drei 1Kg Barren oder mehrere kleine?

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 18.07.2015, 16:17

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Gold-Guru
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marko hat geschrieben:Bleibt also nur noch zu entscheiden welche Münzen.
Du könntest auch mischen. Wichtig wäre zu beachten, daß ausschließlich bankhandelsfähige Münzen gekauft werden, die weltweit bekannt sind und immer und überall problemlos akzeptiert werden.

Das wären, jeweils in der gängigsten Größe 1 oz:
- Krugerrand
- Maple Leaf
- Australisches Känguru
- Wiener Philharmoniker

Die Kängurus würden im Bankschließfach etwas mehr Platz wegnehmen, da die von der Mint einzeln gekapselt geliefert werden.

Der Vorteil der Legierung des Krugerrand ist, daß dieser unempfindlicher gegen Beschädigungen und Kratzer ist, man kann ihn im Gegensatz zu den sehr empfindlichen 999er und 9999er Goldmünzen also auch einfach mal aus der Tube nehmen und anfassen. Trotzdem enthält auch ein Krugerrand eine ganze Unze Gold, das Bruttogewicht der Münze ist entsprechend höher.

Hier findest Du eine gute Übersicht der gängigen Goldmünzen mit weiteren Informationen zu den einzelnen Münzen:
http://www.gold.de/goldmuenzen.html

Beitrag 19.07.2015, 00:09

Quinar
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Du solltest aber auch bedenken daß die hiesige Gemeinde meist zusätzlich Sammlerinteressen hat.

Insofern schneiden Barren hier regelmäßig überdurchschnittlich schlecht ab.

Richtig ist daß bei 103.000 das Volumen daß die gaaanz großen Barren sinnvoll macht noch nicht erreicht ist.

Die gaaanz kleinen Barren hingegen halte ich generell für eine Spielerei (oder wegen mir auch ein eigenes Sammelgebiet).

Bei Deinem Volumen bieten sich allerdings Barrenstückelungen von 50 und 100 Gramm durchaus an.Nach Unten kann man das dann durchaus mit Einunzern(Barren oder Nominalrundbaren....äh M ü n z e n) oder sogar 20 g Barren abrunden.


Persönlich setzte ich 105 k € aktuell so in Au um:

25 x 100g Barren

15 x Krügerrand

6 x 20 g Barren.

Das wären 3,088 Kg.

Da das neue Kulturgüterschutzgesetz den Markt für Nominalrundbarren...äh M Ü N Z E N erheblich beeinflussen wird tendiere ich in jüngster Zeit eindeutig zu Barren.Auch wenn moderne Münzen von der neuen (und völlig hirnrissigen!) Gesetzeslage explizit zunächst NICHT erfasst werden wird der gesamte Markt sich massiv verändern.

Ich hätte noch vor wenigen Monaten sehr ähnlich geantwortet wie oben zu lesen (Kleinstückelungen,Münzen etc.)allerdings haben sich da einige Rahmenbedingungen in meinen Augen deutlich geändert.

WENN es doch Münzen sein sollen(und nachfolgendes gilt explizit auch für die Krügis welche ich oben noch anführe!) möglichst neue Stücke(also Prägejahre 2014 noch besser 2015).
Dann vergehen wenigstens 99 bzw. 100 Jahre ehe Papa Staat über das Alter von 100 Jahren und unter Heranziehung des"Kulturgüterschutz"kostenlosen Zugriff auf das Gold haben kann.

Beitrag 19.07.2015, 08:01

noses
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marko hat geschrieben:Ich würde in jedem Fall bei Anlagemünzen bleiben da ich mich mit den Sammlermünzen nicht auskenne und unnötige Fehler vermeiden möchte.
Solange Du die Sammlermünzen auch nur als Gold in merkwürdiger Form betrachtest (sie also nach Preis kaufst), ist das doch auch völlig egal; wenn sie Dir nicht mehr gefallen, kannst Du sie notfalls einschmelzen lassen und sie sind noch immer aus Gold.
marko hat geschrieben:Bei den Kronen bin ich unsicher, so wie ich es verstanden habe, handelt es sich hier schon um Anlagemünzen, aber es gibt da wohl einen Unterschied zwischen Nachprägungen und Originalen, auch das es sich um 21,6 Karat Münzen handelt und nicht um 24 Karat Münzen (wie z.b. die Maple Leaf) es für mich (als Laien) erstmal ein Argument dagegen.
Von den Kronen gibt es so viele Nachprägungen, daß sie praktisch gesehen die im Verhältnis zum Golpreis fast immer die günstigste Variante darstellen (und sorry, bei gedachten 100K Investitionssumme wäre es mir nicht mehr egal, wegen unterschiedlicher Aufpreise mal eben mehr als 1% in den Sand zu setzen, um Bank und Händler glücklich zu machen).
Auch hier wieder: Betrachte sie als Bauform; es sind eben sinnvoll kleine Barren, so daß man sie in genau der Menge, wie man es braucht, zu Geld machen kann. Oder zu Schinken.

Was das 900er Gold angeht: Was daran stört Dich? Es ist haltbar, abriebfest und genauso golden wie das hochreine Produkt.

Bullion-Münzen muß man wie rohe Eier behandeln (Prägebarren auch), sonst hat man gleich den ersten Wertverlust durch Kratzer oder Biegung (anbeißen zum Qualitätstest verbietet sich auch). Über das Drama mit den roten Punkten will ich gar nicht nachdenken.
marko hat geschrieben:Allerdings ist mir auch klar das der Krügerand (der auch mir schon vorher als Anlagemünze bekannt war) auch nur 22 Karat hat.
Eben. Die DInger sollten nämlich auch *haltbar* sein.
marko hat geschrieben:Von daher ist das wohl kein wirklich es Argument. Ist ist aber durchaus ein Argument, dass das Aufgeld nur 0,86% beträgt; ist das wirklich so?
Schau Dir doch einfach die aktuellen Preise an, einen Taschenrechner wirst Du doch haben, oder?
marko hat geschrieben:Ich gebe ehrlich zu, dass mich die Auswahl bei den Münzen noch etwas überfordert, ich kann noch nicht einschätzen was genau die Vorzüge der verschiedenen Optionen sind.
Keine. Unter dem Strich will man möglischt viel Ware für sein Geld. Also nimmt man die Bauform, die bei gleichem Gewicht am günstigsten ist und kauft sie beim Anbieter mit dem günstigsten Preis-/Leistungsverhältnis. Und da schneiden Kronen nun einmal am besten ab; ist doch egal, ob die "falsch" sind, solange der Goldgehalt stimmt (genau deswegen sind die Nachprägungen kein Falschgeld, denn der versprochene Gegenwert ist da).
marko hat geschrieben:Um es kurz zu machen: Ich denke ich werde ausschließlich 1oz Münzen kaufen (bzw. ein Äquivalent) und diese in mind. zwei Schließfächern bei verschiedenen Banken lagern,
Ich sehe nichts, was für die "Packungsdichte" 1 oz spricht, wenn die sogar teurer ist. Ich sehe auch nichts, was für reines Gold spricht. Und seit man in Griechenland nicht einmal mehr an seinen Schließfachinhalt herankommt (und das über Wochen), weiß ich nicht, warum mehrere Banken besser sein sollen als eine, es sei denn, sie befinden sich in unterschiedlichen Jurisdiktionen.

Beitrag 19.07.2015, 08:46

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Silberhamster
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1) Gold möglichs anonym kaufen, Tafelgeschäft max 14.999 € samit scheiden Barren mit mehr als 250 Gramm aus. Wenn 2-3 Leute zusammen fahren, kann das mit 3 Fahrten erledigt werden
2) An möglichen Wiederverkauf denken, Barren mit 250 Grtamm oder mehr sind schwerer zu verkaufen als Münzen
3) Ich würde überweigend 1 OZ Münzen kaufen, bevorzugt Wiener Philharmoniker, bihser keine Fälschungen bekannt (!!) die sind in Rollen aus Kunststoff gepackt und nehmen wenig Platz ein. Ich würde verschiedene 1 OZ kaufen, auch einige 2 OZ ( Lunar) aber keine größeremn Stücke.
4) Aufbewahrung: Auch hier scheiden Sich die geiste. Ich würde einen Wertschrank Euronorm 4 oder 5 bevorzugen, mit Kernbohrschutz und sprengsicher, nicht sichtbar aufgestellt ( verkleidet oder ähnliches) keinesfalls Schließfächer bei einer Bank.
5) ein paar Barren mit je 100 g wären schon OK, aber keine größeren Einzelstücke. Auch ein paar kleinere Stückelungen, wie Halbunzen 1/4 OZ und 1/10 OZ trotz des Aufschlags.
Grüße
Silberhamster
PS hier ist es wie bei Anwälten oder Frauen: Fragst Du 3, bekommst zu 3-4 verschiedene Antworten :wink:
Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr ( Laotse)

Beitrag 19.07.2015, 13:44

Quinar
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Silberhamster hat geschrieben: PS hier ist es wie bei Anwälten oder Frauen: Fragst Du 3, bekommst zu 3-4 verschiedene Antworten :wink:
Stimmt!

Hättest Du mir noch vor ein paar Wochen gesagt da´ ich mal Barren anrate hätte ich Dir das Vögelchen gezeigt.

Situationen ändern sich bekanntlich und damit ebenauch die passende Strategie.

Nebenbei:Zehntelunzer sind wirklich schischi.WENN es unbedingt so klitzekleine Münzen sein sollen dann nimm halt die Dukaten NPs(hier bin ich noch einigermaßen guter Dinge daß die aufgrund der NP nicht mal so eben ins Kultutgütersch-m-utzgesetz pressen lassen)

Schlicht 10% mehr Au....

Beitrag 19.07.2015, 13:47

Louisdor
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Bei einer beträchtlichen Investitionssumme wird dich eine homogene Masse an Gold mehr erfreuen. Ein
Ankäufer kann dich leicht verunsichern, wenn du mit einem alten Socken voller gabbeliger Münzen
erscheinst und ein Bankangestellter möchte da nicht unbedingt reinfassen. Selbst erfahrene Münzsammler
sind oft nicht in der Lage, den Erhaltungszustand von Goldmünzen korrekt zu bewerten. Es bedarf
jahrelanger Kleinstarbeit, schöne oder interessante Stücke zu erhalten. Auch in einer Krise möchte der
Ankäufer dich wohl kaum alle drei Tage mit einer halben Unze Gold sehen und unter der Hand lässt
sich ein dicker Brocken unter jedem beliebigen Tisch unkompliziert verschieben. Die Art des Goldes
verrät dann viel über Herkunft und Verlässlichkeit seines Besitzer, wo gerade das Establishment gerne
eine gewisse Distanz zum Kleinbürger einhält. smilie_01

Beitrag 19.07.2015, 15:03

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eisendieter
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noses hat geschrieben: Das ist so ziemlich der bis jetzt beste Ratschlag in dieser Diskussion. Die Dinger haben zwar die erotische Ausstrahlung der Kanzlerin, aber man will sie ja wegen der inneren Werte. Nur habe ich noch nie passende 20er-Röhren für 10 und 20 Kronen gesehen (ich glaube, das hatten die Ösis bei der Produkteinführung einfach verschlafen).
http://www.ebay.de/itm/Munztube-Tube-fu ... 4aea8b1531

ich verwende diese für alle kleinen NP, also 1 Dukat, 4 und 8 Florin, 10 und - eben 20 Kronen.
Macht schon was her finde ich.
Erfolgreich gehandelt: ja

E PLURIBUS UNUM

Beitrag 19.07.2015, 15:06

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Waschmaschine
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eisendieter hat geschrieben:
http://www.ebay.de/itm/Munztube-Tube-fu ... 4aea8b1531

ich verwende diese für alle kleinen NP, also 1 Dukat, 4 und 8 Florin, 10 und - eben 20 Kronen.
Macht schon was her finde ich.

Ein liebloses, kaltes Gefängnis fürs güldne ! smilie_04

Beitrag 19.07.2015, 15:25

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eisendieter
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Waschmaschine hat geschrieben:

Ein liebloses, kaltes Gefängnis fürs güldne ! smilie_04

ist ja auch eher liebloses güldnes, im Falle der NPs.
Erfolgreich gehandelt: ja

E PLURIBUS UNUM

Beitrag 19.07.2015, 16:11

Quinar
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Zur Aufbewahrung:

Definitiv NICHT im Bankschließfach.

Man kann natürlich auch bei anderen Aufbewahrungsmethoden fatale Fehler begehen,aber das überlasse ich jetzt einfach mal der Phanatasie.

WIE das am sinnvollsten durchzuführen ist öffentlich zu diskutieren ist halt leider so ne Sache........

Beitrag 19.07.2015, 16:45

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eisendieter
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Quinar hat geschrieben:Zur Aufbewahrung:

Definitiv NICHT im Bankschließfach.

Man kann natürlich auch bei anderen Aufbewahrungsmethoden fatale Fehler begehen,aber das überlasse ich jetzt einfach mal der Phanatasie.

WIE das am sinnvollsten durchzuführen ist öffentlich zu diskutieren ist halt leider so ne Sache........

der fatalste Fehler ist, zu vergessen, wo man den verdammten Kram eigentlich gelassen hat...

smilie_11
Erfolgreich gehandelt: ja

E PLURIBUS UNUM

Beitrag 19.07.2015, 16:47

Knoxler
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Bei 100K würde ich mir 834 !/10 Pandas 2015 gönnen. Wenn die dann nächstes Jahr so stehen wie die bisherigen, kann man ja nur, zumindest visuell, ca. 41000 Gewinn machen. smilie_02

Knoxler
wunderbar gehandelt: mit Ratatoeskr, rosab2000, DuraAce, Eligius, d.pust, kintaro

Beitrag 19.07.2015, 16:51

Geldsammler
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Umso größer ist die Freude, wenn man es eines Tages unvermutet findet!


Noch ein Hinweis zum Aufpreis: Es ist natürlich Blödsinn, das Aufpreis mit der Marge für Händler oder Hersteller zu verwechseln. Meist ist es eher eine Art Mengenrabatt durch niedrigere Kosten bei der Herstellung. Warum die 100 Kronen NP trotzdem so nah am Spot sind, weiß ich nicht.
Der Spread dürfte sich prozentual auch bei Preissteigerung halten, also mitgehen. Deshalb sind die höheren Aufpreise kein verschenktes Geld, sondern ein Wertbestandteil bei kleineren Einheiten. Gilt natürlich nicht bei Sammlerstücken...

Beitrag 19.07.2015, 17:04

Quinar
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Geldsammler hat geschrieben: Warum die 100 Kronen NP trotzdem so nah am Spot sind, weiß ich nicht.
Der Spread dürfte sich prozentual auch bei Preissteigerung halten, also mitgehen. Deshalb sind die höheren Aufpreise kein verschenktes Geld, sondern ein Wertbestandteil bei kleineren Einheiten.
Wie gerade an den 100 Kronen gut zu sehen relativiert sich das langfristig.Vor wenigen Jahren hast Du die Standart 20M Kr sogar noch leicht unter POG bekommen.Nur weil es gaaanz aktuell nicht so ist sollte man da keine generell gültige Aussage daraus machen.

In den letzten Jahren wird quer durch die Forenwelt die Kleinstückelung gepredigt.Wer sponsort die Foren nochmal? :wink:

Um nicht falsch verstanden zu werden,

der Kleinkram hat gewiß seine Berechtigung und wenn es individuell besser passt spricht auch nüscht fundamental dagegen.
Als grundsätzlich anzuwendende Weisheit sehe ich die Kleinstückelungen allerdings nicht(und die Microstückelungen schon garnicht).

Beitrag 20.07.2015, 00:14

marko
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Daran, dass das Aufgeld auch beim Verkauf anfällt, hatte ich garnicht gedacht, dass relativiert natürlich einiges. Allerdings bin ich den Kronen jetzt nach einigem Nachdenken auch nicht mehr unbedingt abgeneigt, vermutlich werde ich einfach verschiedene Sorten Münzen kaufen, auch Kronen, sonnst tendiere ich aber eher zu 1 oz Münzen.

Was das Bankschließfach angeht, wenn ich das richtig gelesen habe wurde mir hier mind. 2 mal empfohlen auf !garkeinen! Fall ein Bankschließfach zu nehmen, warum denn nicht? Das man im Fall einer Kriese wie in Griechenland wahrscheinlich entweder an alle oder garkeins herankommt (bei verschiedenen Banken natürlich) könnte durchaus sein, ok; war das damit gemeint?

Mein Grund es auf mind. zwei Schließfächer (aber doch nur in Deutschland, also keine verschiedenen Jurisdiktionen) zu verteilen war ganz einfach im Falle eines möglichen Bankraubes nicht alles auf einmal zu verlieren. Das hängt natürlich damit zusammen, dass ich mir bezüglich der Versicherung noch keine feste Meinung bilden konnte.
Vor ein paar Wochen gab es ja diesen großen Diamentanraub in London, die Einbrecher hatten sich über ein paar Feiertage in den Saveraum "gebort", in den Kommentaren zu diesem Raub wurde mehrmals erwähnt, dass viele Diamanten-/Schließfachbesitzer keine Versicherung hatten.
Unabhängig davon, dass dies natürlich als Warnung dienen kann und ein Pro-Argument für eine Versicherung darstellt, ist bei mir in erster Linie hängengeblieben, dass es wohl üblich sei, oder nicht unüblich den Inhalt nicht zu versichern.

Einen eigenen Save anzuschaffen, rangiert bei mir zur Zeit noch auf dem gleichen Level wie das Gold irgendwo zu verstecken (Vergraben oder Einmauern wurde hier ja mal scherzhaft erwähnt).

Beitrag 20.07.2015, 01:10

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marko hat geschrieben:Was das Bankschließfach angeht, wenn ich das richtig gelesen habe wurde mir hier mind. 2 mal empfohlen auf !garkeinen! Fall ein Bankschließfach zu nehmen, warum denn nicht? Das man im Fall einer Kriese wie in Griechenland wahrscheinlich entweder an alle oder garkeins herankommt (bei verschiedenen Banken natürlich) könnte durchaus sein, ok; war das damit gemeint?

Mein Grund es auf mind. zwei Schließfächer (aber doch nur in Deutschland, also keine verschiedenen Jurisdiktionen) zu verteilen war ganz einfach im Falle eines möglichen Bankraubes nicht alles auf einmal zu verlieren. Das hängt natürlich damit zusammen, dass ich mir bezüglich der Versicherung noch keine feste Meinung bilden konnte.
Vor ein paar Wochen gab es ja diesen großen Diamentanraub in London, die Einbrecher hatten sich über ein paar Feiertage in den Saveraum "gebort", in den Kommentaren zu diesem Raub wurde mehrmals erwähnt, dass viele Diamanten-/Schließfachbesitzer keine Versicherung hatten.
Unabhängig davon, dass dies natürlich als Warnung dienen kann und ein Pro-Argument für eine Versicherung darstellt, ist bei mir in erster Linie hängengeblieben, dass es wohl üblich sei, oder nicht unüblich den Inhalt nicht zu versichern.

Einen eigenen Save anzuschaffen, rangiert bei mir zur Zeit noch auf dem gleichen Level wie das Gold irgendwo zu verstecken (Vergraben oder Einmauern wurde hier ja mal scherzhaft erwähnt).
Hinsichtlich der üblichen bekannten Risiken (Diebstahl, Einbruch, Raub usw.) sind Bankschließfacher grundsätzlich sehr sicher. Das kann man auch sofort erkennen, wenn man sich die Einschätzung der Profis (Versicherungsgesellschaften) anschaut: Zum einen ist die Versicherungsprämie mit üblichen rd. 1 Promille des versicherten Wertes pro Jahr im Verhältnis zu den Prämien anderer Sachversicherungen (Hausrat etc.) extrem niedrig und zum zweiten ist es überhaupt kein Problem, ein Bankschließfach mal eben mit einem normalen formularmässigen Antrag mit bis zu 10 Millionen Euro zu versichern. Zum Vergleich: Der sicherste Tresor im sichersten Eigenheim ist in Deutschland meines Wissens aktuell mit bis zu 800.000 Euro versicherbar, und dann hast Du vergitterte Fenster, eine Alarmanlage und einen mit dem Gebäude fest verankerten tonnenschweren Tresor zum Preis von 20.000 - 30.000 Euro.

Wichtig sind allerdings die Ausschlüsse sowohl in den Verwahrverträgen der Banken als auch in den Bedingungen der Versicherungsgesellschaften; so sind in allen mir bekannten Verträgen und Policen sog. "Verfügungen von hoher Hand" (also dem Staat) ausdrücklich von der Haftung ausgeschlossen.

Wichtig ist auch zu wissen, daß Bankschließfächer in der Banken-EDV intern wie Konten geführt werden, die Schließfachnummer ist hier die Kontonummer. In Deutschland ist es also allen Behörden, die über die Möglichkeit des Kontenabrufs verfügen (Finanzamt, Sozialbehörden etc.), grundsätzlich möglich, die Existenz (nicht den Inhalt) eines Bankschließfaches festzustellen.
Im Falle des Todes des Schließfachmieters sind die Banken in Deutschland zudem gesetzlich verpflichtet, die Existenz des Bankschließfaches dem örtlich zuständigen Finanzamt mitzuteilen.

Wenn ich mich grundsätzlich für die Lagerung meiner Wertsachen in Bankschließfächern entschieden habe, kann ich folgendes tun, um den Datenschutz zu erhöhen und die Risiken zu minimieren:

1. Höherversicherung nicht über die Bank, sondern über eine externe Versicherungsgesellschaft (in einer Police kann man auch mehrere Bankschließfächer bei verschiedenen Banken versichern). Beispiel: Die Haftungsgrenze der Bank für das Bankschließfach beträgt 20.000 Euro, der Inhalt hat einen Wert von 100.000 Euro, die Deckungslücke von 80.000 Euro versichere ich extern für eine Jahresprämie von 80 Euro.
Vorteil: Die Bank kennt nicht den tatsächlichen Wert des Schließfachinhaltes.

2. Bankschließfächer in verschiedenen Ländern: Die Möglichkeit der "Verfügung von hoher Hand" kann man minimieren, indem man mehrere Bankschließfächer nicht nur innerhalb Deutschlands auf verschiedene Banken sondern auf mehrere Banken in verschiedenen Staaten aufteilt. Wenn man irgendwo relativ grenznah wohnt, dürfte das grundsätzlich kein Problem sein.
Natürlich benötigt man dazu auch ein Konto im Ausland, damit die Bank dort die Schließfachmiete belasten kann, dem eigenen Finanzamt muss man jedoch nur Bankverbindungen/Konten mitteilen, mit denen Kapitalerträge erwirtschaftet werden. So melde ich dem Finanzamt beispielsweise das Konto und die darauf aufgelaufenen Kapitalerträge, verschweige aber gleichzeitig völlig legal das bei der selben Bank vorhandene Bankschließfach, weil dieses ja keine Kapitalerträge erwirtschaftet, sondern im Gegenteil nur Kosten verursacht, die steuerlich auch nicht berücksichtungsfähig sind.

Wenn man Bankschließfächer im Ausland anmietet, muß man allerdings noch beim Thema Testament/Erbrecht aufpassen. Bis auf wenige Ausnahmen gilt im Fall es Todes des Schließfachmieters dann nämlich das Erbrecht des Landes, in dem sich das Bankschließfach befindet.

Beitrag 20.07.2015, 06:53

olso
Nur mal so,

es zeigt die Griechen-Krise mal wieder, wie Gold manipuliert wird.
Darum Goldkauf mit wirklich absolut ÜBERFLÜSSIGEM Geld.
Denn Gold wird weiter fallen. Will doch keine Bank aufzeigen, dass G. in der Krise eine zuverlässige Anlage ist. Nein....siehe Griechenland...FIAT braucht man.

Und es zeigt, dass es in der EU keine Sicherheit gibt.

Banken werden geschlossen und fertig.

Seit 1997 geht bei mir jede monatliche Einnahme auf ein Auslandskonto.

Die Banken der Schweiz oder USA freuen sich nach wie vor über Anleger.
Kann man doch Steuer bezahlen wobei die Banken da sehr behilflich sind um die zu reduzieren!! Schon der [s]Urlaubs
[/s] flug nach Florida ist abschreibbar.

Auch Schließfächer sind kein Problem.

In der USA zahlst du für dein Schließfach( 3kg Gold) im Jahr ca. 40 $.
Auch wird der € zum $ auf 1:1 getrimmt.(Handelsabkommen)

Mal drüber nachdenken.

smilie_24

Beitrag 20.07.2015, 10:23

Geldsammler
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1589
Registriert: 20.04.2012, 16:13
Wohnort: München
Denn Gold wird weiter fallen.
Ahhhja! Kannich mir mal Deine Glaskugel ausleihen?
smilie_16

Beitrag 20.07.2015, 15:04

olso
Geldsammler hat geschrieben:
Denn Gold wird weiter fallen.
Ahhhja! Kannich mir mal Deine Glaskugel ausleihen?
smilie_16
Was willst du damit?

Du hast doch e kein Geld


smilie_20

Beitrag 25.07.2015, 18:18

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Zombie
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 88
Registriert: 09.02.2015, 10:04
Ich würde die 3 Kilo nich auf einmal kaufen, sonder gestaffelt über einen längeren Zeitraum.
Den günstigsten Kurs erwischt man eh nie, aber durch einen gestaffelten Einkauf, hat man
einen guten Durschnittspreis und fährt besser, wie wenn man alles auf einmal kauft.

Auch würde ich mich für eine Mischung aus 100 Gramm und 250 Gramm Barren entscheiden
(nicht 1 Kilo Barren), weil es einfacher zu Kaufen und Verkaufen ist, wegen dem
geringeren Wert. Ausserdem würde ich einige 1 Unzen Münzen (Krügerrand und Maple Leaf)
kaufen.


Was das Bankschliessfach betrifft, so sah man in der Griechenland Kriese, dass die Banken
einfach zu machen können und dann kommt man auch nicht mehr an sein Schliessfach. Egal
wo man es lagert, man sollte sicher sein, dass man jeder Zeit ran kommt - insbesondere
in Kriesenzeiten. Und natürlich nicht alles am selben Ort lagern...

Eines der grössten Gold-Verlust Risikos ist die Ehefrau, wenn sie vom Gold weiss und
es zu einer Scheidung kommt, dann will sie auch die Hälft vom Gold.

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