Einstieg in Silber

Diskussion zur Geldanlage in Silber. Fachwissen zu Silbermünzen, Silberbarren und Sammlermünzen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 26.11.2012, 22:16

noses
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Ladon hat geschrieben:Außerdem widerspricht das doch der "reinen Lehre" vom Hartgeld, Rendite aus sich selbst heraus zu erwarten. Das geht ja nur, wenn (wie seit Urzeiten) irgendwo eine "Papierebene" mit im Spiel ist.
Da gibt es noch eine kleine, gerne vergessene Nebenbedingung: Die Kosten für die Erweiterung der Geldmenge. Selbst wenn man konstante preise zugrundelegt, wird es immer aufwendiger, eine bestimmte Menge Gold aufzutreiben. Irgendwo schlägt sich das im Wert nieder (im Sinne von "Du mußt mehr Brot auf den Tisch legen, um ein Gold zu bekommen").


noses.

Beitrag 26.11.2012, 22:18

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Wiedehopf
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Echt? Man versucht seit Jahren, das Zeug in der Elektronik weiter zu ersetzen und scheitert daran. Viel braucht man zwar nicht, aber Du kannst Dir ja mal die Preise für alte CPUs bei der Scheideanstalt ansehen.
Würde mich mal interessieren: Wie sind denn die Ankaufspreise von alten CPUs in Scheideanstalten. Wusste gar nicht, dass die sowas kaufen... Wird da irgendwie unterschieden, ums was für eine CPU, etc. es sich handelt?
Klär' uns mal auf... . smilie_14

Beitrag 26.11.2012, 22:23

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AuCluster
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Beitrag 26.11.2012, 22:30

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Wiedehopf
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Mann oh Mann, da ist ja ganz schön Kohle damit zu machen. Ende OT. smilie_13

Beitrag 26.11.2012, 23:17

Jupp
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noses hat geschrieben:
Ladon hat geschrieben:Außerdem widerspricht das doch der "reinen Lehre" vom Hartgeld, Rendite aus sich selbst heraus zu erwarten. Das geht ja nur, wenn (wie seit Urzeiten) irgendwo eine "Papierebene" mit im Spiel ist.
Da gibt es noch eine kleine, gerne vergessene Nebenbedingung: Die Kosten für die Erweiterung der Geldmenge. Selbst wenn man konstante preise zugrundelegt, wird es immer aufwendiger, eine bestimmte Menge Gold aufzutreiben. Irgendwo schlägt sich das im Wert nieder (im Sinne von "Du mußt mehr Brot auf den Tisch legen, um ein Gold zu bekommen").


noses.
Wobei das eben die Frage ist, ob es nachteilig ist, wenn das Geld nicht permanent entwertet, sondern im Gegenteil immer werthaltiger wird, und man eben mehr Waren fürs Geld bekommt. Und eine echte Deflation gab es wohl noch nie, das waren immer die Folgen von sinnlosen Geldmengenausweitungen davor, teilweise dann auch schon mal bis zur Hyperinflation. Die daran beteiligten Menschen waren aber gröstenteil froh darüber, das sie nicht mehr hunderte Milliarden Geldeinheiten für ein Brot rannschleppen mussten, sondern nur noch 0,15 Geldeinheiten. Kann also nicht so schlimm sein, ausser natürlich man will Milliarden Geldeinheiten leistungslos horten, für diese Leute ist das dann natürlich schon ein Problem.

Beitrag 27.11.2012, 06:20

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Ladon
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Jupp hat geschrieben:... Und eine echte Deflation gab es wohl noch nie, das waren immer die Folgen von sinnlosen Geldmengenausweitungen davor, teilweise dann auch schon mal bis zur Hyperinflation. Die daran beteiligten Menschen waren aber gröstenteil froh darüber, das sie nicht mehr hunderte Milliarden Geldeinheiten für ein Brot rannschleppen mussten, sondern nur noch 0,15 Geldeinheiten. Kann also nicht so schlimm sein, ausser natürlich man will Milliarden Geldeinheiten leistungslos horten, für diese Leute ist das dann natürlich schon ein Problem.
smilie_54

Echte Deflation gab's noch nie? Sorry, Jupp, aber das ist totaler Quatsch.
Auch die nominal geringeren Preise nutzen nix, wenn du noch weniger Zahlungsmittel in der Tasch' hast. Die Dinge werden nämlich nicht "billiger", auch wenn Dir das aus der Entfernung so erscheinen mag. Das Geld wird nämlich NICHT werthaltiger, sondern nur weniger. Da hast Du augenscheinlich noch nicht verstanden, was mit Volkswirtschaften in einer deflationären Kontraktion real geschieht.

Gab's noch nie? Oh je ... Man möchte sagen, dass nahezu alle Diskussionen um das Geldsystem zwischen dem Mittelalter und dem 18. Jahrhundert praktisch nur ein Thema hatten: WIE VERHINDERN WIR DEN ABFLUSS VON EDELMETALLEN (= Geld)? Genau das IST Deflation. Zu wenig umlaufendes Geld im Wirtschaftsraum. Über Jahrhunderte ein Riesen-Problem!
Und dass die "Weltwirtschaftskrise" der 1930er mit all ihren Folgen eine DEFLATIONSkrise war, ist Dir möglicherweise auch entgangen?

"Kann also nicht so schlimm sein" ist eine ziemlich zynische Einstellung.


Natürlich ist eine Veränderung der Geldmenge THEORETISCH (und zwar in beiden Richtungen) eigentlich problemlos ... WENN - und zwar ausschließlich wenn dieser unrealistische Fall einträfe: ALLE Preise, Löhne, Gehälter, Abgaben, Unternehmensgewinne etc.p.p., wirklich ALLES würde GLEICHZEITIG nominal schrumpfen. Tut es aber real niemals: Statt auf Gewinn zu verzichten, fährt man erst die Produktion herunter und entlässt Leute; statt auf Lohn zu verzichten nimmt man lieber in Kauf das - am liebsten irgendwer, irgendwo - entlassen wird; statt auf Steuern zu verzichten ... naja und so weiter. Und ALLE diese Dinge müssten nicht nur im gleichen Umfang sondern auch noch im Gleichschritt schrumpfen. Dann, und nur nur dann, wäre es das "nicht so schlimm" (unter diesen Bedingungen wäre aber auch Inflation nicht schlimm).
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 27.11.2012, 08:56

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Dieses Problem (des Abflusses von Geld/Gold) ist nicht historisch, sondern immer noch aktuell. Der Staat muss ein Auge darauf haben, was die Bürger mit ihrem Geld machen. Sollten sie es sparen und es massenhaft zur Bank tragen, würde es zur Deflation kommen, wenn es niemand mehr abhebt. Aber Banken und Versicherungen investieren in Staatsanleihen, so dass das Geld über die Ausgaben des Bundes und der Länder wieder in den Geldkreislauf zurück läuft.
Momentan versinken Spanien/Griechenland in Deflation, weil die Bürger ihr Geld ins Ausland schaffen und somit das Schmiermittel Geld dort fehlt. Auf die Dauer muss wohl die EZB die abfließenden Gelder ersetzen, aber das wäre ein anderes Thema!
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Beitrag 27.11.2012, 09:14

SilverGator
Jupp hat geschrieben:Meine Grosselter und Eltern, sowie zig Millionen andere haben diverse totale Währungscrashes unbewaffnet überlebt. Bewaffnung ist nie verkehrt, aber wegen Währungscrashes nicht zwingend erfoderlich.
Ach ja, "überlebt" haben sie es, aber so eine Währungsreform, mit welcher sich der Staat immer dann "behilft", wenn nichts mehr hilft, ist ja nichts Schönes. Im Prinzip ist das ja eine Zwangsenteignung, wo dann mindestens 95 % des Bankgeldes sich in Luft auflösen.
Da hat sich dann schon mancher die Kugel gegeben und wäre froh gewesen, er hätte den Grossteil seines Ersparten in Gold und Silber angelegt.

Beitrag 27.11.2012, 13:34

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Friedrich 3
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SilverGator hat geschrieben: Ach ja, "überlebt" haben sie es, aber so eine Währungsreform, mit welcher sich der Staat immer dann "behilft", wenn nichts mehr hilft, ist ja nichts Schönes. Im Prinzip ist das ja eine Zwangsenteignung, wo dann mindestens 95 % des Bankgeldes sich in Luft auflösen.
Da hat sich dann schon mancher die Kugel gegeben und wäre froh gewesen, er hätte den Grossteil seines Ersparten in Gold und Silber angelegt.
Genau das möchte ich vermeiden mit meiner Horterei.Wenn sich das Rad weiter drehen sollte wie bisher,dann ists auch gut kann ich bis zum Schluss alles wieder ausgeben und damit meine Rente aufbessern.

Die Erben wissen in der Regel die Sammelleidenschaft nicht zu schätzen.EM wird schnellst möglich verscherbelt ohne Sinn und Verstand.Jede Generation muss die selben Fehler immer wieder machen.
So und nicht anders!

Erfolgreich gehandelt: ja klar..

Beitrag 27.11.2012, 13:48

Jupp
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Natürlich sind die Währungsreformen nichts Schönes, aber es ist auch seid dem allersten Papierzettel Crash bekannt, wie man sich dagegen erfolgreich zur Wehr setzt.

Es ging mir eher darum, das man einen solchen Zusammenbruch unvermeidlich nur bewaffnet überlebt, das ist ganz klar nicht der Fall. Nicht das ich etwas gegen Bewaffnung hätte, aber wer dies nicht will, kommt ja auch mit anderen Mittel durch soetwas hindurch. EM ist auch hilfreich was Sicherheit anbelangt, bei den Römern kostete ein Söldner ungefähr ein Kilo Silber pro Jahr.

Beitrag 27.11.2012, 13:48

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lifesgood
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... das Gundproblem beim Erben ist, dass man Ererbtes nicht so schätzt wie selbst Erarbeitetes und daher leichtfertiger ausgibt ... :roll:

Ging mir auch so, als ich 2006 eine vollkommen unerwartete Erbschaft gemacht hatte. Da ich das Geld nicht wirklich brauchte hatte ich es in vollkommen unnützes Gold und Silber angelegt.

lifesgood

Beitrag 27.11.2012, 14:17

Jupp
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Ladon hat geschrieben:
Jupp hat geschrieben:... Und eine echte Deflation gab es wohl noch nie, das waren immer die Folgen von sinnlosen Geldmengenausweitungen davor, teilweise dann auch schon mal bis zur Hyperinflation. Die daran beteiligten Menschen waren aber gröstenteil froh darüber, das sie nicht mehr hunderte Milliarden Geldeinheiten für ein Brot rannschleppen mussten, sondern nur noch 0,15 Geldeinheiten. Kann also nicht so schlimm sein, ausser natürlich man will Milliarden Geldeinheiten leistungslos horten, für diese Leute ist das dann natürlich schon ein Problem.
smilie_54

Echte Deflation gab's noch nie? Sorry, Jupp, aber das ist totaler Quatsch.
Auch die nominal geringeren Preise nutzen nix, wenn du noch weniger Zahlungsmittel in der Tasch' hast. Die Dinge werden nämlich nicht "billiger", auch wenn Dir das aus der Entfernung so erscheinen mag. Das Geld wird nämlich NICHT werthaltiger, sondern nur weniger. Da hast Du augenscheinlich noch nicht verstanden, was mit Volkswirtschaften in einer deflationären Kontraktion real geschieht.

Gab's noch nie? Oh je ... Man möchte sagen, dass nahezu alle Diskussionen um das Geldsystem zwischen dem Mittelalter und dem 18. Jahrhundert praktisch nur ein Thema hatten: WIE VERHINDERN WIR DEN ABFLUSS VON EDELMETALLEN (= Geld)? Genau das IST Deflation. Zu wenig umlaufendes Geld im Wirtschaftsraum. Über Jahrhunderte ein Riesen-Problem!
Und dass die "Weltwirtschaftskrise" der 1930er mit all ihren Folgen eine DEFLATIONSkrise war, ist Dir möglicherweise auch entgangen?

"Kann also nicht so schlimm sein" ist eine ziemlich zynische Einstellung.


Natürlich ist eine Veränderung der Geldmenge THEORETISCH (und zwar in beiden Richtungen) eigentlich problemlos ... WENN - und zwar ausschließlich wenn dieser unrealistische Fall einträfe: ALLE Preise, Löhne, Gehälter, Abgaben, Unternehmensgewinne etc.p.p., wirklich ALLES würde GLEICHZEITIG nominal schrumpfen. Tut es aber real niemals: Statt auf Gewinn zu verzichten, fährt man erst die Produktion herunter und entlässt Leute; statt auf Lohn zu verzichten nimmt man lieber in Kauf das - am liebsten irgendwer, irgendwo - entlassen wird; statt auf Steuern zu verzichten ... naja und so weiter. Und ALLE diese Dinge müssten nicht nur im gleichen Umfang sondern auch noch im Gleichschritt schrumpfen. Dann, und nur nur dann, wäre es das "nicht so schlimm" (unter diesen Bedingungen wäre aber auch Inflation nicht schlimm).
Fein Ladon, dann gebe ich das mal genauso zurück: was du hier schreibst ist totaler Quatsch.

1. Gold ist unkaputtbar
2. Nur Gold ist Geld, alles andere ist Kredit

Das Geld kann nicht weniger werden, physikalisch nicht möglich. Es wird nicht mal weniger wenn du es vom Planeten Erde zum Mars rüberfliegst, dann liegt es eben nur woanders herum.

Was mir bekannt ist, ist das 1930 der Deflationskrise eine Zeit der ungebremsten Geldvermehrung und haarsträubender Kreditvergaben vorherging, genau wie das grade der Fall ist. Natürlich wird das System wieder zusammenbrechen, so wie jedes Mal zuvor auch, es ist aber eben auch selber gemacht durch die Blödheiten, die zuvor begangen wurden, und jetzt grade zum zig-hundersten Mal wieder begangen werden. Vielleicht hat Einstein sich ja geirrt und man erhält bei der 327 Durchführung bei gleicher Versuchsanodnung doch mal ein anderes Ergebnis, ja na klar.

Das Geld ungleichmässig verteilt ist liegt an den Menschen und nicht am Geld. Wenn du heute das gesamte vorhandene Gold gerecht aufteilst, und jedem Menschen also 1 Oz Gold gibst, dann dauert es ca. 40 Jahre und ein paar wenige haben viel Gold, und die grosse blöde Masse hat nichts.

Das ist nicht weiter schlimm weil es nun mal eben immer so ist. Mag sein das du meine Einstellung als zynisch betrachtest, ist mir aber egal, da es einfach nur die Realität beschreibt, aus der meine Einstellung resultiert. Wenn du bis jetzt mehr als 1 Oz Gold angehäuft hast (für jeden der 7 Milliarden Erdbewohner gibt es etwa 1 Oz, mehr ist grade nicht vorhanden), dann hast du aber genau die gleiche zynische Einstellung wie ich, sonst hat dir 1 Oz Gold gefälligst zu reichen, da du sonst durch die Hortung und ungleichmässige Verteilung weltweite Probleme verursachst.

Beitrag 27.11.2012, 14:19

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Titan
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lifesgood hat geschrieben:... das Gundproblem beim Erben ist, dass man Ererbtes nicht so schätzt wie selbst Erarbeitetes und daher leichtfertiger ausgibt ... :roll:
Ging mir auch so, als ich 2006 eine vollkommen unerwartete Erbschaft gemacht hatte.
Da ich das Geld nicht wirklich brauchte hatte ich es in vollkommen unnützes Gold und Silber angelegt.lifesgood
smilie_20 Haste es immer noch,dieses "unnütze Zeugs"---Ich nehm Dir auch was ab smilie_16
T.

Beitrag 27.11.2012, 14:58

terrence-hot
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fand die ausgangsfrage interessant. ist aber im laufe der diskussion dann etwas untergegangen:
momentaner einstieg in silber - pro & contra?

Beitrag 27.11.2012, 15:00

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Ladon
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@ Jupp

Warum bist Du eigentlich immer gleich "angefressen", wenn man Dich auf Fehler aufmerksam macht? Ist doch kein Problem. Immerhin ist das hier ein INFORMATIONSforum und wenn jemand etwas schreibt wie "echte Deflation hat's wohl noch nie gegeben", dann muss das eben korrigiert werden.
Etwas falsch verstanden zu haben - in Deinem Fall was "Deflation" ist und was sie für eine Volkswirtschaft bedeutet - ist kein Makel. Fragwürdig ist es aber, dann mit irgendwelchen anderen Sachen daher zu kommen, um auf der fehlerhaften Position beharren zu können.

Deine These, dass es "echte" Deflation nie gegeben habe, ist der Punkt um den es geht. Und da muss man gar nichts weiter dazu sagen, als dass das einfach falsch ist. Und in "Kurantgeldsystemen" ist es eben der Edelmetallabfluss aus einem Wirtschaftsraum, der diese Gefahr birgt - vollkommen ohne jeden Belang ist dabei die globale Gesamtmenge oder die rechnerische Pro-Kopf-Menge.
"Geld" ist im Übrigen alles, was "Geldfunktion" erfüllt - wie Du leicht überprüfen kannst, indem Du einfach mal in einen Laden gehst und mit EZB-Zetteln zahlst. Das funktioniert! Über die Qualität verschiedener Geldarten und -surrogate kann man diskutieren - stand aber nicht zur Debatte. Kreditinstrumente in der Wirtschaft sind (vom Kerbholz bis zur antiken Litteralobligation) darüber hinaus und völlig unabhängig vom verwendeten Zahlungsmittel, zu jeder Zeit intensiv genutzte Finanzierungsmechanismen. Von der Hochfinanz bis zum privaten Einkauf.

===================================================================
... und der Vorredner hat ganz recht: Das ist schwer OT. Sorry.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 27.11.2012, 15:16

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Der Goldene Kiel
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Jupp hat geschrieben: 1. Gold ist unkaputtbar
...

Das Geld kann nicht weniger werden, physikalisch nicht möglich.
Das ist so nicht ganz richtig. Schau mal, was die Kollegen Physikanten hier mit dem schönen Gold anstellen:
http://www.rhichome.bnl.gov/RHIC/Runs/
Wenn die treffen, ist das Gold-Atom kaput. Weg. Nicht mehr da![/i]

Beitrag 27.11.2012, 15:24

frankdieter50
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Registriert: 16.02.2011, 16:09
Wohnort: Thüringen das grüne Herz Deutschlands
Aber auch mal zurück zum Thema.

Ich bin schon der Meinung, dass sich ein Einstieg in EM, hier speziell Silber, nach wie vor lohnt.
EM sind Wertaufbewahrungs- und transfermittel. Eine Sammelleidenschaft kommt dann meistens noch dazu.
Ich erwerbe nach wie vor regelmäßig ein paar Ünzchen. smilie_16
Wissen ist Macht und Nichtwissen macht nichts, da wirst Du nur über den Tisch gezogen

Beitrag 27.11.2012, 16:27

Jupp
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Ladon hat geschrieben:@ Jupp

Warum bist Du eigentlich immer gleich "angefressen", wenn man Dich auf Fehler aufmerksam macht? Ist doch kein Problem. Immerhin ist das hier ein INFORMATIONSforum und wenn jemand etwas schreibt wie "echte Deflation hat's wohl noch nie gegeben", dann muss das eben korrigiert werden.
Etwas falsch verstanden zu haben - in Deinem Fall was "Deflation" ist und was sie für eine Volkswirtschaft bedeutet - ist kein Makel. Fragwürdig ist es aber, dann mit irgendwelchen anderen Sachen daher zu kommen, um auf der fehlerhaften Position beharren zu können.

Deine These, dass es "echte" Deflation nie gegeben habe, ist der Punkt um den es geht. Und da muss man gar nichts weiter dazu sagen, als dass das einfach falsch ist. Und in "Kurantgeldsystemen" ist es eben der Edelmetallabfluss aus einem Wirtschaftsraum, der diese Gefahr birgt - vollkommen ohne jeden Belang ist dabei die globale Gesamtmenge oder die rechnerische Pro-Kopf-Menge.
"Geld" ist im Übrigen alles, was "Geldfunktion" erfüllt - wie Du leicht überprüfen kannst, indem Du einfach mal in einen Laden gehst und mit EZB-Zetteln zahlst. Das funktioniert! Über die Qualität verschiedener Geldarten und -surrogate kann man diskutieren - stand aber nicht zur Debatte. Kreditinstrumente in der Wirtschaft sind (vom Kerbholz bis zur antiken Litteralobligation) darüber hinaus und völlig unabhängig vom verwendeten Zahlungsmittel, zu jeder Zeit intensiv genutzte Finanzierungsmechanismen. Von der Hochfinanz bis zum privaten Einkauf.

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... und der Vorredner hat ganz recht: Das ist schwer OT. Sorry.
Nö ich bin nicht angefressen, nur wenn mal wieder jemand mit der grossen bösen Deflation 1930 daherkommt, dann kann man schon darauf hinweisen das es Quatsch ist, weil das ja mal wieder nur ein Zusammenbruch resultierend aus den Untaten davor gewesen ist, in dem Fall Falschgelddruckerei und Kreditvergabe. Ist aber egal weil die meisten hier das ganze Theater jetzt auch mal direkt life miterleben dürfen, zumindest die, die noch ein paar Jahre durchhalten.

Auch in einem Kurantgeldsystem rollem die Münzlein nicht von alleine von einer Volkswirtschaft zur anderen, irgendwer wird da wohl grade in größerem Umfang Mist bauen damit soetwas passiert.

Ist auch egal ob das Problem nun eine Volkswirtschaft betrifft, oder einen einzelnen, aus Sicht eines Betroffenen gesehen. ist auch nicht weiter schlimm wenn man in so einer EU Diktatur mit Falschgeld zwangsvervolkswirtschaftet wird, dem kann man ja durchaus begegnen, man muss es eben nur machen.

Die EZB Zettel erfüllen nur einen Teil der Geldfunktion, sind halt eben nur Schuldscheine und der Schuldner wird ja nun definitiv ausfallen. Und nö, wenn ich in den Laden gehe sagen die mir ich soll EZB Zettel umtauschen, wollen die nicht haben. Noch bedenklicher ist, das sich mittlerweile Banken hier und da schon weigern, diese EZB Zettel in irgendwas zu tauschen.

Klar ist dieses OT, und??

Beitrag 27.11.2012, 16:30

Jupp
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Der Goldene Kiel hat geschrieben:
Jupp hat geschrieben: 1. Gold ist unkaputtbar
...

Das Geld kann nicht weniger werden, physikalisch nicht möglich.
Das ist so nicht ganz richtig. Schau mal, was die Kollegen Physikanten hier mit dem schönen Gold anstellen:
http://www.rhichome.bnl.gov/RHIC/Runs/
Wenn die treffen, ist das Gold-Atom kaput. Weg. Nicht mehr da![/i]
Damit kannst du einzelne Goldatome zerstören. Die Energiemenge zur Zerstörung der 166.000 Tonnen lässt sich auf diesem Planeten nicht auftreiben, unkaputtbar.

Beitrag 27.11.2012, 16:42

noses
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AuCluster hat geschrieben:Mann oh Mann, da ist ja ganz schön Kohle damit zu machen. Ende OT. smilie_13
Ich sage nur: Einen Stapel Xserve G5 in Teilen abwracken… Am Anfang dachte ich, die Gehäuse würden am meisten einbringen. Mittlerweile sammele ich alte CPUs.


noses.

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