2014 1 Oz Gold Maple Leaf: Manipuliert oder nicht?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 22.08.2014, 09:43

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Datenreisender
Gold-Guru
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goldmember hat geschrieben:Bitte habt Verständnis, dass ich den Händler hier wegen Rufschädigung nicht nennen kann.
Nö, dafür habe ich kein Verständnis, denn das macht die Diskussion für die anderen Forenteilnehmer sinnlos.

Solange alles sachlich bleibt und der Wahrheit entspricht, ist das auch keine Rufschädigung.

Beitrag 22.08.2014, 20:23

Mountain.Lion
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Datenreisender hat geschrieben:
goldmember hat geschrieben:Bitte habt Verständnis, dass ich den Händler hier wegen Rufschädigung nicht nennen kann.
Nö, dafür habe ich kein Verständnis, denn das macht die Diskussion für die anderen Forenteilnehmer sinnlos.

Solange alles sachlich bleibt und der Wahrheit entspricht, ist das auch keine Rufschädigung.
Genau so siehts aus.

Beitrag 22.08.2014, 21:45

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goldmember
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Guten Abend,

wegen mehrfacher Nachfrage, hier nun der Händler:
Ich habe besagte Münze bei Kettner-Edelmetalle gekauft.

Datenreisender, warum die Diskussion ohne die Nennung des Händlers "sinnlos" gewesen wäre, erschließt sich mir aber nicht. Sind Foren nicht (auch) dafür da, Meinungen und Erfahrungen anderer Member zu erfahren? Dennoch verstehe ich natürlich, dass Euch der Name des Händlers interessiert.

Schönen Abend!

Beitrag 22.08.2014, 22:16

krothold
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Danke für die Nennung. Im Zweifelsfall werde ich einen anderen Händler vorziehen (mache ich aber eh ;))

smilie_14

Beitrag 23.08.2014, 14:46

Silberbug
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Das schreckt mich aber jetzt auch ab bei Ihm erneut einzukaufen, obwohl ich bisher keine Probleme mit der von ihm gelieferten Ware hatte.
Ich finde es gut den Händler zu nennen smilie_14. Wenn sich der Vorfall genau so ereignet hat, hat das nix mit Rufschädigung zu tun! Solch eine Art von "Kulanz" beim Austauch der fehlerhaften Ware hätte ich nicht erwartet smilie_54. Danke für deine Schilderung. Nun wäre es aber auch an der Zeit, dass sich der Händler meldet und den Vorfall aus seiner Sicht schildert.
Erfolgreich gehandelt/getauscht mit Silbersucher, franzv, Silberfuxx, Donki, Tobi306, Auruhm, jaeger19, motin, platypusi, Beluga, DuraAce, Denar, airforcemom, spikla, John Ruskin, Aurargint, Auerbach und silverflute.

Beitrag 23.08.2014, 15:01

AL1B1
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Ich denke auch, dass das größere Problem hier der Kundenumgang ist smilie_54

gibt genug Konkurrenz

Beitrag 23.08.2014, 15:58

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goldmember
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Ja, der Kundenumgang war für mich auch die eigentliche Enttäuschung. Nachdem ich mich für den Austausch bedankt habe und nach der zweiten (für mich) inakzeptablen Münze dann doch eine Rückabwicklung (also keinen weiteren Austausch) vorgeschlagen habe, hätte ich mehr erwartet als eine bestenfalls semi-freundliche Mail mit Betreff "Weiterer Umtausch sinnlos" und drei Zeilen Text.

Der Hinweis, man sei schon beim ersten Umtausch kulanterweise auf eigene Kosten auf mich zugekommen fand ich dann relativ unangebracht, da ich bis jetzt alle (!) Kosten bezahlt habe.

Aber gut, so lerne ich. Ich fange meine Goldsammlung gerade erst an und nachdem ich meine ersten beiden Goldmünzen dort gekauft habe (zuvor war es ein makelloser Howling Wolf) kaufe ich in Zukunft woanders, wahrscheinlich beim "Händler um die Ecke".

Beitrag 23.08.2014, 16:28

sw_trade
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Also der Kundenumgang ist eine Sache aber du hast bereits reklamiert und eine Münze mit ähnlichen Beeinträchtigungen erhalten. Wohl gemerkt eine Anlagemünze, wenn nicht sogar DIE Anlagemünze, von welcher ein Großteil irgendwelche "Schönheitsmakel" hat.

Was erwartet ihr? Wenn euch der Zustand derart wichtig ist kauft doch Sammlermünzen. Es gibt ja sogar Leute die diese Münzen kapseln...kurios.

Hast du noch andere Maples von anderen Händlern? Ich wette, dass keine einzige in einem absolut perfekten Zustand ist. Aber, muss ja jeder selber wissen.... Auf einem Goldbarren beanstande ich ja auch nicht den Prägestempel weil er nicht an jeder Stelle gleich tief ist.

Stell doch mal bitte ein Bild von der zweiten Münze ein.
"Aus Furcht zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug."
(Reinhard K. Sprenger)

Beitrag 23.08.2014, 17:58

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goldmember
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Ich habe gar nix gegen kleine Macken, die beim Prägen einer Bullionmünze entstehen könnten.
Ich glaube aber immer noch nicht, dass es sich bei meinen Maple Leafs um Macken aus der Mint handelt. Warum? Weil die ganze Münze nahezu perfekt aussieht, bis auf den Rand. Wie im ersten Bild gut zu sehen, scheint doch wirklich etwas vom Rand entfernt geworden zu sein. So eine Abschabung entsteht doch nicht durch das Aufeinanderfallen zweier Münzen. Wenn das der Ursprung wäre, müssten doch auf der ganzen Münze ein paar zufällig verteilte Kratzer sein, nicht nur am Rand. Und wenn, dann wären es Kratzer, aber auf meinen Fotos sind keine Kratzer zu sehen, sondern (natürlich minimale) Abschabungen.

Ich persönlich habe keine Maple Leafs zum Vergleich, aber einen Howling Wolf - der ist auch eine Anlagemünze. Warum ist dieser perfekt, ohne minimale Macken? Kommt doch aus der gleichen Mint. Ich bleibe dabei, in der Mint kann es so nicht passiert sein. Ist aber auch müßig darüber in epischer Breite zu diskutieren, ich habe wie gesagt durch den Vorfall gelernt und passe mein Kaufverhalten in der Zukunft an.

Gedanken habe ich mir, wie bereits geschrieben, darüber gemacht, was ein Händler dazu sagt, wenn ich die Münze später weiterverkaufen will. Habe hier im Forum bereits gelesen, dass Händler bei kleineren Macken nur den Schmelzpreis zahlen wollten.

Beitrag 23.08.2014, 18:56

sw_trade
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Ja, aber gleich zweimal das selbe Phänomen ist schon merkwürdig.
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(Reinhard K. Sprenger)

Beitrag 24.08.2014, 05:27

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KROESUS
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vielleicht war die Münze leicht übergewichtig (kommt ja manchmal vor) und der Händler oder ein Zwischenhändler hat sich etwas abgeschabt?
Nach dem Motto 'Kleinvieh macht auch Mist' und 0,05g sind 0,05g, immerhin 1,50 Schabgewinn pro Unze, ist doch auch etwas...
was weiss ich
Ich nehme die angeschabte(?) Maple zum Spotpreis bin ja nicht so, meine Feinwaage ist sehr genau
kurze PN genügt!

Beitrag 24.08.2014, 10:37

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Mithras
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Registriert: 07.01.2011, 16:21
Wohnort: dort, wo ich die Schuhe ausziehe
Also, ich würde hier nicht päpstlicher sein wollen als der Papst. Auf Fotos erkennt man immer weniger als in der Hand. (Das ist der Hauptgrund, warum ich ausschließlich offline - also per Tafelgeschäft - kaufe.)

Aber "ähnliche" Fehler können durchaus bei der Prägung entstehen - nämlich, wenn in dem ja im Stempel eine erhabene Stufe darstellenden Randstab sich Dreck ansammelt. Dann erscheint der auf der Münze naturgemäß vertieft, also wie abgeschabt.

Aber selbst wenn man unter einer guten Lupe und bei geeignetem Lichteinfallswinkel beim Hin- und Herbewegen sicher(!) erkennt, daß dort wirklich was abgekratzt worden ist, würde ich mal schön die Kirche im Dorf lassen. Das kann nämlich durchaus die moderne kanadische Methode der Feinjustierung des Rauhgewichtes von Bullionschrötlingen sein! Okay, normalerweise macht man die vor der Prägung. ABER: das Rändeln geht - im Gegensatz zur Prägung im Randeisen - wohl auch nicht ganz ohne "Feinstaub" :wink: ab, und dann liegt erst nach der Prägung das Endgewicht wirklich fest. Und wenn die Kanadier jetzt "geizig" sind, müssen die "irgendwo" was runternehmen. Dazu haben die sich eben diese Stelle ausgesucht.

BTW: Ich habe keine Maples - meine einzigen Bullions sind Kagaroos, und die wiegen alle zwischen 5 und 20(!) mg über dem Standard-Rauhgewicht von 31,106 g bei 999,9er Gold (bei "nur" 999er muß die Unze rauh mindestens 31,134 g wiegen!) und haben definitiv nirgends Justierspuren. Die Aussies bieten also so gesehen für "Milligramm-Fuchser" einen gewissen Mehrwert... smilie_24

Vielleicht hatte der aktuelle Münzmeister in Ottawa schottische Vorfahren?!? smilie_10

PS: Freunde der Handelsmünzen, speziell von LMU, wissen auch, wie "dunnemals" die Feinjustierung vor allem der großen Nominale (40er, 50er und speziell 100er) in Frankreich und dem Napoleonischen Italien ablief: Diese Münzen wurden ja nicht gerändelt, sondern im Ring für die Randschrift geprägt. Deshalb mußte der Schrötling vor der Prägung feinjustiert werden. Dazu wurde seinerzeit mitten aus der Fläche etwas Material abgeschabt, teilweise recht grob und unregelmäßig - dieser Fehler bleibt auch nach der Prägung noch (zumindest partiell) sichtbar. Das kommt durchaus häufig vor und mindert heute etwas den numismatischen Wert der Münzen bei "Schönheits-Freaks". Mich stört sowas weniger, ich sehe das als Technicum, also als Beleg für die damalige Herstellungsmethode, und somit "eigentlich" sogar interessanter als "sterile" Münzen ohne diese "Macke".

PPS: Einen fast exakt gleichen Fehler wie dieser Maple hier hatte mal eine Unze "Cook Island" (also die bei Heimerle & Meule fabrizierten Pseudomünzen mit der Bounty) eines Bekannten. Dort war es ganz klar "Dreck im Stempel", obwohl das Stück dann sogar wirklich ein paar mg unter Normgewicht wog. Allerdings waren auch andere Teile der Bounty weniger gut ausgeprägt, so daß der Händler die anstandslos gegen ein mackenfreies Exemplar ausgetauscht hatte. Soviel übrigens zum Thema "Deutsche Qualitätsarbeit" ...
Goldigste Grüße,

Euer Mithras, der Goldjunge

Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]

Beitrag 25.08.2014, 00:22

Zamszyk
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 346
Registriert: 09.03.2014, 00:26
Mir sieht das auch so aus als würde jemand von " übergewicht" diese Münze befreien...,aber ich muß an nichts glauben ;)
Wie gesagt,wenn die ML aus purem Gold ist,mach dir keine Sorgen,Gold bleibt Gold smilie_16
Lass die Münze prüfen,wenn du nicht mal weißt ob sie echt ist.
https://www.youtube.com/watch?v=MC0ZOR2Rik8

smilie_24

Beitrag 19.09.2014, 19:08

Meinereiner
Newcomer
Beiträge: 3
Registriert: 29.07.2014, 20:23
Hallo,

diese gezeigten "Schrammen" auf der Seite mit dem Kopf kann ich bei den 2014er Maples bestätigen. Die Seite mit dem Ahornblatt wird bei dir wahrscheinlich wie bei denen die ich gesehen habe nicht verkratzt sein?! Ich würde mir deswegen keine Sorgen machen.
Wenn jmd. versucht hätte an der gezeigten Innenseite etwas abzuschaben, wäre er mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf die glatte und matte Oberfläche des Kopfhintergrundes gekommen. Das ist aber nicht der Fall.

Es ist mit Sicherheit alles in Ordnung mit der Unze!

Schöne Grüße!

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