Hat Gold versagt?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

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Beitrag 29.03.2014, 05:26

ultima materia
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Gold hat nicht versagt sondern das getan was es am besten kann und zwar einen in seinen Bann zu ziehen.
Ich habe hier noch ne Rechnung liegen von ProAurum Bad Homburg, wo ich für ne 1/10 Unze Phili
74,-Euro bezahlt habe.

Wieso habe ich nicht bei 130/40,- Euro verkauft ???
Hatte ich jemals davor so eine Hohe Rendite bei einem anderen Investment ??? Glaube wohl nicht.
Wieso hat mir fast eine Verdoppelung meines Einsatzes nicht gereicht ???

Riecht etwas nach Zocken, oder den Hals nicht voll genug zu bekommen oder zuviele MADMAX Filme geschaut und sich hat von den Weltuntergangspropheten "manipulieren" lassen.

Ich glaube dieses Geschäftsmodell kann man alle 25 bis 30 Jahren mit der nächsten naiven Generation wiederholen. Jetzt müßen wir einfach nur Aussitzen und warten bis es wieder soweit ist. Die/der eine/r hat die Zeit die/der andere halt weniger und die Nachkommen erfreuen sich darüber .

Beitrag 29.03.2014, 06:43

herakles
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donnyflame hat geschrieben: ?

1 Irgendwie reden wir aneinander vorbei.

2 Wenn du von mir eine genaue prozentuale Aufteilung deines Vermögens in verschiedene Anlageklassen hören willst, dann muss ich dich enttäuschen.
.
3 Alternativen gibt es doch wie Sand am Meer. .

4 Du willst eine konkrete alternative hören ? Dein Kopfkissen smilie_10





Grüße
DF
1 ja

2 nein, keine prozentuale Aufteilung

3 - Welche, die du empfehlen kannst. Das ist DIE FRAGE! Immo kannst schon mal weglassen, da sind wir einig

4- und was stecke ich ins Kopfkissen smilie_10

Beitrag 29.03.2014, 08:40

Geldsammler
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Wer Gold die Schuld gibt, hat zu wenig lang gewartet. smilie_03

Beitrag 29.03.2014, 10:20

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Ladon
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Geldsammler hat geschrieben:Wer Gold die Schuld gibt, hat zu wenig lang gewartet. smilie_03
:mrgreen:

oder: Wer zu früh stirbt, ist selber schuld.


Vielleicht darf ich nochmal kurz einhaken? Im Laufe so eines Fadens geht manchmal was verloren und ich möchte an dieser Stelle nochmal betonen, dass die (rhetorische) Titelfrage im ersten Satz des ersten Postings mit "Nein" beantwortet wurde.

Trotzdem, ich wage zu behaupten, dass mir kaum einer hier wirklich erzählen will, dass man an so ein Szenario, wie wir es heute erleben, als Goldbesitzer ... nun, sagen wir mal: nicht ANDERE Erwartungen hatte.
Ich bin selbst der erste zu sagen, das sei keine "Katastrophe", weil Gold eben andere "Vorteile" (oben wies jemand darauf hin, dass diese auch "emotionaler" Natur sein können!) hat.

Es bleibt jedoch die, für mich, wie ich gern zugebe, etwas ernüchternde Erkenntnis, dass Gold tief verwickelt ist in die und abhängig von den Verstrickungen des globalen Geldsystems.
Seine Vorteile für den Privatmann liegen sozusagen ausschließlich in seinen Defensiveigenschaften - aber es kann nicht von sich aus "aktiv wirken" und Bedingungen verändern ... das verhindert augenscheinlich das nun schon vielgenannte "Versagen der Menschen" immer wieder (ist ja nicht so, dass es in der Geschichte unter Metallgeldsystemen keine Krisen, Kriege, Ungerechtigkeiten, schmerzhafte Wertänderungen usw. gegeben hätte - weil Menschen "versagten").

Mein Fazit:
Gold ist kein Heilmittel. Wie ein solches, pharmazeutisches, kann es u.U. sogar schädlich sein. Und vor allem kommt es darauf an, wer wie damit hantiert!
Von einem "Versagen" kann man also lediglich, im Einzelfall wie "volkswirtschaftlich", als "Bedienfehler" sprechen! Aber dass diese auftreten muss man berücksichtigen.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 29.03.2014, 10:27

Geldsammler
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Wer Gold die Schuld gibt, hat selbst subjektiv schon zu lange gewartet.

So besser?

smilie_02

Beitrag 29.03.2014, 10:33

Geldsammler
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- Die breite Masse kauft aus verschiedenen Gründen kein Gold.
Zuerst einmal ist das wenig "kultutell verankert",
d.h. Opa hatte keins, Daddy auch nicht, warum ich?
@marek: Deutschland ist nicht der Nabel der Welt. Schau mal nach China, Indien, in arabische Länder. Da ist Gold absolut kulturell verankert.
Ist es ein Ziel, dass die "breite Masse" in Gold geht? Kann sie das überhaupt? Denn sobald der Goldpreis ein bisschen steigt, dann verkauft die "breite Masse" ebenso schnell, wie sie eingestiegen ist.
Vielleicht ist Gold heute schon zu teuer und muss erst auf die reiche Masse warten, bevor es auch preislich hoch gehen kann. Die aber glaubt solange an die Wirtschaft, solange die Musik steht. Reise nach Jerusalem. Während man unten schon spürt, dass was nicht stimmt, tanzt der Mittelstand, der sich gern nach unten abgrenzt, weiter auf dem Vulkan mit.
Und solange es noch eine Chance gibt, das Fieberthermometer (nicht das Fieber!) Gold nach unten zu drücken, wird es gemacht. Kostet ja nichts. Also nicht verzagen. Die Stunde der Goldbugs kommt schon noch.
Aber auch ich würde, wenn ich jetzt den Euro-Lotto-Jackpot gewinnen würde, nicht allein in Gold gehen.

Beitrag 29.03.2014, 11:18

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marco11111
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Registriert: 08.05.2012, 18:33
Goldmärker hat geschrieben:... Die wirkliche Krise steht uns noch bevor!
So sehe ich das auch! Und wer einmal selbst mitbekommen hat, wie es ist, wenn sich eine Herde in Bewegung setzt, der weiß, dass es für eine Aktion/Reaktion dann zu spät ist.

Jeder Mensch ist sich dessen bewusst, dass seine irdische Existenz endlich ist. Daher kann er auch nicht, will er einige seine Lebensziele erreichen, alles auf die lange Bank schieben.

Beim Kauf von Gold und Silber verhält es sich diametral entgegengesetzt, bei 95-98 % der Leute fehlt das Bewusstsein für die zeitliche Dimension. Es steht kein „Druck“ dahinter, zumal sich die Papierwerte doch so "prächtig" entwickeln. Es kommt hinzu, dass viele Krisenvorhersagen (noch) nicht eingetreten sind.

Insofern ist das Kaufen und Halten von Gold und Silber eine Grundsatzentscheidung, die jeder mit sich selbst ausmachen muss. Will man VOR oder NACH der Krise, deren Ausmaß noch keiner abschätzen kann, der Depp sein?

Wenn man sich hier im Forum umschaut, dann sieht man, dass es ein ziemlich überschaubarer Kreis ist, der sich mit Gold und Silber befasst. Viele werden aus ihrem unmittelbaren oder weiteren Umfeld ebenfalls bestätigen, dass die jahrzehntelange Indoktrination ihre Wirkung entfaltet hat. Gold und Silber sind auf keinem Radar, in vielen anderen Staaten ist dies noch viel gravierender. Falls je eine Flucht in EM einsetzen sollte, dann muss man eben bereits drin sein, sonst ist es zu spät.

Ein paar Dinge sind ggf. noch zu berücksichtigen, damit man nicht das Gefühl bekommt, EM hätte „versagt“:

- nicht alles auf Gold und Silber setzen (und auf keinen Fall „all in“)
- Konsumverzicht üben; lieber weniger, aber dafür in sehr guter Qualität
- vor allem Schulden abbauen (z.B. für Haus oder Wohnung) oder erst keine machen (für Auto, Urlaub und Konsum schon gar nicht); also Abhängigkeiten überall verringern
- Gold und Silber nie auf Kredit/Dispo kaufen; sich Reserven lassen, also nie in Druck kommen, verkaufen zu müssen
- den Grundstock an Gold und Silber wirklich wie eine Versicherung ansehen: Kaufen, verbunkern/vergraben ... (aber natürlich nicht vergessen smilie_02), gelegentlich weiter aufstocken
- Krabbelgold oder/und Silber und ggf. ein paar Serien zum Sammeln, Tauschen, wieder verkaufen usw. ...

Auch wenn der überwiegende Teil der Leute mit Gold und Silber nichts anzufangen weiß, so stelle ich doch fest, dass das VERTRAUEN in die Nomenklatura von Tag zu Tag sinkt. Auch im Bereich der Mainstream-Medien wird der Graben zwischen den Mietmäulern sowie Brotschreibern und den Lesern immer größer. Und auch im privaten Umfeld gibt es immer häufiger folgende Richtungen: Kopfschütteln und Zurückziehen ins Private (das sind die meisten), völlige Resignation oder Aufbegehren, auch wenn Konsequenzen drohen.

Daher stimme ich dieser Aussage voll und ganz zu:
Ladon hat geschrieben: ...
Ich für meinen Teil hab' tausendmal lieber ein aller Voraussicht nach ziemlich "kaufkraftbeständiges" (Geld-)Gut im Säckel, als Stücke einer hoheitlich, staatlich/zentralbanklich im Wert festgelegten (!) Menge einer Währung.
Ein schönes WE smilie_24

Beitrag 29.03.2014, 12:13

donnyflame
Trotzdem, ich wage zu behaupten, dass mir kaum einer hier wirklich erzählen will, dass man an so ein Szenario, wie wir es heute erleben, als Goldbesitzer ... nun, sagen wir mal: nicht ANDERE Erwartungen hatte.


Ladon was war denn deine andere Erwartung ? Oder generell was hattet ihr für Erwartungen ?

Kann man das reduzieren auf: "Ich habe nicht erwartet das Gold mal den größten Tagesverlust seit mehr als 20 Jahren hinlegt bzw. nicht um mehr als 20% einbrechen kann."

Oder gab es da noch mehr Erwartungen ?

Würde mich mal interessieren.

Ich interessiere mich für die Geschichte erst seit dem Crash, wie war denn die Stimmung in den letzten 10 Jahren wo Gold diese perfekte Rally hingelegt hat ? Gabs hier dann Euphorie ? Wurden dabei vielleicht Erwartungen einfach überzogen ? Ich konnte es selbst leider nicht erfahren :(


Grüße
DF

Beitrag 29.03.2014, 14:18

1107greg
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Mea Culpa…

Ich habe schon Renditen von im Durchschnitt 10 bis 15% p.a. auf Gold bzw. Silber erwartet ! :P

Warum: weil die Geldbankidis wie die Wilden Geld ohne Ende drucken - egal USD, EUR, JEN…

Ich glaube trotzdem immer noch daran, dass wir binnen 10 Jahren mindestens eine Verdopplung der Goldpreise sehen werden, (d.h. ca. 7,5 % Rendite p.a.), natürlich versehen mit ups and downs.

Für mich ist Gold als Versicherung interessant, aber ach als Investment ! neben anderen Alternativen insbesondere Immobilien. smilie_02

Jetzt können andere mal kräftig d'rauf hauen... smilie_18
gregory

Beitrag 29.03.2014, 18:02

Geldsammler
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@donnyflame: ganz am Anfang war bei mir die Panik, überhaupt noch was zu bekommen, bevor der Goldpreis in unerreichbare Sphären fliegt. Dann, Ende 2012, habe ich für mich den Crash auf 2015 festgelegt. Als Kompromiss aus den den unterschiedlichsten Quellenstudien. Inzwischen, weiß ich, dass das System hartnäckiger ist, als zuerst naiv angenommen. Da ich monatlich etwas zurücklege, aber kein Problem. Denn irgendwann kommt der Crash, die Währungsreform, die Hyperinflation, die Deflation, die sozialistische Diktatur oder der Krieg. Und wenn nicht, dann dürfen die Erben sich ärgern, was ihr Vater für ein kauziger Narr war und statt der griechischen Staatsanleihen, die so super aufgrund der entdeckten Gasvorkommen performt haben, auf wertlose Retroanlagen mit Minus-Performance gesetzt hat. Dann bleibt ihnen halt nur das abbezahlte Haus mit dem Hektar-Grundstück mit den zwei eigenen Quellen und üppigem Baumbestand am Rande einer süddeutschen Großstadt, das der Vater noch vor dem Immo-Hype für billig Geld erstanden hat. Doof nur, dass sie dafür den Tattergreis durchfüttern und pflegen mussten...

Beitrag 29.03.2014, 19:26

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winterherz
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Meine erste Vreneli lag bei etwa 125 DM, wenn ich mich recht erinnere. Auf der einen Site eine gute Rendite, wenn ich damals "genug" gekauft hätte.
Wenn ich nun rückblickend die Entwicklung betrachte, dann stellt sich die Frage: Welchen Preis muss Gold heute haben, um Billig oder günstig zu sein? Ist es günstige, wenn ich heute 185 Euro bezahle,was vor knapp 20 Jahren noch 125 DM kostete?

Ist diese Preissteigerung gerechtfertigt? Und kann ich das Metall irgendwann mal wieder mit Gewinn oder ohne Verlust abstoßen?

Fragen über Fragen..... wer die Antworten kennt bitte dringend PN an mich!
winterherz

Beitrag 29.03.2014, 19:39

san agustin
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kurz und knapp

was sich schon zu Lebzeiten von Jesus Christus bewährt und durchgesetzt hat,
kann auch 2 Jahrhunderte später nicht versagen

es kommt eben immer nur auf die Sichtweise des jeweiligen besitzers darauf an smilie_01
mehrmals hier schon gehandelt / bekannt auch mit selben avatar auf SILBER.DE

Beitrag 29.03.2014, 19:43

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Ladon
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donnyflame hat geschrieben:
Trotzdem, ich wage zu behaupten, dass mir kaum einer hier wirklich erzählen will, dass man an so ein Szenario, wie wir es heute erleben, als Goldbesitzer ... nun, sagen wir mal: nicht ANDERE Erwartungen hatte.


Ladon was war denn deine andere Erwartung ?
...
Hättest Du mir vor 10-15 Jahren die heutige Situation beschrieben, mit Verschuldungshöhe, Geldmengenausweitung, Wirtschaftskrise und jetzt auch noch eine handfeste Ost-West Politkrise ...
Also spontan hätte ich wahrscheinlich gesagt: Verzehnfacht seinen FIAT-Gegenwert. Nach etwas Bedenkzeit hätte ich wahrscheinlich (so was mache ich aus Prinzip) die Erwartung um die Hälfte gekürzt ... einfach weil der Wunsch da eine große "Kraft" darstellt und an das "abziehen" sollte.

Hm. Wenn ich mir das jetzt so überlege.

Vielleicht habe ich das zu pessimistisch gesehen. 1.400 in der Spitze waren dann ja gar nicht mal so schlecht. Der Fehler liegt wohl eher darin, dass viele (ich offenbar in gewisser Weise auch) gedacht haben, es geht so weiter wie 2011. Dabei war da die "Korrektur nach oben" längst großteils "gegessen".

Wieder was gelernt: Traue nie einfach so der eigenen Wahrnehmung ;-)
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 29.03.2014, 21:32

donnyflame
Erstmal danke für eure Erfahrungen :)


Es gibt ja den tollen Spruch:

Was zu schön ist um wahr zu sein, ist meistens auch nicht wahr.

Wenn man den Verlauf der letzten Jahre sogar mit deutlichen abschlägen (10% p.a. würde ich sofort unterschreiben !!!) auf die Zukunft projeziert, dann hätte man doch alle weltweiten Probleme zur Frage "Wie lege ich mein Geld am besten an" gelöst. Jeder Mensch könnte nach diesem Schema Verfahren und würde doch als Gewinner dastehen. Das kann ja garnicht gehen.

Vermögenssicherung/-steigerung ist dann doch leider nicht so einfach. Leider...


Grüße
DF

Beitrag 29.03.2014, 22:37

inselwanderer
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Schönen guten Abend im Forum!

Ich hab bei der Einführung des Euro´s,ohne an Renditen zu denken,angefangen den Goldeuro zu sammeln,nicht um den sofort wieder zu veräussern,nein der war einfach zu schön.2002 die halbe Unze für 195,-bis 225,- Euro.Zu dieser Zeit hab ich gar nicht nachgedacht,nur gekauft.
Das Interesse oder besser Neugier an der Entwicklung des Goldes kam erst in den letzten Jahren als die Sammlermünzen immmer kostenintensiver wurden.
Heute kann ich mir als Sammler die jüngeren Münzen im Umtausch leisten.
Anders würde meine Sammelleidenschaft nicht möglich sein.
Warten wir es ab.Verrückt lasse ich mich nicht machen von den vielen hochtrabenden Begriffen.

Euer Inselwanderer.


Ach so,schönen Sonntag noch! 8)

Beitrag 30.03.2014, 08:17

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Dragonh3art
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Registriert: 21.09.2013, 13:15
Der ein oder andere Vortexter hat schon geschrieben das wir Deutschen eigentlich garnicht soviel mit Gold am Hut haben und dem stimme ich zu 100% zu. Irgendwie sind wir Deutschen da etwas anders gestrickt.

Ein blick in die Türkei, hier wierd zu jedem Anlaß Gold geschenkt und wofür ? Um in ganz schlechten Zeiten einen Notgroschen zu haben.
In Indien ist es das gängigste Geschenk zur Hochzeit u.s.w.
In anderen Ländern ist Gold schon seid eh und je in das Leben mit eingebunden da bekommen es die Kinder von Ihren Eltern vorgelebt.

Wie ist das den hier in Deutschland ?

Also da kann ich ja nur für mich schreiben und ich kann zu 110% sagen das meine Eltern mir nichts vorgelebt haben !!! Wenn ich so leben würde wie meine Eltern würde ich mich wohl erchießen.
Mitlerweile habe ich zu 100% mit meinen Eltern und Schwestern gebrochen, selbst mein Onkel meint ich muß im Krankenhaus vertauscht worden sein. Und nur dadurch das ich das gemacht habe bin ich soweit gekommen wie jetzt.
Bei wem von euch ist den schon der Opa/Vater mit Goldhorten angefangen und ich schreibe bewußt horten. Wem wurde vorgelebt das man Gold zu besonderen Anlässen verschenkt ?
Wir sind doch leider eine Generation die vorgelebt bekommen hat, das der Opa von unter Tage hoch kommt mit den Kumpels in die Kneipe geht ne Pulle trinkt und Karten kloppt. Der Vater hat es zum Teil übernommen und verbessert, viele Malocher haben doch schon auf der Arbeit gesoffen und zuhause weiter. Ich arbeite seid 20 Jahren als Instandhalter in der Industrie zum großen teil immer bei Thyssen und sehe erst jetzt das die letzten Säufer gehen. Da hat nie einer daran gedacht mal Gold/Silber zu kaufen eher an die nächste Pulle.

Ich bin wirklich davon überzeugt das hier echt einige Jammern oh der Kurs ist gefallen und blablabla, aber ganz tief im inneren wissen sie das der großteil des Schatzes nie mehr verkauft wierd und freuen sich das Sie jetzt nochmal billig nachkaufen können.

Klar kann es sein das ich mal nen 1/10 Panda oder ne Unze Silber verkauf, warum auch nicht. Aber im großen ganzen habe ich immer das Bild vor Augen das ich den großteil meinem Sohn hinterlasse und wenn dieser keinen Notfall hat seinem Sohn und so weiter.

MfG Dragonh3art

Beitrag 30.03.2014, 09:57

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goldmatze
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Man muss eine Langzeitbetrachtung anstellen, dann relativiert sich vieles. Kurse nur nach oben gibt es selten bis gar nicht. Im letzten halben Jahr hat sich Gold wieder eingeholt. Auch jetzt war wieder zu beobachten: die Rally setzt ein, dann gibt es einen Absturz. Zufall?
Das Ganze wird begleitet von verdächtigen Pressemitteilungen. Den Anfang machen wieder einmal die Goldmänner Sachs, die vor Gold warnen. Prompt ziehen andere "Experten" nach - und die Schreiberlinge verbreiten jeden Mist unkommentiert. Derweil Gold wieder verteufelt wird, decken sich - mehr oder weniger klammheimlich - viele ein, allen voran Zentralbanken. Am Vertrauen ins Geldsystem wird es wohl nicht liegen.
Merke: immer wenn Gold am Steigen ist, kannst du auf die Interventionen warten. Aber eines Tages kann man den Goldmarkt eben nicht mehr mit Papiergold manipulieren - dann kommt es darauf an, wie viel man gebunkert hat.
Sage mir deinen Namen - und ich sage dir, wie du heißt.

Beitrag 30.03.2014, 10:01

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winterherz
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Dragonh3art hat geschrieben:Der ein oder andere Vortexter hat schon geschrieben das wir Deutschen eigentlich garnicht soviel mit Gold am Hut haben und dem stimme ich zu 100% zu. Irgendwie sind wir Deutschen da etwas anders gestrickt.

Ein blick in die Türkei, hier wierd zu jedem Anlaß Gold geschenkt und wofür ? Um in ganz schlechten Zeiten einen Notgroschen zu haben.
Das liegt vieleicht an der Geschichte der Deutschen!? Mal ein Goldverbot hier, mal eines da. Preussisches Denken, nach oben Nicken. Dann ist die Wertigkeit von Au mit Fe gleichgesetzt und man soll das Güldenen gegen Eisen hergeben.... smilie_10 Vieleicht blicken viele historisch bedingt nicht mehr durch!?
winterherz

Beitrag 30.03.2014, 10:56

Suedwester
Zustimmung zu vielen Dingen hier. Allerdings:

Wann gab es denn eigentlich ein Goldverbot in Deutschland?

Manche scheinen wirklich die "Krise" herbeizusehnen. Finde ich etwas pervers. In einer richtigen Krise verlieren fast alle - auch die, die Gold haben. Sie verlieren ihre Arbeit, damit ihr regelmäßiges Einkommen, die Geschäfte sind leer, es herrscht Mangel an Nahrung, Medizin usw., ihr Vermögen schmilzt dahin - egal ob es aus Papier oder Gold besteht, und in den meisten Fällen ist eine Krise mit Unruhen verbunden.

Warum rechnen wir eigentlich unsere Goldunzen die ganze Zeit in Euro, Dollar usw. um? Kann man sich nicht einfach darüber freuen, daß die eigenen Goldreserven, in Unzen gerechnet, wachsen? Will man als Wertmaßstab wirklich eine oder eine andere windelweiche FIAT-Währung nehmen?

Beitrag 30.03.2014, 11:53

donnyflame
@Dragon

Es gibt viele die machen sich nichts aus Materiellen dingen. Das ist auch kein verwerflicher Lebensstil. Ich würde Familienzusammenhalt und Freundschaft gegen kein Gold der Welt aufwiegen.

Grüße
DF

Antworten