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vom: 29.01.2018, 20:58
cavallo Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ich habe hier mal eine Geschichtliche Frage:
Woher bzw. wie hat/erschuf Deutschland seinen Goldbesitz nach dem Krieg?

Gefunden habe ich, dass bis 1950 Deutschland kein Gold besessen hat (Da wir ja den Krieg verloren hatten). Soweit erst einmal gut.
1951 hatten wir 24 Tonnen und 17 Jahre später 1968 waren es 4033 Tonnen.

Ich lese immer wieder, es kommt aus dem Überschuss und Bretten-Woods Vertrag.

Und genau diesen Vertrag verstehe ich nicht. Kann mir das jemand in einfachen Worten erklären?

Ich verstehe es so, wir haben gearbeitet bzw. etwas hergestellt, diese Ware anderen Ländern zur Verfügung gestellt und diese haben eben in Gold bezahlt. Stimmt das?

Aber unsere Herstellung hat ja etwas gekostet, somit hatten wir Ausgaben und somit würden wir nur vom Gewinn also Überschuss reden.

Der Hintergrund meiner Frage ist, dass es mir sehr viel Gold vorkommt in sehr kurzer Zeit. Danke vorab für eure geschätzten Antworten.
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Ich bin bereit jeden Weg zu gehen, solange es nach vorne ist.
vom: 29.01.2018, 21:09
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hier wurden im Rahmen des Bretton Woods Systems Handelsüberschüsse eben nicht in Form von Geld heimgeholt, sondern sie wurden in Form von Gold (das man zu 35 $ die Unze bekam) in den USA belassen und dort gelagert.

Bei 35 $ die Unze, kostete 1 to Gold gerade mal 1.125.000 $. Also kosteten 4.000 to gerade mal 4,5 Milliarden Dollar.

Ist eine vereinfachte Darstellung ...

lifesgood
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Begib Dich nie auf das Niveau eines Idioten ...
vom: 29.01.2018, 21:15
cavallo Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Verstanden, vielen dank, aber was sind Handelsüberschüsse, was kann ich mir darunter vorstellen?
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vom: 29.01.2018, 21:20
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
... nun auch wieder vereinfacht, exemplarisch, wenn Deutschland Produkte für 5 Milliarden in die USA exportiert und nur Produkte für 2 Milliarden aus den USA importiert, entsteht ein Handelsüberschuß in Höhe von 3 Milliarden.

lifesgood
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vom: 30.01.2018, 08:35
cavallo Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Super erklärt, verstanden. Dies bedeutet wir haben mehr exportiert als Importiert und die Differenz wurde in Gold eingelagert. Soweit so gut. Dies bedeutet wir haben in der Nachkriegszeit als wir den Wiederaufbau hatten zusätzlich Ware für 4,5 Milliarden Doller geliefert. Für mich sind das sehr große Zahlen und viel Geld, war doch der Dollar viel stärker als die DM.

Vielen Dank für Deine Erklärung
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vom: 30.01.2018, 08:37
Turnbeutelvergesser Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Und heute gibt´s eben kein Gold, sondern US Staatsanleihen, oder im Fall der Eurostaaten Target 2 Salden. Lässt sich buchungstechnisch doch viel besser verwalten, als irgendwie irgendwo Gold zu lagern smilie_07
vom: 30.01.2018, 11:37
puffi Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Und vorsichtig mit dem "wir", besonders mit den Eigentumsverhältnissen und der Buba.......
vom: 30.01.2018, 14:32
plataoro Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Der Trick ist, dass Handelsbilanz und Zahlungsbilanz passen müssen. Darum kann man auch nicht pauschal sagen es sei gut ein Exportweltmeister zu sein. Wie Prof. Sinn so schön sagt: Deutschland exportiert PKWs nach Griechenland und bekommt dafür eine Forderung gegen das Target 2 System eingebucht mit einem Zinssatz zu Null und unendlicher Laufzeit die nie fällig gestellt werden kann (=ökonomischer Wert von Null).
vom: 30.01.2018, 16:56
Titan Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
cavallo hat Folgendes geschrieben:
Ich habe hier mal eine Geschichtliche Frage:
Woher bzw. wie hat/erschuf Deutschland seinen Goldbesitz nach dem Krieg?...


Hallo smilie_24
Bei Interesse mal in dieses Buch schauen.
Da sind auch historische Zusammenhänge erklart:
https://www.goldseiten.de/shop/401--Holt-unser-Gold-heim.html

T.
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vom: 30.01.2018, 18:54
cavallo Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
so ich hab doch fast alles verstanden, vielen Dank für die Antworten, wirklich einfach formuliert, so wollte ich es. Nun eine letzte Frage, Beispiel:
Also Deutschland liefert 100 000 Autos an Land X diese zahlen nicht sonder wir bekamen Gold. Natürlich bezüglich des Import dieses Landes. Wer aber hat die Autos in Deutschland bezahlt? Bedeutet dies, der Staat hat z.B. bei Mercedes Benz Autos bestellt und geliefert, bekam nichts zurück, außer ein versprechen und musste daher Schulden machen um den Autobauer zu bezahlen. Habe ich das richtig verstanden?
Nochmals vielen Dank für eure Antworten und vielen Dank für die Buch Empfehlung
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vom: 30.01.2018, 20:06
Turnbeutelvergesser Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Gelöscht - da nur gefährliches Halbwissen smilie_24
vom: 31.01.2018, 05:29
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Das wird jetzt ganz, ganz schnell ganz, ganz kompliziert.

Vieles, was oben gesagt wurde, stimmt im großen und ganzen.
Aber es löst auch häufig falsche Assoziationen aus. (Das oben angesprochene Buch empfehle ich nicht. Zu viele Scheuklappen. Gibt besseres.)
Bretton Woods ist sooo einfach nicht zu verstehen und die Mechanismen gehen weit über "bezahlen" hinaus! Und einiges war auch falsch.
In überhaupt keiner Weise hängt die DM Geldmenge vom Gold der Buba ab. Hing es auch nie (sonst hätte es überhaupt keine DM geben können). Die Bundesbank ist auch nicht die abwickelnde Bank einer Transaktion im Nichtbankenverkehr!

Unter dem Bretton Woods System gab es feste Wechselkurse (beinahe - Details später).
Alles basierte wiederum auf dem Verhältnis zum Dollar, der - angeblich - goldgedeckt (mit konkreter Währungseinheit/Gold Verknüpfung ... wenn auch nicht für den Privatmann) war.
Eine erhebliche Rolle spielte die Verpflichtung der Mitglieder durch Stützungskäufe oder Verkäufe auch die anderen Währungen im "Wechselkurskorridor" zu halten.
Man stelle es sich so vor (Beispiel):
DM zu USD sei 1:2 (das wurde, sagen wir mal, im Vertrag festgelegt als D dazu kam)
Trotzdem sollte es eine Art freien Markt geben ... also schwankten auch die Wechselkurse. Überschritten diese gewisse (festgelegte Grenzen) - meinetwegen 1:1,8 und 1:2,2 - dann waren die Teilnehmer verpflichtet, durch Devisenkauf oder -verkauf einzugreifen.
Dadurch haben sich dann auf Zentralbankebene "Salden verschoben", die zu Umbuchungen beim Goldbestand der FED, der BoE usw. zugunsten der Bundesbank geführt haben.
DAS hat einen großen Teil des Goldes der Bundesbank generiert.
Auch, weil die DM im Bretton Woods System notorisch unterbewertet war. Man hatte mit einem solchen Wirtschaftswunder wohl doch nicht gerechnet. Um das überhaupt am Laufen zu halten, wurde die DM zweimal (dreimal?) innerhalb des Systems aufgewertet.
Wenn man kurz überlegt, sieht man, was passiert:
Ein Land mit unterbewerter Währung und hoher Produktivität ist DAS Einkaufsparadies für alle anderen. Um in Deutschland einzukaufen, muss man im Prinzip DM haben. Die Nachfrage nach der Devise DM steigt also "im Hintergrund". Damit deren Kurs.
Auch jetzt ist es noch ziemlich grob vereinfachend, aber deutlich "richtiger" zu sagen: am oberen Rand des erlaubten Wechselkurskorridors müssten die anderen DM ja theoretisch aus ihren Devisenbeständen verkaufen. Und wenn keine DM-Devisenreserve da ist?
An dieser Stelle kommt das Gold ins Spiel.
Die ganze Sache ist für "die anderen" jetzt recht schmerzfrei: da wird eine Palette im Keller der FED ins BuBa-Regal gestellt (Vielleicht ist es auch eine Nische? Aber immerhin ein definierter Ort ... das haben bei weitem nicht alle "Kunden" dort.) - fertig. Keine schlechte Presse damals. Niemand interessiert sich für so etwas, nicht wahr?
Alle sind froh.
Anm.:
Zu diesem Zeitpunkt sind im Geschäftsverkehr die Gelder längst geflossen. Die Arbeiter und Angestellten sind bezahlt, die Kosten gedeckt, der Gewinn eingestrichen! Deswegen interessiert sich auch keiner für die Targetsalden-Unken. Alle sagen: also ich hab' mein Geld schon. Ob das die Griechen an die Bundesbank zurückzahlen, ist mir doch wurscht.

Natürlich war das nur EIN Weg, wie die Bundesbank zu ihrem Gold gekommen ist. In den 60ern gab es z.B. auch konkrete Zukäufe (durch die BuBa).
Irgendwo habe ich eine Übersicht der Veränderungen im Goldbestand. Bei Bedarf suche ich mal.

Anm.:
Wir reden immer nur von der BuBa. Aber die ist erstaunlich spät (obwohl Verfassungsauftrag) gegründet worden. Die 50er Jahre sind von der Bank Deutscher Länder "beherrscht".

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When the Four Horsemen galloped, a stock of gold pieces, cunningly concealed or surreptitiously carried, has often meant the difference between living and dying.

Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
vom: 31.01.2018, 08:09
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
... ich hatte schon gehofft, dass Du hier genauer erläuterst smilie_01

lifesgood
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Begib Dich nie auf das Niveau eines Idioten ...
vom: 31.01.2018, 12:14
k1 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danke Titan für Deinen Hinweis und Buchtipp,
war ja schon mal Thema eines Threads aus den besseren Tagen dieses Forums.
Peter Boehringer ist soeben zum Vorsitzenden des Haushaltsausschusses gewählt worden.
Gratulation.
smilie_24
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landing at John Galt´s gulch,

gern gehandelt mit silberbaron
vom: 31.01.2018, 14:10
cavallo Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danke Landon,

vieles meiner Fragen sind jetzt aufgelöst. Danke an alle.
Wie ich finde ein sehr Interessantes Thema.

smilie_24
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Ich bin bereit jeden Weg zu gehen, solange es nach vorne ist.
vom: 08.02.2018, 12:03
goldmoney Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ladon hat Folgendes geschrieben:
Das wird jetzt ganz, ganz schnell ganz, ganz kompliziert.


Und wenn keine DM-Devisenreserve da ist?
An dieser Stelle kommt das Gold ins Spiel.
Die ganze Sache ist für "die anderen" jetzt recht schmerzfrei: da wird eine Palette im Keller der FED ins BuBa-Regal gestellt ...
Alle sind froh.
Anm.:
Zu diesem Zeitpunkt sind im Geschäftsverkehr die Gelder längst geflossen. Die Arbeiter und Angestellten sind bezahlt, die Kosten gedeckt, der Gewinn eingestrichen! Deswegen interessiert sich auch keiner für die Targetsalden-Unken. Alle sagen: also ich hab' mein Geld schon. Ob das die Griechen an die Bundesbank zurückzahlen, ist mir doch wurscht.



Kompliziert aber gut erklärt. smilie_01

Das Zitierte sehe ich in der Auswirkung (nicht in der Funktion) aber etwas anders.

Wenn die defizitären Länder, hier konkret die USA, keine DM Devisen gehabt hätten, hätten sie die DM steigen lassen müssen. Das ist Sinn und Zweck der freien Währungen um für den sonst gut dargestellten Gleichgewicht im Handel zu sorgen. Die Deutschen hätten sich im ersten Schritt mehr aus dem Ausland kaufen können, den verdienten Wohlstand für ihre hochwertigen Leistung als Belohnung erhalten und gleichzeitig für sinkende Exporte und einer sinkenden DM gesorgt.

Stattdessen ist der Wert der verhinderten Währungssteigerung im BuBa-Regal bei der Fed in Form von Gold gelandet. Man kann natürlich sagen, das Gold wird in schlechten Zeiten für die Stützung der Währung verwendet. Doch in dem konkreten Fall war es nicht notwendig. Die DM war ja unterbewertet und stieg kontinuierlich. Oben drauf kaufte die BuBa Unmengen an Dollar und bremste die Aufwertung der DM zusätzlich. Das war noch schlimmer, wie sich 1971 herausgestellt hatte. Denn nicht nur die Importeure können durch
Devisenverkäufe (DM) die eigene Währung (Dollar) stützen, auch die Exporteure (Deutschland) können die fremde Währung (Dollar) durch Käufe stützen. Insbesondere wenn das politisch gewollt ist. Also wurde jede menge Kaufkraft der Deutschen in die USA exportiert.

Ob das ein Grund für alle DM Sparer und Empfänger war um froh zu sein? Wohl eher nicht.

Mit den Targetsalden verhält es sich genauso. Die Deutschen exportieren Kaufkraft in die schwachen EU-Länder, die unsere Produkte kaufen.

Ja, alle haben ihr Geld erhalten, nur ist es weniger wert.

Es grüßt goldmoney

smilie_24
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"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek
vom: 09.02.2018, 04:38
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smilie_08

Stimmt. Ist jedoch ein Sonderfall, weil der $ die Ankerwährung des "Bretton-Woods" Systems war. Und die einzige, die (bruhahaha) goldgesichert war.
Der Mechanismus, den Du beschreibst - also dass im relativ starren Bretton-Wechselkurssystem der Aufwertungsdruck* für die DM immer hoch war war - generierte zweifellos Goldfluss von USA! Sozusagen der grundlegende, "basale", Weil eben schon die Währung selbst, also der Dollar, (theoretisch) "wie Gold" war.

Was ich ich - die Kritik ist auch berechtigt - weggelassen habe, ist die Möglichkeit aller Teilnehmer, solche "Zwischen-Zentralbanken-Buchungen" zunächst aus anderen Mitteln als Gold zu begleichen.

Das alles gilt nicht mehr, nachdem der Pseudo-Möchtegern-bins-aber-nicht Goldstandard von Bretton-Woods abgeschafft worden ist.

smilie_03
Auf zur Kaffemaschine





(*) Wie hoch dieser "Aufwertungsdruck"** war, kann man direkt am $/DM nach Bretton-Woods ablesen.

(**) Das Wort habe ich nicht erfunden, aber ich finde es so hübsch.
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Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
vom: 09.02.2018, 17:01
goldmoney Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ladon hat Folgendes geschrieben:
smilie_08

Stimmt. Ist jedoch ein Sonderfall, weil der $ die Ankerwährung des "Bretton-Woods" Systems war. Und die einzige, die (bruhahaha) goldgesichert war.


Ja, klasse Sonderfall für die USA. Hätte ich auch gerne. Sie legten den Wert ihrer Währung ($) im Außenhandel "fest", viel höher als er tatsächlich war, bestimmten dadurch wie viel kosten darf was sie importierten und versprachen dafür, die fremden Währungen über den Dollar ans Gold zu binden. Die anderen Zentralbanken mussten fleißig Dollar kaufen falls er mal nach unten rutschte, dank der initialen Überbewertung zwangsläufig. Ein wenig Gold wurde auch übertragen, zumindest vor Ort, also in den Tresoren der Fed. Als der Zahltag kam, haben die USA einfach ihre Einlöseverpflichtung ausgesetzt. smilie_06

In März 1971 hatte die BuBa lt. ihrem Geschäftsbericht für 1970 Dollarreserven i.H. von ca 35 Mrd DM. Beim damaligen $ Kurs von rund 3,5 DM und einen Fixpreis von 35$/OZ ca 9.000,00 Tonnen Goldwert (zusätzlich zu den Goldreserven).
Nach dem "Schließen des Goldfensters" (Bankrott der USA) waren diese Dollarreserven nur noch ein Bruchteil in Gold wert. In diesem Kontext erscheint der grundsätzlich großzügige Marschall Plan für Deutschland i.H. von ca 1,4 Mrd Dollar, oder ca 1,2 Tonnen in Gold umgerechnet, doch in einem ganz anderen Licht. Ich will den Plan nicht schlechtreden. Als Verlierer eines Angriffskrieges Hilfe zu erhalten, war nicht selbstverständlich. Das ist aber ein anderes Thema.

Die Generation die damals den exportierten (und dank Fiat verpufften) Wohlstand generiert hat, lebt heute von der Grundsicherung.

Schönes Wochenende
goldmoney

smilie_24
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Friedrich August von Hayek
vom: 12.02.2018, 21:47
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Kurz gesagt: Mit dem Bretton-Woods System haben die USA ihre Inflation exportieren können. Nicht mehr und nicht weniger.
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Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
vom: 14.02.2018, 14:27
goldmoney Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ladon hat Folgendes geschrieben:
Kurz gesagt: Mit dem Bretton-Woods System haben die USA ihre Inflation exportieren können. Nicht mehr und nicht weniger.


Ja, technisch völlig richtig. Doch ist diese Erklärung zu abstrakt für die meisten Menschen. Konkret bedeutet das eben, eine schwache Währung und eine verpuffte Altersvorsorge. Das versteht jeder, doch bringt es kaum einer in Zusammenhang mit der exportierten Inflation der USA.
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