Lunar II vs. Philharmoniker 1oz Gold

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Beitrag 03.01.2014, 21:43

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Waschmaschine
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Hallo,

beim rumstöbern und lesen fiel mir folgendes auf :

Lunar II Gold : 1 oz 999,9/1000 39,34 × 2,50 mm 31,112 Gramm

Philharmoniker Gold : 1 Unze 999,9/1000 37,0 mm 2,0 mm 31,103 g

Wie kann es sein, dass die Lunar II Goldünze 2,34 mm größeren Durchmesser hat UND 0,5 mm dicker ist als die Philharmoniker ? An den 0,09 Gramm Gewichtsunterschied wird's ja nicht liegen. Mein logischer Verstand sagt mir, wenn bei gleichem Gewicht und gleicher Legierung größer dann dünner, wenn kleiner dann dicker.

Beitrag 03.01.2014, 21:51

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MaciejP
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Dazu gab es hier irgendwo schon mal eine Diskussion, ich kann den Thread aber gerade nicht finden. Mir ist nur noch vage in Erinnerung, dass diese höhere Dichte bei den Philharmonikern durch ein spezielles Pressverfahren zustande kommen soll.

Beitrag 03.01.2014, 22:15

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Sawyer
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Gold verdichten? :shock:

Die Münzen haben doch ganz unterschiedliche Motive! Diese sind in der Fläche und der Prägetiefe verschieden ausgestaltet. Somit sind zwar die Abmaße unterschiedlich aber das Volumen und das Gewicht gleich.

Beitrag 03.01.2014, 22:30

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Waschmaschine
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Erstmal danke für die Antworten.

Bei den Lunaren ändert sich das Motiv ja jährlich, zählt ergo nicht ( für mich ).
Prägetiefe klingt da einleuchtend für mich, demnach wären die Lunare wesentlich "tiefer" wie die Philharmoniker gestanzt. Dennoch halte ich die Größenunterschiede immer noch für zu groß.
Vielleicht taucht besagte Diskussion mal aus der Versenkung auf, habe grade auch danach gesucht und nicht gefunden.

Beim 200 Goldeuro ist es ähnlich, der ist 32,5mm wesentlich kleiner als Lunar II. Mit 2,45mm nahezu gleich dick / dünn. Im Verhältnis zum Philharmoniker dennoch verständlich.

Ergo schlussfolgere ich, dass die Perth Mint irgendwas macht um auf diese beachtliche Größe / Dicke zu kommen. ( Hat in Punkto Größe dem Philharmoniker ja den Rang abgelaufen.) Sei es das "tiefer" prägen.

Beitrag 04.01.2014, 12:10

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Goldhamster79
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Die Dicke wird meist am Randstab gemessen, was allerdings nicht wirklich optimal ist, da über Münzbild relevanter ist, für sowas gibts spezielle Messinstrumente, wie Mikrometerschrauben.

Es ist zudem richtig, dass durch Prägung eine Materialverdichtung stattfindet.

Zumal ist grundsätzlich erstmal die Datenbasis zu prüfen, wo stammen die her? Können die stimmen?

Beitrag 04.01.2014, 12:30

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Waschmaschine
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Und wieder was gelernt.

Datenbasis hier auf Gold.de ( beim Preisvergleich stehen oft technische Daten zur jeweiligen Münze ).

Beitrag 04.01.2014, 13:10

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Sawyer
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@Waschmachine Die Motive wechseln, klar, aber man passt eben die Prägetiefe und die Motivfläche so an, dass sie auf dem festgelegten Münzdurchmesser gut zur Geltung kommen. Zudem sind die Motive der Lunar II sehr flach geprägt. Wenn beide Münzen aus 1oz .999 Gold bestehen, ist das Volumen per se gleich! Du kannst doch nicht ernsthaft die physikalischen Eigenschaften des Goldes anzweifeln. Das ist absurd. Da ist auch nix mit verdichten. Metalle lassen sich praktisch nicht verdichten. Man kann die Versetzungsdichte erhöhen, aber die Dichte des Elementes ändert sich nicht! (vgl. mit dem Hochglanzverdichten bei Felgen, da erhöht sich auch nicht die Dichte des Alu/Stahls)

Beitrag 04.01.2014, 13:21

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Waschmaschine
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Sawyer hat geschrieben:@Waschmachine Du kannst doch nicht ernsthaft die physikalischen Eigenschaften des Goldes anzweifeln.
Wo tu ich das denn ?


Und da die Lunar II ja "erheblich" größer und dicker ist, müsste diese dann nicht sehr tief geprägt sein ? Du schreibst flach geprägt. Wo, ich sage mal "Hohlraum" ist, da ist ja logischerweise auch kein Gold vorhanden.

Beitrag 04.01.2014, 14:04

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Sawyer
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Indirekt, weil du die unterschiedlichen Abmaße trotz 1oz anzweifeltst. Habe die Angaben selbst nochmal nachrecherchiert und diese stimmen. Also sind die unterschiedlichen Abmaße auf die Prägeausgestaltung zurückzuführen, denn die "Prägeverdichtung" macht wohl nur etwas im 1/100 oder 1/1000mm Bereich aus.
Wenn dich das so beschäftigt dann lasse die Münzen mal 3D vermessen oder messe selbst alle Motivhöhen und Flächen nach.
Wie dick sind denn die Münzen überhaupt im Innenteil? Wenn man dort die Materialdicke verringert und die Randhöhe (wo gemessen wird) beibehält, könnte man bei gleicher Dicke die Münze nochmal größer im Durchmesser prägen. Wenn man sich den Querschnitt der münzen anschauen würde, wäre wohl schnell klar woher die unterschiedlichen Abmessungen kommen.

Beitrag 04.01.2014, 14:08

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AuCluster
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Die Durchmesser und Dicken verschiedener Münzen zu vergleichen und damit auf das Gewicht zu schließen, ist schlicht und einfach nicht möglich. Mit der Volumenformel eines Zylinders ergibt sich ein errechnetes Gewicht für eine Unze von

Lunar 2: pi*(3,934/2)²*0,25*19,3=58,61 g
Phili: pi*(3,7/2)²*0,2*19,3=41,48 g

Sollte die Zylinderformel anwendbar sein, dann müsste das Gold des Lunars aus 47% und des Philis aus 25% Hohlraum bestehen. :shock:
Äh, so schlecht schätze ich die Walz- und Prägemaschinen bei beiden Mints denn doch nicht ein.
Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

Beitrag 18.03.2014, 15:01

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Polkrich
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