Goldpreisprognosen II

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 14.07.2017, 20:41

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lifesgood
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Prognosen sind immer schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen smilie_16

Jeder muss das machen, wovon er überzeugt ist.

lifesgood

Beitrag 14.07.2017, 20:54

heppus123
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@lifesgood
smilie_01

Logo, die großen Experten spekulieren auch nur, genau so wie wir! :roll:
ford ( Jeder Kunde kann seinen Wagen beliebig anstreichen lassen, die Farbe muss nur Schwarz sein.)

Beitrag 15.07.2017, 08:04

saho111
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lifesgood hat geschrieben:Prognosen sind immer schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen smilie_16

Jeder muss das machen, wovon er überzeugt ist.

lifesgood
So sehe ich das auch. Deshalb beide und da jetzt sehr günstig Platin dazu. Die Gewichtung soll jeder selbst wählen. Aber ganz ohne Silber wäre mir auch zu riskant.

Beitrag 16.07.2017, 10:32

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VfL Bochum 1848
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HSBC erwartet kontinuierlichen Goldpreis-Anstieg bis 2019

Die Analysten der britischen Investmentbank gehen davon aus, dass der Goldpreis sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickelt, trotz der Erwartungen an eine straffere Geldpolitik:

http://www.goldreporter.de/hsbc-erwarte ... old/66890/
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 16.07.2017, 12:23

heppus123
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Wenn die Prognose zutreffen sollte. ist es Inflationsbereinigt auch nicht der große Wurf! smilie_04
ford ( Jeder Kunde kann seinen Wagen beliebig anstreichen lassen, die Farbe muss nur Schwarz sein.)

Beitrag 16.07.2017, 12:40

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lifesgood
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... vor allem ändert sich für uns in Euroland bei einem leicht steigenden Goldkurs und gleichzeitig leicht sinkendem Dollar wenig bis gar nichts.

Aber solange die Unze Gold stabil über 1.000 € notiert, brauchen wir uns sowieso nicht beschweren.

lifesgood

Beitrag 17.07.2017, 06:45

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Ladon
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Übersehen wird mir hier generell bei der Prognose, dass (viele Ökonomen, insb. "Österreicher", haben das erkannt) der endgültige Verkaufspreis eben gerade nicht durch die Gestehungskosten definiert wird.
Jeder weiß, dass große Player sich auch schon mal einen defizitären Preiskampf liefern können - und kein Hersteller würde die Marge NICHT vergrößern, wenn möglich. Auch ohne dass die Herstellungskosten gestiegen wären!

Überdies - eben hat es jemand schon gesagt - gehört die Sache immer in Beziehung zur allgemeinen Preissteigerung gesetzt.
Wenn morgen die Inflation zu galoppieren beginnt, werden viele "Sparten" schmerzlich hinterher hinken (wir Deutsche wissen wovon wir reden ;-) )! und das sind meist eher die festgelegten Einkünfte wie Löhne und Gehälter. Lebensunterhalt wird schwierig - Luxusgüter nahezu unerreichbar.
Was nutzt mir eine Verdopplung des Goldpreises, wenn gleichzeitig das allgemeine Preisniveau sich vervierfacht hat?
Ich glaube nicht daran, dass Wissen uns retten kann. Das Beständige in der Geschichte sind Gier, Verblendung und eine Leidenschaft für das Blut (Cormac McCarthy)

Beitrag 17.07.2017, 07:30

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lifesgood
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Ladon hat geschrieben: Was nutzt mir eine Verdopplung des Goldpreises, wenn gleichzeitig das allgemeine Preisniveau sich vervierfacht hat?
... ich stehe deutlich besser da, als wenn ich FIAT gehalten hätte ... ;)

Letztendlich ist es immer nur eine Absicherung, nicht Alles zu verlieren. Wenn die Absicherung Früchte trägt, ist das ein netter Nebeneffekt, wenn nicht, dann eben nicht.

lifesgood

Beitrag 17.07.2017, 07:48

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lifesgood
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Interessanter Ansatz ...

Kennen Sie den 8-Jahreszyklus von Gold ? - Sie sollten ihn kennen!

https://www.godmode-trader.de/analyse/k ... en,5413280

Interessant auch der Chart von Mitte der 70er Jahre und jetzt ...

lifesgood
Zuletzt geändert von lifesgood am 17.07.2017, 07:51, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 17.07.2017, 07:49

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Ladon
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Nein, das stimmt nicht unbedingt! (Mist ... war Antwort auf den ersten Post)

Du stehst mit Fiat nämlich besser da, wenn Deine Einkünfte aus Verkauf, Handel, Dienstleistung bestehen. Diese Preise werden praktisch in Echtzeit angepasst. Wenn Du jetzt noch lebenswichtiges verkaufst (Kondome, Nikotin und was die Leute halt so wollen), dann fährst Du mit Fiat weitaus besser (sofern du es dann schnell wieder los wirst)!
Bist Du aber in Lohn und Brot irgendwo - dann wahrscheinlich mit einem Vertrag, der die Bezüge fest schreibt. Die Anpassungen gehen hier langsamer. DAS ist ja die Crux an der Sache. Wenn alles (auch Loöhne und Gehälter) gleichzeitig teurer würde - auch Arbeit - dann wäre ja kein Problem da. Es kmen nur dauernd "Nullen" dazu. Die kann man dann, wie früher in italien, gelegentlich streichen. Hast du also starre Einkünfte, bist du mit einem goldenen Schätzchen besser dran.


Einig sind wir uns natürlich dabei, dass all diese Preisfragen nur die "Sahne" (im schlimmsten Fall etwas verdorben, aber immer noch essbar) sind.
Auch mir geht es erst einmal ausschließlich darum, ÜBERHAUPT was zu haben, das einigermaßen wertbeständig ist und einen Währungscrash wahrscheinlich relativ unbeschadet überstehen würde.
Diese Rente ist wirklich sicher (hoffe ich :shock: )
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Beitrag 17.07.2017, 07:56

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lifesgood
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... hier muss man dann "produktives" Vermögen und Sparvermögen unterscheiden.

Meine Aussage bezog sich auf Sparvermögen.

lifesgood

Beitrag 17.07.2017, 07:58

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Ladon
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Ja, dann gilt das, was Du gesagt hast. Stimmt natürlich und insofern war mein Einwurf eher verwirrend.

(Umlaufvermögen? Ist das das richtige Wort?)
Ich glaube nicht daran, dass Wissen uns retten kann. Das Beständige in der Geschichte sind Gier, Verblendung und eine Leidenschaft für das Blut (Cormac McCarthy)

Beitrag 17.07.2017, 08:07

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lifesgood
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... jo, Umlaufvermögen trifft es besser smilie_01

Beitrag 17.07.2017, 15:49

MünzeWien
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... a so a bledsinn .. .di unzn soll endlich nur an 1000 er kosten und ned wieder auf die 1075€ rauf gehen....Maria und Josef
" wos kost de wöd

Beitrag 20.07.2017, 22:21

delaboetie
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.....und der Euro/Dollar steigt und steigt....

Nur ein kleiner Einschub, da wir vor ca 1 Monat mal darüber diskutierten ob der Euro nun "stark" oder "schwach" wäre. (Ich bin mir völlig bewusst, dass mit ein paar Bemerkungen des Herrn Draghi meine Argumentation von der dann sich entwickelnden Realität atomisiert wird!)

Aber ich finde immernoch, dass es momentan komplett egal ist, was die EZB oder europäische Regierungen verzapfen. Denn es ist sicher: die USA stellt sich tausendmal bescheuerter an! Die Regierung Trump realisiert keine Gesundheitspolitik, keine Steuerreform, keine Wirtschaftspolitik. Da ist NICHTS! Gar NICHTS! Und die Vorschläge zu diesen Themen sind so bekloppt, dass sie im Senat scheitern müssen auch wenn sich die republikanischen Abweichler echt warm anziehen müssen. Wie mir scheint sind zum Beispiel die tapferen Collins (Maine) und Murkowski (Alaska) nicht einzuschüchtern womit die Republikanische Mehrheit im Senat für idiotische Milliardärsbereicherung und den Ausschluss des Ottonormalverbrauchers von bezahlbarer medizinischer Versorgung passé ist.

Tja. So sad!

Und gleichzeitig ist der Herr Trump der Sargnagel der europäischen Rechtspopulisten. Was wiederum den Euro stärkt.

Und gleichzeitig läuft der Brexit gar nicht rund. Frau May ist im Eimer I presume. Das sieht nicht nach einer Erfolgsgeschichte aus. Was wiederum den Euro stärkt.

Und dann haben wir Tage an denen der Goldpreis sich tapfer in einem charttechnischen Widerstandsnest behauptet und trotzdem fällt der Goldpreis in Euro weil ebendieser Euro abgeht wie Sau.

Es ist nicht zu fassen. Zugegeben. Aber in dem Hässlichkeitkontest der Währungen ist der vielgeschmähte Euro momentan nicht das hässlichste Entlein!
Hell is empty-all the devils are here!
Shakespeare

Beitrag 21.07.2017, 07:52

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Siesta
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delaboetie hat geschrieben:.... die USA stellt sich tausendmal bescheuerter an! Die Regierung Trump realisiert keine Gesundheitspolitik, keine Steuerreform, keine Wirtschaftspolitik. Da ist NICHTS! Gar NICHTS! Und die Vorschläge zu diesen Themen sind so bekloppt, dass sie im Senat scheitern müssen auch wenn sich die republikanischen Abweichler echt warm anziehen müssen...
Und dann haben wir Tage an denen der Goldpreis sich tapfer in einem charttechnischen Widerstandsnest behauptet und trotzdem fällt der Goldpreis in Euro weil ebendieser Euro abgeht wie Sau.

Es ist nicht zu fassen. Zugegeben. Aber in dem Hässlichkeitkontest der Währungen ist der vielgeschmähte Euro momentan nicht das hässlichste Entlein!
Die Frage, die sich mir auftut: stellen sich die USA wirklich so bescheuert an oder steckt dahinter eventuell eine gewisse Strategie die eigene Währung $ abzuwerten? Die USA mit ihrem gigantischem Leistungsbilanzdefizit profitieren ungemein vom schwächer werdenden $. Im Inland produzierte Güter werden auf den Weltmärkten günstiger und somit vermehrt nachgefragt, während sich Importgueter automatisch verteuern und die Nachfrage zurückgeht. Ein schwacher $ hilft somit das Leistungsbilanzdefizit abzusenken und den amerikanischen Arbeitsmarkt anzukurbeln.

Paradoxerweise findet die USD-Abwertung/EUR-Aufwertung in einem Umfeld steigender Zinsen in den USA statt, während in der Euro-Zone nach wie vor eine 0%-Zinspolitik praktiziert wird. Wie wird dann wohl erst das Wechselkursverhaeltnis reagieren wenn Draghi und die EZB sich entschließen, die Zinsen anzuheben? Das lässt nichts gutes Erwarten...

Der Goldpreis in $ läuft seit Wochen um 1250 $/oz ( kaum Volatilitaet ), in Euro hat er allerdings erneut Federn lassen müssen, bedingt durch das weitere Erstarken des Euro.

Chancen eines wieder schwächer werdenden Euro würde ein Crash an den Aktienmärkten verursachen. In Krisenzeiten wird die Weltleitwährung gern vermehrt nachgefragt.
Persönlich gehe ich noch in diesen Jahr von einem größeren Einbruch am Aktienmarkt aus.
*One original thought is worth a thousand mindless quotings*DIOGENES

Beitrag 21.07.2017, 09:43

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lifesgood
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Letztendlich hat Europa aus denselben genausowenig Interesse an einer starken Währung, wie auch die USA.

Wenn man sich die 10 Jahres-Chart des Währungspaares so ansieht, dann ist der Euro ohnehin noch sehr schwach.

Im Jahr 2008 ging des Wechselkurs bis 1,60 €/$ im Jahr 2009 bis 1,50 €/$ und selbst im ersten Halbjahr 2014 hielt er sich stabil über 1,35 €/$.

So betrachtet ist der aktuelle Wechselkurs von 1,16 €/$ gerade mal 10% über dem Tief aber immer noch 20 - 25% unter den Hochs der letzten Jahre.

Ein abwertender $ könnte den Metallpreisen über die charttechnischen Widerstände helfen. Daher bin ich recht zuversichtlich, dass auch bei einem Erstarken des Euro die Edelmetallpreise in € relativ stabil (+/- 10%) bleiben werden.

Ich bin da relativ entspannt. Ändern kann ich die Kurse sowieso nicht, also akzeptiere ich sie, wie sie sind :roll:

Und offen gestanden sehe ich Gold bei 1.000 €/Oz durchaus noch fair bewertet, Silber bei 13 oder 14 €/Oz jedoch nicht.

Einen größeren Einbruch an den Aktienmärkten sehe ich auch, jedoch das Zeitfenster ist offen.

Man muss da auch sehen, dass sich der DAX von unter 4.000 Punkten Anfang 2009 mehr als verdreifacht hat. Da muss irgendwann wieder mal Luft abgelassen werden.

lifesgood

Beitrag 21.07.2017, 10:03

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lifesgood hat geschrieben:...
Ich bin da relativ entspannt. Ändern kann ich die Kurse sowieso nicht, also akzeptiere ich sie, wie sie sind :roll:
....
lifesgood
Ich auch. Vor allem sind das für Leute wie mich, die aktuell oder in absehbarer Zeit nicht die Absicht oder die Notwendigkeit haben, EM zu verkaufen, lediglich Buchverluste bzw. -gewinne.

Entscheidend für den Ertrag ist ja immer der Kurs, zu dem man dann irgendwann tatsächlich verkauft. Oder halt die Erben (für uns [s]Grabverweigerer[/s] nicht mehr so ganz jungen Leute jenseits der 45 smilie_16 ).
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 21.07.2017, 12:09

heppus123
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@livesgood
@Vfl smilie_01 smilie_01

Eine Eintracht heute!
Kann mich nur anschließen!
smilie_12
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Beitrag 25.07.2017, 12:59

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Edelmetalle bleiben rätselhaft

Gold ist wieder ein Kauf

Gold ist die Angstwährung par excellence. Obwohl sich Anleger derzeit kaum Sorgen machen, ist das Edelmetall gerade jetzt wieder ein Kauf:

http://www.teleboerse.de/private_finanz ... 52954.html
VfL Bochum? -Find ich gut!

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