Goldpreisprognosen II

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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TimmThaler
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Aktuell 1 DM Gold günstigster Preis 1639 €, Aufgeld 2,3%

Wenn das in dem Tempo so weitergeht sind wir zumindest bald auch für die Goldmark an der 2000-er-Grenze für anonyme Käufe. Die halbe Unze ist ja bereits seit vorgestern drübergerannt.
Ich würde die Goldmark möglichst halten, wenn auch der Abschlag im Verkauf nur 2,8% absolut und nur 0,46% vom POG beträgt. Verkaufen sollte man nur bei konkretem aktuellen Geldbedarf, nicht "weil die Kurse gerade so hoch sind". Market timing hat noch nie funktioniert an der Börse, warum sollte es ausgerechnet beim Gold anders sein?

Zum Threadtitel: Die alte Börsenweisheit "was die 85 sieht, sieht auch bald die einhundert" auf Gold übertragen: "was 4.850 Dollar sieht, sieht auch bald die 5.000".

5000 Dollar sind also das nahe Kursziel, dort könnte es dann auch mal etwas zurücklaufen. Langfristig gilt: nicht Gold ist so stark, die Papierwährungen sind so schwach. Gold erhält lediglich die Kaufkraft.
Manche sagen, die Regierung sei unfähig. Das stimmt nicht. Die sind zu allem fähig!
*
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Deichgraf
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Sapnovela hat geschrieben: 21.01.2026, 11:48
Also vielleicht ist "Deine" KI nicht so schlau wie sie denkt... Ich komme auf ca. 1600 Spot und genau das bekommt man aktuell im VK an Händler. Für A bekommst Du vielleicht 50 Euro Sammleraufschlag, aber ansonsten?
1600? Pro Coin? Also "meine" KI von Tante Google ( die Weisheit der Welt) spricht ja von 1300 pro Gramm! Das wird der intelligent kalkulierte POG am nächsten Montag 09:00 sein. Und die Dinger werden immer intelligenter. smilie_02

Als ich mir damals die einzige 1DM gekauft habe, hatte ich ein schlechtes Gewissen. 3,5% über Spot. So kaufe ich eigentlich nicht ein. Aber das Ding hat mich irgendwie angemacht. Dass die blöden Kronen mal 4000 (zu Lebzeiten) kosten würden, hätte ich auch nicht gedacht. Und die Silberlinge für 16E+ bis 18E+ kosten heut nen Hunderter each.
Irgendwie beruhigend, aber unberuhigend beruhigend.
Über das Silber habe ich gehört, dass der Bedarf in der Vergangenheit bereits durch Abverkäufe teilweise gedeckt wurde und man für frisches Silber heute tiefer buddeln muss. Die Förderkosten sollen demnach ebenfalls ein Grund für den Preisanstieg sein.
Ein bisschen hatte ich auch außerphysisch in Minenaktien gepackt. Die sind mittlerweile 5x so teuer geworden.
Das ist wie jeden Tag 3-4 Richtige im Lotto. :mrgreen:

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Sapnovela
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Deichgraf hat geschrieben: 21.01.2026, 19:42 Als ich mir damals die einzige 1DM gekauft habe, hatte ich ein schlechtes Gewissen. 3,5% über Spot. So kaufe ich eigentlich nicht ein.
Ich weiß genau was Du meinst. smilie_02 smilie_02

Ich frage mich gerade ernsthaft wie die junge Generation das alles wahrnimmt. Die Immobilienpreise sind vor einigen Jahren so stark gestiegen, dass man sich als junge Familie ein Haus nur noch unter recht besonderen Umständen leisten kann. Aktien (USA) sind teilweise extrem hoch bewertet und nun auch noch die Edelmetalle wohin man sich vor einigen Jahren noch flüchten konnte.

Das ganze Geld geht drauf um die inflationierten Preise für allen Mist bezahlen zu können und reale Anlagemöglichkeiten mit Sicherheit & Rendite sind.... nicht mehr verfügbar. Die steigen jetzt zum 4fachen ein wie wir.

Das ist doch wie zum Buffet zu kommen, nachdem alles schon leer gefuttert ist.

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Puschel
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Sapnovela hat geschrieben: 22.01.2026, 22:02 ...
Das ganze Geld geht drauf um die inflationierten Preise für allen Mist bezahlen zu können und reale Anlagemöglichkeiten mit Sicherheit & Rendite sind.... nicht mehr verfügbar. Die steigen jetzt zum 4fachen ein wie wir.

Das ist doch wie zum Buffet zu kommen, nachdem alles schon leer gefuttert ist.
Die Frage wird sein, ob sich der heutige Preis für eine Unze Gold ebenfalls in den kommenden gut 10 Jahren vervierfachen wird.
2015/16 gab´s die Unze noch für um die 1.000€. Heute über 4.000€.
Wer also heute frohen Mutes einsteigt hat möglicherweise die Erwartungshaltung, dass es 2036 einen Goldspot von gut 16.000€ gibt.
Quasi in der Hoffnung, dass sich Vergangenheit wiederholt. smilie_08

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gullaldr
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Und meinst Du, dass diese Entwicklung bis 2036 so fortsetzt? Oder wäre das nicht vielleicht einfach nur eine Folge des inflationären Geldverfalls?

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SteveG
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Unwahrscheinlich, dass es sich innerhalb von ein paar Jahren gleich nochmal vervierfacht.
Denkt an 2011/2012, als der Goldpreis ebenfalls eine Vervielfachung in kurzer Zeit hinter sich hatte.
Danach hatte man 10 Jahre lang Zeit, günstig zu akkumulieren, auch wenn die alten Preise von deutlich unter 1000€ nicht wiedergekommen sind.
Genauso werden wir zwar die Preise von 2015 wohl nicht wiedersehen, aber die Zeit zum Akkumulieren wird wieder kommen.

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Deichgraf
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Puschel hat geschrieben: 22.01.2026, 23:01
2015/16 gab´s die Unze noch für um die 1.000€. Heute über 4.000€.
Wies der Zufall so will, habe ich gerade die 4x 1oz, die ich zu jener Zeit gekauft hatte, neu berechnet. Einer "unserer" Händler hatte die Unze unter Spot zu 968 angeboten. Alles Markenware, aber man konnte sich den Hersteller nicht aussuchen.
Also 3.872 für die 4.
Niedrigster Preis in diesem Moment : 4.267. Mal 4 macht 17.068. Also 13.196 verdient mit 3.872 Einsatz. Und das mit physischem Blech! - Mit Wertpapier kann das ja mal vorkommen, aber mit Waren, die im Keller liegen (hinter den Dosen mit den Erbsen)???
Bleibt zu hoffen, dass die Gierigen in den oberen Etagen, nicht darauf kommen, dass auch ein solcher Vermögenszuwachs Einkommen ist, das von den 7 Einkunftsarten nicht wirklich berücksichtigt wird. Hätte man vlt. unter "sonstige" unterbringen können. Hat man aber bisher (noch) nicht getan. Unser Solzialsystem könnte diesbezüglich ebenfalls ein Upgrade gebrauchen. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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KOCOS
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Deichgraf hat geschrieben: 23.01.2026, 09:03 Bleibt zu hoffen, dass die Gierigen in den oberen Etagen, nicht darauf kommen, dass auch ein solcher Vermögenszuwachs Einkommen ist, das von den 7 Einkunftsarten nicht wirklich berücksichtigt wird. Hätte man vlt. unter "sonstige" unterbringen können. Hat man aber bisher (noch) nicht getan.
Solange Du die 4 Münzen hinter den Erbsen liegen hast, hast Du zwar Vermögen, aber kein Einkommen. Die Vermögenssteuer ist ja aktuell abgeschafft (auch wenn es immer wieder Ansätze gibt, diese wieder einzuführen). Und selbst wenn es die gäbe, läge das dann vermutlich unter einer Freigrenze. Außerdem ist der "Vermögenszuwachs" ja erst einmal virtuell, und kann sich durch einen Kurssturz morgen schon wieder in Luft auflösen...

In dem Moment, wo Du die Münzen mit Gewinn verkaufst, hast Du Spekulationsgewinne aka "Sonstige Einkünfte". Die sind bei Wirtschaftsgütern ab 1 Jahr Haltedauer steuerfrei (längere Fristen gibt's bei Immobilien), unter 1 Jahr gilt eine Freigrenze von 1000 Euro. Wobei bei OTC-Geschäften sicherlich die Frage ist, wie steuerehrlich die Verkäufer dann tatsächlich sind.

Wie Du also siehst, hat unser Staat sich durchaus schon darüber Gedanken gemacht. Und wer das deutsche Steuerrecht gut kennt, hat durchaus Optimierungsmöglichkeiten. Aber das wäre jetzt OffTopic.

Zum Goldpreis: JedenTag ein neues ATH wird ja auf Dauer auch schwierig...ich denke bei 5000$ wird es (erstmal) einen "psychologischen" Halt geben da dann viele bei dieser "Zielmarke" verkaufen werden. Inwieweit das nachhaltig den Goldpreis beeinflusst, wird man sehen. Momentan herrscht m.E. noch bei vielen so ein FoMo-Gefühl. Andrerseits wachsen vielleicht auch die "Risiken" für einen steigenden Goldpreis. Die "Grönlandkrise" scheint ja abgewendet, jetzt noch Waffenstillstand / Friedensprozess in der Ukraine und es geht vielleicht auch wieder recht schnell abwärts. Ich gehe für die nächsten Wochen von einer Seitwärtstendenz mit tendenziell leicht sinkenden Kursen aus. Aber meine Glaskugel ist leider defekt...
Oder so: https://www.intelligent-investieren.net ... 02022.html
Wenn ich einen Ignoranten ignoriere, bin ich dann ein Ignoranten-Ignorant?

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Deichgraf
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Deswegen schrub ich extra mit Fettschrift "Vermögenszuwachs", also Konsumpotential. Das kommt "ein" wie anderes (zusätzliches) Konsumpotential auch. Nach Abzug der Kosten für das zusätzliche Konsumpotential (Schliessfachgebühren), bleibt ein Sachwerteinkommen, das z.Zt. erst besteuert wird, wenn es innerhalb einer Frist in anderes Konsumpotential (Geld) umgetauscht wird, bzw. beim Tausch gegen eine andere Sache wie Geld verwendet wird. Ansonsten (noch) nicht. Zugeflossen ist es vorher.
Die Vermögensteuer wurde nicht abgeschafft. Sie wurde umgestaltet. Die Besteuerung der Bestandsgröße finden wir z.B. in der Grundsteuer und anderen interessanten Bereichen. Die Grunderwerbsteuer hingegen besteuert den Umsatz (Flussgrößenbeteuerung) auch einer gebrauchten Immo. - Kuriositäten sollten wir hauptsächlich in den Bereichen finden, in denen sich auch der einfache Arbeiter aufhalten kann. (So als Tipp am Rande)
Die Erbschaftsteuer ist auch keine Vermögensteuer, besteuert wird hier nicht die Bestandsgröße (Vermögen) , sondern wieder die Flussgröße, der Zuwachs an Konsumpotential, Tauschwert, wie immer man das nennen möchte.
Besteuert wird auch das Zahlen von Steuern, weil die Definitionshoheit meint, dadurch, dass der Staat mir mein Geld wegnimmt, sei ein volkswirtschaftlicher Mehrwert entstanden wie in der Produktion und dem Verkauf von Waldmeistereis. Also muss ich auf das Zahlen der Mineralölsteuer Märchensteuer zahlen. Kaskadierungen der Steuern sollten wir hauptsächlich in den Bereichen ... s.o..
Der Produktive zahlt die Rechnungen, die Steuern. Er muss sie erwirtschaften.

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Puschel
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gullaldr hat geschrieben: 22.01.2026, 23:12 Und meinst Du, dass diese Entwicklung bis 2036 so fortsetzt? Oder wäre das nicht vielleicht einfach nur eine Folge des inflationären Geldverfalls?
Das sich die Entwicklung einfach so fortsetzt, glaube ich nicht.
Aber eine Dekade ist eine lange Zeit, in der eine Menge passieren kann. Preistreibend innerhalb oder gegen Ende der angenommenen 10 Jahre könnte sein:
Größere neue Kriegsschauplätze, Wirtschaftskriege, Niedergang der Weltwirtschaft, so dass Aktien immer mehr an Wert verlieren und somit Flucht in EM´e in deutlich größerem Umfang wie bisher, natürlich auch Dein erwähnter Geldverfall, der Peak Gold*, wenn die Goldförderung immer kostspieliger wird bei erhöhter Nachfrage, andere Staaten (Brics+ z.B.) eine Art Goldstandard einführen oder Gold und Silber werden als Solches zum Zahlungsmittel, es wird immer mehr Gold "entzogen" indem es in die Tresore der Staatsbanken wandert, ...
... und möglicherweise noch andere, jetzt völlig unbekannte, eintretende Ereignisse. Dinge von denen wir heute noch gar nicht wissen, dass es sie gibt, bzw geben wird.

Dass sich die Brics-Staaten so entwickeln, hatte vor 10 Jahren auch keiner auf dem Schirm (bis 2024 war es ziemlich still, dann die Erweiterungen), dass es immer wieder Überraschungen gibt und geben wird in den Staatsführungen (z.B. D. Trump), deren Handeln oder auch Nichthandeln Einfluß hat auf den Goldpreis wusste man vor x Jahren auch nicht. Da könnte man sicherlich hunderte Dinge aufzählen, wo die Menschen keinen blassen Schimmer hatten, was auf sie zukommen wird. Schönes Beispiel ist da auch die Erfindung des Automobils und die Aussage, dass das die Pferde überflüssig machen werde. Was haben die Leute darüber gelacht und es als Blödsinn abgetan.

Theoretisch ist also in 10 Jahren vieles möglich. Ob es tatsächlich zu diesen Ereignissen kommt, wenn ja welche und in welcher Reihenfolge oder kommt alles zusammen, weiss natürlich niemand. Aber ausschliessen darf man nichts.
* KI: Peak Gold: Trotz des aktuellen Rekordhochs wird erwartet, dass die Förderung um das Jahr 2027 ihren absoluten Höhepunkt („Peak Gold“) erreichen wird. Danach könnte die Produktion aufgrund schwieriger werdender Erschließungen und sinkender Neuentdeckungen stagnieren oder langsam zurückgehen.

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Sapnovela
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Der Vertrauensverlust in den USD, der Welt-Leitwährung, ist imho der wesentliche Treiber.

- Einmal wegen der Maßnahmen gegen Russland, kommt selten vor, dass ein militärisch so mächtiges Land so hart die Konten gesperrt bekommt. Da überlegen sich dann auch und gerade die kleineren Länder ob es nicht besser wäre was anderes zu halten als USD, insbesondere in einer Zeit wo die USA auf sämtliche Regeln pfeifen und nur noch auf das Recht des Stärkeren setzen.

- Zum anderen weil offensichtlich ist, dass die USA ein Schuldenproblem haben. Wie auch immer das "gelöst" wird, es wird nicht dazu führen, dass US-Staatsanleihen attraktiver werden. Im Grunde gibt es nur die Wahl zwischen (hoher) Inflation, finanzieller Repression (z.B. Zwangsumtausch in 100 jährige Anleihen) oder vollständigem Zahlungsausfall (z.B. durch Währungsreform). Aktuell ist das Haushaltsdefizit bei 6% des BIP, nach dem Big-Beautiful-Bill soll es in den nächsten Jahren auf 9% pro Jahr steigen. Das wird nicht gutgehen.

Wenn es irgendwem (also nicht EU, eher China) gelingt eine neue Ankerwährung für die Weltwirtschaft zu installieren, dann könnte Gold wieder unter Druck geraten. Bis dahin sehe ich keinen Anlass für Rückgänge, daran ändert imho auch der KI Zeitalter nichts. Also kann man schon kaufen zur Absicherung, aber der Erwartung die Steigerungen der vergangenen Jahre nochmal zu erleben, sollte man sich nicht hingeben.

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Sapnovela
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Puschel hat geschrieben: 23.01.2026, 12:03
Dass sich die Brics-Staaten so entwickeln, hatte vor 10 Jahren auch keiner auf dem Schirm (bis 2024 war es ziemlich still, dann die Erweiterungen)
Das ist halt auch immer so eine These, die mich wundert. BRICS sind China und der Rest, was haben den Russland, Brasilien und Südafrika die letzten 10 Jahre auf die Beine bekommen? Nichts. Indien könnte was werden, ob man das aber auf das Niveau wie auf China heben kann ist völlig unklar, denn die Welt braucht den industriellen Output von China halt eben nur 1x und nicht noch ein weiteres mal aus Indien. "BRIS" sind lauter Trittbrettfahrer, die versuchen sich in Chinas Nähe zu sonnen. Von den Erweiterungsländern sind allenfalls die Türkei und Indonesien wirtschaftlich relevant, die Mehrzahl sind Entwicklungsländer. Keine Frage, China macht das clever und bindet diese Länder immer stärker an sich. Aber es bleibt eben bei China und die anderen. Dazu ist die Kooperationstiefe im Vergleich zu Asean, Mercusor oder gar der EU ein Witz.

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Puschel
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Sapnovela hat geschrieben: 23.01.2026, 12:59 Das ist halt auch immer so eine These, die mich wundert. BRICS sind China und der Rest, was haben den Russland, Brasilien und Südafrika die letzten 10 Jahre auf die Beine bekommen? Nichts.
...
Keine Frage, China macht das clever und bindet diese Länder immer stärker an sich. Aber es bleibt eben bei China und die anderen. Dazu ist die Kooperationstiefe im Vergleich zu Asean, Mercusor oder gar der EU ein Witz.
Im Grunde genommen stimme ich Dir in allen Punkten zu.
Ja, die BRICS bzw. BRICS+ bestehen aus der aufstrebenden Supermacht China und "den anderen". Noch.
Heute sind die BRICS+ so, wie Du es beschreibst.
In 10 Jahren ist das möglicherweise der größte Wirtschaftsblock der Welt. Vielleicht auch in militärischer Hinsicht. Wir können alle nicht hellsehen und voraussagen, was in der Zukunft alles geschieht.
Die EU, so wie wir sie heute kennen, hat ihren Anfang auch erst seit 1993. Davor gab es zwar Vorläuferorganisationen, die aber auch nicht so intensiv waren wie heute die EU.
KI: https://www.google.com/search?q=beginn+ ... YA&csuir=1
Die EU hat also auch Jahre bzw. Jahrzehnte nötig gehabt um sich so zu entwickeln.

Ich möchte damit nur sagen, dass das, wie es jetzt ist, noch lange nicht der Stand der Zukunft sein muss. Und selbst wenn China dauerhaft alleinige Supermacht innerhalb der BRICS-Satellitenstaaten sein wird, so stellt diese Organisation doch einen schwergewichtigen Gegenpol zu westlichen Orgas dar, den man nicht unterschätzen sollte. Allein schon aufgrund der Landmasse, den Rohstoffen und andere Ressourcen sowie der riesigen Bevölkerungszahl.
Wer weiss, wieviele Staaten in den kommenden 10 Jahren den BRICS beitreten, wer weiss wie es um das westliche Werte-Bündnis, der Nato, der EU in 10 Jahren bestellt ist.
Vielleicht gibt es diese Zusammenschlüsse dann schon gar nicht mehr und es haben sich andere Zweckgemeinschaften gebildet.

Die Nato wurde , dank D. Trump, ja jetzt (u.a. wg. Grönland/Dänemark) und auch in der Vergangenheit (Macron´s Bemerkung 2019 wg. Trump zur Nato: Die Nato ist hirntot) schon öfters in Frage gestellt...

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VfL Bochum 1848
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smilie_15

Feinunze Gold kostet erstmals mehr als 5000 Dollar

https://www.spiegel.de/wirtschaft/feinu ... 621d1334ac
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sammler2012
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Dollar, die will doch niemand mehr haben…

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VfL Bochum 1848
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sammler2012 hat geschrieben: 26.01.2026, 09:28 Dollar, die will doch niemand mehr haben…
Also ich würd sie nehmen...
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Beuteltier
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sammler2012 hat geschrieben: 26.01.2026, 09:28 Dollar, die will doch niemand mehr haben…
Schaut euch auch den Wechselkurs vom $ zB zum € & Franken mal an-es scheint wohl eine Flucht vorm US$ zu geben. Egal was -Finger weg vom Dollar.

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bamboo one
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wann steht die 5 (in €) vorne ?

März oder April ? 2026 is natürlich gesetzt :D
Vor 1.500 Jahren haben die Menschen GEWUSST, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums ist. Vor 500 Jahren haben die Menschen GEWUSST, dass die Erde eine flache Scheibe ist.
Stellt euch nur mal vor was die Menschen HEUTE noch alles WISSEN !

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Deichgraf
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Deichgraf hat geschrieben: 23.01.2026, 09:03 Bleibt zu hoffen, dass die Gierigen in den oberen Etagen, nicht darauf kommen, dass auch ein solcher Vermögenszuwachs Einkommen ist, das von den 7 Einkunftsarten nicht wirklich berücksichtigt wird. Hätte man vlt. unter "sonstige" unterbringen können. Hat man aber bisher (noch) nicht getan. Unser Solzialsystem könnte diesbezüglich ebenfalls ein Upgrade gebrauchen. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Am 23.01. habe ich diesen alten Gedanken von mir mal ausgesprochen, und am 26.01. war in der Börsenzeitung dann das zu lesen:

"In den Niederlanden sollen ab 2028 auch unrealiserte Gewinne bei Aktien und Bitcoin besteuert werden. "

https://www.boersen-zeitung.de/banken-f ... -besteuern

Allein das Wort "unrealisierte" zeigt, dass nichts verstanden wurde. Vermögen, wenn es denn da ist, ist verdammt real! - Erst wenn FIAT draus gemacht wurde, soll Vermögen/Vermögenszuwachs nicht mehr "irgendwie fiktiv" sein, sondern "real"? Was für ein Quatsch! Umgekehrt, wenn aus FIAT-Papier was Gscheits gemacht wird, ja, also darüber könnte man mal nachdenken. :D

Wenn der Macht der Kittel brennt,
Sie Dinge einfach umbenennt.
Was gestern bös, ist heute gut.
Was gestern Schuh, ist heute Hut.

Gruß aus 1984. smilie_02

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puffi
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"In den Niederlanden sollen ab 2028 auch unrealiserte Gewinne bei Aktien und Bitcoin besteuert werden. "
Das macht doch Sinn und warum sollte das ne Kapitalflucht auslösen?

Viele vergessen wohl das es auch negative Gewinne gibt, die die Steuerlast sei es durch Verlustvortrag o.ä. verringern.
Also hab ich mich verspekuliert ab nach den Niederlanden und ne Firma dort angemeldet, bei Gewinnen das ganze irgendwo anders und die Holding in einem Niedringsteuerland (z.B. Isle of Man) freut sich. Das einzige das flüchtig wird ist das Geld vom Staat, der weis sowieso nicht wie man wirtschaftet.

Ist doch jetzt schon usus

Den Smiley mit dem Wort aus 6 Buchstaben spar ich mir; es könnte sein das dies keine ist....

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