Wann sollte man Gold verkaufen ?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 06.12.2016, 04:25

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Ladon
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Zamszyk hat geschrieben:Wann sollte man Gold verkaufen ?

Gold verkaufen heißt tauschen gegen Papier/Schrottmetall was zur Zeit nur über Versprechen funktioniert.

Eine gegenfrage: wann sollte man "Geld-Schein-Geld" gegen was echtes,wertvolles tauschen ?
Antwort auf die Gegenfrage: immer wenn man werterhaltend sparen möchte.
Aber eigentlich ist das doch ideologischer Kokolores.

Heutzutage kann man unzweifelhaft für das "wertlose Papierzeugs" nahezu alles erwerben.
Und wenn man statt mit Papierscheinen lieber mit Gold bezahlen würde, weil das "echtes Geld" ist ... dann kann das doch jeder machen, wie es ihm beliebt.
Es ist jedoch eine "alte Hacke", dass schlechtes Geld das gute aus dem Zahlungsverkehr drängt und gehortet wird. Logisch.
Also behält man einfach das wertlose Zeug und lässt es sich damit gut gehen.

Selbstredend ist die Frage, wann man das GoldGeld verflüssigen sollte von Bedeutung.
Du stellst aber eine andere, weitere Frage. Das ist mithin keine Antwort.

Gold - so man es als eine wertstabile Geldform sein eigen nennt - "verkauft" man dann, wenn man "Zahlungsmittel" benötigt.

Wenn man Gegenstände aus Gold sammelt (z.B. Sammlermünzen), verkauft man eher gar nicht. So wie auch keiner seine Kronkorkensammlung verkauft. Das ist ja dann ein ideeller Wert.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 07.12.2016, 12:31

Herebordus
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jetzt sollten Türken Gold verkaufen.



Türken sollen „Devisen unter dem Kopfkissen“ hervorholen
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... holen.html

Beitrag 07.12.2016, 13:59

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MaciejP
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Herebordus hat geschrieben:jetzt sollten Türken Gold verkaufen.
Da steht aber exakt das Gegenteil:
Vor einigen Tagen hat Recep Tayyip Erdogan die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, ihre „Devisen unterm Kopfkissen“ in Türkische Lira oder Gold zu wechseln.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 07.12.2016, 15:35

Klecks
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MaciejP hat geschrieben:
Herebordus hat geschrieben:jetzt sollten Türken Gold verkaufen.
Da steht aber exakt das Gegenteil:
Vor einigen Tagen hat Recep Tayyip Erdogan die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, ihre „Devisen unterm Kopfkissen“ in Türkische Lira oder Gold zu wechseln.
Richtig. Als nächstes kommt dann der Aufruf, das Gold zur Bank zu tragen. Und danach..... Na sowas!? Wo isses denn? smilie_18

Insofern liegt Herebordus gar nicht sooo falsch: Verkaufen solange es noch (legal) geht. Oder gut verstecken.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 08.12.2016, 19:16

Zamszyk
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Mal angenommen,wenn morgen der Krieg ausbricht und das Papiergeld wertlos wird,was behält den Wert? Gold oder Papiergeld ?
smilie_24
Wann sollte man Gold verkaufen ?
am besten sofort und vor allem noch vor dem Goldverbot ...
smilie_20
(vorausgesetzt,du weißt nicht,was Gold-Wert ist )

Beitrag 08.12.2016, 19:35

Mehrgoldfüralle
Dann erst recht nicht. Niemals, unter keinen Umständen. Verstecken, vergraben, versenken, aber nicht verkaufen. Ein drohendes Goldverbot würde das Ende des Systems ankündigen. Also auf die Seite damit und abwarten und Tee trinken.

@Zamszyk

Entschuldigung, ich hab den smilie übersehen. Hättest aber auch einen Ironiebutton setzen koennen.

Beitrag 09.12.2016, 15:31

Krümel
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Goldbesitzverbot ist gefährlich. Wüsste nicht, was ich da machen würde.

Beitrag 09.12.2016, 17:01

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Titan
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Krümel hat geschrieben:Goldbesitzverbot ist gefährlich....
smilie_08 smilie_08
Wat iss dat denn : "Gold-Besitz-Verbot" ??
Ach ja...ein Kunstwort,etwa so wie "post-faktisch"...
also kranker Ausdruck in der deutschen Sprache,
denn vorsicht-es könnte postfaktisch sehr gefährlich werden
smilie_16
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 11.12.2016, 12:25

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mike_2210
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Wann Gold verkaufen? Das kommt drauf an... ich würde ein Teil meines Goldes dann verkaufen, wenn ich unter Abwägung äußerer Einflüsse/Risiken (Politik, Wirtschaft, Finanzsystem) andere Assets bekomme, die günstiger bewertet sind. Damit meine ich nicht, wenn ich viele Euro für die Klunkers bekomme, sondern Dinge die Nutzen schaffen. Z.B. Unternehmen, oder Immobilien welche Gewinne abwerfen die wieder reinvestiert werden können und erneute Gewinne abwerfen mit dem Ziel mit solchen Assets mehr Gewinn zu erzielen, als ich für meine Lebensführung brauche - Stichwort finanzielle Unabhängigkeit.

Über eine (Teil)Exit-Strategie lohnt es durchaus nachzudenken.

Beitrag 11.12.2016, 13:43

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VfL Bochum 1848
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mike_2210 hat geschrieben:...
Über eine (Teil)Exit-Strategie lohnt es durchaus nachzudenken.
Ja.
Es könnten z.B. in Zukunft ja auch Anzeichen darauf hindeuten, dass Gold als jahrtausendealtes Wertaufbewahrungsmittel erheblich an Stellenwert verlieren könnte und andere (Sach)werte diese Position einnehmen würden (Beispielsweise: Silber, Palladium, Platin, Diamanten, diverse exklusive lang haltbare Lebensmittel, etc.). Spätestens dann würde ein Umschichten (mindestens eines Teils au) Sinn machen und sei es nur um es später, falls die vorgenannte Tatsache doch nicht so eintritt, zurückzukaufen. Und wenn wir ganz ehrlich sind: der rein praktische Nutzen von Gold für welche industriellen oder privaten Anwendungen auch immer ist eigentlich sehr beschränkt.

Man sollte auch hier niemals "nie" sagen, meine ich jedenfalls.
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 11.12.2016, 14:10

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Zombie
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mike_2210 hat geschrieben:Über eine (Teil)Exit-Strategie lohnt es durchaus nachzudenken.
Ja, es gibt sicher Szenarien, in denen ich mir vorstellen könnte, mein Gold gegen andere Assets wie z.b. Aktien, Grundstücke und Immobilien aus zu tauschen. Allerdings bräuchte es in einem extremen Szenario z.b. Gold bei 10`000 pro Unze und Weltwirtschaftskrise (Aktienkurse im Keller und Immobilen zum schnäpchen Preis) vermutlich viel Mut zum Risiko. Immerhin kann man in so einer extremen Situation mit seinem Gold einfach in ein anderes Land ziehen und dort ein neues Leben beginne. Aber die Immobilen machen einem, wie der Name schon sagt, immobil. Wenn der Staat dann noch Geld braucht und extra Steuern auf Immobilen erhebt, man keine Mieter findet und die Wirtschaftssituation auch nach Jahren einfach nicht besser wird, wie zur Zeit in Griechenland, dann könnte man das Umschichten auch bereuen.

Beitrag 11.12.2016, 17:26

blechrohr
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...der herr fitzek braucht eher einen arzt, aber doch nicht gold.
Einmal so viel Geld verdienen, wie Leute denken, das ich verdiene.

Beitrag 11.12.2016, 17:38

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Goldhamster79
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Zombie hat geschrieben:Immerhin kann man in so einer extremen Situation mit seinem Gold einfach in ein anderes Land ziehen und dort ein neues Leben beginne. Aber die Immobilen machen einem, wie der Name schon sagt, immobil. Wenn der Staat dann noch Geld braucht und extra Steuern auf Immobilen erhebt, man keine Mieter findet und die Wirtschaftssituation auch nach Jahren einfach nicht besser wird, wie zur Zeit in Griechenland, dann könnte man das Umschichten auch bereuen.
Richtig, was nützen einem die besten Chancen, wenn die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen diese Chancen im schlimmsten Fall überkompensieren.
Bis auf weiteres scheint meiner Meinung nacg´h ein physischer Besitz unter dem Radar immer noch eine der besten Wege zu sein.

smilie_24
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 11.12.2016, 22:27

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Kilimutu
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Wenn soetwas in der Zeitung steht, dann sollte man Gold und Silber keinesfalls verkaufen ...


http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/b ... -1.3287383


Gruß

Tom
Letzte Woche war die Atomkraft so sicher wie das Amen in der Kirche - heute ist sie so sicher wie die Renten (Sven Lorig im ARD Morgenmagazin, nach Fukushima)

Beitrag 11.12.2016, 22:33

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mike_2210
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Ich würde mich von einem Teil meines Goldes trennen wenn sich die Rahmenbedingungen verbessern. D.h. es muss einiges passieren, Finanzsystem, Politik, ein allgemeines Umdenken und mein Bauchgefühl muss stimmen.
Pauschal ist es schwer vorherzusehen, aber ich habe nicht zwingend den Gedanken auf meinem Gold wie Dagobert Duck zu sitzen bis ich unter der Erde bin. Aktuell ist es für mich aber eine sichere Aufbewahrungsform um Vermögen zu erhalten. Irgendwann sind auch wieder andere Assets sinnvoll... nur das Timing und die äußeren Einflüsse müssen halbwegs passen.

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