Goldpreisprognosen II

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 24.09.2016, 18:18

Montgomery
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Silber ist AUCH ein Industriemetall, korrekt. Ist das aber die Hauptsache?

Ich frage deshalb, weil der PoS seit Anfang diesen Jahres kräftig angezogen hat - mit dem PoG. Wenn der PoG weiter steigt, weil Gold eine Währung ist - wird sich der PoS irgendwann abkoppeln und auf niedrigem Level stagnieren, nur weil Silber AUCH ein Industiemetall ist? Finde ich nicht logisch smilie_08

Abgesehen davon ist mir klar geworden, dass sich weltweit mehr Menschen Silber leisten können als Gold, gerade auch in anderen Ländern und Kulturen wird Silber als Wertspeicher betrachtet, weil dort Inflation zur Gegenwart gehört(e). In diversen Fäden wird der Anlagenotstand diskutiert - könnte unter diesen Bedingungen Silber nicht seine Hauptfunktion als Wertspeicher wiedergewinnen? Wenn Gold bei 3000,-/oz steht, wird man dann Silber links liegen lassen: ist ja BLOSS ein Industriemetall... Finde ich nicht logisch smilie_08

Ich möchte mit EM nicht spekulieren, bin mir bei Silber aber gar nicht mehr so sicher, ob es wirklich eine hochspekulative Anlage ist (Volatilität ist etwas anderes). Abgesehen davon gab's in irgendeinem Faden mal einen Link zu einer Untersuchung der Perth Mint, welche Verteilung von Gold und Silber sich in der Vergangenheit am besten bewährt hat. Antwort: 50:50, nach ratio kaufen und jeweils umschichten.

Ich werfe das mal in die Runde, weil ich sowenig weiß wie alle, welches Zukunftsszenario uns bevorsteht, aber mich auch dafür vorbereiten möchte, dass es zu keinem Crash kommt smilie_16

@gullaldr: Vielen Dank für Deine instruktiven Beiträge hier im Faden, ich habe einiges dazugelernt.

Beitrag 24.09.2016, 18:50

Thomasio
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Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll um einen Faden rein zu bekommen.
Ich versuchs mal, ich hoffe es wird nicht zu konfus.

Erstmal, du kannst das was auf uns zu kommt mit NICHTS vergleichen was es jemals in der Geschichte gegeben hat, denn was da kommt ist die Vernichtung von 90% allen Geldes in einem globalen Bankencrash.
Es gab schon öfter mal eine Verknappung von Gütern bei gleichzeitiger Ausweitung der Geldmenge, was dann zu Hyperinflation führt, aber den umgekehrten Fall von 90%iger Verknappung der Geldmenge bei weiter wachsender Produktivität gab es noch nicht.

Ich bin sogar der Meinung, dass dabei AUCH Gold im Preis fallen wird, einfach weil die Fördermenge unverändert bleibt, die Nachfrage aber um 90% fallen muss, wenn 90% allen Geldes weg ist.
Aber in dem Punkt bin ich mir nicht sicher, darum habe ich schon mehrfach aufgeschrieben, dass ich Gold und Bargeld 50/50 horte.

Wenn du die Preisentwicklung von Gold und Silber OHNE Crash betrachtest, wirst du im dauernden Auf und Ab der Kurse öfter mal Phasen finden, wo Silber profitabler wäre, aber alleine durch die MwSt. auf Silber brauchst du schon RICHTIG grosse Unterschiede in den Kursen, bevor du aus Silber mehr Gewinn raus bekommst.
Wenn du die Bemühungen von kleinen Privatleuten wie uns siehst, die versuchen ohne, bzw. vor dem Crash ihr Kleingeld in Sicherheit zu bringen, wirst du sicher viele kleine Leute finden, die lieber Silber kaufen, weil ihnen Gold zu teuer ist, aber das ist im wahrsten Sinne des Wortes nur Kleingeld im Vergleich zu dem, was die Grossen machen, das fällt in der Preisentwicklung überhaupt nicht auf.

Wenn du überlegst was im oder nach dem Crash passieren könnte, dann ist es egal ob der Goldpreis steigt oder fällt, Silber wird in jedem Fall entweder weniger steigen oder mehr fallen als Gold, weil zusätzlich zu dem was die Anleger machen obendrauf die Industrienachfrage nach Silber ganz oder teilweise weg fällt.

Natürlich wird Silber nicht links liegen gelassen werden, es wird nur im Verhältnis zu Gold weniger Beachtung finden.

Wenn du davon ausgehst, dass es überhaupt keinen Crash geben wird und das Aufpumpen der Märkte inkl. der Edelmetallpreise noch lange weiter gehen wird, könntest du mit Silber möglicherweise ein wenig mehr Gewinn machen als mit Gold, aber ich halte den maximal möglichen zusätzlichen Gewinn für so klein, dass im Verhältnis zum Risiko, dass der Crash doch kommt, das Risiko viel zu gross ist.

Effektiv ist die Frage ja nicht, ob eins von beidem sich im Wert ver10facht und das Andere allen Wert verliert, die Frage ist, was von beidem in einigen Jahren besser da stehen, sprich mehr Kaufkraft haben wird und da glaube ich halt, dass der Unterschied ohne Crash nur minimal sein wird, mit Crash aber Gold weit vorne sein wird.

Beitrag 24.09.2016, 19:12

fragnet
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Montgomery hat geschrieben: Ich möchte mit EM nicht spekulieren, bin mir bei Silber aber gar nicht mehr so sicher, ob es wirklich eine hochspekulative Anlage ist (Volatilität ist etwas anderes).
Zum Thema Silber als Spekulationsobjekt :-)
http://www.goldseiten.de/artikel/301876 ... utler.html
Zuletzt geändert von fragnet am 24.09.2016, 20:17, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 24.09.2016, 20:06

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Titan
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fragnet hat geschrieben:
Montgomery hat geschrieben: Ich möchte mit EM nicht spekulieren, bin mir bei Silber aber gar nicht mehr so sicher, ob es wirklich eine hochspekulative Anlage ist (Volatilität ist etwas anderes).
Zum Thema Silber als Spekulationsobjekt :-)...
Der Faden heißt:
GOLD-PREIS-Prognosen II...
gibt es zu Silber einen extra Faden?
smilie_18
T.
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und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
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Beitrag 25.09.2016, 01:05

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MaciejP
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Thomasio hat geschrieben:Schon wieder dieselbe Frage, aber wenn ich sie dann beantworte kommt wieder von irgendwem, er will nichts von Krieg hören.
Tut mir leid, wenn du dich wiederholen musst, aber die Diskussionen, an denen du beteiligt bist, sind so lang, die kann ich unmöglich alle komplett lesen.
Nach dem Krieg hat der Staat versucht diese Schulden ohne Wiederaufnahme der Produktion von Gütern mit der Notenpresse zu bezahlen, sprich der Staat hat den Normalverbrauchern mehr Geld gegeben als die Produktion von Konsumgütern produzieren konnte, während gleichzeitig nahezu alle Menschen im Lande einen riesigen Bedarf an Konsumgütern hatten, einfach weil sie durch den Krieg so viel verloren hatten.
Bis hierhin kann ich das alles nachvollziehen, zu dem Zeitpunkt war die Inflation ja auch noch nicht "hyper". Aber warum ging es dann 1923 plötzlich so extrem nach oben? Die neu gedruckten Gelder müssten doch überwiegend ins Ausland gegangen sein bzw. bei der inländischen Bevölkerung nicht in größerem Umfang gelandet sein als vorher auch schon. Das hätte den Wechselkurs zu Mark zwar in die Höhe getrieben, was für inländischen Preise aber nur Auswirkungen auf die Importpreise gehabet haben dürfte. Lag es daran? Weil zuviele Güter importiert werden mussten und das die Preise getrieben hat?
Thomasio hat geschrieben:Erstmal, du kannst das was auf uns zu kommt mit NICHTS vergleichen was es jemals in der Geschichte gegeben hat, denn was da kommt ist die Vernichtung von 90% allen Geldes in einem globalen Bankencrash.
Wie siehst du übrigens sichere Staatsanleihen (also bspw. deutsche) in diesem Szenario abschneiden?
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 25.09.2016, 01:35

Thomasio
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MaciejP hat geschrieben:Aber warum ging es dann 1923 plötzlich so extrem nach oben? Die neu gedruckten Gelder müssten doch überwiegend ins Ausland gegangen sein bzw. bei der inländischen Bevölkerung nicht in größerem Umfang gelandet sein als vorher auch schon.
Wenn dir schon meine Beiträge insgesamt zu lang sind, dann solltest du wenigstens den Teil lesen auf den du direkt antwortest, die Antwort steht nämlich nur wenige Zeilen drunter.
Thomasio hat geschrieben:... es wurden bei ohnehin schon riesiger Nachfrage und chronischem Mangel an Angebot noch mehr Konsumgüter aus dem Markt abgezogen.
Deutsche Reparationsleistungen mussten in Goldmark, Devisen und Sachgütern geleistet werden und waren daher nicht von der Inflation betroffen.
MaciejP hat geschrieben:
Thomasio hat geschrieben:Erstmal, du kannst das was auf uns zu kommt mit NICHTS vergleichen was es jemals in der Geschichte gegeben hat, denn was da kommt ist die Vernichtung von 90% allen Geldes in einem globalen Bankencrash.
Wie siehst du übrigens sichere Staatsanleihen (also bspw. deutsche) in diesem Szenario abschneiden?
Staatsanleihen kann man nicht in Form von Münzen und Scheinen unter der Matratze haben, darum werden die so lange wertlos sein, bis der Staat es schafft entweder ein neues Bankensystem aufzubauen oder die 6fache Menge des heute existierenden Bargelds zu drucken und das per Post zu verschicken.
Ich würde sogar vermuten (aber dafür habe ich noch nicht mal eine logische Begründung, sondern nur ein Gefühl), der Staat, bzw. ALLE Staaten der Welt werden versuchen sich in diesem Punkt aus der Affäre zu ziehen und in der allgemeinen Geldvernichtung auch ihre eigenen Schulden vernichten, sprich nicht bezahlen.
Wie genau die Staaten das anstellen könnten darfst du mich nicht fragen, wie gesagt, ich kann es nicht mal logisch begründen, vielleicht machen sie einfach genau dasselbe wie die Banken und melden schlicht Insolvenz (oder heisst Staatspleite in dem Fall nicht Insolvenz? Ich nehme an du weisst was ich meine) an, aber die paar Billionen extra, die auf die Trillionen von vernichtetem Giralgeld weltweit obendrauf kommen, fallen kaum auf.
Der Crash wird sowieso schlimmer als alles was wir uns vorstellen können (abgesehen von Atomkrieg vielleicht), wen soll es da interessieren, wenn der Crash noch 10% grösser wird.
Selbst die Inhaber von Staatsanleihen werden andere Probleme haben als den Staat auf Auszahlung der Papiere verklagen, wenn ihre Kreditkarten alle nicht mehr funktionieren und sie nicht mal mehr 1€ aus dem Bankautomaten ziehen können um morgens Brötchen zu kaufen.

Eins halte ich nämlich für GANZ sicher.
Die Reichen, die uns Normalverbraucher heute nicht mal mit dem A**** anschauen, werden im nächsten Crash die Dummen sein, weil die nämlich fast alle fast kein Bargeld mehr kennen, die nutzen fast nur Kreditkarten.
Die Normalverbraucher haben alle wenigstens ein paar 100€ im Geldbeutel, selbst HartzIV-Empfänger haben (wenns nicht gerade 3 Tage vor Zahltag ist) immer ein bisschen Bargeld in der Tasche, ergo werden in den ersten Tagen direkt nach dem Crash der Mittelstand und die Armen die sein, die noch Brötchen kaufen werden, während die Reichen mit ihren Rolex und Brillianten auf dem Bahnhofsplatz stehen werden und betteln, dass ihnen irgendwer wenigstens ein bisschen Geld für ihre Wertsachen gibt.

Beitrag 25.09.2016, 04:11

Montgomery
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@Thomasio:
Erstmal, du kannst das was auf uns zu kommt mit NICHTS vergleichen was es jemals in der Geschichte gegeben hat, denn was da kommt ist die Vernichtung von 90% allen Geldes in einem globalen Bankencrash.
So habe ich das noch gar nicht gesehen: wenn Kaufkraft von FIAT sich durch das Verhältnis zur Gütermenge bestimmt, dann würde sich die Kaufkraft von Bargeld bei Vernichtung von 90% des FIAT exorbitant vervielfachen.

Gesetzt diesen Fall - dann kann sich das doch nur um wenige Tage handeln, in denen Cash Trumpf ist. Dem inneren gesellschaftlichen Frieden wäre der Ausfall elektronischer Zahlungsmittel für eine längere Dauer sicher nicht förderlich, das können auch die Eliten zwecks Machterhalt nicht wollen, oder?

D.h. Du hättest nur wenige Tage (?) Zeit, Dein Bargeld in einen Sachwert umzuwandeln. Was käme in Frage, was wird verfügbar sein? Glaubst Du, dass Du in dieser Zwischenphase Gold günstig akkumulieren kannst, dass physisches Gold zu Spot(t)preisen erhältlich sein wird? Denn für das berühmt-berüchtigte Brötchen in der Übergangszeit brauchst Du sicher nicht 50% Deiner Reserven in bar vorzuhalten smilie_07
Bis hierhin kann ich das alles nachvollziehen, zu dem Zeitpunkt war die Inflation ja auch noch nicht "hyper". Aber warum ging es dann 1923 plötzlich so extrem nach oben?
Darf ich Deine Antwort darauf so verstehen, dass die Hyperinflation so zustande kam, dass sich die umlaufende Bargeldmenge exorbitant erhöhte, während sich zugleich die verfügbare Gütermenge sogar verkleinerte? Wenn ja - was war 1923 anders als 1922 oder früher? Warum 1923? Lag es am zerrütteten Vertrauen der Bevölkerung in eine seit dem Ende des Krieges schon längst zerrüttete Währung? Kippte 1923 das Vertrauen in die Kaufkraft? War es also ein massenpsychologischer Anlass? smilie_08
http://www.gold.de/forum/montgomery-t9471.html

Beitrag 25.09.2016, 05:22

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MaciejP
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Thomasio hat geschrieben:Wenn dir schon meine Beiträge insgesamt zu lang sind, dann solltest du wenigstens den Teil lesen auf den du direkt antwortest, die Antwort steht nämlich nur wenige Zeilen drunter.
Deutsche Reparationsleistungen mussten in Goldmark, Devisen und Sachgütern geleistet werden und waren daher nicht von der Inflation betroffen.
Gold und Devisen können dann aber kein Grund für die Inflation gewesen sein, da die, sofern nicht direkt vorhanden, über gedrucktes Geld im Ausland beschafft wurden mussten und damit nur den Wechselkurs in die Höhe getrieben haben. Ich gehe mal davon aus, die deutsche Bevölkerung war zu dem Zeitpunkt weniger an Gold und Devisen interessiert, als vielmehr an den Dingen des täglichen Bedarfs. Was mit Sachgütern im Detail gemeint ist, konnte ich bisher nicht herausfinden. Anscheinend fielen zumindest Teile der Kriegsflotte drunter, an der die Bevölkerung wohl auch nicht interessiert war (Kohle evtl. noch?). Von daher ist mir der konkrete Auslöser für das Abgleiten der Inflation immer noch unklar.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 25.09.2016, 07:53

Mehrgoldfüralle
@ Thomasio

Denkst du, reichsein besteht darin, goldbehängt mit dem Masserati durch die Gegend zu brettern, Weiber aufzureissen und die mit Brillis zu überhäufen? Ich vermute eher, daß wer wirklich Geld hat, auch entsprechend Bargeld und Gold gebunkert hat, von sonstigen Sachwerten wie Immobilien und Industriebeteiligungen mal abgesehen. Die Anzahl derer, die ihre goldene Rolex wo auch immer feilbieten, wird sich in sehr engen Grenzen halten.

Die jüngsten Trends bei den Vermögenden gehen zu U-Boot statt Hubschrauber auf der Yacht und sicheren Plätzen in Hochsicherheitsbunkern, selbst ehemalige Raketenbunker in den USA baut jetzt einer zu komfortablen Suiten um mit Nahrung für Jahre und allem was der reiche Mensch so braucht. Da gibt es nichts zu erben.

Beitrag 25.09.2016, 10:25

999erKryptonit
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smilie_23
Zuletzt geändert von 999erKryptonit am 02.10.2016, 04:40, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 25.09.2016, 14:03

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gullaldr
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Thomasio hat geschrieben:Die Reichen, die uns Normalverbraucher heute nicht mal mit dem A**** anschauen, werden im nächsten Crash die Dummen sein, weil die nämlich fast alle fast kein Bargeld mehr kennen, die nutzen fast nur Kreditkarten (...) während die Reichen mit ihren Rolex und Brillianten auf dem Bahnhofsplatz stehen werden und betteln, dass ihnen irgendwer wenigstens ein bisschen Geld für ihre Wertsachen gibt.
Die Vorstellung, dass richtig Reiche irgendwann ihre Brillianten-Rolex für ein Brötchen an Bahnhofsjunkies verkaufen werden, ist natürlich völlig albern bzw. eine Art Wunschdenken. Diese Leute sind finanzpolitisch versiert und dem Normalbürger stets um Längen voraus. Es kann davon ausgegangen werden, dass sie über entsprechende Sicherheiten, z.B. Bargeldbestände im Tresor, verfügen.
MaciejP hat geschrieben:Bis hierhin kann ich das alles nachvollziehen, zu dem Zeitpunkt war die Inflation ja auch noch nicht "hyper". Aber warum ging es dann 1923 plötzlich so extrem nach oben? Die neu gedruckten Gelder müssten doch überwiegend ins Ausland gegangen sein bzw. bei der inländischen Bevölkerung nicht in größerem Umfang gelandet sein als vorher auch schon.
Hierzu muss man die Besonderheiten der Geschichte kennen. Die Inflation ist wohl durch die Staatsschulden gegenüber den Bürgern in Gang gesetzt worden. Zur Hyper-Inflation wurde sie durch die Reparationsforderungen der Alliierten nach dem 1. Weltkrieg. Die deutsche Regierung war nicht ausreichend in der Lage, die horrenden Forderungen zu erfüllen. Folglich kam es 1923 zur Ruhrbesetzung durch französische und belgische Truppen. Der liberal-konservative Reichskanzler Wilhelm Cuno reagierte darauf aus Protest mit dem so genannten "Ruhrkampf", das heißt einem Massenstreik der Arbeitnehmer in dem Gebiet. Dieser Streik musste finanziert werden, und das wurde er durch vermehrtes Gelddrucken. Da dies zu der massiven Geldentwertung, zum Bankrott der Gewerkschaften und einem verstärkten Zulauf der Wähler zur KPD führte, beendete der neue Reichskanzler Gustav Stresemann den "Ruhrkampf" und einigte sich mit den Alliierten auf neue Modalitäten der Reparationszahlung, deren Details ich jetzt hier nicht ausführen möchte, um das Posting nicht allzu sehr in die Länge zu treiben.

Beitrag 25.09.2016, 14:32

Thomasio
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Hui, viele Fragen, ich versuch mal wie viel davon ich beantworten kann.
Aber ich sags nochmal dazu, dies ist nur meine persönliche Theorie und es gibt keine Garantie darauf, dass das alles so passieren wird.
Z.B. wenn der FN nächstes Jahr in Frankreich die Wahlen verlieren sollte und dann auch 2018 in Italien eine Koalition aus Konservativen und der Mitte die Ultra-Rechten an der Machtübernahme hindern kann, kann das bestehende System auch locker noch 5-10 Jahre weiter existieren, weil dann die Enteignung des Mittelstands mit der Macht der gewählten Mehrheit fortgesetzt werden kann.

Aber mal im Einzelnen:
Montgomery hat geschrieben:... , dann kann sich das doch nur um wenige Tage handeln, in denen Cash Trumpf ist.
Tage sicher nicht, es wird vermutlich Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis die Staaten, bzw. deren Regierungen es schaffen werden Ordnung ins Chaos zu bringen.
Insbesondere wird es die Druckerpressen bei den Notenbanken einige Zeit dauern ihre Produktion an Banknoten zu ver6fachen, was ja nach Vernichtung allen Giralgeldes nötig ist um auch nur dasselbe Preisniveau von heute, sprich dieselbe Relation zwischen vorhandenem Geld und angebotenen Gütern wieder herzustellen und bis die Post diese Unmengen an Scheinen im Lande verteilt hat dauert auch eine Weile.
Montgomery hat geschrieben:Glaubst Du, dass Du in dieser Zwischenphase Gold günstig akkumulieren kannst, dass physisches Gold zu Spot(t)preisen erhältlich sein wird?
Nein, ich glaube, dass der Markt mausetot sein wird.
Der Ausverkauf von Papiergold wird den Spotpreis von Gold in einen unvorstellbaren Abgrund reissen und weil es keinen separaten Preis für echtes Gold gibt, wird damit auch der Goldpreis total abstürzen.
Ich würde mich nicht wundern, wenn der Spotpreis für Gold unter 10€ pro Unze landen würde.
Besitzer von Papiergold werden froh sein, wenn sie überhaupt noch 10€ bekommen, es wird aber so gut wie niemanden geben, der bereit sein wird echtes Gold derartig billig zu verkaufen, also werden alle die echtes Gold besitzen es einfach behalten und die Krise aussitzen, denn wenn das Papiergold erstmal weg ist und die Staaten langsam aber sicher mit dem Geld drucken aufholen, werden sich die Dinge normalisieren und auch der Goldpreis wird wieder "normale" Werte erreichen.
Ausnahme werden "die Dummen" sein, also die, die 100% ihres Geldes entweder auf der Bank gelassen, oder in Gold angelegt haben, weil die zum Lebensunterhalt gezwungen sein werden ihr Gold auch für so winzige Preise zu verkaufen, aber das werden nur Wenige sein und die Chance, dass einer der Vielen die Bargeld gehortet haben zufällig auf dem Bahnhofsplatz einen der Wenigen trifft die Gold verkaufen wollen, wird nur sehr klein sein.
Da wird es sicher ein paar Glückliche geben, die da ein Schnäppchen machen, aber das wird nicht der Normalfall sein, eher wie ein Gewinn im Lotto.
Montgomery hat geschrieben:Darf ich Deine Antwort darauf so verstehen, dass die Hyperinflation so zustande kam, dass sich die umlaufende Bargeldmenge exorbitant erhöhte, während sich zugleich die verfügbare Gütermenge sogar verkleinerte? Wenn ja - was war 1923 anders als 1922 oder früher?
Ja, das darfst du so verstehen und anders war 1923 gar nichts.
Da kam einfach nur der Effekt einer Exponentialkurve zum Tragen, die nun mal nach einer Weile in eine Senkrechte übergeht.
Was im Krieg nur eine Halbierung war, wurde danach zu 1/4 .... 1/8 ..... 1/16 ..... usw., in immer kürzeren Abständen und 1923 war einfach der Punkt an dem die Senkrechte erreicht wurde.
Hätte es Reparationszahlungen nicht gegeben, sondern stattdessen einen Wiederaufbau der Produktion von Konsumgütern, wäre der Wertverfall stehen geblieben, sobald die Produktion in der Lage gewesen wäre die Menschen mit ihren Grundbedürfnissen zu versorgen.
MaciejP hat geschrieben:Ich gehe mal davon aus, die deutsche Bevölkerung war zu dem Zeitpunkt weniger an Gold und Devisen interessiert, als vielmehr an den Dingen des täglichen Bedarfs.
Richtig und genau die gab es nicht, nicht nur weil die Reparationen einen Teil der Güter abgezogen haben, sondern weil die Produktion nicht mal den Mindestbedarf der Bevölkerung erfüllen konnte, einfach weil nach dem Krieg alles kaputt war und der Staat keinerlei Anstalten gemacht hat die im Krieg umgestellte Produktion auf Waffen wieder zurück umzustellen auf Konsumgüter.
Vom Aufbau einer neuen Produktion gar nicht zu reden.

Hungernde Menschen sind bereit JEDEN Preis für ein Stück Brot zu bezahlen.
Stell dir vor, du sitzt in der Wüste und bist am Verdursten, du hast 1 Mio. € in Scheinen in der Tasche, aber keinen Tropfen Wasser.
Du bist am Ende deiner Kräfte und weisst, dass es zwar 50km weiter eine Oase gibt, wo Wasser nur 1€ pro Liter kostet, aber du weisst auch, du wirst es ohne Hilfe nicht dort hin schaffen.
Dann kommt einer auf einem Kamel vorbei und bietet dir für 999.000€ einen halben Liter Wasser und einen Ritt zur Oase an, aber er lässt nicht mit sich handeln, was machst du?
Du bist dir perfekt darüber im Klaren, dass der dich abzockt, aber hast du eine Wahl?
Das ist Hyperinflation durch Mangel an Angebot, wo die Menge verfügbaren Geldes im Prinzip überhaupt keine Rolle mehr spielt, weil in jedem Fall die, die so viele Güter besitzen, dass sie einen Teil verkaufen können ALLES verfügbare Geld dafür verlangen werden.
Mehrgoldfüralle hat geschrieben:Ich vermute eher, daß wer wirklich Geld hat, auch entsprechend Bargeld und Gold gebunkert hat, von sonstigen Sachwerten wie Immobilien und Industriebeteiligungen mal abgesehen. Die Anzahl derer, die ihre goldene Rolex wo auch immer feilbieten, wird sich in sehr engen Grenzen halten.
Fass dich mal an die eigene Nase.
Ich nehme an du bist alt genug, dass du die Zeiten VOR Einführung von EC-Karten und Kreditkarten als zahlender Konsument erlebt hast.
Wenn du damals in Urlaub gefahren bist, wie viel Bargeld hast du mitgenommen? (Im Verhältnis zur Kaufkraft natürlich.)
Wenn du heute in Urlaub fährst, wie viel Bargeld nimmst du mit?
Weniger?
Beantwortet das die Frage schon? Sonst setze ich noch einen oben drauf.
Wenn du mal Leute wie uns in Foren wie diesem ausklammerst, was glaubst du, wie viele (nicht informierte) Normalverbraucher und vie viele Reiche den unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch so ernst nehmen, dass sie heute Bargeld horten?
Wie viele Reiche werden einen Sinn darin sehen Bargeld im Haus zu lagern, während sie auf dem Aktienmarkt dicke Gewinne mit demselben Geld machen können?
Wenn du dann davon ausgehst, dass die ALLE heute ganz deutlich viel weniger Bargeld in der Tasche haben als früher mal, dann kannst du die Handvoll Informierter, die nicht nur die Notwendigkeit sehen, sondern auch in der Lage sind Bargeld zu horten einfach ignorieren, denn im Vergleich zu der Masse derer, die kaum ein paar Cent in der Tasche haben, sind "wir" verschwindend Wenige.
Frag mal in deinem Bekanntenkreis rum, wer wie viel Bargeld tatsächlich in der Tasche oder im Haus hat und rechne dir mal aus, wie viele Lebensmittel die davon kaufen können, wenn sich ALLE anderen Formen von Geld über Nacht in Luft auflösen, ich schätze du wirst überrascht sein, wie wenig das ist.

Wenns dann noch nicht reicht, überleg dir mal, wie viele von denen die tatsächlich heute Bargeld bunkern im Crash in der Lage sein werden grosse Mengen von diesem Bargeld für den Kauf von U-Booten und Yachten auszugeben.
Ein Reicher, der Hubschrauber und Yacht besitzt, hat davon nicht ein einziges Stück Brot auf dem Tisch und einer der genug Bargeld hat um Lebensmittel zu kaufen, der hat trotzdem nicht genug Bargeld um mehr als 10€ für eine Rolex zu bezahlen.
Da kann einer so viele Häuser besitzen wie er will, ohne Bargeld bekommt er für ein ganzes Haus noch nicht mal ein Brot von vorgestern.
Sicher wird es nicht Viele geben, die gezwungen sein werden ihre Wertsachen zu verkaufen (habe ich oben schon geschrieben), wer irgend kann wird seine Wertsachen festhalten und die Krise aussitzen.
Wer es schafft das auszusitzen wird hinterher genauso reich sein wie vorher, aber die Preise für die, die mitten im Crash verkaufen müssen, werden stark gegen NULL gehen.
gullaldr hat geschrieben:Es kann davon ausgegangen werden, dass sie über entsprechende Sicherheiten, z.B. Bargeldbestände im Tresor, verfügen.
Es kann davon ausgegangen werden, dass wenn
999erKryptonit hat geschrieben:... die Bargeldmenge zuletzt bei ca. 1.000 Milliarden, die Gesamtgeldmenge M 3 bei 11.174 Milliarden ...
lag, überhaupt nicht so viele Münzen und Scheine existieren, dass deine Theorie von den Reichen die Millionen in Scheinen im Tresor haben stimmen könnte.

Beitrag 25.09.2016, 15:47

999erKryptonit
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Thomasio hat geschrieben:Hui, viele Fragen, ...
Es kann davon ausgegangen werden, dass wenn
999erKryptonit hat geschrieben:... die Bargeldmenge zuletzt bei ca. 1.000 Milliarden, die Gesamtgeldmenge M 3 bei 11.174 Milliarden ...
lag, überhaupt nicht so viele Münzen und Scheine existieren, dass deine Theorie von den Reichen die Millionen in Scheinen im Tresor haben stimmen könnte.
Ich muss ergänzen, dass die von mir als "Bergeldmenge" bezeichnete Geldmenge M1 laut Defintion der Bundesbank "das außerhalb des Bankensektors zirkulierende Bargeld sowie täglich fällige Einlagen (Sichteinlagen) von Nichtbanken beinhaltet, da sie kurzfristig in das uneingeschränkt liquide Bargeld umgewandelt werden können. Die Geldmenge M1 bezeichnet also das Geld, über das jederzeit verfügt werden kann. "

Der Betrag der so definierten Geldmenge M 1 liegt mit 1.000 Milliarden Euro in etwa bei der Marktkapitalisierung von Apple (537 Mrd. Euro) und Alphabet (455 Mrd Euro) zusammen genommen. Das Vermögen der Reichen ist also keineswegs als Bargeld in Tresoren deponiert. Es ist aktuell zu sehr großen Teilen in Aktien und insbesondere auch in Finanzderivate investiert.

Die Marktkapitalisierung von Nokia lag übrigens 1999 deutlich über 300 Milliarden. Aktuell um die 29 Milliarden.Mit besten Grüßen, krypto

Beitrag 25.09.2016, 16:01

Thomasio
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Oh ja, das ist ein Punkt, den ich sogar weggelassen habe.
Wenn man vom existierenden Bargeld das Bargeld abzieht, was in den Banken liegt, also z.B. das Geld was jeden Abend von den Einzelhändlern und Supermärkten in die Nachttresore eingeworfen wird, das Geld was die Banken an den Schaltern vorhalten um die Auszahlungen der nächsten Tage bedienen zu können, das Geld was in den Automaten liegt, weil all dieses Geld nicht mehr verfügbar sein wird sobald die Banken geschlossen werden, dann kommt man auf eine Menge tatsächlich existierenden Bargeldes, was nur ein Bruchteil der offiziell existierenden 1000 Milliarden ist.

Oder anders gesagt, es werden zusätzlich zur Vernichtung von allem Giralgeld auch noch grosse Teile der Bargeldbestände unzugänglich, sprich das Verhältnis von tatsächlich zum Kauf von Gütern vorhandenem Geld zur Menge angebotener Güter wird noch deutlich viel schlechter ausfallen als "nur" 1:10.

Beitrag 25.09.2016, 16:15

999erKryptonit
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999erKryptonit hat geschrieben:
...Ich muss ergänzen, dass die von mir als "Bargeldmenge" bezeichnete Geldmenge M1 laut Defintion der Bundesbank "das außerhalb des Bankensektors zirkulierende Bargeld sowie täglich fällige Einlagen (Sichteinlagen) beinhaltet. Die Geldmenge M1 bezeichnet also das Geld, über das jederzeit verfügt werden könnte. "

Der Betrag der so von der BUNDESBANK https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/ ... 2bodyText3 definierten Geldmenge M 1 liegt mit 1.000 Milliarden Euro in etwa bei der Marktkapitalisierung von Apple (537 Mrd. Euro) und Alphabet / (455 Mrd Euro) zusammen.
Aus dem Blickwinkel einer Goldminengesellschat betrachete wurde - den Goldpreis der letzten Jahre zu Grunde gelegt - Gold für geschätzte +/- 120 Milliarden Dollar jährlich zu Tage gefördert.

Man könnte also die gesamte Goldfördermenge der letzten 8 bis 10 Jahre "investieren", und bekäme dafür gerade einmal sämtliche von Google / Alphabet + Apple ausgegebenen Aktien in ein "portfolio" bei der "Bank seines Vertrauens"?

Kann das wahr sein?

Wären ein Handy + Internetmonopol nicht deutlich mehr als die 10 jährige weltweite Goldminenförderung wert ?

Beitrag 25.09.2016, 21:10

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Sinjawski
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Jetzt sehe sich jeder einmal die letzten Postings hier an und dann gibt es nur zwei Alternativen:
Back to topic oder einen neuen Faden aufmachen.
Bevor jemand auch nur einen Protest postet, bitte Seite 1 ansehen, und nicht die Zeit all derer verschwenden, die denken: "Hoppla, da hat ein neuer ja vl. ganz spannende Argumente zur Goldpreisprognose", die findet man in dem ganzen Hin- und Her der letzten Tage naemlich kaum noch.
Half of what he said meant something else,
and the other half didn't mean anything at all.
(Rosencrantz And Guildenstern Are Dead)

Beitrag 25.09.2016, 21:20

999erKryptonit
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Guten Abend Sinjawski,

zunächst Danke für Deine deutliche, wenn auch nicht im Detail nachvollziehbare "Ansage" zu den hier geposteten Meinungen zum künftig zu erwartenden Goldpreis.

Deshalb meine einfache Nachfrage: Wie könnte der von Dir angedachte"neue" " Faden Titel" überhaupt lauten?..."?"... Ich für meinen Teil meine, dass die jüngst hier geposteten Meinungen sehr wohl zum Thema "Goldpreisprognose" allerbestens passen.
Zuletzt geändert von 999erKryptonit am 25.09.2016, 21:33, insgesamt 2-mal geändert.

Beitrag 25.09.2016, 21:31

Thomasio
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Komisch, ich dachte immer eine derartig gewagt präzise Prognose wie diese hier
Thomasio hat geschrieben:Nein, ich glaube, dass der Markt mausetot sein wird.
Der Ausverkauf von Papiergold wird den Spotpreis von Gold in einen unvorstellbaren Abgrund reissen und weil es keinen separaten Preis für echtes Gold gibt, wird damit auch der Goldpreis total abstürzen.
Ich würde mich nicht wundern, wenn der Spotpreis für Gold unter 10€ pro Unze landen würde.
Besitzer von Papiergold werden froh sein, wenn sie überhaupt noch 10€ bekommen, es wird aber so gut wie niemanden geben, der bereit sein wird echtes Gold derartig billig zu verkaufen, also werden alle die echtes Gold besitzen es einfach behalten und die Krise aussitzen, denn wenn das Papiergold erstmal weg ist und die Staaten langsam aber sicher mit dem Geld drucken aufholen, werden sich die Dinge normalisieren und auch der Goldpreis wird wieder "normale" Werte erreichen.
sei genau das, was in diesem Thema gefragt ist, insbesondere wenn sie auch noch derartig ausführlich und logisch begründet wird, dass selbst die, die bisher von Gold bei 10.000+ ausgegangen sind, sich die Augen reiben und Rückfragen stellen.

Ist nicht gerade die Diskussion darum, WARUM einer glaubt, was der Goldpreis in der Zukunft machen wird das, was die Leser wissen wollen, weil keiner stumpf glauben will was andere sagen, sondern alle gerne selber (mit-)denken würden?
Oder sollte deiner Meinung nach demnächst nur noch hier stehen: Gold wird in den nächsten x Monaten/Jahren um xx€ steigen/fallen PUNKT?

Beitrag 25.09.2016, 21:38

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Sinjawski
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Naja, seit mehreren Seiten sehe ich Thomasio eher an den Rubriken
"Wie rette ich meine Vermoegenswerte ueber einen italienischen bankencrash" bzw. "Verhaeltnis von Bargeld / Sachwerten / Fiat nach dem Crash" arbeiten. Antworten und Kommentare gab es zudem zu den Geldmengen M1 und M3, der Politik der Bundesbank, detaillierte Prognosen zu "Ivch loesche alle Konten, was kann ich dann mit 10% Cash anfangen" bis zu Helikoptergeld, Kriegsschuldfrage, Migrationsverschwoerungen.
Fuer all diese Themen gibt es genug andere Threads, oder man macht eben einen neuen auf (Vorschlaege habe ich ja gleich mitgeliefert).
Kommentare zum Thema: Wie das schon eine ganze Weile recht gut lief, steht auf 134 Seiten weiter oben, und weiteren zahllosen Seiten des Goldprognosen Threads, der vor Teil II hier gepflegt und dann leider geschlossen wurde. Lesen, vergleichen, verstehen - ist echt nicht schwer.
Mehr muss und werde ich hierzu auch nicht mehr antworten.
Half of what he said meant something else,
and the other half didn't mean anything at all.
(Rosencrantz And Guildenstern Are Dead)

Beitrag 25.09.2016, 22:03

999erKryptonit
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Sinjawski hat geschrieben:Naja, seit mehreren Seiten sehe ich Thomasio eher an den Rubriken
"Wie rette ich meine Vermoegenswerte ueber einen italienischen bankencrash" bzw. "Verhaeltnis von Bargeld / Sachwerten / Fiat nach dem Crash" arbeiten. Antworten und Kommentare gab es zudem zu den Geldmengen M1 und M3, der Politik der Bundesbank...
Ich habe die Geldmengepolitik „M1“ der Bundesbank mit 1.000 Milliarden Euro jährlich rein exemplarisch dafür als Beispiel herangezogen, dass man mit dieser Summe die Google und Apple Aktien komplett aufkaufen könnte. Falls man diesen Betrag (1.000 Milliarden Euro) in Gold aufwiegen möchte, könnte man diesen mit dem Gegenwert der in dem letzen Jahrzehnt weltweit geförderten Goldmenge ungefähr aufwiegen.

Dieser Vergleich war ein Wink mit dem sogen. "Zaunpfahl" für ....

Also weshalb plötzlich so agressiv, sinjawski...?

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