walchensee nach!

Beitrag 22.07.2013, 18:17

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Ladon
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Geldsammler hat geschrieben:Ne, Ladon, das sagt jetzt wirklich nichts! 1939 war vielleicht nichts mehr da. Aber es gab wohl einiges an Raubgold. Schau doch mal im Walchensee nach!
In dem Brief von Schacht und den anderen Reichsbankgrößen an den GröFaZ persönlich wird explizit auch das Österreichische, tschechische und das Danziger Reservegold genannt - das war da auch schon verbraten. Viele andere Wege von im Krieg annektierten Goldes lassen sich nachvollziehen: das Annektieren des belgischen Goldes, dessen Umschmelzen, das "Opfergold", welches über das sog. Melmer-Konto verbucht wurde, zum Beispiel.
Aber das nur nebenbei, denn ...

Doch, das sagt einiges. Wenn von "Deutschem Gold" die Rede ist, impliziert das für viele, dass es sich um offizielles (Reserve-) Gold der Reichsbank handelte, das nach dem Krieg "entnommen" wurde.
Auf das von Nazis geraubte Gold hat wohl kaum Deutschland (hier jetzt: jenes völkerrechtlich anerkannte Gebilde, das die Rechtsnachfolge der Reichsbank angetreten hat) einen Anspruch, oder?
Dass die Sieger Beute gemacht haben, wird von niemandem bestritten! Und da verliert sich noch immer vieles im Dunkeln - wohl wahr! Jedoch hat DIESES Gold ganz bestimmt niemals den Weg in die Keller der FED gefunden und wurde dort als "Bundesbank-Gold" deklariert! Das wäre ja absurd: Zuerst das Gold einsacken um es dann der Zentralbank des Verlierers gutzuschreiben, nur um es darauf wieder heimlich aus'm Keller zu klauen? Klingt irgendwie nicht gerade plausibel.
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Beitrag 23.07.2013, 08:56

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Goldmärker
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Schulden mit neuen Schulden zu bezahlen klingt auch nicht plausibel.
aber solange leute damit reich werdne können werden sie es tun.
genauso mit dem gold. wenn man damit profit machen kann, dann wird man es auch versuchen.
selbst wenn es nach dem 2ten weltkrieg so war wie du sagst. spätestens seit den 80ern und der deregulierung der finanzmärkte ist doch alles möglich solange es irgendwie profit abwirft.
und dann hätte man bis heute auch mehr als 30 jahre zeit gehabt die goldreserven pö a pö abzubauen oder z.b. phys. gold in papiergold zu wandeln um es flexible na den märkten zu handeln.

Beitrag 23.07.2013, 09:27

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Ladon
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@ Goldmärker

Das ist ja jetzt eine komplett andere Fragestellung! Und ich will das jetzt mit Verlaub etwas außen vor lassen - denn ich mutmaße, über die Tatsache von "komischen" Transaktionen mit Gold bei denen auch die Bundesbank zumindest "im einstelligen Bereich" der Menge "ihres" Goldes beteiligt war, gibt es hier wohl kaum einen Zweifel.
Die Details und "Wahrscheinlichkeiten" DIESER Manipulationen waren jetzt aber überhaupt nicht das Thema.

Mir geht's darum, dass unter einigen wohlfeilen Schlagworten ("Die Amis haben nach dem Krieg Gold aus Deutschland fort geschafft") vollkommen undifferenziert häufig auf das Gold der Bundesbank bei der FED in New York Bezug genommen wird.
DAS ist aber doch Kokolores - da kannst Du nun sagen was Du willst. Die haben doch nicht Gold hier mitgenommen und es dann ein paar Jahre später der Buba "übertragen" nur um es dann wieder ein paar Jahre später heimlich zu klauen.

Man muss sich einfach einigen von was man nun sprechen mag:
Einmal wären da die - die längst nicht in vollem Umfang geklärten - Gold Annektierungen der Siegermächte nach dem Krieg. Eine schwierige Sache, aber auch hier ist in den letzten Jahren einiges an Fakten zusammengetragen worden.
Bei diesem Gold handelt es sich - nachweislich und ohne jede Frage - um im Krieg von Deutschen gestohlenes Gold (Nein, keine "rechtmäßige" Aneignung im Kriegsfalle, da es sich ausnahmslos um Privatbesitz handelte - ggf. Privatbesitz der Eigner diverser Zentralbanken von eroberten Ländern). Da kann es wohl kaum einen offiziellen Anspruch der Bundesrepublik oder der Bundesbank geben (allein die völkerrechtliche Erörterung könnte wahrscheinlich Seiten füllen).

Oder wir reden über jenes Gold das hauptsächlich durch die Bretton-Woods Mechanismen aufgrund der unterbewerteten DM und dem resultierenden "Ankaufzwang" der anderen Teilnehmer in die "Kasse" der Buba gespült wurde. Ob das jemals da war, ob es nonchalant von der FED einfach immer schon für eigene Zwecke mit benutzt wurde, ob das zu Zeiten der großen Preisdrückung durch die ZBs verhökert wurde ... ? Wer kann das schon wissen? Wahrscheinlich wird man da noch 50-100 Jahre warten müssen, bevor entsprechende Dokumente auftauchen oder frei gegeben werden.
Dagegen spricht meines Erachtens, dass eine ziemliche Anzahl von Leuten davon gewusst haben müsste und sich in all den Jahrzehnten nicht ein Assange oder Snowden gefunden haben soll, der das mal ausplaudert.
Dafür spricht, dass es - wie ich schon öfter angemerkt habe - durchaus vorstellbar ist, dass prinzipiell mit dem Gold in New York die wildesten Dinge passieren, ohne dass auch nur ein Barren bewegt wird!
Beispiel:
Die Bundesbank hat dort (gehen wir mal von der Richtigkeit der Annahmen aus) ja so eine Art eigenes Schließfach. Andere Zentralbanken haben aber nur ein "Goldkonto". Mit anderen Worten: So ein Goldkonto könnte man relativ einfach und nur auf dem Papier u.a. auch mit dem Bundesbank Gold "decken", weil anderes nicht mehr da ist.
Das wäre ebenfalls ein höchst skandalöser Vorgang, aber man müsste dafür keine heimlichen Aktionen konstruieren, bei denen tonnenweise (!) Gold verschwindet, ohne dass es irgendwie durchsickert, wie das geschehen sein soll. Und WOHIN. Es herrscht ja nicht mal Einigkeit darüber ob insgesamt "viel weniger" oder "viel mehr" Gold existiert, als es die offiziellen Statistiken hergeben.

Aufgepumpt werden medial aber die UNWAHRSCHEINLICHEN Szenarien! Das gibt mir eben zu denken. Denn UNWAHRSCHEINLICHE Szenarien kannst Du leicht ignorieren, lächerlich machen und beiseite wischen. Die viel nahe liegenderen "Sauereien" bleiben dabei unbehelligt - was allen Beteiligten recht zupass kommen dürfte.
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Beitrag 23.07.2013, 09:36

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Stimme dir zu. Mir gehts eigentlich darum das der Skandal ist das das deutsche (BRD) Gold was unter anderem von Exportüberschüsse bezahlt und im Ausland gelagert wurde, einfach von den "aufpassern" für eigen Zwecke verwendet und höchst wahrscheinlich ein Großteil verzockt wurde!
Dieses Gold wurde durch den Fleiß der Deutschen und ihrer Hände arbeit gekauft. Also kann da kein anderer mit Schindluder treiben. Ich finde das wirklich Skandalös.

Wäre es Ex Nazi Gold was nach dme Krieg beschlagnahmt und behalten wurde, wäre es zwar auch nicht 100% in Ordnung aber in Teilen nachvollziehbar.
Aber das war es ja offensichtlich nicht sondern von einem demokratischen Volk erarbeitetes Gold und das steht den Deutschen zu und niemand sonst!

Beitrag 23.07.2013, 10:17

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Womit sich wieder die Frage stellt, wem das Gold der Bundesbank tatsächlich gehört (als Eigentümer nicht als Besitzer). Dem deutschen Volk (ja ist sehr abstrakt)? Den deutschen Banken (so abwegig ist das gar nicht!). Der deutschen Wirtschaft (schon wieder abstrakt)?

Sicher ist nur, wem es nicht gehört: der FED, den Amerikanern etc.

Beitrag 23.07.2013, 13:51

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Ladon
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Die Buba-Gold Besitzfrage ... das war schon öfter mal Thema. Ich fasse gern nochmal zusammen:

Dieses "erarbeitet und von den Handelsbilanzüberschüssen gekauft" stimmt nämlich nur mit SEHR großen Einschränkungen. Rein formal gesehen ist es sogar falsch.

1.
Reservegold hat traditionell noch nie dem Staat gehört, sondern stets und immer und ausschließlich der Zentralbank, bzw. deren privaten Eigentümern, so es die gibt (wie etwa (meines Wissens) in Griechenland, Italien ... heute noch). Um "Zentralbank zu werden", musste das Institut schließlich zu Goldstandardzeiten diese Reserve "vorweisen" (je nach gesetzlicher Regelung von Land zu Land unterschiedliche Anforderungen), um Banknoten emittieren zu dürfen!

2.
Die Bundesbank ist für sich allein schon ein äußerst nebulöses Konstrukt (bei Interesse wärmt bitte einen entsprechenden Alt-Thread auf; ich möchte hier jetzt nicht zu ausschweifend werden)! Sie befindet sich rechtlich gesehen in einer absoluten Grauzone! Sie ist weder Firma, noch sonst eine juristische Person des bürgerlichen Rechts, ein Staatsorgan ist sie aber irgendwie auch nicht richtig, da sie keinen obersten Dienstherrn kennt (Minister). Sie ist NICHT in das System der Gewaltenteilung einbezogen und ihre gesamte Rechtsgrundlage basiert auf einem für sie geschaffenen Gesetz.
Da stellt sich schon die Frage: Wem gehört die Bundesbank überhaupt? Ganz zu schweigen von DEREN Eigentum.

3.
Rechtsform hin oder her - Viele heute noch existierende große deutsche Firmen haben im Boom des Wirtschaftswunders durch die Arbeit der Deutschen und den sagenhaften Export Reichtümer angehäuft ... niemand käme auf die Idee, das deutsche Volk hätte Anspruch auf deren, im Geschäftsbetrieb angesammelte Vermögenswerte.
Die Bundesbank wird darüber hinaus argumentieren, sie benötige dieses Gold zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben - AUCH IM AUSLAND.

4.
Was hätten die Deutschen davon, wenn das Gold in Frankfurt wäre?
Verfügen würden die selben "Mächte" darüber wie jetzt. Die Geld- und Wirtschaftspolitik würde sich dadurch nicht ändern.
... obwohl, so eine Art Goldmuseum, wie bei den englischen Kronjuwelen, das fände ich auch schick (aber das würde es nie geben).


Ich muss noch anfügen:
Ich mache hier mit Absicht in gewisser Weise den "Advocatus Diaboli" - gefallen tut mir das so auch nicht, schon weil die ganze Sache (wie auch immer sie WIRKLICH aussieht) gewaltig zum Himmel stinkt - und zwar seit 100 Jahren mindestens. Aber die Lage ist ziemlich verzwickt, schwer aufzudröseln und bleibt immer etwas nebulös ... DAS IST DAS ZENTRALBANKSYSTEM, das, je nach Lesart, seit 100 bis 300 Jahren das gesamte (westliche) Geld- und Wirtschaftssystem beherrscht und überhaupt nicht mehr als solches in Frage gestellt wird, obwohl es beständig und total versagt!
Nur denke ich, dass man die richtigen Forderungen stellen muss! Da haben "Gold der Deutschen" oder "heim holen" oder ähnliche Vokabeln keinen Platz. Sie verfehlen einfach das Ziel. Die Forderung muss vielmehr sein, dass diese Dinge endlich einer demokratischen Kontrolle unterworfen werden, die über die lächerliche "Berichtspflicht" an den Bundestag hinaus geht - es ist ja nicht einmal eine "Sanktion" vorgesehen, wenn die Abgeordneten den Bericht irgendwie nicht so toll fänden. DAS sind die Skandale. und da gehört der Nebel um das Auslandsgold auch dazu. Das will ich nicht bestreiten.
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