drei 1Kg Barren oder mehrere kleine?

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 17.07.2015, 12:03

marko
½ Unze Mitglied
Beiträge: 5
Registriert: 17.07.2015, 01:28
Hallo,
ich bin neu hier und kenne mich auch mit der Anlage in Edelmetallen nicht sonderlich aus. Ich bin dabei mich in das Thema einzulesen bin aber trotzdem noch unsicher in einfachen Anfängerthemen und ich erhoffe mir mit diesem Thread ein paar Antworten zu erhalten.
Ich habe auch noch nicht herausfinden können wie die Grundstimmung in diesem Forum so ist, daher möchte ich mich schonmal entschuldigen wenn ich mit meinen Fragen jemandem zu nahe trete (in manchen Foren geht es ja recht rau zu), vermutlich kann ich mir die meisten Fragen auch durch benutzen der Forensuche selbst beantworten. Das Problem ist nur, ich bin noch an einem Punkt an dem ich mir unsicher dabei bin von Spezialfällen zu verallgemeinern.

Es geht um folgende Situtation:

ein Anleger möchte einen Teil seines Vermögens in Goldbarren anlegen, die Investitionssumme liegt beim aktuellen Gegenwert von 3 Kg Gold.
Welche Argumente sprechen dagegen drei 1Kg Barren zu kaufen? Sollte man vieleicht eher kleinere Barren kaufen, irgendwie mischen, was würdet ihr raten?

Was ist eurer Meinung nach die geeigneste Art der Lagerung dieser Menge (Schließfach, mit oder Ohne Versicherung dann aber vieleicht auf mehrere Schließfächer bei verschiedenen Banken aufteilen, Vergraben, etc )?

Und als letzte Frage, würdet ihr solche Menge Gold bei einem Onlinehändler kaufen oder geht das vieleicht auch bei der Bank/Sparkasse?

Beitrag 17.07.2015, 12:51

EM_Sammler
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 156
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Wohnort: Süddeutschland
Erstmal willkommen hier im Forum.

So viele tiefgehende Fragen auf einmal zu stellen, wird hier ein leichtes Chaos auslösen.
Bevor hier jemand wirklich auf diese Fragen antworten kann, solltest Du uns mitteilen was hinter Deiner Absicht steckt, 3 Kilo Gold zu kaufen. Dies könnte z.B. Altersabsicherung, Wertesicherung, Krisenabsicherung, Schwarzgel.. lassen wir das. Daraus resultiert natürlich auch der mögliche beabsichtigte Wiederverkaufszeitpunkt des Goldes. Wenn ich vorhabe mit physischen Gold zu handeln, ist es möglicherweise sinnvoller, kleinere Blistereinheiten zu kaufen. Wenn ich das Maximum an Edelmetall haben möchte und nicht vorhabe mittelfristig zu verkaufen, dann die Kilo Barren.

Bezüglich der Lagerung des Goldes gibt es ebenfalls viele verschiedene Ansichten. Je nachdem wieviel Angst und Verfolgungswahn ein Edelmetallanleger mitbringt, splittet er das Gold auf verschiedene Banken und möglicherweise auf verschiedene Länder. Dies hängt natürlich auch mit der Menge des Edelmetalls zusammen. Schließfach, eigener Tresor, vergraben, mit oder ohne Versicherung, dies hängt alles von den eigenen Ängsten ab, da wirste hier unzählige Antworten bekommen. Wenn ich vorhabe 3 Kilo Barren im Keller einzumauern ist dies definitiv auch einfacher als 100 Blister mit 1 Oz.

Bei dieser Menge würde ich definitiv persönlich einen Händler / eine Bank aufsuchen. Preise kann man ja telefonisch anfragen und vorher vergleichen.

Beitrag 17.07.2015, 12:52

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Fortuna
10 Unzen Mitglied
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Wohnort: Kärnten
marko hat geschrieben:Hallo,

Welche Argumente sprechen dagegen drei 1Kg Barren zu kaufen? Sollte man vieleicht eher kleinere Barren kaufen, irgendwie mischen, was würdet ihr raten?

Was ist eurer Meinung nach die geeigneste Art der Lagerung dieser Menge (Schließfach, mit oder Ohne Versicherung dann aber vieleicht auf mehrere Schließfächer bei verschiedenen Banken aufteilen, Vergraben, etc )?

Und als letzte Frage, würdet ihr solche Menge Gold bei einem Onlinehändler kaufen oder geht das vieleicht auch bei der Bank/Sparkasse?
Nun ich versuche mal aus meiner Sicht zu antworten.
Es hängt immer davon ab, was der Anleger will, einfach "nur" Gold haben oder evtl eine Sammlung aufbauen?
Grundsätzlich spricht für einen Kilo Barren das niedrige Aufgeld, kann man aber auch mit Nachprägungen von z.B. den österreichischen Kronen erreichen.
Meiner Meinung nach sind Goldkilos recht schlecht an den Mann zu bringen, wer hat schon soviel FIAT auf einmal rumliegen, daher bevorzuge ich die Anlage in Unzen oder noch kleiner. Leider bin ich nicht in der Lage soviel auf einmal kaufen zu können, weshalb mein Fokus allein schon daher auf kleinere Münzen/Barreneinheiten liegt. Da ich mir die Teile auch mal ansehen will, liegt ein Teil bei mir zuhause, der Rest im Schließfach.
Bei der Größenordnung ist sicher ein Schließfach am sinnvollsten, außer derjenige will das Gold nach Indien schmuggeln, aber Kilos fallen beim Zoll halt eher auf... smilie_10

Händler wäre sicher die beste Lösung und persönlich abholen, beim Onlineversand nur versichert mit Intex. Meiner Erfahrung nach haben Banken höhere Aufschläge als Händler, deshalb lieber einen seriösen Händler bevorzugen

Beitrag 17.07.2015, 14:25

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Zurrak75
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 66
Registriert: 14.04.2015, 11:14
Lieber Fragensteller,

ich gehe mal von 100.000 Euro aus, die in Gold umgewandelt werden sollen.
Persönlich würde ich keine 3 1-Kilo Barren kaufen. Da muss man, wenn man Geld braucht einen ganzen wieder hergeben und dann braucht man vielleicht nur 10.000 Euro.
Aus persönlichen Vorlieben würde ich aufteilen in:
3x 500g
4x 250g
3x 100g
4x Goldmünze 50 Pesos Mexico (37,5g)

Das ist jetzt nicht so die Menge die Platz braucht aber man ist viel flexibler.
Sind noch ein paar Hundert Euro da, würde ich einen Einbausafe nehmen. Banken können schließen.

Kaufen würde ich sogar online aber bei 100.000 Euro würde ich eine Lieferung per Werttransport bevorzugen oder selbst abholen.

Das alles sind persönliche Meinungen und Danke, das ich ein bisschen träumen durfte. Mal Gold für 100.000 in einen Warenkorb legen ist schon geil :)
. smilie_14
Mit freundlichen Grüßen

Beitrag 17.07.2015, 15:29

alexm1003
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 209
Registriert: 21.09.2010, 19:32
Niemand weiss wie die Lage in 10 Jahren ist. Goldverbot oder nicht, Steuern bei Verkauf, Exportverbot, Vermögenssteuer, Bargeldverbot, Schwarzhandel ...
Deshalb: kleine Einheiten, international bekannte und handelbare (tauschbare) Münzen, keine Barren oder grosse Einheiten. Also der Einfachheit halber einen Sack Sovereigns oder Dukaten kaufen, eventuell noch den einen oder anderen Krügerrand und gut ist.

Beitrag 17.07.2015, 16:58

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Goldistan
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Kleinere Stückelung in mehreren Wellen kaufen, möglichst immer, wenn der Preis gerade etwas runtergekommen ist (wie jetzt).

Wenn du den Barren nicht gerade einmauern willst, stellt sich auch für mich die Frage nach Deinem Ziel bezüglich möglichem späteren Weiterverkauf / Umtausch. --> ergo wahrscheinlich kleinere Stückelung, sei es in Barren- oder Münzform.

Bei so einer Menge empfehle ich Dir zudem
- einen Gewerbeschein zu holen
- beim Goldbarrengießer anzurufen
- alle Zwischenhändler bis zur letzten Großhändlerstufe auszuschalten

und entsprechend zum Händlerpreis einzukaufen. Es gibt selbst bei den Whitelabel-Versendern zwei, die Dir Premiums zum Spotpreis durchreichen. (damit meine ich z.B. alte verbeulte Münzen)

Wenn das zu kurz erklärt war --> Privatnachricht.

Beitrag 17.07.2015, 19:51

marko
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Zunächst mal vielen Dank für die Antworten. Da die Frage nach den Hintergründen aufkam, es geht darum Vermögen diversifiziert anzulegen. Bei den Zinsen die es zur Zeit gibt, macht es ja keinen Sinn Geld das man auf absehbare Zeit nicht braucht unbedingt auf dem Konto liegen zu haben.
Einen Teil in Edelmetallen anzulegen scheint mir Sinnvoll. Ein möglicher weiterverkauf ist zunächst nicht geplant, aber man weiß ja nicht was die Zukunft bringt. Mit anderen Worten es geht um Geld das, wenn unser Finanzsystem nicht zusammenbricht, tatsächlich nicht gebraucht wird, ein Verkauf der Goldes würde also nur in einer akuten Krisensituation stattfinden.

Beitrag 17.07.2015, 20:53

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Meine Empfehlung für eine Investitionssumme in einer Größenordnung von 100k:

Einige Tubes weltweit gängiger und bankhandelsfähiger Münzen kaufen,
zum Beispiel 1 oz Krugerrand und 1 oz Maple Leaf.

Vorteile gegenüber großen Barren:
- leichter teilbar und bei Bedarf teilweise veräußerbar,
- leichtere Prüfung auf Echtheit möglich,
- größere Akzeptanz bei Verkäufen, größere Zielgruppe.

Risiken ausschließen/minimieren durch:
- Kauf über die Hausbank,
- Lagerung in einem Bankschließfach bei der Hausbank (kleines Tresorfach ca. 30-50 € jährlich),
- Versicherung über die Hausbank oder extern (ca. 1 Promille der Versicherungssumme jährlich),
- evtl. Verkauf ebenfalls über die Hausbank.

Bei derartigen Summen macht es m. E. keinen Sinn, über Online-Shops im Internet zu kaufen, die Ware per Paketdienst zu verschicken, die Ware irgendwo selbst abzuholen, oder vielleicht zur Belustigung der Nachbarn sogar einen Sicherheitsdienst mit Geldtransporter vor der Tür stehen zu haben. Auch eine Lagerung zu Hause dürfte relativ unzweckmäßig sein, sofern nicht der entsprechende Tresor mit der entsprechenden Versicherung vorhanden ist.

Auf die einigermaßen absurden Tipps, wie zum Beispiel die Beantragung eines Gewerbescheins (die Selbstständigen unter uns wissen, was das für einen finanzamtlichen und behördlichen Rattenschwanz nach sich zieht) und den Kauf von verbeultem Altgold, gehe ich lieber nicht ein.

Beitrag 18.07.2015, 00:17

marko
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1 oz Maple leaf Tubes zu kaufen klingt natürlich auch nach einer guten Idee so wie du es erklärst. Ich bin Momentan noch etwas hin und hergerissen, wie stark macht sich denn das "Aufgeld "(heist das so) bemerkbar, also im Verlgeich von 3 Kg Münzen und 3x1 Kg Barren, insbesondere wenn man bei der Hausbank kauft?
Ich vermute die Barren sind dann in erste Linie für die Industrie (und Sammler) gedacht/relevant, oder in welchem Szenario wäre es für einen Privatanleger denn besser keine Tubes zu kaufen sondern die großen Barren?

Beitrag 18.07.2015, 01:00

Louisdor
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Entscheidend ist hier das Verhältnis zum Gesamtvermögen. Wenn ich nur Summen um die 30.000 benötige,
für neues Auto oder Hausrenovierung, spricht nichts gegen die 1kg Barren, wo meist An- und Verkauf dann
über die Bank abgewickelt werden. Im Allgemeinen ist eine Stückelung von 250g Barren durchaus sinnvoll.
Die Lebensumstände spielen immer eine große Rolle, wenn zum Beispiel der Wert für die Altersvorsorge
eine bedeutende Rolle spielt, dann hat die Aufteilung in einzelne Unzen weit größere Vorteile. Und wer sich
nur mit einem kg Barren wohl fühlt. Warum nicht? Es gibt größere Probleme, er wird es bestimmt ohne
größeren Verlust überleben? smilie_24

Beitrag 18.07.2015, 01:22

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marko hat geschrieben:1 oz Maple leaf Tubes zu kaufen klingt natürlich auch nach einer guten Idee so wie du es erklärst. Ich bin Momentan noch etwas hin und hergerissen, wie stark macht sich denn das "Aufgeld "(heist das so) bemerkbar, also im Verlgeich von 3 Kg Münzen und 3x1 Kg Barren, insbesondere wenn man bei der Hausbank kauft?
Hier mal als Beispiel die aktuellen Kurse der Edelmetallkasse der Stadtsparkasse München:
https://www.sskm.de/download/banking/kurse/WWWEM.pdf

Goldbarren 1 kg = 34.104 €
bei 3 kg bedeutet das 102.312 €

Goldmünzen 1 Unze Maple Leaf = 1.093 €
bei 96 Unzen (= 2,986 kg) bedeutet das 104.928 €

Goldmünzen 1 Unze Krugerrand = 1.095 €
bei 96 Unzen (= 2,986 kg) bedeutet das 105.120 €
marko hat geschrieben:Ich vermute die Barren sind dann in erste Linie für die Industrie (und Sammler) gedacht/relevant, oder in welchem Szenario wäre es für einen Privatanleger denn besser keine Tubes zu kaufen sondern die großen Barren?
(Große) Barren sind eigentlich nur aus zwei Gründen interessant:
- geringerer Aufpreis zum Spot (wobei der Aufpreis auch die Beliebtheit eines Goldanlageproduktes ausdrückt und der spätere Ankaufspreis dann natürlich auch wieder entsprechend niedriger ist),
- bessere Lagerbarkeit (96 Münzen in Tubes nehmen natürlich mehr Platz weg, als drei 1kg-Barren, wobei das bei dieser Größenordnung absolut zu vernachlässigen ist, interessant wird das eigentlich erst, wenn deutlich größere Mengen Gold gelagert werden müssten).

Wobei "groß" natürlich relativ ist:
Ein 1kg-Barren passt in eine Zigarettenschachtel, von daher wirst Du eventuell enttäuscht sein.
Der "Standard-Barren" wiegt 400 Unzen = 12,441 kg und ist in etwa so groß wie ein Ziegelstein.

Beitrag 18.07.2015, 08:22

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VfL Bochum 1848
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Hallo Marko,

vor allem würde ich die Gesamtmenge an Gold nicht auf einmal kaufen, gerade im Moment deutet einiges auf weiter fallende Kurse hin, würde also Teilmengen in zeitlichen Abständen kaufen (Cost-Average-Effekt).
Weiter sollte überlegt werden, in Tranchen bis 14.999 EUR zu kaufen (fällt natürlich bei 1 kg-Barren weg), Stichwort Geldwäschegesetz, schaust Du hier:

http://www.gold.de/gold-anonym-kaufen.html

smilie_24
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 18.07.2015, 09:30

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winterherz
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Hallo Marko,
eigentlich alles gesagt, nur noch nicht von jedem.

Auch ich tendiere zu den kleinen Stückelungen, denn:
- man kann sie besser in Teilmengen verkaufen, als 1 kg-Barren (logisch, denn das gibt ein Kilobarren nicht her)
- in mehreren Margen kaufen (cost-average)
- Tafelgeschäfte bei EM-Händler n
- das Aufgeld rechtfertigt deine Frage, ist aber aus meiner Sicht zu vernachlässigen, denn es wird ja auch bei einem Verkauf zum Tregen kommen
- Lagerung nach Eichhörnchen-Prinzip möglich
winterherz

Beitrag 18.07.2015, 10:35

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marco11111
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winterherz hat geschrieben:Hallo Marko,
eigentlich alles gesagt, nur noch nicht von jedem.
...
Nein, noch nicht ganz 8)

Ich würde zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch überlegen, einen Teil der Summe in 20-30 kg Silber zu investieren.

Beitrag 18.07.2015, 11:08

pvdb
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Selbst würde ich bei dieser Menge nur Münzen erwerben in der Aufteilung etwa 60% 1 Unzen, 30% 0,5 Unzen und 10% 1/4 Unzen. Käufe nur in Bar bis max. 15k, also gesplittet auf mehrere Käufe.

Keine Sammler Münzen, sondern nur Anlagemünzen, keine Barren. Als ich Anfang war ich auch für Barren und sehe das heute anders, weil es einfach zu große Stücke sind.

Aber letztendlich sind diese kleinen Details nicht so wichtig, solange du im Investment drinnen bist.

Beitrag 18.07.2015, 11:10

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eisendieter
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Wohnort: Ostseefjord Schlei und Madeira
Für den aktuellen Preis von 3x 1kg Barren bekomme ich 488x 20 Kronen.

Zum gleichen Preis ist das ein Feingewicht von 2,975 kg, also 0,83% teurer. Das entspricht der Schwankung an einem stinknormalen Handelstag in die ein oder andere Richtung.

Ich müsste also nicht überlegen, was ich tun würde, 20 Kronen schick in Tubes verpackt machen auch was her, vor allem, wenn man mal eine vor sich ausleert.

Und der wahnsinnige Vorteil der Stückelung steht über allem. Aktuell sind die österreichischen Nachprägungen meine Favoriten.
Erfolgreich gehandelt: ja

E PLURIBUS UNUM

Beitrag 18.07.2015, 11:32

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Goldistan
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Datenreisender hat geschrieben:Auf die einigermaßen absurden Tipps, wie zum Beispiel die Beantragung eines Gewerbescheins (die Selbstständigen unter uns wissen, was das für einen finanzamtlichen und behördlichen Rattenschwanz nach sich zieht) und den Kauf von verbeultem Altgold, gehe ich lieber nicht ein.
Oh doch, bitte. Dann kann jeder abwägen, ob es das wert wäre in Relation zur absoluten Euro-Ersparnis des eigenen Einkaufspreises. Bei 100 K dürfte der Aufwand nämlich längst im Zeit-Breakeven landen. Beweis das Gegenteil. smilie_02

Witzig find ich auch, dass auf mein Posting hin Händler anfragen per PM. Die Tipps zum günstigeren EK sind auf Enduser gemünzt, nicht auf Wiederverkäufer. Es ist geht nach wie vor darum, das Obst günstiger zu kaufen im Zeitfenster und nicht das Tagesschnäppchen im viel zu teuren Wochenpeak des Goldpreises zu machen.

Beitrag 18.07.2015, 12:51

noses
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Datenreisender hat geschrieben:Auf die einigermaßen absurden Tipps, wie zum Beispiel die Beantragung eines Gewerbescheins (die Selbstständigen unter uns wissen, was das für einen finanzamtlichen und behördlichen Rattenschwanz nach sich zieht) und den Kauf von verbeultem Altgold, gehe ich lieber nicht ein.
Als jemand, der schon mehrere Firmen gegründet hat und mehrfach Gewerbe angemeldet hat (u. a. einen Stromerzeuger, um mir die Umsatzsteuer für die Solarzellen zurückerstatten zu lassen) kann ich nur sagen, daß das die Informationsqualität des Kopp-Verlages, den Du so gerne zitierst, erreicht.

Beitrag 18.07.2015, 12:57

noses
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eisendieter hat geschrieben:Für den aktuellen Preis von 3x 1kg Barren bekomme ich 488x 20 Kronen.

Zum gleichen Preis ist das ein Feingewicht von 2,975 kg, also 0,83% teurer. Das entspricht der Schwankung an einem stinknormalen Handelstag in die ein oder andere Richtung.

Ich müsste also nicht überlegen, was ich tun würde, 20 Kronen schick in Tubes verpackt machen auch was her, vor allem, wenn man mal eine vor sich ausleert.

Und der wahnsinnige Vorteil der Stückelung steht über allem. Aktuell sind die österreichischen Nachprägungen meine Favoriten.
Das ist so ziemlich der bis jetzt beste Ratschlag in dieser Diskussion. Die Dinger haben zwar die erotische Ausstrahlung der Kanzlerin, aber man will sie ja wegen der inneren Werte. Nur habe ich noch nie passende 20er-Röhren für 10 und 20 Kronen gesehen (ich glaube, das hatten die Ösis bei der Produkteinführung einfach verschlafen).

Wenn es nicht ganz so toll aussehen muß, bekommt man bei der Postbank immer noch kostenlos Rollen-Papier für Münzen. Ich habe jetzt schon mehrere Büroeinbruchsszenen gesehen, aber Münzrollen unterhalb von 50-Cent-Stücken sind immer liegengeblieben.

Beitrag 18.07.2015, 15:31

marko
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Nochmals vielen Dank, es gibt zwar noch offene Fragen bzw. Aspekte bei denen ich noch nicht alle Argumente abwiegen konnte, aber ich denke das ich die Frage der Stückelung für mich klären konnte.
Ich bin mir nun ziemlich sicher, dass ich anstelle der Barren eher ausschließlich Münzen kaufen werde, die Argumente dafür haben mich überzeugt. Aus dem Beispiel von Datenreisender konnte ich entnehmen, dass bei einem Kauf von Maple Leaf Münzen, das Aufgeld zu den Barren bei knapp 2,5% liegt, dass wäre zu verkraften. Ich würde in jedem Fall bei Anlagemünzen bleiben da ich mich mit den Sammlermünzen nicht auskenne und unnötige Fehler vermeiden möchte.
Bei den Kronen bin ich unsicher, so wie ich es verstanden habe, handelt es sich hier schon um Anlagemünzen, aber es gibt da wohl einen Unterschied zwischen Nachprägungen und Originalen, auch das es sich um 21,6 Karat Münzen handelt und nicht um 24 Karat Münzen (wie z.b. die Maple Leaf) es für mich (als Laien) erstmal ein Argument dagegen. Allerdings ist mir auch klar das der Krügerand (der auch mir schon vorher als Anlagemünze bekannt war) auch nur 22 Karat hat.
Von daher ist das wohl kein wirklich es Argument. Ist ist aber durchaus ein Argument, dass das Aufgeld nur 0,86% beträgt; ist das wirklich so?
Ich gebe ehrlich zu, dass mich die Auswahl bei den Münzen noch etwas überfordert, ich kann noch nicht einschätzen was genau die Vorzüge der verschiedenen Optionen sind.

Das Argument nicht alles auf einmal zu kaufen sondern in kleineren Margen leuchet mir auch ein (Cost Avarage Effekt, wenn der Goldpreis wirklich sinkt), auch wenn ich ich mir wegen der Geldwäschegesetzgebung keine Gedanken machen muss, ich sehe erstmal kein Problem damit das die Bank das meldet. Das man es zur Prävention einer Registrierung als Goldbesitzer im Zusammenhang eines möglichen Goldverbotes vermeiden sollte, leuchtet mir schon eher ein aber ich weiß nicht so recht ob das wahrscheinlich genug ist um es zum alleinigen Kriterium zu machen.

Um es kurz zu machen: Ich denke ich werde ausschließlich 1oz Münzen kaufen (bzw. ein Äquivalent) und diese in mind. zwei Schließfächern bei verschiedenen Banken lagern, wegen der Versicherung werde ich mich erstmal bei den Banken informieren, ein paar Promille des Wertes pro Jahr klingt ja durchaus Sinnvoll.
Bleibt also nur noch zu entscheiden welche Münzen.

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