Ankauflisten und Verkauflisten zum idealen Preisvergleich

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

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Beitrag 23.12.2011, 12:08

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winterherz
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Hallo Forum,
ich stelle immer wieder fest, dass man bei einem Tausch von Münzen immer wieder von unterschiedlichen Angaben und scheinbar gegebenen Fakten ausgeht. Gerade beim Tausch Silber gegen Gold, Gold gegen Silber ist dies häufig der Fall. Bisher habe ich es mit Tauschpartnern immer so gehalten, dass man sich die günstigsten Verkaufspreise hieer von gold.de vornimmt und dann das Tauschverhältnis berechnet. Das scheint mir auch die fairste Lösung bei einem Tausch.
Jetzt ist es aber so, dass nicht alle Preise hier ermittelt bwerden können. So fehlen z.B. Preise für die 20 Mark Gold Bayerns oder Württembergs. Daher hier meine Fargen:
1. Hat jemand eine Ahnung, wo ich eine Preisliste mit realistischen An- und Verkaufspreisen finden kann.
2. Kann mir jemand hilfreiche Links mit Ankauflisten - Verkauflisten senden, die das Kaiserreich möglichst umfassend berücksichtigen.
3. Wie tauscht ihr Gold gegen Silber, Silber gegen Gold so fair wie möglich und zur Zufriedenheit der aller Tauschpartner?
4. Wie ermittelt ihr einen fairen Preis beim Verkauf von Goldmünzen-wie beispielsweise der 20 Mark Goldmünze Bayerns König Otto? Fair im Sinne von "nicht on spot" sondern einen realistischen Sammleraufschlag berücksichtigend?

Ich freue mich auf/ über alle hilfreichen Antworten!


Antworten wie : "Zufriedenheit hängt immer davon ab, worauf sich Tauschpartner einigen!" oder konstruerte, hypothetische Umstände des Tausches wie "Die Frage lässt sich nicht beantworten, weil es sein kann, dass jemand unter allen Umständen FIAT braucht!" sind nicht hilfreich.

Allen ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest
wünscht Euch Euer winterherz
winterherz

Beitrag 23.12.2011, 12:29

Stefonator
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Eine perfekte Lösung habe ich auch nicht parat. Aber: Ein Tauschverhältnis ist immer dann fair, wenn sich beide Seiten geeinigt haben. Soll kleine Klug...erei sein, sondern ist durchaus ernst gemeint.

Eine Idee für Kaiserreichmünzen ist die hier: www.captain-coin.com

Das sind allerdings auch immer nur Indikationen für die Aufschläge auf den Spot. Dass die Münzen hier nicht gelistet sind, zeigt doch, dass es in dem Segment wenig Liquidität gibt. Also kann es auch keine verlässlichen Preise geben. Verlässlich ist nur, was auch real bezahlt wurde.

Lange Rede...: Nimm eine Indikation von obiger Seite für die 20 GM Stücke. Dann dagegen einen Wert der Silbermünzen (Spot für Bullion und Spot + x für Sammlermünzen), setze das ins Verhältnis und der Rest ist ein Dreisatz...
Erfolgreich gehandelt auf Gold.de: 7 mal verkauft, 2 mal gekauft, 1 mal getauscht. Nur positive Erfahrungen bisher.

Beitrag 23.12.2011, 12:56

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winterherz
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@Stefanator
Vielen Dank, der Link hilft schon einmal weiter.

Natürlich hast du recht, dass ein gelungener Tausch oder Verkauf dadurch indiziert wird, dass alle Seiten zufrieden sind. Eine während des Tausches empfundene Zufriedenheit, kann, und das habe ich selbst schon erlebt, in Unzufriedenheit umschlagen, wenn durch eine Listung der Münze auf irgendeiner Seite, eine Auktion, die man gefunden hat, oder sonstige vermeindliche Fakten, die im Natz gefunden wurden, das Gefühl aufkommt, man habe zu viel für etwas gezahlt, oder eben zu wenig erhalten.
Aus diesem Grund scheint es mir fair, wenn man seine Preisvorstellung bei Verhandlungen, egal ob man Käufer oder Verkäufer ist, untermauern kann und nicht bloß gefühlsmäßig begründet.
Natürlich spielt auch der selbst gezahlte Preis bei einem Verkauf eine Rolle, da man ja nicht mit Verlusten tauschen oder verkaufen möchte. Da hilft aber auch der genannte Link nicht weiter, wenn man feststellen muss, dass der Materialwert so weit gesunken ist, dass man den selbst gezahlten Preis nicht mehr erreichen kann. Das alleine sorgt schon für eine unzufriedene Grundstimmung und sollte vom Verkauf abhalten.

Vielen Dank für deine Antwort und dir ein gesegnetes Fest
winterherz

Beitrag 23.12.2011, 14:47

Stefonator
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Eines haben wir mindestens gemein: Ich bin auch großer Fan der Münzen aus dem Kaiserreich. Schön zum Anlegen weil meist eher knapp über spot und trotzdem steckt sooo viel Historie da drin...


Auch dir ein Frohes Fest!!
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Beitrag 23.12.2011, 16:10

TiloS
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was hat der kaufskurs zu einem bestimmten termin mit einer späteren fairen preisfindung zu tun?
absolut nix
wenn man jetzt Silber verkaufen will, was man 30% teurer eingekauft hat, muß man beim Verkauf schon nach dem aktuell niedrigeren Kurs gehn, sonst muß man es eben lassen

Beitrag 23.12.2011, 16:17

dneef
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winterherz hat geschrieben:Hallo Forum,
ich stelle immer wieder fest, dass man bei einem Tausch von Münzen immer wieder von unterschiedlichen Angaben und scheinbar gegebenen Fakten ausgeht. Gerade beim Tausch Silber gegen Gold, Gold gegen Silber ist dies häufig der Fall. Bisher habe ich es mit Tauschpartnern immer so gehalten, dass man sich die günstigsten Verkaufspreise hieer von gold.de vornimmt und dann das Tauschverhältnis berechnet. Das scheint mir auch die fairste Lösung bei einem Tausch.
Jetzt ist es aber so, dass nicht alle Preise hier ermittelt bwerden können. So fehlen z.B. Preise für die 20 Mark Gold Bayerns oder Württembergs. Daher hier meine Fargen:
1. Hat jemand eine Ahnung, wo ich eine Preisliste mit realistischen An- und Verkaufspreisen finden kann.
2. Kann mir jemand hilfreiche Links mit Ankauflisten - Verkauflisten senden, die das Kaiserreich möglichst umfassend berücksichtigen.
3. Wie tauscht ihr Gold gegen Silber, Silber gegen Gold so fair wie möglich und zur Zufriedenheit der aller Tauschpartner?
4. Wie ermittelt ihr einen fairen Preis beim Verkauf von Goldmünzen-wie beispielsweise der 20 Mark Goldmünze Bayerns König Otto? Fair im Sinne von "nicht on spot" sondern einen realistischen Sammleraufschlag berücksichtigend?

Ich freue mich auf/ über alle hilfreichen Antworten!


Antworten wie : "Zufriedenheit hängt immer davon ab, worauf sich Tauschpartner einigen!" oder konstruerte, hypothetische Umstände des Tausches wie "Die Frage lässt sich nicht beantworten, weil es sein kann, dass jemand unter allen Umständen FIAT braucht!" sind nicht hilfreich.

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wünscht Euch Euer winterherz
Für mich ist stets die persönliche Schmerzgrenze vorrangig, die natürlich von den üblichen Bewertungstabellen und - seltener, da meine Käufe in der Regel Jahre zurückliegen - auch vom Einstandspreis bestimmt wird. Ich muß nicht verkaufen, und wenn ich in meiner Sammlung umdisponiere, dann eben nur zu diesem Preis.

Beitrag 23.12.2011, 16:23

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winterherz
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@ TiloS
Das ist ja genau, was ich sagte Dann muss man es lassen, ansonsten -iom Falle das man gezwungen ist zu verkaufen, ärgert man sich und geht mit einer Unzufriedenheit in einen Handel, der nix mit fairer Preisfindung zu tun hat, sondern mit dem Zwang verkaufen zu müssen. Und dieser Zwang resultiert dann aus einer persönlichen Notlage, die diese Unzufriedenheit hervorruft - Dies hat ber nix mit einer fairen Preisfindung zu tun
Das was ich sagte, richtig von dir zusammengefasst!
winterherz

Beitrag 23.12.2011, 16:33

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winterherz
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@ dneef:
Danke für den Beitrag
Wenn ich es dann richtig verstehe, dann wird der Preis zwischen Einstiegspreis, mittlerem Einkaufs- und aktuellem Verkaufspreis ermittelt/ festgelegt. Bedeutet also in der Umkehrung, dass der Preis auch weit unter dem aktuellen Verkaufreis liegen kann Also auch in der Nähe des niedrigsten Ankaufpreises
winterherz

Beitrag 23.12.2011, 19:06

Köni123
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Das Problem mit dem Sammleraufschlag bei Reichsgoldmünzen ist folgendes. Die Erhaltung. Wenn diese nicht richtig eingeschätzt wird passt alles nicht. Beispiel. Preussen 1878 C 20 Mark. In schlechter Erhaltung also sagen wir mal schön bis ss- gerade den Goldpreis Wert. Das sind z.Zt. ca. 285,- Euro. In einem guten ss sind wir schon bei 500,- Euro. Als vz bei 1000,- letztens bei Künker als f.st 2.300,- Euro. Also wer will das so genau Einschätzen? das geht nicht mit Liste, da es ein laufender Prozess ist. Da kann man sich nur Einigen.
Als nächstes Problem, wenn ich Gold in Silber tauschen soll, ist mir eigentlich die Umsatzsteuer auf Silber Schnuppe, die bekommen ich bei einem Verkauf des Silbers nicht wieder. Wenn ich natürlich tauschen will, also Silber Erwerben und mit Gold bezahlen möchte , müsste diese schon mit verrechnet werden. Dazu müssen sich die Tauschpartner allerdings wieder einig sein. Das ist die Schwierigkeit wenn man ein Tauschangebot einstellen möchte, aus welchem Blickwinkel geht man ran.

Beitrag 23.12.2011, 19:58

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winterherz
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@Köni123: Okay ich gebe dir Recht, dass bei seltenen Goldmrkstücken, der Verkaufswert im Vergleich zum Materialwert durch die Erhaltung enorm nach oben gepuscht wird. Wenn wir aber nun einen ganz normalen Wilhelm I nehmen mit einer Auflage von über 4.000.000 Stück. Da waren die meisten im Umlauf, die Stückzahl ist nict gerade gering. Da geht es doch "lediglich" um einen Preisunterschied von 15 - 20 %. Daher meine Frage, ob es eine gute nützliche Ankaufliste gibt.
winterherz

Beitrag 23.12.2011, 20:59

Köni123
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Hallo Winterherz,
ein normaler Willi I in Umlauferhaltung, also ss (viele Kratzer, starker Abrieb) bei einer 4 Mio Auflage, ist nur den Goldpreis wert. Ist es ein gutes ss in der Erhaltung würde ich 5% Aufschlag nehmen im Verkauf. Hier mal zwei Beispiele. Einmal ss und ein gutes ss.
Bild[/url]
Bild

Beitrag 23.12.2011, 21:51

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winterherz
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@Köni123: Danke für die Beispiele, die einiges deutlich machen, wenn man die beiden Willis so nacheinander sieht. Macht aber auch deutlich, dass eine Beurteilung eines einzelnen Stückes sehr schwer ist, wenn man -wie hier - keinen "Vergleichs-Willi hat.
Aber zu deiner Preisgestaltung habe ich noch eine Frage. Da mir der Spot bzw. Spot+5% recht gering erscheinen, bist du also der Meinung, dass ein ss nur Materialwert hat?
winterherz

Beitrag 23.12.2011, 22:11

Köni123
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winterherz hat geschrieben: Aber zu deiner Preisgestaltung habe ich noch eine Frage. Da mir der Spot bzw. Spot+5% recht gering erscheinen, bist du also der Meinung, dass ein ss nur Materialwert hat?
Im Verkauf unter Privatleuten. Beim Händler wirst du immer mehr zahlen müssen da er von irgend etwas leben muss.
Ich gehe so ran, bei einer normalen ss Erhaltung zahlt mir der Aufkäufer (gewerblich) maximal den Goldpreis, das Versandrisiko liegt auch noch bei mir. Für eine etwas bessere als ss Erhaltung bekommst du beim Händler auch nur den Goldpreis, also sollte auch da die Kirche im Dorf bleiben. Ebay kann man als Preisvergleich heranziehen, da dort die Gebühren aber für solche Stücke jämmerlich sind, läuft es zum Schluss darauf hinaus wie geschrieben. Der Käufer muss sich ja auch noch freuen, wenn du als Verkäufer höher heran gehst, kann der Käufer auch in der Bucht kaufen.
Wie schon geschrieben, falls du jemanden findest, der 10% über den spot zahlt für normales ss dann ist es gut. Bei Goldhändlern wie Ps Coins usw. wird z.T 10% über dem Spot angeboten, warum soll ein Privater dann von einem Privatem kaufen, wenn er es vom Händler auch bekommt, die Unsicherheit kommt ja im Privatgeschäft auch noch dazu.

Beitrag 24.12.2011, 22:21

GoldLover
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Hey Leute,

ich missbrauche jetzt mal diesen Faden, und frag euch mal was ihr für einen 10 oz Maple Leaf bezahlen würdet? Wäre 500€ angemessen?
Oder wisst ihr zufällig eine mögliche Bezugstelle?

Freue mich auf vieeeeele Antworten!
Wenn ihr Rechtschreibfehler findet, dürft ihr sie gerne behalten.

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