LV-Auszahlung....wohin damit

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 10.02.2015, 11:53

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Ruebe hat geschrieben:Die Restschuld beläuft sich auf ca. 60.000,- Eumels, zu viel um das (mit verbleibenden Reserven) tilgen zu können.
Die beste Geldanlage ist immer noch das Tilgen von Schulden.

Du könntest beispielsweise beide Lebensversicherungen auflösen (45k + 27k) und damit die Restschuld tilgen.
Anschliessend solltest Du zusehen, die Bank so schnell wie möglich aus dem Grundbuch herauszubekommen.

Beitrag 10.02.2015, 11:59

Joe-unze
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lifesgood hat geschrieben:Na und? Und wenn er 5 Porsches und Ferraris in der Garage haben sollte. Bekommt keiner geschenkt.
smilie_01
Abgesehen von denen die es geerbt haben, zahlen die meisten für etwas Vermögen einen hohen Preis. Ich kenne viele die vom Aufwachsen ihrer Kinder nicht viel gesehen haben weil Sie nur gearbeitet haben.

Zum topic... Neben der Schulden Tilgung schliesse ich mich Fata.Sibyllina Idee an:
Wenn man so gut aufgestellt ist sollte man auch mal an sich denken und sich einen Wunsch erfüllen.
Immer bedenken das sich das Leben ganz schnell verändern kann wenn z.B. plötzlich die Gesundheit nicht mehr mitspielt. Man muss auch mal im hier und jetzt leben.

Beitrag 10.02.2015, 12:13

Bregenpuschel
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lifesgood hat geschrieben:
Bregenpuschel hat geschrieben: Und du meinst ihn interessiert dann die Länge deines Hammers ? Hm...
Nein, deshalb habe ich hier auch weder etwas zu der Länge meines Hammers, noch zu meinen persönlichen Verhältnissen geschrieben ;)
Ich glaub ich kenne dich! Jetzt dämmerts mir... smilie_15
Zukunft und Vergangenheit sind relativ,
denn jede Vergangenheit war einmal eine Zukunft und jede Zukunft wird einmal eine Vergangenheit sein... (Julian Max)

Beitrag 10.02.2015, 12:20

Klecks
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@ lifesgood: Auch dir einen wunderschönen guten Tag, hab viel Spaß und behalte deine gute Laune smilie_10
Ich habe ja keine Ahnung, was dir in aller Frühe schon den Tag versaut hat. Trotzdem ein gut gemeinter Rat von mir: Lehn dich zurück, versuche in aller Ruhe die Aussage deines eigenen Avatars zu begreifen und überlege dann, wie dieser mit deinen Stänkerpostings der letzten Stunden in Einklang zu bringen ist.
Auch wenn eine ernste Frage zu einem wichtigen Thema gestellt wurde, darf eine Antwort mal einen flapsigen Spruch enthalten. Wir sind hier schließlich kein Trauerclub. Und gerade die von dir groß angeprangerten zwei Sprüche waren beide Teil von Posts, die ernsthafte und sinnvolle Antworten enthielten. Definitiv also gar kein Grund, die Verfasser derart anzugehen.

So, genug OT.
Ruebe hat geschrieben: Fiat-Geld möchte ich nur sehr ungern halten, da ich darin keinerlei Vertrauen mehr habe.
Das ist eine sehr gefährliche Einstellung.... Kurz-bis mittelfristig wird nämlich weiterhin Fiat sein, mit dem du deine Rechnungen zu begleichen hast. Es mag ja in tolles Gefühl sein wenn man seine 45k € für die nächsten Jahrzehnte in Gold und Silber gerettet hat. Bringt dir nur rein gar nichts, wenn du aus irgendeinem Grund demnächst mal einen größeren Betrag in Cash brauchst und dann der Kurs gerade abgesackt ist.
Nur mal als Beispiel aus dem täglichen Leben: Im Dezember, kurz vor Weihnachten, ist uns plötzlich und ohne Vorwarnung das Heizöl ausgegangen. Ohne Vorwarnung deshalb weil wir erst im September 2.000 Liter gekauft hatten. Grund war ein defekter Brenner, der das Öl zu 90% unverbrannt in die Atmosphäre gepustet hat. Neuer Brenner plus Tank neu füllen - Junge, das geht ins Geld! und das auch noch kurz vor Weihnachten!
Jetzt stellen wir uns mal vor, ich wäre im Oktober mit meiner ganzen Barschaft all in EM gegangen. Dann hätte ich zwei Monate später schon wieder verkaufen können - mit ca. 20% Verlust. Da nützt es mir gar nichts, dass der Brenner aufgrund eines Wartungsfehlers kaputt ging. Erst mal musste ich das Geld bar auf den Tisch legen und jetzt kann ich den Heizungsbauer verklagen. Das kann dauern. Und meine Kursverluste würde ich sowieso nicht ersetzt bekommen.
Was ich damit sagen will: "All in" ist immer die schlechteste Strategie, auch und gerade bei EM. Langfristig mag Gold ja sicherer sein als andere Anlagen, kurz- bis mittelfrisdtig kannst du damit trotzdem gewaltig in dei Miese gehen. Und wenn du wissen willst, wie lange "mittelfristig" bei Gold bedeuten kann, dann schau dir die Kurse zwischen 1985 und 2005 an!

Was Aktien betrifft: Auch mit 20k ist bereits eine vernünftige Streuung möglich und der Einstig kann sich auch jetzt noch lohnen. "Langweilige" Titel wie BMW, Telekom, Toyota oder Lufthansa können auch jetzt noch für Einsteiger interessant sein. Mann darf nur nicht vergessen, das Risiko mit einem Stop loss abzusichern und diesen regelmäßig anzupassen.

Ansonsten: Minimum 15k Barreserve halten. Und wie andere schon geschrieben haben: Das Leben genießen nicht vergessen! Ich würde von den 45k gleich mal ein paar Tausender für einen schönen (bisher nur immer zu teuren) Traumurlaub abzwacken. Lebensqualität und schöne Erinnerungen sind nämlich immer noch die wertvollste Investition.
Geizhälse sind unangenehme Zeitgenossen. Aber angenehme Vorfahren (Heinz Erhardt) smilie_16
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 10.02.2015, 12:39

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Polkrich
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Sehr ich ähnlich. Den Hauskredit würde ich als erstes versuchen zu tilgen, vielleicht auch nur einen Teil (30k von 45k, Restschuld 30k). Denn ob da ne Hypothek oder GS im Grundbuch steht, ist bei einem neuen Lastenausgleich bzw. Zwangshypothek völlig ohne Belang. Im Zweifel wird das Grundstück eben eher zwangsversteigert als ohne bestehende GS.

Ich halte das ebenso und habe Ende Januar mit einer kleinen Sondertilgung den Kredit unseres EFH komplett getilgt. Warte jetzt nur noch auf die Zusendung des Grundschuldbriefes, damit ich beim GBA die Löschung beantragen kann.

Eine gewisse Summe als Barbestand/Giralgeld ist def. notwendig. Je nach Lebenshaltungskosten/Niveau können Beträge ab 5.000€ reichen. Muss aber jeder für sich selbst ausrechnen.

Ich würde die restlichen 15k von oben so investieren:
- 5k in EM, wobei 2/3 Silber und 1/3 Gold, da Silber anhand der Ratio mehr Potential haben kann
- 5k in eine schöne Reise / Schiffsreise etc.
- 5k in ausgewählte Dividendentitel (Münchener Rück, Total, Chevron, Allianz, Nestle usw.)
Immer kritisch bleiben....

Erfolgreich gehandelt mit diversen Mitgliedern
Bewertungen: http://www.gold.de/forum/polkrich-t8272.html

Beitrag 10.02.2015, 12:43

Ruebe
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Hallo,

da ich plataoro in seiner Einschätzung recht gebe (ich wollte es nicht gleich so krass formulieren...bin halt neu hier), sehe ich die derzeit von mir in EM steckenden Werte (ausnahmslos im Tafelgeschäft gekauft) eher nicht als "gut in Sachwerten (Haus und EM) investiert".
Was sind denn 20.000,- Euronen für ein Rentenleben, das evtl. 10-20 Jahre dauert?
Als Zückerchen, wenn die Rente wie heute angegeben kommt OK, aber bei Rente z. B. auf H4-Niveau oder Einheitsrente (auch schon im Bundestag debattiert worden) ist das wenig.
Ob die Investition in Betongold wirklich gut war oder mir irgendwann mal wie ein Stein im Magen liegt wird sich erst noch zeigen müssen.

Auto brauch ich nichts neues, hab ´n Firmenwagen.
Bares muß ich nicht bunkern, da derzeit genug nachkommt und jedes Jahr noch einiges übrig ist.
Überraschende Ausgaben sehe ich nicht, aber ist schon richtig, dann wären sie ja auch nicht überraschend.
Letztendlich sehe ich keinen Engpass, wenn ich von dieser LV nicht´s bar zurücklege.
Auf Grund der vorgehenden Antworten werde ich mir von der LV-Auszahlung ordentlich was abzwacken und mir was gönnen....also danke für die Inspiration.

Renditefonds habe ich absolut keine Ahnung von, eben mal gegoogelt und zig bankrotte Fonds oder solche mit weit über 50% Verlust gefunden.
Außerdem will ich nicht in eine Geschichte investieren, die ich auf Grund der Weltwirtschaftslage (die Echte, nicht die aus den Medien) eher sterben sehe.

Der Vorteil bei EMs liegt mMn auch in dessen Anonymität - Tafelgeschäfte vorausgesetzt.
Beton, Fiat, Land, Aktien, Fonds usw. sind dagegen allesamt von Mutti abschöpfbar.
Und die werden schöpfen wenn es soweit kommen sollte, alles was sie in die Finger bekommen.

Deshalb weiß ich aktuell auch keine andere Lösung als möglichst viel davon wieder in EM zu bunkern.

Mag sein, daß meine Paranoia ausgeprägt ist, wenn ich aber auf Sicherheit und nicht unbedingt auf Profit gehen will und sich bei näherer Betrachtung alles mMn immer klarer in Richtung Crash und (Teil)Enteignung der Bürger entwickelt....was bleibt dann überhaupt noch?

Ich denke wenn ich das richtige gefunden habe um beruhigter leben zu können ist schon alleine das einiges wert :D

Gruß

Ruebe

Beitrag 10.02.2015, 13:11

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Ich denke wenn ich das richtige gefunden habe um beruhigter leben zu können ist schon alleine das einiges wert
Hallo Ruebe,

drücke Dir die Daumen, dass Du das richtige für Dich findest, wie sagt der Lateiner:

Melius est prevenire quam preveniri.

smilie_24
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Beitrag 10.02.2015, 13:42

Bregenpuschel
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Man weiß leider immer erst hinterher, ob eine Entscheidung richtig war. Trotzdem: allen alles Gute!
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Beitrag 10.02.2015, 13:45

Knoxler
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@Ruebe

Hier hat gestern mal jemand gerechnet:

http://admin.hartgeld.com/sozialsysteme.html

vllt. hilfts.


Gruß Knoxler
wunderbar gehandelt: mit Ratatoeskr, rosab2000, DuraAce, Eligius, d.pust, kintaro

Beitrag 10.02.2015, 13:46

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Dragonh3art
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Bregenpuschel hat geschrieben: smilie_08 Irgendwas mach ich falsch. Noch nicht mal 40? Wow...2 Autos auch noch?
Klar haben wir 2 Auto´s sind auch beide am Arbeiten und müßen jeder einige km am Tag fahren meine Frau ca.100 und ich ca.140.
Wir haben beide normal Job´s also nix Studiert und was weiß ich wo in der Hirachi. Ich bin Elektriker im Schichtdienst, Frau Öffentlicher Dienst Büro, das alles keine Hexenwerk. Ich laufe aber auch nicht mit einer 200€ Jeans rum und habe keine 300€ Schuhe an den Füßen.

Und 40 werde ich in ein paar Monaten aber das tut so weh wenn ich daran denke

smilie_20

Achja und mit meinem Sohn habe ich auf jeden fall genug Spaß, früher habe ich nur malocht seid dem der kleine da ist versuche ich mich vor jeder Überstunde zu drücken erst recht an Feiertagen. Zum Glück hat mein Vorgesetzter da verständnis für. Ich habe ihm das ganz ruhig erklärt das wenn er eine Arbeit hat die nur ich kann weil ich das als einziger schon einmal gemacht habe ich niemals nein sagen würde. Aber wenn es darum geht irgendwo Leuchtmittel zu wechseln was jeder andere in der Werkstatt auch machen kann dann möchte er mich bitte da raus halten. Die Zeit mit meinem Sohn kann mir keiner bezahlen oder ersetzen. Das hat er verstanden und auch akzeptiert.

Beitrag 10.02.2015, 14:15

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lifesgood
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@Klecks, auch wenn ich die ernsthafte und sinnvolle Antwort in Campers Posting immer noch verzweifelt suche, hast Du ja Recht smilie_24

Aber es bringt den Kreislauf in Schwung, wenn man sich morgens ein wenig aufregt :D

Dennoch finde ich es für ein Edelmetallforum, das sich Gold.de nennt erbärmlich, wenn auf eine ernsthafte Frage, was man mit 45 k€ anfangen sollte, die erste Antwort lautet, man solle auf einen Krieg hoffen, dann hat man die Probleme nicht mehr. Offensichtlich habe ich dafür nicht die richtige Art von Humor.

Aber BTT:

@Ruebe: Natürlich zweifeln wir alle am FIAT-System, deshalb sind wir ja hier.

Und wer noch keine 70 ist, wird den Crash vermutlich auch noch erleben.

Aber wissen wir, wie es abläuft? Kommt sofort eine drastische Geldentwertung, oder könnte es nicht vorher auch noch einen deflationären Schock geben? In dem Fall wäre es doch klug, noch ein wenig FIAT zu haben.

Da keiner weiss welches Szenario eintreffen wird, sollte man auch bei der Absicherung streuen.

Da Du ja das Darlehen nicht tilgen möchtest, könnte man daher durchaus über einen kleinen 5-stelligen Betrag als cash-Reserve für eine eventuelle Deflation nachdenken. Aber wirklich cash in kleineren Scheinen (50er max. 100er) und nicht auf dem Konto.

Kommt die Deflation nicht, kompensiert die Wertsteigerung Deiner Sachwerte den Verlust des Geldes locker. Kommt die Deflation kannst Du vielleicht noch das eine oder andere Schnäppchen machen, egal ob bei Edelmetallen oder sonstwo.

lifesgood
Zuletzt geändert von lifesgood am 10.02.2015, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 10.02.2015, 14:50

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Datenreisender hat geschrieben:Die beste Geldanlage ist immer noch das Tilgen von Schulden.

Du könntest beispielsweise beide Lebensversicherungen auflösen (45k + 27k) und damit die Restschuld tilgen.
Anschliessend solltest Du zusehen, die Bank so schnell wie möglich aus dem Grundbuch herauszubekommen.
Ich weiß nicht ob das jetzt der richtige Thread für meine Frage ist, ich stelle die hier trotzdem mal.
Ich habe hier im Forum des öfteren gelesen, dass es im Falle einer Hyperinflation auch nicht empfehlsenwert sei, Schulden zu haben. Das leuchtet mir nicht so richtig ein, da Schulden doch in diesem Fall "weginflationiert" werden, d.h. so gut wie nichts mehr wert sind. Warum ist das trotzdem nicht sinnvoll?

Danke schon mal für die Antworten (falls welche kommen)!
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Beitrag 10.02.2015, 14:55

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lifesgood
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... bei den letzten Währungsreformen war es so. Dass Guthaben und Bargeld stärker abgewertet wurden als Schulden.

Wer also einerseits Geld und andererseits Darlehen hatte, hat einen schlechteren Schnitt gemacht, als wenn er vor der Währungsreform seine Barschaften zur Tilgung verwendet hätte.
Für die Umstellung galt:

- abgeschlossene Verbindlichkeiten wurden mit einem Kurs 10 Reichsmark (RM) zu 1 DM (10:1) umgestellt;

- laufende Verbindlichkeiten wie Löhne, Renten, Pensionen, Pachten und Mieten im Kurs 1:1;

- Aktien wurden ebenfalls 1:1 umgestellt;

- Schuldverschreibungen, Hypotheken und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die Prämienreserven der privaten Versicherungen und die Bausparguthaben der Bausparkassen wurden im Verhältnis 10:1 umgestellt;

- die laufenden Beiträge blieben im Verhältnis 1:1 bestehen;

- Verbindlichkeiten des Reichs und gleichgestellte Verbindlichkeiten wurden nicht umgestellt, erloschen jedoch noch nicht.

- Bargeld und letztlich auch Sparguthaben wurden zum Kurs 100 RM zu 6,50 DM umgetauscht.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4hru ... schland%29

Das heißt von 100 RM Schulden blieben 10 DM Schulden.

Aber für 100 RM Guthaben gab es nur 6,50 DM

In der Hyperinflation sinkt der Wert der Schulden, das ist klar. Aber man kann auch nicht ganz ausschließen, dass es vorher eine starke Deflation gibt. Da könnte es passieren, dass die Schulden dann den Wert der Sicherheit übersteigen und die Bank zusätzliche Sicherheiten haben will.

lifesgood
Zuletzt geändert von lifesgood am 10.02.2015, 15:12, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 10.02.2015, 15:09

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Dragonh3art
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Wäre das heute überhaupt noch zulässig ???

Muß nicht alles mit dem gleichen Wert umgerechnet werden ???

Ich weiß bei unserer Wohnung damals wurde der selbe Umrechnungsfaktor €/DM für unsere Kredite genommen wie für das Guthaben oder alles andere Geld.

MfG
Dragonh3art

Beitrag 10.02.2015, 15:10

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Historix
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Ganz im Gegensatz zu Schulden für eine Immobilie..... smilie_16

Die wurden bei etwa gleichem Wert der erstandenen Immobilie dann ja doch "relativ" weniger... smilie_08

Also, Immobilien aler Art, inkl. der relativ mobilen EM, überstehen wohl die Inflation ganz gut, sicher besser als Bares.

Die derzeit gehypten "Modeanlagen" wie Oldtimer, Kunstschätze usw. allerdings bräuchten NACH der Reform wieder solvente Nachfrager - da würde es wohl ein wenig dauern, IMHO...

Dennoch habe auch ich mein Bemühen auf eine SCHULDENFREIE Immobilie konzentriert

smilie_02
Gold ist schön....schönes Gold ist schöner !
BAZINGA !

Beitrag 10.02.2015, 15:16

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lifesgood
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Historix hat geschrieben: Die derzeit gehypten "Modeanlagen" wie Oldtimer, Kunstschätze usw. allerdings bräuchten NACH der Reform wieder solvente Nachfrager - da würde es wohl ein wenig dauern, IMHO...

Dennoch habe auch ich mein Bemühen auf eine SCHULDENFREIE Immobilie konzentriert

smilie_02
Vollkommen richtig historix, in einem gewissen Alter möchte man ohnehin schuldenfrei sein.

Wenn man sieht was momentan bei Kunst- oder Oldtimerauktionen abgeht, kann man nur noch den Kopf schütteln. Für mich sieht das so aus, als ob die richtig Reichen auch wissen, dass es letztendlich nur Papier ist und sich egal zu welchem Preis noch ein wenig Spass gönnen, bevor es wertlos wird.

Anders lassen sich manche Preise nicht mehr rational erklären.

lifesgood

EDIT: @dragon: Die Euroumstellung war diesbezüglich auch keine richtige Währungsreform. Es wurde zwar die Währung umgestellt, aber es fehlte die Komponente der Entschuldung der Staaten. Da wir ja wissen, dass jedem Euro Schulden auch ein Euro Guthaben gegenübersteht, geht eine Entschuldung der Staaten nur, wenn auch entsprechend Vermögen/Guthaben vernichtet wird.

Auch wurde sie eben nicht aus der Not geboren, sondern war dem politischen Willen geschuldet. Ich habe dazu mal ein schönes Zitat gelesen, weiß aber leider nicht mehr von wem es ist "Der Euro ist eine Mißgeburt, entstanden durch die Vergewaltigung der Bürger"

Und auch in einer weiteren Komponente ist die Euroumstellung untypisch: Normalerweise kommt erst der Verfall der Währung und dann die Währungsreform. Bei der Euroumstellung war es eher umgekehrt ...
Zuletzt geändert von lifesgood am 10.02.2015, 15:35, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 10.02.2015, 15:34

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@lifesgood, Historix, Dragonh3art,

danke Euch, sehr interessante Darlegungen, weiß jetzt mehr smilie_24
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Beitrag 10.02.2015, 16:45

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lifesgood hat geschrieben:... bei den letzten Währungsreformen war es so. Dass Guthaben und Bargeld stärker abgewertet wurden als Schulden.



lifesgood
Trotzdem noch eine (dumme) Frage:
Muß den nach nach einer Hyperinflation zwangsläufig eine Währungsreform erfolgen?
Wenn nämlich nicht, würden dann aber doch Guthaben/Bargeld/Schulden/Verbindlichkeiten gleich stark abgewertet, oder nicht?
:oops:
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Beitrag 10.02.2015, 17:00

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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:Trotzdem noch eine (dumme) Frage:
Muß den nach nach einer Hyperinflation zwangsläufig eine Währungsreform erfolgen?
Wenn nämlich nicht, würden dann aber doch Guthaben/Bargeld/Schulden/Verbindlichkeiten gleich stark abgewertet, oder nicht?
:oops:
Was die Zukunft bringt wissen wir nicht.

Wir können uns aber anschauen, was in der Vergangenheit passiert ist, und das war selten gut für verschuldete Menschen (wie lifesgood oben schon beschrieb, Abwertung von Geldvermögen/Guthaben bei gleichzeitiger Aufwertung von Schulden!).

Wenn man sich in Vorbereitung auf mögliche kommende Situationen überhaupt traut Schulden zu haben, dann muß das ein variables Darlehen sein, das täglich getilgt werden kann, zum Beispiel in einer Hyperinflationsphase des Euro durch Verkaufserlöse aus Devisen oder Edelmetallen. Bei der in Deutschland üblichen Zinsfestschreibung kommt man sonst nämlich nicht schnell genug und zu einem günstigen Zeitpunkt/zum Wunschtermin aus dem knebelnden Mantel des Kreditvertrages heraus ... (und kann dann ggfs. hilflos zusehen, wie Bankenlobby und Regierung zu Ungunsten des Kreditnehmers üble Regelungen/Bedingungen schmieden).

Beitrag 10.02.2015, 17:49

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Danke Datenreisender,

ich bin schuldenfrei und das soll/wird dann auch so bleiben, meine Frage war mehr hypothetischer Natur, kann ja durchaus überlegenswert sein einer eventuell irgendwann zukünftig drohenden Hyperinflation durch Umschichten von Geld in Sachwerte (früh genug Schulden machen) ein Schnippchen zu schlagen.

Nochmal danke smilie_01
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