SWAN-Serie und Dragon&Phoenix

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 11.02.2018, 09:57

Lucky Hans
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Seltsam!
Bei mir ist es immer anders.Steht auf 7-14 Tage und ist nach 3 Tagen da.
Deshalb auch mein Lieblingshändler. smilie_01
Wer länger schläft,wird später wach!

Beitrag 21.02.2018, 18:12

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Indiana Jones
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Bei aurinum gibt es den 1oz Gold Dragon und Phoenix aktuell rund 100 Euro günstiger als bei dem "günstigsten" auf dem hiesigen Preisvergleich gelisteten Händler (1.305 Euro). https://aurinum.de/1-oz-Gold-Australian ... oenix-2018

Beitrag 22.02.2018, 09:28

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VfL Bochum 1848
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Mal ne Frage an die Freunde moderner Numismatik: Geht Ihr denn wirklich davon aus, dass Münzen wie Schwan auf Dauer nennenswerte Sammlerzuschläge erzielen?
Frage das ganz neutral, wenn ich mir z.B. anschaue das aktuell gerade einmal 3 (!) auf Gold.de gelistete Händler den Schwan ankaufen scheint sich das Ankaufinteresse an der Münze ja noch in überschaubaren Grenzen zu halten.
O.k., die Auflage ist mit 5.000 Münzen gering, ich habe trotzdem meine Zweifel, auch weil es mittlerweile eine Inflation an neu erschienenen Münzkreationen zu geben scheint, und das Münzsammeln (Sammlermünzen) ähnlich wie das Briefmarkensammeln ein eher "aussterbendes Hobby" zu sein scheint. Andererseits kann man solche Münzen natürlich auch kaufen weil sie einem gefallen.

Kann aber gut sein, dass irgendwann, insbesondere bei stark gestiegenem POG, alleine die "Gängigkeit" und die spotnähe (z.B. Krügerrand, Maple Leaf, Sovereign, etc.) von Goldmünzen eine Rolle beim Handel spielen werden, kann mich aber auch täuschen.
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 22.02.2018, 11:38

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Indiana Jones
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Gute Frage. Mit was kann man die Münzen am ehesten vergleichen?

Es fällt schwer die Münze(n) mit den Silberexemplaren zu vergleichen. Deren Preisentwicklung in nur einem Jahr hat sich bekanntlich sehr rasant der 100 % Preissteigerung angenähert (Auflage Schwan 25.000 Stücke / Auflage Dragon & Phoenix 50.000 Stücke).

Die goldenen wurden nach dem großen Erfolg dieser neuen Serien von der Perth Mint nun etwas später mit einer jeweiligen Auflage i. H. v. nur 5.000 Stück gelauncht.

Ein Vergleich mit anderen Goldmünzen des in Australien ansässigen Herstellers fällt schwer.

Hinsichtlich der Auflage ist der Schwan noch am ehesten mit der 1oz Gold Proof Drache 2012 vergleichbar, da die bei etwas über 4.500 Stücken lag: https://www.perthmint.com/documents/201 ... 1519296812

Das ist jedoch eine Sammlermünze, welche schon im Ausgabejahr sehr aufpreisig verkauft wurde.

Die Auflagenzahlen der sehr erfolgreichen Lunarserien in Bullion (Reverse Proof) lagen deutlich höher. Die aktuelle Lunar II Serie ist seit 2008 jährlich mit 30.000 Stücken stets ausverkauft. Ein Vergleich mit der bekannten Känguru Serie fällt ebenso schwer, da die jährliche Auflagenzahl der goldenen Hüpfer seit 2009 bei deutlich über 200.000 Stücken liegt. http://www.perthmint.com/documents/Mint ... 7-2017.pdf

Für mich bietet sich deshalb noch am ehesten die Erstausgabe der Serie an.

Das ist das

1oz Goldnugget 1986 (Auflage: 3.000 Stücke)

Diese Münze wurde zuletzt auf eBay Auktionen zwischen 1.800 und 2.100 Dollar verkauft:

https://www.ebay.com/sch/i.html?_from=R ... 5573.m1684

Ehrlich gesagt gefallen mir das Motiv des Schwanes und des Dragon & Phoenix deutlich besser als dieses „Nugget“ Motiv aus 1986. Nach alldem frage ich mich nicht, ob die Münze ein Erfolg wird sondern warum die Perth Mint die wunderschön gestaltete Münze auf nur 5.000 Stücke limitiert hat und ob das bei der zweiten der Serie bei so niedrigen Zahlen bleiben wird.

Beitrag 22.02.2018, 12:54

Goldbuddha
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Also gerade bei dem Schwan und Dragon&Phoenix sehe ich ein ausgezeichnetes Chancen-Risiko-Verhältnis, dass sich bei diesen Stücken ein durchaus spürbarer Sammelwert entwickelt.

Wenn man sieht welche aussergewöhnlich hohen Preise zwischenzeitlich für die Erstücke von "Call of the Wild" ("wolf") oder "Queens Beasts" (Lion) aufgerufen und auch bezahlt werden, dann kann man erahnen, welche Preisentwicklung Dragon & Schwan in Zukunft vermutlich hinlegen werden. Zumal "Call of the Wild" und "Queens Beasts" sogar unlimitiert und in der Auflage vermutlich deutlich höher auf den Markt gekommen sind, denen gegenüber Dragon/Phoenix und der Swan in limitierter Kleinstauflage erscheinen.

Der richtige Run auf die Stücke wird vermutlich erst dann beginnen, wenn die Folgemünzen - dann eventuell sogar zu höheren Stückzahlenlimits - auf den Markt kommen.

Bei dem Swan ist derzeit auch Aufschlag zum Spot unerändert sehr geringfügig. Zum Sammeln würde ich solche Stücke stets den hochpreisigen "Proof" -Auflagen in Schmuckschatullen vorziehen..... Die gehen ja meist schon bei Ausgabe mit mindestens 30 Prozent Aufschlag zum Spot in den Markt. Da ist es dann ausgehend vom Einstand tatsächlich schwer, noch weiteren Wert zu entwickeln.

Beitrag 24.02.2018, 17:01

Goldbuddha
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Also die günstigste Variante Gold zu erwerben, ist unverändert die Barren-Form. Allerdings liegen im 1oz-Bereich die Preise für Barren und Standard-Anlagemünzen ( Marple Leaf, Krügerrand, Britannia usw. schon sehr nahe beieinander....

Beitrag 06.03.2018, 10:56

Goldbuddha
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Die Bestände des Schwan-Münze werden jetzt auch rar....

bei diversen Händlern ist die Münze nicht mehr verfügbar oder es werden für Reststücke schon beachtliche Aufschläge verlangt....

Um Ostern rum wird es wohl keine Stücke mehr unter 1200,- € geben.

Bei Dragon&Phoenix werden jetzt schon duchgehend Preise von ca. 1.300,- € und aufwärts verlangt.

Beitrag 06.03.2018, 11:36

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Indiana Jones
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Das Motiv für den Silberschwan mit Küken 2018 PP
Bild
Quelle: Perth Mint

Da freue ich mich schon auf den Goldenen smilie_01
Der silberne Drache&Tiger 2018 wird bestimmt auch megageil

Beitrag 06.03.2018, 12:12

Goldbuddha
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Mal sehen, ob es bei der Goldmünze bei der kleinen 5.000er Limitierung bleibt.

Das Goldstück dürfte aber vermutlich erst im Spätsommer auf den Markt kommen.

Beitrag 06.03.2018, 19:23

Lucky Hans
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Wenn die Verkäufe nicht anziehen,wird die Auflage wohl reduziert werden.
Genauso war es beim Wedge Tailed Eagle in Gold.
Ich schätze 4500Stk. smilie_08
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Beitrag 07.03.2018, 08:00

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Indiana Jones
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@ Lucky

den 1 oz Gold Wedged Tailed Eagle gibt es ausschließlich in Proof, also als hochpreisige Sammlermünze mit Box, Echtheitszertifikat und Umverpackung. Ausschließlich die 1/10 oz Gold Wedged Tailed Eagle gab es 2016 in Bullion. Die war auf 10.000 Stücke limitiert und geprägt wurden 9.839 Stücke (final mintage).


https://www.gold.de/kaufen/weitere-muen ... led-eagle/

http://www.perthmint.com/documents/Mint ... 311216.pdf

Beitrag 07.03.2018, 08:07

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lifesgood
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... wenn jede meiner Goldunzen einzeln in einer Box wäre, hätte ich ein massives Lagerproblem.
smilie_20

Aber zum Glück ist Bullion-Gold ja in Tubes ;)

lifesgood

Beitrag 07.03.2018, 08:17

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Indiana Jones
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lifesgood hat geschrieben:... wenn jede meiner Goldunzen einzeln in einer Box wäre, hätte ich ein massives Lagerproblem.
smilie_20

Aber zum Glück ist Bullion-Gold ja in Tubes ;)

lifesgood
@lifesgood smilie_01

100 Rollen 1/4 oz Goldmäuse 2008 ab ins Bankschließfach und gut ist es.

Hat 3 Vorteile:

1) Die 500 Unzen Gold passen in ein Bank Schließfach* (Kosten bei der Bank ca. 50 Euro im Jahr)
Lagerkosten 2008 bis 2018 : 10 x 50 Euro = 500 Euro

2) Mit 2.000 Münzen gehört dir beinahe die Hälfte der Gesamtauflage ( 5.541 final mintage)

3) Händlerankaufspreis: 750 Euro
https://www.aschhoff-edelmetalle.de/ank ... artner=gde

Rendite 10 Jahre

Kaufpreis 2008: 170,00 Euro x 2.000 Stücke = 340 000 Euro
Händlerankaufspreis 2018: 750,00 Euro x 2.000 Stücke = 1,5 Millionen Euro

Geschätzte Rendite: 1 160 000 Euro abzüglich 500,00 Euro Lagerkosten !

* Passen in ein mittelgroßes Bankschließfach, wenn man sie aus der Kapsel entnimmt

Beitrag 07.03.2018, 10:54

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lifesgood
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... bleibt die Frage, ob man auch 2.000 St. zu dem Preis verkauft bekommen würde. Wenn man 2.000 St. (= gut 36% der Gesamtauflage) auf den Markt wirft, wird das nicht zum Ankaufspreis für Einzelstücke klappen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Anfang Januar als der Spotpreis über 900 € war, wollte ich aus dem Firmenbestand 200 St. 1-Oz-Barren Palladium mit ausweisbarer MWSt. verkaufen.

Zuerst fragt man da an, wo am meisten bezahlt wird ...

Der hätte weder die 200 St. zu dem auf der HP genannten Preis abnehmen können und wollen, noch hätte er auf den ausgewiesenen (Netto-) Preis die MWSt. bezahlt.

Letztendlich sind die 200 Barren bei einem der Big Player gelandet (selbst der hat die Hälfte davon an einen anderen Händler weitergegeben wie ich später erfahren habe). Der hat zwar weniger bezahlt, aber die Menge war kein Problem und die Abwicklung vorbildlich.

Handel online fix gemacht - MWSt. wurde im Tax-Charge-Verfahren abgewickelt, am nächsten Tag die Ware vor Ort abgegeben, am übernächsten Tag Geld auf dem Konto.

2.000 St. Viertel-Unzer Mäuse sind sicherlich verkaufbar, aber in der Menge nicht für 750 €.

lifesgood

Beitrag 07.03.2018, 11:09

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lifesgood hat geschrieben:... bleibt die Frage, ob man auch 2.000 St. zu dem Preis verkauft bekommen würde. Wenn man 2.000 St. (= gut 36% der Gesamtauflage) auf den Markt wirft, wird das nicht zum Ankaufspreis für Einzelstücke klappen.

2.000 St. Viertel-Unzer Mäuse sind sicherlich verkaufbar, aber in der Menge nicht für 750 €.

lifesgood
Beim 2oz Goldtiger 2010 (Gesamtauflage:5.340 Stücke) hat ein reicher Ami vor knapp einem Jahr 800 Stücke an einem Tag auf den Markt geworfen, um das cash in ein Unternehmen zu investieren. Die Preise sind jetzt entsprechend im Keller. Deswegen ist beim Kauf von Gold ebenso wie bei anderen Investments "Diversifikation" das Zauberwort.
Zuletzt geändert von Indiana Jones am 07.03.2018, 11:12, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 07.03.2018, 11:12

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... mir reicht in der Masse die Wertentwicklung des Metalls.

lifesgood

Beitrag 07.03.2018, 11:13

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Indiana Jones
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...die "reicht" mir auch. Vor allem beim Silber

smilie_10

Beitrag 07.03.2018, 12:10

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lifesgood
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Beim Silber habe ich durch die zu frühen und doch recht umfangreichen Käufe letztes Jahr meinen durchschnittlichen EK pro Unze auf knapp 14 € erhöht : ( . Naja wenigstens immer noch unter dem Ankaufspreis der großen Händler. Aber unter 30 €/ Oz geht da bei mir sowieso kein Gramm raus.

Bei Gold sieht´s besser aus. Da liegt mein durchschnittlicher EK beim privaten Gold pro Unze knapp unter 500 €, bin also noch knapp 600 € pro Unze im Plus ;). Und Gold macht ja fast 70% meines Bestandes. Von daher - Alles gut!

lifesgood

Beitrag 07.03.2018, 12:22

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Indiana Jones
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An deiner Stelle würde ich das private Gold step by step verkaufen und mit den Gewinnen meine Anlage "up to date" bringen. Zum Beispiel mit goldenen Schwänen. Oder mit den bald zu erwartenden Silbernen. Very nice - sogar mit Küken. Aber Vorsicht: Finger weg vom EMU Hype. Der ist flugunfähig und eher ein hässliches Entlein als ein schöner Schwan.

Beitrag 07.03.2018, 12:33

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lifesgood
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... dazu habe ich weder Zeit noch Lust.

Gier ist mir fremd. Ich habe mittlerweile einen Stand der Zufriedenheit erreicht, der mich nicht mehr jedem Euro hinterherhecheln läßt ;)

Wenn Andere mit Sammlermünzen, Aktien oder Bitcoins bessere Gewinne machen, freut mich das für die. Aber ich verspüre keinerlei Drang es ihnen gleichzutun.

lifesgood

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