Globaler Reichtum steigt kräfig an

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 18.06.2020, 12:02

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Deichgraf
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Naja, die sagen "Eingerechnet werden in die Studie Bankkonten, Aktien, Fonds, Anleihen und Lebensversicherungen."
Außer vlt. Aktien/Fonds wurden da nur Flatterpapiermillionen erfasst.

Die haben uns Goldesel glatt übersehen.

Nach Markus Krall, den ich nun nicht gerade mit Crashprophet bezeichnen würde, sollte diese Studie ohnehin binnen eines Jahres überholt sein.
Schaumama....

Beitrag 18.06.2020, 21:15

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Sapnovela
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
18.06.2020, 11:36

Zahl der Millionäre steigt stark an
Also wenn die Notenbanken jeden Monat Billionen Euro / US-Dollar oder sonst was "erschaffen" ist es doch kein Wunder, dass es mehr Millionäre gibt. Die Frage ist doch, was ist die Million dann noch wert?

Deutschland war schon mal ein Land der Millionäre... aber zufrieden waren die Leuta da auch nicht. smilie_02

Eine Millionen RM.jpg

smilie_02
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Da mir von einer echten Fachkraft versichert wurde, dass ich absolut keine Ahnung habe, sollten alle von mir verfassten Posts als das gesehen werden, was sie sind: ironische Auslassungen eines verhinderten Komödianten. smilie_02

Beitrag 18.06.2020, 22:08

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Spätlese
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Sapnovela hat geschrieben:
18.06.2020, 21:15
Also wenn die Notenbanken jeden Monat Billionen Euro / US-Dollar oder sonst was "erschaffen" ist es doch kein Wunder, dass es mehr Millionäre gibt. Die Frage ist doch, was ist die Million dann noch wert?
Ich denke nicht, das die zunehmende Zahl an Millionären etwas mit der Geldflutung der Notenbanken zu tun hat.
Mit Grund wird erben/vererben sein. Ein mehrfacher Millionär mit 3 Kindern "produziert" nach Ableben gleich drei neue Neumillionäre.

Der aber wohl mit gravierendste Grund könnte die mittlerweile exorbitante Bezahlung diverser Berufsgruppen sein.
Politiker (mehr aufgrund "Nebenverdiensten"), Sportler, Schauspieler, Medienvertreter, Manager, Vorstände, Künstler.....................usw.
Wer es schafft, sich nur ein paar Jahre in den hochdotierten Jobs zu halten, der hat den Status "Millionär" schon in der Tasche.

Was dann die Million irgendwann noch wert sein mag, ist natürlich eine andere Frage.
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 19.06.2020, 09:10

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SteveG
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Definiere "Millionär".
Bezieht man da Immobilienbesitz mit ein, ist das schnell passiert. Selbst bei Leuten, die nicht so wahnsinnig hoch dotierte Jobs haben.
Allerdings kann man sich davon nichts kaufen, dass man in einem teuren Haus wohnt, eher im Gegenteil.

Beitrag 19.06.2020, 10:55

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VfL Bochum 1848
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SteveG hat geschrieben:
19.06.2020, 09:10
Definiere "Millionär".
Bezieht man da Immobilienbesitz mit ein, ist das schnell passiert. Selbst bei Leuten, die nicht so wahnsinnig hoch dotierte Jobs haben.
Allerdings kann man sich davon nichts kaufen, dass man in einem teuren Haus wohnt, eher im Gegenteil.

Richtig, falls sich also ein Millionär entschließen sollte, fast sein gesamtes Geld in Immobilien zu stecken, oder in Land, Kunst oder Gold zu investieren, taucht der in der Erhebung nicht auf.
Fazit: Die Gesamtzahl der Millionäre mit vorgenanntem Vermögen ist noch (erheblich!) höher!
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 19.06.2020, 15:17

Goldmedaille
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Einige Mundschutz Verkäufer dürften auch nicht schlecht verdient haben. :wink:
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Beitrag 19.06.2020, 20:01

Klecks
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
19.06.2020, 10:55
Fazit: Die Gesamtzahl der Millionäre mit vorgenanntem Vermögen ist noch (erheblich!) höher!
Aber nur auf dem Papier. Da gehören nämlich auch Oma & Opa Hempel mit ihren knappen 1.500 Euro Rente dazu, die 1965 vor den Toren Stuttgarts ein 90qm-Häuschen neben den Acker gestellt haben. Die 1.500qm Obstgarten drum rum machen sie nämlich zu (Schein-)Multimillionären weil die Hütte heute mitten in einem begehrten Baugebiet steht.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 20.06.2020, 18:21

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Sapnovela
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Klecks hat geschrieben:
19.06.2020, 20:01
VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
19.06.2020, 10:55
Fazit: Die Gesamtzahl der Millionäre mit vorgenanntem Vermögen ist noch (erheblich!) höher!
Aber nur auf dem Papier. Da gehören nämlich auch Oma & Opa Hempel mit ihren knappen 1.500 Euro Rente dazu, die 1965 vor den Toren Stuttgarts ein 90qm-Häuschen neben den Acker gestellt haben. Die 1.500qm Obstgarten drum rum machen sie nämlich zu (Schein-)Multimillionären weil die Hütte heute mitten in einem begehrten Baugebiet steht.
Ein Grund mehr endlich die Grundsteuern anzuheben... siehe Olaf-der-Finanzminister-seine-Grundsteuerreform
Da mir von einer echten Fachkraft versichert wurde, dass ich absolut keine Ahnung habe, sollten alle von mir verfassten Posts als das gesehen werden, was sie sind: ironische Auslassungen eines verhinderten Komödianten. smilie_02

Beitrag 20.06.2020, 22:42

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Spätlese
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SteveG hat geschrieben:
19.06.2020, 09:10
Definiere "Millionär".
Ich definiere mal: Ein Millionär ist eine Person welche mindestens 1.000.000 in seiner jeweiligen Landeswährung als Vermögen besitzt. Unabhängig der Anlageform.
SteveG hat geschrieben:
19.06.2020, 09:10

Bezieht man da Immobilienbesitz mit ein, ist das schnell passiert. Selbst bei Leuten, die nicht so wahnsinnig hoch dotierte Jobs haben.
Zwar richtig, aber woher haben diese Menschen denn ihre Immobilien oder Land?
Entweder geerbt oder eben selber erworben. Letzteres setzt da wieder voraus, das auch entsprechende Mittel zur Verfügung stehen die wiederum entweder geerbt oder eben selbst erwirtschaftet worden sind.
Um mal eben ein Anwesen von z.B. 700.000€ kaufen (als Investitionsobjekt) oder unterhalten zu können (Eigennutzung) reicht es vermutlich nicht aus nur ein "Durchschnittsverdiener" zu sein................ :lol: Da sollte man schon etwas mehr auf Zack haben.
Oder eben in Gehaltsligen mitspielen bzw. Verdienst haben, die so etwas locker hergeben.

Mal was anderes:
Ein "bürgerlicher Weg" zum Millionär UND gleichzeitig die harte Arbeit eines Politikers unter einen Hut bringend, zeigt uns aktuell ja grade der multitalentierte Philipp Amthor.................... smilie_47
Ein sehr zielstrebiger junger Mann, Bundestagsabgeordneter, Lobbyist und ...............vermutlich der/die/das größte....................(sucht euch selber ein Wort aus) unter der Sonne. Aber: Der nächste Kandidat für den Millionärsstatus, falls er das nicht schon ist.
Aufgefallen nur deswegen, da er es wohl etwas zu übertrieben hat. Seine Partei unterstützt ihn zwar weiter, legt ihm aber gewisse Rücktritte nah.
So funktioniert das Spiel wohl auch.......... Gut dotierter Job bei Staat und Partei bilden die Grundsicherung...........das was fehlt (die dicken Bätzchen) holt man sich als Lobbyist von der Wirtschaft. Darf dann auch mal gerne die Wirtschaft der USA sein. Wir sind ja global denkend.
Ein Schelm, wer böses dabei denkt...................... smilie_06
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 21.06.2020, 08:39

Amenhotep IV
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Millionär hin oder her. Vor 40 oder 50 Jahren galt ein DM Millionär als sehr reich. Man unterlag nicht mehr dem Joch
der Arbeit als Lohnsklave. Man konnte damals mit einer Million sehr komfortabel leben. Hat man die Kohle vernünftig angelegt konnten sogar mehrere Zehtausend DM an Zinsen jährlich erwirtschaftet werden . Diese Zeiten sind aber längst vorbei. Heute bei Null bzw. sogar negativen Zinsen verliert das sauer ersparte Geld mehr und mehr an Substanz und an Kaufkraft.

Wer heute ein entspanntes komfortables Leben im Ruhestand führen möchte und nicht das Glück hatte einst Staatsdiener oder Pensionierter Beamter zu sein der muss entweder seinen Gürtel in früheren Jahren ziemlich eng geschnallt und auf etliches verzichtet haben oder aber Weitsicht bei der Planung seiner Finanzen bewiesen haben.
Möglicherweise auch beides davon.

Ein durchschnittlicher Rentnerhaushalt kommt gerade so zurecht wenn eine schuldenfreie selbst genutzte Immobilie vorhanden ist. Wer jedoch im Alter noch drückende Mietenlasten stemmen muss bei denen sieht es sehr bescheiden aus. Und diese Rentner haben auch kaum etwas an die nächste Generation zu vererben.

Und das wird in Zukunft leider nicht besser werden.
ECHN PH AEGYPT BC MCCCLI - BC MCCCXXXIV

Beitrag 21.06.2020, 10:45

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lifesgood
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Amenhotep IV hat geschrieben:
21.06.2020, 08:39
Ein durchschnittlicher Rentnerhaushalt kommt gerade so zurecht wenn eine schuldenfreie selbst genutzte Immobilie vorhanden ist. Wer jedoch im Alter noch drückende Mietenlasten stemmen muss bei denen sieht es sehr bescheiden aus. Und diese Rentner haben auch kaum etwas an die nächste Generation zu vererben.

Und das wird in Zukunft leider nicht besser werden.
... vorausgesetzt der Mieter hat das Geld, das er nicht in die eigengenutzte Immobilie gesteckt hat, sinnlos verballert.

Hat er dies breit diversifiziert (Aktien, EM, vermietete Immo usw.) bei Seite gelegt, hat er heute ein schönes finanzielles Polster von dem er zubuttern kann, bzw. im Fall der vermieteten Immo ein zusätzliches Einkommen.

Er muss nicht (falls nicht laufend für teures Geld instandgehalten) in der alten, zu großen Immobilie mit veralteter Haustechnik leben und beten, dass keine größeren Schäden an Heizung, Dach oder Leitungssystem entstehen. Er kann sich eine Wohnung suchen, die in Größe und Ausstattung (barrierefrei) seinen momentanen Bedürfnissen entspricht. Und wenn was kaputt ist, ruft er seinen Vermieter an.

Der Eigentümer einer Immobilie, die 40 Jahre oder älter ist, sollte immer einen 5-stelligen Betrag in der Hinterhand haben, wenn mal was Größeres (Dach, Heizung, Elektrik usw.) kaputt geht.

Letztendlich zählt, ob jemand Vorsorge betrieben hat, egal ob in Form der eigengenutzten Immobilie oder eben in anderen Formen, oder ob er eben alles was reinkam wieder rausgehauen hat. Wer so vorgegangen ist, hat natürlich im Alter ein Problem.

lifesgood

Beitrag 21.06.2020, 12:07

Klecks
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Spätlese hat geschrieben:
20.06.2020, 22:42
Zwar richtig, aber woher haben diese Menschen denn ihre Immobilien oder Land?
Entweder geerbt oder eben selber erworben. Letzteres setzt da wieder voraus, das auch entsprechende Mittel zur Verfügung stehen die wiederum entweder geerbt oder eben selbst erwirtschaftet worden sind.
Nur dass die aufzubringenden Mittel früher eben oft deutlich geringer waren.

In den 1960er und '70er Jahren bekam man ein Grundstück in Trudering (damals Dorf, heute gefragter Stadtteil von München) für 'n Appel und 'n Ei nachgeworfen weil keiner in der Einflugschneiße des damaligen Münchner Flughafens bauen wollte. Heute bekommst du dort nichts mehr für 700.000, da musst du schon noch 'ne Million vornedran packen.
Die Rentner, die in den kleinen Häusern (meistens um die 80-90qm) leben, sind fast alle einfache Arbeiter, die ihre Hütten über 30 Jahre abbezahlt haben. Nix mit Besserverdiener und ererbten Vermögen.
Amenhotep IV hat geschrieben:
21.06.2020, 08:39
Millionär hin oder her. Vor 40 oder 50 Jahren galt ein DM Millionär als sehr reich. Man unterlag nicht mehr dem Joch
der Arbeit als Lohnsklave. Man konnte damals mit einer Million sehr komfortabel leben. Hat man die Kohle vernünftig angelegt konnten sogar mehrere Zehtausend DM an Zinsen jährlich erwirtschaftet werden . Diese Zeiten sind aber längst vorbei. Heute bei Null bzw. sogar negativen Zinsen verliert das sauer ersparte Geld mehr und mehr an Substanz und an Kaufkraft.
Mein Vater hat immer gesagt "Mit einer Million im Lotto könnten wir von den Zinsen leben". Wer heute eine Million gewinnt muss arbeiten gehen, damit er keine Zeit zum Geldausgeben hat :?
lifesgood hat geschrieben:
21.06.2020, 10:45
... vorausgesetzt der Mieter hat das Geld, das er nicht in die eigengenutzte Immobilie gesteckt hat, sinnlos verballert.
....
Letztendlich zählt, ob jemand Vorsorge betrieben hat, egal ob in Form der eigengenutzten Immobilie oder eben in anderen Formen, oder ob er eben alles was reinkam wieder rausgehauen hat. Wer so vorgegangen ist, hat natürlich im Alter ein Problem.
Ich glaube nicht, dass man laufende Ausgaben für den Lebensunterhalt, Ausbildung der Kinder u.ä. als "sinnlos verballert" bezeichnen kann. Wenn ein Arbeiter mehr als die Hälfte seines Einkommens für die Miete aufbringen muss (was in vielen deutschen Großstädten mittlerweile der Normalfall ist), dann wird der Rest "rausgehauen" weil gar nicht genug über ist um groß was zur Seite zu legen.

Uns allen hier geht es verhältnismäßig gut. Jemand, der so gerade über die Runden kommt (oder gar mit H4 aufstocken muss weil es eben nicht langt), wird sich kaum in einem EM-Forum tummeln. Für solchen Luxus hat so jemand kein Geld. Mag sein, dass dieser Umtand dem einem oder anderen hier etwas den Horizont verzerrt, eben weil die Masse der schlecht und unterbezahlten in seinem Umfeld nicht vertreten ist.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 21.06.2020, 13:04

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lifesgood
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Klecks hat geschrieben:
21.06.2020, 12:07
Ich glaube nicht, dass man laufende Ausgaben für den Lebensunterhalt, Ausbildung der Kinder u.ä. als "sinnlos verballert" bezeichnen kann. Wenn ein Arbeiter mehr als die Hälfte seines Einkommens für die Miete aufbringen muss (was in vielen deutschen Großstädten mittlerweile der Normalfall ist), dann wird der Rest "rausgehauen" weil gar nicht genug über ist um groß was zur Seite zu legen.
... dieser Arbeiter wäre aber auch nicht in der Lage gewesen, sich in seiner Großstadt Wohneigentum zu schaffen. Es ging hier nicht darum, dass manche am Monatsende nichts übrig haben. Diese Fälle gibt es, das ist hier auch jedem bewußt. Mir ging es um den Vergleich eigengenutzte Immobilie vs. Miete und zugleich Anlage fürs Alter, also beides Fälle, über die der von Dir angeführte Arbeiter gar nicht nachdenken braucht.

Man kann natürlich alles aus dem Kontext reißen um dann anderen Usern, die man vielleicht nicht mag, eine verzerrte Wahrnehmung zu unterstellen. Das hat aber weder was mit Diskussionskultur, noch mit Charakter zu tun.

Aber ich bin schon wieder weg.

lifesgood

P.S.: Mein Vater hat immer gesagt, von einer Million kann man nicht leben., wenn man nicht arbeitet Das liegt wohl daran, dass er rechnen konnte. Denn bei 6% Rendite, wären nach Steuern wohl maximal noch 40.000 DM übrig geblieben, davon noch die Krankenversicherung für eine Familie bezahlt . Dann bist Du wieder da, dass in der Großstadt die Hälfte des verbleibenden Nettos für die Miete draufgeht. Hinzu kommt, dass damals die Inflationsraten von 3 - 4 % die Regel waren. Letztendlich hatte man damals nach Steuern wohl auch nicht recht viel mehr als den Inflationsausgleich.
Zuletzt geändert von lifesgood am 21.06.2020, 13:21, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 21.06.2020, 13:21

Klecks
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lifesgood hat geschrieben:
21.06.2020, 13:04
Man kann natürlich alles aus dem Kontext reißen um dann anderen Usern, die man nicht mag, eine verzerrte Wahrnehmung zu unterstellen.
Damit unterstellst jetz du mir etwas smilie_16

Ob du es glaubst oder nicht, im Allgemeinen schätze ich deine Beiträge sehr. Auch wenn wir nicht immer gleicher Meinung sind, finde ich die Diskussionen sehr anregend und deine Argumente -im Gegensatz zu manch anderen- fundiert und differenziert.

Was das "aus dem Kontext reißen" betrifft, denke ich, war der Kontext vielleicht nicht richtig herausgestellt.
Deine Antwort auf:
Amenhotep IV hat geschrieben:
21.06.2020, 08:39
Ein durchschnittlicher Rentnerhaushalt kommt gerade so zurecht wenn eine schuldenfreie selbst genutzte Immobilie vorhanden ist. Wer jedoch im Alter noch drückende Mietenlasten stemmen muss bei denen sieht es sehr bescheiden aus. Und diese Rentner haben auch kaum etwas an die nächste Generation zu vererben.
war jene:
lifesgood hat geschrieben:
21.06.2020, 10:45
... vorausgesetzt der Mieter hat das Geld, das er nicht in die eigengenutzte Immobilie gesteckt hat, sinnlos verballert.
Die Ansicht, jemand, der im Alter an seiner Miete zu knabbern hat, muss früher sein Geld sinnlos verballert haben, hat eben in meinen Augen eine, nunja, etwas einseitige Wahrnehmung indiziert. Damit wollte ich dich jedoch in keinster Weise persönlich angreifen sondern lediglich eine andere Sichtweise darstellen.
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Beitrag 21.06.2020, 13:25

Klecks
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lifesgood hat geschrieben:
21.06.2020, 13:04
Mein Vater hat immer gesagt, von einer Million kann man nicht leben., wenn man nicht arbeitet Das liegt wohl daran, dass er rechnen konnte. Denn bei 6% Rendite, wären nach Steuern wohl maximal noch 40.000 DM übrig geblieben, davon noch die Krankenversicherung für eine Familie bezahlt .
Mein Vater war Maler. Mitte/Ende der 1980er (als die Million noch der Höchstgewinn im Lotto war) hätte er gejubelt, wenn er nach Abzug der Steuern 40.000 im Jahr gehabt hätte. Ist also alles eine Frage der Perspektive smilie_24
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Beitrag 21.06.2020, 13:27

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lifesgood
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Nun, wenn wir von zwei Haushalten ausgehen, die dasselbe verdient haben.

Wenn nun der eine Haushalt in der eigengenutzten Immobilie lebt und der andere Haushalt in Miete,müßte doch der andere Haushalt noch Reserven haben. Denn die Mär, dass man eine Immo nur mit der gesparten Miete abbezahlt hat noch nie geklappt.

Wenn der ohne Immo keine Reserven hat, muss er zwangsläufig das Geld sinnlos (oder spassvoll für Urlaube usw.) verballert haben.

Meines Erachtens war der am Klügsten, der es in fremdgenutzte Immos investiert hat. Denn so konnte er den Staat an der Abnutzung, den Finanzierungs- und Renovierungskosten beteiligen. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Letztendlich wollte ich ich aber nur die eigengenutzte Immo ein wenig entzaubern.

Aber egal ...

lifesgood

Beitrag 21.06.2020, 13:34

Klecks
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lifesgood hat geschrieben:
21.06.2020, 13:27
Nun, wenn wir von zwei Haushalten ausgehen, die dasselbe verdient haben.

Wenn nun der eine Haushalt in der eigengenutzten Immobilie lebt und der andere Haushalt in Miete,müßte doch der andere Haushalt noch Reserven haben. Denn die Mär, dass man eine Immo nur mit der gesparten Miete abbezahlt hat noch nie geklappt.

Wenn der ohne Immo keine Reserven hat, muss er zwangsläufig das Geld sinnlos (oder spassvoll für Urlaube usw.) verballert haben.
Aus dieser Perspektive hast du natürlich Recht. Selbst wenn (ausnahmsweise) de Finanzierungsbelastung in etwa der Miete entspricht,bleiben bei der Eigennutzung immer noch die notwendigen Rücklagen für Reparaturen und Sanierungen, was im Laufe der Jahre schnell einen hohen 5- oder gar 6-stelligen Betrag ausmacht. Mindestens diese Rücklagen hätte bei gleichem Verdienst der Mieter für das Alter ansparen können.
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Beitrag 21.06.2020, 18:58

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IrresDing
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Deichgraf hat geschrieben:
18.06.2020, 12:02
Nach Markus Krall, den ich nun nicht gerade mit Crashprophet bezeichnen würde, sollte diese Studie ohnehin binnen eines Jahres überholt sein.
Schaumama....
Krall hat 2017 den Draghi-Crash prophezeiht. Ausgefallen.
Krall hat 2019 den Banken-Crash prophezeiht. Ausgfallen.
Krall hat 2020 nach Corona den Crash prophezeiht. Bisher ausgefallen.
Krall ist Mitglied der Geschäftsführung und Sprecher der Degussa. Daher klarer Interessenkonflikt.

Doch Krall ist ein Crashprophet.

Wobei ich betonen möchte, dass Kralls Ansichten oftmals nicht von der Hand zu weisen sind. Nur wie alle Propheten scheitert er an verlässlichen Prognosen mit klarem "Wann, Wer und Wie".

Ich mag da Gerd Kommer viel mehr. Sein Klassiker "Souverän investieren" gehört zu den besten Werken die man lesen kann. https://www.amazon.de/Gerd-Kommer/dp/35 ... 159&sr=8-1
smilie_06

Beitrag 21.06.2020, 20:04

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Deichgraf
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[quote=IrresDing post_id=204564 time=1592762290 user_id=5059]
[quote=Deichgraf post_id=204525 time=1592478155 user_id=3434]
Nach Markus Krall, den ich nun nicht gerade mit Crashprophet bezeichnen würde, sollte diese Studie ohnehin binnen eines Jahres überholt sein.
Schaumama....
[/quote]

Krall hat 2017 den Draghi-Crash prophezeiht. Ausgefallen.
Krall hat 2019 den Banken-Crash prophezeiht. Ausgfallen.
Krall hat 2020 nach Corona den Crash prophezeiht. Bisher ausgefallen.
Krall ist Mitglied der Geschäftsführung und Sprecher der Degussa. Daher klarer Interessenkonflikt.

Doch Krall ist ein Crashprophet.
[/quote]

Unter einem Propheten verstehe ich jemanden, der solche Informationen 1:1 weitergibt, die er aus Quellen wie göttlicher Eingabe, Visionen, Gesichte und Träumen erhalten hat. Krall hingegen ist vom Fach, er hat sozusagen eine große Rechenaufgabe gelöst und dazu den darin enthaltenen Variablen Werte zugewiesen, die ihm vor dem Hintergrund seiner fachlichen Kompetenz besonders wahrscheinlich waren. Natürlich guckt auch er wie jeder andere Ökonom durch seine eigene Brille. Inwieweit er eigene Interessen ins Spiel bringt vermag ich nicht zu beurteilen.
In einem rational-materialistischen Weltbild würde ein Prophet als Esospinner erscheinen, bestenfalls als Omega mit Integrationsschwierigkeiten. Krall ist deshalb für mich mit Prophet falsch betitelt.
Es gibt andere Ökonomen, die zu dem Ergebnis gekommen sind, dass der Crash ausbleibt. Auch diese Menschen argumentieren sachlich. Sie weisen insbesondere der Feuerkraft der EZB einen höheren Wert in Effektivität und Quantität zu als Krall dies tut. Ich mag etwas übersehen haben, aber bisher wurde ein solcher Ökonom noch nicht mit Crashausfallprophet betitelt, was ich auch richtig finde.
Wenn es nun so sein sollte (was ich nicht weiß), dass nur auf ganz bestimmte fachliche qualifizierte Meinungen die Falschbetitelung mit Prophet angewendet wird und für andere ebenso fachlich qualifizierte Meinungen nicht, könnte man sich fragen, ob das vlt. systemisch sei.

Beitrag 21.06.2020, 20:39

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IrresDing
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Wohnort: im Grabe ruht sie
Das ist aber nicht die allgemeine Übereinkunft, was ein Crashpropheten ausmacht.
smilie_06

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