In EM anlegen - Zu spät für den Einstieg?

Diskussion zur Geldanlage in Silber. Fachwissen zu Silbermünzen, Silberbarren und Sammlermünzen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 05.08.2011, 14:53

Joe-unze
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Datenreisender hat geschrieben:
Goldhaehnchen hat geschrieben:
goldjunge01 hat geschrieben: 4. Weiterhin nix auf Pump kaufen.
O.K. dem würde ich im Bereich Immobilien und PKW widersprechen.
Aber nur wenn es sich bei der Immobilie oder dem PKW um ein Investment handelt, mit dem wiederum Geld verdient wird und die Kreditkosten steuerlich berücksichtigt werden können (also Unternehmen, Firmengebäude, Nutzfahrzeuge). Eine Immobilie oder ein PKW für eine Privatperson ist nichts weiter als Konsum, und Konsum auf Kredit ist immer gefährlich.
Goldhaehnchen hat geschrieben:Denn nicht alle haben ein fettes Erbe abbekommen oder reiche Verwandschaft die einen unterstützen können und wollen.
Entweder kannst Du Deine Konsumwünsche aus dem laufenden Einkommen ansparen oder Du lebst über Deine Verhältnisse und kannst Dir Deine Konsumwünsche schlicht nicht leisten.
Also das würde ich jetzt nicht so verallgemeinern. Eine selbstbewohnte Immobilie mit einer gesunden Finanzierung und Eigenkapital halte ich immer noch für eine gute Wahl und Teil einer Altersversorgung. Hier reden so viele von Unabhängigkeit aber die Abhängigkeit eines Vermieters soll besser sein als eine selbstbewohnte Immobilie?
Es muss ja keine Villa sein.

Gruß
Joe

Beitrag 05.08.2011, 16:08

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Goldhaehnchen
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Datenreisender hat geschrieben: Aber nur wenn es sich bei der Immobilie oder dem PKW um ein Investment handelt, mit dem wiederum Geld verdient wird und die Kreditkosten steuerlich berücksichtigt werden können (also Unternehmen, Firmengebäude, Nutzfahrzeuge). Eine Immobilie oder ein PKW für eine Privatperson ist nichts weiter als Konsum, und Konsum auf Kredit ist immer gefährlich.
Den Gedankengang kann ich überhaupt nicht nachvollziehen! Meine Immobilie ist, je nach Finanzierung mein Eigentum und hat sicherlich einiges an Zinskapital verschlungen - mag sein das Du hier die Begrifflichkeit "Konsum" aus dem Blickwinkel der Volks- oder Betriebswirtschaft siehts, aber unter Konsum der gefährlich werden könnte und auf finanzieller Ebenen null Effekt hat, würde ich z.B. eine järliche AIDA Reise zu 5.000,-€ p.P. bezeichnen.

Ebenso das Thema PKW - schön für jeden der 20.000,-€ aus dem Hut zaubert oder sich auf eine 1.500,-€ Möhre verläßt. Kann ich mir beides nicht erlauben, da ich u.a. meinen Privat-PKW für den Außendienst nutze.

Mal ganz ehrlich, ich lebe im hier und jetzt und versuche meinen Standard zu halten, zu verbessern und optimal zu planen (wenn überhaupt noch möglich) und nicht um mich zu kasteien und nur das Nötigste zu kaufen und den Rest zu sparen. Ich für meinen Teil kann hier...
Joe-unze hat geschrieben:Also das würde ich jetzt nicht so verallgemeinern. Eine selbstbewohnte Immobilie mit einer gesunden Finanzierung und Eigenkapital halte ich immer noch für eine gute Wahl und Teil einer Altersversorgung. Hier reden so viele von Unabhängigkeit aber die Abhängigkeit eines Vermieters soll besser sein als eine selbstbewohnte Immobilie? Es muss ja keine Villa sein. Gruß Joe
...nur zustimmen.
Ihr Rat gefällt mir nicht! Haben Sie vielleicht einen anderen für mich?

Beitrag 05.08.2011, 16:18

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amabhuku
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Joe-unze hat geschrieben: Also das würde ich jetzt nicht so verallgemeinern. Eine selbstbewohnte Immobilie mit einer gesunden Finanzierung und Eigenkapital halte ich immer noch für eine gute Wahl und Teil einer Altersversorgung. Hier reden so viele von Unabhängigkeit aber die Abhängigkeit eines Vermieters soll besser sein als eine selbstbewohnte Immobilie?
Es muss ja keine Villa sein.
Gruß
Joe
Genau, hier mal zwei EM-Investoren, die sich z.Zt. leider noch eine Frau teilen müssen.
Aber die Immobilie in Top-Lage ist abgezahlt, die Frau ist bescheiden und für die drei Krügerrrands und zwei Andorras kaufen sie sich nach dem crash Villen ohne Ende.
Die Letzten werden die Ersten sein - hat der Eichelburch gesacht. smilie_15

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Beitrag 05.08.2011, 17:17

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goldjunge01
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goldjunge01 hat geschrieben:Mein Opa hat (kurz nach dem 2.WK) mir geraten:

Ich hab mich immer dran gehalten.

Heute würde ich zusätzlich raten:
1. weitere 3 Brutto-Monatsgehälter in EM (in kleiner Stückelung)
2. weitere 3 Netto-Gehälter für plötzlichen Zukauf EM bei fallenden Kursen
3. Im Keller Konserven und Getränke und Hygieneartikel etc. für 6 Monate
4. Weiterhin nix auf Pump kaufen.
5. Licht (z.B. Kerzen) und Wärme (z.B. Petroleumofen)


Nachtrag:
6. Paar Flaschen Schnaps, damit geht alles leichter smilie_15
Nichts ist so schlimm wie Halbwissen!

Beitrag 05.08.2011, 17:34

EarlGrey73
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Registriert: 22.05.2011, 21:18
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Ja goldjunge son paar legga Buddeln Whisky vonn der Insel Isla gehören in jedes Portfolio! Vielleicht auch noch ein paar Gramm Tabakzuschlagstoffe zur Anhebung des allgemeinen Wohlbefindens... Der Preis dafür ist im Moment auch im Steigen begriffen. Und teurer als Silber. Ähhh... hab ich NUR gehört versteht sich! smilie_15 :wink: smilie_21

Gruß vonner Teekanne!

Beitrag 05.08.2011, 17:47

ba-xyz
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Registriert: 29.01.2011, 13:21
Tagesgeld war gut smilie_01

2000 war gold für 300 € die unze zu haben, heute gibts eine unze für 1200 €, d.h. in knapp 11 Jahren hat der Euro 400% an Wert verloren.

Was kriegst du auf deinem Tagesgeldkonto per annum 2,3% ? Damit fängst du noch nicht mal die inflation ab.

gruss

Beitrag 05.08.2011, 19:57

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1000er Fein
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Goldhaehnchen hat geschrieben:Mal ganz ehrlich, ich lebe im hier und jetzt und versuche meinen Standard zu halten, zu verbessern und optimal zu planen (wenn überhaupt noch möglich) und nicht um mich zu kasteien und nur das Nötigste zu kaufen und den Rest zu sparen. Ich für meinen Teil kann hier...
Joe-unze hat geschrieben:Also das würde ich jetzt nicht so verallgemeinern. Eine selbstbewohnte Immobilie mit einer gesunden Finanzierung und Eigenkapital halte ich immer noch für eine gute Wahl und Teil einer Altersversorgung. Hier reden so viele von Unabhängigkeit aber die Abhängigkeit eines Vermieters soll besser sein als eine selbstbewohnte Immobilie? Es muss ja keine Villa sein. Gruß Joe
...nur zustimmen.
smilie_13 falsch & falsch

Vom Vermieter bin ich unabhängig, da ich Kündigen & ausziehen kann ...
Eine Immo mit Hypothek loszuwerden ist ungemein schwerer ...

Abhängigkeit entsteht hier gegenüber der Bank & des Arbeitgebers.
Wenn 1-2 Kredite nötig waren für diesen Standard, ist der Standard eindeutig zu hoch.
Was passiert bei Kündigung des Arbeitsverhältnisses? Auto weg, Haus/Wohnung weg ...

Die Amis haben es doch super vorgemacht: SUVs und McMansions auf Kredit ...

Aber einige hier haben aus den letzten Jahren wohl nix gelernt.

Beitrag 05.08.2011, 20:13

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alibaba
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amabhuku hat geschrieben:
Joe-unze hat geschrieben: Also das würde ich jetzt nicht so verallgemeinern. Eine selbstbewohnte Immobilie mit einer gesunden Finanzierung und Eigenkapital halte ich immer noch für eine gute Wahl und Teil einer Altersversorgung. Hier reden so viele von Unabhängigkeit aber die Abhängigkeit eines Vermieters soll besser sein als eine selbstbewohnte Immobilie?
Es muss ja keine Villa sein.
Gruß
Joe
Genau, hier mal zwei EM-Investoren, die sich z.Zt. leider noch eine Frau teilen müssen.
Aber die Immobilie in Top-Lage ist abgezahlt, die Frau ist bescheiden und für die drei Krügerrrands und zwei Andorras kaufen sie sich nach dem crash Villen ohne Ende.
Die Letzten werden die Ersten sein - hat der Eichelburch gesacht. smilie_15

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smilie_01 smilie_02

Gruss
alibaba (grins)
"unter 12 Jahre oder über 12 Jahre" nun bin ich drauf gekommen ,
reale zeitnahe Info's im eigenen Land werden von Kinder nicht erkannt ;
Ich bin für mein Textinhalt verantwortlich ,nicht für das was du verstehst .

Beitrag 05.08.2011, 22:45

steff
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"Meine Immobilie ist, je nach Finanzierung mein Eigentum "

stimmt, je nach finanzierung...
wenn aber die finanzierung nicht mehr so sicher ist, z. b. arbeitsverlust, scheidung oder ...?
es wird davon ausgegangen, daß alles so bleibt und evtl. besser wird, bei vertragsunterzeichnung. sollte es sich jedoch anders entwickeln und die monatlich rate nicht pünktlich kommen, so wird die bank eine erneute prüfung anberaumen und die finanzierung evtl. anders beurteilen, da sich die sicherheiten geändert haben und somit auch die vertragsbedingungen. für eine eigengenutzte und nicht mehr bezahlbare immobilie wäre das fatal - im schlimmsten fall zwangsversteigerung weit unter wert.
das ist kein weltuntergangszenario, sondern schon seit jahren der fall.
liebe grüße
stefan
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
Albert Einstein

Beitrag 05.08.2011, 23:58

sw_trade
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Registriert: 14.02.2011, 15:52
Was, es gibt Leute die in einer chickenbox zur Miete wohnen/ wohnen wollen? *kopfschüttel* Da profitiert ja lediglich der Vermieter von und nicht der Mieter. Einige Gedankengänge hier sind für mich nicht nachvollziehbar. Wenn ich eine Immo von Beginn an ablehne weil ich Angst vor einer Finanzierung habe dann stell ich nie was auf die Beine. Aber...
sei es drum, es gibt Leute die sind mit Haus und Hof einfach überfordert und rufen lieber den Vermieter an wenn das Licht nicht geht...immerhin ist es ja kompliziert ein Rechts- von einem Linksgewinde zu unterscheiden..... da zieht die Ausrede mit der Finanzierung und den Bänkstern richtig gut, ins hier im Forum. Aber man will ja niemandem was unterstellen.....diese Finanzierungen aber auch..... smilie_13
"Aus Furcht zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug."
(Reinhard K. Sprenger)

Beitrag 06.08.2011, 00:34

MapleHF
ba-xyz hat geschrieben:Tagesgeld war gut smilie_01

2000 war gold für 300 € die unze zu haben, heute gibts eine unze für 1200 €, d.h. in knapp 11 Jahren hat der Euro 400% an Wert verloren.

Was kriegst du auf deinem Tagesgeldkonto per annum 2,3% ? Damit fängst du noch nicht mal die inflation ab.

gruss
Das mit dem Prozentrechnen müssen wir nochmal üben ;)

Nichts kann 400% an Wert verlieren, denn wenn es 100% verloren hat, ist es bei 0.

Richtig 2000 hat die Unze Gold 300 € gekostet, heute roundabout 1.200 €. Das heißt Gold hat 900 € oder 300% gewonnen.

Umgekehrt bedeutet das für den Euro, dass man im Jahr 2.000 für 300 € noch eine Unze bekommen hat, heute bekommt man noch eine Viertelunze. Das heißt der Euro hat gegen Gold 3/4 Unzen oder 75% verloren.

MapleHF

P.S.: Was die Finanzierungsgeschichte angeht: Eigengenutzte Immo; ja aber mit vernünftiger Eigenkapitalquote und überschaubarem Tilgungszeitraum (keine 90 oder 100% Finanzierungen)
KFZ oder sonstiger Konsum; NEVER!!!

Beitrag 06.08.2011, 01:57

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Goldhaehnchen
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1000er Fein: Vom Vermieter bin ich unabhängig, da ich Kündigen & ausziehen kann

Kann ich bei meiner eigenen Immobilie auch - notfalls vermiete ich die dann an so "unabhängige" Mieter wie Dir smilie_02

1000er Fein: Eine Immo mit Hypothek loszuwerden ist ungemein schwerer

Was hat denn die Hypothek bitte schön für einen Einfluß auf den Verkauf? Ich für meinen Teil habe nur den Teil belastet, den das Gebäude auch hergibt - ergo total latte für den möglichen Käufer, da das im Kaufvertrag geregelt wird.

1000er Fein: Abhängigkeit entsteht hier gegenüber der Bank & des Arbeitgebers.

Und wenn Du ein "freier" Mieter bist fühlst Du dich weniger abhängig? Als ich für meinen Teil bin froh, keine Flurputzwochen, Nachtabsenkung der Heizung oder spießig Nachbarn ertragen zu müssen, die meinen den Haussheriff zu miemen.... kleiner Tip: Bloß nicht heiraten, dann ist die Abhängigkeit perfekt und wenn evtl. eine Scheidung erfolgt ist alles vorbei smilie_20

1000er Fein: Wenn 1-2 Kredite nötig waren für diesen Standard, ist der Standard eindeutig zu hoch.

Erkläre mir doch mal bitte was die Anzahl der Kredite damit zu tun hat? Habe früher mehrere Kredit laufen, aufgrund der Laufzeiten und der unterschiedlichen Zinssätze - das einzig relevante ist die Beleihungsquote und damit komme ich zu Deiner letzten Fehlannahme:

1000er Fein: Die Amis haben es doch super vorgemacht: SUVs und McMansions auf Kredit ... Aber einige hier haben aus den letzten Jahren wohl nix gelernt.

Hier hast Du wohl nicht ganz verstanden, dass die o.g. Amis ihre Immobilien weit über die 100% des Einstandswert beliehen haben, da man früher in der Tat darauf spekulieren konnte, dass die Immobilien an Wert wachsen würden, bis dies dann kollabierte.
Aber das würdest Du in Deutschland als kleiner Eigentümer eher schwierig bewilligt bekommen und vor allen Dingen war das nicht meine Empfehlung - lediglich der Hinweis ein Eigenheim im Rahmen seiner Möglichkeiten zu erwerben - das kann bei einem Berufseinsteiger auch ein Apartement sein, welches man später liquidiert, um etwas größeres zu erwerben. Und auch hier sollte man selbstredend im Vorfeld gucken, das man z.B. eine kurzfristige Arbeitslosigkeit überbrücken kann.

Abschließend zu dem Thema - Miete zahlen ist derzeit häufig teurer als selbst eine 100% Finanzierung in Erwägung zu ziehen, da die Zinssätze immer noch ziemlich traumhaft sind.
Ihr Rat gefällt mir nicht! Haben Sie vielleicht einen anderen für mich?

Beitrag 06.08.2011, 02:12

sw_trade
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Zur Miete wohnen ist genauso als ob ich als Privatperson ein Fahrzeug lease. Man zahlt sich dumm und dämlich und hat unterm Strich nichts.
"Aus Furcht zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug."
(Reinhard K. Sprenger)

Beitrag 06.08.2011, 02:34

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Kilimutu
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sw_trade hat geschrieben:Zur Miete wohnen ist genauso als ob ich als Privatperson ein Fahrzeug lease. Man zahlt sich dumm und dämlich und hat unterm Strich nichts.
Womit Du Recht hast, allein ziemlich viele können sich eine Immobilie nicht leisten und manche, die sich eine leisten könnten, trauen sich nicht.

Aber man sollte auch nicht unterschlagen, dass neben den Nebenkosten (200 bis 300 EUR/Monat), die natürlich auch der Mieter hat, eine eigene Immobilie auch Kosten verursacht und demnach nicht wirklich umsonst ist.

Ähnlich wie beim "Ansparen" für's nächste Auto, muss man bei der Immobilie Geld auf die Seite legen für Reparaturen, Grundsteuer, An-/Umbauten (z.B. barrierefrei im Alter), energetische Sanierung, Kanalanschluss und was da sonst noch so alles kommen kann. Realistisch sind da je nach Alter der Immobilie und den persönlichen Bedürfnissen EUR 250 bis 500 pro Monat. Denn die Denkweise vieler (die ich Dir natürlich nicht unterstelle), dass beim Auto 100 km bei 8 Liter / 100 km EUR 12,00 kosten ist auch bei der Immobilie einfach falsch.

Gruß

Tom
Letzte Woche war die Atomkraft so sicher wie das Amen in der Kirche - heute ist sie so sicher wie die Renten (Sven Lorig im ARD Morgenmagazin, nach Fukushima)

Beitrag 06.08.2011, 02:38

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TimmThaler
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Goldhaehnchen hat geschrieben:Abschließend zu dem Thema - Miete zahlen ist derzeit häufig teurer als selbst eine 100% Finanzierung in Erwägung zu ziehen, da die Zinssätze immer noch ziemlich traumhaft sind.
100%-Finanzierung macht keine Bank, außer zu ungemütlichen Zinssätzen, und außerdem ist das der sichere Weg in die Katastrophe wenn was schiefgeht (Arbeitslos, Versetzung, krank, Unfall usw.).

Miete besteht zudem aus 3 Dritteln:

1/3 Betriebkosten - die hat der Eigentümer auch
1/3 Instandhaltung, Wartung, regelmäßig auch Modernisierungen - diese Kosten hat ein vorsorgender und nicht das Objekt auf Verschleiß fahrender Eigentümer auch. Man kann sich aber in dem Punkt v.a. bei neuen Häusern aber eine Weile selber in die Tasche lügen - bei der Beratung und v.a. dem Vergleich Kaufen/Finanzieren oder Mieten wird er oft unter den Tisch gekehrt
1/3 Kapitalverzinsung - die hat der Eigentümer so lange auch zu leisten wie der Kredit läuft (anteilig)

In ausgeglichenen Mietermärkten darf, aus systematischen Gründen, Mieten unter dem Strich nicht teurer sein als Eigentum. Sonst gäbe es bald keine Mietwohnungen mehr.

Mieten ist viel flexibler als Eigentum, insbesondere wenn die Fima Dich versetzt, sind etwa 17% des Gebäudewertes an Wechselkosten fällig, schnell kommt man auf 30-40 Tausend, mal eben so.

Wohneigentum ist also nur was für jemanden, der sicher sein kann, den Rest des Lebens am Standort zu bleiben und dort alt zu werden. Dann, im Alter, ist die schuldenfreie Immobilie eine Stütze. Denn dann fallen 1/3 der Belastung eines Mieters weg. Vorher nicht. Und nur der alte Opa kann das Haus dann auch auf Verschleiß fahren, solange es nicht durchregnet und die Erben nicht meckern.

Vor allem die Bausparkassen (LBS) und Banken hegen und pflegen den Mythos vom Eigentum, denn das ist mit Abstand das gewinnträchtigste Geschäft, das sie mit einem Otto Normalkunden in dessen Leben abgeschlossen bekommen können.

Ich finde Goldbesitz und günstige Mietwohnung viel besser. Im Alter kann man dann sein ganzes angespartes Gold in ein Haus tauschen und die Sache ist von vorneweg her schuldenfrei.
Manche sagen, die Regierung sei unfähig. Das stimmt nicht. Die sind zu allem fähig!
*
Erfolgreich gehandelt mit: Joschi, silverlion, Horst, MelXX, Wetterfrosch, nameschonweg, Jimpanse, Todeja, Edelmetallinvestor, xmio, Robin8888, Goldschürfer, eugene

Beitrag 06.08.2011, 03:42

sw_trade
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Registriert: 14.02.2011, 15:52
Mir braucht keiner was bzgl. den Nebenkosten einer Immo erzählen. Ich brauche auch niemand der mit theoretischen Rechnungen eine Mietwohnung preiswerter reden will. Das ist nonsense und bleibt es auch. Das Spiel habe ich jetzt mehrmals durch, sodass ich getrost sagen kann, dass sich eine Immo/ Eigenheim lohnt. Und selbst eine Immo mit 2 bis 3 Wohnungen zur Abvermietung lohnt sich. Aber egal...das wissen die Eigenheimesitzer hier am besten und da braucht man auch nicht drüber diskutieren.

Wer aus beruflichen Gründen flexibel sein muss, für den ist eine Mietwohnung sinnvoller.

Leute man hat das Gefühl hier sitzen mehrere Studenten zusammen und betrachten ein Thema aus der Ferne. Kann überhaupt einer aus Erfahrung reden oder beruht alles nur auf irgendwelchen Artikeln und Studien. Es ist wirklich wie zur Studienzeit....es wird ein Thema, völlig abstrakt beleuchtet, aber Ahnung hat so richtig keiner weil die Erfahrung und das Verständnis fehlt.

In diesem Sinne, allen Philosophen hier einen schönen Tag. smilie_16
"Aus Furcht zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug."
(Reinhard K. Sprenger)

Beitrag 06.08.2011, 06:31

MapleHF
... ich denke mit Pauschalaussagen wie "Mieten ist besser" oder "Eigentum ist besser" wird man nicht weiter kommen.

Das hängt immer vom Einzelfall und dem Verhältnis Mietpreis/Kaufpreis ab.

Vergleichen wir mal eine gemietete und eine eigengenutzte Wohnung:

Nebenkosten: die normalen Nebenkosten sind für Mieter und Eigentümer gleich

Zusatzkosten Eigentümer: das sind Verwaltergebühr, Instandhaltungsrücklage, Bankgebühren usw. Reparaturen, da sind schnell mal 50 € monatlich oder mehr (je nach Wohnungsgröße beisammen). Wenn nach 10 Jahren mal ein Boden getauscht werden muss, zahlt das der Eigentümer aus der eigenen Tasche usw. usw. Keiner weiss, was die EnEV in den nächsten Jahren für Eigentümer noch für Überraschungen bereit hält, die Unsummen verschlingen können.

Wenn man heute eine Wohnung kauft liegt die Rendite bei Vermietung zwischen 3 und 4% (bei vor vielen Jahren günstig gekauften Immos ist sie natürlich höher). Das heißt wenn jemand heute eine Immo zur Eigennutzung kauft und mehr als diese 3 - 4% an Zinsen bezahlt, zahlt er (bei einer 100% Finanzierung) schon mehr an Zinsen, als er Miete bezahlen würde. Tilgen muss er zusätzlich und die o.g. Risiken tragen.

Ändert sich durch Jobverlust, Ehescheidung oder sonstwas an der persönlichen Lebens- oder Finanzsituation, kann der Mieter mit 3-monatiger Kündigungsfrist darauf reagieren. Eigentümer brauchen da meist länger, wenn sie zu marktgerechten Preisen verkaufen wollen.

Auch die demografische Entwicklung spricht für das Mieten. Wir haben jetzt schon einen "Mietermarkt" und das wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken. Diese demografische Entwicklung ist auch der Grund, weshalb bei Immobilien keine Wertsteigerungen mehr zu erwarten sind, wie dies vielleicht vor 30 Jahren beim Immokauf noch der Fall war.

Momentan ist das Gegenteil der Fall. Ich erlebe hier in meinem Umfeld gerade drei Wohnungskäufe mit und weiß daher, dass die aktuellen Kaufpreise zwischen 35 und 60% (ja das stimmt) unter den damaligen (1993) Kaufpreisen der Verkäufer liegen.

Das sind auch keine theoretischen Betrachtungen von Studenten sondern Erfahrungen aus jahrzehntelangem Eigenheimbesitz und jahrzehntelanger Vermietungspraxis.

Dennoch würde ich persönlich nicht mieten, weil es einfach nicht zu meiner Lebenssituation passen würde in einer gemieteten Wohnung oder einem gemieteten Haus zu sitzen. Und genau das ist der Punkt, denn der Vorteil der Eigennutzung beschränkt sich häufig auf den Besitzerstolz und auch auf die Möglichkeit Umgestaltungen vornehmen zu können, die einem Mieter so nicht möglich sind. Auch hat der Eigennutzer noch gewisse Steuervorteile, die aber in den letzten Jahren doch auch beschnitten wurden. Ein weiterer Vorteil des Eigennutzers liegt darin, dass er (wenn das Ding mal abbezahlt ist) seine Investitionen und Ansparungen darauf, ein wenig "steuern" kann, der Mieter muss die Miete monatlich bezahlen.

Wenn nun Timm Taler schreibt:

Ich finde Goldbesitz und günstige Mietwohnung viel besser. Im Alter kann man dann sein ganzes angespartes Gold in ein Haus tauschen und die Sache ist von vorneweg her schuldenfrei.

... so hängt das natürlich immer vom Betrachtungszeitraum ab. Für die letzte Zeit hätte er vollkommen Recht. Hätte man vor 10 Jahren den Gegenwert einer Eigentumswohnung oder eines Häuschens in Gold investiert, so könnte man heute mit einem Teilverkauf von 30 - 40% dieses Goldes die Wohnung oder das Häuschen cash bezahlen und hätte nominal immer noch mehr Gold, als man damals an FIAT eingesetzt hat.

MapleHF

Beitrag 06.08.2011, 07:37

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KROESUS
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Registriert: 08.01.2011, 11:41
mieten oder kaufen?

Als immobilienhase der schon einiges mit Immos verdient hat sage ich dazu:

am besten sich die Wohnung von jemand anderem zahlen lassen! :wink:

ne Sozialwohnung ist ganz praktisch, man muss sich nicht um die Miete kümmern und die Wohnungsbaugesellschaft repariert auf ihre Kosten

wenn man genug Geld hat kann man auch zur Eigennutzung kaufen, irgendwo muss man ja den Hundezwinger zur Bewachung der Metallvorräte aufstellen, bei Mietwohnungen wird das schwieriger...

Zur Vermietung würde ich mir nichts mehr kaufen selbst wenn es ganz billig ist, die drohenden Abgaben (Regenwasserabgabe, Strassenreinigung, Grundsteuer, Schornsteinfeger, Strassenausbauabgaben usw.) fressen einen wachsenden Teil des Gewinnes auf, der dann auch noch versteuert werden darf

Naja, ein bisschen bleibt noch übrig das lohnt sich nicht wirklich

die zentrale Frag ist ja auch:
was geschieht mit den Bankschulden wenn der € wertlos geworden ist (ab 2017?)

werden die Schulden in die neue Währung umgerubelt oder dürfen sie in der alten Währung zurückgezahlt werden?

im letzteren Fall könnte man tatsächlich auf Kredit kaufen, das Risiko ist jedoch hoch!

es ist bei Immos wie bei allen Papier'werten': am besten gaaaanz billig einkaufen!

und schnell wieder verkaufen solange es noch mehr dafür gibt!

nicht vergessen: der Immobilienbesitz in Deutschland ist lediglich ein Eintrag ins Grundbuch!

jeder Gläubiger mit guten Gerichtskontakten (Staat, sonstwas) kann da ganz schnell eine Grundschuld eintragen lassen!

dazu genügt eine Gesetzesänderung, ('Solariditätsabgabe', sonstwas) und die teuer gekaufte Immo ist nur noch einen Briuchteil wert

also Vorsicht mit Immos, Gold lässt sich schwerer besteuern!!!
Zuletzt geändert von KROESUS am 06.08.2011, 07:47, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 06.08.2011, 07:47

MapleHF
... nun, wenn man sich andere Währungsreformen zu ansieht, war es meist so, dass die (privaten) Kredite meist höher in eine neue Währung umgerechnet wurden, als private Guthaben.

Daher kann das Denkmodell, sich auf diese Art und Weise zu "entschulden" auch in die Hose gehen.

MapleHF

Beitrag 06.08.2011, 07:51

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Rentner
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Wohnort: Franken !
KROESUS hat geschrieben:Naja, ein bisschen bleibt noch übrig das lohnt sich nicht wirklich

!
Und da bleibt auch noch ein bisschen Immobilienwert übrig wenn die Mieter brav abbezahlt haben.

Das Kreditrisiko läßt sich gerade bei vermieteten Wohnungen begrenzen indem man, bei entsprechendem Eigenkapital, die Grundschuld der Bank ausschließlich auf diese Wohnung beschränkt.

Ich habe mit 17 Jahren meine erste Wohnung gekauft ( 21qm !) und immer wieder zugekauft. Später selbst gebaut.

Es ist mit völlig unbegreiflich warum das sowenig tun.

Noch dazu wo fast keiner mehr selbst baut, aber gutes Geld verdient. Es gab keine Zeit mit solventen Mietern wie heute. Die Leute haben gut bezahlte Jobs aber eine heiden Angst. Gut, das gestehe ich ein, bei diesem Staat kein Wunder.

Und nun denkt jeder, der Rentner ist über 60 Jahre alt. smilie_24

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