Vier Goldhändler verhaftet - Berlin und NRW

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

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Beitrag 05.02.2016, 14:09

noses
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
Datenreisender hat geschrieben:Nach der Einzahlung boten sie an, das Edelmetall aufzubewahren. In der Zwischenzeit wollten sie mit dem Gold handeln und so die Renditen erwirtschaften, wie sie versprachen.
Wer war denn so bescheuert und ist darauf eingegangen?
Das ganze roch doch schon meilenweit gegen den Wind, echt erstaunlich wie leichtgläubig manche Menschen sind!
Hä?

Das ist doch das ganz normale Geschäftsmodell, nach dem die meisten ihre Anlage fahren. Nennt sich "unallocated Gold" o. ä. – das macht sogar die Bundesbank bei der Bank of England, wenn ich mich recht erinnere. Du lagerst Dein Gold bei der Comex, BoE oder Federal [s]Reseller[/s] Reserve Bank und bekommst einen Schein darüber, daß Dir Gold gehört. Wenn Du den Schein vorlegst, bekommst Du auch Dein Gold (es sei Denn, Du bist Deutschland – dann bekommst Du nur kleine Brocken über Jahre verteilt zurück). Wenn der Geschäftspartner ein Problem hat, ist das natürlich weniger schön (siehe MF Global) (das nennt man dann "vaporized", ansonsten macht man das nur mit Naturharzen aus medizinischen Gründen).

Mein Anlageberater sagt zu diesen Konstrukten nicht um sonst "die kannst Du in der Pfeife rauchen".

Jetzt bin ich verwirrt. Werden demnächst auch die Comex-Betreiber und die Gold-lagernden Zentral-Banker verhaftet? Und wenn ja, von wem? Die gesetzliche Grundlage dürfte doch die gleiche sein. Oder wird hier wieder ein kleiner Fisch gegrillt, während man den Wal ziehen läßt?

Beitrag 05.02.2016, 21:22

Goldinho
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Berlin & NordRhein Westfalen..... lasst mich über die Herkunft spekulieren. Und nicht jeder, der einen 25-Euro Sparvertrag zeichnet, ist gleichzeitig ein aufgeklärter Anleger. Wahrscheinlich haben die "Jungs" einen ML-Marketing Ring aufgezogen und ahnungslose Nichtkönner mit Traum "Dreier BMW" auf ihre Großeltern losgelassen.

Same procedure as every year...

Beitrag 11.05.2016, 00:39

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Tonnenweise Falschgold in Berlin - Prozess beginnt im Juni

"Goldene Aussichten für Ihre Rendite" so lautete einer der Slogans der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung, die über mehrere Jahre in ganz Deutschland das Ersparte von Kleinanlegern einsammelte, mit dem Versprechen, dies gewinnbringend in Gold anzulegen. Auf diese Weise hat die Organisation zwischen August 2011 und Januar 2015 laut einer Meldung von Capital.de von 6.500 Investoren mehr als 57 Mio. Euro eingesammelt.

Vor gut einem Jahr folgte allerdings das böse Erwachen: Im Rahmen einer Razzia wurden die Geschäftsräume der BWF-Stiftung durchsucht. In einem Tresor in einem Privathaus im Berliner Stadtteil Zehlendorf, in welchem eigentlich das Gold der Anleger lagern sollte, wurden dabei mehrere Tonnen Falschgold entdeckt.

Wie boerse-online.de nun meldet, hat das Landgericht Berlin inzwischen die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen die Verantwortlichen der BWF-Stiftung zugelassen. Der Vorwurf lautet den Angaben zufolge auf gewerbs- und bandenmäßigen Betrug. Die Höchststrafe dafür liegt bei zehn Jahren Haft. Verantworten müssen sich fünf männliche und eine weibliche Angeklagte. Die Verhandlung (Az. 524 KLs 1/16) soll am 9. Juni beginnen und wird voraussichtlich bis ins Jahr 2017 dauern.

http://www.goldseiten.de/artikel/284952 ... -Juni.html

Beitrag 07.08.2016, 07:53

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Betrugsfall BWF
Geld zurück für gefälschte Goldbarren

Rund 6000 Goldanleger sind Opfer des Betrugsfalls der Berliner BWF-Stiftung geworden. Einige holen sich ihr Geld nun bei Beratern und Vermittlern zurück.

In einem der spektakulärsten Betrugsfälle mit gefälschten Goldbarren haben es die ersten geprellten Anleger mittlerweile geschafft, sich ihr Geld zurückzuholen. Und zwar nicht von dem Unternehmen selbst, der sogenannten BWF-Stiftung in Berlin, die das dubiose Edelmetall-Anlagemodell aufgelegt hatte. Sondern von Vermittlern, Vertretern und Beratern überall im Land, die diese Anlageform empfohlen und nicht ausreichend auf die Risiken und die Ungereimtheiten hingewiesen hatten.

Weiterlesen: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/dev ... 70744.html

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