Wieviel EM für die Rente zurück legen ?

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

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Beitrag 05.04.2018, 18:39

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VfL Bochum 1848
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Gerade für Alltägliche Besorgungen, mittelfristig anfallende Reparaturen/Anschaffungen halte ich Bargeld vor. Das unterliegt freilich keinerlei Kursschwankung, man kann hier also punktgenau kalkulieren.

Ich gebe zu, manchmal juckts mich schon in den Fingern, "alles" auf die Karte "Gold" zu setzen, kann mich aber beherrschen, würd ich auch keinem anderen empfehlen.
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 05.04.2018, 18:52

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Indiana Jones
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Ich möchte nicht wissen, um wie viele 100 Milliarden Euro die Deutschen seit 2012 auf Grund schlechter Anlageberatung mit Schiffsfonds / Filmfonds und ähnlichen Verlustgeschäften auf dem grauen Kapitalmarkt geprellt wurden.


smilie_38
Zuletzt geändert von Indiana Jones am 06.04.2018, 08:50, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 05.04.2018, 19:05

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lifesgood
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Alle Eier in einen Korb zu legen ist nie besonders klug.
VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
Indiana Jones hat geschrieben:....
Also warum nicht alles kaufen, wenn man alles haben kann ?

Gold ist ähnlich wie Aktien wohl die Geldanlageform mit der größten Liquidität überhaupt.

Man kann es binnen Minuten in Bargeld ummünzen ...
Weil man dann eventuell zu teuer eingekauft hat und man bei Geldbedarf zu jedem Kurs (auch weit unter Einkaufspreis) verkaufen muss.
Indiana Jones hat geschrieben:Die Chance, Gold in Euro zu "teuer eingekauft zu haben" gab es in hundert Jahren von Mai 2011 bis April 2013 ungefähr 2 Jahre. Das ist auf den Zeitraum eines Jahrhunderts eine Wahrscheinlichkeit von 1 : 50, also statistisch zu vernachlässigen.
Die 2% Rechnung für zu teuer gekauftest Gold stimmt so auch nicht. Bzw. stimmt nur wenn man das Geld bis heute nicht gebraucht hat.
Es ist definitiv falsch, dass es in den letzten 100 Jahren nur 2 Jahre gab, in denen man zu teuer kaufen konnte, wenn man es wenige Jahre später hätte verkaufen müssen. Wer in den 80er des letzten Jahrhunderts gekauft hatte, brauchte bis 2004/2005 um seinen Einstandskurs wieder zu sehen. Einfach mal hier im Chart auf "max" klicken ;) https://www.gold.de/kurse/goldpreis/

Wobei die Chance günstig zu kaufen natürlich umso höher wird, je länger es sich vor sich hindümpelt und da haben wir doch auch schon einige Jahre hinter uns.

Auf jeden Fall, gehört eine metallene Absicherung dazu. Ob man sich dann hier mit den allseits empfohlenen 5, 10 oder gar 20% zufrieden gibt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich liege weit drüber. Nicht zuletzt deshalb weil sich kein anderer physischer Sachwert so schnell zu Geld machen läßt, wie Edelmetall.

lifesgood
Zuletzt geändert von lifesgood am 06.04.2018, 07:47, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 05.04.2018, 19:58

Salami6
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Das Thema hier lautet:
Wieviel EM für die Rente zurück legen
Zuletzt geändert von Salami6 am 06.04.2018, 15:45, insgesamt 1-mal geändert.
Träumer erwachet.

Beitrag 06.04.2018, 06:14

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Ladon
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Ich hab "sauber gemacht". Danke.


Insgesamt vielleicht alle ein wenig ruhiger werden?
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 06.04.2018, 15:44

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Hellweg
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Reicht meine Rente, oder benötige ich noch die Grundsicherung.
Bei den Rentenaussichten ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht so abwegig diese zu benötigen.
Gelobt sei der, welcher ein paar Goldmünzen sein eigen nennen kann.
Eine der wenigen Möglichkeiten sein Geld dem Zugriff des Staates zu entziehen.

Beitrag 06.04.2018, 20:39

Salami6
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Hellweg hat geschrieben:Reicht meine Rente, oder benötige ich noch die Grundsicherung.
Bei den Rentenaussichten ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht so abwegig diese zu benötigen.
Gelobt sei der, welcher ein paar Goldmünzen sein eigen nennen kann.
Eine der wenigen Möglichkeiten sein Geld dem Zugriff des Staates zu entziehen.
Meine Rente reicht nicht,die staatliche Grundsicherung brauche ich auch nicht.
Ich habe rechtzeitig vorgesorgt.
Vorsorge bedeutet vernünftig zu leben,mit dem Geld sinnvoll umzugehen und ein wenig auf die Seite zu legen ohne geizig zu werden.
Wichtig ist seine Ersparnisse selbst zu verwalten und gewinnbringend anzulegen,eine schnelle Verfügbarkeit ist das A und O.
Notfalls muß man in der Lage sein seine Anlagestrategie in kürzester Zeit zu ändern.
Ziel ist die finanzielle Unabhängigkeit.
Sinnvolle schnell verfügbare Anlagen sind z.Zt.Edelmetalle und Aktien,eine stille Bargeldreserve sollte immer vorhanden sein.
Leider machen sich viel zu wenig Leute Gedanken um die Rente oder erst wenn es zu spät ist.

Mit ein paar Unzen Gold wird das Rentenloch nicht zu stopfen sein,ich denke aber daß 5 kg reichen.
Träumer erwachet.

Beitrag 06.04.2018, 20:50

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lifesgood
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Salami6 hat geschrieben: Mit ein paar Unzen Gold wird das Rentenloch nicht zu stopfen sein,ich denke aber daß 5 kg reichen.
Kann man pauschal nicht sagen. Jemand der wenig braucht und eine hohe Rente hat kommt vielleicht auch mit 2 oder 3 kg hin. Ein Anderer mit niedriger Rente und hohen Ausgaben braucht 20 kg oder mehr.

Das muss jeder für sich selbst nach seinen spezifischen Voraussetzungen berechnen. Siehe auch mein Posting von Seite 1 dieses Threads: https://forum.gold.de/wieviel-em-fuer-d ... tml#188842

lifesgood

Beitrag 06.04.2018, 21:09

Salami6
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@lifesgood
Selbstverständlich ist das Rentenloch von Fall zu Fall verschieden.
Ich habe einen Durchschnittsverdiener mit netto 2400€ als Beispiel genommen.
Als Rente bleibt 1200€,das ergibt einen monatlichen Fehlbetrag von ca. 1200€.
Da Fahrtkosten zur Arbeit uä. wegfallen fehlen im Monat rund 1000€.
Mit 65 in Rente,bis 80 sind es 180 Monate,es fehlen 180000€(5kg Gold= 175000)
Vorzeitig in Rente gehen oder Altersteilzeit ist nicht eingerechnet.
Träumer erwachet.

Beitrag 07.04.2018, 06:47

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lifesgood
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Diese Rechnung setzt aber voraus, dass dieser Durchschnittsverdiener die kompletten 2.400 € auch ausgibt.

Tut er das, wovon soll er dann die 5 kg Gold kaufen?

Nehmen wir mal an, er braucht nur 2.000 €, dann kann er pro Monat 400 € sparen.

Im Alter fehlen dann nur 800 € pro Monat abzügl. ersparter Fahrtkosten sind es noch 700.

Macht pro Jahr 8.400 €. Das wären bei 15 Jahren Rentenbezug 126.000 € also nicht mal 4 kg Gold. Andererseits spart er im Jahr 4.800 € an. Also müßte er ohnehin gut 26 Jahre ansparen, um die Reserven für die 15 Rentenjahre zu haben.

Derjenige der das, was er verdient vollumfänglich ausgibt, braucht nicht darüber nachdenken, wie viel Gold er fürs Alter braucht, weil er es schlicht und ergreifend nicht kaufen kann.

lifesgood

Beitrag 07.04.2018, 07:03

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Indiana Jones
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Sparen heißt Konsumverzicht:

Kein Alkohol
Keine Zigaretten
Keine Luxusreisen mit Flugzeug, Schiff, Bus, PkW etc.
Keine neuen Klamotten
Kein neues Handy

usw.

Nur so funktioniert das.

Ich bin nicht Millionär weil ich viel verdiene sondern weil ich nichts ausgebe.
Manche nennen es Geiz. Ich bezeichne es als Tugend!

Beitrag 07.04.2018, 07:35

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lifesgood
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Indiana Jones hat geschrieben:Sparen heißt Konsumverzicht:

Kein Alkohol
Keine Zigaretten
Keine Luxusreisen mit Flugzeug, Schiff, Bus, PkW etc.
Keine neuen Klamotten
Kein neues Handy

usw.

Nur so funktioniert das.

Ich bin nicht Millionär weil ich viel verdiene sondern weil ich nichts ausgebe.
Manche nennen es Geiz. Ich bezeichne es als Tugend!
In erster Linie heißt Sparen, dass man weniger ausgibt als reinkommt.

Ob man dieses Sparen dann noch optimieren möchte, in dem man sich Dinge verkneift, an denen man Freude hat, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ich für meinen Teil hätte keine Lust, auf Dinge die mir Freude bereiten, zu verzichten um irgendwann mal der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.

Meinen Kiddis habe ich eine gute Ausbildung ermöglicht und alle haben ihr Erbteil schon in jungen Jahren erhalten. Den Rest werden sie nach meinem Ableben bekommen, aber ich werde mich sicher nicht in meiner Lebensführung einschränken, damit dann mehr übrig bleibt.

Und deshalb werde ich heute das schöne Wetter nutzen, um eine meiner beiden Vespas an meinen neuen Zweitwohnsitz zu überführen. Damit ich da auch eine stehen habe, wenn mir nach Vespafahren ist ;)

lifesgood

Beitrag 07.04.2018, 08:49

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VfL Bochum 1848
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Indiana Jones hat geschrieben:Sparen heißt Konsumverzicht:
...
Keine Zigaretten
...
...dann werd ich aber vollends verruckt und unausstehlich smilie_18 smilie_34 smilie_43
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 07.04.2018, 09:21

Salami6
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Indiana Jones hat geschrieben:Sparen heißt Konsumverzicht:

Kein Alkohol
Keine Zigaretten
Keine Luxusreisen mit Flugzeug, Schiff, Bus, PkW etc.
Keine neuen Klamotten
Kein neues Handy

usw.

Nur so funktioniert das.

Ich bin nicht Millionär weil ich viel verdiene sondern weil ich nichts ausgebe.
Manche nennen es Geiz. Ich bezeichne es als Tugend!
Wer auf der Überholspur lebt und am Monatsende der Kontostand bei Null oder in rot steht für den bedeutet sparen Konsumverzicht.
Ich würde bei den anderen das Wort sparen gegen das Wort Vorsorge ersetzen.
Es muß jedem klar sein daß bei Rentenbeginn 100% Arbeitslohn durch 50% Rente ersetzt werden.
Das bezeichne ich als Rentenloch.Hier muß ich vorsorgen durch monatliche Rücklagen,die sinnvoll angelegt eine gewisse Rendite bringen sollten.
Wenn ich dieses Rentenloch bis zum Rentenbeginn komplett abdecken kann bin ich finanziell unabhängig.
Das soll aber nicht heißen daß ich bis dahin mit Wasser und Brot lebe.
In die Zukunft schauen kann niemand ein Restrisiko bleibt immer: frühes Ableben,Krankheit,
falsche Kapitalanlage usw.
Aber vorgesorgt ob fürs Alter oder die Probleme des täglichen Lebens,lebt es sich viel besser.
Auf der Überholspur kann ich Engpässe wie defektes Auto ,Kühlschrank und Co mit Leasing überbrücken,das geht auch,fürs Alter gibt es dann noch die Tafel und im Altersheim 40€ Taschengeld im Monat.
Träumer erwachet.

Beitrag 07.04.2018, 09:31

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lifesgood
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Wohnort: zwei
... wobei auch ein zu spätes Ableben bei der Altersvorsorge ein "Risiko" darstellen kann.

Da hat man vorgesorgt, bis man 80 ist und wird 90 Jahre alt smilie_20

Sowas gibt's auch: Der Vater meiner Lebensgefährtin ist mit 60 in Rente gegangen, im Juni wird er 99 :shock:

Aber ernsthaft: Du hast schon Recht. Entscheidend ist, dass man kein "Rentenloch" hat und sein Leben in gewohntem Umfang ohne Existenz- und Zukunftsängste auch im Alter geniessen kann. Es reicht ja, wenn man die meist kommenden gesundheitlichen und körperlichen Einschränkungen ertragen muss, da braucht man nicht noch zusätzlich finanzielle Sorgen.

lifesgood

Beitrag 08.04.2018, 08:35

Goldsegen
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Zitat:
"Eine der wenigen Möglichkeiten sein Geld dem Zugriff des Staates zu entziehen."

Habe irgendwo mal gelesen, dass beim Verkauf von EM der Ausweis vorgelegt werden muss.
Stimmt das?

Ich hatte mal gesammelten alten Schmuck verhökert, da musste ich nichts vorlegen. Ist aber schon länger her.

Wenn das mit dem Ausweis stimmt, dann hätte auch der Staat Zugriff.
Gold zu haben hätt ich gern, doch ists für mich noch viel zu fern...
Palladium zu haben hätt ich gern...

Beitrag 08.04.2018, 08:40

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Indiana Jones
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Ja. Ist aber nur deswegen, damit die Händler keine Hehlerware ankaufen. Die Daten werden nicht an den Staat weiter geleitet sondern nur beim Händler gespeichert. Staats "Zugriff" auf dein Gold gibt es da keinen, da du im Falle des Verkaufes ja die Papierlappen genommen hast.

Beitrag 08.04.2018, 16:17

Mehrgoldfüralle
blabla..........

Hier die richtige Auskunft:

https://dejure.org/gesetze/AO/143.html

Insbesonders das Urteil des Bundesfinanzhofs beachten. Wer einem ordentlichen Händler Gold verkauft, darf damit rechnen, dass das seinem Finanzamt bekannt wird. Das geschieht mit Hilfe von Kontrollmitteilungen.

Beitrag 08.04.2018, 17:11

san agustin
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Indiana Jones hat geschrieben:Sparen heißt Konsumverzicht:

Kein Alkohol
Keine Zigaretten
Keine Luxusreisen mit Flugzeug, Schiff, Bus, PkW etc.
Keine neuen Klamotten
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Nur so funktioniert das.

Ich bin nicht Millionär weil ich viel verdiene sondern weil ich nichts ausgebe.
Manche nennen es Geiz. Ich bezeichne es als Tugend!
ist DAS der Sinn des Lebens smilie_08
mehrmals hier schon gehandelt / bekannt auch mit selben avatar auf SILBER.DE

Beitrag 08.04.2018, 18:29

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lifesgood
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... nur wenn der Wunsch Millionär zu sein größer ist, als der Wunsch nach Lebensqualität

https://www.youtube.com/watch?v=ezQs0sB8Q0s

Extreme sind nie gut im Leben. Das gilt für das Sparen genauso. Und man sollte nie vergessen, dass das letzte Hemd keine Taschen hat ... ;)

lifesgood

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