Sagt mal gehts noch... GOLD BARREN

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 26.09.2019, 07:43

rcp48
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Hallo ... ich hab grad (Werbung auf dieser Seite) einen super tollen Goldbarren gesehen.


bis ich kurz stuzig wurde.

Masse: 15,2 x 8,7 mm
Gewicht: 0,31 g

Sowas als Barren zu bezeichnen ist schon ein witz... ich dachte wenigsten ein gramm... aber 0,31g
Da muss man ja aufpassen das er nicht wegfliegt wenn man ihn anhaucht.

Beitrag 26.09.2019, 08:18

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lifesgood
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Wohnort: zwei
... wird hier gelegentlich auch als Flittergold oder geprägtes Blattgold bezeichnet ;)

Aber das ist die typische Verarsche wie man sie oft bei Homeshopping-Sendern sieht.

Ich würde gerne mal den Gesichtsausdruck eines Kunden sehen, wenn er sein Päckchen auspackt smilie_02

lifesgood

Beitrag 26.09.2019, 11:04

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IrresDing
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Wieso? Das ist doch noch viel. Der Reppa sah die 1/100 oz, rief „Hold my beer“ und halbierte die noch mal. And the Oscar goes to:

https://www.reppa.de/anlagemuenzen/gold ... -gold/?p=1
Man bewundere die Kategorie: Anlagemünze!

Irgendwann kommt MDM noch auf die Idee eine 1/200tel mit 333 zu legieren und das mit „massiver Goldbarren“ zu bewerben. Wartet nur ab.

Nebenbei, der Reppa nennt die 1/200tel eine „in Größe und Gewicht optimierte Münze“. Höhöhö, ja. Die Händlermarge optimiert.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 26.09.2019, 13:18

rcp48
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IrresDing hat geschrieben:
26.09.2019, 11:04
Wieso? Das ist doch noch viel. Der Reppa sah die 1/100 oz, rief „Hold my beer“ und halbierte die noch mal. And the Oscar goes to:

https://www.reppa.de/anlagemuenzen/gold ... -gold/?p=1
Man bewundere die Kategorie: Anlagemünze!

Irgendwann kommt MDM noch auf die Idee eine 1/200tel mit 333 zu legieren und das mit „massiver Goldbarren“ zu bewerben. Wartet nur ab.

Nebenbei, der Reppa nennt die 1/200tel eine „in Größe und Gewicht optimierte Münze“. Höhöhö, ja. Die Händlermarge optimiert.
Ähm... mal kurz gerechnet...
34,99 Euro mal 200 ist....
trommelwirbel.
6998 Euro.... pro Unze....

Ähm... ich mach was falsch in meinem Leben... DAS ist eine Gewinnmarge.

Beitrag 26.09.2019, 13:28

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Stempelglanz
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IrresDing hat geschrieben:
26.09.2019, 11:04
Wieso? Das ist doch noch viel. Der Reppa sah die 1/100 oz, rief „Hold my beer“ und halbierte die noch mal. And the Oscar goes to:

https://www.reppa.de/anlagemuenzen/gold ... -gold/?p=1
Man bewundere die Kategorie: Anlagemünze!

Irgendwann kommt MDM noch auf die Idee eine 1/200tel mit 333 zu legieren und das mit „massiver Goldbarren“ zu bewerben. Wartet nur ab.

Nebenbei, der Reppa nennt die 1/200tel eine „in Größe und Gewicht optimierte Münze“. Höhöhö, ja. Die Händlermarge optimiert.
Und trotzdem finden diese Abzockschuppen immer wieder Kunden,die ihnen dieses Nichts zu horrenden Preisen abkaufen!
Die erste "Sammlungsauflösung" für eine Erbin vergesse ich nie.
Ihr Vater hatte Schrott für um die 20.000 Dm gekauft ,die Erbin freute sich und bekam das heulende Elend,
als nicht einmal 500 DM Warenwert heraus kam!

Das gehört ,so wie die das bewerben,verboten!
Lieber etwas mehr,als viel zu wenig !
(Dagobert Duck)

Bewertungen : https://forum.gold.de/stempelglanz-t10051.html

Beitrag 26.09.2019, 14:15

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Grandmaster
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Stempelglanz hat geschrieben:
26.09.2019, 13:28
Und trotzdem finden diese Abzockschuppen immer wieder Kunden,die ihnen dieses Nichts zu horrenden Preisen abkaufen!
Die erste "Sammlungsauflösung" für eine Erbin vergesse ich nie.
Ihr Vater hatte Schrott für um die 20.000 Dm gekauft ,die Erbin freute sich und bekam das heulende Elend,
als nicht einmal 500 DM Warenwert heraus kam!
Und diese Fälle sind gar nicht mal so selten. Da ich manchmal Silbermünzen (DM, Schillinge, Reichssilber etc...) von Privat kaufe, kenne ich solche Momente. Das sind dann Momente, wo man am Tisch sitzt, wo zusätzliche Kassetten stehen, mit versilberten und vergoldeten Kupfermedaillen, 333 Silberkram, unedles Medaillenzeug und oft (wertlose) Kursmünzen oder Kursmünzensätze aus dem In- und Ausland und irgendwelche Numisbriefe aus Timbuktu, was alles tlw. Unsummen (laut Rechnungen) gekostet hat. Da sitzt man dann davor und denkt nur: Wahnsinn! Und dann die Frage, ob man denn auch daran Interesse hätte, da man ja gerne alles verkaufen möchte. Ich weiß dann manchmal gar nicht, was ich genau sagen soll. Meist sage ich dann, dass es leider nicht mein Sammelgebiet ist und sie vielleicht mal einen Händler in der Nähe kontaktieren sollten. Ich muss nicht derjenige sein, der denen erzählt, dass diese langjährigen "Schätze" letztendlich nur Metallschrott sind.

Beitrag 26.09.2019, 14:32

Quinar
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Daß derlei Kleinstbarren bei den üblichen Anbietern völlig überteuert verkauft wird und zur Anlage keinerlei Sinn macht ist eine doch eher banale Erkenntnis welche ich nicht gesondert betonen muß.

Dies gesagt einige begleitende Überlegungen zu dem Bereich unter 1 Gramm.

1.
Historische Goldeinheiten waren oftmals deutlich kleiner.

Beispiele aus unterschiedlichen Epochen und Regionen:

https://en.numista.com/catalogue/pieces147940.html

https://www.ma-shops.de/rittig/item.php ... gKTHfD_BwE


https://www.cointalk.com/threads/av-1-4 ... ad.281003/

2.
Die haptische Grenze der Begreifbarkeit im Wortsinne liegt für meine Wurstfinger bei Münzen bei den 2,9 Gramm der LMU und bei den Goldplättchen("Barren") je nach Dicke bei 5 aber mindestens bei 2,5 Gramm.

Moderne Zehntelunzer-1/20 Unzer,1/25 Unzer,Dos Pesos-1Gramm Plättchen-2Gramm Plättchen und teils auch die 2,5 Gramm Plättchen liegen UNTER dieser persönlichen haptischen Grenze.

Nun begreife ich den Sinn für sehr kleines Gold zwar muß es aber nicht begreifen. Verstehen statt befummeln.

3.
Die Storylines zu den Micros:

nehmen wir ESG her und lassen deren Infoportal Goldbarren für sich selbst sprechen:

https://www.goldbarren.de/bilder/minigoldbarren/

Gleichzeitig im Shop:

https://www.edelmetall-handel.de/goldba ... -pamp.html

https://www.edelmetall-handel.de/goldba ... eller.html

Mein persönliches Fazit lautet daher daß WENN ich die haptische Grenze von 2,5/2,9 Gramm unterschreite auch die 1 Gramm Ebene keine logische Haltelinie mehr darstellt.
Bekomme ich auf dem Zweitmarkt 0,622-0,5-0,324-0,311 oder 0,25 Gramm Einheiten mit Aufschlägen welche NIEDRIGER ansetzen sind als die einfacher Silberanlageunzen des Zweitmarktes so greife ich zu.

Die auf einschlägigen Plattformen angebotenen 0,01-0,05 -0,0648 Gramm Einheiten und die Mehrzahl der 0,1 Gramm Einheiten haben allerdings entweder Foliencharakter,sind lose Körnchen (Grain) oder nicht mit den genannten moderaten Aufschlägen erhältlich.

Wer also auch unterhalb der 2,5/2,9 Gramm Grenze unterwegs ist kann meines Erachtens durchaus auch 0,25-0,311 -0,324-0,5 oder 0,622 Gramm Einheiten einsammeln. Da sie ohnehin nur gelegentlich zu vernünftigen Preisen auf dem Zweitmarkt auftauchen bleibt das eine nette Nische.

POG für das 0,311 Gramm Plättchen liegt aktuell bei 13,78€ .....wer es für 15-15,50 € bekommt macht keinen großen Fehler.Daß das so oder so oder auch so nix für ernsthafte Materialanlage ist hatte ich ja Eingangs bereits angerissen.

Beitrag 26.09.2019, 15:18

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hamrah
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Das krasse ist ja, das man diese wunderbaren Angebote gerne in den sozialen Medien breitgetreten werden - ich stoße häufig auf MDM Angebote in Facebook - da wird auch mit den "riesigen" Anlagemünzen geworben - größer als eine normale Anlagemünze (was ja sogar keine Lüge ist) - und dann eben ist die Münze n zehntel Unze schwer - was mich meist zum kommentieren dieser lächerlichen Angebote zwingt ^^

Wir haben auch recht oft Kundschaft, die mit einer "Münzsammlung" in den Laden kommt... und dann sieht man die Unmengen an Schrott - und dem Erklärungsversuch warum dieser "Schrott" nix wert ist... es ist so ne Schweinerei, weil die gutgläubigen Leute mit Gold gelockt werden und dem angeblichen Versprechen von Wertsteigerungen für den Plunder. Aber immer wieder finden die Anbieter eine Nische mit der sie neue Leute cashen...
...And soon you learn
That the only thing worth to treasure
Are the people that actually care...

Beitrag 26.09.2019, 15:59

Quinar
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In der Bucht aktuell Angebote von 5 x 0,311 Gramm ab 80€. Wenn ich die sonst üblichen und ohne Flennen,Murren und Jammern gezahlten Aufschläge in der Bucht abziehe komme ich durchaus in den Bereich wo ein Zugreifen in den Bereich des Denkbaren kommt.



Unter aktuellem POG legte ich durchaus ohne Zögern 140 oder 145€ für 10 Exemplare der 0,311 Gramm Plättchen auf den Tisch.

Beitrag 26.09.2019, 16:07

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iwbrar
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Wieso werden die 200stel-Flöckchen bei Reppa eigentlich als MwSt.-frei gekennzeichnet?
In irgendeiner Windung gaaanz hinten im Hirn sagt mir etwas, dass dafür der Preis nicht über 180% des Goldwertes liegen darf. Oder gibt's da wieder ein Schlupfloch??? smilie_06
Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen.

Beitrag 26.09.2019, 16:24

Quinar
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Wäre sinnvoll die zwei Themen voneinader zu entkoppeln.

Die Ausgabenpolitik der Agenturen zu diskutieren ist verschwendete Lebenszeit.
Mir zu schade.

Sinn,Unsinn und Begleitumstände von sehr kleinen Einheiten an sich fände ich hingegen halbwegs interessant.

Beitrag 26.09.2019, 17:10

Hermine
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Registriert: 20.09.2019, 13:48
Grandmaster hat geschrieben:
26.09.2019, 14:15
Stempelglanz hat geschrieben:
26.09.2019, 13:28
Und trotzdem finden diese Abzockschuppen immer wieder Kunden,die ihnen dieses Nichts zu horrenden Preisen abkaufen!
Die erste "Sammlungsauflösung" für eine Erbin vergesse ich nie.
Ihr Vater hatte Schrott für um die 20.000 Dm gekauft ,die Erbin freute sich und bekam das heulende Elend,
als nicht einmal 500 DM Warenwert heraus kam!
Und diese Fälle sind gar nicht mal so selten. Da ich manchmal Silbermünzen (DM, Schillinge, Reichssilber etc...) von Privat kaufe, kenne ich solche Momente. Das sind dann Momente, wo man am Tisch sitzt, wo zusätzliche Kassetten stehen, mit versilberten und vergoldeten Kupfermedaillen, 333 Silberkram, unedles Medaillenzeug und oft (wertlose) Kursmünzen oder Kursmünzensätze aus dem In- und Ausland und irgendwelche Numisbriefe aus Timbuktu, was alles tlw. Unsummen (laut Rechnungen) gekostet hat. Da sitzt man dann davor und denkt nur: Wahnsinn! Und dann die Frage, ob man denn auch daran Interesse hätte, da man ja gerne alles verkaufen möchte. Ich weiß dann manchmal gar nicht, was ich genau sagen soll. Meist sage ich dann, dass es leider nicht mein Sammelgebiet ist und sie vielleicht mal einen Händler in der Nähe kontaktieren sollten. Ich muss nicht derjenige sein, der denen erzählt, dass diese langjährigen "Schätze" letztendlich nur Metallschrott sind.
Ich sammle seit etwa 20 Jahren Medaillen (vorwiegend aus Bronze und Kupfer)) und KMS weltweit. Das dieses nur Metallschrott sein soll ist schlicht und einfach Humbug. Einfach mal so dahingeredet und einen Beitrag für den Beitragszähler geschafft. Herzlichen Glühpunsch. smilie_01
Wenn über eine dumme Sache mal endlich Gras gewachsen ist,
kommt sicher ein Kamel gelaufen, das alles wieder runterfrisst.

Beitrag 26.09.2019, 17:31

Quinar
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 549
Registriert: 05.01.2012, 02:22
Hermine hat geschrieben:
26.09.2019, 17:10
Grandmaster hat geschrieben:
26.09.2019, 14:15
Stempelglanz hat geschrieben:
26.09.2019, 13:28
Und trotzdem finden diese Abzockschuppen immer wieder Kunden,die ihnen dieses Nichts zu horrenden Preisen abkaufen!
Die erste "Sammlungsauflösung" für eine Erbin vergesse ich nie.
Ihr Vater hatte Schrott für um die 20.000 Dm gekauft ,die Erbin freute sich und bekam das heulende Elend,
als nicht einmal 500 DM Warenwert heraus kam!
Und diese Fälle sind gar nicht mal so selten. Da ich manchmal Silbermünzen (DM, Schillinge, Reichssilber etc...) von Privat kaufe, kenne ich solche Momente. Das sind dann Momente, wo man am Tisch sitzt, wo zusätzliche Kassetten stehen, mit versilberten und vergoldeten Kupfermedaillen, 333 Silberkram, unedles Medaillenzeug und oft (wertlose) Kursmünzen oder Kursmünzensätze aus dem In- und Ausland und irgendwelche Numisbriefe aus Timbuktu, was alles tlw. Unsummen (laut Rechnungen) gekostet hat. Da sitzt man dann davor und denkt nur: Wahnsinn! Und dann die Frage, ob man denn auch daran Interesse hätte, da man ja gerne alles verkaufen möchte. Ich weiß dann manchmal gar nicht, was ich genau sagen soll. Meist sage ich dann, dass es leider nicht mein Sammelgebiet ist und sie vielleicht mal einen Händler in der Nähe kontaktieren sollten. Ich muss nicht derjenige sein, der denen erzählt, dass diese langjährigen "Schätze" letztendlich nur Metallschrott sind.
Ich sammle seit etwa 20 Jahren Medaillen (vorwiegend aus Bronze und Kupfer)) und KMS weltweit. Das dieses nur Metallschrott sein soll ist schlicht und einfach Humbug. Einfach mal so dahingeredet und einen Beitrag für den Beitragszähler geschafft. Herzlichen Glühpunsch. smilie_01
Platin?

Auch Platin??

Beitrag 26.09.2019, 17:38

Hermine
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Registriert: 20.09.2019, 13:48
Was meinst Du damit? Du kannst mit mir reden wie mit einer Idiotin, nur nicht so lange. Ich hasse Verallgemeinerungen. smilie_43
Wenn über eine dumme Sache mal endlich Gras gewachsen ist,
kommt sicher ein Kamel gelaufen, das alles wieder runterfrisst.

Beitrag 26.09.2019, 18:16

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Grandmaster
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Hermine hat geschrieben:
26.09.2019, 17:10
Grandmaster hat geschrieben:
26.09.2019, 14:15
Stempelglanz hat geschrieben:
26.09.2019, 13:28
Und trotzdem finden diese Abzockschuppen immer wieder Kunden,die ihnen dieses Nichts zu horrenden Preisen abkaufen!
Die erste "Sammlungsauflösung" für eine Erbin vergesse ich nie.
Ihr Vater hatte Schrott für um die 20.000 Dm gekauft ,die Erbin freute sich und bekam das heulende Elend,
als nicht einmal 500 DM Warenwert heraus kam!
Und diese Fälle sind gar nicht mal so selten. Da ich manchmal Silbermünzen (DM, Schillinge, Reichssilber etc...) von Privat kaufe, kenne ich solche Momente. Das sind dann Momente, wo man am Tisch sitzt, wo zusätzliche Kassetten stehen, mit versilberten und vergoldeten Kupfermedaillen, 333 Silberkram, unedles Medaillenzeug und oft (wertlose) Kursmünzen oder Kursmünzensätze aus dem In- und Ausland und irgendwelche Numisbriefe aus Timbuktu, was alles tlw. Unsummen (laut Rechnungen) gekostet hat. Da sitzt man dann davor und denkt nur: Wahnsinn! Und dann die Frage, ob man denn auch daran Interesse hätte, da man ja gerne alles verkaufen möchte. Ich weiß dann manchmal gar nicht, was ich genau sagen soll. Meist sage ich dann, dass es leider nicht mein Sammelgebiet ist und sie vielleicht mal einen Händler in der Nähe kontaktieren sollten. Ich muss nicht derjenige sein, der denen erzählt, dass diese langjährigen "Schätze" letztendlich nur Metallschrott sind.
Ich sammle seit etwa 20 Jahren Medaillen (vorwiegend aus Bronze und Kupfer)) und KMS weltweit. Das dieses nur Metallschrott sein soll ist schlicht und einfach Humbug. Einfach mal so dahingeredet und einen Beitrag für den Beitragszähler geschafft. Herzlichen Glühpunsch. smilie_01
Ich kannte mal jemanden, der sammelte jahrelang Elefantenfiguren. Aus Porzellan, Holz, Glas, Speckstein, Gummi, Kunststoff und Metall (keine Edelmetalle :) ). Alles, was er so kriegen konnte. Die ganze Wohnung war voll davon. Als diese Person verstarb, war das fast alles nur noch mehr oder weniger fast wertloser oder billiger Tand.

Mag sein, dass es Leute gibt, die unedle/halbedle Medaillen und/oder Kursmünzen sammeln (siehe auch diese ganzen 2€ Münzen Sammler), aber letztendlich ist das außerhalb dieses oft eher kleinen Kreises mMn nur Metallschrott. Insbesondere, was moderne Massenware angeht. Und das ist das, was man immer wieder bei solchen Leuten zu Gesicht bekommt: wertloser, unedler Metallschrott.

Ich weiß ja nicht, was du speziell sammelst. Vielleicht sind das ja seltene und teure Medaillen (Karl Goetz, etc...), die gut gehandelt werden und auch mal mehrere hundert Euro das Stück kosten können. Vielleicht ist es aber auch nur der ganz normale moderne Massenwarenschrott gewisser mittlerer und großer Münzhandelshäuser.

Beitrag 26.09.2019, 18:30

Hermine
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Registriert: 20.09.2019, 13:48
Das werden wir wohl nie heraus finden. Schade. Für Vatikan, Monaco und San Marino werde ich wohl mehr als Schrottpreise bekommen. Oder auch nicht. smilie_02 Aber um sich auszutauschen braucht es Gleichgesinnte Sammler. Und dies ist hier im Schrott ähh Edelmetallforum so gut wie unmöglich.
Wenn über eine dumme Sache mal endlich Gras gewachsen ist,
kommt sicher ein Kamel gelaufen, das alles wieder runterfrisst.

Beitrag 26.09.2019, 19:36

Lunarhunter
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Da die Münzen so extrem klein sind, musste ich mich mit der Lupe ganz tief runterbeugen, dabei habe ich so eine Münze dann wohl aus Versehen eingeatmet. Ich bin natürlich sofort zum Arzt gegangen, aber er hat mich beruhigt und gesagt, dass bei so kleinen Partikeln keine Gefahr besteht :)

Ich finde es auch unfassbar wie MDM und co. seit so vielen Jahren so viele Kunden finden. Man hat das Gefühl, dass ein Großteil der Deutschen einfach nicht mal ansatzweise rechnen kann.

"Jeder Vierte Deutsche versteht nichts von Prozentrechnung, ich glaube das sind mehr als 37%" :)

Beitrag 26.09.2019, 22:39

Klecks
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Hermine hat geschrieben:
26.09.2019, 18:30
Für Vatikan, Monaco und San Marino werde ich wohl mehr als Schrottpreise bekommen. Oder auch nicht. smilie_02
Ich kann mich nochgut erinnern, wie in den Jahren nach der Euro-Einführung für diese KMS 700 € und mehr verlangt -und bezahlt!- wurden. Heute gammeln die Sätze bei den Händlern am Grabbeltisch, mehr als 15-20 € zahlt da keiner mehr.
Hermine hat geschrieben:
26.09.2019, 18:30
Aber um sich auszutauschen braucht es Gleichgesinnte Sammler.
Tja, und genau da liegt das Problem: Da kann im Katalog der schönste vierstellige Wert hinter der Messingmedaille stehen - ohne den Sammler, der bereit ist, diesen Preis auch zu zahlen, ist das Ding nur ein Stück Altmetall.

Egal ob KMS, Medaillen, Briefmarken oder Ü-Ei-Figuren, Sammelgebiete unterliegen immer der Mode. Was gestern noch heiß begehrt und teuer war, ist heute (fast) wertlos. Für KMS ist der Markt in den letzten Jahren stark geschrumpft, für Medaillen (egal aus welchem Material) war er noch nie besonders groß und ist heute praktisch nicht mehr existent. Rein vom realistisch erzielbarem Verkaufswert sind die Dinger, bis auf wenige Ausnahmen, leider tatsächlich nur Schmelzware.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 26.09.2019, 23:48

Quinar
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Klecks hat geschrieben:
26.09.2019, 22:39
für Medaillen (egal aus welchem Material) war er noch nie besonders groß und ist heute praktisch nicht mehr
Groß im Sinne von Tausenden von Malte Torbens welche auf der Nachfrageseite stehen ist der Markt gewiß nicht.

Versuch aber mal einen Bertoldo di Giovanni zum "Schmelzpreis" zu bekommen.

Selbst die MDM Unzen (Ag) gehen auf dem Zweitmarkt locker auch zu den Preisen welche für Zweitmarktmaples etc. erzielt wird und liegen tendenziell sogar einen Hauch darüber.

Beitrag 27.09.2019, 10:14

Klecks
1 kg Barren Mitglied
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Quinar hat geschrieben:
26.09.2019, 23:48
Versuch aber mal einen Bertoldo di Giovanni zum "Schmelzpreis" zu bekommen.
Diesbezüglich zitiere ich mich einfach mal selbst:
Klecks hat geschrieben:
26.09.2019, 22:39
Rein vom realistisch erzielbarem Verkaufswert sind die Dinger, bis auf wenige Ausnahmen, leider tatsächlich nur Schmelzware.
.
Quinar hat geschrieben:
26.09.2019, 23:48
Selbst die MDM Unzen (Ag) gehen auf dem Zweitmarkt locker auch zu den Preisen welche für Zweitmarktmaples etc. erzielt wird und liegen tendenziell sogar einen Hauch darüber.
Locker? Naja. Ein paar von den Dingern habe ich als Beifang "geschossen" - aber keine Einzige davon über dem Schmelzpreis, teilweise sogar noch darunter. Auch in der Bucht gehen die Teile selten für mehr als den Materialwert weg. Für Anleger sind diese Eigenprägungen eher uninteressant weil schwerer verkäuflich als Standardware und Sammler gibt es dafür auch nicht genug.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

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