Goldpreisprognosen II

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 07.03.2014, 15:32

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Titan
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veritas hat geschrieben: Hat schon mal einer diese Intensität in wenigen Minuten erlebt...
Ja,sowas geht in ECHTZEIT beim Vorhandensein einer Plattform
für den Eigenhandel.
Da sind die Kursschwankungen im SEKUNDEN-Takt zu erleben :mrgreen:
Nix für zittrige Nerven,da braucht's schon Stahltrossen smilie_12
Also,nach den beiden Kurven ist in der Welt tiefster Frieden,
ein "gesundes Wachstum" und eine tolle Stabilität der Inflation... smilie_08
Dann gehören solche Kursänderungen am Markt auch nicht zur
Manipulation---sondern zur Spekulation:
"Banken sehen steigende EM-Kurse"
Bild
Bild
Mich wundert halt nur die Gleichzeitigkeit der Ereignisse...
da müssen Spekulanten ganz viiiiel Geld parat haben,damit eine fast
senkrechte Linie innerhalb kürzester Zeit entsteht.
T.
P.S. verschont mich mit Verschwörungs-Diskussionen;am Markt herrscht nun mal
Spekulation.Investoren sind auch nur Spekulanten,die wetten auch bloß...
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 07.03.2014, 17:33

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Goldistan
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@ Stefonator:

Gold in US-$ ist auch runter wie ein Wasserfall, nur mal keine 30 $, sondern weniger. Entweder wollten sie kreativ sein (machen wir mal die Hälfte) oder StopLogic-Trigger vermeiden.

Wundert mich jedenfalls, dass es kein StopLogic-Event gab. Wurde beim letzten Mal im Oktober bereits bei einer Bewegung von 10 $ pro Unze ausgelöst.

Tja, schon komisch diese neuartigen Software-Systeme... versagen immer. So ein Zufall. smilie_11
Zuletzt geändert von Goldistan am 07.03.2014, 22:15, insgesamt 2-mal geändert.

Beitrag 07.03.2014, 21:22

veritas
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Titan hat geschrieben:
veritas hat geschrieben: Hat schon mal einer diese Intensität in wenigen Minuten erlebt...
Ja,sowas geht in ECHTZEIT beim Vorhandensein einer Plattform
für den Eigenhandel.
Da sind die Kursschwankungen im SEKUNDEN-Takt zu erleben :mrgreen:
Das ist mir schon klar, aber entscheidend ist der zweite Teil, welcher nicht im Zitat übernommen wurde.

Der lautete "...wenn die Wirtschaftsdaten schlechter ausfallen als erwartet"

Und darum geht es mir. Wohl klettert der Preis dann, aber das über einen längeren Zeitraum als ein paar Minuten. Für mich ist es schwer erklärlich, dass Wirtschaftsdaten soweit dazu beitragen sollten, dass der Goldpreis quasi in Minuten absackt, aber den Rest des Tages sich kaum oder nur minimal verändert. Warum macht man nicht den Handel für eine halbe Stunde auf, und verabschiedet sich dann ins Wochenende? Heute war ja kein Einzelfall, denn diese steil fallenden Kursverläufe in kürzester Zeit intraday sind Wiederholungen. Und dieses immer mit ein paar tausend Arbeitsplätzen mehr oder weniger, oder ab jetzt ist Ukraine kein akutes Thema mehr, zu erklären ... ich weiß nicht so recht.

Beitrag 07.03.2014, 21:53

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MaciejP
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veritas hat geschrieben:Für mich ist es schwer erklärlich, dass Wirtschaftsdaten soweit dazu beitragen sollten, dass der Goldpreis quasi in Minuten absackt, aber den Rest des Tages sich kaum oder nur minimal verändert. Warum macht man nicht den Handel für eine halbe Stunde auf, und verabschiedet sich dann ins Wochenende?
Ich verstehe die Frage nicht so recht. Es wird doch nicht nur gehandelt, wenn irgendwelche Arbeitsmarktdaten veröffentlich werden. Wenn man mal von der Theorie des effizienten Markts ausgeht, dann sollte sich der Preis (schlagartig) immer genau dann ändern, wenn neue Informationen auf den Markt treffen.

Die großen Player können diese Informationen binnen Sekunden verarbeiten und entsprechend handeln, daher die großen Ausschläge in geringen Zeitintervallen. Die weniger solventen Marktteilnehmer ziehen dann im Laufe des Tages nach, manche erst am nächsten Tag. Zusätzlich nutzen Trader die Bewegungen um daran kurzfristig zu verdienen und verstärken die Ausschläge so bzw. wirken dagegen.

Ob diese Arbeitsmarktdaten nun wirklich fundamental den Preis beeinflussen oder nur als Vorwand für ein Herunterknüppeln des Preises genutzt werden steht indes auf einem anderen Blatt. smilie_07

Beitrag 07.03.2014, 22:11

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Goldistan
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smilie_10 Ja, genau. *Ironie off*

Das wird jetzt müßig, den statistischen Nachweis zu erbringen, dass der Goldpreis bei den letzten Zeitpunkten, zu denen Wirtschaftsdaten U.S.A. besser, als vom Markt antizipiert, ausfielen eben auch nicht solche Absacker in der Größenordnung hingelegt hat.

Das war heute Timing und das war Intervention. Und es war erneut nur möglich, weil kein Trading aus Matching-Prozess zwischen Limitorders stattfand, sondern die Verkäufe Marketorders (unlimitiert) waren. Anders kann sich der Kurs gar nicht so entwickeln.

Die Kursstellung kann völlig unmöglich in der einen Sekunde zwischen zwei passenden limitierten Kursstellungen stattfinden und kurz darauf zwischen zwei limitierten Kursstellungen 15 Dollar darunter. Das würde ja heißen, dass ein Marktteilnehmer wirklich völlig beknackt wäre und der Zufall die dermaßen tiefere Kursstellung wie beim Skontroführer für eine Aktie ermöglicht.

Die Kursstellung geht nur, wenn eine der Seiten Market (unlimitiert) anbietet oder haben will. Dass der Käufer einen Moment später limitiert 15 Dollar unter dem vorhergehenden Kurs anbietet, geht - würde aber nicht ausgeführt, wenn die Gegenposition zu z.B. bereits bei nur 3 Dollar darunter bereit ist, auszuführen und das ganze Volumen der Order catcht.

Folglich geht selbst die unlimitierte Marketorder als gecatchter Kurs im Marktverlauf unter - es sei denn, das Volumen der unlimitierten Marketorder ist groß genug, dass die Gegenseite der Trades den Kursverfall nicht auffängt. Das dann noch in so einem Mini-Zeitfenster grenzt die Anzahl der Player, die das überhaupt können (Stichwort Margin, mit der die schiere Größe dieses Trades besichert werden muss) stark ein.

Ich rate immer noch zum warten; Die Bullionbank hat eine unglaubliche Sicherungsposition. Damit könnte man die Position einer Großbank sogar drehen (doppelte Margingröße). Parallel werden Pressemitteilungen und Beteiligungsgrößen lanciert, die genau das Gegenteil sagen.

Lieber warten, statt "der Straßenbahn hinterherrennen".

Beitrag 07.03.2014, 22:26

slts
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Ähm Leute, schaut Euch mal den Wechselkurs Eur-Dollar an.
Damit lässt sich die "Gleichzeitigkeit" wohl gut erklären.

:roll:

Beitrag 07.03.2014, 23:43

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MaciejP
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slts hat geschrieben:Ähm Leute, schaut Euch mal den Wechselkurs Eur-Dollar an.
Damit lässt sich die "Gleichzeitigkeit" wohl gut erklären.
Sehe ich genauso. Nicht nur im XAU/USD und EUR/USD, auch JPY/USD, GBP/USD, etc. das gleiche Bild - m.E. war das heute ganz klar eine Stärke im USD, warum auch immer.

Beitrag 07.03.2014, 23:56

donnyflame
Naja gute Arbeitsmarktdaten => wahrscheinlichkeit für Zinserhöhung in 2015 steigt => stärkerer Dollar

zumindest war das häufiger so wenn es um Arbeitsmarktdaten geht, theoretisch...

Grüße
DF

Beitrag 08.03.2014, 00:00

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MaciejP
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Ach so, ich hab das heute nicht verfolgt. Nach dem Zitat von veritas dachte ich, die wären schlechter ausgefallen als erwartet. :oops:

Beitrag 11.03.2014, 11:08

Siegtal
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Wisst ihr schon das neuste?
Goldmann Sachs geht von einer Prognose von 1000 Dollar je Feinunze aus!

KAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAUFEEEEEEEEEEEEEEEEN!!!!!!!
Alles wird gut!

Beitrag 12.03.2014, 10:50

frankdieter50
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Gebe Siegtal Recht,
das schreit gerade nach KAAAAAAAAAAAAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUFFFFFFFFFEEEEEEEEEEEENNNNNNNNNNN!!!!

Gehe mal mein Schweinchen schütteln smilie_06
Wissen ist Macht und Nichtwissen macht nichts, da wirst Du nur über den Tisch gezogen

Beitrag 12.03.2014, 11:48

donnyflame
Ich denke der Goldpreis wird sehr durch die Krimkrise getrieben. Solbald sich die Lage dort beruhigt, werden wir erste Korrekturen im Preis sehen. Wie lange das ganze Krim-Theater noch dauert weiß allerdings keiner :(

Grüße
DF

Beitrag 12.03.2014, 12:34

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Polkrich
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Das dürfte wohl auch eine Rolle spielen....ist es der Anfang vom Ende??

http://www.finanzen100.de/finanznachric ... 609_66466/
Immer kritisch bleiben....

Erfolgreich gehandelt mit diversen Mitgliedern
Bewertungen: http://www.gold.de/forum/polkrich-t8272.html

Beitrag 12.03.2014, 12:38

AL1B1
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grundsätzlich könnte man parallelen zur syrien-krise erkennen. allerdings kommt hier wohl noch die china und kupfer schwäche sowie alle damit verbundenen ängste zum tragen


edit: polkrich war schneller :D

Beitrag 12.03.2014, 12:53

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lifesgood
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... es gibt global betrachtet, immer Gründe, womit sich ein Anstieg und auch ein Sinken des Goldpreises erklären läßt.

Zudem weiss man auch nicht, welche dieser Faktoren in Kürze anstehen, daher halte ich es für reine Kaffeesatzleserei, die kurzfristige Entwicklung des Goldpreises vorhersagen zu wollen.

Es gab hier in diesem Thread Prognosen, die für Februar/März einen Durchschnittskurs von 1.150 $, vorhersagten. Wie wir nun wissen, kam es anders.

Für denjenigen, der nicht am schnellen Euro interessiert ist, spielt das allerdings auch keine Rolle, sofern man fundamental überzeugt ist.

Was diejenigen angeht, die hier "KKKKAAAAUUUUFFFFEEEENNN" rufen: Objektiv betrachtet ist Gold mit einem Verkaufspreis von rund 1.000 € pro Unze nicht billig. Wer noch nichts hat, kann sicherlich ein bisschen was kaufen, aber ein Schnäppchenpreis, bei dem man "all in" gehen sollte, ist es sicher nicht.

lifesgood

Beitrag 12.03.2014, 13:52

donnyflame
@lifesgood

Du hast natürlich recht.

Es ist meine persönliche Einschätzung der Lage. Die ausbleibende Korrektur hat meiner Ansicht nach etwas mit den oben genannten Ängsten zu tun, vorallem aber mit der Krim-Krise.

Woran machst du es fest das Gold bei 1000€/oz nicht billig ist ? Ich sehe das genauso, desswegen vermisse ich im Moment eine Korrektur. Das Ausmaß der Korrektur sollte dann mehr Informationen darüber geben, ob sich ein gesunder Anstieg abzeichnet oder der Rückfall in einen Abwärts-/Seitswärtstrend.


Grüße
DF

Beitrag 12.03.2014, 14:08

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Polkrich
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Woran machst Du Deine Aussage fest, dass Gold derzeit nicht billig ist? Möchte das nur verstehen, keine Kritik oä.

Mal mit dem gesunden Menschenverstand argumentiert, ist es doch, dass Angebot und Nachfrage in einem freien Markt den Preis bestimmen. Zum Angebot läßt sich sagen, dass die Goldminen ihre besten Zeiten aller Vorraussicht nach hinter sich haben. Höhere Mengen sind nur durch überproportional steigende Investitionen in den Minen zu haben, wenn überhaupt. Das wird kein Betreiber tun, wenn es sich nicht lohnt (man ihm das Gold für seine Kosten+Gewinn abkauft). Von daher sehe ich keine größeren Goldmengen auf dem Markt.

Es könnte aber auch ein Staat oder eine Bankengruppe massig Gold auf den Markt bringen und verkaufen. Nur wer sollte das auch langfristig tun? Die Chinesen und Inder sicher nicht. Die Amis? ME eher auch nicht, wären doch die Goldbestände ein guter Anfang nach einer Währungsreform.

Das Angebot sollte also auf dem jetzigen Level eher bleiben. Und die Nachfrage dürfte wohl eher steigen, da die Inflationsgefahren gerade in China und Indien sowie den BRIC Staaten deutlich nach oben gegangen ist. Auch die EU und US werden davon nicht verschont bleiben. Irgendwann muss das gedruckte Geld und die stark erhöhte Geldmenge ja mal ihren Tribut fordern.

ZUgegeben: alles Kaffeesatzleserei und sicherlich auch keiner Vorlesung in BWL würdig, aber wie heißt es so schön "jurst my 2 cents".
Immer kritisch bleiben....

Erfolgreich gehandelt mit diversen Mitgliedern
Bewertungen: http://www.gold.de/forum/polkrich-t8272.html

Beitrag 12.03.2014, 15:02

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lifesgood
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Polkrich hat geschrieben:Woran machst Du Deine Aussage fest, dass Gold derzeit nicht billig ist? Möchte das nur verstehen, keine Kritik oä.
An der Entwicklung der letzten Jahre.

Würdest Du den Preis eines Gutes, das man vor 10 Jahren noch für 1/3 des aktuellen Preises kaufen konnte, als billig bezeichnen?

Wie gesagt, wer Bestände aufbauen möchte und regelmäßig kauft (CostAverage), der kann auch jetzt kaufen. Aber, um z.B. andere Vermögenswerte in Gold umzuschichten wäre mir der Preis zu hoch.

Aber die Frage stellt sich für mich ohnehin nicht mehr. Mein Investment ist abgeschlossen.

Da ich das Kaffeesatzlesen nicht beherrsche wage ich keine Prognose, ob es nochmal deutlich runter geht oder nicht. Möglich ist Vieles, aber es muss nicht sein. Letzendlich ist jeder selbst für seine Entscheidung, wann er wieviel kauft, verantwortlich.

lifesgood

Beitrag 12.03.2014, 15:46

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lifesgood hat geschrieben:Wie gesagt, wer Bestände aufbauen möchte und regelmäßig kauft (CostAverage), der kann auch jetzt kaufen. Aber, um z.B. andere Vermögenswerte in Gold umzuschichten wäre mir der Preis zu hoch.
Es kommt auch darauf an, was die Alternativen sind ...

Beitrag 12.03.2014, 16:18

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lifesgood
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... das ist immer eine Einzelfallentscheidung, die sich an den spezifischen Verhältnissen des Einzelnen orientiert ;)

lifesgood

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